Über Wasser - Menschen und gelbe Kanister

Über Wasser - Menschen und gelbe Kanister (2007), LU/AT
Laufzeit 82 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 19.06.2008

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von Udo Maurer,

Auf den Spuren diesen lebenswichtigen Elements begibt sich Regisseur Udo Maurer in “Über Wasser” auf eine Weltreise. Das Wasser, natürliche Grundlage allen Lebens, verliert immer mehr an Selbstverständlichkeit. Zwischen Ware und Menschenrecht steht das Lebenselement immer häufiger im Zentrum der Aufmerksamkeit. In immer extremeren Erscheinungsformen – Dürre, Sintflut, Verschmutzung – entwickelt es eine Dramatik, die die Grundfesten der menschlichen Zivilisation erschüttert. “Über Wasser” erzählt in drei Geschichten von der existentiellen Bedeutung des Wassers für die Menschheit. Im überfluteten Bangladesch, wo aus Häusern Boote werden, in der Steppe Kasachstans, wo Fischerdörfer nach dem Verschwinden des Aralsees plötzlich in einer Wüste stehen, und in den dichtbesiedelten Slums von Nairobi, wo Trinkwasser zur Ware und zu einer Frage von Leben und Tod wird. “Über Wasser” ist ein eindringlicher Film, der die Selbstverständlichkeit und Vertrautheit unseres Alltags mit ein paar Fragen, Ahnungen und Zweifeln erschüttert. “Über Wasser” ist eine spannende Erzählung vom alltäglichen Kampf ums Überleben in der Gegenwart und in der Zukunft, die zeigt, dass das Wasser direkt vor unserer Haustür nicht mehr nur Lebensgrundlage, sondern Gefahr geworden ist.


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Kritiken (2) — Film: Über Wasser - Menschen und gelbe Kanister

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Seit geraumer Zeit privatisieren immer mehr Industrie- und Entwicklungsländer ihre Wasserversorgung und übertragen mitunter das gesamte System an private Unternehmen - meist weltweit operierende Wasserkonzerne, die den Leuten verkaufen, was ihnen ursprünglich selbst gehörte.
Dem gegenüber steht eine Bewegung, die den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu einem Menschenrecht erklärt hat, dass geachtet, geschützt und verwirklicht werden muss.
Dies ist der Hintergrund für Udo Maurers Dokumentarfilm „Über Wasser“. Der Film erzählt in drei Geschichten von der existenziellen Bedeutung des Wassers für die Menschheit: In der Steppe Kasachstans, wo Fischerdörfer und Schiffe nach dem Verschwinden des Aralsees plötzlich in einer Wüste stehen, und in den dichtbewohnten Slums von Nairobi, wo Trinkwasser zur teuersten, weil wichtigsten Ware wird: „Nicht jeder kann fließendes Wasser zu Hause haben“, sagt ein Wasserverkäufer, „auch die Finger meiner Hand sind nicht alle gleich lang.“
Wasser, das zwar überall vorhanden ist, aber als Bedrohung daherkommt, begegnet dem Publikum wiederum im überfluteten Bangladesch. Wohnhäuser müssen dort auf einmal als Boote herhalten.
Wasser als Luxus, Rohstoff, Waffe: „Über Wasser“ wirft viele Selbstverständlichkeiten über den Haufen.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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7.0Sehenswert

"Über Wasser" steht als Film, der sich mit globalen Verteilungsmechanismen beschäftigt, in einer neuen Tradition mit dokumentarischen Kinoproduktionen aus Österreich, die sich durch eigenwillige, kritisch-globale Ansätze und eine extravagante Bildsprache auszeichnen [...] Ein von Episode zu Episode differierendes visuelles Konzept macht die Problematik der Drehorte fast physisch erlebbar.

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