Tideland
Tideland (2006), CA/GB Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Fantasyfilm, Drama
6.2
Kritiker
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4
Community
754 Bewertungen
51 Kommentare
754 Bewertungen
51 Kommentare
-
Deine Vorhersage
Deine Bewertung
Keine ?
Keine ?
von Terry Gilliam, mit Jodelle Ferland und Jennifer Tilly
Nach dem Drogentod der Mutter reist die zehnjährige Jeliza-Rose mit ihrem Vater Noah, einem heroinabhängigen Rockmusiker, in die Prärie, wo er in einer Einöde in einer klapprigen Hütte groß wurde. Während Jeliza-Rose die Umgegend zu erforschen beginnt, nimmt auch der Vater Abschied von seinem irdischen Dasein. Völlig auf sich allein gestellt, mit der langsam verwesenden Leiche des Vaters als ständiges Mahnmal, zieht sich das einsame Mädchen mehr und mehr zurück in eine morbide Fantasiewelt, in der sie neue Freunde findet.
Cast & Crew
-
Terry Gilliam
-
Jodelle Ferland
-
Jennifer Tilly
-
Brendan Fletcher
-
Janet McTeer
-
Jeff Bridges
-
Wendy Anderson
Regie
Schauspieler
-
Aldon Adair
-
Sally Crooks
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dells Mutter
-
Dylan Taylor
-
Terry Gilliam
-
Tony Grisoni
- Genre
- Gegenwartsfantasy, Drama
- Ort
- Fantasiewelt, Landschaft
- Handlung
- Einsamkeit, Hütte, Mädchen, Roman, Verlust der Eltern
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Tideland
Fans dieses Films gefiel auch
Naked Lunch
JP/CA/GB 1991
Das Kabinett des Dr. Parnassus
CA/FR 2009
König der Fischer
US 1991
Lady Vengeance
KR 2005
Die Stadt der Blinden
JP/BR/CA 2008
Trailer zum Film Tideland
Alle Trailer, Clips & Videos (2)
Das könnte dir auch gefallen
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Tideland
- Tideland: critic.de











Kommentare (51) — Film: Tideland
Kommentar schreibenSeget 2012/01/28 13:06:33
Kommentar löschenTja, was soll man da sagen...technisch ist der Film super, Jodelle Ferland spielt sehr gut und den Dude sieht man immer gern. Auf der anderen Seite einfach nur sehr, sehr merkwürdige Handlung, wobei das sicherlich nicht die passende Beschreibung ist, bei der man sich über die Dauer von 2 Stunden des öfteren fragt was noch alles kommen soll, bzw. wann der Film vorbei ist.
Letztenendes sicherlich nicht der schlechteste Film den ich je gesehn habe, aber verständlich wenn sich andere Leute damit nicht mal die Scheiße vom Schuh kratzen wollen...in ein paar Jahren/Jahrzehnten guck ich ihn mir vielleicht noch mal an.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Maracaibo 2012/01/26 00:03:13
Kommentar löschen"Tideland" punktet auf jeden Fall mit tollen Aufnahmen, einer fantastischen Atmosphäre, hervorragenden Schauspielern und einer mehr als merkwürdig-seltsamen-einzigartigen Geschichte.
Allerdings ist er auch unglaublich zäh, stellenweise verdammt langweilig und mit großer Sicherheit nicht jedermanns Sache.
Mir hat der Film zwar nicht wirklich gefallen aber etwas hat er bei mir ausgelöst.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
CapitanKnaecke 2011/08/25 17:04:22
Kommentar löschenNormalerweise kann nichts schief gehen, wenn Terry Gilliam in seiner überbohrenden Fantasie entgegen den Mainstream einen provokanten Film dreht. Visionär und eindrucksvoll, am Regiestuhl von wunderbarem Ausdruck. Auf der anderen Seite der Kamera haben wir Jeff Bridges, einem sagenhaften Darsteller, der, auch wenn man den Dude aus seiner Filmographie streichen würde, trotzdem noch genug Filmperlen übrig behält. Doch so wie zweimal minus plus ergibt, so ergibt dieses doppelte Plus leider ein Minus.
Viele, viele Kritiker haben wohl ähnlich gedacht wie ich, denn als Vorspann dient eine kurze Bitschaft Gilliams, in der er darauf aufmerksam macht, dass dieser Film kein Feel Good Movie wird. OK, Brazil war auch kein Feel Good Movie uind trotzdem ein Meisterstück. Gilliam teilt uns auch etwas über die Intention seines Filmes, die Sichtweise mit. Auch hier OK, mit provokant auf Ansage kann ich ebenfalls leben.
Leider spielt Jeff Bridges in diesem Film zwar körperlich mit, allerdings hat er zu keiner Zeit wirklich die Möglichkeit zu schauspielern, was allerdings auch nicht die Prämisse war. Er ist da. Gilliam nutzt einfach nur Bridges Präsenz aus. Außer ein paar tatsächlichen Szenen, die mit Drogenspritzen zu tun hatten und die mich einfach nur mit den Kopf haben schütteln lassen, wirkt der Film leider über weite Strecken eher langweilend als provokant, an vielerlei Stellen unverständlich und leider fast permanent Magenreizend. Die Bildgewalt, die Gilliam versucht zu bannen, möchte einfach nicht überspringen, es wirkt alles sehr gewollt und darin leider auch sehr schwach.
Die Beziehung der beiden Hauptfiguren ist jedoch tatsächlich ein wenig provokant, hinterlässt bei mir ebenfalls ein flaues Gefühl im Magen. Die Thematik des Alterunterschiedes in der Liebesbeziehung war mir dann doch ein klein wenig zu heftig als das man die Geschichte so erzählen sollte, so romantisierend stellt Gilliam eine Pedophälie hin. Provokant: Aber Hallo. Mich schockierend: Ebenfalls. Trotzdem langweilig iszeniert. Die Figuren kamen mir dabei nciht gleichgültig vor, Nein, ich mochte sie einfach nicht.
Mit Abstand Gilliams schlechteste und teils stümperhafteste sowie in meinen Augen arroganteste Arbeit.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ira Luporum 2011/06/30 16:09:24
Kommentar löschenein wirklich..... merkwürdiger und seltsamer film. ich kenne nicht viele diser art. eigentlich nur einen anderen.
einerseits stellt dieser film eine perversion dar... auf der anderen seite begibt er sich auf ein recht abstraktes niveau geschaffen durch viele unterschiedliche stilistische elemente die ich so noch bei keinem anderen film sehen konnte.
alelrdings ist der film von ca 2 stunden dauer nichts, was man sich mal eben zur gemütlichen unterhaltung antun sollte.
denn er ist wenig unterhaltend (öde) und man muss den film mit hirn gugen.
alles in allem ist dieser film mehr ein kunstwerk als ein typischer film. bekommt von mir jedoch nur 5.5 punkte, weil er eben sehr streckend und sehr trocken ist.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Madsen-Freundin 2011/06/24 21:13:29
Kommentar löschenGaaanz schwierige Kiste. Sehr interessanter Film, dabei aber auch sperrig und mit dieser sehr grenzwertigen Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem erwachsenen, aber zurückgebliebenen Mann. Definitiv ein sehr kontroverser Film, der mit guten Schauspielleistungen und einer schrägen Geschichte ebenso punktet, wie er mit seltsamen und teils verstörenden Ideen den Zuschauer abschreckt. Gilliam hinterlässt bei mir auf jeden Fall einen sehr zwiegespaltenen Eindruck – und ich gehe stark davon aus, dass das genau seine Intention war. Ein Film, den ich mir wohl nicht mehr ansehen werde, bei dem ich es aber auch nicht bereue, ihn gesehen zu haben.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Renunciation 2011/06/07 23:39:01
Kommentar löschenIch weiß gaaaar nicht wie ich diesen Film bewerten soll x.x
Er war...makaber...verstörend...
Aber manchmal hatte ich gute Laune beim Schauen,weil dieser sonderbare Alltag so harmlos wirkte und die fantasievolle Art von Jeliza-Rose mich erfreute
Ich fands so süß wie sie mit ihren Puppenköpfen redete und diese schrullige Frau als beste Freundin und den behinderten Dickens als ihren Ehemann ansah.
Sie kümmerte sich liebevoll um ihren Vater,selbst dann als er schon stickend tot war.
Aaaber ich fand "Tideland" auch sehr krank.
Und ich fragte mich auch oft "Wann ists vorbei?!"
Es war so verstörend und drückend und ich wusste nie,wie diese "Freakshow" weiter geht.
Der Film sollte glaube ich genau so sein.
Das Ziel war es wohl,dass "Tideland" nichts für harmoniebedürftige Leute sein soll.
Ich möchte ihn NICHT noch einmal anschauen,werde aber etwas gern daran zurück denken.
Also...er ist gelungen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
seniorem 2011/05/21 19:45:09
Kommentar löschenDer Dude äh Jeff ist einfach der Größte
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
crazyape 2011/05/03 20:58:02
Kommentar löschenTideland ist
-ekelhaft,
-widerlich,
-krank,
-mitreißend,
-verwirrend,
-ämüsant,
-beeindruckend.
Beeindruckend ist vorallem die schauspielerische Leistung der Darsteller, allen voran der grandiosen Jodelle Ferland.
Man sollte ihn sich anschauen. Danach kann man mit der Erfahrung machen was man will. Sie vergessen oder sie ehren.
Ich fand ihn schrecklich...
aber auch irgendwie schrecklich genial.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
donoctavio 2011/04/01 16:18:29
Kommentar löschendieser film ist für mich nicht mehr als wundervoll zusammendrapierter arrangierter müll!!!
habe die dvd zerstört, damit niemand mehr damit belästigt werden kann.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
JoanaSt 2011/03/09 13:58:48
Kommentar löschenKeine Ahnung was ich zu diesem Film sagen soll. Irritiert würde vielleicht passen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lucy Pevensie 2011/02/26 08:22:07
Kommentar löschenHmmm schwierig! Der Film ist tiefgründig und wenn man ihn falsch versteht ist er krank, unlogisch und langweilig. Wenn man nichts besseres hat ist er ansehbar.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Beny 2011/02/24 23:42:30
Kommentar löschenIch bin durch diverse Kommentare, Kritiken und aufgrund der sehr verschiedenen Bewertungen auf Tideland aufmerksam geworden, und kam daher nicht drum herum ihn mir anzusehen. Doch den prohpezeiten Ekel, das unbehagliche Gefühl oder das mulmige Bauchgefühl, habe ich nicht erlebt. Gilliams Anfangskommentar ist wirklich ausschlaggebend dafür, den Film so zu betrachten und zu interpretieren wie er sich das vorgestellt hatte. Dabei wird der Zuschauer natürlich vorerst abgeschreckt, durch die zerrüttete Familie bestehend aus zwei drogen- und alkoholsüchtigen Elternteilen und deren Tochter, die dem Vater gerne mal den Schuss vorbereitet. Doch damit nicht genug, die Mutter stirbt nach einem Anfall, was den Vater und die Tochter wenig zu kümmern scheint, zumindest bereiten sie den Vikinger-Tod vor, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Und so geht es weiter, den ganzen Film hindurch. Aber: Das ist nicht worum es geht. Gilliam wusste von vornherein, dass all das, einen Großteil der Leute die sich diesen Film ansehen, verschrecken, gar anekeln wird....und trotzdem bietet er jenen, die seinen Rat befolgen und sich in dieses Mädchen hineinversetzen einen ausgezeichneten Film. Dabei befindet sich Jeliza keineswegs in einer Traumwelt. Viel mehr sieht sie das ganze als Spiel an. Mutter-Vater-Kind (Ehemann+Ehefrau spielen, zwischen einem geistig Behinderten und einem kleinen Mädchen halte ich nicht für Pädophilie), Puppenspiele, sich schminken und verkleiden.........wer hat das als Kind nicht getan? Und genau das ist, was sie scheinbar ihr Leben lang getan hat, weil es ihre einzige Schutzmöglichkeit gegen die harte und bittere Realität ist. Es ist der einzige Weg, wie dieses kleine Mädchen mit seiner Situation umgehen kann.
Rein technisch gesehen hat mich die schauspielerische Leitung von Jodelle Ferland sehr beeindruckt. Wirklich unglaublich, wenn man daran denkt dass sie ihre Rolle "nur" gespielt hat, denn ihre Figur hab ich ihr den ganzen Film über zu 100% abgekauft.
Auch die Kameraführung war ausgezeichnet und die Musik hat das ganze Spiel gut unterstrichen. Und Jeff Brigdes war auch nicht übel ;)
Das gibt ein Pünktchen für den lieben Terry Gilliam.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Lilith Snowskin 2011/09/12 21:46:13
Antwort löschenEndlich ein Kommentar, das genau meine Meinung über eben jenen Film ausdrückt. Natürlich - Der Film ist verstörend, aber dennoch genial. Und eben genauso wie du sagst - Dickens ist, wenn auch rein physisch gesehen, älter, ebenso ein Kind wie Jeliza, was man nicht vergessen darf.
Es geht in diesem Film weder um Pedophilie, noch stehen die Drogen wirklich im Vordergrund. Wie er schon sagte, er wollte einen Film aus der Perspektive eines kleinen Kindes drehen, und das ist ihm gelungen.
Selten hat mich ein Film wirklich so berührt und so getroffen, wie Terry Giliams Tideland.
Stellinka 2011/02/03 13:07:12
Kommentar löschenDer Film ist ein Seelenfick... ich steh drauf!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tagammeer-2007 2011/01/28 18:03:36
Kommentar löschenEin Wahnsinnsfilm. Unglaubliche Darsteller, allen voran die junge Protagonistin. Dieser Film hat mich mitgerissen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kleinerNull 2011/01/23 04:40:50
Kommentar löschenEs ist einfach diesen Film zu hassen, aber eigentlich muss man ihn ja aber lieben. Selten werden Themen wie Tod, Behinderungen, Phantasie, Einsamkeit und auch Liebe so dargestellt!
Selten habe ich solch imposante Bilder, Collagen gesehen.
Terry Gilliam schafft hier genau was er wollte, einen Film den man nur hassen oder lieben kann, und genau das präsentiert dem Zuschauer auch gleich an allen Figuren, alle sind zerissen von Liebe und Hass, keine von ihnen kommt aus seinem Gefängnis raus.
Ein Film volle Bilder und Ideen die man so noch nicht zusammen gesehen hat. Schade nur, dass die meisten Menschen die absurde Vorstellung vertreten Filme müssten dem Zuschauer am Ende ein wohlig warmes Gefühl ums Herz schaffen. Haben denn alle Vergessen das das Medium Film mehr kann als uns zu belustigen oder uns das Gefühl zu vermitteln, das am Ende alles gut wird? Hier geht ein Film sogar würdevoll mit dem Thema Tod um! Ja, denn wenn man so schaut wie andere Filme das Thema ankratzen oder meistens auslassen werden hier die Toten gepflegt und gehegt. In anderen Filme werden irgendwelche Menschen einfach getötet und verkommen zu einfachen Objekten und sind am Ende einfach vergessen, als das ist meiner Meinung würdelos.
Aber, ich denke das das Hauptproblem eher die Tatsache ist das hier ein kleines Mädchen die Hauptrolle spielt. Kinder und Tod sind nicht gern gleichzeitig gesehen, aber wieso? Kinder empfinden Gewalt und Tod ganz anders als Erwachsene, da sie eine ganz andere Art von Imagination besitzen, wir haben das aber leider verloren und wollen sie lieber vor unserer Realität schützen, wow sind wir toll.
Zu diesem Thema empfehle ich mal die Lektüre von Märchen, wie "Der Machandelboom", "Der singende Knochen" usw. Gut, Märchen sind nicht unbedingt Lektüren für Kinder, aber schaden tun sie auch nicht.
Tideland ist demnach eigentlich auch ein Märchen, sogar ein Besonderes, denn es ist im Medium Film geschaffen worden und bedient sich nicht irgendeiner literarischen Vorlage (das Drehbuch mal ausgenommen).
Kindern würde ich Tideland aber auch nicht zeigen wollen, wieso auch, dieses Märchen ist nur an uns adressiert, also an die Erwachsenen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
J!GS4W 2011/01/07 16:48:48
Kommentar löschenGanz harter Brocken Film. Schon am Anfang kommt ein Kommentar vom Regisseur, der erzählt, dass wohl die meisten den Film hassen werden. Absolut kein Wohlbefinden wird hier vermittelt .. und trotzdem .. irgendwie groß
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
KlapTrap 2010/12/16 01:16:50
Kommentar löschenOma – tot !
Mutter – tot !
Vater – mausetot !
Und während wir in TIDELAND bei zwei dieser drei Todesfälle hauptnah dabei sind, und die Ursache des dritten über Umwegen erzählt bekommen, stolpern wir auch schon in einen häuslichen Friedhof auf den Norman Bates wohl unglaublich neidisch wäre.
Ausgestopfte Vögel hier, konservierte Innerein dort, und irgendwo dröhnen ein paar konservierte, zerlederte Leichen den Traum der Ewigkeit.
Anders als der Großteil der kindlichen Protagonisten in „Fantasiefilmen“ benutzt TIDELAND seine Traumwelten nämlich nicht dazu, seinen Titelhelden zu einer Offembarung und dem notwendigen „coming of age“ zu führen – das Erwachsenwerden wird gleich mal ausgeblendet und übersprungen.
Hier gibt’s direkt Verwesung, Auflösung, und am Ende des Regenbogens warten nur die Würmer.
Die Parallelen zu PANS LABYRINTH liegen nahe, hier wie dort wird die Realität ausgeblendet, umgedreht, neu erzählt – doch wo die kleine Heldin sich bei PAN immer nur kurzzeitig in die Anderwelt flüchtet, begegnen wir mit der kleinen Jeliza Rose einer Persönlichkeit die ihr komplettes Empfinden durch den Kaninchenbau erlebt.
Wahrscheinlich geht es nicht anders, wenn die Mutter eine runtergekommene Schmalspurschlampe ist und der Vater ,ebenso abgewrackt, sich gerne mal den nächsten Schuß vom eigenen Kind geben lässt.
Jeliza geht über all diese Tatsachen , und die morbiden Todesfälle geradeso hinweg, als würde sie Samba auf dem eben erst entstandenen Krater von Hiroshima tanzen.
Eine Schräglage die nicht nur den typischen „Kind in Traumwelt“-Filmgesetzen zuwiederläuft, und damit vielerorts für absolutes Stinrrunzeln gesorgt hat, sondern auch sonst jegliche Erwartungshaltung umgeht.
Überall ist Tod und am Ende keine Katharsis – und ohne zu spoilern : Selbst das Ende lässt offen, ob Jeliza den daraus resultierenden Geisteszustand jemals verlassen wird.
Auf Dauerbesuch im Wunderland, Carolls Mär wird hier zum Alptraum.
Das restliche Personal ist spärlich (aber ebenso grandios) : eine traumatisierte Konservistin, die ihr Leben an die Hoffnung verloren hat, verstorbene Lieben wiedererwecken oder wenigstens haltbar machen zu können, und ein lobotomisierter Epileptiker auf dem Geistesstand eines Vierjährigen, mit dem großen Wunsch das Ende der Welt herbeizuführen.
Endzeit wohin das Auge, auch das innere, blickt.
Wo Thanatos ist, ist dann auch Eros – bedingt jedenfalls, entwickelt sich doch zwischen Eliza und unserem Lobo-Freak eine zarte Romanze – doch der Altersgrad und die Unschuldigkeit des Ganzen, lässt es niemals nach Pädophilie schreien und reduziert alles Gebaren auf die Zeit der Doktorspiele in Sandkasten.
Schwierig wird es, wenn man fragt : Was will TIDELAND ?
Er besitzt zuviel Gewicht, zuviel Details die allesamt sorgsam eingearbeitet dem Vorwurf des puren Kunstgewichses entgehen, um daraus folgern zu können, Gilliam wolle hier einfach nur Gilliam sein.
Gleichzeitig versperrt die Ausgangsituation gerade bei der ersten Sichtung jegliches näheres Eidnringen in den Film.
Was kann man schon bei einem Film mitnehmen, der an den Rändern nur Tod und in seiner Mitte nur das verschrobene Märchennirvana, und nicht einen einzigen verlässlichen, vertrauenswürdigen Erzähler kennt ?
Nun, zunächsteinmal ist es richtig, wenn Gilliam selbst darauf hinweist, das ein gewisses Kinderauge für TIDELAND von Nöten ist (und Kritiker die mit der Schräglage kämpfen, die Päderasten-Klatsche herauskramen oder gar die Unsortierheit bemängeln beweisen sich eigentlich nur, das sie diese Augen schon lange vergessen haben.)
Denn eines ist sicher : TIDELAND IST anstrengend !
Hier gibt es nicht die Fünf-Minuten-Tim-Burton-Terrine, in der immer mal wieder kurz gezeigt wird wie „ach so abgefahren und kindisch der Meister doch filmen kann“ – kein Disney-Treatment wo alle Brücken nach Tarrabitha führen.
TIDELAND ist die zwei Stunden Autofahrt bei der wir die ganze Zeit einem Kind beim fabulieren zuhören , und NICHT aussteigen können.
Und da wird dann auch gerne aus dem Kontext fabuliert, und zurückgefunden, und wilder Kram phantasiert, und wiederholt und ausgelassen und und und....
Und aus dieser Betrachtung ist TIDELAND der bisher wahrlich erste und einzige wirkliche „kindliche Fantasyfilm“.
Und es ist in dieser Betrachtung nur richtig, das der Tod so prominent in Gilliams Script gefunden hat.Schließlich können wir unsere Racker noch so gut vor allem Bösen der Welt beschützen wollen, die machen sich ihren eigenen Reim darauf, wenn Tante Frida plötzlich ganz komisch horizontal auf einer Bahre liegt, und die Katze auf der Straße nur noch halbwegs taufrisch in ihren zwei Hälften aussieht.
Das ist die eine Hälfte, die ich bisher aus TIDELAND ziehen konnte.
Die andere ist eine weit weltlichere, für jeden von uns nachvollziehbarere.
Da ist also Jeliza, und ich schrieb es schon, ihre Welt ist nur Eskapismus, weil an ihren Rändern nur der Tod lauert (den sie selbst übrigens mehrmals „übt“).
Und da frag ich mich doch, - NEIN – da frag ich uns alle doch, während wir unsere Süppchen schlürfen und Urlaube planen und Investitionen rechtfertigen, unsere Karrierepläne schmieden und unsere Wagen waschen : Machen wir es soviel anders ?
Unsere Strategien mögen sich geändert haben, jetzt da wir auf der vermeindlich „anderen Seite“ der Realität stehen.
Unsere Ängste haben es nicht.
18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
alanger 2010/12/16 01:48:48
Antwort löschenmir wird angst...
wunderschöner text.
m.laterne 2010/12/16 06:42:14
Antwort löschenIch habe den Film ähnlich verstanden allerdings ist er, wie von Dir erwähnt, anstrengend. Und zwar in einem Maße dass es für mich eher zur Unerträglichkeit wurde ihn zuende zu schauen. Ich tat es trotzdem. Nun muss ich aber zugeben, dass deine Rezension überaus gut geschrieben ist und ich mir diese Anstrengung vielleicht nochmal antun werde. Allerdings drauf freuen tu ich mich nicht. Vielleicht ist es stimmungsabhängig wie ich den Film nächstes mal empfinde.
KlapTrap 2010/12/16 12:12:58
Antwort löschen@alanger : "we have nothing to fear but fear itself". - und Danke !
@m.laterne : Bei mir waren auch mehrere Sitzungen notwendig, und komischerweise war schon die zweite wesentlich weniger anstrengend.Wahrscheinlich weil schon alle Erwartungshaltungen zerbrochen waren, und ich mich so ganz mit dem auseinandersetzen konnte, was wirklich DA war.
Shorty06 2010/12/16 17:02:15
Antwort löschentoller Kommentar zu einem wirklich großartigen Film.
Mach ne 9 draus und wir sind uns einig
Alle 6 Antworten zeigen
KlapTrap 2010/12/16 17:16:40
Antwort löschenDas kann ja durchaus noch passieren - sogar eine 10 ist hier noch drin.Die Zeit wirds zeigen !
random hero 2010/12/16 23:51:51
Antwort löschenGroßartig! Der Film hat mich fasziniert, trotz der Anstrengung die er kostet. Ich konnte es nie so klar ausdrücken - du hast es auf den Punkt gebracht.
Bandrix 2010/11/21 12:52:36
Kommentar löschen„Tideland“ ist ein Film, der garantiert nicht vielen gefällt.
Dazu muss aber auch gesagt werden, dass Terry Gilliam es dem Zuschauer kein bisschen leicht macht.
Im Mittelpunkt steht nämlich ein Kind, das drogenabhängige Eltern besitzt und ihnen auch regelmäßig die Drogencoktails mixt. Das ist in seiner dargestellten Unbekümmertheit sehr befremdlich, aber auch faszinierend. Später reist sie mit ihrem Vater in das Haus ihrer Großmutter und verliert sich immer mehr in einer Traumwelt. Nebenbei schließt sie auch noch Freundschaft mit einem behinderten Mann und seiner befremdlichen Schwester.
Manchmal kommt es einem so vor, als wüsste Gilliam nicht recht, was er denn nun drehen wollte. Einen Roadtrip? Ein Drogendrama? Einen Fantasystreifen? Einen Horrorfilm?
Ich sage: Keines davon und doch von allem etwas. Etwas völlig neues.
Ob das auch gut ist, sei jedem selbst überlassen.
Ich jedenfalls fühlte mich unterhalten. Das lag natürlich an der originellen Regie und der hervorragenden Kamerarbeit. Mal ist „Tideland“ sehr ernst, dann wieder schwelgt er in Fantasiewelten. Das passt manchmal nicht so ganz unter einen Hut, die Story schlingert etwas. Auch die an Pädophilie grenzende Beziehung zwischen dem Mädchen und dem behinderten Mann ist hart an der Grenze.
Dennoch alles in allem ein Film, der einen nicht gelangweilt abschalten lässt. Sei es aus wirklichem Interesse oder einfach aufgrund der Seltsamkeit, die „Tideland“ in jedem Moment zelebriert und auslebt.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Ronon_Dex 2010/11/21 15:34:02
Antwort löschentighter kommentar ;)
theONEinsane 2010/09/20 18:53:59
Kommentar löschen+beeindruckende bilder ,geiles haus, super konzert am anfang
major minus:unbehagliches gefühl was die beziehung zwischen dem behinderten und dem kleinen mädchen bedeuten soll,mir persöhnlich zu viele anspielungen um die unschuldigkeit zu erhalten .
-bridges macht den film guckbar,wacht nur leider nicht auf haha..ha o0..bah
-also zu wenig dude
-gilian sagt man solle zum kind werden um den film zu verstehen, hat aber mit dem mädchen ein eigentor geschossen, denn sie ist meiner meinung nach gestlich und vom verhalten überhaupt nicht kindlich.schlimmer noch,es gibt für mich kein schauspiel kind bei dem man mehr merkt, das sie ein opfer ihrer erfolgssüchtigen eltern geworden ist !
sie hatte keine, wie soll sie kindheit spielen???
-kann dem film keinen wert zuordnen, keine herausforderung feststellen.ob ich ihn nun geguckt hätte oder nicht bleibt gleich.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Stellinka 2011/02/03 13:05:21
Antwort löschenWer sagt, dass das Mädchen Unschuldig ist ;-)
theONEinsane 2011/04/30 21:56:16
Antwort löschenhm
Brennegan 2010/08/31 23:19:43
Kommentar löschenNach dem Tod ihrer Mutter macht sich die kleine Jeliza-Rose mit ihrem Drogenabhängigen Vater auf eine große Reise. So zumindest verspricht es Jeff Bridges noch am Anfang des Filmes. Schnell wird jedoch klar, dass das anfangs angezogene Tempo sich schnell selbst ausbremst und nicht viel passiert.
Schlimmer noch, Gilliam schlingert von einer Kleinsthandlung in die nächste, während er die Fantasie des kleinen Mädchens zu keinem Zeitpunkt wirklich auslebt, sich nur hie und da dazu hinreißen lässt. Fast könnte man glauben, der Regisseur selbst wusste nicht so richtig, was er überhaupt dort drehte, eine wirkliche Dramatik baut sich nicht auf. Zu aufgesetzt, zu erzwungen wirkt all das, was sonst immer so gut bei ihm funktioniert. Darüber helfen auch die Schauspieler nicht hinweg, eine versalzene Suppe vermag auch der beste Meisterkoch nicht zu retten.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten