Upside Down: The Creation Records Story

Upside Down: The Creation Records Story (2010), Laufzeit 101 Minuten, Dokumentarfilm

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von Danny O'Connor, mit Noel Gallagher und Alan McGee

Die Musikdokumentation Upside Down: The Creation Records Story zeigt die Geschichte hinter dem erfolgreichen britischen Independentlabel Creation Records. Mit dabei sind z.B. Oasis und Jesus and Mary Chain.


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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mal sehen, die guten alten 80er - war ich zu jung, um was zu aktiv zu erleben. Und doch zehre ich bis heute von all den großartigen Künstlern, die damals der Musik ihren eigenen Stempel aufdrückten und den fantastischen Nachzüglern wie der Grunge-Welle (Zähne-Knirschen!) erst den Boden bereitet haben. In good ol' Britain ist es vor allem jemanden namens Alan McGee zu verdanken, dass im Underground eine Welle ihren Anfang nahm, die später die ergraute Dinosaurierschaft des Pop ablösen sollten. Vom kleinen Kellerstudio, dem vermeintlichen Selber-Platten-Verpacken bis zum Siegeszug durch die US-Charts, den größten englischen Festival-Geländen: Hier ist irgendwie alles drin und fasziniert umso mehr, denn Creation Records durchlebte in weniger als zwanzig Jahren so ziemlich alles vom Rock 'n' Roll-Party-, Drogen- und Größenwahn-Exzess. Und konnte das doch stets mit unglaublichen Acts belegen. Eine kleine Auswahl: The Jesus And The Mary Chain, Primal Scream, My Bloody Valentine, Super Furry Animals, Saint Etienne, Swervedriver, Teenage Fanclub bis hin zu Oasis. Wer sich an die seligen Tage des aufregenden Musikdaseins zurückerinnern will oder einfach auf fantastische Alternative Musik steht und ein paar Klassiker kennen lernen möchte, der sollte sich ruhig mal die Geschichte des Labels reinziehen. Die wird von MacGee, seinen engsten Mitstreitern, Mitgliedern beinahe aller Label-Acts und Anhängern der Musikpresse informativ und unterhaltsam aufbereitet. Da gibt es keine langweilige oder gar ruhige Minute. Eine kleine, verschrobene Doku, die offenherzig erzählt und kommentiert wird. Mit allem Wahnwitz, jedem Mittelfinger und dem doch eintretenden Kuschelkurs mit den Majors, jedem Nervenzusammenbruch und Drogenkollaps. "Upside Down" macht auf spaßige Art und Weise klar, wie ein leider schon eingestampfter kleiner Laden enormen Anteil daran hat, dass die Charts eben doch nicht in den kalten Händen von Genesis und Co. geblieben sind. Und das ist ein wunderschöner Verdienst, bestimmt nicht nur für meine Ohren.

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