Titanic - Kritik

Titanic

US · 1997 · Laufzeit 194 Minuten · FSK 12 · Historienfilm, Katastrophenfilm, Drama, Erotikfilm · Kinostart
  • 10
    cycloo77 13.01.2017, 23:03 Geändert 13.01.2017, 23:05

    Monumentale Epochale Untergangs Katastrophen Liebesfilm Oper, wie es in dieser Form keine mehr geben wird.

    James Cameron hat ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das Generationsübergreifend fasziniert.
    Das alles vor dem Hintergrund der größten und Legendären Schiffskatatrophe unserer Zeit.
    Seine Bildersprache ist Augenorgasmus gefährdet, seine Settings Brillant, die Cast phänomenal und der Soundtrack und Soundapparat bombastisch.

    A Worldstar is Born Leonardo DiCaprio!!!

    Auch wenn der Kitsch mit an Bord gegangen ist, bleibt dieser immer komplett sympathisch und liebenswert.

    TITANIC...
    Für mich seit ich denken kann ein mysteriös faszinierendes immer interessantes Thema, das Cameron dieses legendäre Schiff Bildlich so ein All Time Denkmal gesetzt hat ist herausragend.

    Ein Meisterwerk und ein Riesengroßer Eisberg an Filmgeschichte!!!

    Chapeau Mr. Cameron!

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    • 9
      RoboMaus 25.12.2016, 18:49 Geändert 25.12.2016, 20:10

      Di Caprio: "Für mich keinen Kaviar, bitte, den habe ich noch nie gemocht".

      Der Auftritt des Underdogs beim Erste-Klasse-Dinner ist genial, wie überhaupt Camerons Inszenierung dieses epischen Gesellschafts-Abenteuer-Dramas. Schon die Einführung mit der modernen Erforschung des Wracks, bei der Szenen am Meeresboden mit der belebten Vergangenheit überblendet werden und allmählich in die eigentliche Story münden, ist eine starke, bewegende Plotidee.

      'Titanic' (1997) wird gemeinhin als Liebesdrama auf hoher See wahrgenommen, doch es ist weit mehr als das. Vielmehr ist es eine großartige, mit wuchtigen Bildern inszenierte Geschichte, die ihre Essenz neben der tiefgehenden Annäherung von Di Caprio und Kate Winslet aus den gesellschaftlichen Unterschieden der Passagiere zieht, aus dem Kontrast zwischen dritter und erster Klasse, zwischen verknöcherten Anstandsdamen und ausgelebten Gefühlen, Fassade und Echtheit, erstarrter Arroganz und kollektivem Spaß. Daraus entspringt der Reiz dieser Geschichte, im Brechen von Regeln gegen großen Widerstand und der Überbrückung unüberwindbar scheinender Hindernisse für das Idealbild wahrer Liebe, gewürzt mit einer Prise feinen Humors.

      James Cameron gelang die perfekte Umsetzung dieses Anspruchs, sogar indem er eine über hundertjährige Überlebende sagen lässt: "Das war wohl der erotischste Augenblick in meinem Leben". Wer würde das bezweifeln?

      Das Drama des Seeunglücks nimmt die gesamte zweite Hälfte ein, im wahrsten Sinne des Wortes mitreißend umgesetzt. Der Untergang der Titanic ist im Detail rekonstruiert und atemberaubend dargestellt, wenn auch die dramatischen Situationen manchmal etwas ausgedehnt erscheinen. So überzeugend, dass man sich dem Ausmaß der Katastrophe und der Tragik zum Ende nicht entziehen kann.

      Ganz großes Kino - Camerons Verfilmung des wohl bekanntesten Schiffsunglücks aller Zeiten ist kaum noch zu toppen. Die letzte (2012) ist jedenfalls weit davon entfernt.

      27
      • 7 .5

        "Titanic is simply a story of a rich bitch exploiting a young working class man”

        - Slavoj Žižek.

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        • 9

          Auch wenn ich die intensive übertriebene lovestory nicht ganz gut heissen will ist es doch einer der besten Filme aller Zeiten. Die Liebe zur zum Detail und eig ist Titanik mehr Katastrophenfilm als Schnulze wird dieser Film zum absoluten Highlight in jeder DVD-Sammlung. Top´!

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          • 8

            Ich guck nicht wirklich gerne Liebesschnulzen und ich bin absolut kein fan von Leonardo Dicaprio, jedoch hat mir Titanic mehr als gut gefallen.

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            • 8
              Deathpool 29.11.2016, 23:44 Geändert 30.11.2016, 00:16

              https://www.youtube.com/watch?v=Qnie_3sSr_8

              Das Dirty Dancing Trauma der harten Gangster Jugend, 1997 war man noch so ein Straßenköder mit Goldkette und Knarre als Schwanzersatz.
              Ja und heute 19 Jahre später umweht "Titanic" eine Prise der Entrüstung wenn Männlein stolz erzählt wie großartig "Titanic" doch ist.
              Nie würde er seine Tränen zugeben die im kalten Gewässer des Nordatlantiks zu Eis erstarrten.
              Nie würde er vom Wochenende erzählen als Frau und Mann gemeinsam die Jungfernfahrt der Romantik entdeckten.
              In unserer Ellenbogengesellschaft der kapitalistischen Statussymbole ist kein Platz für Weinerlichkeit oder gar Schwäche der Emotion.
              Wie ein schwarzes Nichts auf dem Tabutisch der Selbstgerechten strahlen elf Oscars und der Kassensturz ist pure Geschichte.

              Niemand kommt hier vorbei und selbst ich emotionaler Krüppel muss kurz schlucken wenn der VHS Titanic Zug im Wellengang erstrahlt.
              Über die Jahre wurde mir bewusst "Titanic" war in jedem Wohnzimmer und als sexgeiler Teenager wahres Viagra für die Frau.
              Eine herzliche Umarmung, ein inniger Kuss, warmes Fleisch legt sich zu "My Heart Will Go On" aufeinander.
              Jetzt fast 20 Jahre später ist dieses Stück Kunst noch immer unerreicht.
              Der Untergang eines Giganten, mit ihm sinkt auch die Klassengesellschaft und hinterlässt bittere Taten der Selbstrettung.

              Bald feiern wir 20 Jahre und "Titanic" hat nichts an Aktualität eingebüßt.
              Sei es der laute Schrei nach Definition Männlichkeit,die Befreiung Korsett Frau und ihr Wille nach Selbstbestimmung, oder gar die Klassengesellschaft wo der treue Arbeiter ewig Verlierer ist.
              Ein Menschenleben für den Luxus.

              James Cameron hat kein Denkmal zerstört, er hat mit "Titanic" erst eins gebaut.
              Für die Ewigkeit und im Gedenken an die zahllosen Opfer, gewürzt mit einer sentimentalen Seite Leo und verfeinert mit einer feuerbrünstigen Kate.

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              • Wer hätte 1997 gedacht das sich mit diesem aufgeblähtem Liebesschwulst James Cameron sein Denkmal zerstörte.

                Wo sind sie hin, die Filme die ihn einst ne treue Fangemeinde einbrachten?

                Terminator und Aliens sind seine einzigen Hinterlassenschaften. Die einzigen Filme die von Fans mit seinem Namen in Verbindung gebracht werden.

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                • 4

                  Was fürn Liebes-Bullshit

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                  • 10

                    In diesem Film konnte man nur erahnen, zu welchen Stars und grandiosen Schauspielern Leonardo DiCaprio und Kate Winslet einmal werden würden, die beiden haben eine unglaubliche Chemie zusammen und spielen toll! Ich finde die Charaktere, die Rekonstruktion der Vorgänge während des Untergangs und die Darstellung der spießbürgerlichen und oberflächlichen Bourgeosie sehr gelungen, genau wie die Dialoge. Die Tragödie des Untergangs wird sehr realistisch und berührend gezeigt. Die Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose macht den Film natürlich umso berührender und verleiht dem Ganzen seinen tragischen Zauber. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!

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                    • 8 .5

                      Unvergesslich und gut! Viel Drama und sehr viel trauriges. Sehr gute Musik. Leonardo DiCaprio in einer eher bescheidenen Rolle aber sehr gut und authentisch gespielt. Sehr gutes Kino!

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                      • 10

                        Allein schon weil es der 1 Film war denn ich mit meiner jetzigen Frau im Kino war.....LIEBLINGSFILM

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                        • 8 .5

                          Bei Release hab ich Titanic gehasst weil alle Mädels auf diesen schleimigen Di Caprio-Typen standen, aber mit neutralem Blick war das schon ein Meilenstein der Kinogeschichte. Cheesy Lovestory hin oder her, phantastische Bilder, unerreicht detaillierte und liebevolle Ausstattung, sind vielleicht auch Dinge die man erst mit etwas mehr Kinoerfahrung schätzen lernt als ich sie damals hatte.

                          Auch die Erzählweise mit der Story in der Story, das ist schon sehr fein gemacht. Cameron hat sich hier völlig zu recht ein Denkmal gesetzt.

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                          • 3 .5

                            Man streiche die Rahmenhandlung und straffe den Hauptteil und was übrig bleibt ist eine feucht fröhliche ZDF-Montagskinoproduktion.

                            • 7

                              Singe an Mittwoch gemeinsam mit 'nem Freund in 'ner irischen (Guiness <3) Karaokebar "My heart will go on". Haben das heute schonmal geprobt, sind aber von 'nem Polizisten unterbrochen worden. Dieser fragte, ob alles okay sei. Richtiger Banause. Der Gesang War ja nicht schlecht, sondern einfach nur Pathosgeladen.^^

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                              • 10

                                Titanic - mein absoluter Lieblingsfilm, seit Jahren unübertroffen!

                                Ich schaue für mein Leben gern Filme, viele Filme, viele Serien auch - und noch nie habe ich so ein bombastisches Meisterwerk wie Titanic gesehen.
                                Der Film mag auf den ersten Blick und auch auf die ersten MInuten abschrecken: "Eine stupide Liebesgeschichte, bei der am Ende einer stirbt"... Das mag sein, wenn man den Film nicht vollkommen versteht.

                                James Cameron hat in diesem zweifellosen Meisterwerk bewiesen, wie viel Liebe für Details und für seine Werke man überhaupt zeigen kann. Er ist der Peter Jackson unter den Liebesfilmen/ Dramen/ Katastrophenfilmen.
                                Und all das ist Titanic: Grandiose Hauptdarsteller, eine gewaltiger Aufwand nur für die Gewissheit, dass alles korrekt recherchiert und fesselnd zugleich ist. Titanic erzählt nicht nur die Geschichte der größten und tragischsten Schifffahrtskatastrophe so genau wie möglich, sondern beleuchtet alle beteiligten Charaktere und auch fiktive Charaktere genauer.

                                Cameron erzählt vielleicht teilweise etwas langatmig und daher gerade im MIttelteil des Films etwas langweilig die Libesgeschichte zwischen DiCaprio und Winslet, aber das wird anders: Der Untergang der Titanic ist das fesselndste, beklemmendste, spektakulärste, was ich je in einem Film gesehen habe. Mehr Action, Gefühl und Spannung auf einmal geht einfach nicht!

                                Ein Film der Meinungen spaltet, aber meine wird immer gleich sein: Genial, was dieser Mann da geschaffen hat und absolut sehenswert bis zum Abspann!
                                Gebt dem Film eine Chance, auch wenn er erst abschreckend wirkt. Es lohnt sich auf jeden Fall!

                                • 9 .5

                                  Wisst ihr, was noch "alberner", "dümmer", "hirnloser" und "bescheuerter" ist als TITANIC, der Film, dem jeden Filmanalphabet die Lüge eingeredet wird, dass es ein kitschiger Mädchenfilm ist, der jeden Hass verdient hat?
                                  Dass der Community Schnitt unter 6 Punkten liegt, was dieser wahren Meilensteinsperle nicht mal im Geringsten gerecht wird.
                                  Soll mich doch der Eisberg holen, wenn die Hälfte der Bewertungen nicht von Leuten kommen, die sich viel cooler fühlen, indem sie dem Hass-Hype folgen und sich nicht mal die Mühe geben, die DVD in den Rekorder zu legen.
                                  Dass Menschen sich von der bloßen Dummheit anderer blenden lassen ist fast schon so tragisch wie das Unglück selbst.

                                  Ein ♥ für Titanic.

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                                  • 10

                                    Wundervoller Film... kann man sich immer wieder ansehen. Nun ja, meinetwegen nicht den ganzen Film von vorne bis hinten, aber zumindest immer wieder die schönsten oder auch die ergreifendsten Szenen. Ein grosses Dankeschön an James Cameron und all die tollen Schauspieler, die diesen Film so grandios und unvergesslich gemacht haben. Einfach nur...Spitze!

                                    • 10

                                      Mein absouluter Lieblingsfilm, an diesen kommt einfach nichts anderes ran. Einmal pro Jahr quasi Pflichtprogramm, aber meisst schaue ich ihn dann doch öfters. Wirklich ein wahrhaftes Meisterwerk der Filmgeschichte. Selbst mir als Mann kommen am Ende jedes mal die Tränen, absoulut mitreißend. Kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen! 10/10

                                      • 6

                                        Schlicht ein überschätzer, glorifizierter one night stand. 6 Punkte für die noch heute konkurrenzfähigen Effekte, obwohl das sowieso eine Frage des Budgets ist bzw. 6 Punkte für das horrende Budget

                                        • 10

                                          Der Film beginnt mit einer U-Boot Tauchfahrt zum Wrack der Titanic ,Schatzsucher vermuten an Bord einen der größten Diamanten der Welt . In diese Rahmenhandlung eingebettet ist die Geschichte der Titanic vom Auslaufen bis zum Untergang . Darin widerrum eingebettet die Liebesgeschichte von Rose und Jack . Da geht es aber nicht nur um die Liebe sondern auch um die Gleichberechtigung der Frau , ein selbstbestimmtes Leben und um einiges Mehr . Das Leben ist ein Geschenk und jeder Tag zählt -ist das lebensmotto von Jack und eine zentrale Aussage des Films . Zudem ist die Titanic ein moderner Turm zu Babel ,ein Zeichen menschlichen Größenwahns . Und des irrglaubens die Technik und die Natur beherrschen zu können . Tschernobly und Fukushima zeigen das der Mensch nichts aus solchen Katastrophen gelernt hat . Wollte er in Babel sein wie Gott so sagt jemand am Anfang des Films : " Nicht mal Gott selbst könnte dieses Schiff zum sinken bringen ". Zum anderen zeigt der Film das die einzige Grenze auf der Welt nicht zwischen Weiß und Schwarz oder Christ und Moslem , Einheimischer und Ausländer besteht sondern nur zwischen arm und reich . So sind die Überlebnschancen eines Passagiers aus der Ersten Klasse deutlich höher als die eines aus der dritten . Das alles zeigt Cameron in technisch und Handwerklicher Perfektion . Die durchweg guten bis sehr guten Leistungen der Darsteller runden dann das Bild ab und machen Titanic zu recht zum zweit erfolgreichsten Film aller Zeiten .

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                                          • 10
                                            Demeyusi 18.05.2016, 02:36 Geändert 04.07.2016, 23:36

                                            Muss man Titanic nicht schon aus Prinzip 10 Punkte geben? Gefühlte 100 mal angeguckt und trotzdem hofft man am Ende, dass Leo doch noch überlebt und jedesmal ist man aufs Neue schockiert und traurig, weil er für immer im Meeresgrund verschwindet. Und der Soundtrack - ich danke Gott für Celine Dion. Mir kommen jedes Mal die Tränen sobald auch nur die Melodie ertönt. James Cameron hat mit 'Titanic' ein Meisterwerk erschaffen. Kenne keinen Film der so tolles Bild liefert mit wunderschönen Kostümen und von den Kulissen will ich erst gar nicht anfangen. Man MUSS diesen Film nicht lieben, aber respektieren. Jeder kennt ihn, selbst Männer die Liebesfilme wie die Pest hassen und das Beste - sie können mit Titanic was anfangen und gucken sogar mit wenn er mal wieder im TV läuft. & welcher Film kann DAS von sich behaupten!

                                            • 8
                                              Jonnys Reflections 28.04.2016, 14:56 Geändert 29.04.2016, 00:17

                                              James Camerons wehleidiges Melodram ist nicht nur ein feministisches Manifest sondergleichen, welches die Filmwelt wohl höchstens noch nicht stark genug beeinflusst hat, sondern auch reines, pures Kino. Voller Spannung, Gefühl und grandios geschriebener Momente.

                                              Tatsächlich scheint der bewundernswerte Inhalt (vor allem der Subtext) immer wieder ein wenig simplifiziert, so als würden manche Dinge zu eindeutig ausgesprochen. Aber gerade das macht Titanic vielleicht gerade zu so einem mutigen Film.

                                              Auch von Stereotypen könnte man gar abwertend sprechen, aber Titanic ist vor allem auch Symbolkino und Cameron erzählt diese immer vorhandenen und immer dagewesenen Zusammenhänge eben exemplarisch. Wer sich je gefragt hat, warum diese schöne, doch gar traurige Geschichte ausgerechnet auf der Titanic stattfindet und warum ein herzförmiger Diamant mit dem Namen "Heart of the Ocean" eine so große Rolle spielt, der sollte derlei Beobachtungen nochmal hiermit in Zusammenhang bringen.

                                              Sexismus und Zweiklassengesellschaft werden hier gleichermaßen zur Problematik der sich befreienden Charaktere. Ganz dem Bild einer Tragödie entsprechend kann man auch höchstens innerlich in so einer Welt ein freier Mensch bleiben. So überlässt uns Cameron am Ende auch mit einem Bild des Inneren, was so nie hätte stattfinden können.

                                              Titanic strotzt vor Bildgewalt und dramatischer Einfälle...so ist auch die Spannung im letzten Part unaufhaltbar. Inszenatorisch wird man hier als Zuschauer in die Leinwand gesogen, wie die Titanic zum Grund des Meeres.

                                              Trotzdem schienen mir Nuancen der musikalischen Untermalung (im gesamten Film) manchmal zu pseudointensiv und auch dramaturgisch schien mir gerade die Rahmenhandlung im hier und jetzt ein wenig unnötig, wenn auch deshalb nicht unschön.

                                              Alles in allem beinhaltet James Camerons Titanic alles, was einnehmendes, faszinierendes Hollywoodkino ausmacht und ist im modernen Film ein seltener Akt der meisterhaften Dramatik.

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                                              • 10

                                                Trotz des irren Aufwands weit mehr als ein Kostüm- und Katastrophenepos. Ein ausgezeichnetes Drehbuch, kunstvolle Kameraarbeit und ein 1a-Ensemble ließen "Titanic" zu einer der berührendsten Lovestorys überhaupt werden. Und zu einer arg erfolgreichen: Kinoergebnis: 1,84 Mrd. $. Dazu gab's elf Oscars.

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                                                • 8
                                                  Shamil Ibn Al Magomed 24.04.2016, 10:09 Geändert 24.04.2016, 10:10

                                                  Geniale Soundkulisse, geniale technische Effekte, geniale Inszenierung der Gesellschaft um 1912. Genialer, ergreifender Soundtrack von James Horner. Schöne triviale Liebesromanze. Ich mag den Film. Der Film war ein CGI-Meilenstein.

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                                                    Luke Nightingale 21.04.2016, 10:01 Geändert 31.12.2016, 11:11

                                                    Als wohl nervigste Hype, den die Filmgeschichte je hervorgebracht hat, ließe sich der um "Titanic" bezeichnen. Nicht weil er ungerechtfertigt wäre -denn das ist er nicht-, auch nicht weil er zu sehr großen Teilen aus den völlig falschen Begründungen hervorgerufen wurde -denn das trifft auf so gut wie jeden Hype zu-, nein, der Grund für die unsagbare Unerträglichkeit dieses Hypes ist ein ganz anderer; nämlich dass seine enorme Penetranz stetig einen mindestens genauso penetranten und mittlerweile dem allgemeinen Konsens angehörigen Gegenhype aufschaukelt, durch welchen sich teilweise zwischen beiden ein so rückständiges Schwarz/Weiß-Denken zu bilden scheint wie man es sonst kaum für möglich halten würde. So scheinen sowohl Hater als auch Fans sich zu großen Teilen bereits mit der simplifizierten Betrachtung der Thematik abgefunden zu haben, dass "Titanic" eben ein "weinerlicher Mädchenfilm" mit Frauenschwarm DiCaprio sei, der Kitsch und Bildgewalt bietet und das Publikum eben insofern zufrieden stellt soweit man auf solche Inhalte steht, sich aber gleichzeitig jeder, der sich ihm verschließt (Tatsächlich geben viele zu, ihn gar nicht mal gesehen zu haben und einfach von Vorn herein auf dessen von der Gesellschaft geprägte Darstellung zu vertrauen, wodurch sie die Schublade, in die sie gesteckt werden, auch noch unterstützen), sich einfach nur zu schade wäre, Gefühle zu zeigen, was eine ziemlich monotone Sicht auf den Konflikt ist. Auf tatsächliche Argumente wird bedauerlicherweise fast nie eingegangen.

                                                    Durch die Krönung dieser Anschauung, nämlich die dadurch bedienten Geschlechterklischees, gehen Großteile beider Fronten dem Film selbst kolossal in die Falle, stellt der sich doch eigentlich gerade solchem konservativen Denken entgegen. Dies erfolgt durch viel mehr als den dargestellten Klassenkampf, tatsächlich nutzt Cameron nämlich diesen als Kontext, in den er eine Ausarbeitung seiner bereits im ersten "Terminator" stark geprägten Rolle des weiblichen Geschlechts setzt: In einer von Männern dominierten Gesellschaft ist die junge Rose DeWitt Bukater, wie ihr Name schon vorgibt eine Blume, eine Rose, die erblühen will, dabei aber unterdrückt wird von der Obrigkeit und in eine Funktion gepresst wird, die ihr in keinster Weise gerecht wird. Von ihrer Familie, die für Wohlstand und Sicherheit die Freude am Leben zugunsten von Monotonie aufgibt, wird sie auf den Zweck der Ehe reduziert, ohne ihr Leben und ihre Sexualität selbst bestimmen zu können. Um eine Befreiung aus dieser Denkweise geht es in "Titanic", erfolgend anhand des für einen vervollständigt liberalisierten Lebensstil stehenden Jack Dawson, dem Künstler, in dessen Rolle Leonardo DiCaprio schon so früh seine möglicherweise beste Leinwand-Performance abliefert. Nicht nur stellt er den Gegenpol zu Hockley dar, der nicht an Rose als Person, sondern nur als Ehefrau interessiert ist, sondern vor allem erschafft er eine Figur, deren Lebensfreude eine so vitalisierende Wirkung hat wie sie nur sehr wenige Darsteller zustande bringen und an deren maximaler Freiheit man teilhaben will, selbst angesichts seines Todes am Ende. "Titanic" ist, untermalt von einem der möglicherweise schönsten und ergreifenden Scores überhaupt (der leider durch Céline Dions nur im Abspann zu hörende, aber immer noch gute Version "My Hearth Will Go On" bei vielen in Verruf geriet), eine Reise heraus aus patriarchalischer Kontrolle bis hinein in absolute Freiheit, an deren Ende der pure Wert des Lebens steht.

                                                    Kritik im Original: https://blogtogetherwritealone.wordpress.com/2016/06/18/titanic

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