Tokyo Drifter - Der Mann aus Tokio

Tôkyô nagaremono (1966), JP
Laufzeit 82 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Actionfilm, Kinostart 11.10.1990

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8.0 Kritiker
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von Seijun Suzuki, mit Tetsuya Watari und Chieko Matsubara

“Auf der Reise, die kein Ende kennt, vergess ich Tokyo, irgendwann” singt Tetsu, ein Yakuza, dessen Syndikat nicht mehr existiert. Er zieht sich mit seinem Boss Kurata aus Tokio zurück, doch die Stadt holt sie ein. Denn der feindliche Yakuzaboss Otsuka will Tetsu tot sehen und setzt seinen besten Killer “Viper” auf ihn an. Ohne Rückhalt im eigenen Syndikat beginnt für den Drifter eine tödliche Wanderung. Regisseur Suzuki fängt seine Geschichte des moralischen Konflikts zwischen Ehre und Überleben in einer Zwischenwelt des Künstlichen ein. Seine gewagten Farbkompositionen und Einstellungen, die man nicht vergisst, machen “Tokyo Drifter” zu einem Juwel unter den Massenproduktionen des japanischen Yakuzafilms der 60er Jahre.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Tokyo Drifter - Der Mann aus Tokio

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

Der alte Yakuza-Boss Kurata ist endgültig aus den schmutzigen Geschäften ausgestiegen und versucht sich als ehrlicher Geschäftsmann. Seine ehemalige rechte Hand und Protegé, der junge Tetsu (Tetsuya Watari), steht ihm weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Doch das Leben von ehrlicher Arbeit ist nicht leicht und als Kuratas alter Feind Otsuka durch einen Trick in den Besitz des Hochhauses des verschuldeten Kurata gerät geraten die Dinge ausser Kontrolle und Tetsu ist gezwungen unterzutauchen. Immer auf der Flucht als quasi Herrenloser Samurai, ist er Otsukas Häschern immer nur einen Schritt voraus. Auf seiner Flucht lernt er Kenji (Hideaki Natani) kennen, der in einer ähnlichen Situation wie er selbst steckt, entgegen ihm aber scheinbar seine Ideale verloren hat. Dieser hilft ihm mehr als einmal aus der Patsche, auch als Otsuka und Kurata eine Abmachung getroffen zu haben scheinen, die vorsieht, dass Tetsu als Auslöser des ganzen Übels beseitigt werden soll. Doch Tetsu ist seinem Boss loyal...

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Kommentare (5) — Film: Tokyo Drifter - Der Mann aus Tokio

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VisitorQ

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Bewertung6.5Ganz gut

Mit den Filmen von Herrn Suzuku habe ich so meine Schwierigkeiten, ich finde den Zugang einfach nicht so wirklich aber das Ende von Tokyo drifter ist absolute Weltklasse und muss einfach gesehen werden. kekekeke.

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der cineast

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Bewertung7.0Sehenswert

Geschwätziger sowie ungelenk erzählter Yakuzafilm. Mit dem Sixties Style schlechthin, einem melancholisch schönen Score und netten Schießereien. Western trifft Gangsterfilm in Tokyo. Als Asia Fantast und Stil und Style Fetischist genau das richtige und für die damalige Zeit ein Augenschmaus.

Fazit: Japan Kost der Sechziger. Redseliger Augenschmaus.

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mikkean

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Bewertung7.5Sehenswert

Schrill, schriller, am schrillsten ... Kein Scherz, “Tokyo Drifter" ist ein ernsthaftes Yakuza-Drama, das Regisseur Seijin Suzuki mit einer einzigartigen visuellen Note versehen hat. Farbgebung, Musik und Dekor - hier wird in jeder Minute ein Gesamt-Kunstwerk geschaffen, auch wenn heutige Seh-Gewohnheiten zunächst daran zu knabbern haben. Die Geschichte folgt noch klassischen Motiven: Tetsu ist ein Yakuza, der dem Pfad der Gewalt abgeschworen hat. Zusammen mit seinem Boss will er nur in ehrenwerte Geschäfte investieren. Otsaku, Chef eines gegnerischen Clans, versucht Tetsu mit allen Mitteln aus der Reserve zu locken. Abwerben klappt nicht, wiederholtes Verprügeln entlockt Tetsu auch keine Gegenwehr. Dafür fällt es umso leichter, seinem Boss eine wertvolle Immobilie zu entreißen. Schließlich muss sich Tetsu doch noch seiner alten Tugenden erinnern und wehrt die Hitmen ab, die nach seinem Kopf trachten. Und auch loyal kann er nicht lange sein, denn sein Boss schließt ein Bündnis mit seinem Rivalen Otsaku. Damit ist Tetsu vogelfrei, aber noch lange nicht am Ende. Somit erinnert "Tokyo Drifter" von den Grundzügen ans klassische Gangster-Kino, visuell aber stößt der Film in ganz neue Avant Garde-Gefilde vor, die den traditionellen japanischen Beiträgen gehörig den Marsch blasen. Seijin Suzuki und sein Team haben sich trotz strikter Budgetierung ordentlich ausgetobt und gleich eine ganze Kunst-Welt geschaffen. Lediglich im Vor- und Abspann weist das gezeigte Tokio Ähnlichkeiten mit der Millionen-Metropole auf, die es Anfang der 60er Jahre wohl war. Da wirkt selbst ein Büro ein wenig tempelartig oder führt ein Beat-Club in ein interessantes Rohr-Labyrinth, durch das sich Tetsu schlägt. Auch bei den Kämpfen bedient sich der Film verschiedener Genres, so gibt es neben Samurai-Schwertern waschechte Shoot-Outs im Western-Stil. Passend dazu bildet eine Kneipen-Schlägerei im Saloon-Ambiente den ausgelassenen Höhepunkt. Da wird unblutig das Treiben persifliert, ziehen lachende Mädchen US-Marines Flaschen über die Köpfe, während der Großteil der Bühnen-Bauten zusammenstürzt. Und das alles ist auch noch so gewollt. Aber wie gesagt, trotz allem will "Tokyo Drifter" ernst genommen werden, und das kann man auch. Schließlich treibt der Film nie ins lächerliche ab. Auch dann, wenn Tetsu sein trauriges Titel-Lied pfeift, während unterwegs in Richtung nächster Schlacht stapft. Vor allem visuell ein echtes Juwel des Gangster-Films, so etwas kommt uns viel zu selten unter.

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the traveler

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Kommentar gefällt sogar sehr!


mikkean

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Danke!


the traveler

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seijun Suzuki's grandioses Freestyle Yakuzadrama mit seinen jazzige Klängen und seiner "entertainment-over-logic" Erzählweise. Der Film, der von den Nikkatsu Studiobossen so kritisiert wurde, da er nicht den simplen Anforderungen entsprach, dass Seijun Suzuki mit dem noch genialeren und noch abstrakteren "Branded to Kill" antwortete. "Tokyo Drifter" gehört zu dem kleinen Kreis jener Filme, die sich als durch und durch "cool" bezeichnen lassen dürfen. Ein geiles, buntes Pulp-Noir Kunstwerk. Unkonventionell, lässig und uneingeschränkt.

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Tyler__Durden

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Filme des Tragischen Kinohelden Seijun Suzuki sind das Bindeglied zwischen Godard und Tarantino. Wo der eine zu oft Selbst verliebt wirkt und der andere keine Persönliche Note hat sondern diese sich von anderen oftmals leiht ist Suzuki die ausgewogene Mitte.
Dieses Absolute Hingabe zum "Style over Substance" in dem der "Style" die Substance" ist. Dieses Zelebrieren von Einzelnen, Banalen Momenten wenn Tetsuya Watari sich nur an einer Mauer anlehnt, hier wird mit Licht und Farben gespielt, mit Dialogen und Klischees. Hier ist die Action Komplett durch komponiert. Scheiß auf den Inhalt hier geht's um die Stimmung. Hier machen Filme noch Spaß.
So muss Kino sein.

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Jules Winnfield

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Ich bin auf Branded to Kill gespannt


Tyler__Durden

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Gut so.^^


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