Trainspotting - Neue Helden - Kritik

GB 1996
Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 15.08.1996

Kommentare (116) — Film: Trainspotting - Neue Helden

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Oliver0403

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein gut gemachtes Drama über Drogen, Kriminialtät und dem Entzug. Muss aber dazu sagen, dass mir "Slumdog Millionär" besser gefallen hat. Ok dort wird ein vollkommen anderes Thema behandelt. Wird mir den auf jeden Fall nochmal ansehen. Der Darsteller des "Sick Boy" hat mir aber in "Hackers" besser gefallen. Trotz allem ist "Trainspotting" ein wirklih guter Film.

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fkfilmkritik

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Von Boyle war und werde ich nie ein Fan sein. Seine Filme sehen zwar meistens gut aus (wenn auch ein bisschen zu sehr aufgestylt) und sind kurzweilig, aber es fehlte mir bisher dazwischen immer eine tiefere Handlung und wirkliche Verbindung zu den Figuren konnte ich auch nie entwickeln. Doch nun habe ich endlich seinen zurecht beliebtesten und bekanntesten Film "Trainspotting" gesehen. Und ja, es ist ein echter, moderner Klassikern. Man kann direkt sehen warum so viele diesen Film lieben. Das fängt schon mit der genialen Einführung ("choose your life") an und führt die Charaktere in einem schönen Dialog über James Bond-Filme ein. Der Humor ist schön überdreht, ein bisschen vulgär und - was wirklich zählt - einfach lustig. Allein schon die berühmte Toiletten-Szene könnte nicht besser sein. Auch Ewan McGregor ist hier großartig und hat sich mit dieser Rolle sehr bekannt gemacht und wen wundert´s. Wenn ein Charakter uns schon so eine denkwürdige Anfangs-Szene liefert. Bei einer der krassesten Entzugs-Szenen den Mittelpunkt übernimmt, wer in der schlechtesten Toilette überhaupt schwimmen geht, wer so geniale Sachen aus dem Off textet, der wird das mit Recht. Aber auch die Figuren, McGregors kaputten Freunde sind mit Typen wie Even Beumer als Spud oder Johnny Lee Miller als Sick Boy oder Gewaltjunkie Robert Caryle. Das beste ist dabei, dass trotz der ganzen Menge an Witz, die Tiefe und Dramatik, die bei solchen Themen auch unverzichtbar sind nicht vergessen werden. Die Figuren sind zumeist so gezeichnet worden, dass man sie irgendwie ins Herz schließt. Am grandiosesten ist aber dieser verdammt großartige, schottische Akzent, weswegen man ihn sich unbedingt im Original ansehen muss. Außerdem finde ich die Erzählung, in der immer die Charaktere fast schon episodenhaft entwickelt werden, sehr gelungen.

Langweilig (sowieso ein bescheuertes Wort im Bezug auf Filme) kann einem hier auf gar keinen Fall werden. Ein verdammt sympathisches, aber auch ernstes und stellenweise gut schockierendes Gramm in dem die absehbare Aussage sehr deutlich und treffend dargestellt wird. Das einzige, was man hier kritisieren könnte ist der gehetzt wirkende Ablauf, der fast so wirkt als hätte Boyle eine Begrenzung der Laufzeit hätte. Trotzdem ein Must-See und höchstwahrscheinlich Boyles Meisterwerk für immer.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

SoulReaver

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JA ICH HOFFE ES SIND NÄMLICH RICHTIG GUTE FILME ALSO WENN DU GESCHMACK HAST MAGST DU DIE!


Hanno Jones

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hört mal auf hier rumzuschreien :P
28 days later ist aber auch nicht schlecht ;)


ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Obgleich seines riesigen Kult-Status hab ich "Trainspotting" bis zum Silvesterabend noch nie gesehen. Oder vielleicht genau deswegen. Denn gerade Filme mit Drogen-Thematik find ich in den seltensten Fällen richtig überzeugend. Entweder zu unrealistisch, zu verherrlichend oder zu dramatisierend ist mir der Output in dieser Richtung meist.
Aber "Trainspotting" ist dann wohl die berühmte Ausnahme...denn der Film kann tatsächlich einiges. War ich die ersten 5 Minuten noch von meiner negativen Grundeinstellung geprägt, schaffte es "Trainspotting" mich kaum merklich mit auf seine kleine Reise zu nehmen, mich in dieses klapprige Auto zu zwängen in dem man auf engsten Raum zusammen mit diesen Chaoten sitzt. Die man zwar alle irgendwie mag, aber eigentlich sind sie doch schon Arschlöcher, bemitleidenswerte...obwohl...manchmal haben sie einen beneidenswerten Spass. Selstsam sind sie irgendwie...und unzuverlässig. Und...dieser Begbie ist eigentlich nicht liebenswert...der ist ein kompletter Arsch. Aber er sitzt halt mit drin...die anderen kennen den.
Das faszinierende an Trainspotting ist: Das Geschichte und Erzählweise genauso gut ausbalanciert sind, wie deren Charaktere es sind. Klar ist das irgendwo Drama, aber nur ganz selten schwer. Zur richtigen Komödie reicht es aber auch nicht, auch wenn immer ein Good-Feeling herrscht. Und die Umgebung ist zwar relativ authentisch wiedergegeben, aber um den Film einen völlig realistischen Anstrich zu geben, ist er dann doch wieder zu albern. Und diese homogene Ausgeglichenheit wirkt jederzeit völlig natürlich. Wie wenn sich keiner einen Kopf gemacht hätte was man wie machen sollte...sondern einfach gemacht hat, mit einem riesen Spass.
"Trainspotting" glorifiziert nicht und er hascht nicht um Mitgefühl. Er zeigt einfach ein Bild von Menschen denen es oft nicht gut geht, die oft aber auch die glücklichsten der Welt sind. Die immer wieder an den Anforderungen der Umwelt scheitern und sich zurückziehen, in die eigene, selbsgestaltete Welt, in der sich Werte einfach verschieben lassen, in der man selbst noch wer sein kann. Denn in jedem Moment ist eines offensichtlich: Würde die Kamera ihren Fokus auf Menschen links oder rechts neben den Hauptcharakteren richten...sie würden ein ähnliches Bild einfangen, es wären dann halt keine Drogen mehr...dann wäre es vielleicht Kaufsucht, Depressionen oder etwas anderes. Denn was der Verlauf des Films auch zeigt ist, dass letztenendes dann doch nach gewissen (unschönen) menschlichen Mechanismen agieren.
Danny Boyle ist mit "Trainspotting" ein ausserordentlich mitreissender Film gelungen, der einen sympathischen Blickwinkel für seine Protagonisten entwickelt und dadurch dem Film viel Balast nimmt, ohne irgendetwas unangenehmes auszusparen. Er heisst nichts gut, aber er richtet auch nicht...er fängt ein kurze Zeitspanne einer Clique ein, rennt 100 Meter mit ihnen mit und lässt sie dann alleine weiterrennen. Wünscht ihnen dabei aber alles gute...obwohl er weiss, das dem wohl nicht so sein wird.
Unterhaltende, kurzweilige und intelligente 90 Minuten...mit (meist) toller Musik obendrein.

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aberaber

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film haut einen um. Schockierend, witzig, abgefahren.

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Alexander Supertramp

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Absolut genialer Film.

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Trippl Nippl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wer Filme wie Fear and Loathing in Las Vegas und Requiem for a Dream mag, wird diesen mit sicherheit auch mögen.

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Sepf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Prolog:

Ich möchte gleich von Beginn an klarstellen, dass "Trainspotting" eindeutig Bestandteil meiner persönlichen, filmischen Crème-de-la-Crème ist. Vielleicht scheue ich mich auch einfach nur davor, ihn als meinen absoluten ‚Favourite’ zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz, Lieblingsfilm hin oder her, warum erzähle ich euch das? Ganz einfach. Dieses Werk hat eine ausführliche Kritik verdient und ich will deshalb nicht auf eine wilde Spoilerei verzichten. In diesem Sinne: Wer noch nicht in den Genuss gekommen ist, Trainspotting zu sehen, sollte mit dem nächsten Satzzeichen das Lesen beenden und das verdammt schnell nachholen .

Start:

“Choose life. Choose a job. Choose a career. Choose a family. Choose a fucking big television, Choose washing machines, cars, compact disc players, and electrical tin can openers. Choose good health, low cholesterol and dental insurance. Choose fixed-interest mortgage repayments. Choose a starter home. Choose your friends. Choose leisure wear and matching luggage. Choose a three piece suite on hire purchase in a range of fucking fabrics. Choose DIY and wondering who the fuck you are on a Sunday morning. Choose sitting on that couch watching mind-numbing spirit-crushing game shows, stuffing fucking junk food into your mouth. Choose rotting away at the end of it all, pissing your last in a miserable home, nothing more than an embarrassment to the selfish, fucked-up brats you have spawned to replace yourself. Choose your future. Choose life . . .
…but why would I want to do a thing like that? I chose not to choose life: I chose something else. And the reasons? There are no reasons. Who needs reasons when you've got heroin?”

, frägt Erzähler Renton (Ewan McGregor) gleich zu Beginn, während seine eigene Verfolgungsjagd über den Bildschirm flimmert. Im Hintergrund startet rhytmisch passend „Lust for Life“ vom ‚Godfather of Punk’ Iggy Pop. Die kunstvolle und vollends beabsichtigte Verschmelzung von Zitat, Bild und Musik lassen bereits ab Minute eins erkennen, auf welchem Niveau sich "Trainspotting" fortan bewegen wird. Das Duell mit den Verfolgern endet für den Hauptdarsteller ziemlich glücklich. Schnitt. Er steht alleine in einem Raum, zieht genüsslich an einem Joint. Iggys Song läuft weiterhin, doch noch singt er nicht.
Scheinbar ganz nebenbei führt Regisseur Danny Boyle die anderen Charaktere ein. Ende der 1980er kicken die Jungs auf irgendeinem versifften Bolzplatz in einem verfallenen Edinburgher Viertel – Leith - um die Wette. Doch bereits hier werden den fünf „Freunden“ bestimmte Eigenschaften impliziert ohne ein einziges Wort zu verschwenden. Während Sick Boy (Jonny Lee Miller) den Fuß stehen lässt, steht Tommy (Kevin McKidd) alleingelassen und umzingelt in der Ecke, Keeper Spud (Ewen Bremner) lässt den Ball rein, Begbie (Robert Carlyle) holt seinen Gegenspieler brutal von den Beinen und der oben bereits erwähnte Renton kippt von der Pille getroffen um. „Here comes Johnny Yen again.” Dann der Schwenk – noch im Fallen. Nun liegt Renton auf einem Holzfußboden. „With the liquor and drugs and the flesh machine.“

Die ganze Anfangsszene dauert keine zwei Minuten und doch könnte ich sie mir wieder und wieder reinziehen. Gottseidank gibt es Youtube! Auch wenn – weiß der Teufel warum – 2/3 der dortigen Trainspotting-Auschnitte auf italienisch sind. Anscheinend gibt’s auch in Bella Italia eine nette Fangemeinde – naja mir soll’s recht sein!
Zunächst einmal noch ein alter Schuh: Natürlich sollte man sich den Film im Original Edinburgher Slang reinziehen, aber es schadet sicher auch nicht, bei einem der nächsten Male auf seine eigene Muttersprache zu setzen. (Sogar in der amerikanischen Version mussten Teile aufgrund des starken schottischen Akzents synchronisiert werden, also muss man sich als Deutscher sicherlich nicht wegen gewissen Verständnisproblemen schämen).
Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1993 vom in Edinburgh geborenen Autor Irvine Welsh , den ich leider noch nicht gelesen habe. Anscheinend wurden aber doch mehr oder weniger große Teile bei der Verfilmung geändert. Im Großen und Ganzen handeln aber Buch und Film von den Problemen und Ängsten der schottischen Jugend in der Hauptstadt. Die beschriebene Situation ähnelt einem Sumpf aus Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Drogenmissbrauch. Der ausgelutschte Begriff „Teufelskreis“ beschreibt’s wohl doch noch am Besten.
Was mich auf positive Weise überrascht hat, ist, dass man den Film in Deutschland nicht „Zügebeobachten“ genannt hat. Die Perversion der Untertitel konnte man sich nach diesem Eingeständnis aber natürlich nicht mehr ersparen und so erscheint in Deutschland der Fortsatz „Neue Helden“, der in seiner Sinnlosigkeit an einen anderen Fortsatz erinnert – den Blinddarm. Aber diese „Blinddarmisierung der deutschen Filmtitel“ ist eine andere Geschichte.
Fangen wir mal bei den Details an.
Der Soundtrack. Neben Iggy Pop, unterstreicht Regisseur Boyle sein Werk mit einer sensationellen Musikwahl. Egal ob Underworld, Brian Eno, Blur, New Order, Joy Division oder David Bowie – alle liefern sie nicht einfach nur einen klangvollen Hintergrund, sie vermitteln auch das gesamte Flair in Perfektion. Das liegt natürlich auch zum Teil daran, dass zum Beispiel Ian Curtis locker eine Hauptrolle im Film spielen könnte. Gute Musik gibts es in massig Filmen, aber die Verschmelzung von dieser mit der jeweiligen Szene wird in Trainspotting zu einer eigenen Kunst.
Grandios sind auch die Kamerapositionen, bzw. die unnatürliche Sichtweise, welche dem Zuschauer in manchen Szenen geboten wird. Die besondere Klasse zeigt sich vor allem bei Rentons ‚Cold turkey’ und dem Albtraum mit dem Baby an der Decke. Dazu aber später noch mehr.
Auch die Dialoge und die Erzählweise Rentons sind hervorragend. Einerseits stimmen sie nachdenklich, wie zu Beginn, oder verbinden Seriöses mit Humor (z.B. als Sick Boy seine Theorie vom Sinn des Lebens äußert). Dieser Humor kann so auch manchmal auf eine ganz besondere Art entstehen und entfaltet eine erfrischend-neuartige Eigendynamik. Die Figur Begbie ist sicher eines der besten Beispiele hierfür. Durch und durch gewalttätiger Psychopath, schafft er es doch eine unfreiwillige Komik zu erzeugen. Auch hier im Fazit mehr.
Ein weiterer Punkt für die Tatsache, dass "Trainspotting" so fesselnd wirkt, ist die Konstellation der Charaktere. Alle haben sie ihre Eigenarten, sind verschieden, befinden sich jedoch nun mal zur selben Zeit am selben Ort mit den selben Problemen und Ängsten. Die Individualität der Figuren trägt maßgeblich zur Entfaltung der Handlung bei. Ich könnte jetzt natürlich über jeden Einzelnen referieren, aber ich denke das ist nicht nötig und vielleicht auch gar nicht möglich. Man muss es einfach gesehen! So viel sei aber gesagt: Das gesponnene Netz zwischen den Persönlichkeiten ist undurchsichtig. Die Protagonisten selbst blicken selbst nur noch bedingt durch, Freundschaft wird auf die Probe gestellt. Das alles ist Resultat der aussichtslosen Situation und es bleibt immer die Frage bestehen, wer gewinnt? Verschluckt der Sumpf schließlich einen nach dem andern oder schaffen sie den Absprung.

Fazit: Danny Boyles "Trainspotting" ist für mich der beste Anti-Drogenfilm, den ich je gesehen habe und möglicherweise sehen werde. Bewusst habe ich diesen Punkt noch nicht angesprochen, denn dazu muss man erst die einzelnen Faktoren abgearbeitet haben. Die unglaubliche Stärke des Films resultiert aus der Tatsache, dass er trotz der Coolness die eine Botschaft vermittelt: Drogen sind scheiße! Oder wie Renton passend resümiert: Choose life!
Der Film schafft etwas extrem Seltenes: Er verbindet Seriosität mit Humor, Spannung mit Moral. Er ist bildgewaltig (Szenen wie ‚worst toilet in Scotland’ oder die schon genannte Entzugsszene) und mitreißend. Der Cast ist natürlich auch klasse. Erzähler Renton wird wie gesagt von Ewan McGregor verkörpert – einfach nur großartig! Ich habe Star Wars gesehen, ich habe Velvet Goldmine gesehen, ich habe Black Hawk Down gesehen und was weiß ich, aber hier ist er mit Abstand am stärksten. Die ideale Besetzung! Umso erstaunlicher, dass die anderen auf diese Weise mithalten können. Wie man an meinem Profilbild unschwer erkennen kann, sticht für mich auch Jonny Lee Miller heraus. Kleine Trivia: Seine Figur Sick Boy ist ein großer James Bond-Fan, JLM’s Opa ist Bernard Lee – der erste ‚M’ !
John Hodge, der britische Drehbuchautor, wurde 1997 dann auch für das beste adaptierte Drehbuch für den Oscar nominiert, gewann aber leider nicht.

Um es noch einmal kurz und prägnant auszudrücken: Der Film unterhält, schreckt aber zugleich auf. Er fesselt einen und birgt eine Moral. Man kann lachen, weinen, staunen, genießen, kotzen..

„Choose life! Choose this fuckin’ movie!“


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dustyOn3

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Schöner Kommentar!


Sepf

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Danke! :)


Punsha

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Sag ja zum Leben!"
Boyles zweite und beste Regiearbeit widmet sich nicht nur der Drogenabhängigkeit, sondern dokumentiert ebenso detailliert wie belustigend den typischen Drang vieler junger Erwachsener, ewig jung zu bleiben, sich vor neuen Pflichten, neuer Verantwortung zu drücken und weiterhin jugendliche Dummheiten zu machen: Heroin, Diebstahl und Schlägereien. Das bestimmt den Alltag des schottischen Protagonisten Renton, was ihn und seine Clique aber zu keinem Zeitpunkt unsympathisch macht. Im Gegenteil: Ewen McGregor trägt als Erzähler und Hauptfigur sein eigenes Schicksal mit einer solchen Leichtigkeit und Unbekümmertheit vor, dass die Geschichte zu jedem Zeitpunkt Spaß macht. Im Gegensatz zum melancholischen und schwermütigen "Requiem for A Dream" wird hier viel mehr Wert auf das verantwortungslose Denken und Suchtverhalten eines Junkies wert gelegt, was fernab von jeglichen Zeigerfingerschwenks oder Tränendrüsenbelastung unglaublich gut gelingt. Wie Menschen nur noch als zweckmäßiges Mittel dienen, um an die nächsten Drogen zu kommen, wie schwierig es ist aufzuhören, wie Freunde, Beziehungen, Job, Eltern, kurz gesagt: "Das echte Leben", immer nebensächlicher wird und wie ein Leben ohne Inhalt aussieht: Das thematisiert der Film tiefsinniger als es zwischen den ganzen schrägen Typen und coolen Sprüchen letztlich erscheint. Ob Hirn aus oder Hirn an - "Trainspotting" dürfte wohl ausnahmslos jeden ausgezeichnet unterhalten.
Warum? "Wer braucht schon Gründe, wenn man Heroin hat?"

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ZaZa

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Das Unterschreib ich. :)


ogkush

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Bewertung10.0Herausragend

Einer meiner Lieblingsfilme. Von vorne bis hinten perfekt .Kann man sich wieder und wieder ansehen.
Will hier garnicht viel schreiben, schaut euch den film einfach an, ihr werdet es nicht bereuen.

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ogkush

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Wollte ich sogar noch dazu schreiben..Hab mir schon ewig vorgenommen das Buch zu lesen. Werd ich wohl demnächst mal machen.


mikemacbean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Trainspotting erzählt herrlich konsequent die Inkonsequenz eines Heroinjunkies, in dessen Gedankenwelt wir eintauchen. Wir werden Teil einer aus der Not geborenen und von selbiger zusammengehaltenen Familie, in der es auch Routine gibt, die jedoch nur durch die gleichbleibende vage Unstrukturiertheit als solche bezeichnet werden kann.

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seven

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"I'm worth a million in prizes/ With my torture film/ Drive a G.T.O./ Wear a uniform/ All on a government loan"
Iggy Pop krächzt "Lust for life", Ewan McGregor läuft sich die Seele aus dem Leib und erklärt in einem vor Zynismus triefendem Voice-Over seine allgemeine Sicht auf das Leben. Das alles ereignet sich in einem der coolsten, dynamischten und besten Intros ever, Boyle pumpt die Story gen Höchstgeschwindigkeit und landet mit vollem Karacho im Leben eines schottischen Taugenichts. "Ich hab zum Ja-Sagen Nein gesagt. Und der Grund dafür? Es gibt keinen Grund dafür. Wer braucht Gründe, wenn er Heroin hat?"
McGregor/Mark Renton ist professioneller Allround-Loser, seine Freunde ebenfalls. Johnny Lee Miller/Sick Boy plaudert gerne über den qualitativen Verfall der Filmwelt in den letzten Jahren und gibt seine Theorien über Alles und Jeden zum Besten. Kevin McKidd/Tommy ist das Vorzeige-Goldlöckchen, dem später ein süßes Kätzchen und seine ausgeschiedenen Fäkalien zum Verhängnis werden. Ewen Bremner/Spud ist der naive, liebenswerte Trottel (sein Missgeschick im Bett der Freundin: legendär), der keinem was zu leide tun will, aber trotzdem als Einziger ins Kittchen wandert. Und Robert Carlyle/Francis Begby hat seinen Psychopathenschein offensichtlich mit summa cum laude abgeschlossen hat, agressiv, pöbelnd, Streit suchend, ein Choleriker, wie er im Buche steht.
"Trainspotting" sprüht nur so vor originellen Ideen, geiler Kamerainstrumentierung, fetziger Musik, herrlichen Zitaten und schwarzem Humor. Die kultverdächtigen Szenen häufen sich im Sekundentakt (Vorstellungsgespräch auf Speed, Abtauchen in die beschissenste Toilettenschüssel Schottlands, Observierung eines Köters und anschließendes Abschießen einer Luftgewehrladung auf den Wauwau, der sein Herrchen anfällt). Das ist alles so cool und britisch, dass die Freudestränen im Springbrunnen-Format herauslaufen. Besonders hoch anzurechnen ist Boyle, dass er jenes fundamentale Dilemma anspricht, das sich als elementares Grundproblem eines jeden Abhängigen manifestiert: Der Versuch eines Süchtigen, mit WAS-AUCH-IMMER aufzuhören. Denn das ist so viel schwerer als man vermutet. Die irrsinnige Ironie, das Paradoxon zieht sich durch "Trainspotting": Mark (McGregor) weiß selbst, dass er ohne fachmännische Therapie kaum Chancen hat, clean zu werden. Aber dieses Wissen nützt ihm garnichts, sein durchaus vorhandener Intellekt läuft gegen die Wand der schlichten Sucht. Das Wissen darüber, dass man süchtig ist, bringt dich nicht von der Sucht weg. Brutale Realität. Das geht soweit, dass Mark seine eigenen Eltern beschimpft und übel beleidigt, weil sie ihn zur "Ausnüchterung" in sein Zimmer einsperren. "Trainspotting" wandert permanent auf dem dünnen, fragilen Grat zwischen Komik und Dramatik, begibt sich in unmittelbare Nähe zur Geschmackslosigkeit, ohne ihr je zu verfallen.
"Personality, I mean that's what counts, right? That's what keeps a relationship going through the years. Like heroin, I mean heroin's got a great fucking personality."

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Sepf

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Top Kommentar! Nur die Bewertung ist 1,5 Punkte zu niedrig :D


seven

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@Sepf: Dankesehr! Naja, ist schon noch Luft nach oben hin offen, da haste Recht! :D


Longobongo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Super Film mit passenden Charakteren, flüssige Story und auch ein paar witzigen Szenen (etwa das Interview auf Speed). Muss ihn unbedingt noch auf Englisch schauen, der Akzent ist einfach herrlich.

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hannilein1246

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Bewertung9.0Herausragend

UNBEDINGT im Originalton anschauen und die herrlich schottischen Dialekte genießen!!! In diesem Film fiebert man mit, man ekelt sich und man muss herzlich lachen. Ein Lachen das nicht erzwungen wird sondern eins, das ganz natürlich kommt und dafür um so gewaltiger ist. Ich bin ja niemand, der bei Filmen laut lacht oder schreit, hier war das anders. Und zwar vor Begeisterung. Noch dazu kann man seine Aggressionen freilassen, dafür sorgt Begbie (Robert Carlyle). Die Atmosphäre des Films versetzt einen direkt zurück in die 90er, so dass man Gänshaut bekommt. Das liegt nicht zuletzt am tollen Soundtrack. Super Unterhaltung!

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HaKaRa

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Bewertung9.0Herausragend

Sollte man gesehen haben. Einfach nur Kult.
Dazu noch ein stimmiger Soundtrack und ein toller Ewan.
Am coolsten ist noch, dass die Schotten sich darüber aufregen von den Engländern kolonisiert worden zu sein ..... jaja die Schotten machen sich ja gerne über sich selber lustig

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Thom As

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Bewertung7.5Sehenswert

That lassie got glassed, and no cunt leaves here till we find out what cunt did it.

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Nayuma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eigentlich ein hoechst dramatischer Film, der zeigt abgefuckt man werden/sein kann wenn man drogensuechtig ist, aber Humor ist wohl wenn man trotzdem lacht. Und so kommt Trainspotting in komediantischen Bildern daher, die von einem Soundtrack unterlegt sind, der Kultstatus hat.

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Dridge

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Bewertung5.5Geht so

Eigentlich hat der Film echt gut angefangen, bot er doch wirklich beeindruckende Bilder und Ideen, wie etwa das berühmte Tauchen in der Kloschüssel. Dieses Versprechen konnte aber nicht gehalten werden, stattdessen setzte bereits vor der Hälfte beim Zuschauer dieselbe Tristesse ein, die über das Umfeld der Protagonisten vermittelt wird.
Vorhersage: 7.5
Bewertung: 5.5

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lhiannan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt Filme, die stehen schon fast selbst für ein Jahrzehnt. Die treibenden Beats des (tollen) Trainspotting Soundtracks verleihen dem Film eine fieberhafte Intensität, die seinesgleichen sucht.
Wir begleiten Renton auf seinem Weg in die Drogenhölle und wieder heraus:
"I chose not to choose life: I chose something else. And the reasons? There are no reasons. Who needs reasons when you've got heroin? " Auf dieser bizzaren Reise begegnen wir Gestalten wie Begbie und seinem irritierenden und saukomischen tete-a-tete unter einer Straßenlaterne, einer drogensüchtigen Mutter und ihrem Kind (letzteres hat mir Alpträume gemacht) und sonstigen abgewrackten oder spießigen Gesellen.
Man fühlt sich während des Films wie in einer Achterbahnfahrt und ich zumindest werde ihn nie vergessen, weil da alles passt: ausgezeichnete Schauspieler, mitreißende Handlung .. und Schottland.

Last not least: "Choose your future. Choose life... But why would I want to do a thing like that? "

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Puebleau

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Bewertung9.0Herausragend

http://www.youtube.com/watch?v=xhjpFBGbtvY&feature=related

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lastadiel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unbedingt auf Englisch anschauen! Nur so entfaltet der Film seine volle Wirkung. In wunderbarem Edinburgh-Slang ist das Ganze wesentlich mitreißender als die eher mittelmäßige Synchro.

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