Vater Morgana - Kritik

DE 2010 Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 16.12.2010

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Kritiken (8) — Film: Vater Morgana

KultHit.de: KultHit.de

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7.0Sehenswert

„Vater Morgana“ mag kein hochkarätiges Aufklärungskino sein – aber um erstklassige Unterhaltung mit einem kleinen Aufklärungseffekt, handelt es sich bei Endemanns Werk ganz sicher.

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Wenke Husmann: Die Zeit Wenke Husmann: Die Zeit

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8.0Ausgezeichnet

Endemann liefert den Beweis, dass man auch eine für die Betroffenenen so bedrückende Krankheit wie Alzheimer als Stoff für eine Komödie bearbeiten kann. Damit wir über etwas zutiefst Trauriges lachen können, benötigen wir einen Sicherheitsabstand. Den bietet Endemann, indem er zwar deutlich macht, dass Walther tatsächlich an Alzheimer leidet, jedoch im Vagen lässt, in welchem Maße. [...] "Vater Morgana" ist eine Vater-Sohn-Geschichte, die gut in die Familienzeit um Weihnachten passt und eine Schlussszene der Extraklasse bietet.

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Brigitte Preissler: Die Welt Brigitte Preissler: Die Welt

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4.0Uninteressant

Insgesamt ergibt all das einen leider nur mäßig lustigen Plot. Die Komik erschöpft sich in unmotiviert aneinander gereihten Witzen von anno dazumal. [...] auch die Schauspieler zeigen sich nicht auf der Höhe ihres Könnens: Heinz Hoenig geht in seiner Nebenrolle als Annettes Vater Günther völlig unter, und Christian Ulmen hat den Trottel vom Dienst auch schon glaubwürdiger gegeben. Ja man fragt sich sogar, ob sein übertriebenes Versagertum in dieser Figurenkonstellation nicht grundsätzlich fehl am Platz ist – es bleibt jedenfalls ein Rätsel, was Annette eigentlich an ihm findet.

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Christina Wittich: Sächsische Zeitung Christina Wittich: Sächsische Zeitung

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2.5Ärgerlich

[Die Darsteller] stolpern orientierungslos durch dieses Flickwerk von Krimi, Komödie und Drama. Das Drehbuch ist so lahm wie die darin untergebrachten Witze, Alzheimer dient lediglich als Vehikel für den nächsten Gag. Möge sich Ulmen endlich wieder an seine tatsächlichen Talente erinnern.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Dass [...] weder zu viele Klischees bedient werden noch die Political Correctness zu schwer wiegt, garantiert Gwisdek mit fein balanciertem Spiel: Mal zeigt er sich in seiner vielschichtigen Rolle aufrecht besorgt darüber, was mit ihm passiert, mal lässt ein schelmisches Funkeln in seinen Augen plötzlich Zweifel an seinem Leiden aufkommen: [...] So mag zwar nach zehn Minuten klar sein, dass dieser witzige, anrührende Film ein Happy End haben wird. Doch die Undurchsichtigkeit von Gwisdeks Walther, von der nach eigenen Aussagen selbst die Filmemacher überrascht waren, lässt angenehm lang im Unklaren, wie dieses wohl aussehen wird.

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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst

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7.5Sehenswert

[...] Endemann fängt die Übertreibungen seiner Geschichte liebevoll auf und rückt sie mit treffsicheren Alltagsbeobachtungen, etwa aus dem Altersheim, in dem Walther lebt, wieder zurecht. Einige Szenen, etwa die Rekonstruktion des Überfalls, der Walthers Gedächtnis auf die Sprünge helfen soll, besitzen Verve und Witz, die Dialoge sind pointiert und lakonisch geschrieben. Dabei kann sich Endemann auf zwei harmonisch agierende Schauspieler verlassen. Christian Ulmen macht das, was er seit „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ und „Jerry Cotton“ am besten kann: Er spielt den Überraschten mit langer Leitung, während sich Michael Gwisdek in Mimik und Tonfall an Harald Juhnke und seinen Auftritten orientiert. Ein weißer Anzug, joviale Nonchalance und ganz viel Chuzpe – fertig ist der Lebenskünstler. Man mag bedauern, dass einige Figuren wie ein eifersüchtiger Polizeikollege zu überzeichnet sind und sowohl der Kriminalfall als auch die Liebesgeschichte im Lauf des Films an Kontur verlieren. Doch das Augenmerk gilt hier einer besonderen Vater-Sohn-Beziehung, in der bei aller Komik auch leisere Töne angeschlagen werden.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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3.5Schwach

Dass Regisseur Till Endemann, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, noch über wenig Erfahrung mit dem komischen Genre verfügt, wird hier mehr als offensichtlich: Grausige Gags in Tateinheit mit schlechten Sprüchen und einem miesen Timing bilden zusammen die Markenzeichen dieses seltendämlichen Kinoquatsches. Hinzu kommt, dass Endemanns erstaunlich prominent besetzte Komödie wirkt, als sei sie in den Neunzigern entstanden, wo einige seiner Einfälle vielleicht noch als komisch durchgegangen wären. Selbst Schauspielurgestein Michael Gwisdek kann einem als gequälter und tragikomischer Hampelmann auf Speed nur Leid tun. Für den einzigen Lichtblick sorgt dann auch Felicitas Woll, die mit einer geerdeten und souveränen Leistung über all diesem leider alles andere als komischen Unsinn förmlich zu schweben scheint.

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Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de

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4.0Uninteressant

Nach leisem Beginn wird „Vater Morgana“ zu einer lärmenden Angelegenheit, einer Krimi-Klamotte, die mit grobem Keil und einfältigem Witz arbeitet und konfus auf ein vorhersehbares Ende zusteuert. Es wirkt so, als sei die Geschichte der schwierigen Beziehung eines Sohnes zu seinem Vater, dessen Welt „langsam einschneit“, wie er sagt, im Produktionsprozess umgekrempelt worden – aus Furcht, das ernste Thema könnte das Publikum verschrecken.

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Kommentare (5) — Film: Vater Morgana


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Dr.Hasenbein

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Bewertung2.5Ärgerlich

Eigendlich hat uns Christian Ulmen mit "Mein neuer Freund" doch gezeigt wie wandlungsfähig und vielseitig er ist.
Eigenschaften die er komischerweise (oder auch nicht) in seinen Filmen vermissen läßt.
Immer wieder spielt er in verschiedenen Deutschen Komödien den liebenswerten Trottel der kurzfristig aus seiner vertrauten Umgebung gerissen wird und die ein oder andere verrückte Situation meistern muß.
Hier also mit seinem an Demenz leidenden Gauner-Vater der ihn von einer kruden Situation in die nächste bringt.
Das ist manchmal ganz amüsant und manchmal auch etwas rührselig,
kann sich aber zwischen beiden nie so richtig entscheiden und wirkt wie ein typischer kleiner ZDF Fernsehfilm.
Manche Figuren wie die der Freundin sind leider so unglaubwürdig und unsympathisch geschrieben wie der komplette Film.
Verschiedene Handlungsunstimmigkeiten und Logiklöcher sind einfach zu groß um sie zu ignorieren.
Man wird mit der Gesamtsituation einfach nicht warm.
Christian Ulmen scheint mit seiner Schauspielkariere auf der Stelle zu treten, und das mit solchen Filmen leider zu recht.
Ich bin zwar (eigendlich) großer Christian Ulmen Fan, aber nicht zu jedem Preis!
Eine gelungene Tragikomödie sieht anders aus!

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kirmandi

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Bewertung4.0Uninteressant

zwar hier und da ein paar gute gags, aber insgesamt einfach zu wenig und eher enttäuschend ...

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Sozionaut

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Es gehört schon unglaublich viel dazu, dass ich während einem Film einschlafe. Dieser hier hat es derart geschafft, man hätte mir einen Fuß absägen können, ich wäre nicht aufgewacht.

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Sperlingsprinz

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Bewertung7.0Sehenswert

Um Himmelswillen: Dies ist kein großartiger deutscher Streifen, wenn man überhaupt von sowas sprechen kann...
Jedoch versprüht der Film Charm, wie mit dem Thema Alzheimer und Demenz umgegangen wird, von den kurzzeitigen Verlusten und den langwirkenden Erinnerungen, die Menschen, die von der Alltagskrankheit betroffen sind. Ich habe zu Zivildienstzeiten selbst auf einer Station für Alzheimer und Demenz gearbeitet und der Film spiegelt dies auf erschreckende Weise gut wider... Des Weiteren sollte man solche Themen nicht mit der Kneifzange anfassen und sie unter den Teppich kehren wollen, was der Till Endemann hier in keiner Sekunde macht.

Einzige Negativpunkte sind der nervige zweite Polizist - wer hat diesen Chaoten überhaupt gecastet - und das sehr skurrile Ende, was dem Film und dem alten Mann entsprach, aber doch etwas zu dick und unwirklich aufgetragen wurde, aber all das passt zum Gesamtbild des Filmes...
Heißt: 9 Punkte - 2 = 7 Punkte

Ihr solltet den Film jetzt nicht direkt in der Luft zerfetzen, wenn ich mir manch Hollywood-Filmchen anschaue, die nicht mal ansatzweise den Mut haben, solche Grenzen zu überschreiten... Wer hier großes Hollywood-Kino mit Bang Bang Boom erhofft, sollte lieber in ein anderes Kino gehen oder den Film niemals anschauen. Wer jedoch mal hinter die Gedanken und Kulissen von "kranken" Menschen schauen wollen und deren Welt mal ansatzweise verstehen wollen, kann hierzu auf jeden Fall greifen...

Was ich nur nicht verstehe, warum erkennt die Polizei die beiden nicht, wenn sie da dauernd durch die Gegend rennen und warum wurde denn überhaupt der Juwelier nicht ein einziges Mal gefragt wurde, oder wenigstens mal benachrichtigt wurde, dass seine Steinchen gestohlen wurden...
Heißt: 7 Punkte - 1 für Logikfehler = 6 Punkte

Jedoch verkörpert Christian Ulmen den leicht verpeilten und meist sehr hilfsbedürftigen Typen doch wieder einmal sehr gut. Ich fühlte mich in manchen Szenen an "Mein neuer Freund" oder "Ulmen TV" zurückversetzt...
Christian Ulmen und diese süße Omi aus dem Alten/Pflegeheim erhalten zusammen einen Punkt und ergibt somit 7 Punkte...

Wenn ihr ihn anschauen wollt, tut dies...

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Kreator

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Maue Komik, einfallsloser Plot - gähnendes deutsches Kino. 08/15 Schauspieler steuern auf einen total bescheuertes Ende zu und versprühen bis dahin nur Langeweile und Einfallslosigkeit. Die Story wurde auf unterstem Niveau inszeniert, sodass sich an manchen Stellen Parallelen zur stereotypischen Hollywoodkomödie ergeben und somit "Vater Morgana" jeglichen deutschen Witz entziehen. Nebenbei ist noch zu erwähnen, dass der ernsthaften Alzheimerkrankheit, von denen heutzutage viele alte Menschen betroffen sind, ziemlich respektlos gegenübergetreten wird. Absoluter Tiefpunkt im deutschen Filmbusiness.

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