Triage

Triage (2009), IE/BE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 0, Historienfilm, Drama

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- Kritiker
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6.4 Community
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von Danis Tanovic und Danis Tanović, mit Colin Farrell und Christopher Lee

Die brennenden Krisenherde der Welt sind ihr Zuhause. Wo immer es bewaffnete Auseinandersetzungen gibt, sind die Kriegsfotografen Mark (Colin Farrell) und David (Jamie Sives) mittendrin, um Blutvergießen, Tod und Leid zu dokumentieren. Doch jetzt hat David genug. Mitten im kurdischen Grenzgebiet kurz vor einer Offensive der Saddam-Truppen lässt er seinen besten Freund Mark stehen. Bald wird sein erstes Baby geboren und David will nur noch nach Hause. Mark bleibt und wird verwundet. Als er endlich wieder in Dublin eintrifft, muss er erfahren, dass von David jedes Lebenszeichen fehlt. Was ist geschehen und was verschweigt Mark, der sich mehr und mehr in sich selbst zurückzieht?

Regie bei Triage führte der für seinen Anti-Kriegsfilm No Man’s Land mit dem Oscar ausgezeichnete Regisseur Danis Tanović.

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Kommentare (10) — Film: Triage

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fabel

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Bewertung5.0Geht so

Wenn wir morgens die Zeitungen aufschlagen und erschreckende Bilder von Kriegsschauplätzen sehen, dann hat die irgendwer gemacht. Dieser irgendwer riskiert sein Leben, damit wir Morgen für Morgen bei warmen Rührei, erfrischenden O-Saft und ofenfrischen Croissants uns übers Weltgeschehen informieren können.
Mark ist so ein irgendwer. Im kurdischen Grenzgebiet schießt er zusammen mit seinem Freund und Kollegen David solche Kriegsfotos. Zuhause sitzen die Frauen und bei David demnächst auch ein Kind. Daher möchte er zurück in die Heimat, zurück in die Sicherheit. Aber Mark sträubt sich. Er bleibt weiterhin im Kriegsgebiet, was zur Folge hat, dass er schwer verletzt wird. Später in der Heimat heißt es, er wär in einen Fluss gestürzt. Aber nicht nur die Verletzung macht ihm zu schaffen, auch die sonstigen Spuren belasten ihn - und natürlich auch seine Freundin. Und das größte Rätsel: wo ist eigentlich David abgeblieben?

Man braucht kein 1er-Abi zu haben, um den folgenden Ablauf der Ereignisse richtig zu erahnen. Gesundheitlich geht es mit Mark hinab, die Beziehung mit seiner Elena kriegt Risse, mit Psychologen spricht er nicht gerne, er kriegt Wutausbrüche, er ist völlig am Boden zerstört. Ich will gar nicht bestreiten, dass dieser Krankheitsverlauf so abwegig ist, im Gegenteil, solche Spätfolgen sind sogar sehr wahrscheinlich, aber eines ist sicher: ein Plot über seelisch geschundene Kriegsheimkehrer, die Schreckliches erlebt haben, ist verbraucht. Da kann man auch noch die besten Anti-Kriegsabsichten mit sich herum tragen. Das reicht nicht mehr, um einen vollständigen Film zu füllen. "Triage" versucht sich mit einem im Nachhinein zwar offensichtlichen, während des Films aber völlig verblüffenden Twist zu retten - und das funktioniert. Der hier sein Talent beweisendes Farrell lässt die Katze irgendwann gegen Ende aus dem Sack. Eine echte Überraschung, das verspreche ich euch. Aber auch diese kann nicht darüber hinweg täuschen, dass der Rest eben doch eher mäßig gelungen ist. Während des Filmes gehen nur die in Kurdistan spielenden Rückblenden ans Herz, der Rest verliert sich aufgrund seines angestaubten Inhaltes irgendwo zwischen Halb- und Tiefschlaf, denn es passiert einfach gar nichts. Bis zur Auflösung halt.
Wirklich gut ist daher nur die erste halbe Stunde, in der die beiden Fotografen noch im Krisengebiet unterwegs sind und ihre Arbeit verrichten. Dort ist Spannung gegeben, die dann aber deutlich abflaut, quasi bis zum Nullpunkt. Und wieso ausgerechnet Elenas Vater der Psychologe von Mark sein muss, das verstehe, wer will, und was mich noch mehr verstörte: warum muss dieser Vater im Clinch sein mit seiner Tochter und warum muss gerade er früher irgendwas mit Faschisten am Hut gehabt haben? Unnötig wie sonst was, dieser Charakter-Entwurf.

Ich will ja nicht sagen, dass "Triage" ein schlechter Film ist, das ist er beileibe nicht. Wirklich ergreifend oder atemberaubend ist er jedoch auch nicht. Eine Eintagsfliege, heute geguckt, ohne Schmerzen, aber morgen direkt wieder vergessen. Meh.

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ziggiziegler

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Bewertung1.5Ärgerlich

Ein Versuch, das Grauen eines Krieges darzustellen.
Leider kommt dabei die Handlung viel zu kurz! Dem Film fehlt eindeutig die Story und ist dadurch eine Anreihung von traumatischen Erlebnissen, des Hauptdarstellers und sein Weg, verdrängte Erinnerungen wiederzufinden.
Aber alles in allem, echt öde...

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Kill_Diether

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr gute Darsteller und beeindruckende, wachrüttelnde Geschichte. Es gibt auch keine Logik-Fehler. Im Gegenteil, in allen Zweigen der Geschichte sind Handlung und Auswirkung wie aus einem Guss. Aber manches, wie beispielsweise der richtige Großvater, zur richtigen Zeit, ist dann doch etwas overshot, also überkonstruiert.

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rolandschupp

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Bewertung9.0Herausragend

Beeindruckendes Drama! Colin Farrell ist überraschend überzeugend und Christopher Lee sowieso eine Bank. Hatte mir von dem Film wirklich nicht viel versprochen, aber wenn man sich auf die Langsamkeit der Inszenierung und die wirklich starken Charaktere einlässt, ist der Film wirklich packend.

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RaZer

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Bewertung7.0Sehenswert

Kühle und ungeschönte Geschichte über alle Schattenseiten des Krieges. Alles wird von der Kamera klasse ohne jeden Schnörkel eingefangen. Auch wenn Colin Farrell hier wie ein Pornostarr aus den 70ern aussieht, so spielt er doch ziemlich gut, kann es mit dem großen Christopher Lee nicht aufnehmen. Nur leider wird die Story mit der verdrängten/verschwiegenen Wahrheit am Ende ein wenig plump aufgelöst. Der Wirkung tut dies aber keinen Abbruch.

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King Conan

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Bewertung7.5Sehenswert

Triage ist ein gut inszeniertes Kriegsdrama, mit einem brillanten Christopher Lee in einer Nebenrolle. Colin Farrell ist zwar nicht der beste Schauspieler, spielt aber solide. Ich hätte mir mehr nahaufnahmen vom Kriegsgeschehen gewünscht damit der Film mehr Action & Spannung bekommt, bin aber sonst zufrieden mit dem Ergebniss.

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BlueSquirrel

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Bewertung4.0Uninteressant

Colin Farrell leidet als Photograph, nach einem Overkill von Genozid, abgesprengten Gliedmaßen, Feuergefechten und daraus resultierenden eignen Schussverletzungen, an einer PTBS. Ein Psychologe (Christopher Lee) und Ex-Nutznießer des Franco-Regimes eilt ihm zur Hilfe, wie er es einst für El Caudillo getan hat und nie bereute. Er hätte den Mördern "ihre Menschlichkeit zurück gegeben" und sie "gereinigt". "Es waren nun mal die Leute, die gewonnen hatten und nun das Schicksal des Landes in der Hand hielten." All dies sagt er übrigens mit einer Art von Dracula-Akzent. Mich fragend, was ich mit diesen Aussagen anfangen soll, kommt hinzu, dass TRIAGE ganz schön langweilig war. Ich fühle mich etwas schäbig dies zu schreiben, aber es ist nun mal ein unausweichlicher Fakt, dass diese Form von Kritik an globalen Missständen, spätestens seit dem Internet nicht mehr einfach mit grässlichen Bildern verdeutlicht werden kann. Was früher provokativ war, ist mittlerweile voyeuristisch geworden. Mit ein paar Klicks kann man sich ansehen wie Leute grauenhaft verunglücken, in die Luft fliegen oder am Hirn operiert werden. Die Zeiten des BUH-Effekts sind hier vorüber, und wer ihn dennoch braucht, der hat geschlafen. Den Gipfel hat für mich der erst kürzlich erschienene DARFUR erreicht. Ich will damit nicht sagen, dass das Genre keine Berechtigung mehr hätte, aber wohl dass es sich anders verhalten sollte. Eher ein Rückgang der Gewalt bei Filmen mit geopolitischen Themen sollte das Ziel sein, weil sonst der Eindruck den solche Filme im 20. Jahrhundert anstrebten, teilweise banalisiert wird. Die verlogenen Phrasen wie "ehrlich", "brutal", "schockierend" oder (würg) "realistisch" sind die, einer äußerst unehrlichen und falschen Haltung. Es hat außerdem den Effekt, dass jeder einfallslose Filmemacher, dies als Ausrede nutzen kann um keinen weiteren Trash-Horror zu produzieren. Es ist keine progressive Haltung mehr so etwas zu empfehlen! Es ist eine Art Ausbeutung der Anti-Kriegsbewegung die von 1918 bis bis ins späte 20. Jahrhundert reichte. Ich könnte euch so einige Filme nennen, die dieses Prinzip verfolgt haben, und all jene Filme sind erst von Mainstream-Kritikern milde gelobt- und dann von den Zuschauern fallen gelassen worden. Eben weil aus Scham keiner mehr wusste was er damit anfangen sollte. Einen Abfuhr erschien herzlos und eine Lobeshymne wirkte unangebracht. In dieser Grauzone wurde und wird, ordentlich viel Schrott gedreht. Nun ist TRIAGE kein Schrott, aber man muss sich doch fragen was damit beabsichtigt wird. Ein lebensmüder Photograph begibt sich in die Krisengebiete (welches davon auch immer) und hat dann einen Dachschaden. Natürlich im Gegensatz zu dem heroischen Infanteristen, der für sein Vaterland stirbt, keine Furcht kennt und um seine Pflicht weiß. Ich will darauf hinweisen, dass kein einziges Wort in diesem letzten, vorhergegangen Satz, für jeden überdurchschnittlichen Cineasten noch irgendwie einen Sinn ergibt, wenn er ernsthaft darüber nachdenkt. Der Horror ist nicht vorbei und ich propagiere auch keinen Pazifismus, aber der Horror ist nun abrufbar, in den Medien, den Nachrichten und jederzeit zur Verfügung. Und eine Ehrung an unsere (teils masochistischen) gefallenen Journalisten ist das hier auch nicht. Toller Film!

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TiH

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Film über den Krieg; in dem es nie Helden gibt und nur die Toten das Ende erleben... Colin Farrell spielt einfach großartig die Rolle des Kriegsfotografen Mark. Die einzelnen Episoden die in Triage erzählt werden wirken brutal, real und ungeschminkt.

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movieminister

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr weiser Film über das Leben und den Krieg. Natürlich alles andere als ein actionreicher Kriegsfilm! Es geht um das Grauen, das besteht, seit es die Menschen gibt, um das Leiden und es geht darum, wie man damit umgehen kann. Die Realität ist eben eine andere als das üblicherweise gezeigte Heldentum wo die Feinde umfallen, wie die Kartoffelsäcke.
Der Film ist in kurzen Sequenzen brutal und zeigt unverblümt das, was in einem Krieg dem Einzelnen passieren kann, zum Großteil ist aber der Umgang der Überlebenden thematisiert, wenn man will auch als allgemeine Metapher auf die Tatsache, dass der Mensch sterblich ist und wie man dies begreifen und akzeptieren kann.
Ausserdem großartig gespielt von Colin Farrell und Christopher Lee(!). Handwerklich auch definitiv state of the art, toll gefilmt ohne in Hochglanzästhetik zu verfallen, definitiv kein b-movie.
Warum der Film hier bisher nicht gezeigt wurde, ist mir ein Rätsel. Er ist voll synchronisiert und fertig geschnitten. Sicher, auf die vorderen Ränge hätte er es nie geschafft, kein Mainstream, sehenswerter aber allemal als viele der seichten Dramas etc., die es ja auch immer wieder für ein paar Wochen in die Kinos schaffen.

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voica-sorin

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Bewertung1.0Ärgerlich

der ganze film ist wie ein abspann, langweilig ohne ende.
wenn man denkt jetzt wird es spannend, dann ist es schon vorbei.
eines habe ich noch vergessen zu erwähnen, LANGWEILIG!

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