Universalove

Universalove (2008), RS/LU/AT
Laufzeit 80 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 28.01.2010

6.7 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.8 Community
11 Bewertungen
4 Kommentare
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von Thomas Woschitz, mit Dusan Askovic und Damian Smith

Marseille. Mit sehnsüchtiger Intensität schlägt Julies Herz, wenn sie an ihren Rashid denkt. Tokyo. Ein Computerbastler spürt unbändiges Herzklopfen, wenn er seine Angebetete bei der Arbeit in einer Suppenküche beobachtet und bringt dennoch nicht den Mut auf, sie anzusprechen. Ein Taxifahrer in Brooklyn steht vor einem emotionalen Abgrund eifersüchtiger Liebe zu einer schönen Frau und einem älteren Gentleman in Luxemburg gelingt es endlich, seine Gefühle für einen jungen Mann zu zeigen. “Universalove” wirft an allen Schauplätzen einen lebensklugen Blick auf die Liebe, auf ihre Verwirrungen, die Verrücktheiten und Vergeblichkeiten. Liebe passiert. Liebe findet statt. Sie transzendiert Grenzen, überall und in jedem Moment. Sie ist universell und doch hoffnungslos im Lokalen verankert. Thomas Woschitz und Naked Lunch schufen mit ihren virtuos verwebten Geschichten eine grenzüberschreitende Weltreise der Liebe. Zwischen Roadmovie, Episoden- und Musikfilm entstand eine filmische Oper voll großer Gefühle, tragischer Vergeblichkeit und alles in Frage stellender Hoffnung.

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Kritiken (3) — Film: Universalove

Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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7.0Sehenswert

Als Erzählungen um Eifersucht, Leidenschaft und Liebesleid sind die sechs Episoden (in schlanken 80 Minuten) absehbar dünn, die Impressionen sind zu oft zu nahe am Klischee. [...] Aber letztlich überwiegen die Beschränkungen des Konzepts: Der Verzicht auf Verknüpfung der Geschichten ändert nichts an ihrem exemplarischen Charakter. So belegen sie aber nur, dass Pop-Stehsätze im Sinne von „Love is All Around Us“ eben als Refrain besser funktionieren denn als Filmsujet – da wirken sie so nichtssagend wie allgemeingültig. Auch, weil der Eindruck einer technisch versierten Abfolge von Musikvideos überwiegt.

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Felix Frieler: critic.de

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Das lockere Konzept des Films, seinen Gegenstand nicht festnageln zu wollen, eröffnet zwar breite Möglichkeiten zur Assoziation, läuft aber zugleich ständig Gefahr, beliebig und selbstreferenziell zu werden. Der Stoff ist dann zwar in keine festen Deutungsmuster gepresst, aber ein Erkenntnisgewinn stellt sich ebenfalls kaum ein. So hinterlässt der Film nur einen atmosphärischen, unmittelbar flüchtigen Eindruck.

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6.5Ganz gut

Etliches wohnt in Universalove denn auch nahe am Klischee: der autistische japanische Computertechniker und Goldfischfreund etwa, dessen Liebeswerben von Stalking eigentlich nur schwer zu unterscheiden ist. Oder die Favela-Bewohnerin in Brasilien, die ausgerechnet dem von ihr verehrten Telenovela-Star vors Auto läuft und etwas emotionale Authentizität in sein dekadentes Dasein bringt - sie wirken wie schablonenhafte Träger von kulturellen Zuschreibungen, die nicht zuletzt das Weltkino mit befördert.

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Kommentar — Film: Universalove

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MartinWieandt

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Bewertung3.0Schwach

Universalangeweile. With almost no action, sparse dialogue and much music, this looks more like a music video than a feature film. Pass.

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