Unter dir die Stadt

Unter dir die Stadt (2010), FR/DE
Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.03.2011

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7.3 Kritiker
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6.5 Community
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von Christoph Hochhäusler, mit Robert Hunger-Bühler und Nicolette Krebitz

Der Bankmanager Roland (Robert Hunger-Bühler) verliebt sich in Svenja (Nicolette Krebitz), die Frau eines Angestellten. In Unter dir die Stadt entwickelt sich eine heimliche Beziehung, die von Treffen zu Treffen existenziellere Züge annimmt. Roland (Robert Hunger-Bühler) benutzt seine Macht, um Svenjas Mann (Mark Waschke) durch eine Versetzung aus dem Spiel zu halten. Als sie davon erfährt, fühlt sie sich manipuliert und beendet die Affäre. Ihre Ablehnung bringt Roland (Robert Hunger-Bühler) ins Wanken…

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Kritiken (5) — Film: Unter dir die Stadt

Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Regisseur Christoph Hochhäusler verweigert sich leichten vordergründigen Erklärungen, er liebt das Spiel mit Rätseln und setzt auf die Aussagekraft seiner Bilder. Kein leichtes Kino, aber auf jeden Fall ein atmosphärisches Erlebnis.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

Unter dir die Stadt, die so eindrucksvolle wie befremdliche Liebesgeschichte aus dem Zentrum der Macht in Frankfurts Bankenviertel irritiert den Zuschauer, der sich erst einmal einer klassischen Konstellation gegenüber sieht.

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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online

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7.5Sehenswert

Unter dir die Stadt ist vieles: Vexierspiel der Liebe(striebe), Kammerspiel der Beziehung(slosigkeit), Druckkessel der Macht(spiele). Und das Porträt der modernen kühlen hessischen Bankenmetropole Frankfurt am Main. [...]
Das Frankfurt, das Kameramann Bernhard Keller dabei visuell einfängt, ist eines der klaren geometrischen Anordnungen, der kühlen sachlichen Nüchternheit, der entfärbten Emotionslosigkeit. Der räumlichen Leere auch. Diese sehr kinematografische Visualität ist von betörender Einfachheit und Reduktion.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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6.0Ganz gut

Jenseits der kühlen Strenge der Inszenierung und dem perfekten Auge für eine Architektur der Gier und Arroganz schwächelt "Unter dir die Stadt" vor allem an der Art, wie [...] die Dreiecksgeschichte behandelt wird. [...] Da diese "Liebesbeziehung" [...] der Motor der Erzählung sein soll, kommt der ganze Film nicht so richtig in Gang. Die gewollte Stille und Sperrigkeit, die bisher Hochhäuslers Markenzeichen waren, wirkt sich hier kontraproduktiv aus. Der offensichtliche Verzicht auf Gefühle und Leidenschaft lässt das ganze Projekt blutleer aussehen.

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G. H. Jekubzik: programmkino.de G. H. Jekubzik: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Spannend kühl inszeniert Christoph Hochhäusler die Affäre eines Frankfurter Bankers mit der Frau eines Angestellten in „Unter dir die Stadt“. Aus einer zufälligen Begegnung wird ein Beziehungs- und Machtkampf mit überraschenden Verhältnissen. „Unter dir die Stadt“ ist kluges Kopfkino und vermittelt in einem überzeugenden ästhetischen Konzept die Skrupellosigkeit abgehobener Machtmenschen auch emotional.

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Kommentare (6) — Film: Unter dir die Stadt

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wokdav

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Bewertung2.5Ärgerlich

+ hervorragende Kameraarbeit
+ sehr gut gespielt
- fürchterlich langweilig (man wiederhole diesen Punkt zehn mal)

Letztendlich bin ich über das Cover auf den Film aufmerksam geworden, weil die Hauptdarstellerin auf dem Bild so aussieht wie Charlotte Gainsbourg. Schlechte Strategie.

So wie ich das verstehe, hat der Film drei Handlungsstränge und alle plätschern völlig belanglos vor sich hin. Es ist klar, dass das hier kein Blockbuster ist, aber auch bei einem Laberfilm braucht man was, an dem man sich aufhalten kann. Bei "The Social Network" waren es diese unfassbaren Dialoge, die einen nicht mehr loslassen. Menschen, die sich gegenseitig versuchen auszustechen. Bei der ersten Hälfte von "Melancholia" entfaltet sich Stück für Stück ein Fiasko. Solche Sachen sind interressant.
Doch dieser Film konnte mir nichts anderes bieten als Leute, die herumsitzen oder stehen und reden. Er hat mich schlichtweg zu Tode gelangweilt. Ich will meine Zeit zurück und mir für diese Zeit ein Snickers kaufen.

Fazit: Ich habe mir während des Films mehrfach den Tod gewünscht.

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Ichundso

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich mag deutsche Filme. Ich mag Dialogfilme. Ich mag anspruchsvolle Filme. Und ich wollte 'Unter dir die Stadt' mögen (guter Filmtitel übrigens). Ich wollte 8, 9 oder 10 Punkte vergeben. Was mich daran hindert, ist die einfache Tatsache, dass Unter dir die Stadt (neben Sucker Punch) zum Langweiligsten gehört, was ich jemals gesehen habe.

Nicolette Krebitz spielt eine Figur, die Svenja heißt, aber eigentlich Sarah Kuttner ist. Nur dass das niemand falsch versteht, ich liebe Sarah Kuttner, aber ich möchte Sarah Kuttner nicht ewige Szenen lang dabei zusehen, wie sie inmitten von vollkommen unkuttneresken Leuten steht und sich mit ihrer Sarah Kuttnerartigkeit so irre von denen abhebt, dass auch der blödeste Zuschauer mitbekommt, was der Regisseur mit einem Megafon im Kinosaal zu brüllen scheint: "Sie gehört da eigentlich nicht hin!"

Dazu kommen die Dialoge, die, ganz im Stile des modernen Kunstfilms, so realitätsfern wie nur möglich sind und die schlichte Tatsache, dass man auch ein schönes Bild ziemlich öde findet, wenn man es sich zwei Stunden am Stück ansieht. Ich schreibe das wirklich nicht gern, aber dieser Film hätte eine Kürzung auf achzig Minuten, mehr Musik und mehr Kamerafahrten gebraucht, denn so, wie er jetzt ist, ist er vielleicht ein akkurates Porträt der Frankfurter Finanzszene, aber das nützt nicht viel, wenn man schon nach einer halben Stunde vollkommen die Lust verliert. Keine Identifikationsfiguren, keine voll durchdachten Charaktere und absolut nichts, was irgendwie unterhalten oder mitreißen kann. 'Unter dir die Stadt' ist ein Versuch und leider ein misslungener. Das geht besser. Ehrlich.

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Myller

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Bewertung4.0Uninteressant

Einsamkeit und Sex und Mitleid -- Sollten sich künftige Generationen fragen, wie es um die deutsche Befindlichkeit anno 2010 bestellt gewesen ist, werden sie hier eine Antwort finden. Der Film gibt ein getreues Abbild der zynischen Tristesse und neurotischen Verzweiflung unserer Zeit. Ein graues Gemälde von grauen Menschen, die apathisch ihre Vernichtung erwarten (oder gar ersehnen?): "Es geht los...".

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Sigmund

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Bewertung7.5Sehenswert

Intelligente Parabel über Macht und Verantwortung, kühn angesiedelt im platitüdengefährdeten Bankermilieu.
Abgesehen von vereinzelten, harmlosen Schnitzern ("Man kann nicht alles haben" - "Ach ja?") gelingt es Hochhäusler sein Skyscraper-Drama subtil, glaubwürdig und lebendig zu erzählen. Dabei nutzt er die Vorzüge der Berliner Schule: bleibt nah an der Wirklichkeit und verzichtet auf Zuschaueranbiederung - ohne aber zu zerfasern oder prätentiös auf Unzugänglichkeit zu setzen (wie beispielsweise die Kollegen Arslan und Schanelec immer wieder mal). U.d.d.S. ist sogar unterhaltsam im besten Sinne: dicht erzählt und voll mit kleinen, originellen Drehbuch- und Regie-Ideen (mein Favorit: die Psychospiele auf Vorstandsebene).
Stark auch die Darsteller - von Nicolette Krebitz' eisiger Erotik bis zu Corinna Kirchhoff, deren faszinierend natürliches Spiel in ihrer Nebenrolle fast verschenkt ist.

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AugusteB

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandioser Film. Wenn das Berliner Schule ist, möchte ich da mein Abitur nachholen.

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SuperPanavision70

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Faszinierender Versuch, eine Welt zu porträtieren, die doch keiner kennt. Sehr zu empfehlen!

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