Valhalla Rising

Valhalla Rising (2009),
Laufzeit 100 Minuten, Fantasyfilm, Actionfilm, Abenteuerfilm

6.1 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.1 Community
491 Bewertungen
43 Kommentare
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Im Jahr 1000 nach Christus spielt die Geschichte von One Eye, einem stummen, übernatürlichen Krieger, der von den Wikinger gefangen gehalten wird. Doch er kann entkommen und schließt sich einem Kreuzzug nach Jerusalem an – gemeinsam mit einem kleinen Jungen, der ihn während seiner Gefangenschaft gefüttert hat.

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Kritiken (5) — Film: Valhalla Rising

Spideragent: http://darkagent.blog.de/

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7.0Sehenswert

Valhalla Rising ist der neueste Film des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, der zuvor für die Inszenierung der "Pusher" Triologie und des großartigen Gefängnisfilmes "Bronson" verantwortlich gewesen ist. Das Drehbuch stammt bei dieser dänisch/englischen Koproduktion ebenfalls aus seiner Feder, gedreht wurde ausschließlich im wunderschönen Schottland und außer Mads Mikkelsen ist kein einziger, international bekannter Schauspieler dabei.

Dieser Film erzählt seine Geschichte mit völliger Ernsthaftigkeit und ohne jeglichen Humor. Gesprochen wird nur wenig, die Hauptfigur bleibt die ganze Zeit über stumm. Die Musik arbeitet oft nur mit atmosphärischen Klängen der Umgebung, lange Schwenks und Naturaufnahmen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese filmische Wikingerwanderung. Auch auf Grund der fast schon elegischen Erzählgeschwindigkeit ist dies also absolut kein Film für Freunde von schnellen Schnitten, großer Actionszenen und zügig erzählten Abenteuern allgemein.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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8.0Ausgezeichnet

Was verrückte, brutale, halb-wahnsinnige, Testosteron-beladene Proto-Vikinger Sagen über einen stummen, seherischen, einäugigen und Schädel zertrümmernden Krieger angeht, ist Valhalla Rising ziemlich großartig.

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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire

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8.0Ausgezeichnet

Valhalla Rising brennt sich in deinen Kopf und bleibt dort. Man könnte die Frage stellen, was er uns denn, wenn überhaupt, zu sagen versucht, aber dies ist beeindruckendes Kino.

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Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

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7.0Sehenswert

Valhalla Rising hat das Pech, dass es mit seinem besten Kapitel anfängt und von dort stetig schwerfälliger wird, da er von einer religiösen Thematik heruntergezogen wird, die so dünn ist, wie die filmische Umsetzung spärlich. Und doch ist Valhalla Rising ein großartiger Rausch.

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Rex Reed: The New York Observer

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2.5Ärgerlich

Valhalla Rising ist nicht mehr als eine aktualisierte Version des Typs von altehrwürdigem Hollywood Wikinger Film, den Kirk Douglas im Schlaf erledigte, was eine Menge inhumaner, knochenbrechender Gewalt ohne Geschichte bedeutet.

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Kommentare (38) — Film: Valhalla Rising

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the assassin 666

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Bewertung0.0Hassfilm

... ist mit großer Wahrscheinlichkeit der langweiligste Film den ich in meinem Leben gesehen habe. Der Film wird zum Großteil von seinen Bildern getragen was hier aber absolut nervt wie in keinen anderen Film je zuvor. Auch die gestelzten Dialoge fand ich grauenvoll. Es gibt sicher Leute die auf sowas stehen, ich aber devinitiv NICHT.

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dbeutner

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Bewertung6.0Ganz gut

Ne Gruppe bekloppter Kreuzzügler schippert bei dichtem Nebel übers Wasser und bekommt gar nicht das heilige Land, sondern eher den Untergang. Mit an Bord das stumme Einauge, das auch ab und zu jemanden zertrümmert, wenn's in seinem Auge (kann ja schlecht schreiben: in seinen Augen) nötig ist. Wow. Ein kleiner blonder Junge ist auch dabei, da aber nicht Peter Greenaway Regie geführt hat, sondern Nicolas Winding Refn, darf der weder singen noch ins Wasser pinkeln.

Nun gut, sowas könnte man sicherlich auch groß und bedeutend umsetzen, aber davon kann hier kaum die Rede sein. Refn, dessen Werk ich gerade komplett durchschaue, macht es sich hier viel zu leicht, in dem er vor allem auf Bilder setzt. Und natürlich sind die schon irgendwie besonders, aber viel mehr auch nicht. Berge, Nebel, Berge; das ganze chromatisch leicht verändert und ab und zu in Rot getaucht. Nein, dass ist nicht Kunst, dass sind "Kunsteffekte". Und das eine impliziert keineswegs das andere. Den Film zu 80% in SlowMotion ablaufen zu lassen, macht es auch nicht tiefer, sondern nur länger.

Mikkelsen macht hier den stummen Helden, Refn steht ja scheinbar drauf: In "Drive" darf Ryan Gosling den abgeben (scheitert); in Fear-X John Turturro (großartig), und hier Mads Mikkelsen, der durch Refn's (tolle) Pusher und Bleeder erst groß rauskam. Mikkelsen hat natürlich mehr Wucht als Gosling, aber so einen Mann gleich nicht mal ein einziges Wort sprechen zu lassen ist etwa so, wie Tim Robbins in "The Secret Life of Words" im Bett liegen zu lassen (der darf sich am Ende trotzdem nochmal erheben und mit seiner Präsenz für ein paar Minuten um sich werfen).

"Pseudo" ist wohl die richtige Kategorie für den Film. Oder "WannaBe". Ist vermutlich ein Film, den man auf Heroin richtig groß finden kann. Ist aber nicht meine Droge, daher das hier auch nicht mein Film. Fürs Bemühen und vor allem ein paar Charaktere zu Beginn noch ein paar Anerkennungspunkte, wobei eine reine "wie-doll-hat-der-mich-interessiert"-Bewertung deutlich schlimmer aussähe. Aber da gibt es Filme, die ich handwerklich noch viel schlimmer finde, die nicht mal etwas sein /wollen/ - für die muss ja auch noch Platz nach unten bleiben...

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Iverson85

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Bewertung5.0Geht so

Hatte mir den Film ausgeliehen, da mir die Thematik vom Grundsatz her zusagt. Vom Trailer her, konnte ich mir denken, dass der Film nicht 'einfach' ist.
Die Kameraführung und die Bilder, gerade am Anfang, sind genial. Man fröstelt richtig mit den Darstellern und es herrscht im Allgemeinen eine seltsame, eisige fast schon weltfremde Atmosphäre. Ich kam nicht um den Gedanken : "Das muss schon ne scheiß Zeit gewesen sein"herum.
Hat sehr gut gefallen. Ich denke, dass wenn man 10 Leute für diesen Film ins Kino lässt, 8 Leute den Film hassen werden und ihn 2 interessant fänden.
Ich wußte dabei nie auf welcher Seite ich stünde. Ist es wirklich Kunst=? Kunst wird schnell mal einem völlig sinnfreien und absurden Film als Prädikat aufgedrückt.
Für mich war die Stimmung die vermittelt wurde der Pluspunkt. Die Schauspieler haben sich recht gut in diesem dunklen Zeitalter eingefunden, wo es noch 'echte' Geheimnisse gibt. Etwas abgedreht,langatmig und überflüssig hingegen die verwirrenden Drogenszenen(?), als die Darsteller im vermeintlichen Amerika landen. Alles in allem zog sich der Film für meinen Geschmack zu lange. Wer Action will, wie es das Cover vermuten lässt, sollte tunlichst die Finger davon lassen. Die Action die geboten wird ist zwar sehr gut, aber doch eher rar und das Ende bleibt quasi offen.
Zu empfehlen, wenn man mal wirklich Lust auf etwas Anderes hat und offen für neues ist.

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zuhart

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Bewertung5.0Geht so

--ACHTUNG SPOILER--

erstmal ,entschuldigt meine laienhafte fachsprache. ich habe den film gesehn und wollte mir danach einfach mal kritiken anschaun, um vllt ein wenig verständnis zu entwickeln. was da manche leute geschrieben haben ,ist schon krass.
ich muss erstmal sagen, ich steh voll auf solche art von filmen.
Dennoch hab ich mich jetzt nicht ganz mit dem Geschichtlichen auseinander gesetzt.
Wikinger und Valhalla okee, aber was das genaue Ziel des Films ist wusste/weiss ich nicht.
Ist ja auch egal. darum gehts mir garnicht
Ich will nur einpaar offene Fragen stellen, ohne die ich heut wohl nicht einschlafen kann.
Die Langeweile und so weiter ,will ich hier auch garnicht anprangern, weils so viele schon gemacht haben:

1. Wohin will das "Einauge" denn? er macht die ganze zeit den eindruck ,als wüsste er wo er hinlatscht. zumindest als sie sich in der "hölle" befinden
2. Warum lassen ihn die anderen (christen) nicht einfach gehn bzw entfernen sich, wenn sie schon davon reden , dass er schuld an allem ist und sich sicher sind ,dass er ihnen den tod bringen wird? - "einauge" wär das sicher egal gewesen
3. UND WARUM ZUR HÖLLE lässt er sich am schluss wiederstandslos umnieten?
hat er sein ziel erreicht? hat er seinen frieden gefunden`? oder zumindest den jungen in sicherheit gebracht? ..meiner ansicht nach NEEEEEIN!
offenes ende ok , interpretationen auch gut. aber mein gott ,er kann doch jetzt nicht einfach ohne jegliche befriedigung ins gras beissen!

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Thadeuz

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Bewertung7.5Sehenswert

Leider steht der Film 2 mal hier in moviepilot drin. Das Lustige ist jedoch, dass mitunter die gleichen Leute ihn unterschiedlich bewerten.

Für mich trotzdem zweimal ein wirklich guter Film, auch wenn er natürlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Dafür wird hier zu wenig gesprochen, es gibt zu wenig Filmmusik und viele werden mit dem Gesamtwerk einfach nichts anfangen können. Dafür ist es halt "Kunst". ;)

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mandavi

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Der scheinbare Zwilling ist die ab-16-Version und 10 min kürzer. Ob da ein extra Eintrag not tut - hmm...


ThomasBenle

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Bewertung1.0Ärgerlich

Völlig überambitioniertes Machwerk, dass so lange an seinen (selbstgesetzten!) Hürden scheitert, bis es nach quälenden 100 Minuten einfach unter der Latte durchwitscht. Wer Filme wie Bilderbücher bewertet, der mag an diesem hier seine Freude haben. Wer neben hübscher Landschaft aber gern auch noch die ein oder andere sinnvolle Dialogzeile, einen vielleicht doch nicht ganz so minimalistischen Soundtrack und – allem voran – einen etwas weniger ziellos vor sich hin mäandernden Plot mit (ja, das gibt’s) überraschender Auflösung hätte, der lasse die Finger von diesem Film. So bewegend wie Tierdokus...

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Henry Spencer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Werner Herzog für die MTV Generation. Großes Kino!

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Freakwood

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Bewertung9.0Herausragend

War bestimmt mega schwierig die Texte auswendig zu lernen!

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Freakwood

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Vielen Dank.


Arrow-Gunz

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt keinen Gott. Nur den Glauben an dich selbst.

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TheTurk

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich hab mir einen Film wie ''Der 13. Krieger'' erhofft, oder ''King Arthur'' oder so, doch der Film enttäuschte mich. Den kann man sich durchaus ansehen, doch ich hatte mehr erhofft um ehrlich zu sein. Wer Filme wie die oben gennanten mag, wird hier leider enttäuscht sein.

Die paar Punkte gibt es für den Hauptdarsteller..

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TheTurk

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Mag sein das der dir gefallen hat Greetling, doch wenn man diesen Film mit diesen oben genannten Filmen vergleicht, dann wird man sehr schnell erkennen das ''Valhalla Rising'' in einer ''anderen Welt'' spielt. Dialoge oder eine wirkliche Handlung sucht man hier vergeblich, und das hat mich gestört um ehrlich zu sein.


TheTurk

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Man braucht nicht alles totzureden, doch mir währe um ehrlich zu sein etwas mehr Dialoge lieber, da kahm ja fast garnichts, und eine wirkliche Handlung hatte der ja nun wirklich nicht. Der mag zwar Originel sein, doch mich hat es nicht überzeugt. Man kann den einmal ansehen, doch das wars dann auch schon. Nach meiner Meinung hat der Film seinen Potential nicht volkommen ausgeschöpft, aber jeder hat nunmal seinen eigenen Geschmack, und das respektiere ich auch, doch mich hat der Film nicht wirklich angesprochen.


Brennegan

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Bewertung7.0Sehenswert

Kommt auch so nicht viel bei rum, schlägt die Atmospäre des Films einem so sehr ins Gesicht wie der Mads Mikkelsen seinen armen Opfern mit dem Stein auf den Hinterkopf. Dass der Däne dabei so erschreckend einschüchternd und gleichzeitig so anziehend wirkt, ist eine der absoluten Stärken des Films. Der Mann hat etwas an sich, mit seinem fehlenden Auge, seiner eisernen Miene und der abgenutzten Lederweste.
Die Bilder tun ihr übriges. Da langweilt auch nicht, das kaum gesprochen wird. Diese Taktik wirkt in Gegenteil sogar so erschreckend einschüchternd, dass der Film noch mehr an Stärke gewinnt. Ja, man kann einfahc nicht wegsehen, obwohl eigentlich nichts passiert. Zwar sind die Gestiken teils etwas zu träge, die geantworteten Reaktionen gleich mit, aber das stört im Gesamtbild doch nicht so sehr.

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mikkean

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Bewertung7.5Sehenswert

Nicolas Winding Refn zum ersten: Wer braucht schon einfache Filme? Die Zeit um 1000 nach Christus war ja schließlich auch nicht leicht, eher hart, blutrünstig und tödlich für die Schwachen. Aber nicht für Mads Mikkelsen, den coolsten Ober-Dänen. Nach einem superben Bond-Bösewicht mimt er hier mal die Art von Kämpfer, der sich mühelos seinen Weg durch Schlamm und Gedärme bahnt. Mann, ich hatte ja auf was besseres als einen volltrunkenen Heavy-Metal-Wikinger-Streifen gehofft, aber das hier übertraf meine Erwartungen bei weitem. "Valhalla Rising" ist der Film, der "Pathfinder" hätte sein können. Und ist dabei weniger hirnloser Splatter als vielmehr Kunst, im allerbesten Sinne. Herr Refn - ich nenn ihn jetzt mal so - hat wirklich ein Händchen für raue Stoffe und einprägsame Inszenierung. Karg und düster geht es los: Ein-Auge, so heißt Mikkelsen's Charakter, wird irgendwo in einer hügeligen Einöde wie ein Tier gehalten. Seinen Käfig verlässt er nur, um jemand anderen gewaltsam ins Jenseits zu befördern. Da knacken Genicke schön eklig, gesprochen wird gar nicht weiter. So wie es auf den Rest des Films zutrifft, Ein-Auge bleibt stumm und lässt seinen Begleiter, einen kleinen Jungen, für sich sprechen. Mit der Gefangenenschaft ist bald Schluss und beide treffen auf einen Trupp Kreuzritter. Man ist sich vielleicht nicht so sympathisch, aber Ein-Auge und der Junge brechen trotzdem mit ihnen auf. Aber nicht, wie gedacht, ins Heilige Land, sondern in eine fremde grüne Hölle. Uff, klingt ja sooo einladend. Herr Refn lässt keinen Zweifel daran, dass "Valhalla Rising" eine Art filmgewordener Todes-Traum ist. Die Figuren befinden sich in der Vorhölle. Selbst die neue Welt, die sie da, ohne es zu wissen, betreten, begrüsst sie menschlichen Überresten und zur Begrüssung regnet es Pfeile. Sie sind tot, nur wissen sie es noch nicht, außer dem stummen Ein-Auge, wahrscheinlich. Nein, das hier ist kein einfacher Film fürs besoffene Zwischendurch, das ist der ausgestreckte Mittelfinger zur aufgepumten Teutonen-Ästhetik von "300" und "Pathfinder". Ziemlich unpeinlich, da kurz, aber nicht schmerzlos so manches Sterben. Dann wiederum auch herausfordernd, gerade im vorletzten Kapitel. Da watet der Film mit seinen Figuren im delirium-ähnlichen Dreck. Die Vernunft setzt aus, man besteigt sich sogar selber. Irgendwie auch würg, aber schön herausfordernd. Ja, "Valhalla Rising" ist für mich einer dieser Glücksgriffe, bei denen zur Abwechslung künstlerischer Anspruch nicht langweilig ist und Sich-die-Rübe-Einhauen nicht sinnentleert daherkommt. Und wo Schweigen keiner Drehbuch-Schwäche angerechnet werden muss, sondern gar als Stilmittel regelrecht faszinierend wirkt. Das ist also kein muskelbepackter Hirnie-Schlacht-Film, kein Streifen für einen romantischen Abend mit der Liebsten und wahrscheinlich auch nichts für die nächste Wikinger-Kunstausstellung, oder gerade doch? Keine Ahnung, auf jeden Fall ein nachwirkendes Erlebnis, das der Bezeichnung Männerfilm eine erfreuliche Note verleiht.

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stuforcedyou

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Genau das wollte ich auch sagen, aber der Basler war schneller :)


mikkean

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Danke euch beiden :)


stuforcedyou

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Bewertung6.5Ganz gut

Optisch beeindruckend und überaus einprägsam, vermittelt "Valhalla Rising" durch seine Kargheit und dunkle Austrahlung in seinen besten Momenten durchaus das Gefühl, dass hinter dem pessimistischen und brutalen Werk so etwas wie eine erkennbare Aussage steht, die man schon irgendwann und irgendwie erkennen wird - oder halt nicht. Egal wie, interessant ist es jedenfalls, nur schade dass sich der Film nach dem Abspann nicht weiter in meinem Hirn festkrallen konnte und da mein Hirn und ich meist gute Freunde sind, gebe ich lieber dem Film die Schuld an seinem plötzlichen Abgang.

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moench

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Kommt es zwischen dir und deinem Hirn auch mal zu streitigkeiten oder warum seid ihr nicht immer gute Freunde? :)


samploo

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Koennte man sogar annehmen, so hat er dem Film auf einer Detailseite (die offenbar Populaerere mit knapp 650 Ratings) auf moviepilot 7/10 gegeben. ;D


Schubi

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Bewertung2.0Ärgerlich

Nach BRONSON und VALHALLA RISING wird mir Nicolas Winding Refn, leider doch noch immer unsympatischer und lässt die durchaus gelungene PUSHER-Reihe, schon fasst in Vergessenheit geraten.
Mads Mikkelsen als stummen(!) "Einauge" so zu verheizen, das hat er nicht verdient.
Selten hat sich ein Film so derart in die Länge gezogen und ist trotz guter Obtik einfach nur langatmig und langweilig.

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Flo.Thrawn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mal wieder ein Film der ohne elendig langatmiges bedeutungsloses Geschwafel auskommt. Alles was gesagt werden muss, wird gesagt... aber kein Wort mehr :-) Der Rest wird mit Hilfe toller Bilder in einer hübschen schottischen Landschaft rübergebracht

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pellekraut007

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Bewertung5.0Geht so

So ein seltsam einprägsamer Name, so ein seltsam stummer Krieger, so eine seltsame Geschichte, in Bildern, die sich wie Fjorde in die Ebenen des Geistes graben. Valhalla rises..., ein zum Tode verurteilter Krieger, ein Spielsklave, erwacht, nimmt Rache, schließt sich den Verkündern des Evangeliums an, geht verloren, findet zurück und kehrt am Ende kampflos in die Halle Odins zurück. Hm..., die Bilder waren... sehr eindrucksvoll! Die Gewalt war dankbarerweise nur kurz, aber dann heftig, für die Dauergeilen auf Kloppe zum Glück zu wenig, gibt es in diesem Metier leider genug falsche Vorbilder für Dauerpubertärlinge mit geballter Faust in der Tasche. Doch bei all dem mystisch nordischen Bilderrausch blieb ich mit der Frage sitzen: wozu... rised Valhalla? Ist "Valhalla" nicht die Halle Odins, in der er seine im Kampf gefallenen Krieger beherbergt? Und dann kommt so ein: ja, die Bilder und die Art der Erzählung, neu, innovativ! Aber die Story? Hä? Sicher braucht ein Kunstfilm keine Handlung, kein Gleichnis, kein Fazit. Aber war das ein Kunstfilm? Dafür war er mir zu eindeutig, hat die Charaktere zu platt geschildert, nur in gut und böse aufgeteilt und dem Kampf zu viel Bedeutung geschenkt. Da kann ich dann nur als Beispiel den "Navigator" oder "Atanurjat" empfehlen. Auch archaisch, auch ungewöhnlich, aber viel weniger Hollywood! Grunz!
(Man hat ja ein bisschen das Gefühl, dass der Macher nur den Titel "geil" fand und sich weiter nicht mit der nordischen Mythologie beschäftigten wollte!)

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duffy

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:D
Ich kenne mich mit der Mythologie nicht so gut aus, doch wurde mir mal erzählt von einer Zeit, in der Odin hier unten durch die Prärie latschte und wohl allerlei wirres Zeug gemacht hat. Würde passen. Vor allem bei der Kelle, die er im Film so schwingt.


pellekraut007

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xD grunz! xD


keinohrhase20

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch wen es pure Blasphemie ist, aber ich für meinen Teil war nach dem Film genau so Schlau wie davor. Refn bricht mit Konventionen und verzichtet zu grossen Teilen auf Action, Dialoge,Musik oder Geschichtliche Hintergründe. Stattdessen bietet er zahlreiche (durchaus)interesannte wen auch zu komplexe Denkanstösse. Das ist Visuell bestens gelungen und vedient auf jeden Fall das Prädikat:ausergwewöhnlich. Inhaltlich hingegen ist der Film entweder langweilig oder in höchstem Masse Interesannt, hier ist wirklich jede Meinung berechtigt den der Film zielt auf kein gängiges Zielpublikum ab sondern erzählt eine wenig Zuschauer freundliche, da selten wirklich unterhaltsame Geschichte. Sehenswert ist der Film alle mal für eine Bedinungslose Empfehlung ist der Geschmack des Publikums jedoch allzu verschieden und Valhalla Rising schlichtweg zu speziell. Was in wiederum einzigartig macht, denn etwas ähnliches hat man kaum gesehn, obs einem nun gefällt oder nicht.

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Silv1

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Bewertung6.0Ganz gut

Beginnt ganz gut, wird gegen Ende jedoch sehr experimentell und verliert sich in spirituellen Andeutungen. Sicher kein Film für jedermann.

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J0J0

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Bewertung7.5Sehenswert

Keine Ahnung, worum es da ging, aber war beeindruckend. Gibt's den Begriff "epic/viking porn" eigentlich schon?

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juergen-holzer

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Dieser Film ist einfach nur fad fad fad.
Man wartet ständig auf Action oder Handlung aber es kommt nix.
Hätte im Stil von Blair Witch Projekt gedreht werden sollen, vielleicht hätte das Kamerawackeln ihn ein bischen interessanter gemacht.
Zahnarztbesuch mit Wurzelbehandlung ziehe ich diesem pseudomachwerk vor.

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kinokalli0815

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Oh ja...
Selten so gelitten!


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