Cheyenne - This Must Be the Place

This Must Be the Place (2011), FR/IE/IT Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Road Movie, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 10.11.2011


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6.8
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von Paolo Sorrentino, mit Sean Penn und Frances McDormand

Das Leben ist eines der Schwersten – Cheyenne (Sean Penn) hat seine glücklichsten Tage hinter sich. Trotz Vermögen und fürsorglicher Frau (Frances McDormand) leidet der alternde Rockstar unter Langeweile und Depressionen, die er auch nicht mit seinem Achtziger-Jahre Make-up wegschminken kann. Von seinem Vater fühlt er sich entfremdet. Als dieser im Sterben liegt, rafft sich Cheyenne jedoch auf und reist nach New York. Aber er kommt zu spät, er kann sich nicht mehr verabschieden. Er erfährt, dass sein Vater in Auschwitz von den Nazis misshandelt wurde und seinen Peiniger Aloise Lange, der sich in den U.S.A. versteckt, nie ausfindig machen konnte. Cheyenne begibt sich auf die Suche, die ihn durch die ganzen Vereinigten Staaten führt. Er will Lange finden, doch ob er Rache üben, Erlösung oder nur sich selbst sucht, weiß Cheyenne noch nicht.

Hintergrund & Infos zu Cheyenne – This must be the place
Titelgebend ist, neben der Hauptfigur, ein Song der Talking Heads, die auch ihren Auftritt im Film haben. Cheyenne – This must be the place entwickelt sich zu einem Roadmovie und Regisseur Paolo Sorrentino nutzt die Gelegenheit bei seinem ersten in den Vereinigten Staaten spielenden Film unterschiedlichste Landschaften der U.S.A. auf der Leinwand vorbeiziehen zu lassen. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2011 feierte Cheyenne – This Must Be the Place Premiere, wobei vor allem Sean Penns Filmcharakter, der an den Frontmann einer bekannten englischen Rockband der Achtziger Jahre erinnert, für Aufsehen sorgte. (JL)

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Mehr Bilder (16) und Videos (11) zu Cheyenne - This Must Be the Place


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Cheyenne - This Must Be the Place
Genre
Coming of Age-Film, Komödie, Road Movie, Drama, Kriminalfilm, Thriller
Zeit
2010er Jahre, Gegenwart
Ort
Dublin, New York City
Handlung
Aufgabe, Einkaufszentrum, Flucht, Gothic, Konzentrationslager, Konzert, Musik, Musikliebhaber, Nazi, Nazi-Jäger, Nazi-Vergangenheit, Rache, Racheplan, Rockstar, Spuren, Suche, Suche nach vermisster Person, Verlust des Vaters
Stimmung
Berührend, Eigenwillig
Verleiher
Delphi Filmverleih Gmbh
Produktionsfirma
ARP Sélection, Element Pictures, Indigo Film, Lucky Red, Medusa Film

Kommentare (82) — Film: Cheyenne - This Must Be the Place


Sortierung

littlegomera

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Bewertung10.0Herausragend

Oh welch ein fantastisches Werk!°! um nicht zu sagen episch! Mit einem unglaublichen Penn! Ich glaube, dass ist seine beste Leistung und vielleicht sortiere ich den Film noch zu meinen Lieblingsfilmen dazu! Geil!

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AmeliaPond

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Bewertung7.0Sehenswert

Als recht enthusiastischer The Cure - und auch Robert Smith-Freund fürchtete ich ein wenig eine beschämende Herabwürdigung desselben,die ich auch einem Sean Penn nicht verziehen hätte,und deshalb lag der Film eine Ewigkeit bei mir rum.
Die Sorge war unbegründet,auch wenn Sean Penn sich deutlich an ihm orientiert.
Cheyenne gehört auf jedenfall zu den interessantesten Filmfiguren der letzten Jahre,und heutzutage ist es alles andere als einfach,einen derart verschrobenen Charakter zu zeigen, ohne dass dem inzwischen quirkinesserprobten Zuschauer(von Independent-Filmen) direkt das Interesse ob entweder überbordender Egozentrik oder einem der Lächerlichkeit preisgegebenen Protagonisten abhanden kommt.
Aber um diesen Cheyenne nicht zu mögen muss man schon ein Herz aus Holz besitzen. Wenn diese nach außen zerbrechlich und etwas weltfremd wirkende,sehr leise Person plötzlich mit messerscharfen Wahrhaftigkeiten besticht , beim Pelota plötzlich aufdreht oder im Supermarkt auf bösartigen Spott reagiert,dann fliegen ihm meine unbegrenzten Sympathien zu, und es fällt mir leicht, ihn auf seiner Reise zu begleiten.Paolo Sorrentino erzählt eine Vater-Sohn Geschichte,über Entfremdung,Schuld und Aufarbeitung, und er erzählt um des Erzählens willen; in einer langsamen Leichtigkeit,der Film trifft vollendet den Ton zwischen Drama und Komödie,oft gleichzeitig,
und Kameramann Luca Bigazzi trägt einen großen Teil zu der Stimmung des Films bei,indem die Kamera sich fast unaufhörlich in Bewegung befindet und unweigerlich versinkt man in seinen Bildern.Nur das Ende lässt mich dann doch reichlich unwillig zurück,das ist mir dann doch zu konsequent angepasst und schon fast bieder. Ich kann einfach wenig mit der Theorie anfangen,dass Äußerlichkeiten auf so eine Art und Weise auf Innerlichkeiten und umgekehrt schliessen lassen.
Dennoch ein bildstarker Film mit einem unglaublich körperlichen Sean Penn in wahrscheinlich seiner ausgefallensten Rolle.

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HimmelHoch

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Ich hab den Film hier schon seit einer Ewigkeit herum liegen, aber ich konnte mich nie durchringen, den auch tatsächlich zu gucken. Aber jetzt freue ich mich drauf, glaube ich!
Schöner Kommentar!


AmeliaPond

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Das Cover lässt einen aber auch stark am Inhalt zweifeln. ;)
Da steht auch irgendwas von Thriller,das ist übrigens völliger Quatsch.
Ich kann zumindest versprechen,dass er keine Zeitverschwendung ist,denn schon allein Sean Penn und die Bilder sind sehenswert und der Soundtrack ist auch sehr schön. :)


Avantgarde83

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Bewertung5.0Geht so

Gehört schon einiges dazu, wenn man sich den Film am Stück anguckt...für mich eine Nummer zu skurril und anstrengend.

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KaiserNero

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Bewertung9.0Herausragend

Cheyenne ist ein Charakter, der sehr stark an den Sänger Robert Smith, der Band The Cure erinnert und wie ein kleiner Tribut an diesen wirkt. Wie die Musik der Band, ist auch Cheyenne von Melancholie geprägt, wodurch der Film aber keines Wegs an Humor oder Spaß verliert, ganz im Gegenteil.
Alle Charaktere des Film weisen ihre ganz eigenen Persönlichkeitszüge auf und machen diesen Film wirklich zu einem komplexen Werk. Die Dialoge, Bilder und alle Szenen wurden tiefgründig in Szene gesetzt und deuten auf die ein oder andere Symbolik hin.
Cheyenne auf seiner Reise zu begleiten ist wie einem Wasserfall zuzusehen. Es plätschert vor sich hin ohne größeren Höhepunkte oder Tiefen und dennoch ist es ein wunderschönes Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

Außergewöhnlich, melancholisch und sehr unterhaltsam !

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Schlopsi

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Bewertung5.5Geht so

http://www.youtube.com/watch?v=o9gK2fOq4MY

Hochgradig skurril und zwischen ständiger Depression und Situationskomik wandelnder Film, von dem ich absolut nicht weiß wie ich ihn einschätzen soll.
"Cheyenne - This must be the Place" nimmt sich enorm viel Zeit und kommt stellenweise kaum schneller als der dauerschlurfende Exrocker Cheyenne voran. Die Story ist recht verworren aber anfangs durchaus vielversprechend, weil man lange Zeit nicht weiß worauf der Film überhaupt hinaus will. Es werden viele Türen geöffnet hinter denen interessante Ansätze stecken. Sobald sich der Film jedoch ein Herz nimmt und sich für eine Richtung entscheidet, werden diese Türen wieder zugeschlagen, ohne das ihnen noch irgendwelche Beachtung entgegenkommt.
Soundtrack und Bildsprache sind durchwegs solide, aber was nützt das, wenn man mit dieser sehr langsamen und konfusen Erzählweise nicht warm werden will? Dazu kommt Sean Penn, der das abgehalfterte Make Up Gesicht zwar auf sehr eigene Art und Weise verkörpert, auf Dauer aber in seiner eigenen Monotonie ertrinkt. Auch wenn man hier und da wirklich schmunzeln dürfte, so ist das für gut gestreckte zwei Stunden Spieldauer schlicht unspektakulär.

Hier wurde so viel verschenkt, was ständig durch das handwerkliche auszugleichen versucht wurde. Und genau das ist das Dilemma. Der Film verliert sich, ohne auch nur die Bemühung anzustellen, in irgendeiner Form dagegen anzukämpfen.
Was bleibt ist ein Film, den ich jetzt niemandem uneingeschränkt empfehlen könnte und mich mit dem ein oder anderen Fragezeichen zuviel zurücklässt.

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Le Samourai

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On point.


Comicverkäufer

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich musste meinen Kommentar jetzt drei mal neu schreiben, weil ich einfach nicht weiss, wie man diesen beiden wunderbaren Schauspielern (McDormand und Penn) gerecht werden kann. Die Story bleibt etwas arg konfus und man muss auch ein bisschen durchhalten, aber es lohnt sich. Die Hauptfigur Cheyenne erinnerte mich auf den ersten Blick sehr stark an Ozzy Osborne, nur in knuffig! Bei den Dialogen musste ich immer wieder aufpassen, dass ich zwischen den Belanglosigkeiten nicht die Lebensweisheiten verpasse.
Kein ganz grosser Wurf. aber aus der Story das Beste gemacht.

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dantist

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Bewertung2.5Ärgerlich

Nach einer guten Stunde Warten auf den roten Faden oder irgendeine in Ansätzen interessante Wendung habe ich aufgegeben. Vielleicht hätte ich sogar bis zum Schluss durchgehalten, aber die ohnehin schlimme Synchro von Sean Penn feiert in diesem Film ihren weinerlichen Tiefpunkt und gibt ihm dadurch den Rest.

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Disintegration.Yue

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein neuer Lieblingsfilm. :D Oder einer davon.

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Amadis

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein skurriler aber auch einfallsreicher und origineller Film ausserhalb der Mainstream-Schiene.
Man weiss eigentlich nie so genau was kommt und wird zuweilen auch etwas herausgefordert vom Regisseur. Nicht alle Handlungsstränge werden auch zu Ende geführt und das kann manchmal etwas verwirrend sein. Die Hauptfigur ein abgewrackter leicht debil wirkender Rockmusiker ( sieht aus wie Robert Smith von The Cure und läuft und redet wie Ozzy Osbourne) wird genial gespielt von Sean Penn. Mit zunehmender Spieldauer wächst einem die Figur ans Herz.
Die Grundstory weist zuweilen Logikfehler und Lücken auf, ist aber gleichzeitig so vielschichtig und spannend, das dies nicht weiter stört. Der Soundtrack ist genial und originell in den Film eingebettet.

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Soulja

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film möchte sicherlich mehr sein als ich in ihm sehe. Anfangs weiß man nicht, wohin der Film einen führen möchte. In der Nazi-"Jagd" angelangt, fragt man sich, ob der Aufbau bis dahin nicht auch anders möglich war. Viel sagt der Film bis dato nicht aus und auch wenn ich Sean Penn für seine Wandlungsfähigkeit bewundere: ich schwanke da noch, ob "Cheyenne" transsexuell, geistig behindert oder einfach nur wirr ist. Am Ende wurde es dann eine Suche nach "sich selbst" für Cheyenne. Aber bis dahin gilt es einige Längen zu überstehen und viel Pseudokunst.

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natural born zombie

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Bewertung10.0Herausragend

Ein großartiger Film!
Ich hatte mir nicht viel erwartet, jetzt ist er einer meiner absoluten Favoriten.
Hier stimmt einfach alles: Der Film ist tieftraurig, gleichzeitig urkomisch. Sean Penn, den ich normalerweise nicht besonders mag, liefert hier eine perfekte Glanzleistung ab. Der Soundtrack ist einfach grandios.
Noch dazu der schönste Film über den Holocaust (wenn man das so schreiben kann, soll nicht respektlos klingen).
Ich bin noch ganz mitgenommen ....
Fazit: ANSCHAUEN !!! UNBEDINGT !!!

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nico.klingspohn.9

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12 reicht mir schon.... n bischen fies muss sein. oder körperteile .... oder lustig.... denke mal der hatt nichts davon...

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pfeffer

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Bewertung7.0Sehenswert

Fand ich gut. Mutig. Eigenständig und angemessen weird. Und ohne die letzten 2 Szenen, die einfach nur schlecht und reaktionär sind, hätte ich mich zu Höchstwertungen hinreißen lassen.

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Chriz85

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Guter Film, mit einer weiteren schauspielerischen Hochleistung von Sean Penn!

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marlene.utz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

genialer film !

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Stefan Ishii

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Bewertung7.5Sehenswert

"There is so much beauty in the world."

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loveissuicide

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Bewertung9.0Herausragend

Nur jenen zu empfehlen, die mit Filmen der ruhigeren Art etwas anfangen können. Ich komm damit ganz gut klar, deswegen ist das für mich kein Kritikpunkt. Das nur vorneweg.
Sean Penn spielt großartig, selten erlebt man eine solche Skurrilität als Hauptprotagonist. Klar, es gibt Johnny Depp, da ist man schon einiges gewohnt, aber Cheyenne ist trotz seiner Seltsamkeiten eine reale Person aus dem wahren Leben. Seine Weisheiten sind saukomisch und, ja, auch teils recht tiefgründig, man glaubt es kaum, aber er trifft mit seinen wenigen Bemerkungen eigentlich stets ins Schwarze.
Ein sehr großer Pluspunkt sind die Bilder, die einem präsentiert werden. Traumhaft! Und die Musik ist größtenteils ebenso gelungen. Die Cello-Stücke machen den Film (zusammen mit den Bildern) fast schon ein wenig europäisch, trotzdem ist "Cheyenne" von vorne bis hinten zutiefst amerikanisch. Diesen Spagat muss man erst einmal schaffen: Kompliment!

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arranee

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Bewertung7.0Sehenswert

Sean Penn ist zwar großartig und mich stört die Fistelstimme auch nicht sonderlich. Cheyenne ist ein sehr sympathischer Charakter und durchaus lustig. Aber ich hatte leider zu hohe Erwartungen an den Film…er schleppt sich stellenweise doch seeeehr hin. Und von dem Trailer, den ich damals im Kino gesehen habe, hatte ich mir ehrlich gesagt auch etwas mehr Nazi-Jagd, mehr Story und weniger Langeweile erhofft. Trotzdem ein ganz netter Film.

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ringvernichter

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Bewertung5.5Geht so

Spoiler Ahead!

Irgendwas zwischen dem späten Ozzy Osbourne und dem frühen Robert Smith. Das scheint Cheyenne zu sein. Mit hoher und zittriger Stimme und Eyeliner unter den Augen verbringt er sein Leben als Rockstar im Ruhestand mit seiner liebevollen Ehe- und Feuerwehrfrau in einer Villa in Irland. Doch dann stirbt sein Vater und Cheyenne macht sich auf, dessen Lebensaufgabe zu übernehmen und den Nazi-Peiniger seines Vaters zu finden und zur Strecke zu bringen. Hört sich ein bisschen wie eine Idee von Tarantino an und lässt einen verrückten und herrlich skurillen Film vermuten. Doch so ganz werden diese Erwartungen nicht erfüllt, und ich zweifle, dass dies auch die Zielsetzung von „Cheyenne- This must be the Place“ ist.
Cheyenne ist mehr als eine Parodie auf alternde Rockstars. Er schafft es schweigend Geschichten zu erzählen. Sein Blick lässt erahnen, welche Zweifel und Ängste ihn auf der Suche nach Alois, dem Nazi aus Auschwitz begleiten. Gibt es Rache aus dem richtigen Zweck und an welchen Wert kann man messen, ab wann eine Schuld beglichen ist? Ich weiß es nicht, und genauso wenig scheint es Cheyenne zu wissen.

„Irgendetwas stimmt hier nicht, ich weiß nicht was es ist, aber irgendwas stimmt hier nicht“-Cheyenne
Und genau dieser Satz bezeichnet mein Problem mit diesem Film. Es scheint im Grunde alles gut zu sein, aber doch stört mich da was.
Roadmovie-typisch stößt Cheyenne auf seiner Suche auf unterschiedliche Charaktere. Doch erklärt sich für mich kein Zweck. Was hat der schweigsame Indianer für eine Bedeutung? Welche Gefühle löst das Gespräch mit Alois Frau bei Cheyenne aus? Ich habe leider die Vermutung, dass der Film all diese Charaktere mit hineinpackt, weil er denkt, dass er es muss. Weil er halt ein Roadmovie ist. Aber am Ende bleibt nicht mehr von den Figuren übrig als eine blasse leere Erinnerung.

Am Ende stellt Cheyenne endlich den Peiniger. Und er findet eine Lösung um die Schuld des Nazis zu begleichen. Zumindest er scheint damit zufrieden zu sein. Ich bin es nicht. Wenn ich den alten, dürren Mann nackt durch den Schnee stolpern sehe, erinnert das an die alten Aufnahmen von Auschwitz. Cheyenne scheint nach dem Leitsatz „Auge um Auge“ zu handeln. Und darin seinen Frieden zu finden. Mit sich, seinem Vater. Sogar mit seiner Vergangenheit. Wenn er am Ende sein Kostüm und Eyeliner ablegt, und er wieder „normal“ aussieht, dann frage ich mich ob er nur das wollte? Sein Kostüm ablegen. Ein Mann werden. Wenn man dafür alte Männer nackt in die Kälte schicken muss, dann zweifle ich, ob ich je ein Mann werden kann. Oder überhaupt werden will.

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DorisDay

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dein kommentar hat mich zum nachdenken gebracht. besonders der letzte absatz ist dir gelungen.


swissroland

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Bewertung1.5Ärgerlich

Nun hats auch den Penn erwischt . Ich hätte nie gedacht, das ich jemals bei einem Film von ihm den Panic Button drücke. Der Mist ist echt ned zu ertragen. Alleine schon die "tolle" Stimme treibt mich in den Wahnsinn.
Zudem ist er jetzt ned gerade dass, was man einen schönen Mann nennt. Aber dazu jetzt noch die Frisur... Ekelhaft und widerlich!
Keine Ahnung was die Aussage des Film sein soll, ist mir auch so was von egal.
Vergessen und gut ist!

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