Unverblümt - Nichts ist privat

Towelhead (2007), US
Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama

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6.7 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
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von Alan Ball, mit Eugene Jones und Gemmenne de la Pena

Unverblümt – Nichts ist privat (OT: Towelhead) dreht sich um die 13jährige Jasira Maroun, die von ihrer Mutter zu ihrem strengen libanesischen Vater nach Houston, Texas geschickt wird. Dieser ist zwar bemüht sich liberal und weltoffen zu zeigen – jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. So verbietet er seiner pubertierenden Tochter einen schwarzen Jungen zu sehen, in den sich Jasira verliebt hat. Abgesehen von ihrem eigenen Vater hat das Mädchen es noch mit dem Vater eines Nachbarsjungen (Aaron Eckhart) zu tun, dessen Interesse an ihr nicht ganz unschuldig ist.

Unverblümt markiert das Regiedebut von Drehbuchautor (American Beauty) und Serienmastermind (Six Feet Under – Gestorben wird immer, True Blood) Alan Ball. Der Film mit – zumindest was den amerikanischen Markt angeht – brisantem Inhalt (Sexualität von Jugendlichen, Islam) feierte seine Premiere beim Toronto Filmfestival im September des Jahres 2007. Seine Deutschlandpremiere “feiert” Unverblümt, immerhin das Regiedebut einer namhaften TV-und Kinogröße, gut vier Jahre später – als DVD Premiere.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Unverblümt - Nichts ist privat

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

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6.0Ganz gut

Balls zunächst leichtfüßig erscheinende Coming-of-Age-Geschichte um (sexuelle) Selbstbestimmung und Identitätsstiftung wird jedoch zusehends mit Problemen angereichert, bis sie vollkommen überladen zu kollabieren droht. (...) Dem Zuschauer sind die Hauptfiguren leider auch mangels vielschichtiger Zeichnung weitestgehend egal.

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Kommentare (8) — Film: Unverblümt - Nichts ist privat

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Anscheinend ein recht unbekannter Film (ich bin auch nur zufällig drauf gestoßen) was eigentlich seltsam ist, immerhin ist "Towelhead" doch von niemand geringerem als Oscargewinner Alan Ball, welcher unter anderem auch für das Drehbuch von "American Beauty" verantwortlich ist. Und obwohl "Towelhead" im Gegensatz zu jenem Streifen nicht gänzlich Balls Fantasie entsprungen ist, sondern auf einem Roman basiert, sind sich die beiden Filme durchaus ähnlich.

Denn auch in "Towelhead" wird ein Blick hinter die, auf den ersten Blick makellos erscheinende, Fassade einer amerikanischen Vorstadt geworfen. Durch den Zusammenprall der Kulturen, schließlich ist Hauptfigur Jasira libanesischer Herkunft, ist das ganze Szenario zudem äußerst interessant gestaltet. Interessant, aber auch bedrückend. Es geht um Rassismus, Krieg und Vergewaltigung. Dabei wirkt alles sehr bedrückend, erschreckend und schockierend, gleichzeitig aber auch sehr realistisch und echt. Daher sicher kein leichter Film. Aber ein sehr guter, und ein sehenswerter sowieso. Es ist ein sehr leiser Film, der sehr zurückhaltend inszeniert wurde, was dem Ganzen aber keinerlei Abbruch tut, da diese Ruhe der Geschichte und der Art wie sie erzählt wird absolut angemessen ist. Es gibt nämlich keinen großen Knall, keine ausufernden Überraschungen, sondern einfach nur eine ruhige, lebensnahe, bewegende Story. Großartig geschrieben und mit einem starken Cast ausgestattet, ist "Towelhead" ein nachdenkliches, fesselndes Coming-of-Age-Drama, das relativ unscheinbar daherkommt, sich, unter anderem durch die dargestellten psychischen Grausamkeiten, aber doch rasch festsetzt. Ein Film, der nachwirkt und garantiert ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

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nessuno

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was für ein unglaublich dämlicher deutscher Titel!

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mattxl

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Bewertung6.0Ganz gut

Als Fan von "American Beauty" und "Six Feet Under" muss ich leider sagen: Man findet viele Themen, die Alan Ball dort schon durchdekliniert hat, hier wieder, auch seinem Milieu bleibt er treu. Seltsamerweise funktioniert das hier aber nicht recht, was nicht an den Schauspielern liegt, sondern an Dialogen, die zu häufig "überraschen" wollen, mitunter fast grotesk-unglaubwürdig wirken. Dadurch erhalten die Figuren an keiner Stelle die Tiefe der Protagonisten aus American Beauty oder Six Feet Under. Man fühlt nicht mit ihnen mit - obwohl ihnen wahrlich grauenhafte und tragische Dinge widerfahren. Komischerweise sind aber auch die komisch gemeinten Szenen nicht wirklich komisch - das Ganze hängt irgendwie unentschieden zwischen den Genres. Vielleicht hätte Ball aus dem Stoff besser eine Fernsehserie gemacht.

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BobbyIII

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Bewertung5.5Geht so

Zu prätentiös und klischeebeladen präsentiert sich das Spielfilm-Regiedebüt von Drehbuch-Autor Alan Ball (American Beauty). Alle möglichen Rassismus-Klischees werden, von allen Parteien, bedient und der Pädophilie-Plot wird gekonnt zur Aufmerksamkeitshascherei eingebaut. Den Schauspielern möchte man im Allgemeinen nichts vorwerfen. Schon gar nicht Summer Bishil, die man wegen ihres Mutes zu dieser Darstellung wirklich loben muss. Der seit geraumer Zeit trendgewordene Plot mit "möglichst" schockierenden Ausführungen und Abgründen die Risse in der amerikanischen Vorstadt aufzuzeigen, funktioniert hier wie auch Andererorts immer noch, wenn auch nicht mehr so einnehmend. Abschließend ist der Film dann doch stellenweise zu gut (wenn auch sehr klischeebeladen) gemacht um ihn komplett zu zerreißen!

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Bandrix

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Bewertung9.0Herausragend

Eine Schande!
Es ist einfach eine gottverdammte Schande, dass dieser Film niemals das Licht der DVD- Veröffentlichung hier in Deutschland erblickte.
Dabei ist „Towelhead“ das Regiedebüt von Alan Ball, dem Drehbuchautor von „American Beauty“ und Schöpfer der Serie „Six Feet Under“.
Und auch „Towelhead“ zeugt von allerhöchster Qualität.
Da wäre zum Beispiel die Darstellerriege, namentlich Aaron Eckhart, Toni Collette und Maria Bello. Allesamt Charakterdarsteller, die wirklich hervorragend aufspielen. Doch eine stiehlt sämtlichen Beteiligten hier die Show. Summer Bishil! Sie spielt die frühreife 13- Jährige mit solch einer Hingabe, dass man sich ihr nur schwer entziehen kann. Wie keiner der übrigen Darsteller im Film. Sie ist mal kindlich naiv, nur um dann wieder berechnend und kalt zu sein. Ganz großes Kino.
Ball inszeniert seine Geschichte routiniert. Wer hier eine normale coming-of-age-Story erwartet ist eindeutig Fehl am Platze. Alan Ball packt in seinen Film wirklich alles rein, dass ein Problem darstellt.
Da hätten wir Vergewaltigung von Minderjährigen, das Leben innerhalb einer Minderheit, Rassismus und natürlich das Erwachsenwerden selbst.
Ich verstehe, wenn das dem einen oder anderem Zuschauer zu viel ist. Mir kam „Towelhead“ allerdings nie zu vollgepackt und gewollt rüber. Was, wie schon gesagt, auch an den tollen Darstellern liegt, die das Geschehen sehr glaubhaft wirken lassen.
Der Film hat einen eigentlich lockeren Grundton, jedoch wird es nie übermäßig witzig. Es bleibt zumeist sehr ernst und realistisch. Nur hin und wieder wird dem Zuschauer ein kurzes Durchatmen in Form von Situationskomik geboten. Das ist dann aber eher die Ausnahme, als die Regel. Die meiste Zeit ist man einfach gespannt, ob die Situation eskaliert oder eben nicht.
Fazit: Ein überraschender und wirklich guter Film, der viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Da kann man nur den Kopf schütteln

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phoenix409

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Wenn ich den Film nicht schon vorgemerkt hätte, jetzt würde ich es auf jeden Fall tun. :)


anami

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man könnte bei TOWELHEAD erst mal denken, da kommt schon wieder so ein "coming-of-age"-Film daher. Aber weit gefehlt: Hier werden die moralischen Gewohnheiten radikal auf den Kopf gestellt. Die Neugierde der 13-jährigen Jazira lässt einen als Zuschauer so einiges mit machen, bis man dann merkt, dass die Grenzüberschreitung schon längst stattgefunden hat. Wie wohl auch im real-live...

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Sanylein

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Bewertung6.5Ganz gut

Find ich eigentlich ganz sehenswert, aber nicht der beste Film zum Thema Erwachsen werden.

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endlesssporadic

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Bewertung7.0Sehenswert

Hätt´ich von Two-Face gedacht...

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