This is England

This is England (2006), GB
Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Drama

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7.3 Kritiker
13 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
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von Shane Meadows, mit Thomas Turgoose und Stephen Graham

Der zwölfjährige Shaun ist ein biederer Außenseiter. Seine Hosen, seine Schuhe, seine Haare – alles an ihm ist uncool. Das lassen ihn seine Mitschüler ständig spüren. Doch das Blatt wendet sich, als eine Truppe von Skinheads den Zwölfjährigen unter ihre Fittiche nimmt. Zum ersten Mal fühlt Shaun sich akzeptiert und geborgen in der Clique. Mit neuem Outfit, Doc Martin’s, geschorenem Kopf und einer ganzen Gang hinter sich ist der vaterlose Halbwaise plötzlich jemand – er gehört dazu. Als eines Tages der wesentlich ältere Combo nach mehrjähriger Haft vollgepumpt mit rassistischer Propaganda und Fremdenhass wieder auftaucht und die Führung der Gruppe an sich reißt, folgt Shaun ohne zu zögern dem neuen Übervater in die Reihen der rechtsradikalen Nationalen Front.


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: This is England

the gaffer: the-gaffer.de

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7.5Sehenswert

Ska und Reggae durchströmen den Film wie die jungen Ohren seiner Protagonisten, verhelfen zu einer Vitalität, die ihn auch dank seiner sprühenden Farbwelt von den üblichen "kitchen sink"-Dramen, für welche die Insel sonst bekannt ist, abheben.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.5Sehenswert

Dem Film ist aufgrund der zurückhaltenden Inszenierung zwar das niedrige Budget anzusehen, aber da Meadows sowieso mehr Wert auf die Figuren legt, verringert sich dadurch die Wirkung kaum.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

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6.0Ganz gut

Gelungene Subkultur-Studie über die britische Ska-Skinszene fern der Glitzerwelt Londons während der tristen Thatcher-Ära. Leider kann die ideenarme Hauptstory den stimmungsvollen Streifen nicht tragen und wird mit einigen popkulturellen Referenzen überbügelt. Und das britische Gemurmel ist bloody anstrengend.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Solides Jugenddrama, in bekannt rauer englischer Machart, das trotz guter Schauspieler und Dramaturgie letztlich nicht wirklich überrascht und eine Geschichte erzählt deren Ende zu schnell absehbar ist. Gut gemacht, aber auch ein bißchen langweilig.

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Kommentare (56) — Film: This is England

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Canis Majoris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lovely.

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hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist sehenswert. Er ist nicht perfekt (dazu fehlt mir das gewisse Etwas), aber auch nicht schlecht. Hat mich auf irgendeine Weise berührt und das finde ich bei Filmen sehr wichtig.

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standec

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Doch, ein guter Film.

In mir weckte er intensive Erinnerungen an meine Jugend. Bei mir war es die Zeit des Rockabilly-Revival der frühen 80'er Jahre. Die hier angesprochen Skinhead-Szene, trägt nun eine politische Komponente in sich. Diese ist sicher real, kommt in diesem Film auch zur Sprache, wird aber zum Glück nicht wirklich ausgeschlachtet, und bleibt nach meinem Dafürhalten dort wo sie auch hingehören sollte, im Hintergrund.

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AlexanderDeLarge

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Endlich mal ein Film der nicht die Analogie Skinheadkultur Rechtsradikalismus herstellt. Zwar gibt es hier ein paar Übereinstimmungen im Männlichkeitsideal aber die Gegensätze sind dafür fundamental. Kultiger 16-mm-Film, kaum zu glauben, dass er aus dem Jahre2006 stammt. Thomas Turgoose spielt genial. Wer Englisch kann ist selber Schuld wenn er den Film auf deutsch sieht.

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hawker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die etwas anderen Skinheads...

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die "Lost Boys" sind keine Vampirgang in den USA, sie sind keine Kommune rowdyhafter Blagen aus Nimmerland.
Die "Lost Boys" gibt es überall, geschlechtsunabhängig, in jedem Land, in jeder Generation. Was sich verändert ist ihr Erscheinungsbild und ihre Anzahl.

Shane Meadows erzählt hier die Geschichte vom Untergang der Skinheadkultur, davon, wie sie in politischer Hetze, Populismus, Berechnung, Gewalt und Dummheit irgendwie weitestgehend unterging und für die Öffentlichkeit bloß kahlrasierte Spinner übrigblieben.
Komisch, bis auf die Frisuren ist das mit der eigentlichen Punkkultur vergleichbar.

Daneben erzählt der Regisseur auch ein wenig seine eigene Jugend, wohl nicht, ohne sie ein wenig aufzupeppen.
Aber irgendwie auch schockierend nüchtern, fast klinisch.
Gut und Böse sind nicht durch eine Linie getrennt, sie sind wie die Bilder in einem flüssigen Spiegel, man kann die Seiten wechseln, auf beiden Seiten sein oder in ihnen versinken.

Wie die Politik den Skinheads die Unschuld nahm, ist vielleicht klischeehaft, mitunter etwas undifferenziert und, ja, auch etwas berechenbar erzählt. Aber dafür bekommt man immer den Hauch authentischer Atmosphäre bis zur Couch geweht.
Die proud nation, das ehemalige Empire, ist heruntergekommen, grau, prügelt sich, teilweise mäßig ausgerüstet, mit einer argentinischen Armee, die eigentlich kaum eine Tofu Bar bewachen könnte, selbst wenn daneben ein All You Can Eat Grill eröffnen würde, um ein paar Inseln, die keiner kennen würde, wenn man sich nicht eben um sie prügelte.

Dabei kam der Vater des Protagonisten um. Dieser ist seitdem ein Außenseiter. Seine Mutter durch Trauer und Existenzangst vollkommen damit überfordert, wahrlich Anteil am Leben des Sprößlings zu nehmen.
Der Weg zu den (unpolitischen) Skinheads ist nicht übermäßig kreativ erdacht, aber schön beschrieben. Die Skins sind noch Lebensstil, kein Statement und vollkommen naiv und gleichgültig in Dingen wie Rassismus. Doch das ändert sich. Der Junge um den sich die Geschichte dreht, entdeckt eine Vaterfigur und eben diese Figur entdeckt sich in dem Jungen wieder.
Eine wahrhaft seltsame Freundschaft entsteht.
Daneben entdeckt unsere Hauptfigur auch die Liebe, hier in Gestalt einer etwas älteren Dame (für einen Zwölfjährigen sind knapp sechs Jahre eine Menge), die eine gewisse Ähnlichkeit mit Boy George hat.

Als der neue Ziehvater die politische Komponente in die gerade erst wieder heile Welt bringt, geht der Ärger wirklich los. Entzweiung. Prügel. Versöhnung. Mehr Prügel.

Mit grandios gezeichneten und verkörperten Figuren darf sich der Zuschauer mit in die Abwärtsspirale dieser Geschichte begeben. Nicht nur der damals gerade mal 14jährige Hauptdarsteller beeindruckt, sondern vor allem auch Stephen Graham, der als politischer Skinhead die Zügel an sich reißt und eine ebenso harte wie auch schwache Persönlichkeit offenbart. Eine Führungsfigur, drastisch und verwundbar, tough und allein, so voller Wut und Trauer, voller Selbstzweifel, dass man fast schon Mitleid empfinden mag, denn seine politische Haltung ist das einzige, woran er sich in seiner Erbärmlichkeit klammern kann.

Er ist ein Verlierer, wie der Protagonist, wie dessen Mutter, wie der schwarze Skinhead, der Drogen vertickt, wie die ganze Gang, wie der Vater des Protagonisten, wie die Eiserne Lady (schließlich steht nicht umsonst "Maggie is a twat" an eine Hauswand gesprüht), so wie vielleicht eine ganze Generation oder eine Zivilisation. Nicht nur die Rechten, die hierzulande dank diverser Ermittlungspannen für jedes Verbechen seit dem Attentat von Sarajevo verantwortlich gemacht werden, nicht nur die Gemäßigten, nein, auch jeder vermeintlich Unpolitische wird im Zuge solcher Ereignisse zum Verlierer.

An dieser Botschaft ändert auch das arg pathetische Ende nichts.

Dafür gibt es einen tollen Soundtrack zu bewundern, der zwar ebenso verhältnismäßig berechenbar scheint wie der Fortgang der Ereignisse, aber auch ebenso mitzureißen imstande ist.

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Sigrun

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Früher kannte ich nur linke Skins, die Ska hören und unpolitische Ois, von daher ist es für mich immer komisch, wenn ich lese, dass die Bewegung von vorneherein unpolitisch gewesen sein soll ... aber schön geschrieben ist die Kritik auf jeden Fall und fein beobachtet, z.b. der Boy George Aspekt ;-)


FilmFreeza

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Vorgemerkt ;) .. gut geschrieben ! :)


BlackPaint

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Thematik und Problematik: Skins '69 zusammen in einem Topf mit Nazi-Skins.
Grundschema: Sex, Gewalt und gute Laune.

This is England zeigt die wahren Beweggründe der echten Skins. Gleichzeitig zeigt er auf, dass politische Personen ursprünglich nichts mit der Szene zu tun hatten und nicht alle der rechten Welle folgten und folgen.
Eigentlich der perfekte Vorzeigefilm für Unwissende, die diese Subkultur immer noch als Nazis abstempeln und rechte Gewalt auf Skinheads pauschalisieren.

Atmosphärisch gut gelungen - was man aber von der deutschen Synchronisation nicht sagen kann. Ich glaube im O-Ton würde man etwas mehr Dichte mitnehmen können.

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moviee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das vielfachprämierte Skinheaddrama "This is England" stellte mich zeitweise doch ziemlich vor Gewissensfragen. Kann man mitlachen, wenn Neonazis auf Kosten anderer Witze machen? Der Film wirft das Bild, dass die Menschen von Neonazis haben mächtig durcheinander. Man lernt bereits nach kurzer Zeit eine Skinheadgruppe kennen, die überraschenderweise ein Herz hat und nicht so kalt und rassistisch wie das in der Öffentlichkeit bekannte Bild ist. Man kann zwar sagen, dass das hier nur ein Film sei, der keineswegs die Realität darstellt. Man kann aber auch genauso gut darüber nachdenken, wie es sich in so einer Skinheadclique wohl ablaufen könnte und ob es dort tatsächlich so ist, wie es nach außen hin scheint. Ich möchte mich aber trotzdem von dieser Art von Menschen distanzieren und mich keinesfalls vor diese stellen. Es ist aber zumindest eine interessante Frage... In "This is England" wird die Geschichte eines Jungen erzählt, der vor dem Alltag flieht und in der eben erwähnten Skinheadgruppe Freunde findet. Die enge Freundschaft wird aber zerstört als ein gewisser Combo aus dem Gefängnis entlassen wird und die Clique erst mächtig durcheinanderwirbelt und schließlich sogar zerreißt. Der Junge, Shaun, bekommt unter der Führung Combos eine andere Seite der Szene zu spühren und kann sich nach einiger Zeit sogar voll und ganz mit dieser Seite identifizieren... Vollkommen autentisch wird hier die rechtsextreme Szene Englands der 80er Jahre porträtiert. Besonders die ausgezeichnete Dramenhandlung und die überzeugenden Schauspielern sind abschließend zu benennen. "This is England" ist unverfälschter und bitterer Realismus; sollte man mal gesehen haben.

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J4KOB

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Text gefällt :)
Aber: War/Ist die Skinheadszene nicht (auch) oft links orientiert?


moviee

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Ich habe mal eben ein bisschen recherchiert; anscheinend ist die Skinheadszene tatsächlich eher links orientiert, jedoch stammt sie aus einer Arbeiterklasse der 80er Jahre aus England und die Neonazis nutzten dann deren Erscheinungsbild... War mir bisher so noch garnicht bewusst.


Jack_Torrance

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Shane Meadows konfrontiert uns zu Beginn und zum Schluss mit falschen Idealen: Anfangs werden Friedefreudeeierkuchenbilder in Konzerten, Discos etc. gewälttätigen Auseinandersetzungen mit Skinheads gegenübergestellt und zum Schluss [Senior Spoilerinho kommt] wirft Sean eine Englandflagge voller Verzweiflung ins Meer [Senior Spoilerinho geht]. Dieses falsche Ideal nennt sich Vaterland, wobei wir bei dem Punkt wären: Was ist eigentlich Vaterland ? Ist es das Deutschland, in dem ich aufgewachsen und geboren bin ? Oder ist es Russland, aus dem meine Eltern herkommen ? Oder kann ich angesichts der uns umgebenden Sonnensysteme und Planeten mit Fug und Recht behaupten: Die Erde ist mein "Vaterland" ?
Sean befindet sich in einer ähnlichen Situation. Aber was unterscheidet mich und Sean ? Nun ja, ich habe eine tiefere Stimme, ich darf Bier trinken und bin durchaus in der Lage einen Baumschüler mit peinlichstem Hochdeutsch einzulullen.
Sean ist währenddessen ein kleiner Junge, der selbst nicht weiß, was er will. Er wird in eine Skinhead-Gruppe aufgenommen, freundet sich mit ihnen an und an der Stelle läuft der Film auf eine Dschungelbuch-Version für Erwachsene aus - doch dann kommt jemand, der von Fremdenhass und dem vergeblichen Drang nach Liebe zerfressen (jaja Jack Torrance kommt immer wieder mit dem Üblichen) ist - seinen Namen habe ich vergessen. Dieser Typ jedenfalls verstärkt jedenfalls Seans Unsicherheit und... Moment mal, wo bleibt denn sowas wie eine eigene Meinung:
Na ja, "This is England" ist authentisch, intensiv und so... und, na ja... irgendwie bin ich momentan zu faul, um eine eigene Meinung auszudrücken, aber aufgrund der Wichtigkeit dieses Filmes sage ich (wieder einmal) folgendes:
Schaut nicht weg; schaut "This is England" !

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chs88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Authentischer, kleiner Film über jugendliche Subkultur im England der früher 80er Jahre, meiner Zeit. Betrachtet wird eine kleine Gruppe von Skinheads, wie man sie in x-beliiebigen Vororten dieser Zeit finden konnte, ebenso in Deutschland. Ich war zu dieser Zeit 2 Jahre älter als der kleine Shaun (12), der, auf der Suche nach Identifikation, in eben diese Gruppe von Skinheads, die typisch für diese Zeit absolut nichts mit rechtsextremem Gedankengut am Hut hatte, gerät und kann nur sagen, es trifft den Nagel auf den Kopf. Solche Gruppierungen gab es auch bei uns zu Hauf, ob es nun Skins, Root Boys, Punks etc. waren ist eigentlich egal. Alle hatten mehr oder weniger nur ein Ziel, Rebellion gegen das Establishment und Spaß, ebenso wie diese Jungs hier. Erst durch den Einfluss eines einzelnen, hier durch den Ex-Sträfling Combo verkörpert, geraten einige in den Sog der rechten Szene. Vor allem Shaun, durch den Falklandkrieg Halbweise und haltlos, folgt schnell, nicht aus Überzeugung sondern lediglich aus Sehnsucht nach einer bis dato fehlenden Vaterfigur.
Der Film überzeugt durch seine authentische Darstellung der Charaktere genauso wie durch seine Langsamkeit. Er ist eben nicht einen Aneinanderreihung von Schlägereien und Konflikten, sondern bildet seine Figuren tiefgründig und emotional ab.
Er zeigt deutlich wie einfach junge Menschen zu beeinflussen sind, geht dabei aber nicht soweit ihnen jegliche Selbständigkeit abzusprechen. Lediglich Shauns Beziehung zu der älteren und deutlich größeren Smell wirkt doch etwas unrealistisch, aber das verzeiht man gerne, da sie dafür einen gewissen Witz bietet. Das einzige, was mich etwas enttäuscht, ist er Sore, der etwas zu kurz kommt. Da hätte man aus dieser Zeit so viele Möglichkeiten gehabt. Aber das sind Kleinigkeiten, die dem ganzen keinen Abbruch tun. Der Film wirkt auch so eindringlich genug und speziell für mich bietet er auch noch eine gehörige Portion Nostalgie. Es war eine tolle Zeit damals.

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chs88

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Der ist etwas enttäuschend, was ich oben durch "er Sore" anstatt "der Score" ausdrücken wollte. :) Aber immerhin hat er mich dazu angeregt mal wieder ein paar alte Scheiben rauszuholen.


crab1973

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Ups... Irgendwie bin ich noch gar nicht auf der Höhe: :) Aber schöne Anregung, höre jetzt auch erstmal Ska zum munterwerden. Hallo Nachbarn! Habt habt ihr mich auch alle gern?


alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein paar dramaturgische Schwächen der Story sieht man dem Film gern nach. Toller Cast mit für mich sehr authentisch wirkenden Figuren. Den bekloppten Falklandkrieg (wer erinnert sich da schon noch dran?) als symbolischen Aufhänger für das aus den Fugen geratene Leben des kleinen Shaun zu nehmen, find ich gut. Die Nestwärme und die Ambivalenz der Gruppe kommen in diesem offenbar autobiografisch inspirierten Meadows-Film atmosphärisch prima rüber. Geht nur mit Originalton!

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NiRaF

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Allerdings! Hab gestern die Synchro gesehn und zum ersten Mal gedacht, in englisch ist es besser. Seh ich sonst nicht so, aber hier war's dermaßen scheiße.... aber guter Film XD


alter.native

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Ich hatte die DVD angesehen und nach den ersten 10 Minuten umgeschaltet auf das englische Original, weil die Synchro ne Katastrophe ist.


Leon Sin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diesen Film darf man nur auf Englisch schauen wer diesen Film auf Deutsch schaut lässt sich was entgehen.

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jekyll86

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was für ein Film. Um was es geht? Um die verzweifelte Suche nach Anerkennung und außerdem Freundschaft, Hass, Gewalt und Mut.

Inhalt:
Der 12-Jährige Shaun hat es nicht leicht im Leben. Aufgrund seines Aussehens, seiner Frisur, seiner Klamotten wird er in der Schule ständig gehänselt. Seine Mutter kann ihm nicht helfen, denn was der Junge so dringend sucht ist eine Vaterfigur, die ihm Anerkennung vermittelt und zu der er aufsehen kann. Sein Vater selbst fiel im Falklandkrieg, was ein großes Loch in die Seele Shauns gerissen hat. Nach einem weiteren Schultag der Schikanen trifft er auf dem Nachhauseweg auf die ein paar Jahre ältere Gang um Anführer Woody und u.a. dem jamaikanisch-stämmigen Milky. Woody greift ihm unter die Arme und versucht ihn so gut es geht aufzuheitern. Shaun schließt sich ihnen an und erlebt nun, was er all die Zeit so schrecklich vermisst hat. Spaß, Freundschaft und Anerkennung. Allerdings lässt sich sehr schnell feststellen, dass Shaun sich fast krankhaft anpasst um ja in der Gruppe bestehen zu können. Ein kleiner Schwächling mit dem Ruf nach Anschluss, ein typischer Mitläufer. In der ersten Zeit verbringen sie die Zeit in Harmonie, doch wie es das Schicksal will, stößt Combo zur Gruppe. Dieser alte, mit der beste Freund von Woody verbrachte die letzten dreieinhalb Jahre im Gefängnis und ist nun entlassen worden. Anfangs ist die Freude groß, doch recht bald verschlechtert sich das Klima. Combo ist nicht der harmlose Lebemann, sondern eine vom Fremdenhass zerfressene Gestalt. Mit einer Ansprache über die vermeintlichen Probleme der englischen Gesellschaft – Arbeit wegnehmende, schmarotzende Ausländer - von Combo zerbricht die Gruppe. Woody erhebt sich und fordert Einhalt. Doch Combo fordert die Anwesenden auf sich zu entscheiden, für Woody oder ihn. Die meisten der alte Clique verlassen den Ort. Nur zwei alte Mitglieder - und erschreckender Weise auch Shaun - bleiben. Hatte er bis dahin zu Woody als großen Bruder aufgesehen, hat er nun in Combo seinen neuen Übervater gefunden (mit Aussagen wie "Dein Vater wäre stolz auf Dich"). Woody kann ihn nicht bewegen, mit ihm zu gehen. So ist Shaun den Ideen von Combo endgültig ausgeliefert. Dieser nimmt ihm mit zu einer Veranstaltung der „National Front“ einer rechtsgerichteten Gruppierung. Einem zurückgebliebenen alten Mitglied der Woody-Gruppe kommen nun Zweifel. Ihm wird es zu viel. Er kann diese Meinungen nicht mittragen und wird mit Gewalt, Schimpf und Schande davon gejagt. Derweil mausert sich Shaun zum Musterschüler, sprüht radikale Sprüche an die Wand und sieht lachend zu, wie hilflose ausländische Jugendliche von der radikalen Gang bedroht und schikaniert werden. Alles gipfelt in einem gewalttätigen Überfall bei einem pakistanischen Ladenbesitzer. Shaun ist diesmal „voll dabei“ und inzwischen völlig verseucht von den hasserfüllten Ideen seines großen Vorbildes. Als die beiden Gruppierungen auf einer Geburtstagsparty aufeinander treffen, verlassen Woody und seine Leute die Feier umgehend. Dies trifft Shaun zwar, da er Woody nach wie vor sehr gerne mag, doch bleibt er trotzdem bei Combo. Als Combo Woodys Freundin seine Liebe gesteht und sie ihn zurückweist, sucht er nach Ablenkung. Er trifft auf Milky und bittet ihn um Gras. Dieser geht mit zu Combos Wohnung, in der sich bereits einige Mitglieder und Shaun befinden. Erst verläuft der Abend recht harmonisch, doch der Neid auf Milkys schönes Familienleben lässt Combo ausrasten. Er schlägt Milky zusammen, bis er besinnungslos liegen bleibt. Die anderen Mitglieder u.a. Shaun hat er bereits gewalttätig rausgeworfen. Während Combo nun das Ergebnis seiner Tat sieht und in Tränen aufgrund seiner Schuld ausbricht, kehrt Shaun zurück. Das Bild des blutüberströmten Milkys brennt sich in sein Gedächtnis und er hilft Combo ihn ins Krankenhaus zu bringen. Bei einem einsamen Spaziergang an die Küste wirft er die England-Flagge, die er von Combo geschenkt bekam ins Meer.

Das schockierendste am Film ist der Alltag. Tage unter vielen. Situationen wie sie tausendfach jeden Tag auf dieser Welt geschehen. Das gehänselte Kind auf der verzweifelten Suche nach Anschluss und Anerkennung. Hauptsache gefallen, Hauptsache nicht verstoßen zu werden, Hauptsache diesmal nicht der Schwächling sein zu müssen, der schikaniert wird, Hauptsache einmal auf der anderen Seite stehen, auch zu den Starken gehören. Die Einfachheit, mit der sich solche Personen in einen gefährlichen Treibsand ziehen lassen. Die Einfachheit, mit der sich solche Personen ködern lassen. Der Moment aus dem aus einem unschuldigen kleinen Mitläufer ein Täter wird, hat mich tief bewegt. Zeigt es doch, wie gefährlich dieses Mitläufertum und NACHdenken was einem VORgedacht wird, ist. Dieser Film hat mich wirklich gefesselt und stark zum Nachdenken angeregt. Solche Filme gibt es nicht oft, doch dieser gehört zweifelsohne dazu. Doch der Film zeigt nicht nur, wie schnell man bereit sein kann, einer starken Persönlichkeit bedingungslos zu folgen, sondern er zeigt auch, dass man immer den Mut haben kann, gegen solch hasserfüllte Meinungen aufzustehen und davor auch nicht zurückschrecken sollte. Auch oder gerade weil es sich um Freunde handelt. Man kann Woody natürlich ankreiden, dass er Shaun nicht verstärkt versuchte rauszuholen, doch bezweifle ich, dass er damit erfolgreich gewesen wäre. Auch wenn es erst beim letzte Warnschuss war, so hat er Shaun doch auf den richtigen Weg der Humanität zurückgebracht. Die meisten Menschen können nun mal nicht einfach ihr Gewissen und ihre Menschlichkeit ausschalten. Und dies gibt doch einen gewissen Grund zur Hoffnung. Wenn es ein manipulierter 12-jähriger schafft, sich von seinem „Führer“ zu distanzieren, sollten dies doch auch die Älteren schaffen können. Letztlich bleibt nur eins: Kann ich zusehen, wie Menschen Unrecht (auch wenn es „nur“ Hänseleien sind) und Gewalt zugefügt wird, oder stehe ich auf? Diese Frage sollte sich jeder für sich selbst stellen. Wie heißt es so schön „wegsehen kann jeder – helfen auch“.

FAZIT:
Ein tief bewegender Film, der schonungslos die Abgründe des Charakters beschreibt. Wer diesen Film nicht sieht, hat wirklich etwas verpasst.

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Hellbilly

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Wunderbar beschrieben, trifft genau meinen Nerv. Allerdings hättest du vielleicht am Anfang noch ganz klar kennzeichnen sollen, dass du den Inhalt des Films nicht nur anreißt, sondern komplett darstellst. Hier wird schon stark gespoilert und das könnte einigen den Spaß am Film verderben.
Sobald man ihn gesehen hat, kann dieser Beitrag ganz hervorragend die eigenen Gedanken zum Film bereichern, aber vorab sollte man ihn vielleicht nicht lesen.


jekyll86

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Oh Danke für den Hinweis! Normaler Weise schreib ich SPOILER hin, aber da muss ich es wirklich total übersehen haben. Leider kann ich es nicht abändern. Aber ich werde in Zukunft verstärkt drauf achten ;o)


Pimbolina

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich finde den Film gut.
Ich hab ihn im Englischunterricht gesehen und muss sagen , wow. solch einen film hätte ich nicht von den Engländern erwartet.
Sehr gute Schauspieler und auch das ganze drum herum. Ich kam mir vor wie in den 80ern :)
Das Ende fand ich ziemlich traurig, ich weiß zwar nicht warum , aber es war so.

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NipaahNeko

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Bewertung7.5Sehenswert

film hat mich wirklich mitgerissen. gott sei dank hab ich in originalem englischen ton gehört mit englischen untertiteln und konnte so dem film gut folgen.
es war ein gutes drama, auch wenn ich mich nicht für die skinhead-szene interessiere hat mich der film jedoch sehr gepackt. wer nur auf "skinhead-film" aus ist, den wird der film enttäuschen denke ich. aber es ist ein gutes drama und durchaus lohnenswert.

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Silv1

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

This is England von Shane Meadows (Blutrache) ist britisches Kino at his best. Seine packende Sozialstudie ist hervorragend inszeniert (Kamera,Musik etc), besitzt lebensnahe Charaktere und ist emotional eine Wucht. Oder wie es Combo aussprechen würde: Fu...brilliant.

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emp6

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein recht ansehnliches Machwerk. Leider mit einigen Schwächen: Zum einen dramaturgischer Art (Bsp.: Die zu Beginn geöffnete Klammer mit den Mitschülern wird nicht geschlossen; Woody wird in seiner Mentor-Rolle einfach durch Combo ausgetauscht und spielt anschließend im wahrsten Wortsinn einfach keine Rolle mehr), zum anderen schlicht aus logischer Sicht; vieles wirkt konstruiert (Bsp.: Wieso nimmt Woody ausgerechnet diesen Jungen in die Gruppe auf, was ja nicht an der Tagesordnung zu sein scheint? Wieso lässt er ihn anschließend einfach fallen?) Manche Reaktionen oder Verläufe sind einfach unlogisch. Aber vielleicht könnte man sogar das als passend ansehen nach dem Motto: Die Lust-und-Laune-Mentalität der Skins sowie deren anarchische Tendenzen finden sich hier auch formal wieder.

Die Figur des Combo wirkt da besser ausgearbeitet. Besondern positiv ist hervor zu heben, dass Gewalt als das gezeigt wird, was sie ist und nicht ästhetisiert wird (eindringlicher "Höhepunkt": Der Überfall auf den Laden, in dem der alte Mitläufer seine Hose auszieht, und seinen Hintern auseinanderzieht, um in den Laden zu "scheißen": Die Unfassbarkeit und Betroffenheit des Ladenbesitzers überträgt sich in Form von Ekel und Abstoßung auf den Zuschauer, dem hierdurch keine Chance gelassen wird, die gezeigte Gewalt als unterhaltsam zu empfinden). Auch, dass kein Charakter als gänzlich schlecht dargestellt wird ist positiv zu erwähnen. Selbst Combo hat eine weiche Seite (Gespräch mit Lol im Auto) und reflektiert seine Wutausbrüche letztlich als falsch.

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TinaCocaine

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Bewertung5.0Geht so

Ich fand ihn ganz ok, aber keineswegs sonderlich sehenswert! Vorab: Die Synchronisierung ist komplett für´n After und nervt daher unendlich. Zwar finde ich die Atmosphäre im Film super und auch der "Skin-Look" schaut sehr gut aus, aber ich halte das Ganze für reichlich überspitzt und irreal. Naja, vielleicht auch einfach nicht mein Thema, aber für mich ist der Film absoluter Durchschnitt!

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Vincent van Gore

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein schöner Film, der ein glaubwürdiges Porträt der britischen Skin-Szene der 80er zeichnet. Der Cast ist absolut überzeugend, gerade der Hauptdarsteller überzeugt in seiner Rolle. Die Atmospäre fängt den Zeitgeist perfekt ein und der Ska/Soul-Soundtrack ist auch erwähnenswert. Leider ist die Story auch etwas hervorsehbar, aber doch bewegend.

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derHooliNerd

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Bewertung6.5Ganz gut

In diesem Film wird mal das Thema Skinhead und Subkultur in den 80er Jahren richtig behandelt. Besonders wie die Skinheadszene durch die Politik unterwandert wurde, wird sehr authentisch erzählt.
Vielleicht werden anderen Zuschauern des Films dadurch mal klar, dass Skinheads keine Nazis sind.
Die Protagonisten in diesem Film haben mich überzeugt.
"oi! It's a good movie" ;-)

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