Toter Mann

Toter Mann (2001), DE
Laufzeit 88 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama

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- Kritiker
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von Christian Petzold, mit Nina Hoss und André Hennicke

Ein Rechtsanwalt kann in einem Schwimmbad mit seinen Blicken nicht von einer jungen Frau lassen, die sich als “toter Mann” auf der Wasseroberfläche treiben lässt. Er verliebt sich in sie und legt es darauf an, sie wieder zu treffen. Nach einer einzigen gemeinsamen, “unschuldigen” Nacht, ist die Frau verschwunden. Sie taucht an einem anderen Ort auf, nimmt einen Job in einer Kantine an und sucht die Bekanntschaft eines anderen, unbeholfen wirkenden Mannes. Es handelt sich dabei um Blum, einen Straftäter, der gerade zwölf Jahre eingesessen hat, davon vier in der Psychiatrie – verteidigt wurde er von dem Rechtsanwalt aus dem Schwimmbad.


Cast & Crew


Kommentare (5) — Film: Toter Mann

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Pigmalion

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Bewertung4.0Uninteressant

Sprunghaft ist als Bewertung der Handlung noch wohlwollend ausgedrückt. Was als stunzlangweilige Liebesschnulze begann artet in einen vorhersehbaren langatmigen Thriller aus. Die lebslos künstlichen Tragödienelemente werden durch konstruiert wirkende Dialoge verstärkt, eine Handlung am Reißbrett. Der Preis für die Darsteller ist nachzuvollziehen denn glaubwürig sind in dieser Farce nur die Charaktere. Doch die Beziehung zwischen Figuren und Handlung ist zu gestört um die noch zu honorieren.

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baser

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Bewertung7.5Sehenswert

Wie auch bei anderen Filmen von Petzold ist das Verhältnis des Zuschauers zu den Protagonisten paradox: Einerseits ist man den Figuren unheimlich nahe, da alle von der Geschichte ablenkenden Faktoren mit filmischen Mitteln herausgefiltert werden (lange Einstellungen, stark reduzierte Dialoge, keine Filmmusik, unterkühlte Farben) und die Beziehungen der Figuren zum Greifen nahe liegen, andererseits wirken die Figuren oft sehr distanziert und fremd. Auf mich hat das eine suggestive Wirkung, die ich so von Filmen anderer Filmemacher nicht kenne.

Von der Geschichte und der Thematik her fand ich den Film aber etwas untypisch für Petzold, die Geschichte wirkte auch ziemlich konstruiert und auch an allen Stellen schlüssig.

Sicher nicht der beste Petzold, aber dennoch sehenswert.

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nithical

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Bewertung2.0Ärgerlich

Die unrealistischen und sonderbaren Dialoge, das unlogische Verhalten der Figuren sowie das sinnlos langsame Tempo des Films machen das Gucken zum Ärgernis. Ein typisch deutscher Film, bei dem man sich fragt, warum ganz einfache Dialoge nicht unverkrampft erscheinen können und warum Alltägliches gekünzelt wirken muss. Vielen Zuschauern mögen diese Dinge gar nicht auffallen. Mich zwingen sie zu hasserfülltem und sofortigem Abschalten.

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davidpm

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein eher schwächerer Petzold-Film.

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maslobojew

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Bewertung6.0Ganz gut

Formal sehr ansprechend gemacht, ich wollte den Film auch zu Ende sehen, aber was am Ende bei herauskommt ist doch von der möglichen Intention her sehr fragwürdig.
Vielleicht hat Petzold sich ja an einem Fall orientiert der so oder so ähnlich tatsächlich stattgefunden hat, das weiß ich nicht.
Dieser Blum ist offensichtlich ein Sadist, brutaler Vergewaltiger und Mörder - und verhält sich dann so süß-bärchenhaft, um sich selbstgerecht seiner Strafe zu zuführen?
Diese zerbrechliche Leyla betreibt einen von kühlster Berechnung getragenen Aufwand, um dann am Ende - das ist wiederum logisch - ihren Racheplan doch nicht zu Ende führen zu können?
Soll der Tod von Blum am Ende durch die Polizei bedeuten, dass es eh besser ist, wenn solche Täter ganz kaltgestellt werden?
Das Blum seine Tod selber will, spielt da für mich überhaupt keine Rolle, das Ergebnis zählt. Blum hat seine Strafe bekommen und die Frau ist hier die Täterin.
Am Ende nimmt der Anwalt Thomas - bis dahin komplett benutzt durch die Heldin - ihre Hand. Die beiden haben sich nichts zu sagen, sie schauen sich nur an. Ich weiß auch nicht so recht, was ich von der Story halten soll.

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davidpm

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Blum hat 14 Jahre Haft hinter sich. Für mich besteht kein Zweifel, dass er als resozialisierter Täter auftritt und ich halte das auch für möglich. Leylas minutiöser Mordplan geht ja letztlich auch deshalb nicht auf, weil sie sich entgegen ihres Vorhabens auf die Beziehungen, die sie eingehen muss ja wirklich einlässt. Deshalb finde ich auch nicht, dass der Anwalt Thomas komplett benutzt wurde, das war nur der ursprüngliche Plan. Ich glaube auch nicht, dass der Tod Blums eine moralische Aussage haben soll. Blum vollzieht doch aus Mitleid mit Leyla und Reue für seine Tat das, was Leyla nicht vollbracht hat.

Ratlos bin ich, was Leylas Motiv angeht. Die kurze Erklärung am Ende, dass sie vom eigenen Vater abgelehnt wurde, war doch sehr aufgesetzt erklärend und hatte mit der Geschichte wenig zu tun. Auch bleiben Thomas Bruder und Leylas Freundin in ihrer Melancholie unverstanden. Ich kann mich anschließen: Ich weiß auch nicht so recht, was ich von der Story halten soll.


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