Die Besetzung ist großartig bis in die Nebenrollen und das ungewöhnliche Setting hält trotz der ruhigen Inszenierung das Interesse über die volle Laufzeit. Das sich am Ende das Gefühl einstellt erst die Overtüre zu einer viel größeren Geschichte gesehen zu haben, spricht durchaus für den Film, kann aber auch nicht verhindern, das ein leichtes Gefühl der Enttäuschung zurückbleibt. Für jeden anderen Regisseur ein Meisterstück ist der Film für Cronenberg nur eine gelungene Fingerübung, die nach dem brillanten "History of Violence" etwas verblasst - zugegeben auf hohem Niveau.
Eastern Promises bietet weniger Action und viel mehr düstere Bilder als erwartet, was sich sehr positiv auf die Atmosphäre des Films auswirkt, der so authentischer wird und ein dunkles Bild der Londoner Unterwelt zeichnet. Trotz ab und an eher sperrlich beleuchteter Bilder, wird das Milieu, in dem der Film spielt, so sehr gut ausgeleuchtet, bleibt aber gleichzeitig eine Schattenwelt. London wird von Semyon als Stadt beschrieben, in der es von Huren und Schwulen wimmelt und in der es weder schneit noch heiß wird. Diese monotone Stimmung ohne heitere Momente wurde von den Machern sehr gut in den Bildern des Films festgehalten.
[...] Was ich dem Film allerdings sehr zugute halten muss: er wirkt realistisch. Gerade der Verzicht auf Ballerorgien am Piccadilly und Verfolgungsjagden über die Tower Bridge lassen den Film wie gelebten Alltag wirken. Gewalt spielt sich hier im Hinterzimmer ab, wie im echten Leben. Zu jedem Zeitpunkt wirkt der Film „echt“. Nur leider reicht das zusammen mit einer guten schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller trotzdem nicht für eine gute Note, wenn die Story mir derart egal ist und mich nicht gefangen nehmen kann.
Autor Knight zeigt die Russen als erwartbares Klischee – grimmig, feierwütig, grobschlächtig ohne einen Funken Humor. Eine spannende Geschichte, geschweige denn innovativ, hat er nicht parat. Sie ist ohne das voyeuristische Halsaufschlitzen ungefähr so aufregend wie ein Rotlichtfall der Soko Böblingen. So leidet das langweilige Skript obendrein noch an schwachen und teils ungewollt komischen Dialogen. Und der armselige Rettungsversuch namens überraschender Endtwist ist schier unglaubwürdig und sehr, sehr konstruiert. Knight verirrt sich einmal mehr in seiner eigenen dunklen Halbwelt. Das klappte schon anno 2002 in „Dirty Pretty Things“ nicht. Der Vorwurf eines unausgegorenen und mit Vorurteilen übersäten Skripts bleibt bestehen. Überzeugend ist in „Eastern Promises“ nur Viggo Mortensen. Er spielt, nein, lebt den wortkargen Russenrüpel. Aber das und Cronenbergs routiniert-stilisierte Inszenierung reichen nicht aus.
Wir schreiben den 29. Dezember 2007. Tag meines letzten Kinobesuches für dieses Jahr. Wir sind mit 4 Jungs unterwegs und die Frage steht im Raum: Hitman oder Eastern Promises? Für mich gab es nur eine Alternative, denn der Trailer zu Cronenbergs neustem Streich löste bei mir im Vorfeld schon einen kleinen Hype aus. Wie immer konnte ich mich durchsetzen und wir sahen Eastern Promises. Der Saal war für die gegebenen Verhältnisse mehr als voll. Dann fing der Film an, mit düsteren Bildern und einem Brett von Score. Der Film konnte überzeugen, von der ersten Sekunde an. Spätestens bei der berühmten Sauna-Szene (mehr sage ich jetzt nicht dazu, um nicht zu spoilern, aber der durchschnittliche Leser meiner Worte müsste eigentlich wissen was ich meine) war ich hin und weg. Auffallend war, dass viele (vornehmlich weibliche) Zuschauer die Vorstellung nach harten Szenen und Bildern krampfartig verließen. Jedenfalls sicherte sich Cronenbergs Film einen Platz ganz vorne auf der Liste meiner Kino-Highlights für 2007. So war es klar, dass ich mir die DVD nach Erscheinen sofort zulegen würde.
Wie der Vorgänger “A History of Violence” spielt auch dieser Film im dramaturgisch so ergiebigen Milieu des organisierten Verbrechens, diesmal in der russischen Mafia in London. Cronenberg bringt uns die Täter und die Opfer nah, die Täter manchmal so sehr, dass man fast auf Kuschelkurs mit ihnen gehen möchte. Aber dann steht wieder ein Mord an, Kehlen müssen aufgeschlitzt werden, Finger abgehackt, Knochen gebrochen werden. Und das lidlose Auge von Cronenbergs Kamera bleibt mitleidslos dabei, zwinkert auch im erschreckendsten Moment nicht, erspart uns nichts. Der Zuschauer wendet sich vielleicht ab - Cronenberg nicht.
Cronenberg setzt seinen nüchtern, sezierenden Stil nach "History of Violence" fort und entfaltet seine russische Version von "Good Fellas" erneut mit diversen eindringlichen Momenten und einer grandiosen Besetzung. Die Krankenschwester Naomi Watts versucht die Vergewaltiger eines Mädchens ausfindig zu machen, das während der Geburt verstirbt. Dabei sinkt sie immer tiefer in der Organistion der russischen Mafia in London...
Ein Highlight ist der väterliche wie brandgefährliche Armin Müller Stahl, den ich keiner anderen ausländischen Produktion ähnlich brillieren gesehen habe. Viggo Mortensen wartet dafür mit ungewöhnlichem Körpereinsatz auf (Badehaus-Szene!) und lässt hoffen, dass sich da ein Team wie Burton-Depp oder Scorsese-Caprio gefunden hat. Hartgesottenes Kino ohne Augenzwinkern, mit Respekt vor der Gewalt und seinen Figuren. Ein echter Cronenberg eben...
Der melodramatische Plot, der sich aus der Konfrontation dieser gewöhnlichen Frau mit einer ihr so konträren Welt erstellt, könnte aus einem Dreigroschenroman sein, aber Cronenbergs stilistische Meisterschaft gibt dem Geschehen eine unergründliche Dimension, indem er Kräfte auslotet, die unter der Oberfläche lodern. Einerseits liegt es an der psychologischen und ausstatterischen Genauigkeit, mit der er seine Figuren entwirft.
Mit Ausnahme von Naomi Watts, die in dieser Rolle ungewohnt blass bleibt, hauen einen sämtliche Schauspieler mit ihren starken Darstellungen um. Allen voran Viggo "Aragon" Mortensen als Mafia-Aufsteiger, der vielleicht noch nie so gut war wie hier, aber auch Armin Müller-Stahl als eiskaltcharmanter Pate und ein sensationeller Vincent Cassel als sein psychopathischer Sohn.
Tödliche Versprechen beschreibt familiäre Strukturen im Zustand ihres Verfalls: Halb- und Vollwaisen, Eltern auf der Suche nach ihren Kindern, blutrünstige Verwandte aus der Heimat, die die Familienehre wieder herstellen möchten, missratene Söhne, entführte Töchter.
Mit "Tödliche Versprechen" ist Cronenberg ein weiteres Mal das Kunststück gelungen, einen spannenden Film zu drehen, ohne die gängigen Techniken der Spannungserzeugung einzusetzen. Dessen Handlung sich im Grunde mit ein, zwei Sätzen skizzieren ließe, der aber letztlich völlig undurchsichtig ist und gerade dadurch im Gedächtnis haften bleibt.
David Cronenberg Reise in die englischen Suburbs verspricht zermürbende Beobachtungen, doch sein Bild russischer Gangster im Londoner Untergrund bedient vorwiegend Kinoklischees, die trotz ihrer Offensichtlichkeit nie gebrochen werden. Das nahezu völlige Fehlen einer Metaebene – nur phasenweise dringt die Philosophie des Fleisches, der Konflikt zwischen Körper und Geist ins Geschehen vor – degradiert den metaphernfreien Film zum zugänglichsten Werk des Regisseurs, das über seine fehlenden Motivkonstanten hinaus mit seltsam gestrigen Lösungen aufwartet. Ein guter solider Genrefilm, ein schwacher unbefriedigender Cronenberg.
Keine Empfehlung! Platte, vorhersehbare Story und nur selten unterhaltsam. Ich hatte eine Vorhersage von 8,1 ! Mit 5,5 ist der Film aber noch gut bedient, da Vincent Cassel zwar nicht Bestform erreicht, aber wie immer sehenswert schauspielt.
Nachdem ich die erste halbe Stunde des Films etwas überwinden musste, da sich irgendwie ein Trash-Film androhte, entsponn sich zunehmend ein packender Thriller mit einer ergreifenden Geschichte. Kein großes Kino aber sehr gute Unterhaltung.
Der Film setzt sehr viel auf Detailgeanauihkeit. Man kann regelrecht in die Uterwelt miteinatauchen. Mit einer einer geradezu perfekt inszenierten Saunaszene.
"Vory v zakone"
Nein nein, das war nicht wirklich was! So gut wie keine Spannung und die Wendungen, wenn es denn mal welche gibt, sind vorher schon klar. Verschenkte Zeit. Der einzige Pluspunkt ist der Ort, an dem der Film spielt, denn hier wurde auf die stereotype Szenerie einer amerikanischen Großstadt, meist NY, verzichtet. Das bringt durchaus Atmosphäre. Trotzdem gilt: überwiegend *gähn*
Geradliniger, spannender Thriller und bei der genüsslichen Darstellung der nicht mal so unwahren Russenklischees schon fast eine halbe Komödie.
Viggo Mortensen ("Now I'm going to do his teeth and cut off his fingers. You might want to leave room.") spielt göttlich, die Szene im Bad ist in ihrer Radikalität absolut mitreissend, und Naomi Watts darf als Engel in Weiss ob des dichten Wodkadunstes, der den ganzen Film einnebelt, mehrere Male einen verwirrten Blick aufsetzen. Nur Armin Mueller-Stahl nimmt man den kalten Mafiaboss zu keiner Zeit ab. Ausserdem hapert es teilweise mit seiner russischen Aussprache, so vergisst er zum Beispiel beim Wort "Ivanovna" (Ивановна) die Prinzipien der Vokalreduktion, die besagen, dass das "o" in unbetonter Stellung etwa gleich einem "a" ausgesprochen wird, was hier also zur Aussprache "Ivanavna" führen sollte.
Ja, wenn schon angeben, dann richtig.
Wodka und Blut, die vertragen sich hier gut - und am Schluss des Films verlangt man sofort eine Fortsetzung. Stark.
Hiermit die zweite 10 von allen bisherigen Bewertungen des Films Ladies and Gents...
Absolut geiler Streifen!
Schauspieler sind ja sowas von in Top-Form in diesem Film, einfach nur stark!
Ein Film der über die Vory V Zakone spricht gibts natürlich auch net so oft!Mal was anderes..nicht immer diese Triaden, Yakuza oder Cosa Nostra...
Dieser Film zeigt dieses Unterweltssyndikat in seiner schlimmsten Form und London von seiner bösesten Seite!
Bonus:
Die geilste Schlägerei aller Zeiten!
Fazit:
Eastern Promises ist ganz großes Kino für Erwachsene und Milieuinteressierte!
Geilster Spruch:
"Haben Sie mal eine Tatjana kennen gelernt?" - "Ich hab viele kennen gelernt, die Tatjana heißen." - "Sie war schwanger." - "Ah, wenn das so ist, habe ich nie von ihr gehört."
Ein glück ist bder film untertitelt. *gg*
aber ansonsten war er ganz ok. zog sich anfangs und passiert auch nicht wirklich viel aber irgendwie hat mich der film ein wneig an der pate erinnert.keine ahnung warum :)
Großartiger Thriller, der es wirklich gut schafft, die Atmosphäre der russischen Mafia einzufangen, sei es mit den Dialogen, sei es mit den heftigen Gewaltszenen. Auch fallen die Schauspieler extrem gut auf, haben einen aushaltbaren Akzent und sehen sogar ein wenig aus wie Russen. Besonders Viggo Mortensen ist wirklich genial, spielt gar noch besser als in History Of Violence. Die brüchtigte Szene im Badehaus ist zum Glück nicht ganz so freizügig ausgefallen, wie ich erst befürchtet hatte, eine Meisterleistung, was die Darstellung von dreckiger, wilder Gewalt angeht, geht richtig in den Magen. Insgesamt eine sehr würdige Umsetzung des Themas, schonungslos und ehrlich.
Schade, dass Cronenberg solche fein ausgearbeiteten Figuren wie die Mafiosi Nikolai und Kirill in einer 08/15-Thriller-Story verheizt. In einem Drama wären sie viel besser aufgehoben. Naomi Watts versucht garnicht erst, gegen Mortensen und Cassel anzuspielen, zu eindimensional und naiv ist ihr Charakter angelegt. Die Einblicke in die Welt und die Rituale der Russenmafia sind interessant, der Rest des Films ist es leider nicht. Zudem ist die deutsche Synchronisation eine Katastrophe.
Kalte, düstere Atmosphäre, ruhige Erzählweise ohne Actionüberhang und ein Viggo Mortensen der als undurchsichtiger "Driver" mehr als überzeugt. Das steht auf der Haben-Seite. Auf die Soll-Seite kommen ein Möchtegern-Pate gespielt von Armin Mueller-Stahl, ein Drehbuch ohne Spannungsbogen dem die gediegene Inszinierung nicht immer gut tut und eine Naomi Watts, die vollkommen verschwendet wurde da ihre Figur nur die Waffel im Eisbecher ist; man kähme auch ganz gut ohne sie zurecht.
Für Leute mit Gemühtsruhe ist "Eastern Promises" sicherlich sehenswert und eine schöne Abwechslung zu vielem schlecht gedrehten Mafia-Müll, aber von den Genre-Klassikern ist er noch Welten entfernt.
Ok, wenn es sich hierbei um keinen Film von Cronenberg handeln würde, zwei Punkte mehr hätte ich mir vielleicht noch abgewrungen, tolle Schaupspieler, aber sonst? Für mich eine ganz üble Enttäuschung. Könnte meine Schuhe fressen vor Ärger. Mach ich nicht. Glotz lieber "A History of Violence".
Düsterer Thriller, der die russische Mafia und Ihre Methoden zum Thema hat. Die Schauspieler agieren hier sehr gut, auch die Story ist sehr gut und stellenweise sehr brutal. Was mir nicht so gut gefiel, war das Ende des Filmes und die Langatmigkeit. Nicht viel Action wird hier geboten, wenn Action dafür dann sehr heftig. Kann man sich anschauen, ist allerdings kein Muß.
Packender Film, der den Zuschauer in eine unmenschliche Welt entführt. Sehr spannender Mafiafilm, der aber leider etwas vorhersehbar ist. Eine junge Frau legt sich mit der Russenmafia an und gewinnt. Warum muß es bei solchen Filmen eigentlich fast immer ein Happy-End geben?
Naomi Watts spielt die Hebamme, ihre Leistung ist mal wieder nur guter Durchschnitt. Na gut, so ist sie in fast allen ihrer Rollen. Armin Mueller-Stahl agiert als Pate schon etwas besser, wirkt aber etwas zu harmlos. Viggio Mortensen, der sich intensiv auf seine Rolle als undurchsichtigen "Fahrer" vorbereitet hat, spielt meiner Meinung nach eine seiner besten Rollen. Das größte Lob geht an Vincent Cassel, der den durchgeknallten Sohn des Bosses spielt. Wieder einmal beweist er uns was für ein herausragender Schauspieler er ist.
David Cronenberg hat hier einen recht soliden Mafiafilm erschaffen, der mal von der russischen Mafia handelt. Trotzdem fehlt der Geschichte etwas an Realität und an Brutalität. Dennoch ein düsterer Thriller, der durch kalte Bilder besticht.
Cronenbergs düsterer Thriller besticht in erster Linie durch seine realstische Optik und einer authentischen Atmosphäre. Ungeschminkt werden die zwielichtigen Machenschaften der Mafia aufgezeigt. Die Geschichte wird ruhig und konsequent erzählt, ohne übermäßige Showdowns und wilde Schießerein. Das hat der Film auch gar nicht nötig. Ein wirklich neue Botschaft vermag ich aber nicht erkennen. Die starke Besetzung bringt die Story perfekt rüber. Besonderes Lob geht dabei an Mortensen, der noch besser als in Cronenbergs Vorgänger "A History of Violence" aggiert. Stahl und Cassel sind ebenfalls große klasse, einzig Naomi Watts wirkt etwas schwachbrüstig, aber ihre Rolle gibt auch nicht wirklich viel her.
Ein typischer Cronenberg, wenn auch nicht so drastisch wie man das sonst so von ihm kennt.
1. Stil
2. Sex & Gewalt
3. Gute Story
4. Gelungene Charaktere
5. Russische Mafia
1. Der Stil ist realistisch und glaubwürdig. Keine Effekthascherei und stattdessen knallhart und butterweich, immer genau da wo es sein muss. Einzig und allein eine Szene fand ich etwas überzogen. Und zwar an Sentimentalität und nicht etwa an Gewalt.
2. Sex & Gewalt sind reichlich vorhanden. Ersteres verdeutlicht die Machstrukturen innerhalb der Mafia und was für kaputte Leute das sind. Lässt sich allerdings schwer beschreiben und liest sich deswegen evtl etwas seltsam. Tja, und die Gewalt? Hart, aber notwendig sozusagen. Ist ja kein Actionfilm in dem Sinne. Keine Unterhaltungsgewalt als solche, wobei sie natürlich durchaus die Blicke auf sich zieht.
3 und 4. Die Story ist kool und hat eine simple, aber interessante und nicht allzu leicht vorhersehbare Wendung in petto. Die Gefühle der Hebamme Anna sind gut nachzuvollziehen und verleihen der Story seitens der Guten ein großes Maß an Nachvollziehbarkeit, auf der anderen Seite steht Nikolai, der sich im Laufe des Films vom Fahrer zum Mitglied der russischen Mafiafamilie hocharbeitet. Mit qualifizierter Arbeit. Und hier spielt Viggo Mortensen eine koole Sau, die durchaus auch in Snatch oder einem anderen hochkarätigen Gangsterfilm Verwendung finden dürfte.
5. Die hat in dem Film einfach Stil. Methoden, Mitarbeiter, der Chef als Restaurantbesitzer. Herrlich, schönste GTA Manier. Und die ganze Sache mit den Tattoos (Zugehörigkeitssymbole, Abzeichen, Stand, usw.) hat mir auch sehr gut gefallen. Zählt auch noch mit zu Stil.
Nur einzelne Gespräche, Szenen und noch kleine Stilelemente (die Sonnenbrillen hätten nicht so verstärkt eingesetzt werden müssen) hätten einer Korrektur bedarft um diesen Film in meinen Lieblingsfilmhimmel aufzunehmen.
Wunderbar grauer Film über die russische Mafia, die ihr Unwesen in London treibt. Mord, Körperverletzung, Prostitution und Ehre. Alles was man klischeehaft erwartet, wird hier befriedigt.
Ein harter Thriller, der gleich innerhalb der ersten Minute richtig aufdreht. Endlich wieder ein Armin Mueller-Stahl, der richtig Laune macht; Naomi Watts ist dagegen leider sehr blass - vermutlich ist sie in Mulholland Drive nur unter der Führung von Lynch zwei Klassen besser.
Leider ist die Rolle von Mortsensen SEHR vorhersehbar, das hat mich etwas enttäuscht. Aber egal, ein grundsolider Film, den man sich sicher auch ein zweites Mal ansehen kann (aber nicht muss).
Eignetlich wollte ich ja nur was über meine Hassfilme schreiben...
Trotz der Tatsache, dass es gefühlte 300 Kommentare zu "Eastern Promises" gibt, muss von mir was kommen, zumal die große Mehrheit den FIlm positiv bewertet, was ich überhaupt nicht nachvillziehen kann.
Ich war ja so enttäuscht! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal nach derartigen Vorschusslorbeeren für einen Film etwas so plattes gesehen habe. Die vier Hauptfiguren spielen so eindimensional, dass sie schon durchsichtig sind. Es wirkt, als hätte Herr Cronenberg einfach keine Lust gehabt, mehr aus Ihnen herauszuholen.
Ich frage mich, wie Leute, die dem Film hier eine Acht oder Neun geben, "Naked Lunch", "Crash" oder "Die Fliege" bewertet haben...
Die fünf Punkte gibt es für Schnitt und Licht und London...
Hervorragender Thriller, Viggo Mortensen in Höchstform, ebenso Vincent Cassel, aber Naomi Watts lässt etwas zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz ein typischer Cronenberg, der das trotz einiger Klischees den Stoff zum Klassiker hat.
Großartig. Viggo Mortensen ist grandios.
PS: Äh, Herr "Hausmeister", welchen Film hast DU denn gesehen? Hank und Andy spielen in Eastern Promises definitiv nicht mit....
Was für ein Film
Sehr geil kann ihn wirklich nur witerempfehlen!!!!
So rau und kompromisslos. Der ganze Stil ist sehr gut. Der Film kommt schnell zur Sache und erzählt mit bravour eine Geschicht über aufstieg und fall in der russischen Mafia. Ein super Viggo Mortensen, der spätestens jetzt sein Aragorn-Image los ist.
Eine super Milieu-Szudie!!!!
Manchmal wirkt der Film auf mich doch zu träge und kommt irgendwie nicht voran.Die guten Darsteller und die realistisch wirkende Russenmafiaszene reißen das aber wieder raus.
Insgesamt hab ich mir wohl doch etwas mehr versprochen!
Cronenbergs Mafia-Drama-Thriller überzeugt durch einen sehr guten Viggo Mortensen und einer Geschichte über Verrat, Mord und die Mafia. Blutig, hart und spannend. Nach "History of Violence" ein weiteres Highlight. Das Kinojahr 2007 endet hervorragend.
Kritiker — Sehenswert 7.7
Der Film Tödliche Versprechen - Eastern Promises wurde von 36 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Die Besetzung ist großartig bis in die Nebenrollen und das ungewöhnliche Setting hält trotz der ruhigen Inszenierung das Interesse über die volle Laufzeit. Das sich am Ende das Gefühl einstellt erst die Overtüre zu einer viel größeren Geschichte gesehen zu haben, spricht durchaus für den Film, kann aber auch nicht verhindern, das ein leichtes Gefühl der Enttäuschung zurückbleibt. Für jeden anderen Regisseur ein Meisterstück ist der Film für Cronenberg nur eine gelungene Fingerübung, die nach dem brillanten "History of Violence" etwas verblasst - zugegeben auf hohem Niveau.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
jannis 2009/07/29 09:47:45
Ha, der gute treue Recommender erachtet History of Violence sogar als ähnlichsten Film :)
isinesunshine: isinesunshine.de
Eastern Promises bietet weniger Action und viel mehr düstere Bilder als erwartet, was sich sehr positiv auf die Atmosphäre des Films auswirkt, der so authentischer wird und ein dunkles Bild der Londoner Unterwelt zeichnet. Trotz ab und an eher sperrlich beleuchteter Bilder, wird das Milieu, in dem der Film spielt, so sehr gut ausgeleuchtet, bleibt aber gleichzeitig eine Schattenwelt. London wird von Semyon als Stadt beschrieben, in der es von Huren und Schwulen wimmelt und in der es weder schneit noch heiß wird. Diese monotone Stimmung ohne heitere Momente wurde von den Machern sehr gut in den Bildern des Films festgehalten.
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1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Hausmeister: Nerdtalk.de
[...] Was ich dem Film allerdings sehr zugute halten muss: er wirkt realistisch. Gerade der Verzicht auf Ballerorgien am Piccadilly und Verfolgungsjagden über die Tower Bridge lassen den Film wie gelebten Alltag wirken. Gewalt spielt sich hier im Hinterzimmer ab, wie im echten Leben. Zu jedem Zeitpunkt wirkt der Film „echt“. Nur leider reicht das zusammen mit einer guten schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller trotzdem nicht für eine gute Note, wenn die Story mir derart egal ist und mich nicht gefangen nehmen kann.
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1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
alviesinger: Frankfurter Stadtkurier
Autor Knight zeigt die Russen als erwartbares Klischee – grimmig, feierwütig, grobschlächtig ohne einen Funken Humor. Eine spannende Geschichte, geschweige denn innovativ, hat er nicht parat. Sie ist ohne das voyeuristische Halsaufschlitzen ungefähr so aufregend wie ein Rotlichtfall der Soko Böblingen. So leidet das langweilige Skript obendrein noch an schwachen und teils ungewollt komischen Dialogen. Und der armselige Rettungsversuch namens überraschender Endtwist ist schier unglaubwürdig und sehr, sehr konstruiert. Knight verirrt sich einmal mehr in seiner eigenen dunklen Halbwelt. Das klappte schon anno 2002 in „Dirty Pretty Things“ nicht. Der Vorwurf eines unausgegorenen und mit Vorurteilen übersäten Skripts bleibt bestehen. Überzeugend ist in „Eastern Promises“ nur Viggo Mortensen. Er spielt, nein, lebt den wortkargen Russenrüpel. Aber das und Cronenbergs routiniert-stilisierte Inszenierung reichen nicht aus.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Wir schreiben den 29. Dezember 2007. Tag meines letzten Kinobesuches für dieses Jahr. Wir sind mit 4 Jungs unterwegs und die Frage steht im Raum: Hitman oder Eastern Promises? Für mich gab es nur eine Alternative, denn der Trailer zu Cronenbergs neustem Streich löste bei mir im Vorfeld schon einen kleinen Hype aus. Wie immer konnte ich mich durchsetzen und wir sahen Eastern Promises. Der Saal war für die gegebenen Verhältnisse mehr als voll. Dann fing der Film an, mit düsteren Bildern und einem Brett von Score. Der Film konnte überzeugen, von der ersten Sekunde an. Spätestens bei der berühmten Sauna-Szene (mehr sage ich jetzt nicht dazu, um nicht zu spoilern, aber der durchschnittliche Leser meiner Worte müsste eigentlich wissen was ich meine) war ich hin und weg. Auffallend war, dass viele (vornehmlich weibliche) Zuschauer die Vorstellung nach harten Szenen und Bildern krampfartig verließen. Jedenfalls sicherte sich Cronenbergs Film einen Platz ganz vorne auf der Liste meiner Kino-Highlights für 2007. So war es klar, dass ich mir die DVD nach Erscheinen sofort zulegen würde.
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Corsovilla: SchönerDenken
Wie der Vorgänger “A History of Violence” spielt auch dieser Film im dramaturgisch so ergiebigen Milieu des organisierten Verbrechens, diesmal in der russischen Mafia in London. Cronenberg bringt uns die Täter und die Opfer nah, die Täter manchmal so sehr, dass man fast auf Kuschelkurs mit ihnen gehen möchte. Aber dann steht wieder ein Mord an, Kehlen müssen aufgeschlitzt werden, Finger abgehackt, Knochen gebrochen werden. Und das lidlose Auge von Cronenbergs Kamera bleibt mitleidslos dabei, zwinkert auch im erschreckendsten Moment nicht, erspart uns nichts. Der Zuschauer wendet sich vielleicht ab - Cronenberg nicht.
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Cronenberg setzt seinen nüchtern, sezierenden Stil nach "History of Violence" fort und entfaltet seine russische Version von "Good Fellas" erneut mit diversen eindringlichen Momenten und einer grandiosen Besetzung. Die Krankenschwester Naomi Watts versucht die Vergewaltiger eines Mädchens ausfindig zu machen, das während der Geburt verstirbt. Dabei sinkt sie immer tiefer in der Organistion der russischen Mafia in London...
Ein Highlight ist der väterliche wie brandgefährliche Armin Müller Stahl, den ich keiner anderen ausländischen Produktion ähnlich brillieren gesehen habe. Viggo Mortensen wartet dafür mit ungewöhnlichem Körpereinsatz auf (Badehaus-Szene!) und lässt hoffen, dass sich da ein Team wie Burton-Depp oder Scorsese-Caprio gefunden hat. Hartgesottenes Kino ohne Augenzwinkern, mit Respekt vor der Gewalt und seinen Figuren. Ein echter Cronenberg eben...
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D. Kamalzadeh: Der Standard
Der melodramatische Plot, der sich aus der Konfrontation dieser gewöhnlichen Frau mit einer ihr so konträren Welt erstellt, könnte aus einem Dreigroschenroman sein, aber Cronenbergs stilistische Meisterschaft gibt dem Geschehen eine unergründliche Dimension, indem er Kräfte auslotet, die unter der Oberfläche lodern. Einerseits liegt es an der psychologischen und ausstatterischen Genauigkeit, mit der er seine Figuren entwirft.
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S Hentschel: Brigitte
Mit Ausnahme von Naomi Watts, die in dieser Rolle ungewohnt blass bleibt, hauen einen sämtliche Schauspieler mit ihren starken Darstellungen um. Allen voran Viggo "Aragon" Mortensen als Mafia-Aufsteiger, der vielleicht noch nie so gut war wie hier, aber auch Armin Müller-Stahl als eiskaltcharmanter Pate und ein sensationeller Vincent Cassel als sein psychopathischer Sohn.
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Lukas Foerster: critic.de / perlentaucher.d...
Tödliche Versprechen beschreibt familiäre Strukturen im Zustand ihres Verfalls: Halb- und Vollwaisen, Eltern auf der Suche nach ihren Kindern, blutrünstige Verwandte aus der Heimat, die die Familienehre wieder herstellen möchten, missratene Söhne, entführte Töchter.
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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...
Mit "Tödliche Versprechen" ist Cronenberg ein weiteres Mal das Kunststück gelungen, einen spannenden Film zu drehen, ohne die gängigen Techniken der Spannungserzeugung einzusetzen. Dessen Handlung sich im Grunde mit ein, zwei Sätzen skizzieren ließe, der aber letztlich völlig undurchsichtig ist und gerade dadurch im Gedächtnis haften bleibt.
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Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
David Cronenberg Reise in die englischen Suburbs verspricht zermürbende Beobachtungen, doch sein Bild russischer Gangster im Londoner Untergrund bedient vorwiegend Kinoklischees, die trotz ihrer Offensichtlichkeit nie gebrochen werden. Das nahezu völlige Fehlen einer Metaebene – nur phasenweise dringt die Philosophie des Fleisches, der Konflikt zwischen Körper und Geist ins Geschehen vor – degradiert den metaphernfreien Film zum zugänglichsten Werk des Regisseurs, das über seine fehlenden Motivkonstanten hinaus mit seltsam gestrigen Lösungen aufwartet. Ein guter solider Genrefilm, ein schwacher unbefriedigender Cronenberg.
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Kommentare — Sehenswert 7.5
Der Film Tödliche Versprechen - Eastern Promises wurde von 1620 Mitgliedern bewertet.
juraldhahnke 2010/01/27 10:51:31
Keine Empfehlung! Platte, vorhersehbare Story und nur selten unterhaltsam. Ich hatte eine Vorhersage von 8,1 ! Mit 5,5 ist der Film aber noch gut bedient, da Vincent Cassel zwar nicht Bestform erreicht, aber wie immer sehenswert schauspielt.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
damokles 2010/01/19 07:46:10
Nachdem ich die erste halbe Stunde des Films etwas überwinden musste, da sich irgendwie ein Trash-Film androhte, entsponn sich zunehmend ein packender Thriller mit einer ergreifenden Geschichte. Kein großes Kino aber sehr gute Unterhaltung.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
jannis 2010/01/19 14:38:00
So ging's mir auch. Hatte irgendwie was!
Ticallion 2010/01/06 14:58:56
Der Film setzt sehr viel auf Detailgeanauihkeit. Man kann regelrecht in die Uterwelt miteinatauchen. Mit einer einer geradezu perfekt inszenierten Saunaszene.
"Vory v zakone"
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
willy50 2009/12/17 09:49:58
Versprechen gehalten: Guten gradlinigen Film mit hervorragenden Schauspielern gemacht.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
guggenheim 2009/12/03 22:31:38
Nein nein, das war nicht wirklich was! So gut wie keine Spannung und die Wendungen, wenn es denn mal welche gibt, sind vorher schon klar. Verschenkte Zeit. Der einzige Pluspunkt ist der Ort, an dem der Film spielt, denn hier wurde auf die stereotype Szenerie einer amerikanischen Großstadt, meist NY, verzichtet. Das bringt durchaus Atmosphäre. Trotzdem gilt: überwiegend *gähn*
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Muffin Man 2009/11/26 15:55:51
Geradliniger, spannender Thriller und bei der genüsslichen Darstellung der nicht mal so unwahren Russenklischees schon fast eine halbe Komödie.
Viggo Mortensen ("Now I'm going to do his teeth and cut off his fingers. You might want to leave room.") spielt göttlich, die Szene im Bad ist in ihrer Radikalität absolut mitreissend, und Naomi Watts darf als Engel in Weiss ob des dichten Wodkadunstes, der den ganzen Film einnebelt, mehrere Male einen verwirrten Blick aufsetzen. Nur Armin Mueller-Stahl nimmt man den kalten Mafiaboss zu keiner Zeit ab. Ausserdem hapert es teilweise mit seiner russischen Aussprache, so vergisst er zum Beispiel beim Wort "Ivanovna" (Ивановна) die Prinzipien der Vokalreduktion, die besagen, dass das "o" in unbetonter Stellung etwa gleich einem "a" ausgesprochen wird, was hier also zur Aussprache "Ivanavna" führen sollte.
Ja, wenn schon angeben, dann richtig.
Wodka und Blut, die vertragen sich hier gut - und am Schluss des Films verlangt man sofort eine Fortsetzung. Stark.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
San_Siro 2009/11/25 15:39:40
Hiermit die zweite 10 von allen bisherigen Bewertungen des Films Ladies and Gents...
Absolut geiler Streifen!
Schauspieler sind ja sowas von in Top-Form in diesem Film, einfach nur stark!
Ein Film der über die Vory V Zakone spricht gibts natürlich auch net so oft!Mal was anderes..nicht immer diese Triaden, Yakuza oder Cosa Nostra...
Dieser Film zeigt dieses Unterweltssyndikat in seiner schlimmsten Form und London von seiner bösesten Seite!
Bonus:
Die geilste Schlägerei aller Zeiten!
Fazit:
Eastern Promises ist ganz großes Kino für Erwachsene und Milieuinteressierte!
Geilster Spruch:
"Haben Sie mal eine Tatjana kennen gelernt?" - "Ich hab viele kennen gelernt, die Tatjana heißen." - "Sie war schwanger." - "Ah, wenn das so ist, habe ich nie von ihr gehört."
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Gutschi 2009/09/22 22:13:56
Ein glück ist bder film untertitelt. *gg*
aber ansonsten war er ganz ok. zog sich anfangs und passiert auch nicht wirklich viel aber irgendwie hat mich der film ein wneig an der pate erinnert.keine ahnung warum :)
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BigDi 2009/08/11 18:45:28
Großartiger Thriller, der es wirklich gut schafft, die Atmosphäre der russischen Mafia einzufangen, sei es mit den Dialogen, sei es mit den heftigen Gewaltszenen. Auch fallen die Schauspieler extrem gut auf, haben einen aushaltbaren Akzent und sehen sogar ein wenig aus wie Russen. Besonders Viggo Mortensen ist wirklich genial, spielt gar noch besser als in History Of Violence. Die brüchtigte Szene im Badehaus ist zum Glück nicht ganz so freizügig ausgefallen, wie ich erst befürchtet hatte, eine Meisterleistung, was die Darstellung von dreckiger, wilder Gewalt angeht, geht richtig in den Magen. Insgesamt eine sehr würdige Umsetzung des Themas, schonungslos und ehrlich.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Bradbury 2009/08/09 13:29:58
Schade, dass Cronenberg solche fein ausgearbeiteten Figuren wie die Mafiosi Nikolai und Kirill in einer 08/15-Thriller-Story verheizt. In einem Drama wären sie viel besser aufgehoben. Naomi Watts versucht garnicht erst, gegen Mortensen und Cassel anzuspielen, zu eindimensional und naiv ist ihr Charakter angelegt. Die Einblicke in die Welt und die Rituale der Russenmafia sind interessant, der Rest des Films ist es leider nicht. Zudem ist die deutsche Synchronisation eine Katastrophe.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Sanylein 2009/08/01 15:24:21
Zwar wirklich sehenswert aber nochmal würd ich den Film trotzdem nicht gucken, es gibt meiner Meinung nach einfach zu viele die besser sind.
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aikifreak 2009/06/24 18:05:30
Kalte, düstere Atmosphäre, ruhige Erzählweise ohne Actionüberhang und ein Viggo Mortensen der als undurchsichtiger "Driver" mehr als überzeugt. Das steht auf der Haben-Seite. Auf die Soll-Seite kommen ein Möchtegern-Pate gespielt von Armin Mueller-Stahl, ein Drehbuch ohne Spannungsbogen dem die gediegene Inszinierung nicht immer gut tut und eine Naomi Watts, die vollkommen verschwendet wurde da ihre Figur nur die Waffel im Eisbecher ist; man kähme auch ganz gut ohne sie zurecht.
Für Leute mit Gemühtsruhe ist "Eastern Promises" sicherlich sehenswert und eine schöne Abwechslung zu vielem schlecht gedrehten Mafia-Müll, aber von den Genre-Klassikern ist er noch Welten entfernt.
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stalker 2009/06/24 03:20:06
Ok, wenn es sich hierbei um keinen Film von Cronenberg handeln würde, zwei Punkte mehr hätte ich mir vielleicht noch abgewrungen, tolle Schaupspieler, aber sonst? Für mich eine ganz üble Enttäuschung. Könnte meine Schuhe fressen vor Ärger. Mach ich nicht. Glotz lieber "A History of Violence".
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MarkusVoll 2009/05/24 14:52:10
Düsterer Thriller, der die russische Mafia und Ihre Methoden zum Thema hat. Die Schauspieler agieren hier sehr gut, auch die Story ist sehr gut und stellenweise sehr brutal. Was mir nicht so gut gefiel, war das Ende des Filmes und die Langatmigkeit. Nicht viel Action wird hier geboten, wenn Action dafür dann sehr heftig. Kann man sich anschauen, ist allerdings kein Muß.
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Blonder 2009/05/24 10:51:08
Packender Film, der den Zuschauer in eine unmenschliche Welt entführt. Sehr spannender Mafiafilm, der aber leider etwas vorhersehbar ist. Eine junge Frau legt sich mit der Russenmafia an und gewinnt. Warum muß es bei solchen Filmen eigentlich fast immer ein Happy-End geben?
Naomi Watts spielt die Hebamme, ihre Leistung ist mal wieder nur guter Durchschnitt. Na gut, so ist sie in fast allen ihrer Rollen. Armin Mueller-Stahl agiert als Pate schon etwas besser, wirkt aber etwas zu harmlos. Viggio Mortensen, der sich intensiv auf seine Rolle als undurchsichtigen "Fahrer" vorbereitet hat, spielt meiner Meinung nach eine seiner besten Rollen. Das größte Lob geht an Vincent Cassel, der den durchgeknallten Sohn des Bosses spielt. Wieder einmal beweist er uns was für ein herausragender Schauspieler er ist.
David Cronenberg hat hier einen recht soliden Mafiafilm erschaffen, der mal von der russischen Mafia handelt. Trotzdem fehlt der Geschichte etwas an Realität und an Brutalität. Dennoch ein düsterer Thriller, der durch kalte Bilder besticht.
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Mawazh 2009/05/20 19:55:02
Sehr düsterer Cronenberg-Thriller mit einem sehr guten Cast und einem guten Plot, der auch paar Wendungen bereithält.
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RaZer 2009/04/15 20:00:32
Cronenbergs düsterer Thriller besticht in erster Linie durch seine realstische Optik und einer authentischen Atmosphäre. Ungeschminkt werden die zwielichtigen Machenschaften der Mafia aufgezeigt. Die Geschichte wird ruhig und konsequent erzählt, ohne übermäßige Showdowns und wilde Schießerein. Das hat der Film auch gar nicht nötig. Ein wirklich neue Botschaft vermag ich aber nicht erkennen. Die starke Besetzung bringt die Story perfekt rüber. Besonderes Lob geht dabei an Mortensen, der noch besser als in Cronenbergs Vorgänger "A History of Violence" aggiert. Stahl und Cassel sind ebenfalls große klasse, einzig Naomi Watts wirkt etwas schwachbrüstig, aber ihre Rolle gibt auch nicht wirklich viel her.
Ein typischer Cronenberg, wenn auch nicht so drastisch wie man das sonst so von ihm kennt.
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Afrin Alburu 2008/12/29 23:48:40
Der Film vereint einige gute Dinge:
1. Stil
2. Sex & Gewalt
3. Gute Story
4. Gelungene Charaktere
5. Russische Mafia
1. Der Stil ist realistisch und glaubwürdig. Keine Effekthascherei und stattdessen knallhart und butterweich, immer genau da wo es sein muss. Einzig und allein eine Szene fand ich etwas überzogen. Und zwar an Sentimentalität und nicht etwa an Gewalt.
2. Sex & Gewalt sind reichlich vorhanden. Ersteres verdeutlicht die Machstrukturen innerhalb der Mafia und was für kaputte Leute das sind. Lässt sich allerdings schwer beschreiben und liest sich deswegen evtl etwas seltsam. Tja, und die Gewalt? Hart, aber notwendig sozusagen. Ist ja kein Actionfilm in dem Sinne. Keine Unterhaltungsgewalt als solche, wobei sie natürlich durchaus die Blicke auf sich zieht.
3 und 4. Die Story ist kool und hat eine simple, aber interessante und nicht allzu leicht vorhersehbare Wendung in petto. Die Gefühle der Hebamme Anna sind gut nachzuvollziehen und verleihen der Story seitens der Guten ein großes Maß an Nachvollziehbarkeit, auf der anderen Seite steht Nikolai, der sich im Laufe des Films vom Fahrer zum Mitglied der russischen Mafiafamilie hocharbeitet. Mit qualifizierter Arbeit. Und hier spielt Viggo Mortensen eine koole Sau, die durchaus auch in Snatch oder einem anderen hochkarätigen Gangsterfilm Verwendung finden dürfte.
5. Die hat in dem Film einfach Stil. Methoden, Mitarbeiter, der Chef als Restaurantbesitzer. Herrlich, schönste GTA Manier. Und die ganze Sache mit den Tattoos (Zugehörigkeitssymbole, Abzeichen, Stand, usw.) hat mir auch sehr gut gefallen. Zählt auch noch mit zu Stil.
Nur einzelne Gespräche, Szenen und noch kleine Stilelemente (die Sonnenbrillen hätten nicht so verstärkt eingesetzt werden müssen) hätten einer Korrektur bedarft um diesen Film in meinen Lieblingsfilmhimmel aufzunehmen.
Fazit: Richtig kooler Streifen. Anschauen!
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Hawkeye 2008/11/16 15:10:06
Wunderbar grauer Film über die russische Mafia, die ihr Unwesen in London treibt. Mord, Körperverletzung, Prostitution und Ehre. Alles was man klischeehaft erwartet, wird hier befriedigt.
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dbeutner 2008/10/12 22:19:04
Ein harter Thriller, der gleich innerhalb der ersten Minute richtig aufdreht. Endlich wieder ein Armin Mueller-Stahl, der richtig Laune macht; Naomi Watts ist dagegen leider sehr blass - vermutlich ist sie in Mulholland Drive nur unter der Führung von Lynch zwei Klassen besser.
Leider ist die Rolle von Mortsensen SEHR vorhersehbar, das hat mich etwas enttäuscht. Aber egal, ein grundsolider Film, den man sich sicher auch ein zweites Mal ansehen kann (aber nicht muss).
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bootsmann13 2008/09/02 10:55:10
Eignetlich wollte ich ja nur was über meine Hassfilme schreiben...
Trotz der Tatsache, dass es gefühlte 300 Kommentare zu "Eastern Promises" gibt, muss von mir was kommen, zumal die große Mehrheit den FIlm positiv bewertet, was ich überhaupt nicht nachvillziehen kann.
Ich war ja so enttäuscht! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal nach derartigen Vorschusslorbeeren für einen Film etwas so plattes gesehen habe. Die vier Hauptfiguren spielen so eindimensional, dass sie schon durchsichtig sind. Es wirkt, als hätte Herr Cronenberg einfach keine Lust gehabt, mehr aus Ihnen herauszuholen.
Ich frage mich, wie Leute, die dem Film hier eine Acht oder Neun geben, "Naked Lunch", "Crash" oder "Die Fliege" bewertet haben...
Die fünf Punkte gibt es für Schnitt und Licht und London...
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annaberlin 2008/08/03 12:04:43
Hervorragender Thriller, Viggo Mortensen in Höchstform, ebenso Vincent Cassel, aber Naomi Watts lässt etwas zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz ein typischer Cronenberg, der das trotz einiger Klischees den Stoff zum Klassiker hat.
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illusionist 2008/07/15 10:34:08
Eines der besten Filme von Viggo, bei ihm sind die Rollen einfach grandios, er spielt so authentisch.
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El_Wray 2008/07/13 09:36:34
Ohne jede Frage eine unglaublich starke Milieustudie und Viggo spielt großartig, aber Cronenbergs Werk fehlt der letzte kleine Feinschliff!
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Luciusperca 2008/07/04 01:07:36
Vigo Mortensen in einer seiner besten Rollen.
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harperpitt 2008/06/23 22:58:39
Großartig. Viggo Mortensen ist grandios.
PS: Äh, Herr "Hausmeister", welchen Film hast DU denn gesehen? Hank und Andy spielen in Eastern Promises definitiv nicht mit....
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King_Alpa 2008/06/19 17:20:15
Was für ein Film
Sehr geil kann ihn wirklich nur witerempfehlen!!!!
So rau und kompromisslos. Der ganze Stil ist sehr gut. Der Film kommt schnell zur Sache und erzählt mit bravour eine Geschicht über aufstieg und fall in der russischen Mafia. Ein super Viggo Mortensen, der spätestens jetzt sein Aragorn-Image los ist.
Eine super Milieu-Szudie!!!!
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invisible_me 2008/06/14 18:21:41
Absolut herausragender Thriller vom Meister!
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Dr.Hasenbein 2008/06/06 01:56:42
Manchmal wirkt der Film auf mich doch zu träge und kommt irgendwie nicht voran.Die guten Darsteller und die realistisch wirkende Russenmafiaszene reißen das aber wieder raus.
Insgesamt hab ich mir wohl doch etwas mehr versprochen!
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AylaView 2008/06/05 21:33:59
Cronenbergs Mafia-Drama-Thriller überzeugt durch einen sehr guten Viggo Mortensen und einer Geschichte über Verrat, Mord und die Mafia. Blutig, hart und spannend. Nach "History of Violence" ein weiteres Highlight. Das Kinojahr 2007 endet hervorragend.
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