Val Montana - Die Jahrhundertlawine
Val Montana - Die Jahrhundertlawine (2008), FR/AT/DE Laufzeit 86 Minuten, FSK 12, Katastrophenfilm, Drama
0 Bewertungen
Skala 0 bis 10
20 Bewertungen
3 Kommentare
Keine
von Jörg Lühdorff, mit Vincent Perez und Eva Habermann
Anne und ihr Freund Marc haben Bereitschaftsdienst bei der Bergwacht in Vent, als sie zu einem Einsatz gerufen werden: Annes Bruder Michael schwebt in Lebensgefahr. Trotz größter Anstrengung schaffen die beiden es nicht, Michael zu retten und müssen hilflos mit ansehen, wie er in den Tod stürzt. An diesem Unglück zerbricht Anne und auch die Beziehung zu Marc, der Vent daraufhin den Rücken kehrt und so nie von der Geburt seines Sohnes Nik erfährt. Acht lange Jahre vergehen, bis Michaels Leiche gefunden wird. Um an der Beerdigung teilzunehmen, kehrt Marc ins tief verschneite Ötztal zurück. Aufgrund der angespannten Wetterlage in Vent wird der Bürgermeister eindringlich vor der Lawinenabgängen gewarnt. Ungeachtet der Gefahren will er dennoch den Ort nicht evakuieren, weil er einen Imageverlust der Touristenregion befürchtet. Er erkennt den Ernst der Lage erst, als sich die Ereignisse bereits überschlagen: Kleinere Lawinenabgänge, gesperrte Brücken: Vent ist plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lawinengefahr wächst unaufhörlich weiter, bis ein dumpfes Grollen das Tal erschüttet: Die Jahrhundertlawine rast auf Vent zu und richtet eine unvorstellbare Katastrophe an.
Der junge Assistenzarzt Marc (Perez), der gemeinsam mit seiner Freundin Anne (Nosbusch) Bereitschaftsdienst bei der Bergwacht werden zu Hilfe gerufen, als ein Snowboarder in Lebensgefahr gerät – Annes Bruder Michael. Die Rettung misslingt und Michael stürzt ab. Anne und Marc machen sich Vorwürfe, weil es ihnen nicht gelungen ist, ihn zu retten. Das Paar trennt sich, Marc geht nach Frankreich.
Erst als nach acht Jahren Michaels Leiche gefunden wird, gibt es für Marc und Anne das erste Wiedersehen. Marc fährt zur Beerdigung in das Bergdorf Vent. Im Gegensatz zu Annes Vater Anton (Aladin Reibel), der Marc herzlich begrüßt, will Anne mit Marc nichts zu tun haben. Sie hat den Tod ihres Bruders ebenso wenig verkraftet wie die Trennung von Marc, dem sie bis jetzt verschwiegen hat, dass er der Vater ihres Sohnes Nik (Joel Eisenblätter) ist. Und Anne will auch nicht, dass Nik es erfährt. Ihm hat sie gesagt, sein Vater sei tot.
Als Marc am nächsten Tag Vent verlassen möchte, hat sich die Wetterlage zunehmend verschlechtert. Während Marc und Anne zum ersten Mal über die missglückte Rettung von damals sprechen, baut sich am Berg eine stetig wachsende Schneemasse auf. Eine gewaltige Lawine aus Schnee und Eis rast auf das Dorf zu. Die Menschen geraten in Panik. Die Druckwelle wirbelt Autos durch die Luft, deckt Häuser ab, reißt Gebäude aus den Fundamenten. Dann begräbt die Schneewalze das kleine Dorf unter sich.
Anne und Marc, in einem Geländewagen verschüttet, werden in letzter Sekunde von Anton und Nic gefunden und gerettet. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Wegen des schlechten Wetters können die Rettungshubschrauber Vent nicht anfliegen. Unter den Überlebenden verbreitet sich die Angst, dass weitere Lawinen abgehen können.
Cast & Crew
-
Jörg Lühdorff
-
Vincent Perez
-
Eva Habermann
-
Joel Eisenblätter
-
Désirée Nosbusch
-
Aladin Reibel
-
Krzysztof Stelmaszyk
Regie
Schauspieler
-
Coraly Zahonero
-
Sebastian Edtbauer
-
Gloria Nefzger
-
Josef Pfitzer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rettungshelfer
-
Christine Klein
-
Antonio Putignano
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monsieur Schiller
-
Walter Kärger
- Genre
- Katastrophenfilm, Drama
Drehbuch
Filmdetails Val Montana - Die Jahrhundertlawine
Fans dieses Films mögen auch
Der Bibelcode
FR/AT/DE 2008
Effi Briest
DE 2009
Tsunami - Terror in der Nordsee
DE 2005
Ratten - Sie werden dich kriegen!
CZ/DE 2001
Trailer zum Film Val Montana - Die Jahrhundertlawine
Leider haben wir noch keinen Trailer.

1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde












Kommentare (3) — Film: Val Montana - Die Jahrhundertlawine
Kommentar schreibenangelmoonsoul 2011/08/22 20:21:54
Kommentar löschenIch fand den Film wirklich gut!
Desiree Nosbusch ist immer nett anzusehen!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
viewer 2009/02/08 21:48:07
Kommentar löschenPilcher-Produzent Bavaria Film verlegt die nächste Schmonzette in die Alpen. Ach nein, Moment - es ist gar kein Pilcher-Film, sondern ein RTL-Event-Movie!!
Die Autoren haben fleißig die üblichen Katastrophen-Film-Versatzstücke kopiert, nur leider die Logik außer Acht gelassen. Wenn ab Minute 40 die Verschütteten geborgen und in einer Halle gesammelt werden, wird dauern davon gesprochen, dass sie nun alle erfrieren werden. Ähnlich wie bei dem Emmerich-Reißer "The day after tomorrow", wo die extreme Kaltwetterfront alles Leben zerstört. Nur fragt man sich die ganze Zeit, wieso die Leute in dieser Halle nicht einfach ein paar Möbel kleinhacken und sich ein gemütliches Feuerchen machen. Auf diese Idee kommen sie erst 5 Stunden nach dem Unglück, als schon einige gestorben sind. (Wobei aber bei keinem Fall klar wird, wieso jemand stirbt. Erliegt er seinen Verletzungen, ist er erfroren?)
Das größte Unglück des Films ist allerdings die misslungene Dramaturgie. Nachdem nämlich nach nur 10 Minuten Verschüttet sein, die beiden Hauptfiguren aus ihrem Auto befreit sind, gibt es nämlich keine relevante Figur mehr, die zu retten ist. Es wird nur vage nach "den Kindern" gesucht (wobei wir keines dieser Kinder vorher kennengelernt hätten). Die einzige Gefahr scheint zu sein, dass sie alle erfrieren werden. Ein alter Mann sagt unheilsschwanger "Lieber Gott, warum hast Du uns verlassen?" und ein anderer funkt nach draußen "Sagen sie den Menschen, dass wir alle erfrieren werden! Erst erfrieren die Alten und Kinder und schließlich wir alle!". Beim nächsten Schnitt stehen Nosbusch und ihr Ex in Pullis vor einem brennenden Kamin und sinnieren über ihre Vergangenheit.
Solche schlechten Dialoge verderben die wenige Spannung, die der Film noch hat.
Am meisten stört mich aber die unfassbare Ideenlosigkeit der Autoren, der Produzenten und der Redakteure, die diese Schmonzette zu verantworten haben. Wirklich keine einzige Figurenkonstellation, nicht eine Szene, die man nicht schon ein Dutzend Mal wesentlich besser inszeniert woanders gesehen hätte. Es beginnt mit der klassischen "Cliffhanger"-Szene, damit unser Held genug Schuld auf sich lädt. Dann kommt mit nahender Katastrophe (die man als solche nie visuell erahnen kann, sondern immer nur in Worten präsentiert bekommt) der klassisch unbelehrbare Bürgermeister, der schon seit "Der Weiße Hai" 1974 eigentlich ein No-Go für jeden ambitionierten Autoren sein sollte.
Ich habe mal gehört, dass man bei der Drehbuchentwicklung viele gute Ideen sammeln muss, damit man einige davon wieder wegwirft und wirklich nur die besten verwendet. Hier wurde ganz offensichtlich die jeweils erste Idee, die auch jedem Amateur kommen würde, genommen.
Ich hoffe, die Bavaria beleibt in Zukunft wieder bei seinen ZDF-Schnulzen und RTL lernt etwas aus diesem Desaster.
Zu den technischen Mängeln was CGI und Synchro betrifft hat annaberlin schon alles gesagt. Offensichtlich hat RTL mal wieder ein Event-Movie bestellt, aber nicht das nötige Budget dafür ausgeben wollen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
annaberlin 2009/02/05 12:30:03
Kommentar löschenWer Katastrophenfilme mag, dem wird Die Jahrhundertlawine sicherlich nichts Neues bieten können. Wer sie nicht mag, kann seichte Unterhaltung finden. Und wer unentschlossen ist, wird sich im Schneechaos nicht langweilen, auch wenn dennoch der besondere Biss fehlt. Dennoch ist Die Jahrhundertlawine keineswegs nur ein actionreicher Katastrophenfilm, sondern mit einem privaten Melodram durchtränkt, der dem Film nicht gut tun. Denn wenn von einer “Jahrhundertlawine” die Rede ist, erwartet man Großes, Spektakuläres, Katastrophales. Die Jahrhundertlawine zeigt das Naturunglück vielmehr aus dem Kleinen heraus, dem Schweizer Dorf Vent, in welchem Dorfbewohner und Winterurlauber abgeschnitten vom Rest der Welt ums Überleben kämpfen. Die Vorgeschichte um ein entzweites Liebespaar wirkt dabei reichlich aufgepfropft, sodass das nur halbwegs romantische Happy End einer Versöhnung mit den weniger kitschigen Zuschauern gleichkommt.
Die Jahrhundertlawine ist eine internationale Produktion (Deutschland, Frankreich, Österreich und Polen) – und krankt gerade daran. Störend wirkt vor allem die nur mäßig gelungene Synchronisation der Stimme des französischen Darstellers Vincent Pérez, der Seite an Seite mit seiner Exfreundin (Désirée Nosbusch) ums Überleben im Schnee kämpft. Denn wo der Ausdruck stört, wird dem Inhalt schnell ein Riegel vorgeschoben. Bei der Synchronisierung hätte man sicherlich bessere Ergebnisse erzielen können. Ebenso bei den Spezialeffekten: Wo das Digitale einer Lawine derart ins Auge springt, kann ihr katastrophales Ausmaß nicht mehr gleichermaßen erschüttern.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten