Titanic - Kritik

Titanic

US · 1997 · Laufzeit 194 Minuten · FSK 12 · Drama, Katastrophenfilm, Historienfilm · Kinostart
Du
  • 10

    Also dann sag ich halt auch mal was zu Titanic. Dass es ein paar Miesepeter gibt, die diesen monumentalen Film nicht leiden können, ist klar. Es sind aber bezeichnenderweise nur wenige. Ich selbst habe den Film damals 5 mal gesehen, und jedesmal am Schluss geheult. Das liegt jetzt nicht unbedingt daran, dass die Liebesgeschichte traurig ausgeht - deren gibt es ja viele, sogar aus Shakespeares Zeit... (zwinker), es ist die unglaubliche Perfektion aller filmischen Elemente, die ineinander spielen. Garniert von einem wirklich herausragend guten Soundtrack von James Horner, ohne den der Film wahrscheinlich nur halb so viel Wirkung hätte.
    Von der reinen Opulenz der Bilder, von der atemberaubenden Detailtreue (die später in der Hamburger Titanic Ausstellung nachvollziehen konnte), bis hin zu diesem epochalen Zeitgemälde, welches die Klassengesellschaft der Jahrhundertwende auf den iPunkt treffend schildert, vermag dieser Film den Zuschauer von Anfang bis Ende in seinen Bann zu ziehen. Er ist grossartig erzählt, hervorragend in Szene gesetzt und bietet verdammt gute Schauspieler. Damit gehört er zu den Meisterwerken der Filmgeschichte.

    1
    • 10

      Einfach wunderschön, ich kann mir den Film immer wieder auf's Neue sehr gerne anschauen.

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      • 9

        jedes jahr im tv gucken und immer noch das gefhl haben was ganz ganz grosses zu gucken, zurecht 10 millionen oscars bekommen

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        • 6

          Ich gebe zu, dass der Film nicht schlecht gemacht ist, sowohl vom schauspielerischen her, als auch von der Dramaturgie am Ende sowie der Musik.
          Allerdings sind solche Romanzen nicht so mein Ding und der Film geht viel zu lange.

          • 10

            Wundervoller Film, unglaublich ausdrucksstark. Er geht einem ins Herz, er ist regelrecht prägend.

            1
            • 10

              Man könnte TITANIC bestimmt plakativ nennen. Die sogenannte Upper Class wird als egozentrisch, unmoralisch und vollkommen verdorben dargestellt, jeder interessiert sich nur für sich und seinen eigenen Profit, jedes Mittel seinen Willen durchzusetzen ist recht, sozial schlechte gestellte werden sowieso nur als niedere Kreaturen angesehen, die wie selbstverständlich weniger wert sind, als man selbst, weil sie arm und dreckig sind, jeder definiert sich nur über sein Vermögen und ist eigentlich langweilig oder im schlimmsten Fall durch die erdrückenden Konventionen eine gebrochene Persönlichkeit, während die "einfachen Leute" eigentlich die moralischen, guten Menschen, die befreit feiern können und sich nicht an gesellschaftliche Zwänge halten müssen. Das ist natürlich alles sehr einseitig und nicht wirklich zeitgemäß, weil sehr unreflektiert (man könnte vielleicht sogar manipulativ sagen, da die Sympathien gezielt auf eine Seite gelenkt werden) dargestellt, doch ich bin der Meinung, dass das letztendlich unwichtig ist, weil sich der Film um etwas ganz anderes dreht.

              Viel mehr geht es um die Liebe zwischen dem mittellosen, aber gewitzten und talentierten Jack Dawson und der privilegierten Rose DeWitt Bukater, die der angesehenen Gesellschaft angehört. Also einer Liebe, die sich über die starre Klassengesellschaft der damalige Zeit hinweg setzt und so stark ist, dass sie nicht nach Anerkennung oder Bestätigung in der Gesellschaft suchen muss, da sie so stark ist, dass sie selbst massive Anfeindungen und Intrigen übersteht, selbst im Angesicht der Todes ist das Band zwischen Rose und Jack so stark, dass nicht das eigene Überleben, sondern das Miteinander bzw, das Wohl des anderen im Vordergrund steht. Meiner Meinung nach besteht das wesen von wahrer Liebe bzw. der Sinn von Beziehungen genau darin, sich selbst nicht der wichtigste zu sein, nicht nur das zu machen, was man selbst tun will und den anderen entweder mitziehen zu lassen, oder hinter sich zu lassen, sondern sich um den anderen genau so zu sorgen, wie für sich selbst und der Wille sich im Ernstfall für das Wohlergehen des anderen auf zu opfern. Das mag in der Realität nicht durchführbar, sehr idealisiert und von mir aus auch naiv sein und dennoch ist zumindest die Vorstellung davon ein unglaublich schöner Traum. Und was ist verwerflich daran sich selbst Ideale zu kreieren und sich zu bemühen diese wenigstens etwas in die Realität einfließen zu zu lassen? Was wären wir, wenn wir keine Ideale hätten und was wäre vor allem die Kunst, wenn sie ohne Ideale wäre?

              selten hat mich ein Film so sehr berührt, wie dieser und manchmal sehne ich mich tatsächlich danach, selbst etwas ähnliches zu erleben, das gebe ich ganz offen zu und, dass Kate Winslet hier offen gesagt rein optisch so ziemlich meinem Idealbild einer Frau entspricht, ist dieser Empfindung zumindest nicht abträglich.

              Kurz gesagt: TITANIC ist ein unglaublich schöner Film.

              10
              • 9 .5

                James Cameron schenkte uns mit "Titanic" einen der größten Filme aller Zeiten, der alle seine 11 Oscars zurecht gewonnen hat. Mit atemberaubenden Effekten, grandiosem Schauspielensemble, einem rührenden Soundtrack und der schönsten Liebesgeschichte, die man jemals auf der großen Leinwand erleben durfte, hat Titanic mein Herz im Sturm erobert und ist nicht nur einer der besten Liebesfilme, die es jemals gab und vermutlich jemals geben wird, sondern ist zudem auch einer der besten Filme überhaupt.

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                • 7
                  MasterMiller 02.04.2017, 20:38 Geändert 02.04.2017, 20:38

                  Bin großer Fan von Leonardo DiCaprio und James Cameron weiß einfach, wie man einen Film durchgehend spannend macht, jedoch gefallen mir viele Dinge an der Geschichte an sich einfach nicht, insbesondere gewisse Vorgehensweisen ([Spoiler] Das Geld, welches sie für den Diamanten bekommen hätte könnte sie z.B. für gute Zwecke spenden? Nein, wirf sie ins Meer... Und Jack hätte auf die Tür gepasst. Hätten sie die Schwimmweste unten an die Tür befestigt (Mythbusters), wäre diese sogar recht stabil gewesen und beide hätten es schaffen können, inklusive sich gegenseitig wärmen natürlich. Logisch, dass Jack sterben muss, aber James hätte eine deutlich kleinere Tür für diese Szene benutzen sollen. [Spoiler Ende]). Auch finde ich den Film persönlich zu lang zum sofort durchschauen.

                  • 10

                    Wundervoller Film..gewiss nicht perfekt, da man das eine oder andere natürlich noch besser hätte machen können, was ja eigentlich immer im Leben so ist, aber trotzdem bleibt einem der Film in tiefer Erinnerung. Gefühlvoll, erotisch, ausdrucksstark...eine Riege hervorragender Schauspieler...ein Meilenstein der Filmgeschichte.

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                    • 10

                      Ein Film der Geschichte geschrieben hat.
                      Ohne Zweifel eine wirklich herausragende Produktion.

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                      • 10

                        Den Film kann man sich ungefähr 100 mal anschauen- Er wird nie langweilig.

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                        • 9

                          Es ist einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Ganze 11 Oscars konnte Meister-Regisseur James Cameron mit Titanic ergattern. Der Titelsong, My Heart will go on, von Celine Dion ist einer der bekanntesten Songs in der Musikwelt und ist ein Dauerbrenner geworden. Für Leonardo DiCaprio und Kate Winslet war dieser Film der Sprung nach ganz oben. Nun muss man kein Fan von diesem Film sein, aber allein was Titanic für Wellen (haha) geschlagen hat, ist einfach beeindruckend. Rein von der Optik und von der Aufmachung her ist der Film in der Tat ein Meisterwerk. Nun sehe ich Filme inzwischen mit anderen Augen, als noch vor 15 bis 20 Jahren und ich muss sagen, dass Titanic auch insgesamt ein unfassbar starker Film ist.

                          Es ist die große Jungfernfahrt der Titanic im Jahr 1912. Das gigantische Kreuzfahrtschiff, welches als unsinkbar gilt, steht kurz vor seiner ersten Fahrt von Southampton nach New York. Mit an Bord ist die 17jährige Rose, die aus einer adeligen Familie kommt und unglücklich verlobt ist. Mitten in der Nacht, die Titanic ist längst unterwegs nach New York, fasst Rose einen dramatischen Entschluss und möchte sich umbringen. Kurz bevor sie von Bord springen will wird sie von einem jungen Mann namens Jack aufgehalten und eine einzigartige Romanze beginnt. Doch Jack stammt aus ärmlichen Verhältnissen, was für viel Ärger sorgt. Doch all diese Probleme werden plötzlich nichtig, als die Titanic auf einen riesigen Eisberg zusteuert.

                          Man könnte dem Film vorwerfen, dass er viel zu lange mit seinen ca.190 Minuten geht. Ich kann verstehen, wenn Leute sagen, dass sie der Film langweilt und erst im dritten Akt gut finden. Ich sehe Titanic nicht als reinen Katastrophenfilm an, sondern eher als ein Liebesfilm. Aber er ist in allen Belangen ein verdammt gut geschriebener Liebesfilm, der enorm tiefgründig und bis ins kleinste Detail gut ausgearbeitet ist. Natürlich kommt die grandiose Optik hinzu, bei der sich Cameron damals selbst übertroffen hat. Er hat die Titanic wieder zum Leben erweckt und besonders den dramatischen dritten Akt hätte man nicht besser inszenieren können. Natürlich ist der Film unfassbar traurig und dramatisch, aber hier und da versprüht der Film auch gute Laune.

                          Da der Film unfassbar viele namhafte Schauspieler hat, beschränke ich mich mal nur auf die wichtigsten. Leonardo DiCaprio liefert in Titanic nicht seine beste Leistung ab, da er nicht so viele Momente hat, die einen Schauspieler richtig fordern. Doch er spielt einen unfassbar sympathischen Zeitgenossen, den man einfach gerne haben muss. Kate Winslet, die schon immer eine Weltklasse Darstellerin war, liefert auch in Titanic eine wahnsinnig gute und glaubwürdige Performance ab. Egal was Winslet spielt, ich sehe immer nur ihre Rolle, aber niemals Kate Winslet. Meine Lieblingsfigur in Titanic war aber schon immer Molly Brown, die von der großartigen Kathy Bates verkörpert wird. Ich liebe einfach ihren Charakter und sie ist der beste Beweis, dass nicht alle reichen Menschen eingebildet und selbstsüchtig sind. Billy Zane als widerlicher Verlobter Cal ist zwar ein abartiger Typ, aber Zane spielt ihn wahnsinnig gut.

                          Fazit : Bombastisch, legendär und episch. Titanic ist nicht einfach nur ein Katastrophenfilm, sondern ein super ausgearbeiteter Liebesfilm, der das Zeitalter und die Zweiklassengesellschaft perfekt darstellt. Die atemberaubenden Effekte tun dann ihr übriges. Da kann man es auch verzeihen, dass nicht jede einzelne Szene logisch ist. Titanic gefällt mir seit dem Rewatch, seit ich Reviews schreibe, wesentlich besser als damals in den 90ern.

                          9/10

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                            Glanzleistung :-) Top

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                            • 9

                              [...] Neben der Beleuchtung der Kluft zwischen Arm und Reich, die im Chaos des paralysierenden Untergangsszenarios regelrecht perverse Ausmaße annehmen wird, offenbart sich Titanic auch als weitsichtige Initiations- und Emanzipationsgeschichte: Rose wird sich aus den ihr auferlegten bürgerlichen Fesseln befreien und die Erwartungen, die seit jeher an sie gestellt wurden, unterlaufen, um einen erlösenden ersten Schritt in Richtung Selbstbestimmung zu bewirken. Wenn sich das opulente Desaster von Minute zu Minute in seiner beklemmenden Ausweglosigkeit kontinuierlich potenziert, offenbart James Cameron ein weiteres Mal seine genuine Meisterschaft als Filmschaffender: Es sind keinesfalls die Momente des aufgescheuchten Gewirrs, des ohrenbetäubenden Lärms, der bedrängenden Panik, die sich in die Köpfe der Zuschauer brennen werden. Es ist die Stille, die als Konsequenz der Katastrophe vollends auslaugt. Die Körper, die steif gefroren im Eiswasser des Nordatlantik treiben. [...] Titanic stellt ohne Zweifel eine schillernde Ausnahmeerscheinung innerhalb der hochbudgetierten Kulturlandschaft dar. Ein derartig leidenschaftliches, mitreißendes, stimulierendes und in jedem Punkt berührendes Erlebnis gibt es wahrlich nur einmal. James Cameron rekurriert dabei auf die Urreize des Kinos, definiert Titanic somit natürlich auch nicht unwesentlich über seine Gegebenheit als (Jahrmarkt-)Attraktion, ist aber so modern, dass er sich nicht auf den imposanten Schauwerten ausruht, sondern jeder Gefühlsregung ihren entsprechenden Resonanzraum erlaubt: Die Liebe und der Schmerz, beide dürfen sie in übermächtiger Ausformung entflammen und eine ganz eigene Ikonographie etablieren. [...]

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                              • 4 .5

                                Fand ich schon immer total überbewertet. Ich gebe zu, ich bin kein fan des genres, aber trotzdem habe ich bessere lovestorys gesehen. Zäh, langweilig und einfach nicht mein geschmack.

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                                  cycloo77 13.01.2017, 23:03 Geändert 13.01.2017, 23:05

                                  Monumentale Epochale Untergangs Katastrophen Liebesfilm Oper, wie es in dieser Form keine mehr geben wird.

                                  James Cameron hat ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das Generationsübergreifend fasziniert.
                                  Das alles vor dem Hintergrund der größten und Legendären Schiffskatatrophe unserer Zeit.
                                  Seine Bildersprache ist Augenorgasmus gefährdet, seine Settings Brillant, die Cast phänomenal und der Soundtrack und Soundapparat bombastisch.

                                  A Worldstar is Born Leonardo DiCaprio!!!

                                  Auch wenn der Kitsch mit an Bord gegangen ist, bleibt dieser immer komplett sympathisch und liebenswert.

                                  TITANIC...
                                  Für mich seit ich denken kann ein mysteriös faszinierendes immer interessantes Thema, das Cameron dieses legendäre Schiff Bildlich so ein All Time Denkmal gesetzt hat ist herausragend.

                                  Ein Meisterwerk und ein Riesengroßer Eisberg an Filmgeschichte!!!

                                  Chapeau Mr. Cameron!

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                                    RoboMaus 25.12.2016, 18:49 Geändert 25.12.2016, 20:10

                                    Di Caprio: "Für mich keinen Kaviar, bitte, den habe ich noch nie gemocht".

                                    Der Auftritt des Underdogs beim Erste-Klasse-Dinner ist genial, wie überhaupt Camerons Inszenierung dieses epischen Gesellschafts-Abenteuer-Dramas. Schon die Einführung mit der modernen Erforschung des Wracks, bei der Szenen am Meeresboden mit der belebten Vergangenheit überblendet werden und allmählich in die eigentliche Story münden, ist eine starke, bewegende Plotidee.

                                    'Titanic' (1997) wird gemeinhin als Liebesdrama auf hoher See wahrgenommen, doch es ist weit mehr als das. Vielmehr ist es eine großartige, mit wuchtigen Bildern inszenierte Geschichte, die ihre Essenz neben der tiefgehenden Annäherung von Di Caprio und Kate Winslet aus den gesellschaftlichen Unterschieden der Passagiere zieht, aus dem Kontrast zwischen dritter und erster Klasse, zwischen verknöcherten Anstandsdamen und ausgelebten Gefühlen, Fassade und Echtheit, erstarrter Arroganz und kollektivem Spaß. Daraus entspringt der Reiz dieser Geschichte, im Brechen von Regeln gegen großen Widerstand und der Überbrückung unüberwindbar scheinender Hindernisse für das Idealbild wahrer Liebe, gewürzt mit einer Prise feinen Humors.

                                    James Cameron gelang die perfekte Umsetzung dieses Anspruchs, sogar indem er eine über hundertjährige Überlebende sagen lässt: "Das war wohl der erotischste Augenblick in meinem Leben". Wer würde das bezweifeln?

                                    Das Drama des Seeunglücks nimmt die gesamte zweite Hälfte ein, im wahrsten Sinne des Wortes mitreißend umgesetzt. Der Untergang der Titanic ist im Detail rekonstruiert und atemberaubend dargestellt, wenn auch die dramatischen Situationen manchmal etwas ausgedehnt erscheinen. So überzeugend, dass man sich dem Ausmaß der Katastrophe und der Tragik zum Ende nicht entziehen kann.

                                    Ganz großes Kino - Camerons Verfilmung des wohl bekanntesten Schiffsunglücks aller Zeiten ist kaum noch zu toppen. Die letzte (2012) ist jedenfalls weit davon entfernt.

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                                    • 9

                                      Auch wenn ich die intensive übertriebene lovestory nicht ganz gut heissen will ist es doch einer der besten Filme aller Zeiten. Die Liebe zur zum Detail und eig ist Titanik mehr Katastrophenfilm als Schnulze wird dieser Film zum absoluten Highlight in jeder DVD-Sammlung. Top´!

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                                      • 8

                                        Ich guck nicht wirklich gerne Liebesschnulzen und ich bin absolut kein fan von Leonardo Dicaprio, jedoch hat mir Titanic mehr als gut gefallen.

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                                        • 8
                                          Deathpool 29.11.2016, 23:44 Geändert 30.11.2016, 00:16

                                          https://www.youtube.com/watch?v=Qnie_3sSr_8

                                          Das Dirty Dancing Trauma der harten Gangster Jugend, 1997 war man noch so ein Straßenköder mit Goldkette und Knarre als Schwanzersatz.
                                          Ja und heute 19 Jahre später umweht "Titanic" eine Prise der Entrüstung wenn Männlein stolz erzählt wie großartig "Titanic" doch ist.
                                          Nie würde er seine Tränen zugeben die im kalten Gewässer des Nordatlantiks zu Eis erstarrten.
                                          Nie würde er vom Wochenende erzählen als Frau und Mann gemeinsam die Jungfernfahrt der Romantik entdeckten.
                                          In unserer Ellenbogengesellschaft der kapitalistischen Statussymbole ist kein Platz für Weinerlichkeit oder gar Schwäche der Emotion.
                                          Wie ein schwarzes Nichts auf dem Tabutisch der Selbstgerechten strahlen elf Oscars und der Kassensturz ist pure Geschichte.

                                          Niemand kommt hier vorbei und selbst ich emotionaler Krüppel muss kurz schlucken wenn der VHS Titanic Zug im Wellengang erstrahlt.
                                          Über die Jahre wurde mir bewusst "Titanic" war in jedem Wohnzimmer und als sexgeiler Teenager wahres Viagra für die Frau.
                                          Eine herzliche Umarmung, ein inniger Kuss, warmes Fleisch legt sich zu "My Heart Will Go On" aufeinander.
                                          Jetzt fast 20 Jahre später ist dieses Stück Kunst noch immer unerreicht.
                                          Der Untergang eines Giganten, mit ihm sinkt auch die Klassengesellschaft und hinterlässt bittere Taten der Selbstrettung.

                                          Bald feiern wir 20 Jahre und "Titanic" hat nichts an Aktualität eingebüßt.
                                          Sei es der laute Schrei nach Definition Männlichkeit,die Befreiung Korsett Frau und ihr Wille nach Selbstbestimmung, oder gar die Klassengesellschaft wo der treue Arbeiter ewig Verlierer ist.
                                          Ein Menschenleben für den Luxus.

                                          James Cameron hat kein Denkmal zerstört, er hat mit "Titanic" erst eins gebaut.
                                          Für die Ewigkeit und im Gedenken an die zahllosen Opfer, gewürzt mit einer sentimentalen Seite Leo und verfeinert mit einer feuerbrünstigen Kate.

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                                          • Wer hätte 1997 gedacht das sich mit diesem aufgeblähtem Liebesschwulst James Cameron sein Denkmal zerstörte.

                                            Wo sind sie hin, die Filme die ihn einst ne treue Fangemeinde einbrachten?

                                            Terminator und Aliens sind seine einzigen Hinterlassenschaften. Die einzigen Filme die von Fans mit seinem Namen in Verbindung gebracht werden.

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                                            • 10

                                              In diesem Film konnte man nur erahnen, zu welchen Stars und grandiosen Schauspielern Leonardo DiCaprio und Kate Winslet einmal werden würden, die beiden haben eine unglaubliche Chemie zusammen und spielen toll! Ich finde die Charaktere, die Rekonstruktion der Vorgänge während des Untergangs und die Darstellung der spießbürgerlichen und oberflächlichen Bourgeosie sehr gelungen, genau wie die Dialoge. Die Tragödie des Untergangs wird sehr realistisch und berührend gezeigt. Die Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose macht den Film natürlich umso berührender und verleiht dem Ganzen seinen tragischen Zauber. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!

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                                              • 8 .5

                                                Unvergesslich und gut! Viel Drama und sehr viel trauriges. Sehr gute Musik. Leonardo DiCaprio in einer eher bescheidenen Rolle aber sehr gut und authentisch gespielt. Sehr gutes Kino!

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                                                • 10

                                                  Allein schon weil es der 1 Film war denn ich mit meiner jetzigen Frau im Kino war.....LIEBLINGSFILM

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                                                  • 8 .5

                                                    Bei Release hab ich Titanic gehasst weil alle Mädels auf diesen schleimigen Di Caprio-Typen standen, aber mit neutralem Blick war das schon ein Meilenstein der Kinogeschichte. Cheesy Lovestory hin oder her, phantastische Bilder, unerreicht detaillierte und liebevolle Ausstattung, sind vielleicht auch Dinge die man erst mit etwas mehr Kinoerfahrung schätzen lernt als ich sie damals hatte.

                                                    Auch die Erzählweise mit der Story in der Story, das ist schon sehr fein gemacht. Cameron hat sich hier völlig zu recht ein Denkmal gesetzt.

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