Das stimmt, sag ich garnichts dagegen. Mit einem anderen Schauspieler würde es nicht funktionieren, trotzdem kann ich mit ihm nicht so viel anfangen ;-)
Ich habe den Film heute zufällig gesehen, ich kann ihn euch nur empfehlen. Wunderbar umgesetzt zeigt dieser Film welche Einfluss die Medien auf uns haben, und dabei ist der Film noch spannend und lustig.
Carrey jenseits seines üblichen Humors in einer beklemmenden Satiere. Wielange wird es dauern bis Endemol vergleichbare Formate ernsthaft entwickelt? Big Brother lässt grüßen.
Die Truman-Show ist eine gelungene Tragikomödie und Mediensatire, die bereits vor "Big Brother" die Idee der diversen Reality-TV-Formate auf die Spitze treibt. Dabei ist der Film jedoch letztendlich, wie die in ihm porträtierte Sendung, vor allem auf Unterhaltung ausgerichtet, weshalb die philosophischen und sozialkritische Aspekte des Themas nur angekratzt werden.
Die stärksten Momente sind für mich dann aber eben diese Momente des Ankratzens, wenn z.B. Christof am Ende zu Truman sagt, dass er auch außerhalb des Studios Lügen und Falschheit antreffen wird. Auch die augenzwinkernde Referenzen auf die eigene Filmhaftigkeit, etwa wenn Christof Trumans Leinwandabbild streichelt und die dabei spielende Klaviermusik sich für den aufmerksamen Zuschauer in der Totalen als diegetisch vom Studiopianisten eingespielt entpuppt, hätte es von mir aus gerne öfter geben können.
Insgesamt ist für mich die Truman Show daher ein unterhaltsamer und ideenreicher Film, der aber stellenweise gerne noch etwas bissiger und tiefschürfender hätte sein können.
Eine beängstigende Geschichte darüber, wie sehr die Menschen den Medien verfallen. So verrückt und übertrieben, und doch sieht scheinbar niemand was für ein Wahnsinn es ist, das Leben eines Menschen zu seiner eigenen Unterhaltung zu missbrauchen.
Die blinde Ignoranz der Menschheit wird hier gut erfasst.
Ein trauriger Film der uns eine Wahrheit vor Augen führt, die wir vielleicht aus den Augen verlieren könnten.
The Show must go on!
Wie viel Show kann ein Mensch ertragen? Wie sehr kann die Medienwelt ihn erdrücken und einzwängen? Und wie sehr können Menschen von dieser Traumwelt abhängig sein und darüber ihr eigenes Leben vergessen?
Eine sehr gut gemachte Satire über die Medienwelt, die Medienmacher und den Platz des Menschen in einer von Medien beherrschten Welt. Jim Carrey in der Hauptrolle als 'Truman' spielt tatelos den zwischen Fröhlichkeit, Ängsten und Sehnsüchten schwankenden 'Normalo'. Viele großartige, sehr emotionale Elemente. Ein Film angelegt zum nachdenken.
Und falls wir uns heute nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!
Es ist wirklich hart wenn tausende Kameras einen jeden Tag beobachten, ich könnte mir das ja gar nicht vorstellen, ja, selbst der Tontechniker der sich unter meinem Bett versteckt nickt mir zu und lächelt verwegen. Wie muss es sein in einer Welt zu leben, in der die Mitmenschen allesamt nur Darsteller sind, ja, selbst meine Mutter die grade im Türrahmen steht und so komisch schaut, weshalb weiss ich auch nicht, lächelt mich an und nickt mir zu. Und gott, wenn meine ganze Umwelt dazu auch noch Fake wäre, was würde ich nur machen, ich schaue grade aus dem Fenster und könnte es mir gar nicht vorstellen wenn dieser wunderschöne Mond nur eine Bastelei wäre. Moment mal...
Jeder der "Die Truman Show" gesehen hat, wird einen Anflug Paranoia hinter sich herfliegen sehen, schrecklich dieses Gefühl wenn man alles in Frage stellt und sich sonstwelche Gedanken macht, noch schrecklicher der Gedanke das man bei allem beobachtet werden könnte, furchtbar das es komische Menschen sein könnten die einen da beobachten. Aber ach, ist doch nurn Film, ist doch nur ein Film der eine Person zeigt der wie in einem Gefängnis lebt und der Menschheit zum Fraß vorgeworfen wird. Egal wie pervers das alles klingen mag, egal wie sehr die Macher dieser Truman Show das BigBrother Niveau runterrutschen wollen, es ist nur ein Film. Eine Satire besser gesagt, eine Satire die so wunderschön zeigt wie wir Menschen sind, wer braucht schon ein eigenes Leben wenn man andere Menschen beim leben beobachten kann. Also vielleicht doch etwas mehr als ein Film, es ist in etwa auch eine Kritisierung am Menschen, da kann man sich jedoch mehr zusammendichten als man unbedingt zu sehen kriegt, obwohl die Bilder eines Kerls der sozusagen nur in der Badewanne lebt und vornedran einen TV aufgestellt hat mehr als tausend Worte sagen.
So, irgendwie und von irgendwo her ist grade eine Beleuchtungslampe auf meinen guten Teppich geflogen, und der nette Mann der grade die Kameras in meinen Kuscheltieren auswechselt will was zu essen, bis denne.
Was, wenn das ganze Leben nur eine Fernsehshow ist, man von Schauspielern umgeben ist und als einziger nichts davon weiß? Was, wenn nichts im Leben echt ist? Auch wenn das bis hierhin ein wenig an "Matrix" erinnern mag, die Tragikomödie "Truman Show" nimmt sich dieser Frage auf ihre ganz eigene Weise an. Der beeindruckende Jim Carey als Hauptdarsteller Truman lebt in einer eigens für ihn geschaffenen Welt, genannt Seahaven, und wird seit seiner Geburt vor 30 Jahren rund um die Uhr im TV gezeigt. Er ist der weltweite Star einer Serie im Stile von "Big Brother", hat selbst jedoch keinen blassen Schimmer davon. Eine Häufung merkwürdiger Vorfälle erregt sein Misstrauen und er beginnt zu erkennen, das die Welt um ihn herum eine einzige Lüge ist. Verzweifelt versucht er die Wahrheit aufzudecken und aus seinem goldenen Käfig zu entkommen, doch seine Freiheitsbemühungen stoßen auf Widerstand.
Jim Carey als Quasi-Alleinunterhalter Truman spielt einfach fantastisch, ihm gelingt der schwierige Spagat zwischen Spaß und Ernst mit Bravour und man fiebert ebenso wie die vielen im Film dargestellten Fernsehzuschauer mit, wenn er den Kampf um seine Freiheit aufnimmt. Ebenfalls wirklich super besetzt ist Ed Harris als Schöpfer und Regisseur der Truman Show, der fest daran glaubt, "seinen" Truman nach Belieben manipulieren zu können.
Es ist faszinierend, wie der Film trotz reichlich Humor doch unterschwellig viele philosophische Fragen aufwirft. Gibt es einen freien Willen? Darf der Mensch sich zum Gott aufschwingen? Ist unsere Welt wirklich besser als die künstliche, in der Truman lebt? Wie weit darf das Fernsehen noch die Würde des Menschen untergraben und wäre eine solche Truman Show in der Wirklichkeit vorstellbar?
Ein wirklich toller, innovativer und zeitloser Film, den man nur empfehlen kann!
Der Anfang ist ein wenig schwach für meinen Geschmack, es gibt da die ein oder andere, wenn auch kleine, Hängepartie. Das Ende ist jedoch großartig und haut sehr vieles wieder heraus.
Eigentlich ein perfider Film. Denn der Protanogist weiss nicht, das er von Millionen Menschen beobachtet wird. Der Film ist nicht schlecht, aber das gewisse Etwas fehlt schon. Mehr Spannung, mehr Drama. Jim Carrey beweist auch, dass er einen Normalo spielen kann und Ed Harris als Übervater ist sehenswert.
Cogito ergo sum, ich denke also bin ich. Für mich ist das die Verfilmung der Erkenntnistheorie. Grandiose Idee, grandios umgesetzt von Jim Carrey -ein Meisterwerk.
Lol du eröffnest ne Diskussion okey dann steig ich auch mal mit ein.
Auf den Einleitungssatz bin ich gekommen weil ich hatte als Kind auch solche Gedanken, ich kannte den Spruch -Ich denke also bin ich- nicht, bin aber selber auch auf die Formel gekommen. Klingt jetzt bisschen komisch würd ich wahrscheinlich auch nicht glauben, war aber so. Der eine Gedanke war, dass alles andere nur Einbildung sein könnte, der andere Gedanke, dass ich ne Versuchsratte (von außerirdischen?) sein könnte der man alles nur vorspielt. Jedenfalls handelt dieser Film ja genau über diese Thematik, Truman ist ne Versuchsratte alle anderen Rollen sind nicht real sind nur für ihn konstruiert, deswegen ist meiner Meinung nach dieser Film Praxis gewordene Erkenntnistheorie.
Da steckt im etwa zeitgleich erschienenen "Dark City" allerdings mehr Botschaft. Zwar weniger Medienkritik, aber mehr Substanz, mehr Stil und mehr Schauspiel.
Dark Cit nehm ich mal auf meine Merkliste. Aber ich selber habe die Truman Show in erster Linie nicht als Medienkritik interpretiert -das wäre in meinen Augen zu verkürzt und würde auch den Eindruck von Substanzmangel möglicherweise rechtfertigen- sondern in erster Linie ist die Truman Show eine Art Philosophie darzustellen. Das ist keine Kritik von etwas sondern etwas eigenständiges höchst substanzielles, denn es geht ja um die Frage der Substanz selbt, im Sinne von "Ich denke also bin ich". Habe mal kurz gegoogelt und es gibt auch ne Menge (Hobby)philosophen für die die Truman Show ein dankbares Objekt philosophischer Analyse ist. Manchmal wird die Truman Show auch mit wenigen anderen Filmen wie Matrix, blade Runner, 13th Floor zusammen analysiert wird.
Einige Schlagwörter die in philosophischen Diskussionen über die Truman Show fallen liste ich mal auf:
-Platons Höhengleichnis
-Shakespeare said it best: Life is a stage and we are all actors on it.
-"As for me, all I know is that I know nothing"~ Socrates
-The gap between appearances and reality
-In Truman’s reality, history is controlled by the creator of his world, a concept very similar to that in 1984 where Big Brother controls history
-Das Phänomen das das Publikum immer mehr das Bedürfnis hat nicht nur von reiner Phantasie unterhalten zu werden, sondern bei etwas realem zuzuschauen. Das erklärt auch warum Filme mit (angeblichen) realen Bezug (wie zb das Blair Witch Projekt) obwohl sie objektiv schlecht produziert sind, erfolgreich sind, weil die Menschen den Film gucken wollen weil das 'eine wahre Begebenheit' gewesen sein soll. Deswegen wollen sie auch den wahren Truman zuschauen, der tatsächlich existiert. Auch der Trend der wachsenden Beliebtheit von Reality Shows wie Big Brother, Paris Hilton mach Ferien usw hängt damit zusammen
-Voyeurismus
-der gläserne Bürger
usw. ich hab das nur kurz überflogen da gibts jedenfalls viel Zeug das darüber geschrieben wird, sogar in Lehrbüchern der Philosophie (zb. Philosophische Bildung: Einführung in die Philosophiedidaktik und Handbuch von Volker Steenblock auf Seite 181) wird dieser Film behandelt.
Das ist mir dann für einen derartigen Film schon arg überinterpretiert, aber das ist ja Geschmackssache. Womöglich ist das Ganze allerdings auch eine mittelbare Intention der Macher gewesen... Um das Ganze dauerhafter in Erinnerung zu halten.
Gut, normalerweise mag ich keine Carrey - Filme, ich finde sie weder lustig noch sonderlich tiefsinnig, deshalb stand ich diesem Flim sehr kritisch gegenüber. Doch dieser Film ist interessant, dramatisch, lustig und vorallem ist die Musik passend gewählt. Des weiteren fand ich Laura Linney hier mal so schön ätzend.
Ich verstehe Leute nicht, die diesen Film witzig finden oder gar "Komödie" nennen. Es lässt sich natürlich nicht verleugnen, dass der Film über den ein oder anderen witzigen Moment verfügt, doch stellt für mich dieser Film vielmehr ein anspruchsvolles Drama dar. Vor allem die Musik von Phillip Glass trägt wunderbar zur doch sehr schweren Thematik/Stimmung des Films bei und die ewige Rotznase Jim Carrey überzeugt überraschenderweise durch eine gute schauspielerische Darbietung.
Ja Carrey überzeugt mich auch immer nur dann, wenn er nicht seine Paraderolle spielt. Also in "Number 23", "Vergiss Mein Nicht" oder eben in diesem guten Filmchen hier ;)
Die Inszenierung des Films ist streitbar, zwar wirklich lustig, aber teilweise einfach kitschig, und Jim Carrey ist hier zwar ernster als meist, aber immer noch zu sehr Komödiant. Ich hätte mir den Film böser gewünscht, mit noch härteren Seitenhieben auf die Entertainment-geile und dem Individuum gegenüber völlig abgestumpfte Gesellschaft. Das Thema gibt dazu wirklich viel her und wird nur aktueller. Die Idee an sich ist jedenfalls großartig und gehört fast zur beängstigsten Science Fiction, die ich mir vorstellen kann, da sie lediglich einen seit zu langer Zeit andauernden Trend weiterspinnt.
Keine Ahnung, ob das die tatsächliche Inspiration war, ich würde aber Philip K. Dicks Roman "Zeit aus den Fugen" von 1959 zu dieser Thematik empfehlen.
Ein wirklich toller Film. Und auch wenn ich normal kein Jim Carrey Fan bin, diese Rolle spielt er wirklich perfekt.
Ausserdem ist es keine typische Carrey-Comödie, sondern ein ernster Film, der auch nachdenklich stimmt.
Ich sehe in diesem Film nicht nur eine Mediensatire, sondern auch einen philosophischen Film. Hat mich wirklich mitgerissen. Mir gefällt auch die Symbolik in dem Film.
Außerdem: Nein! Auch wenn er sein Leben lang darin verbracht hat, es kann wirklich sein, dass er erst so spät merkt, dass sein gesamtes Leben und seine Welt/Realität eine große Lüge ist. Wer würde diese Tatsache schon akzeptieren? Wenn ich Dir sage, dass deine Mutter, dein Vater, die Sonne, deine Freunde unecht, falsch sind, würdest Du es mir glauben? Alles womit du aufgewachsen bist... bedeutungslos?
Im Englischkurs gab es diese Diskussion und alle halten mich für verrückt und den Film für unglaubwürdig.
Ich halte ihn für glaubwürdig! Denn schließlich sind die typischen Klischee Filmsätze oder gar das Product-Placement für uns trivial- für ihn allerdings nicht, da er mit etwas anderem aufgewachsen ist und es nicht besser kennt. Die Sichtweise ist entscheidend...
Hey da haben wir zwei Sachen gemeinsam, ich denke ebenfalls das der Film nicht nur Mediensatire sondern auch Philosophie ist, und außerdem haben wir den auch im Englischkurs behandelt. :)
Manche Menschen schauspielern sich ihren Weg durch den Tag, Trumans Tag dagegen ist ein einziges Schauspiel.
Obwohl man eigentlich von dem ersten Augenblick an weiss, was Sache ist, bleibt der Film bis zum Ende hin fesselnd. Gestüzt wird dies durch die gute Leistung vom Jim Carrey, der in "Die Truman Show" glücklicherweise nicht einfach nur einen Komiker verkörpert, zu dem er sonst häufig degradiert wird, sondern einen wohlbehüteten Mann spielt, der 30 Jahre in einer Fiktion gelebt hat.
Wie schrieb schon vor langer Zeit George Orwell?
"Big Brother is watching you" - leider streckenweise Realität; der Film ist sehr gut gemacht. Und die 'Werbeeinblendungen' haben mich wirklich amüsiert. :-D
Beklemmender, trauriger, herausragender Film. Tolle Satire, von der wir manchmal nicht weit entfernt sind. "Das Fernsehen ist uns immer ein Dummheit voraus". (Felix Meyer)
Peter Weirs "Die Truman Show" ist ein grandioser Spielfilm, der Humor, Gefühl, Spannung und eine satte Kritik an die Medienwelt auf inszenatorisch sensationelle Weise vereint. Die Idee, einen Menschen in einer rein künstlichen und falschen Welt aufwachsen zu lassen und ihn dabei in einer Show im Fernsehen auszustrahlen, die weltweiten Ruhm genießt, fand ich sehr lockend und faszinierend. Das Drehbuch ist raffiniert und ist besonders interessant im Hinblick darauf, dass so etwas wie "Die Truman Show" in der wahren Welt gesendet werden könnte. Alles um den Protagonisten, Sympathiebolzen Truman Burbank, wird kontrolliert und beeinflusst durch Schauspieler, Techniker und weiteren Filmmitgliedern. Allein das Wissen, dass Truman glaubt, es sei echt ist bei einigen Szenen erschütternd und gefühlvoll zur Wirkung gekommen. Dabei sehen wir Jim Carrey in einer seiner stärksten Rollen, wo er nicht nur als Ulknudel da steht, sondern auch auf kompletter emotionaler Basis mit schauspielerischem Talent auftrumpft. Carrey ist ein unumstrittener guter Schaupieler, der einfach öfters mal die Gelegenheit bekommen sollte, Rollen wie diese zu spielen. Ich schätze ihn für seine tollen Komödien, aber ernste Rollen würden mich sehr reizen. Neben Carrey sollte man Ed Harris auf jeden Fall positiv erwähnen, der als Christof, der Schöpfer der Truman Show, fungiert. Er hat seiner Rolle Ernsthaftigkeit, Väterlichkeit, Ehrgeiz und tolle Momente gegeben, wo er ein eindrucksvolles Schauspiel abgibt.
Der Blick "Hinter die Kulissen", der geboten wird, gibt einen spannenden Überblick auf die Arbeit von Regisseuren, Musiker und Technikern bei einer Live-Übertragung, wo alles perfekt inszeniert sein muss.
Die Kamerasichten spiegeln den Eindruck, dass die Truman Show von Christof und seinem Team gefilmt wird, überzeugend wieder. Kameraränder und Zoomgeräusche vermitteln diese Gefühl zusätzlich gut. Auch die Musik findet eine perfekte Balance zwischen Dramatik, Gefühl und Spannung. Einige Untermahlungen ziehen den Zuschauer wahrlich in den Film hinein. Trumans stark zielorientierter und energischer Weg, hinter die Wahrheit zu kommen, seitdem ein Scheinwerfer vom Himmel fiel, bannt ebenso. Trumans Natürlichkeit, zwischen der Filmcrew, macht ihn zu einem sympathischen Charakter. Er hat Sehnsüchte und Träume, die er nicht vernünftig ausleben kann, trotz einer fast paradiesischen Hafenstadt, wo er überall "geliebt" wird. Die wahre Welt, die ihn jeden Tag im Fernsehen kann, liebt ihn da er ein Typ ist, mit dem sich sicher viele identifizieren können. Die Welt ist auf bestimmte Weise ein kleines Gefängnis. Seinen Mitmenschen präsentiert er sich als zufriedener und glücklicher Mensch, der er eigentlich sein sollte(Guten Morgen! Und falls wir uns nicht wieder sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht.), obwohl er es im innersten Kern nicht vollkommen ist.
Natürlich ist mir neben dieser Botschaft auch die satirische sehr wohl gesonnen. Peter Weir zeigt wie schnell sich das Fernsehen entwickelt (Man denke nur an die tausenden Arten von Kameras, die im Film verwendet worden sind) und auch wie sehr der TV-Wahn wächst und die Leute beeinflusst und mitreißt.
"Die Truman Show" ist ein Film mit einer zum Nachdenken verleitenden Botschaft verankert, dessen Drehbuch zudem vielfältige Unterhaltung bietet und besonders durch seine sympathischen und talentierten Schauspieler zu überzeugen weiß. Ein ausgeklügeltes Meisterwerk, voller inhaltlicher Raffinessen und starken Charakteren.
Truman Show - Kritik
US 1998 Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Komödie, Drama, Kinostart 12.11.1998
Kritiken (2) — Film: Truman Show
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenEin nahezu perfekter Film.
Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
raycluster 2011/02/03 05:30:32
Antwort löschenStimmt =) Wenn bloß nicht Jim Carrey mitspielen würde
vintage14 2011/02/06 16:59:47
Antwort löschenEinen besseren Schauspieler kann ich mir beim besten Willen für diesen Film nicht vorstellen!
raycluster 2011/02/06 17:03:18
Antwort löschenDas stimmt, sag ich garnichts dagegen. Mit einem anderen Schauspieler würde es nicht funktionieren, trotzdem kann ich mit ihm nicht so viel anfangen ;-)
iNeverYouNow 2011/03/19 23:54:12
Antwort löschenIch habe den Film heute zufällig gesehen, ich kann ihn euch nur empfehlen. Wunderbar umgesetzt zeigt dieser Film welche Einfluss die Medien auf uns haben, und dabei ist der Film noch spannend und lustig.
Alle 6 Antworten zeigen
DerDude_ 2011/04/13 20:29:14
Antwort löschenWORD
novexx 2011/05/05 10:10:36
Antwort löschenGenau so ist das ! Klasse Film
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenCarrey jenseits seines üblichen Humors in einer beklemmenden Satiere. Wielange wird es dauern bis Endemol vergleichbare Formate ernsthaft entwickelt? Big Brother lässt grüßen.
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Kommentare (141) — Film: Truman Show
Kommentar schreibenDiscostu 2012/01/28 14:55:53
Kommentar löschenDie Truman-Show ist eine gelungene Tragikomödie und Mediensatire, die bereits vor "Big Brother" die Idee der diversen Reality-TV-Formate auf die Spitze treibt. Dabei ist der Film jedoch letztendlich, wie die in ihm porträtierte Sendung, vor allem auf Unterhaltung ausgerichtet, weshalb die philosophischen und sozialkritische Aspekte des Themas nur angekratzt werden.
Die stärksten Momente sind für mich dann aber eben diese Momente des Ankratzens, wenn z.B. Christof am Ende zu Truman sagt, dass er auch außerhalb des Studios Lügen und Falschheit antreffen wird. Auch die augenzwinkernde Referenzen auf die eigene Filmhaftigkeit, etwa wenn Christof Trumans Leinwandabbild streichelt und die dabei spielende Klaviermusik sich für den aufmerksamen Zuschauer in der Totalen als diegetisch vom Studiopianisten eingespielt entpuppt, hätte es von mir aus gerne öfter geben können.
Insgesamt ist für mich die Truman Show daher ein unterhaltsamer und ideenreicher Film, der aber stellenweise gerne noch etwas bissiger und tiefschürfender hätte sein können.
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ZedsDeadBaby 2012/01/18 18:43:18
Kommentar löschenEine beängstigende Geschichte darüber, wie sehr die Menschen den Medien verfallen. So verrückt und übertrieben, und doch sieht scheinbar niemand was für ein Wahnsinn es ist, das Leben eines Menschen zu seiner eigenen Unterhaltung zu missbrauchen.
Die blinde Ignoranz der Menschheit wird hier gut erfasst.
Ein trauriger Film der uns eine Wahrheit vor Augen führt, die wir vielleicht aus den Augen verlieren könnten.
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Keky 2012/01/12 20:10:07
Kommentar löschenThe Show must go on!
Wie viel Show kann ein Mensch ertragen? Wie sehr kann die Medienwelt ihn erdrücken und einzwängen? Und wie sehr können Menschen von dieser Traumwelt abhängig sein und darüber ihr eigenes Leben vergessen?
Eine sehr gut gemachte Satire über die Medienwelt, die Medienmacher und den Platz des Menschen in einer von Medien beherrschten Welt. Jim Carrey in der Hauptrolle als 'Truman' spielt tatelos den zwischen Fröhlichkeit, Ängsten und Sehnsüchten schwankenden 'Normalo'. Viele großartige, sehr emotionale Elemente. Ein Film angelegt zum nachdenken.
Und falls wir uns heute nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tetsumi 2012/01/10 16:10:11
Kommentar löschenEigentlich eine ganz interessante Filmidee. Und mit Jim Carey und Ed Haaris macht der film noch mal halb so viel spaß
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Mr.Film 2011/12/30 20:10:08
Kommentar löschenEs ist wirklich hart wenn tausende Kameras einen jeden Tag beobachten, ich könnte mir das ja gar nicht vorstellen, ja, selbst der Tontechniker der sich unter meinem Bett versteckt nickt mir zu und lächelt verwegen. Wie muss es sein in einer Welt zu leben, in der die Mitmenschen allesamt nur Darsteller sind, ja, selbst meine Mutter die grade im Türrahmen steht und so komisch schaut, weshalb weiss ich auch nicht, lächelt mich an und nickt mir zu. Und gott, wenn meine ganze Umwelt dazu auch noch Fake wäre, was würde ich nur machen, ich schaue grade aus dem Fenster und könnte es mir gar nicht vorstellen wenn dieser wunderschöne Mond nur eine Bastelei wäre. Moment mal...
Jeder der "Die Truman Show" gesehen hat, wird einen Anflug Paranoia hinter sich herfliegen sehen, schrecklich dieses Gefühl wenn man alles in Frage stellt und sich sonstwelche Gedanken macht, noch schrecklicher der Gedanke das man bei allem beobachtet werden könnte, furchtbar das es komische Menschen sein könnten die einen da beobachten. Aber ach, ist doch nurn Film, ist doch nur ein Film der eine Person zeigt der wie in einem Gefängnis lebt und der Menschheit zum Fraß vorgeworfen wird. Egal wie pervers das alles klingen mag, egal wie sehr die Macher dieser Truman Show das BigBrother Niveau runterrutschen wollen, es ist nur ein Film. Eine Satire besser gesagt, eine Satire die so wunderschön zeigt wie wir Menschen sind, wer braucht schon ein eigenes Leben wenn man andere Menschen beim leben beobachten kann. Also vielleicht doch etwas mehr als ein Film, es ist in etwa auch eine Kritisierung am Menschen, da kann man sich jedoch mehr zusammendichten als man unbedingt zu sehen kriegt, obwohl die Bilder eines Kerls der sozusagen nur in der Badewanne lebt und vornedran einen TV aufgestellt hat mehr als tausend Worte sagen.
So, irgendwie und von irgendwo her ist grade eine Beleuchtungslampe auf meinen guten Teppich geflogen, und der nette Mann der grade die Kameras in meinen Kuscheltieren auswechselt will was zu essen, bis denne.
28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Andy Dufresne 2011/12/30 23:01:43
Antwort löschenSehr guter Kommentar!
Mr.Film 2011/12/31 00:36:53
Antwort löschenDankefein :)
Emzed 2011/12/07 15:28:43
Kommentar löschenWas, wenn das ganze Leben nur eine Fernsehshow ist, man von Schauspielern umgeben ist und als einziger nichts davon weiß? Was, wenn nichts im Leben echt ist? Auch wenn das bis hierhin ein wenig an "Matrix" erinnern mag, die Tragikomödie "Truman Show" nimmt sich dieser Frage auf ihre ganz eigene Weise an. Der beeindruckende Jim Carey als Hauptdarsteller Truman lebt in einer eigens für ihn geschaffenen Welt, genannt Seahaven, und wird seit seiner Geburt vor 30 Jahren rund um die Uhr im TV gezeigt. Er ist der weltweite Star einer Serie im Stile von "Big Brother", hat selbst jedoch keinen blassen Schimmer davon. Eine Häufung merkwürdiger Vorfälle erregt sein Misstrauen und er beginnt zu erkennen, das die Welt um ihn herum eine einzige Lüge ist. Verzweifelt versucht er die Wahrheit aufzudecken und aus seinem goldenen Käfig zu entkommen, doch seine Freiheitsbemühungen stoßen auf Widerstand.
Jim Carey als Quasi-Alleinunterhalter Truman spielt einfach fantastisch, ihm gelingt der schwierige Spagat zwischen Spaß und Ernst mit Bravour und man fiebert ebenso wie die vielen im Film dargestellten Fernsehzuschauer mit, wenn er den Kampf um seine Freiheit aufnimmt. Ebenfalls wirklich super besetzt ist Ed Harris als Schöpfer und Regisseur der Truman Show, der fest daran glaubt, "seinen" Truman nach Belieben manipulieren zu können.
Es ist faszinierend, wie der Film trotz reichlich Humor doch unterschwellig viele philosophische Fragen aufwirft. Gibt es einen freien Willen? Darf der Mensch sich zum Gott aufschwingen? Ist unsere Welt wirklich besser als die künstliche, in der Truman lebt? Wie weit darf das Fernsehen noch die Würde des Menschen untergraben und wäre eine solche Truman Show in der Wirklichkeit vorstellbar?
Ein wirklich toller, innovativer und zeitloser Film, den man nur empfehlen kann!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mixedmind 2011/12/06 17:53:37
Kommentar löschenDer Anfang ist ein wenig schwach für meinen Geschmack, es gibt da die ein oder andere, wenn auch kleine, Hängepartie. Das Ende ist jedoch großartig und haut sehr vieles wieder heraus.
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lori101007 2011/11/24 12:26:11
Kommentar löschenEigentlich ein perfider Film. Denn der Protanogist weiss nicht, das er von Millionen Menschen beobachtet wird. Der Film ist nicht schlecht, aber das gewisse Etwas fehlt schon. Mehr Spannung, mehr Drama. Jim Carrey beweist auch, dass er einen Normalo spielen kann und Ed Harris als Übervater ist sehenswert.
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Lola1972 2011/11/19 09:06:44
Kommentar löschenDieser Film ist wie ein Wein: je älter er wird, desto besser wird er. Oder liegt es daran, dass ich immer älter werde....?
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atilla 2011/10/08 20:01:22
Kommentar löschenCogito ergo sum, ich denke also bin ich. Für mich ist das die Verfilmung der Erkenntnistheorie. Grandiose Idee, grandios umgesetzt von Jim Carrey -ein Meisterwerk.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
doctorgonzo 2011/10/08 23:57:57
Antwort löschenNach dem Genuß einiger Kritiken dieses Users, stelle ich den Einleitungssatz einfach mal zur Diskussion.
atilla 2011/10/09 06:44:58
Antwort löschenLol du eröffnest ne Diskussion okey dann steig ich auch mal mit ein.
Auf den Einleitungssatz bin ich gekommen weil ich hatte als Kind auch solche Gedanken, ich kannte den Spruch -Ich denke also bin ich- nicht, bin aber selber auch auf die Formel gekommen. Klingt jetzt bisschen komisch würd ich wahrscheinlich auch nicht glauben, war aber so. Der eine Gedanke war, dass alles andere nur Einbildung sein könnte, der andere Gedanke, dass ich ne Versuchsratte (von außerirdischen?) sein könnte der man alles nur vorspielt. Jedenfalls handelt dieser Film ja genau über diese Thematik, Truman ist ne Versuchsratte alle anderen Rollen sind nicht real sind nur für ihn konstruiert, deswegen ist meiner Meinung nach dieser Film Praxis gewordene Erkenntnistheorie.
doctorgonzo 2011/10/09 12:45:26
Antwort löschenDa steckt im etwa zeitgleich erschienenen "Dark City" allerdings mehr Botschaft. Zwar weniger Medienkritik, aber mehr Substanz, mehr Stil und mehr Schauspiel.
Alle 5 Antworten zeigen
atilla 2011/10/09 23:30:49
Antwort löschenDark Cit nehm ich mal auf meine Merkliste. Aber ich selber habe die Truman Show in erster Linie nicht als Medienkritik interpretiert -das wäre in meinen Augen zu verkürzt und würde auch den Eindruck von Substanzmangel möglicherweise rechtfertigen- sondern in erster Linie ist die Truman Show eine Art Philosophie darzustellen. Das ist keine Kritik von etwas sondern etwas eigenständiges höchst substanzielles, denn es geht ja um die Frage der Substanz selbt, im Sinne von "Ich denke also bin ich". Habe mal kurz gegoogelt und es gibt auch ne Menge (Hobby)philosophen für die die Truman Show ein dankbares Objekt philosophischer Analyse ist. Manchmal wird die Truman Show auch mit wenigen anderen Filmen wie Matrix, blade Runner, 13th Floor zusammen analysiert wird.
Einige Schlagwörter die in philosophischen Diskussionen über die Truman Show fallen liste ich mal auf:
-Platons Höhengleichnis
-Shakespeare said it best: Life is a stage and we are all actors on it.
-"As for me, all I know is that I know nothing"~ Socrates
-The gap between appearances and reality
-In Truman’s reality, history is controlled by the creator of his world, a concept very similar to that in 1984 where Big Brother controls history
-Das Phänomen das das Publikum immer mehr das Bedürfnis hat nicht nur von reiner Phantasie unterhalten zu werden, sondern bei etwas realem zuzuschauen. Das erklärt auch warum Filme mit (angeblichen) realen Bezug (wie zb das Blair Witch Projekt) obwohl sie objektiv schlecht produziert sind, erfolgreich sind, weil die Menschen den Film gucken wollen weil das 'eine wahre Begebenheit' gewesen sein soll. Deswegen wollen sie auch den wahren Truman zuschauen, der tatsächlich existiert. Auch der Trend der wachsenden Beliebtheit von Reality Shows wie Big Brother, Paris Hilton mach Ferien usw hängt damit zusammen
-Voyeurismus
-der gläserne Bürger
usw. ich hab das nur kurz überflogen da gibts jedenfalls viel Zeug das darüber geschrieben wird, sogar in Lehrbüchern der Philosophie (zb. Philosophische Bildung: Einführung in die Philosophiedidaktik und Handbuch von Volker Steenblock auf Seite 181) wird dieser Film behandelt.
doctorgonzo 2011/10/10 19:40:02
Antwort löschenDas ist mir dann für einen derartigen Film schon arg überinterpretiert, aber das ist ja Geschmackssache. Womöglich ist das Ganze allerdings auch eine mittelbare Intention der Macher gewesen... Um das Ganze dauerhafter in Erinnerung zu halten.
mac.key 2011/08/25 14:18:45
Kommentar löschenGut, normalerweise mag ich keine Carrey - Filme, ich finde sie weder lustig noch sonderlich tiefsinnig, deshalb stand ich diesem Flim sehr kritisch gegenüber. Doch dieser Film ist interessant, dramatisch, lustig und vorallem ist die Musik passend gewählt. Des weiteren fand ich Laura Linney hier mal so schön ätzend.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
M.K. 2011/08/10 19:55:56
Kommentar löschenIch verstehe Leute nicht, die diesen Film witzig finden oder gar "Komödie" nennen. Es lässt sich natürlich nicht verleugnen, dass der Film über den ein oder anderen witzigen Moment verfügt, doch stellt für mich dieser Film vielmehr ein anspruchsvolles Drama dar. Vor allem die Musik von Phillip Glass trägt wunderbar zur doch sehr schweren Thematik/Stimmung des Films bei und die ewige Rotznase Jim Carrey überzeugt überraschenderweise durch eine gute schauspielerische Darbietung.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Pfizze 2011/08/10 21:36:41
Antwort löschenJa Carrey überzeugt mich auch immer nur dann, wenn er nicht seine Paraderolle spielt. Also in "Number 23", "Vergiss Mein Nicht" oder eben in diesem guten Filmchen hier ;)
brainchild 2011/08/06 01:51:53
Kommentar löschenDie Inszenierung des Films ist streitbar, zwar wirklich lustig, aber teilweise einfach kitschig, und Jim Carrey ist hier zwar ernster als meist, aber immer noch zu sehr Komödiant. Ich hätte mir den Film böser gewünscht, mit noch härteren Seitenhieben auf die Entertainment-geile und dem Individuum gegenüber völlig abgestumpfte Gesellschaft. Das Thema gibt dazu wirklich viel her und wird nur aktueller. Die Idee an sich ist jedenfalls großartig und gehört fast zur beängstigsten Science Fiction, die ich mir vorstellen kann, da sie lediglich einen seit zu langer Zeit andauernden Trend weiterspinnt.
Keine Ahnung, ob das die tatsächliche Inspiration war, ich würde aber Philip K. Dicks Roman "Zeit aus den Fugen" von 1959 zu dieser Thematik empfehlen.
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Haschbeutel 2011/08/07 23:13:28
Antwort löschenHärtere Seitenhiebe wären sicher wünschenswert. Aber bedenke, in Welcher Zeit der Film entstand - da gab's noch kein Big Brother und nix :)
Iubar 2011/08/01 21:46:42
Kommentar löschenEin wirklich toller Film. Und auch wenn ich normal kein Jim Carrey Fan bin, diese Rolle spielt er wirklich perfekt.
Ausserdem ist es keine typische Carrey-Comödie, sondern ein ernster Film, der auch nachdenklich stimmt.
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Akira_L 2011/07/28 23:53:43
Kommentar löschenIch sehe in diesem Film nicht nur eine Mediensatire, sondern auch einen philosophischen Film. Hat mich wirklich mitgerissen. Mir gefällt auch die Symbolik in dem Film.
Außerdem: Nein! Auch wenn er sein Leben lang darin verbracht hat, es kann wirklich sein, dass er erst so spät merkt, dass sein gesamtes Leben und seine Welt/Realität eine große Lüge ist. Wer würde diese Tatsache schon akzeptieren? Wenn ich Dir sage, dass deine Mutter, dein Vater, die Sonne, deine Freunde unecht, falsch sind, würdest Du es mir glauben? Alles womit du aufgewachsen bist... bedeutungslos?
Im Englischkurs gab es diese Diskussion und alle halten mich für verrückt und den Film für unglaubwürdig.
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Crayy 2011/07/29 00:06:54
Antwort löschenIch halte ihn für glaubwürdig! Denn schließlich sind die typischen Klischee Filmsätze oder gar das Product-Placement für uns trivial- für ihn allerdings nicht, da er mit etwas anderem aufgewachsen ist und es nicht besser kennt. Die Sichtweise ist entscheidend...
atilla 2011/10/09 23:39:49
Antwort löschenHey da haben wir zwei Sachen gemeinsam, ich denke ebenfalls das der Film nicht nur Mediensatire sondern auch Philosophie ist, und außerdem haben wir den auch im Englischkurs behandelt. :)
MikeC. 2011/07/24 00:05:08
Kommentar löschenManche Menschen schauspielern sich ihren Weg durch den Tag, Trumans Tag dagegen ist ein einziges Schauspiel.
Obwohl man eigentlich von dem ersten Augenblick an weiss, was Sache ist, bleibt der Film bis zum Ende hin fesselnd. Gestüzt wird dies durch die gute Leistung vom Jim Carrey, der in "Die Truman Show" glücklicherweise nicht einfach nur einen Komiker verkörpert, zu dem er sonst häufig degradiert wird, sondern einen wohlbehüteten Mann spielt, der 30 Jahre in einer Fiktion gelebt hat.
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Kreaexo 2011/07/20 17:11:02
Kommentar löschenWie schrieb schon vor langer Zeit George Orwell?
"Big Brother is watching you" - leider streckenweise Realität; der Film ist sehr gut gemacht. Und die 'Werbeeinblendungen' haben mich wirklich amüsiert. :-D
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rkuehne 2011/07/18 17:26:00
Kommentar löschenBeklemmender, trauriger, herausragender Film. Tolle Satire, von der wir manchmal nicht weit entfernt sind. "Das Fernsehen ist uns immer ein Dummheit voraus". (Felix Meyer)
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agynessa 2011/07/17 11:10:29
Kommentar löschenJim Carrey in einer nicht ganz so witzigen Tragikomödie!
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J-Ross 2011/07/14 19:31:22
Kommentar löschenPeter Weirs "Die Truman Show" ist ein grandioser Spielfilm, der Humor, Gefühl, Spannung und eine satte Kritik an die Medienwelt auf inszenatorisch sensationelle Weise vereint. Die Idee, einen Menschen in einer rein künstlichen und falschen Welt aufwachsen zu lassen und ihn dabei in einer Show im Fernsehen auszustrahlen, die weltweiten Ruhm genießt, fand ich sehr lockend und faszinierend. Das Drehbuch ist raffiniert und ist besonders interessant im Hinblick darauf, dass so etwas wie "Die Truman Show" in der wahren Welt gesendet werden könnte. Alles um den Protagonisten, Sympathiebolzen Truman Burbank, wird kontrolliert und beeinflusst durch Schauspieler, Techniker und weiteren Filmmitgliedern. Allein das Wissen, dass Truman glaubt, es sei echt ist bei einigen Szenen erschütternd und gefühlvoll zur Wirkung gekommen. Dabei sehen wir Jim Carrey in einer seiner stärksten Rollen, wo er nicht nur als Ulknudel da steht, sondern auch auf kompletter emotionaler Basis mit schauspielerischem Talent auftrumpft. Carrey ist ein unumstrittener guter Schaupieler, der einfach öfters mal die Gelegenheit bekommen sollte, Rollen wie diese zu spielen. Ich schätze ihn für seine tollen Komödien, aber ernste Rollen würden mich sehr reizen. Neben Carrey sollte man Ed Harris auf jeden Fall positiv erwähnen, der als Christof, der Schöpfer der Truman Show, fungiert. Er hat seiner Rolle Ernsthaftigkeit, Väterlichkeit, Ehrgeiz und tolle Momente gegeben, wo er ein eindrucksvolles Schauspiel abgibt.
Der Blick "Hinter die Kulissen", der geboten wird, gibt einen spannenden Überblick auf die Arbeit von Regisseuren, Musiker und Technikern bei einer Live-Übertragung, wo alles perfekt inszeniert sein muss.
Die Kamerasichten spiegeln den Eindruck, dass die Truman Show von Christof und seinem Team gefilmt wird, überzeugend wieder. Kameraränder und Zoomgeräusche vermitteln diese Gefühl zusätzlich gut. Auch die Musik findet eine perfekte Balance zwischen Dramatik, Gefühl und Spannung. Einige Untermahlungen ziehen den Zuschauer wahrlich in den Film hinein. Trumans stark zielorientierter und energischer Weg, hinter die Wahrheit zu kommen, seitdem ein Scheinwerfer vom Himmel fiel, bannt ebenso. Trumans Natürlichkeit, zwischen der Filmcrew, macht ihn zu einem sympathischen Charakter. Er hat Sehnsüchte und Träume, die er nicht vernünftig ausleben kann, trotz einer fast paradiesischen Hafenstadt, wo er überall "geliebt" wird. Die wahre Welt, die ihn jeden Tag im Fernsehen kann, liebt ihn da er ein Typ ist, mit dem sich sicher viele identifizieren können. Die Welt ist auf bestimmte Weise ein kleines Gefängnis. Seinen Mitmenschen präsentiert er sich als zufriedener und glücklicher Mensch, der er eigentlich sein sollte(Guten Morgen! Und falls wir uns nicht wieder sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht.), obwohl er es im innersten Kern nicht vollkommen ist.
Natürlich ist mir neben dieser Botschaft auch die satirische sehr wohl gesonnen. Peter Weir zeigt wie schnell sich das Fernsehen entwickelt (Man denke nur an die tausenden Arten von Kameras, die im Film verwendet worden sind) und auch wie sehr der TV-Wahn wächst und die Leute beeinflusst und mitreißt.
"Die Truman Show" ist ein Film mit einer zum Nachdenken verleitenden Botschaft verankert, dessen Drehbuch zudem vielfältige Unterhaltung bietet und besonders durch seine sympathischen und talentierten Schauspieler zu überzeugen weiß. Ein ausgeklügeltes Meisterwerk, voller inhaltlicher Raffinessen und starken Charakteren.
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seven 2011/07/14 19:39:23
Antwort löschenUlknudel, :DDDDD Ich schmeiß mich weg!!^^
Sehr schön geschrieben.
J-Ross 2011/07/14 19:55:33
Antwort löschenDankeschönst!
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