Ustinov und Schell hatten beide zweifellos schon bessere Filme und ein "Thriller/Abenteuerfilm" aus den 60ger-Jahren hat es 45 Jahre später zwangsläufig nicht leicht, irgendwie zu bestehen. Was aus meiner Sicht die 6-Punkte-Wertung rechtfertigt, ist die Tatsache, dass Regisseur Jules Dassin hier, was die Umsetzung des Einbruchs angeht, Maßstäbe gesetzt hat. Wenn man Mission: Impossible ansieht und die TOLLEN Szenen mit Tom Cruise, der innovativ von oben herabgelassen, am Seil im Raum schwebt, so muss man sagen, Brian De Palma hat außer etwas anderer Optik fast 1:1 Topkapi kopiert.
Formal und erzählerisch unausgewogene Gaunerkomödie über einen Einbruch ins Istanbuler Topkapi-Museum. Jules Dassin parodiert sein eigenes, klassisches, schwarzes 1955er big caper movie »Du rififi chez les hommes« als bonbonbunt-polternde Diebesclownerie; schmuddlige Ironie und diskrete Boshaftigkeit der Vorlage von Eric Ambler gehen dabei im Bosporus baden. Der Raubzug selbst (von oben, an Seilen hängend, über trittempfindlichem Fußboden) ist, wenn auch nicht gerade nervenzerreißend, so doch zumindest professionell inszeniert, und der mopsfidele Cast– Melina Mercouri (kleptoman & mannstoll), Peter Ustinov (scheinheilig & akrophob), Maximilian Schell (gründlich & improvisationsfreudig), Robert Morley (ausgetüftelt & vollfett), Akim Tamiroff (immer besoffen) – lohnt durchaus einen Blick (oder zwei).
Nette Gaunerkomödie, die mit einem schön gemachten Bruch und einer Darstellerriege vom Feinsten glänzen kann.
Die Gesamtgeschichte und die komplette Länge des Films haben leider schon merklich Staub angesetzt und qualifizieren das Werk nur mehr für einen Mitternachtsklassiker auf einem der Dritten!
Schade drum.
Nach dem tollen Roman von Eric Ambler hatte ich mir von dem Film eigentlich mehr versprochen. Die Außenaufnahmen sind ja ganz gut gelungen, aber die Innenaufnahmen sind in sehr billigen und kitschig-knallbunten Kulissen gemacht. Auch die Handlung schleppt sich ohne Tempo und Spannung dahin. Besonders schrecklich sind aber die Dialoge: ein total altmodisches Vokabular und süddeutscher Dialekt einiger Darsteller erinnern eher an einen muffigen Heimatfilm als an eine flotte 60er-Jahre Komödie. Lediglich die legendäre Einbruchsszene weiß zu überzeugen, aber das reicht nicht, um den Zuschauer beinahe 2 Stunden bei der Stange zu halten.
Dem Film mangelt es einfach an Tempo. Auch die bekannten Gesichter können dagegen nichts ausrichten, da können Sie noch so gut spielen. Mit mehr Spannung u Witz wäre hier weitaus mehr möglich gewesen. So bleibts nur beim Mittelmaß.
die schauspieler und der einbruch selber sind von gewohnter qualität. leider ist der film aber über weite teile sehr langatmig. da gab es damals besseres.
Man muss über den verwirrenden Anfang hinweg. Schließlich nimmt der Film langsam Fahrt auf. Ab der Hälfte macht er richtig Spaß, und wenn der aufwendig geplante Einbruch zum Diebstahl der Smaragde endlich beginnt, wird's richtig spannend.
Topkapi - Kritik
US 1964 Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Komödie
Kritiken (1) — Film: Topkapi
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenUstinov und Schell hatten beide zweifellos schon bessere Filme und ein "Thriller/Abenteuerfilm" aus den 60ger-Jahren hat es 45 Jahre später zwangsläufig nicht leicht, irgendwie zu bestehen. Was aus meiner Sicht die 6-Punkte-Wertung rechtfertigt, ist die Tatsache, dass Regisseur Jules Dassin hier, was die Umsetzung des Einbruchs angeht, Maßstäbe gesetzt hat. Wenn man Mission: Impossible ansieht und die TOLLEN Szenen mit Tom Cruise, der innovativ von oben herabgelassen, am Seil im Raum schwebt, so muss man sagen, Brian De Palma hat außer etwas anderer Optik fast 1:1 Topkapi kopiert.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (10) — Film: Topkapi
Kommentar schreibenJoe Gillis 2011/07/02 23:38:34
Kommentar löschenFormal und erzählerisch unausgewogene Gaunerkomödie über einen Einbruch ins Istanbuler Topkapi-Museum. Jules Dassin parodiert sein eigenes, klassisches, schwarzes 1955er big caper movie »Du rififi chez les hommes« als bonbonbunt-polternde Diebesclownerie; schmuddlige Ironie und diskrete Boshaftigkeit der Vorlage von Eric Ambler gehen dabei im Bosporus baden. Der Raubzug selbst (von oben, an Seilen hängend, über trittempfindlichem Fußboden) ist, wenn auch nicht gerade nervenzerreißend, so doch zumindest professionell inszeniert, und der mopsfidele Cast– Melina Mercouri (kleptoman & mannstoll), Peter Ustinov (scheinheilig & akrophob), Maximilian Schell (gründlich & improvisationsfreudig), Robert Morley (ausgetüftelt & vollfett), Akim Tamiroff (immer besoffen) – lohnt durchaus einen Blick (oder zwei).
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
doctorgonzo 2010/07/23 13:52:57
Kommentar löschenNette Gaunerkomödie, die mit einem schön gemachten Bruch und einer Darstellerriege vom Feinsten glänzen kann.
Die Gesamtgeschichte und die komplette Länge des Films haben leider schon merklich Staub angesetzt und qualifizieren das Werk nur mehr für einen Mitternachtsklassiker auf einem der Dritten!
Schade drum.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Conan Doyle 2010/03/21 17:54:19
Kommentar löschenNach dem tollen Roman von Eric Ambler hatte ich mir von dem Film eigentlich mehr versprochen. Die Außenaufnahmen sind ja ganz gut gelungen, aber die Innenaufnahmen sind in sehr billigen und kitschig-knallbunten Kulissen gemacht. Auch die Handlung schleppt sich ohne Tempo und Spannung dahin. Besonders schrecklich sind aber die Dialoge: ein total altmodisches Vokabular und süddeutscher Dialekt einiger Darsteller erinnern eher an einen muffigen Heimatfilm als an eine flotte 60er-Jahre Komödie. Lediglich die legendäre Einbruchsszene weiß zu überzeugen, aber das reicht nicht, um den Zuschauer beinahe 2 Stunden bei der Stange zu halten.
Kommentar gefällt mir Antworten
MoviePunk 2009/11/13 11:13:09
Kommentar löschenDem Film mangelt es einfach an Tempo. Auch die bekannten Gesichter können dagegen nichts ausrichten, da können Sie noch so gut spielen. Mit mehr Spannung u Witz wäre hier weitaus mehr möglich gewesen. So bleibts nur beim Mittelmaß.
Kommentar gefällt mir Antworten
xtheunknown 2009/07/09 09:06:50
Kommentar löschendie schauspieler und der einbruch selber sind von gewohnter qualität. leider ist der film aber über weite teile sehr langatmig. da gab es damals besseres.
Kommentar gefällt mir Antworten
Hugenotte 2008/10/15 20:32:28
Kommentar löschenEin Super Film! Das Buch von Ambler ist zwar noch besser aber Schell und Ustinov spielen sehr sehr gut!!
Kommentar gefällt mir Antworten
Zuri 2008/01/20 14:05:46
Kommentar löschenEin schöner Film!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
JoeShoe 2008/01/04 17:42:08
Kommentar löschenMan muss über den verwirrenden Anfang hinweg. Schließlich nimmt der Film langsam Fahrt auf. Ab der Hälfte macht er richtig Spaß, und wenn der aufwendig geplante Einbruch zum Diebstahl der Smaragde endlich beginnt, wird's richtig spannend.
Kommentar gefällt mir Antworten
ElGuapo 2007/07/26 23:39:21
Kommentar löschenKlassiker hin, Klassiker her. Abgesehen von einem tollen Peter Ustinov hat mich alles an diesem Film genervt.
Kommentar gefällt mir Antworten
dAShEIKO 2007/07/12 02:01:35
Kommentar löschenTopkapi
typischer 60er Jahre Film
Kommentar gefällt mir Antworten
Bitte logge dich ein Topkapi
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Topkapi