Valerie - Eine Woche voller Wunder

Valerie a týden divu (1970), CZ Laufzeit 73 Minuten, FSK 16, Drama, Fantasyfilm, Horrorfilm

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8.1
Kritiker
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7.4
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16 Kommentare
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von Jaromil Jires, mit Jaroslava Schallerová und Helena Anýzová

Als der jungen Valerie eines Nachts ein paar Ohrringe gestohlen werden, erwacht sie gerade noch rechtzeitig, um den Dieb davonlaufen zu sehen. Siel läuft ihm nach, doch auf ihrem nächtlichen Streifzug wirkt alles auf einmal seltsam fremd. Als am nächsten Tag eine Truppe Schausteller in ihr Dorf kommt, um für ein Hochzeitsfest zu spielen, bekommt die bisher heile Welt von Valeries wohlbehütetem Zuhause langsam Risse. Eine furchterregende Fratze lächelt sie aus der Menge an und auch ihre Großmutter scheint irgendwie verändert, während Vampire, lüsterne Priester und Dämonen im Dorf plötzlich ihr Unwesen treiben.

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Kritiken (2) — Film: Valerie - Eine Woche voller Wunder

Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/ Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/

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9.5Herausragend

Kindliche Unschuld zwischen Religion, sexueller Obsession, aufkeimender Liebe und einer übernatürlichen, diabolischen Bedrohung durch Vampire: Vítězlav Nezval erzählte 1935 die Geschichte von Valerie, einem Mädchen, das zur Frau wird, als durchweg außergewöhnliche Kombination aus Elementen der Pulp-Literatur und der Poetik. [...] Für die Umsetzung des Films arbeitete Regisseur Jaromil Jireš mit einigen der bedeutendsten tschechischen Filmschaffenden seiner Zeit zusammen und hat so einen durch und durch einzigartigen Film geschaffen. [...] Valerie – Eine Woche voller Wunder ist ein Film, der bereits als schwer erhältlicher Geheimtipp zahlreiche Fans fand und weltweit Menschen inspirierte – etwa die Autorin Angela Carter, die die Romanvorlage zu Neil Jordans Zeit der Wölfe verfasste.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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9.0Herausragend

Mit VALERIE - EINE WOCHE VOLLER WUNDER inszenierte Jaromil Jireš einen traumhaften Abgesang auf die Tschechische Neue Welle der 60er Jahre: ein surreales Filmgedicht, das aus zahllosen Märchen- und Horrorversatzstücken eine Welt erschafft, die sich angestammten Deutungsmustern entzieht.

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Kommentare (13) — Film: Valerie - Eine Woche voller Wunder


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patcharisma

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Bewertung7.0Sehenswert

"Valerie" ist ein Film-Werk der tschechischen New Wave von 1970 und hat vorallem in der britischen Freak-Folk-Szene eine grosse Anhängerschaft, für die nicht mal das Wort "Kult" gerecht wird. Vashti Bunyan (die vielleicht grösste Folk-Queen aller Zeiten) webte in ihr Nachfolge-Album "Lookaftering" Motive daraus ein, die "Espers" gingen mit dem Film auf Tour und vertonten ihn gleich neu, "Finders Keepers-Records" releasten den bis dato nie veröffentlichten Original Soundtrack und die Band "Broadcast" hatte gar einen Hit mit der Single "Valerie" - ein fragiles Pop-Lied, das die Melodie des Main-Themas mit eigenen Lyrics unterlegt. Waren also die 70er-Musiker (von Led Zeppelin bis Sally Oldfield) massgeblich von Tolkien beeinflusst, ist es die heutige Indie-Szene vom tschechischen Surrealisten Vitezlav Nevzak, der eben "Valerie" 1935 schrieb.

In der filmischen Umsetzung begegnen wir neben allerlei liebevoll ausgestattetem und hübsch gefilmten Pop-Art-Firlefanz vorallem dem Thema "Religion vs. sexuelle Befreiung". Jedes biblisch relevante Symbol taucht hier mal auf, dagegen wird mit lesbischer Jungmädchen-Liebe, Jugendwahn, Obsession, Inzest und Nekrophilie ohne Umschweife dagegen gehalten - eine Revolution für diese Zeit (zwei Jahre nach dem niedergeschmetterten Prager Frühling)! Am krassesten ist hierbei die Szene, wie der Pfaff diese Valerie vergewaltigen will, sie danach der Verführung anklagt und auf auf dem Scheiterhaufen verbrennen lässt (die zum Glück genug listig ist, um sich aus der Situation zu befreien). Eine wirklich zusammenhängende Geschichte sucht man hier natürlich vergeblich, das Ganze ist eher als stilisierter Kunst-LSD-Trip zu verstehen und das hat doch in unserer durchstrukturierten i-Welt wieder richtige Berechtigung. Liebevoll ausgestattete DVD mit Buch und dem tollen Soundtrack!

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der cineast

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Schöner Film.


filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Coming-of-Age mal ein wenig anders: Unzählige Filme haben schon mehr oder wenig erfolgreich versucht, sich der schwierigen Zeit der Pubertät und dem Erwachsenwerden zu nähern. Doch nur selten geschieht dies so spielerisch, so völlig abwegig wie in Jaromil Jireš' "Valerie - Eine Woche voller Wunder". Es verstört womöglich, wenn man zuerst sehr wenige Anhaltspunkte für eine sinnvolle Geschichte bekommt. Allerdings ist genau das der Reiz, da für die junge Valerie sich zugleich die ganze Welt plötzlich in einer unvorhersehbaren Weise zu verändern droht. Und wer würde schon auf die Idee kommen, den Wandel von Mädchen zur Frau so zu inszenieren wie in diesem Fall? Es folgen märchenhafte Traumszenen, die bewusst mit gewagten erotischen Einfällen hantieren, wie auch horrorähnliche Momente, die keinerlei Konventionen zu verfolgen scheinen. Bemerkenswert, wie gut diese unvergleichliche Mischung funktioniert und man nach nur 73 Minuten aus einer irritierenden Parallelwelt erwacht. Danach ist das Wort 'wunderschön' trotz aller erlebten bzw. vielleicht auch nur vorgestellten Bedrohungen für Valerie die einzig richtige Umschreibung.

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horro

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also falls da gesprochen wurde, dann definitiv ... die rein mit Musik unterlegte Version ist aber durchaus spannend; die Bilder sprechen für sich


filmschauer

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Ok, dann ist es klar.


Le Samourai

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Bewertung7.0Sehenswert

Alice im Menstruationswunderland. Ein surrealer Bilderrausch, der mich allerdings nicht vollkommen überzeugt hat. Not quite my cup of tea, doch alleine aufgrund der schönen Murnau / Nosferatu - Referenzen auf jeden Fall sehenswert...

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Roco De Long

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Mein Fehler. Ich vergaß, dass du hier der subtile Satiriker mit dem feinen Humor bist...


der cineast

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Hihi. Voll funny. Diesmal komisch ohne Smiley. Roco wir machen uns. : )


pixie123

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Bewertung4.0Uninteressant

Die vielen Lobeshymnen auf diesen Film, haben mich sofort neugierig gemacht. Leider war ich recht schnell sehr ernüchtert, denn die Art der Umsetzung konnte mich hier nicht ansprechen. „Valerie“ ist ein Märchenfilm für Erwachsene, dessen Bildsprache zwar eine besondere Ästhetik schafft, die ich letztlich aber eher kitschig finde, als darin versinken zu können. Ich denke an David Hamilton, wenn Valerie mit aufgeknöpfter Bluse ein Schläfchen hält, denke an die berühmte tschechische Aschenputtel-Verfilmung, wenn ich die verträumten, malerischen Kulissen betrachte, und denke manchmal auch an Tim Burton, wenn die dunkle Macht mal wieder aufspielt. Letzterer reizt mich gar nicht, Hamilton äußerst beschränkt, und die Kulissen alleine machen keinen Film. - Der Fairness halber: Jaroslava Schallerová (Valerie) ist entzückend. Ansonsten ist das nicht mein Fall.

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Lorion42

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Bewertung7.0Sehenswert

Visuell sehr beeindruckendes Werk. Für einen Kunstfilm auch ansprechend kurzweilig. Durch die Überfrachtung an Metaphern, Träumen und Schauspielern, die viele auf den ersten Blick unterschiedliche Rollen spielen, ist es schwer der Handlung zu folgen. Letztendlich könnte der Film genauso ein geniales Gleichnis auf die Erweckung der Sexualität, wie auch ausgemachter Blödsinn mit lesbischen Vampiren sein. Ich möchte hier kein Urteil fällen, halte den Film aber erstmal für sehenswert, selbst wenn alles doch nur Schall und Rauch ist.

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benutzerbenutzer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zu diesem Film kann man entweder sehr viel schreiben, weil es viel zu interpretieren und analysieren gibt. Oder man kann sehr wenig schreiben, einfach festhalten, dass man überwältigt ist und einfach keine Interpretation abseits der offenkundig gesellschaftskritischen (Kirche, Sexualität) Motive parat hat.
Ich neige hier deutlich zu Letzterem, denn erstens bin ich vom gerade gesehenen zu überwältigt, zweitens ist es schon spät, und drittens kann man diesen Film nur schwerlich mit Worten beschreiben, so sehr lebt er von seiner Atmosphäre und Inszenierung, die ihn zu einem besonderen Erlebnis machen.

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Muxi92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kein Ahnung was ich da gerade gesehen habe, aber es gefällt mir.

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Anoirja

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Bewertung9.0Herausragend

arte zeigt heute Nacht um 1.05 Uhr dieses bezaubernde Kunstwerk der tschechischen New Wave in deutscher Erstausstrahlung! Ein schaurig-schönes Coming-Of-Age-Gothic-Märchen, ein faszinierender surrealer Bilderrausch, visuelle Poesie - oder eben auch "Alice in Wonderland on Acid". Ansehen (wer die tolle Bildstörung-DVD nicht ihr/sein Eigen nennt)! ;)

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Anoirja

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Tja, schade :( - aber ich hatte es wie gesagt eh befürchtet, da ich deinen Geschmack mittlerweile ja doch etwas besser einschätzen kann.


LokisSon

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Und ich war wahrlich bezaubert :) Wundervoller Film.


VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Wunderbar. nuff said.

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Mimuschka

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Bewertung9.0Herausragend

eines der vielen mittlerweile vergessenen schmuckstücke der tschechischen neuen welle. die für heutige sehgewohnheiten seltsame montage, bei der szenen abrupt weggeschnitten werden oder einfach ins leere laufen, sowie die teilweise SEHR befremdlich-surrealen vorgänge auf der leinwand, bei denen man sich fragt "was bitte geht da vor?", wirken am stärksten nach, denn sowas hat man wohl in der form noch nicht gesehen.
die sensible coming-of-age-story des sexuellen erwachens einer jungen frau, welche versucht ihren platz in der gesellschaft zu finden ist liebevoll und rührend inszeniert und der soundtrack hat starke ohrwurmqualitäten, einfach mal den trailer schauen und ihr wisst was ich meine...
auch die new-wave typischen themen wie kirchenkritik und hinterfragung von üblichen beziehungs- und sexualnormen werden auf intelligente und absurd-witzige art aufgegriffen, z.b. durch den lüsternen priester, welcher valerie zu verführen versucht, oder die liebe zu einem jungen aus dem dorf, welcher sich als ihr bruder herausstellt...

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horro

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Bewertung9.0Herausragend

Berauschende, manchmal fast orgastische Bilderflut, oft nur einen Hauch oder eine Ecke Stoff von Bilitis entfernt. Der neue Soundtrack verleiht dem Film noch eine zusätzliche leicht verstörende Note. Film für grosse Momente.

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xtheunknown

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Bewertung9.0Herausragend

"die geschichte der menstruation ist eine geschichte voller missverständnisse" diese alte 80er o.b. werbung war mein erster gedanke als ich über den film nachgedacht habe. valerie hatte ihre erste menstruation und taucht in eine surreale erwachsenenwelt ein die an eine bizarre erotisch angehauchte version der märchenbraut erinnert. ja das osteuropäische kino hat noch viel mehr interessantes zu bieten wie die allseits beliebten märchen klassiker. die geschichte ist episodenhaft erzählt und konfrontiert valerie in einer traumwelt mit vampiren, sadomasochismuss, hexenverbrennung, lesbischer liebe und vielem mehr. um die symbolik des films gänzlich zu verstehen bedarf es tiefere einblicke in die politische situation der tschechei der 70er jahre sowie eines worts das ich hier nicht zum dritten mal erwähnen möchte. das hört sich vieleicht kompliziert an aber valeries erlebnisse machen den film für jeden freund aussergewöhnlicher filme interessant, egal wie oberflächlich man die geschichte versteht oder verstehen kann. zu dem sind die bilder hervorragend und alleine das macht valerie sehenswert.

für mich wird es langsam zeit für ein dvd update. meine alte redemtion dvd aus england, die ich seit vielen jahren besitze, basiert auf einem alten verkratzen master mit blassen farben. ganz frisch ist eine deutsche dvd die diese kleine perle garantiert in einem besseren licht erblicken lässt.

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peter-noster

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Hast du die deutsche DVD von Bildstörung schon gesehen. Die hat einen wunderaren Transfer mit tollem Bonusmaterial und Booklet.


peter-noster

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upps, letzten satz nicht gelesen, von daher ist die fassung dir wohl bekannt.


katinkaka

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Bewertung5.0Geht so

Alice im Wunderland auf tschechisch. Special Effekte erinnern mehr an Theater als an Holly Wood. Mir persönlich etwas zu surreal.

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