Über uns das All
Über uns das All (2011), DE Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 15.09.2011
7 Bewertungen
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235 Bewertungen
20 Kommentare
Keine
von Jan Schomburg, mit Sandra Hüller und Georg Friedrich
Da lebt Martha also in einer glücklichen Beziehung. Hat ein Zuhause. Weiß, wo sie hingehört. Teilt Bett, teilt Tisch, hat Vertrauen. Kennt ihren Mann Paul in- wie auswendig. Und blickt sie nach vorn, dann sieht sie die Zukunft. Aber dann stehen plötzlich zwei Polizistinnen vor der Tür und auf einmal ist alles anders. Der Mann, mit dem Martha jahrelang gelebt hat: Ein Phantom. Marthas Leben, in dem nichts mehr ist, wie es war und nichts mehr war, wie es zu sein schien. Dann begegnet Martha Alexander, und eine kleine Geste reicht, dass ihre Sehnsucht sie Paul in Alexander entdecken lässt. Blickt sie nun nach vorn, dann sieht sie die Vergangenheit. Nun lebt Martha also in einer glücklichen Beziehung. Hat ein Zuhause. Weiß, wo sie hingehört. Teilt Bett, teilt Tisch. Hat Vertrauen. Aber kennt sie denn eigentlich den, den sie liebt? Oder liebt sie den, den sie kennt?
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Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Zeit
- 2011
- Ort
- Köln
- Handlung
- Argwohn, Doppelleben, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Entfremdung, Ersatz, Ersatzfamilie, Frau zwischen zwei Männern, Geheimnis, Hilflosigkeit, Identität, Liebe, Liebespaar, Mann zwischen zwei Frauen, Mann-Frau-Beziehung, Paar, Partnerschaft, Selbstzerstörung, Selbstzweifel, Suizid, Trauer, Unglückliche Liebe, Verdacht, Vergessen, Verlieben, Verlust des Ehemannes, Witwe, Ähnlichkeit
- Stimmung
- Berührend, Traurig, Verstörend
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- Über uns das All: film-zeit.de
- Über uns das All: critic.de

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Kritiken (4) — Film: Über uns das All
Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt
Kommentar löschenIn der kompakten Komposition von Über uns das All ist jedes Bild von elementarer Bedeutung, jede Nuance eines Stimmungsumschwungs präzise platziert. ... Im gesamten Kinojahr ist das Debüt von Jan Schomburg einer der bemerkenswertesten wie auch vielversprechendsten Beiträge überhaupt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln
Kommentar löschenDas Gefühl der Leere, das ein Drama dieser Art normalerweise hinterlässt, bleibt nach "Über uns das All" jedoch aus: Das preisgekrönte Kinodebüt füllt den frei gewordenen Raum mit Fragen auf.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschen„Über uns das All“ verfügt ... über ein enormes Kontroversen-Potenzial, das den grandiosen, minimalistisch konzentrierten Wurf weit über die Beziehungsthematik hinaus hebt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online
Kommentar löschenEs gab lange keinen deutschen Film, schon gar nicht von einem Debütanten, der seinem Publikum so viel zutraut, ohne es zu Tode zu langweilen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (16) — Film: Über uns das All
totox Tue, 29 Jan 2013 19:28:16 -0000
Kommentar löschenDer Film ist im Prinzip eine psychologische Studie, deren Experimental -und Improvisationscharakter gewöhnungsbedürftig ist, aber auch seinen Reiz hat.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Brentano Tue, 29 Jan 2013 22:57:03 -0000
Antwort löscheneine "psychologische" Studie aha, ? Da war Pippi Langstrumpf (imho) aber eine größere Psychologin, oder?
worstcase Fri, 11 Jan 2013 09:36:31 -0000
Kommentar löschenWie schon andere festgestellt haben: So könnte echter deutscher Film aussehen: kein Primetimeburner, kein heldengehabe sondern feines intensives Kino. Schau ich mir glatt zwei Mal an um die Quoten zu schönen.
Fazit: unbedingt ansehen ohne vorher herumgelesen zu haben.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Baumkopf Holzfaust Fri, 11 Jan 2013 13:06:43 -0000
Antwort löschen"Na, da bin ich aber erleichtert. Ich nämlich auch nicht."
Brentano Fri, 04 Jan 2013 23:52:52 -0000
Kommentar löschenSelten so ein grauenhaft hingekünsteltes, pseudo Filmkunstwerk gesehen, wie dieses, aber „deutsch“ war es, ach ja. Nun. daher fehlte darin jegliche Ironie, jeglicher Witz, jeglicher nicht vorhersehbarer, schon durch die „spannungsreiche“ Geschichte angekündigter Höhepunkt. es wir geschauspielert (Zitat: „soll ich einmal etwas böses spielen“,..?) Kino in dem man alles weglässt und schon meint, nur dadurch würde sich Intellektualität, Gefühl, Spannung, Geist, Sinn, was auch immer, wie von selber ergeben, entstehen und in diese offen gelassenen Lücken fließen?
Wie beschr... sind eigentlich die Juroren inzwischen, die „so etwas“ auch noch mit einem Filmpreis auszeichnen? Wo leben wir inzwischen, in einer komplett dekadenten Kultur, am Rand des Wahns, die sich selber preisgibt, spiegelt und die eigene szenische Unfähigkeit auch noch schwadronierend, in hohle pathetische Worte packen musste, in „tiefsinnigen“ Beschreibung zu diesem Film, ?
Ach so ein „Happy end“ ist skurril und daher wieder zeitgemäß, die Protagonistin darf sich bauchfroh wieder gefunden haben, konnte ihre Bedenken auflösen, .. grauenhaft, grausam, eine Beleidigung für jeden fortgeschritteneren Filmkenner, .. brrrr
(ja ich bin keiner aber alle, die diessn Film „aufrichtig“ und mitfühlend mögen, sich "angerührt" fühlten, sicherlich,..gähn ...)
Gut diesen Film im "TV-Kanal a-plus-b irgendwo" gesehen zu haben, ..ich wäre sonst aus dem Kino gelaufen und hätte mir voll erfreut über die vermittelten Inhalte, die Straße vor dem Kino angeschaut, auf der sich das wirkliche Leben abspielt, bisweilen … ächz
Ach ja, ich hatte es fast vergessen, um die freudigeren, bezirzten Fan Clubs des "deutschen Filmtreibens" ein wenig zu beruhigen, natürlich gabs auch kurze, gute Sequenzen im Film, etwa der Ausspruch jenes Protagonisten zum Geburtstag des Austriarchers:
"Kummer sei lahm,
Sorge sei blind,
Es lebe das Geburtstagskind."
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
Ripley1 Sat, 05 Jan 2013 01:02:04 -0000
Antwort löschenbla
Brentano Thu, 10 Jan 2013 13:27:07 -0000
Antwort löschenja danke dito
totox Tue, 29 Jan 2013 19:01:48 -0000
Antwort löschenSelten so ein grauenhaft hingekünsteltes Pseudo-Kunstwerk von Kritik gelesen. Du machst genau das, was Du dem Film vorwirfst: schwadronieren, d.h. mit hochtrabenden Worten nichts sagen. Weißt Du eigentlich selbst, was Du sagen willst (außer dass Dir deutsche Filme nicht passen)?
Brentano Tue, 29 Jan 2013 20:49:17 -0000
Antwort löschen@tototx,
du kannst lesen und reflektieren, dann sind wahrscheinlich solche hahnebüchen vordergründig, grauenhaften pseudo - "Filme", die nichts ausser ihren eigen Müll transportieren, wie für dich gemacht du abendländischer Held und "Dichter und Denker" Nachfahre?
Sicher liest du keine "cahiers du cinéma" oder hast du jemals davon gehört, oder "Epd" denn dort stehen auch gekünstelte Rezensionen, die dir wahrscheinlich kaum gefalllen würden, ..
Das du nichts mehr verstehst ist eventuell auch das grausame Zeichen einer dekadenten Basis Kultur, die nur noch das glaubt was im TV (AaaeErrDeee) läuft und was Herr „Jauch" behauptet, den verstehst du doch, oder?
Ripley1 Tue, 29 Jan 2013 21:55:33 -0000
Antwort löschen@totox: Lies mal ein paar von Brentanos anderen "Beiträgen". Man kann ein gewisses Muster entdecken...
Brentano Tue, 29 Jan 2013 22:42:53 -0000
Antwort löschen@ Ripley - da spricht der gewiefte Kommissar, gut erkannt, ....
"Holger, der Kampf geht weiter" oder?
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Phryx Wed, 08 May 2013 13:19:06 -0000
Antwort löschenInteressant Brentano wie du jedem Kommentar hier deine Meinung aufgedrückt hast. Ich sehe den Film ganz ähnlich wie du, aber es darf ja jeder sein eigenes Glück finden oder? ;-)
Brentano Wed, 08 May 2013 14:45:41 -0000
Antwort löschenja träume nur dein "eigenes Glück", als voll domestizierter, Gebrauchsgüter-verzehrender devoter Zuarbeiter und Lohnarbeitssklave , ohne irgendwelche echte Mitbestimmung im permanenten Konsumrausch, sicherlich, ..!
(Nicht erst Kant hatte eine höhere Meinung von den tatsächlichen Möglichkeiten der Humanoiden , die es schaffen zu ihrem Wesen, als Lebewesen und echte Menschen vorzudringen, ...!?)
Lorion42 Mon, 10 Dec 2012 18:04:00 -0000
Kommentar löschenDas ist der deutsche Film, wie er sein sollte. Ein Film den man sehen sollte, ohne sich vorher zu sehr über die Handlung zu informieren. Nur dann trifft einen das Geschehene mit seiner vollen Wucht. Ich habe nicht viel erwartet und war nach den ersten 45 Minuten regelrecht erschüttert. Nach der Einführung der zweiten Hauptfigur gibt es aber zunächst einen kleinen Durchhänger und das Ende wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Ich mag offene Fragen und auch die Anspielungen auf Hegel und der Liebe gefallen mir gut, doch das Ende wirkt auf mich nicht ganz rund - hieraus hätte man mehr rausholen können. Trotzdem ist dieser Film jedem empfohlen, der immer noch behauptet der deutsche Film sei tot.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Brentano Fri, 04 Jan 2013 23:58:01 -0000
Antwort löschengenau der blödeste Film des Jahres, nichtssagend und hin-geschauspielert, so wie "die" Merkel in ihrer Neujahresansprache, echt live und dekadent, ein weiterer Höhepunkt der dt. "Nicht FilmKunst".
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Lorion42 Sat, 05 Jan 2013 06:51:14 -0000
Antwort löschenschade dass er dir nicht gefallen hat
Brentano Mon, 07 Jan 2013 21:06:38 -0000
Antwort löschenja er war nicht ganz so schlecht wie ich schreibe, nur enttäuschend und da reagiere ich zuerst mal emotionaler, ...
Ripley1 Sun, 28 Oct 2012 10:32:01 -0000
Kommentar löschenKann man sein Leben konstruieren? Eine Liebesbeziehung?
Die glückliche Ehe von Martha und Paul hat etwas Verspieltes. Die beiden lieben es, in Rollen zu schlüpfen und spontanen Impulsen zu folgen. Bis das Spiel nicht mehr aufgeht.
Der plötzliche Selbstmord Pauls kommt aus heiterem Himmel. Die Nachforschungen Marthas ergeben, dass sie kaum etwas über Pauls Leben weiß. Er hatte sein Studium schon vor Jahren abgebrochen. Die Doktorarbeit, die Arzt-Stelle in Marseille und die gemeinsame Zukunft waren eine Lüge, eine Illusion, eine Sackgasse.
Jetzt wird der Film interessant: Statt Trauerarbeit wählt Martha einen anderen Weg. Mit Alexander, einer Zufallsbegegnung - Eine kleine Geste Alexanders erinnert sie an Paul -, will sie das bisherige Leben einfach fortsetzen. Nein, hier wird's nicht pathologisch nach dem Muster: Verdrängter Konflikt führt zu psychischer Störung und weiteren dramatischen Verwicklungen. Nein, Martha ist sich völlig bewusst, was sie tut. Sie ersetzt auch nicht einfach Paul durch Alexander, sondern macht Alexander ein Angebot mitzuspielen. Und Alexander kann sich frei entscheiden, ob er der sein will, den Martha in ihm sehen will. Das wäre eine Liebe ohne Naivität.
In einem Kneipengespräch geht es um die Frage, ob Liebe nicht faschistisch sei, weil sie auf dem Wunsch nach Assimilierung, nach Verschmelzung beruhe. Das führe dazu, dass man das Andere beim Anderen bekämpfen müsse. Martha bestreitet diese Sichtweise: Liebe sei das Gegenteil von Faschismus.
Das Aufregende an "Über uns das All" ist, dass Identität anders definiert wird als üblich und diese Definition auf ihre Lebenstauglichkeit geprüft wird. Um die Fragmentierung einer Persönlichkeit lebensecht werden zu lassen, braucht es allerdings ein Schauspielgenie wie Sandra Hüller, die Brüche bruchlos spielen kann.
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einSchluss Sun, 28 Oct 2012 10:43:50 -0000
Antwort löschenLeider kann ich nach deinem schönen Kommentar den Film nur noch abgleichen, statt frisch zu erleben. Die "Leute" sagen, ich würde mich da anstellen, aber für mich ist es ein Luxus nichts über einen guten Film zu wissen. Der Filter liegt bei mir. Ich hätte ja auch aufhören können, zu lesen.
Ich schaue ihn trotzdem.
Ripley1 Sun, 28 Oct 2012 11:44:05 -0000
Antwort löschenNun, ich habe ja längst nicht alles verraten...
Uli Kunkel Mon, 29 Oct 2012 00:18:18 -0000
Antwort löschenDanke für den schönen Kommentar.
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Brentano Thu, 31 Jan 2013 18:58:19 -0000
Antwort löschenDer Film beschreibt doch eine Lebenslüge, die auch nicht dadurch wahrer wird, danach, das frau/man sie als solche ignoriert, wie die Protagonistin das vorgibt zu tun.
Anstatt sich dem Leben als solches in der Bitternis dessen zu stellen, denn es war eben keine "glückliche" Ehe. Oder soll das darin, der zynische Seitenhieb auf alle Formen der etablierten, monogamen Ehe bedeuten, (wäre mir recht) diese als komplettes Scheininszenierung und Lügengerüst zu enttarnen, daher? So nach dem Motto: weißt du überhaupt mit wem du lebst und warum ?
Die kleine vordergründige Geste, in der sie sich an Paul erinnert, bei dem Austrianer ist schon fast lächerlich absurd gewollt, sie will daher und mit jenen, mit aller Gewalt ihren Traum weiterleben und inszeniert sich ihre Welt weiter so, als wäre nichts geschehen. Das ist doch bitter, wie exemplarisch das durchgespielt wird und eher naiv als kritisch betrachtet, Am Schluss dann der dicke Bauch in Marseille oder in einer sonstigen französischen Vorstadt, "happy end",..Bravo?
Wenn das ganze Spiel dann irgendwann in einem Sequel relativiert würde, im Stile des „Vermächtnis des Dr. Mabuse“ (auch ein guter/besserer deutscher Film) so das alles etwa nur die wahnhafte Vision eines verwirrten Drehbuchautors gewesen sei, der darum in der Psychiatrie einsitzt und sich daraus befreit, um das echte Leben zu erkunden, was eventuell noch enttäuschender ausfällt, etc. bla bla?
Wie dem auch sei, wenn das kritische und spielerische Filmemacherei sein soll, dann müsste man um das zu glauben, zuerst jeden echt amüsanteren, deutschen Film von gewagteren Filmemachern ab 1965 vergessen, alle Filme von Achternbusch, Schlöndorff, Wenders, Schamoni, etc.
Als hätte es ein deutsche Filmgeschichte von Rang nie gegeben, als würde keine Tradition vorhanden sein und dann auf dem Hintergrund dieser totalen Amnesie, erscheint dieser Film dann plötzlich gewagt und unvermutet, wenn die Story nicht so aschfahl und un-ironisch-bieder daherkommen würde, ..etc.
Ripley1 Fri, 01 Feb 2013 09:16:14 -0000
Antwort löschenIch sehe es anders. Die "Lebenslüge" wird ja aufgedeckt, nicht ignoriert. Und der Schock muss erst einmal verarbeitet werden mit Trauer, Verzweiflung und allem. Die Konsequenz, die die Protagonistin zieht, ist aber nicht die Flucht in eine Traumwelt, sondern eine bewusste und autonome Entscheidung für das Leben, das sie sich vorstellt. Das alles vor dem Hintergrund, dass die "Realität" nicht verlässlich ist und dass man ohnehin dazu verurteilt ist, in seiner eigenen Konstruktion zu leben.
Baumkopf Holzfaust Mon, 27 Aug 2012 17:27:43 -0000
Kommentar löschenEiner dieser Filme, für die man gerne GEZ-Gebühren zahlt.
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Brentano Fri, 04 Jan 2013 23:58:42 -0000
Antwort löschenum sie nicht zu sehen?
Kaisu Sun, 08 Jul 2012 22:25:23 -0000
Kommentar löschenHab ihn mir die Tage angeschaut, vor allem auch wegen der positiven Meinungen hier.
War aber enttäuscht. Der Anfang ist sehr vielversprechend, aber dann wird plötzlich nicht mehr so stark ins Detail gegangen, zu viele Fragen bleiben offen und es wird langweilig und vorhersehbar. Schade drum, da Sandra Hüller ihre Rolle recht gut und größtenteils glaubhaft rüber bringt.
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Brentano Fri, 04 Jan 2013 23:59:16 -0000
Antwort löschendas ist ja wirklich noch nett gesagt, für so etwas,
Filmkenner77 Sat, 07 Jul 2012 10:15:04 -0000
Kommentar löschenSandra Hüller liefert in "Über uns das All" wieder einmal eine glänzende Vorstellung ab und trägt den Film. Auf schauspielerisch hohem Niveau verkörpert sie eine Frau, deren Ehemann aus heiterem Himmel Selbstmord begannen hat. Sie erfährt schließlich, dass ihr gesamtes gemeinsames Leben auf einer Lüge aufgebaut war.
Leider folgt der Film nicht seiner am Anfang klaren Linie, sondern verrennt sich ab der Mitte in einer arg konstruierten Handlung, die die Glaubwürdigkeit der gesamten Geschichte unterminiert. Somit verkauft sich "Über uns das All" letztlich unter Wert.
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Brentano Sat, 05 Jan 2013 00:00:17 -0000
Antwort löschenEine so schnell und "packend" nacherzählte Geschichte soll also einen Film ausmachen, ??
Markbln Fri, 06 Jul 2012 07:39:58 -0000
Kommentar löschenIm Gegensatz zur hier oft vertretenen Meinung mag ich den deutschen Film sehr.
Gestern schien mir jedoch Sandra Hüller ihren Exorzismus noch nicht überstanden zu haben. Ihr schlecht gespieltes Gekreische ging mir dermaßen auf die Nerven, dass ich abschalten musste. Bislang 4 Punkte, da dies nicht ganz objektiv wäre, lass ich die Bewertung, bis ich irgendwann mehr Ruhe finde, das ganz durchzuziehen.
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Wumz Fri, 06 Jul 2012 08:34:44 -0000
Antwort löschenAlso das sehe ich ja ganz anders, gerade das Schauspiel von Sandra Hüller wertet diesen Film ungemein auf.
Markbln Fri, 06 Jul 2012 08:41:07 -0000
Antwort löschenWie gesagt, ich hab das nicht zu Ende geschaut. Bis zur Hälfte fand ich das mäßig. Die Szene am Esstisch mit ihrer Freundin geradezu amateurhaft.
Wumz Fri, 06 Jul 2012 08:50:11 -0000
Antwort löschenDa hat dich der Film vielleicht einfach nur auf dem falschen Fuß erwischt. Sandra Hüller ist für mich nach dieser Performance eine der deutschen Schauspielerinnen der Stunde.
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Markbln Fri, 06 Jul 2012 08:53:17 -0000
Antwort löschenKann sein. Ich werde das irgendwann zu Ende schauen.
Brentano Sat, 05 Jan 2013 00:01:55 -0000
Antwort löschenja schau dir das Ende an, es wird noch schlimmer: ein radikales deutsches Horror Movie oder Splatter vom Feinsten, grell
Oskar Gleit Thu, 05 Jul 2012 22:16:56 -0000
Kommentar löschenTrauer hat viele Facetten und jeder Mensch reagiert anders. Der Umgang mit ihr und der Umwelt ist schwierig, teilweise auch tragisch. Dieser Film transportiert diese Botschaft sehr transparent, jedoch ist das Ende des Films sehr zerfahren und teils kitschig.
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Baumkopf Holzfaust Thu, 19 Jul 2012 19:52:00 -0000
Antwort löschenund insgesamt sehr Deutsch. Aja, so sind sie halt, unsere Filme. Aber OK, irgendein Identifikationsmoment brauchen wir ja auch.
audio Sat, 26 May 2012 08:38:47 -0000
Kommentar löschenPhantastische Idee, interessanter Plot, sehr, sehr gutes Schauspiel aber das Ende hat alles zerstampft. Schade!
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Brentano Sat, 05 Jan 2013 00:02:47 -0000
Antwort löschenmeinst du etwa diese "wunderbare" Szene vor den Wohnblocks mit dem Abspann in rot?
Prestigeww Thu, 20 Oct 2011 08:33:40 -0000
Kommentar löschenÜber uns das All ist zum einen unendlich tragisch, weil er die Austauschbarkeit von Menschen, die Unmöglichkeit jemanden wirklich zu kennen und die Illusion der Dauerhaftigkeit des Glücks beschreibt, andererseits ist er auch wieder optimistisch, weil es genau jene Mängel sind, die uns erlauben durch die Kraft der Verdrängung, der Oberflächlichkeit unserer Beziehungen und unserer Fähigkeit zur Selbstdefinition immer wieder anzuknüpfen und dort weiterzumachen, wo eigentlich ein Ende erreicht war. Der Film zeigt uns dieses Paradox: Kein Verlust ist so groß, als dass wir nicht irgendwie Ersatz finden könnten.
Diese süßsaure Pille vermittelt Über uns das All auch als solche: Zum einen sind die dramatischen Szenen wirklich mit so viel Ausruck gespielt, dass man sich am liebsten in seinen Kinosessel verkriechen möchte. Andererseits ist Über uns das All einer der wenig deutschen Dramen, die den Sinn des Comic Relief verstanden haben und wissen, dass gerade in einem solchen Film sehr viel Humor nötig ist, um nicht zum Emo-Porno auszuarten. Der Film will den Zuschauer nicht quälen, er will ihm eine teils schmerzhafte Weltsicht schonend beibringen und ist die meiste Zeit wirklich sehr unterhaltsam.
Noch dazu ist dieser Film so unglaublich clever konstruiert, volle Querverweise auf frühere und spätere Handlungsebenen, voller Anspielungen und wenn Alexander in seiner Vorlesung im Bezug auf die deutsche Revolution Hegels Geschichtsphilosphie zitiert, wonach bedeutende historische Konstellationen immer zwei Mal auftreten, dann redet er eben nicht nur über Weltgeschichte, sondern auch über die Struktur des eigenen Filmes. Soll heißen: Alles was in diesem Film gesagt wird, leistet auch einen Beitrag zum Film. Kein typischer deutscher Laberfilm, sondern ein kleines Kunstwerk, perfekt durchgeformt. Jaja, immer wenn ich glaube, der deutsche Film taugt nicht viel, dann kommt so ein wunderbares Gegenbeispiel. Immer dort wo ich es am wenigsten erwarte...
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Sigmund Thu, 20 Oct 2011 09:46:47 -0000
Antwort löschenDer deutsche Film ist sehr viel besser als sein Ruf. Nur sind die Perlen immer schwieriger zu finden...
Brentano Sat, 05 Jan 2013 00:03:26 -0000
Antwort löschenhier leider waren sie nicht zugegen, schade
Mattes Teschabai Sun, 16 Oct 2011 20:19:30 -0000
Kommentar löschenÜber uns das All wirkte auf mich wie eine Art Noir-Romanze, wie eine Mischung aus Blue Valentine und Melancholia. Die menschliche Welt wird mit den Mitteln der Beziehung erklärt. Die Figuren und ihre Abgründe werden schonungslos ausgeleuchtet. Es wird demonstriert, wie weit man sich von sich selbst entfernen kann, ohne aufzuwachen, und wie gefährlich das ist. Der Film schafft ein beträchtliches Maß an fiesestem Mindfuck ohne irgendwelche speziellen Mittel oder Effekte zu nutzen. Das (deutsche) menschliche Gehirn stellt schon genügend irrwitzige Chemie bereit, um einen schrägen Totentanz zu feiern. Sandra Hüller ist wirklich genau die Richtige für diese psychotische Kraft-Rolle. Mich hat der Film sehr geschockt. Er ist astrein inszeniert. Da ist auch ganz viel Gefühl für sinnliche Darstellung. Die Idee einen breiten Wiener-Akzent mit reinzubringen, fand ich super, oder die Betonung der Gesten und des Humors der Figuren . Der Film nimmt kein Blatt vor den Mund und schafft sich selbst ein stabiles filmisches Forum, um Themen anzusprechen, die sonst eher untergehen, weil sie dann doch ein wenig zu krass für den Kinosaal sind. Sex, Humor, Routine, Essen, Freunde - alles Betäubung, alles erarbeitete Virtualität, die wir brauchen, um uns nicht umzubringen? Wir leben einen Traum. Der Preis dafür ist, dass wir nachts nicht schlafen können und uns ganz seltsam leer fühlen. Der Film ist toll fotographiert und fließt flüssig: Ein meiner Meinung nach wirklich mutiges, handwerklich einwandfreies Regie-Debüt mit einmaligem Gefühl für deutsche Unheimlichkeiten. Das Beste ist eigentlich, dass Jan Schomburg meilenweit davon entfernt ist, pessimistisch oder fatalistisch zu sein.
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ovgucker Sun, 02 Oct 2011 09:34:23 -0000
Kommentar löschenganz fantastisch gespielt, leider gegen ende etwas unausgegorener plot.
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kurzkurzlang Thu, 22 Sep 2011 22:00:07 -0000
Kommentar löschenWunderbarer Film. Hüller so gut wie nie. Und in der ersten Woche schon fast 10000 Zuschauer, wie mediabiz vermeldet. Aber Sigmund hat recht: Eigentlich sollten es mehr sein.
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Sigmund Thu, 22 Sep 2011 22:13:03 -0000
Antwort löschenHat fast schon 10.000? Nicht schlecht! Nur noch 500 mal so viel, und er überholt Kokowääh... :P
Sigmund Thu, 22 Sep 2011 21:52:43 -0000
Kommentar löschenIst der deutsche Film so schlecht, wie oft behauptet wird? Ich denke: nein. Die Perlen sind nur immer schwieriger zu finden.
ÜBER UNS DAS ALL ist zum Beispiel ein sehr feiner und verdammt kluger Film, dessen Thema obendrein fast jeden betrifft. Weil so viele Menschen aber am liebsten in der Herde blöken, wird es dieses ebenso brillante wie kurzweilige Drama über gewisse, moderne Beziehungsphänomene wahrscheinlich nicht einmal auf 10.000 Kinozuschauer bringen – trotz seiner unzweifelhaften Qualität! Und damit ist ÜUDA kein Einzelfall im deutschen Kino (siehe auch: DAS ROTE ZIMMER, PINGPONG, DIE UNERZOGENEN, BERGFEST, GEGENÜBER, DIE LIEBE DER KINDER und noch einige mehr).
Gute Filme gibt es immer wieder. Die Frage ist nur: Warum geht fast niemand rein?
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minate Thu, 26 Apr 2012 19:28:04 -0000
Antwort löschenUnd dein Kommentar berührt nicht mal 20 Leute. Von den nicht mal 10.000 Leuten die den Film sehen sollten, von den wenigen davon, die auf moviepilot angemeldet sind, von denen die Hälfte sowieso blöd ist, von dem Rest, die den Film tatsächlich interessant finden, bleiben nicht mal 20 Leute, die ihre Meinung durch dich als "der Welt mitgeteilt" empfinden. Traurige Welt
Sigmund Fri, 27 Apr 2012 09:37:51 -0000
Antwort löschenViele der allerbesten Filme sind nun mal alles andere als im herkömmlichen Sinne "gefällig". Traurig finde ich, dass die allermeisten Menschen darauf mit Desinteresse reagieren. Dass sie keine Neugier auf brillant beobachtete, wahrhaftige Geschichten haben, in denen sie eine Menge wesentliche Dinge über sich selbst und andere, über unsere innere wie äußere Natur lernen könnten. Stattdessen meidet man diese Art von Filmen, weil sie beispielsweise zu ehrlich sind um gewisse Standard-Sehnsüchte zu befriedigen. Und weil sie einen daran hindern, sich das Leben mit Simpelweltbildern à la Bildzeitung zu leicht zu machen.
minate Sat, 28 Apr 2012 22:21:12 -0000
Antwort löschenAußerdem weil sie sich die Welt viel zu gern schönreden, weil es wiederrum einfacher ist und weil sie (bis jetzt, meiner Beobachtung nach) schlicht und einfach zu dumm sind. Ich wünschte dieser Eindruck wäre falsch. Denken und Hinterfragen ist doch viel anstrengender als vorgekautes vorverdautes zu konsumieren. Vorgebackene Tiefkühl-Mikrowellen-aufgewärmte Menschen eben.
zmpfl Fri, 30 Nov 2012 11:31:23 -0000
Antwort löschen...puh, ganz schön deprimierende Stimmung hier in den Kommentaren..;-)
Um Eure Stimmung ein wenig aufzuhellen:
Ich bin einer von den inzwischen 23, hab mir auf Grund der Kritik den Film "reingezogen" und bin hellauf begeistert:
Tolles Thema, überwältigende Sandra Hüller, spannend und bewegend.
Mit dem Schluß hadere ich noch ein wenig, obwohl mir eigentlich auch kein "besserer" einfällt.
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Sigmund Fri, 30 Nov 2012 14:07:29 -0000
Antwort löschenFreut mich! :)
Das Ende des Films empfand ich auch als nicht ganz gelungen...
Aber ansonsten eben: wow!
Brentano Sat, 05 Jan 2013 00:04:23 -0000
Antwort löschenhey das mit den Perlen hast du jetzt aber 2 x geposted, habe es genau gelesen, ..alter