Un homme qui crie - Ein Mann der schreit
Un homme qui crie (2010), BE/TD/FR Laufzeit 90 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 07.04.2011
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von Mahamat-Saleh Haroun, mit Youssouf Djaoro und Dioucounda Koma
Der in die Jahre gekommene Adam ist in Un homme qui crie – Ein Mann der schreit Bademeister in einem Luxushotel in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad. Als chinesische Investoren das Hotel übernehmen, wird er durch seinen Sohn ersetzt und soll künftig als Parkplatzwächter der Herberge arbeiten. Adam fühlt sich degradiert und gedemütigt. Zeitgleich steht das Land am Rande eines Bürgerkriegs, bewaffnete Rebellen fordern die Regierung heraus. Die Regierung verlangt von jedem Bürger, sie im Kampf gegen die Rebellen zu unterstützen – entweder mit Geld oder mit einem Sohn im kampffähigen Alter. Adam hat kein Geld, er hat nur seinen Sohn…
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Cast & Crew
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Mahamat-Saleh Haroun
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Youssouf Djaoro
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Dioucounda Koma
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Emile Abossolo M'bo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Quartiermeister
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Hadje Fatime N'Goua
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Marius Yelolo
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Djénéba Koné
Regie
Schauspieler
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Heling Li
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madame Wang
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Rémadji Adèle Ngaradoumbaye
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John Mbaiedoum
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Mahamat-Saleh Haroun
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Afrika
- Handlung
- Arbeitslosigkeit, Bademeister, Bürgerkrieg, Chinese, Demütigung, Gefahr, Luxushotel, Rekrut, Stolz, Vater-Sohn-Beziehung
- Stimmung
- Ernst, Hart, Spannend
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Un homme qui crie - Ein Mann der schreit
Trailer zum Film Un homme qui crie - Ein Mann der schreit
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Kritiken (11) — Film: Un homme qui crie - Ein Mann der schreit
A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung
Kommentar löschenFast schon parabelhaft erzählt Mahamat-Saleh in Un homme qui crie - Ein Mann der schreit seine Geschichte eines Vater-Sohn-Konflikts, der zur Allegorie auf ein von Jahrzehnten der Bruderkämpfe zerrüttetes Land und nicht zuletzt auf das Entstehen von Kriegen überhaupt wird.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenMahamat-Saleh Harouns Meisterwerk »Un homme qui crie« verhandelt einen Vater-Sohn-Konflikt vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Tschad und kommt dabei nahezu ohne Gewaltdarstellung aus. Dennoch ist die Brutalität allgegenwärtig.
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Marguerite Seidel
Kommentar löschenMit meisterlichen Bildern frei von Afrikaklischees schafft es "Un homme qui crie" bis zum Schluss, kritisch von den Folgen von Armut, Globalisierung und Gewalt auf den einzelnen Menschen zu erzählen.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenEs ist, neben der souverän beiläufigen Entfaltung des Plots, vor allem dieses so andere Erzählen, das hier besticht. Aus ihm erwächst in Ein Mann der schreit, bei allem Wissen ums Weltkino, eine Weite und Großzügigkeit, wie sie so nur fern von Hollywood und fern auch von europäischen Filmsprachen gedeiht.
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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...
Kommentar löschenStaubtrocken, aufs Wesentliche konzentriert, ja geradezu nonchalant vollzieht sich in Un homme qui crie ein Drama vom Ausmaß einer antiken Tragödie. Beim Festival in Cannes wurde der Film im vergangenen Jahr mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.
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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...
Kommentar löschenDer afrikanische Film Un homme qui crie – Ein Mann der schreit erzählt ein Familien-Drama voll Witz und Zwiespältigkeit. [...] Ohne Sentimentalität, dafür mit angemessen dosierter emotionaler Wucht weiß Haroun die „unwirkliche“ Realität eines Bürgerkriegs mit seiner Geschichte über die Hässlichkeiten des Älterwerdens, der Eifersucht und der Feigheit zu verbinden.
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A. Busche: der Freitag A. Busche: der Freitag
Kommentar löschenHaroun führt mit Un homme qui crie einen dezidiert anderen Ton in den postkolonialen Diskurs des dritten Kinos ein. Denn Adam ist eine ambivalente Figur: Als Leidtragender des gesellschaftlichen Umbruchs ist er selbst nicht ohne Schuld. Er hat sich mit den Verhältnissen arrangiert, innerhalb der Hotelanlage ist seine Welt in Ordnung. Seiner Frau, die ihm einmal Apathie vorwirft, entgegnet Adam, dass nicht er sich verändert habe, sondern die Welt.
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Ilse Henckel: Spiegel Online Ilse Henckel: Spiegel Online
Kommentar löschenDrama der leisen Töne: Un homme qui crie - Ein Mann, der schreit ist beeindruckendes Kino aus dem von jahrzehntelangen Bürgerkriegen geschüttelten Tschad mitten im Herzen Afrikas - eine Innensicht auf einen Mann und sein Land.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenRegisseur Haroun verzichtet in Ein Mann, der schreit weise auf explizite Kriegsszenen, der Horror lässt sich auch ohne direkte Bilder erahnen. Manchmal etwas sehr simpel, hölzern und ungelenk wird von der paternellen Unmoral erzählt, und manchmal stören pseudopoetische Bilder. Am Ende des Films aber [...] ist eine große visuelle und emotionale Kraft zu spüren.
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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenUn homme qui crie ist also ein Film von einem afrikanischen Regisseur mit afrikanischem Hauptdarsteller, gedreht mit europäischen (Stil-)Mitteln; der Rhythmus ist getragen, an mancher Stelle ein wenig zu kunstfertig gedehnt. Bis auf wenige emotionale Ausschläge bleibt der Regisseur auf Abstand zu den Figuren, was die Parabelhaftigkeit der Geschichte unterstreicht. In langen Einstellungen, in bisweilen übermäßig schwelgend-schön und minimalistisch komponierten Bildern erzählt der Film eine tragische Vater-Sohn-Geschichte vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Tschad.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenSehr typisches afrikanisches Kino ist Mahamat-Saleh Harouns „Ein Mann, der schreit“, in guter wie schlechter Hinsicht. Stilistisch vom momentan so beliebten Minimalismus des internationalen Festivalkinos geprägt, erzählt der Film die berührende Geschichte eines Vaters aus dem zentralafrikanischen Staat Tschad, der seinen Sohn in den Bürgerkrieg schickt und zu spät erkennt, was er angerichtet hat. [...] Seine kontemplative Erzählweise, die langen Szenen, in denen fast nichts passiert, [...] entspricht ziemlich genau dem Minimalismus, der in den letzten Jahren besonders auf westlichen Filmfestivals zu finden war.
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Kommentar — Film: Un homme qui crie - Ein Mann der schreit
Kommentar schreibendae-su 2010/11/19 14:31:23
Kommentar löschenUN HOMME QUI CRIE - das ist großes, leises Kino aus dem Tschad. Vater und Sohn arbeiten gemeinsam am Pool des örtlichen Luxushotels, das natürlich vornehmlich von Weißen genutzt wird. Sie lieben den Job, sie lieben einander. Als der Vater vom Pool abgezogen wird und an die Hotelschranke verwiesen wird, zerbricht die Beziehung. Voller Neid und Missgunst sorgt er dafür, dass sein Sohn in den Bürgerkrieg eingezogen wird. Um daraufhin zu registrieren, was er getan hat - und daran zerbricht.
Der Film nimmt keine lauten Worte in den Mund, auch in den oberflächlich betrachtet "lauten" Szenen. Er zelebriert im Gegenteil die Langsamkeit, ist filmischer Exzess in Reinform. Begleiten wir als Zuschauer etwa den Vater zur Arbeit, so laufen wir mit ihm zu Fuß. Das dauert. Gibt dem Film aber viel von seiner dichten Atmosphäre, die durch die konsequent-distanzierte Erzählform unterstützt wird. Der sparsame Einsatz von Musik stellt akustische Spitzen dar, die umso mehr aus der Inszenierung herausstechen. Wenn die schwangere Freundin des Sohns bei seinen Eltern auftaucht, ein besprochenes Band von ihm aus dem Krieg anhört, dabei weint und nach Ende des Abhörens schmerzerfüllt zu singen beginnt - dann sind wir in den stärksten Momenten des Films. Kein Schnitt, keine Bewegung. Nur regloses Dabeisein, Anteil nehmen am Leid einer jungen Frau. Und am Leid des Vaters, der sich selbst geben möchte für seinen Sohn, mehr ist als reuevoll, sich selbst aufgeben will. Der Schluss wird konsequenterweise offen gehalten - und ist in dieser Hinsicht nur konsequent. Die Erzählung stoppt nicht, auch nicht nach dem Abspann. UN HOMME QUI CRIE läuft weiter im Kopf der Zuschauer, lässt auch 24 Stunden nach der Sichtung noch nicht los. Völlig verdient hat er in Cannes den Preis der Jury gewonnen. Schade, dass er trotz allem noch keinen Verleih gefunden hat.
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