Unkraut im Paradies
Unkraut im Paradies (2010), DE Laufzeit 85 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 22.07.2010
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Skala 0 bis 10
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4 Kommentare
Keine
von Bartosz Werner, mit Remo Schulze und Klara Manzel
Lukas nimmt’ s leicht. Sein Leben ist ein Spiel, eine große Party. Er ist jung, gut aussehend und beliebt bei den Mädchen. Seine Prioritäten im Leben sind klar gesetzt: Klamotten, Frauen und er selbst. Seine Freundin Meike ebnet ihm seinen einfachen Lebensweg noch zusätzlich: Lukas wohnt in ihrer Wohnung, sie räumt hinter ihm her, schmeißt den Haushalt und setzt sich bei seinem Chef für ihn ein. Erst als sie wegen einer Geschlechtskrankheit ins Krankenhaus muss, erfährt sie am eigenen Leib, wie wenig Lukas bereit ist zu geben. Lukas kümmert sich nur halbherzig um sie. Mehr als ihre Gesundheit beschäftigt ihn die Frage, wann sie “endlich wieder können”. Selbst Meike muss nach diesem Fehltritt erkennen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Sie fordert Abstand von ihm. Lukas packt darauf hin die Koffer und zieht zu seinem Bruder und dessen Freundin Anna. Als Anna Lukas Verhalten in Frage stellt, überwirft er sich mit den beiden. So stolpert er von einem Problem ins nächste: Seine Jobs kann er nie lange behalten, er fällt durch seine Prüfungen und gerät immer wieder in Schlägereien.
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Cast & Crew
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Bartosz Werner
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Remo Schulze
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Klara Manzel
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Annika Blendl
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Lina Rabea Mohr
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Bo Hansen
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Julia Franzke
Regie
Schauspieler
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Bartosz Werner
- Genre
- Familiendrama, Coming of Age-Film
- Zeit
- 2010er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Deutschland, Hamburg
- Handlung
- Adoleszenz, Bruder, Egoismus, Familienkonflikte, Geschlechtskrankheit, Gewalt, Heranwachsen, Jugend, Sex, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verlassen der Familie
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Hart
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Unkraut im Paradies
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Kritiken (3) — Film: Unkraut im Paradies
Tina Hedwig Kaiser: fluter Tina Hedwig Kaiser: fluter
Kommentar löschenRegisseur Bartosz Werner ("Preußisch Gangstar") hat eine wunderbare Coming-of-Age-Geschichte erzählt, die nie in die Fallen des Klischees tappt und einen vielschichtigen und zerrissenen Protagonisten zeigt, der trotz aller Kritisierbarkeit auch eine gewisse Liebenswürdigkeit offenbart.
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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenEs ist ein kleines Wagnis, mit Längen allerdings, in einem Jugendfilm einen Anti-Helden zu zeigen, der keine Entwicklung durchmacht und in einer Wiederholungsschleife gefangen scheint. Die forciert lustige Filmmusik legt nahe, dass es sich um eine Komödie handelt; allerdings wirkt dies trotz witziger Momente eher wie die zielgruppenkonforme Verpackung. Denn der Film ist eher ein Coming-of-Age-Drama, auch wenn die Hauptfigur die Pubertät schon eine ganze Weile hinter sich hat und ihren Weg ins Erwachsenenleben etwas verspätet antritt. Insofern porträtiert „Unkraut im Paradies“ die Generation der um die 20-Jährigen, die taten-, motivations- und verantwortungslos im Ungefähren der Postpubertät hängen bleibt, nach wie vor aufopfernd umsorgt von den eigenen Eltern.
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A. Seitz: Berliner Zeitung A. Seitz: Berliner Zeitung
Kommentar löschenBartosz Werners nach "Preußisch Gangstar" zweiter Spielfilm, ist ein Gesellschaftsporträt, dessen Tiefgründigkeit sich erst nach und nach erschließt. Zunächst wundert man sich über das dargestellte Geschlechterverhältnis: über die patente Meike und den Luftikus Lukas, deren antiquiertes Rollenverständnis direkt aus den 1950ern stammt. Allmählich wird dann klar, dass "Unkraut im Paradies" nicht nur ein beunruhigend akkurates Porträt gegenwärtiger, vom Backlash geprägter Geschlechterverhältnisse liefert, sondern dass mit Lukas ein Repräsentant im Zentrum steht, der einem mindestens suspekt, wenn nicht gar unsympathisch ist. Ein typischer Vertreter jener in der Adoleszenz stecken gebliebenen Generation also, deren ideelle Perspektivlosigkeit sich widerspiegelt in einem ewigen Praktikanten-Dasein.
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Kommentar — Film: Unkraut im Paradies
Kommentar schreibenvuvuzela 2011/11/22 02:35:35
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