Vaterland

Fatherland (1994), US
Laufzeit 106 Minuten, FSK 16, Thriller

5.2 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
182 Bewertungen
10 Kommentare
Vaterland - Bild 6085021
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von Christopher Menaul, mit Rutger Hauer und Miranda Richardson

Berlin 1964. Nazi-Deutschland hat den Krieg gewonnen und beherrscht ganz Europa. Hitler erwartet den ersten Besuch des US-Präsidenten Kennedy. Die Beendigung des Kalten Krieges mit den USA ist das Ziel der neuen Außenpolitik. Vor diesem Horrorszenario wird Kommissar März mit einem brisanten Mordfall betraut. Bei seinen Recherchen merkt er bald, daß er einem schrecklichen Geheimnis auf der Spur ist…

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Kommentare (10) — Film: Vaterland

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L-viz

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Bewertung5.0Geht so

Ein interessantes Thema aus dem Feld der kontrafaktischen Geschichte. Was wäre denn nun, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? (Das kann man übrigens in dem Buch von Ralph Giordano, das genau diesen Titel trägt, nachlesen).
Einerseits glänzt der Film durch seine Details, wie z. B. die Darstellung der neuen Welthauptstadt Germania, wie sie von Hitler geplant war oder auch der propagandistisch aufgeladene Festakt zu dessen 75. Geburtstag. Gleiches gilt für die Übernahme von Details aus unserer Realität, wie z. B. dass Kennedy auch hier US-Präsident ist oder dass man in einer Szene ein Plakat der Beatles sieht.
Auf der anderen Seite weist "Vaterland" dann doch erhebliche Mängel auf, nicht zuletzt in der Hauptstory. Sicherlich kann man nicht bis ins kleinste Detail sagen, wie es gekommen wäre, aber folgende Punkte sind doch unwahrscheinlich:
- Die SS als Polizei? Auch während des Dritten Reichs gab es noch die reguläre Kriminalpolizei. Vielmehr verstand sich die SS als elitäre Guppierung und wäre dies sicher auch geblieben.
- Herr März ist in der SS, weiß aber nichts von ihrem Haupttätigkeitsfeld?
- Im Film ist die Rede von 6 Millionen ermordeter Juden. Die Wannseekonferenz sah aber die Ermordung von etwa 10 Millionen vor, was der tatsächliche Kriegsverlauf verhinderte.
- Fraglich ist auch, ob Hitler so lange gelebt hätte, er war ja schon in den letzten Kriegsjahren krank (nicht bloß im Kopf).
Und schließlich: Was bringt es die Teilnehmer der Wannseekonferenz zu töten, nicht aber die zig tausenden Helfer und Helfershelfer, die, selbst wenn sie keine konkreten Zahlen kennen, sich doch etwas zusammenreimen können müssten?
Am Ende fehlt der Mut die Dytopie zu vollenden. Hitlers Reich geht schließlich doch unter. Auch hier sind die Amerikaner entscheidend, allerdings wird das Denken und Handeln aus der Realität in die Filmrealität verlegt. Im Film scheinen die USA relativ isoliert zu sein, wenn Europa von den Nazis beherrscht wird und die UdSSR noch existiert - Realpolitik eben.

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doctorgonzo

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Ich finde den Film zwar deutlich besser, aber gut geschrieben ist es trotzdem. Wenn Du auf derlei Themen stehst, empfehle ich Dir mal das Buch `Der 21.Juli´ von Christian v. Ditfurth


L-viz

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Danke! Das Buch werde ich mir mal ansehen.


odin81

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Bewertung10.0Herausragend

hi leute vieleicht könnt ihr mir ja helffen
vaterland is schön geil aber ich such noch so einen film
weiss leider nicht wie der heist
hab ihn nur ein ma gesehen auf kabel1 aber nen namen nich notirt:(
da geht es auch drum was wäre wenn
aber spielt in japan
und geht um usa und jamapn krigs tage
weiss einer wie der heist?

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karma-karman

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Bewertung6.5Ganz gut

Das Buch habe ich verschlungen und mir jagte immer wieder ein kalter Schauer über den Rücken, begleitet von jeder Menge Gänsehaut. Nicht nur wegen dem Szenario, das einen nationalsozialistischen Staat Mitte der 60er Jahre als so selbstverständlich darstellt, sondern vor allem wegen der Spannung. Diese Spannung will im Film nicht ganz so gut rüberkommen, doch kann der Film definitiv unterhalten, wenn man sich für politische Thriller interessiert. Die Darstellung Deutschlands bzw. Germaniens ist ebenfalls gut gelungen und kann in der Tat eine unheimliche, dystopische Atmosphäre versprühen. Viel Kritik muss sich der Film jedoch für den Schluus gefallen lassen. Die Auflösung war im Roman um Längen besser und ließ den Zuschauer mit gemischten Gefühlen zurück: Ungewissheit, Zorn, Respekt, Bewunderung, Hoffnung. Ein relativ offener Schluss, der auch dem Film gut getan hätte. Im Film gibt es mehr oder weniger ein Happy End (zumindest im Gesamtbild), der allerdings leider etwas aufgesetzt wirkt. So bleibt man letztendlich auch beim Film mit gemischten Gefühlen zurück: Erleichterung, Zufriedenheit, aber auch Enttäuschung und Verständnislosigkeit.

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Oskar Gleit

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Bewertung7.0Sehenswert

interessante Dystophie, habe ich vor einigen Jahren mal im Fernsehen gesehen

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plattfuss69

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Bewertung2.0Ärgerlich

Interessante Idee: was wäre, wenn Hitler den 2. Weltkrieg gewonnen hätte? Wie würde sich dann Europa entwickeln? Wie würden sich andere Staaten verhalten? Wären die barbarischen Verbrechen der Nazis je aufgearbeitet worden oder hätten sie Konsequenzen zur Folge? Aus diesen Gedankenspielen hätte man so viel machen können. Leider belässt es der Film bei völlig oberflächlichen Bemerkungen hierzu. Statt dessen entwickelt sich ein mäßig spannendes Katz- und Maus-Spiel um die Teilnehmer der "Wannsee-Konferenz" (auf der der Beschluss zur Ermordung aller europäischen Juden gefasst wurde), die von der Gestapo nacheinander eliminiert werden, um die Shoa, die als "Umsiedlung" getarnt wurde, nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen und das neu entstehende gute Verhältnis zu den USA nicht zu belasten. Leider ist das ganze völlig unplausibel. Was sollte es dem Nazireich helfen, wenn die paar Beschlussträger umgebracht werden - und die Tausende, die aktiv den Holocaust betrieben und durchgeführt haben, unbehelligt bleiben? Wie dem auch sei, auch die weitere Entwicklung der Geschichte ist für mich logisch nicht nachvollziehbar: dass die USA sofort die Beziehungen abbrechen, nachdem die Verbrechen bekannt werden, grenzt ja fast an Propaganda. Letztendlich zählt doch nur das Geschäft, siehe China heutztage (ich will China jetzt nicht auf die Stufe der Nazidiktatur stellen, aber dass die USA ihre Politik immer an Menschenrechten und Demokratie ausrichten, kann wohl auch keiner ernsthaft behaupten). Und das Ende: Groß-Germanien bricht zusammen! Warum? Für mich auch nicht nachvollziehbar. Nach dieser Logik dürfte es auch Staaten wie Kuba, Iran und Nordkorea nicht mehr in der jetzigen Form geben. Auch die Sowjetunion ist nicht zusammengebrochen, nachdem bekannt wurde, dass Stalin Millionen hat umbringen lassen. Fazit: für mich ist in diesem Film sehr viel Potenzial verschenkt worden und die Handlung ist für mich unplausibel und nicht nachvollziehbar. Der sich aufdrängende Bezug zu heutigen Gegebenheiten wurde auch nicht weiter ausgearbeitet. Für mich ein schlechter, ärgerlicher Film!

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Nicht mal schlechte Dystopie mit einem gut aufspielenden Rutger Hauer. Die Auflösung ist aber dann doch recht banal geraten.

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FrankB2B

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film wirft die wahrscheinlich interessanteste Frage auf die es gibt :

Was wäre wenn ???
Die Verfilmung des auf Autor "Robert Harris" basierenden Romans spielt mit dieser Frage die sich mit Sicherheit schon sehr viele Menschen insgeheim einmal gestellt haben.
Da ich den Roman und auch den Film kenne kann ich sagen das sich der Film an einigen Punkten vom Roman unterscheidet....was mich selber nicht gestört hat.
In fast allen Fällen wo ein Roman als Vorlage zu einer Verfilmung die Grundlage bot wurden kleine Veränderungen vorgenommen....manchmal mit positivem manchmal mit negativem Ergebniss.
Regisseur "Christopher Menaul" hat diesen Film wie ich meine so gut gemacht wie man ihn machen konnte und das Resultat ist einer der besten Futuristischen Thriller die es gibt.
In der Hauptrolle ist "Rutger Hauer" als SS Komissar März zu sehen der im Jahr 1964 unmittelbar vor dem 75 Geburtstag des Führers einen Mordfall aufklären soll.
Zur selben Zeit kommt die Amerikanische Journalistin Maguire (Miranda Richardson) in der neuen Hauptstadt des Großdeutschen Reiches an um offiziell über die Feierlichkeiten des Führergeburtstages und das bevorstehende Treffen mit Präsident Kennedy zu berichten,inoffiziell aber von einem Unbekannten Insider mit Informationen versorgt wird die so brisant sind das dieser um sein Leben fürchten muß.
Die Wege von SS Komissar März und Journalistin Maguire kreuzen sich und gemeinsam kommen sie einer Vertuschungsaktion auf die Spur dessen Existenz vor allen Deutschen und der gesamten Weltbevölkerung verborgen gehalten werden soll.
Unter Gefahr des eigenen Lebens stellen die beiden Untersuchungen an und ihnen immer dicht auf den Fersen sind die Hescher der Gestapo deren einziges Ziel es ist eine Wahrheit im verborgenen zu halten die einen bevorstehenden Friedensvertrag und die damit einhergehende Allianz zwischen den USA und dem Großdeutschen Reich verhindern würde.

"Vaterland" beschreibt ein Szenario das wenn die vergangenen Ereignisse nur etwas anders verlaufen währen wohl durchaus im Berreich des möglichen gelegen hätte.
Die Tatsache des Films das die SS in Friedenszeiten wohl als Volkspolizei fungiert hätte ist sehr plausibel,das ganz Europa eines Tages wie nach den Vorstellungen Hitler's Germania heissen würde ist ebenfalls nicht unbedingt von der Hand zu weisen und das Adolf Hitler selbst unter diesen Vorraussetzungen seinen 75 Geburtstag erlebt hätte ist auch mehr als wahrscheinlich.
Das der Holocaust an den Juden unter dem Aspekt des Films zu ihrer gänzlichen Ausrottung geführt hätte ist mit großer Sicherheit zutreffend und auch das man versucht hätte diese Dinge zu verschleiern.

Dieser Film zeigt auf was zum Glück aller Menschen Weltweit niemals eingetroffen ist und nur rein Hypothetisch Interessant ist um sich darüber Gedanken zu machen.....eine Zukunft die es niemals geben sollte.

Ein Grandioser Zukunftsszenario mit einer sehr eigenen Aura die 105 Minuten lang ein beklemmendes Gefühl vermittelt.

Toller Film,keine Frage.
FrankB2B.

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MKr

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessante Filmidee.

Jedoch ist die Handlung nicht gut genug durchdacht, weil viele Ereignisse des Films, vor allem der Hauptplot viel zu unplausibel sind.

Außerdem ist das mit einem Satz abgehackte Ende des Films sehr enttäuschend.

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöne Verfilmung eines starken Romans mit einer beängstigenden Fiktion. Die nüchterne Erzählweise des schreibenden Geschichtsprofessors Robert Harris wurde leider nicht so in den Film übernommen, daher etwas gefühlslastig...Die Distanz, die Harris zu seinen Figuren bewahrt hätte die Spannung hier noch steigern können, trotzdem ein toller Film mit einer, dank Harris, erstaunlichen geschichtlichen Korrektheit. (Natürlich nur, wenn man den fiktiven Kernpunkt als gegeben hinnimmt :-) )

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R.A.Madison

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Bewertung7.0Sehenswert

Interessantes Szenario; gluabhaft präsentiert. Eine von Hauers guten Rollen. Vllt. etwas zu sehr auf die Demokratiedrüse gedrückt. Am Ende denkt man sich: Gut das es so nicht kam. Funktioniert also.

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