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Und alle haben geschwiegen

Und alle haben geschwiegen (2012), DE Laufzeit 90 Minuten, Drama


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von Dror Zahavi, mit Senta Berger und Matthias Habich

Basierend auf dem Sachbuch Schläge im Namen des Herrn erzählt Und alle haben geschwiegen die persönliche Geschichte zweier Heimkinder im Deutschland der Nachkriegszeit.

‘Und alle haben geschwiegen’ erzählt die große Liebesgeschichte des jungen Mädchens Luisa (Alicia von Rittberg), die im kirchlichen Erziehungsheim auf ihren Leidensgenossen Paul (Leonard Carow) trifft. Hier erfahren sie beide die ganze Härte des Systems, werden seelisch und körperlich misshandelt und dienen als billige Arbeitskräfte. Besonders Schwester Ursula (Birge Schade) scheint es auf Luisa abgesehen zu haben. Während Luisa zur offenen Rebellion neigt, plant der stille Paul heimlich ihre gemeinsame Flucht, um dem Grauen zu entkommen. Doch ihre Freiheit währt nur wenige Stunden.

Im Berlin des Jahres 2008 treffen Luisa (Senta Berger) und Paul (Matthias Habich) nach 44 Jahren erneut aufeinander. Beide haben bisher über ihre Erlebnisse geschwiegen und sich in die Verdrängung geflüchtet. Doch Luisa sieht für sich den Zeitpunkt gekommen, ihr Schicksal öffentlich zu machen und sich damit ihrer Vergangenheit zu stellen.

(Quelle: ZDF)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Und alle haben geschwiegen
Genre
Drama
Zeit
1960er Jahre, 2008, Nachkriegszeit
Ort
Berlin
Handlung
Autoritäre Erziehung, Junge, Kinderheim, Kirche, Liebe, Macht, Machtmissbrauch, Mädchen, Schikane, Verdrängte Vergangenheit, Verlieben, Wiedersehen
Produktionsfirma
Aspekt Telefilm, ZDF

Kommentare (2) — Film: Und alle haben geschwiegen


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yaksr

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Bewertung5.5Geht so

„Und alle haben geschwiegen“ ist ein weiterer Teil der medialen Aufarbeitung von Misshandlungen in deutschen Kinderheimen während der 1960er Jahre. 44 Jahre nach den Ereignissen treffen die ehemals misshandelten Kinder Luisa (Senta Berger) und Paul (Matthias Habich) zwecks einer Anhörung zu dem Thema wieder aufeinander.

Der Film krankt leider daran nicht genau zu wissen, ob er jetzt Dokumentation oder Spielfilm sein möchte. Letztlich bebildert er die Misshandlungen glaubhaft und wird beim geneigten ZDF-Publikum für eine düstere Zeitreise in die Vergangenheit sorgen. So wichtig die Aufklärung der Misshandlungen auch sein mag, so mäßig spannend ist das Ganze inszeniert. Wie man dieses wichtige Thema spannend inszeniert zeigt beispielsweise ein „Sleepers“. Hier reicht es leider nur für durchschnittliche 5.5 Punkte.

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minkipinki

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Bewertung9.5Herausragend

Lügen, abwiegeln und vertuschen, das ist die Maxime, mit denen die katholische Kirche und gleichermaßen auch die Protestanten dieses heikle Thema jahrelang versuch haben unter den Tisch zu kehren, daran änderte auch der Runde Tisch nichts, an dem auch die Ministerin von der Layen teilgenommen hat, wo aber außer Lippenbekenntnis und verharmlosen der Umstände, in denen Kinder Jahrzehnte lag wie Sklaven in den verschiedenen Heime der Kirchen und Wohlfahrtsverbände Frondienst leiten mussten, bisher nichts geschah.
Ohne Rechte, sexuell missbraucht und als Arbeitssklaven ausgebeutet, ohne dass die Institute je eine Mark für die Zöglinge, die für sie schuften mussten, in die Sozialkasse eingezahlt, geschweige denn einen Arbeitslohn ausbezahlt haben.
Endlich hat jemand den Mut gefasst und das Thema in einem Film neu aufgegriffen, dafür verdient er meine Hochachtung.
So wie der Film darstellen will, war es aber in den meisten Heimen nicht, es war viel schlimmer, das sage ich aus eigener Erfahrung.
Den einzigen Trost, den ich dabei empfinde, ist, wenn es den Gott gibt, an den diese Unmenschen so sehr glaubten, dann bin ich mir sicher, dass sie für ihre Missetaten in der Hölle schmoren werden.

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