Unter Schnee

Unter Schnee (2011), DE
Laufzeit 108 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Fantasyfilm, Kinostart 15.09.2011

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7.2 Kritiker
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Skala 0 bis 10
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von Ulrike Ottinger, mit Eva Mattes

Im Schneeland Etchigo – und ganz besonders in der Gegend von Uonuma – liegt der Schnee oft viele Meter hoch und bedeckt Landschaft und Dörfer bis in den Mai hinein. Hier, wo man mit und unter dem Schnee lebt, haben die Menschen ganz eigene Formen des Alltags, der Feste und religiösen Rituale entwickelt. Die Kinder bauen sich Schneeschlösser, in die sie kleine Matten legen, kochen und singen. Im Frühjahr sägen die Bauern den hart gewordenen Schnee in Blöcke, um sie von den Feldern zu schleppen, damit wieder Reis oder Gemüse angebaut werden kann. Die im Schnee eingeschlossenen Frauen stellen gemusterten, gesprenkelten, karierten, weißen oder marineblauen Krepp her. Verkaufsstände, Wege, unterirdische Verbindungsgänge zwischen den Häusern, Tempel und Opferstätten werden aus Schnee gebaut; ja selbst Theater mit Bühne, Blumensteg und Zuschauertribüne. Die Schauspieler, enthusiastische Laien aus dem Dorf, haben zwei Kabuki Darsteller eingeladen, um ihrer Vorführung mehr Glanz zu verleihen.

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Unter Schnee

Elisabeth Maurer

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8.0Ausgezeichnet

...Wie sich herausstellen wird, ist die Vermischung verschiedenster Ebenen der Narration und der Zeit, oder besser noch ihre Koexistenz, zentrales Element von Unter Schnee, dem neuen Film von Ulrike Ottinger....

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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8.5Ausgezeichnet

„Unter Schnee“ ist ein Film voller verwunschener Bilder, die auf eine leise Art gewaltig sind und sich festsetzen.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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6.5Ganz gut

In seiner mäandernden Atmosphäre, geprägt von wunderbaren Aufnahmen, unterlegt von traditioneller japanischer Musik, ist „Unter Schnee“ ein Dokumentarfilm, der sich wohltuend von den Konventionen des Genres abhebt und eine ganz eigene, poetische Sprache findet.

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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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6.0Ganz gut

Stilisierung und präzise Beobachtung mäandern in eine Landschaftsvision, in der Theatralik, Kulturhistorie und Ethnografie ein einheitliches und dennoch klar abgegrenztes Gesamtwerk ergeben gleich den Flocken des Schneeatlas.

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Supereule

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Bewertung6.0Ganz gut

Die langsamen Kamerabilder beeindrucken ein ums andere Mal und bilden mit den traditionellen Musiktönen wie mit der angenehmen Erzählstimme von Eva Mattes das Grundgerüst des Films, welches weit über dokumentarische Grenzen hinausgeht und eine fremde Kultur zeigen möchte, die sich über Jahre hinweg zwar entwickelt, aber nicht enorm verändert hat. Es geht um das Schneeland in der Provinz Echigo, wo monatelang der Schnee liegt und die Dörfer von der Außenwelt abgrenzt. Regisseurin Ottinger begibt sich auf die Spuren dieser Welt und vermischt dokumentarischen Stil mit epischer Form zu einem gar nicht so konventionellen Konstrukt, aus der eine visuell ansprechende Reise ins Reich der Mythen und Rituale wird. Ihr gelingt eine wirklich famose Grenzwanderung zwischen zwei unterschiedlichen Stilen und unterstreicht ihr Interesse an der filmischen Auseinandersetzung mit der für viele westlichen Bürger so schwierig zu verstehenden und auch vielfältigen asiatischen Kultur.

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