Verblendung - Kritik

NO/SE/US 2011 Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 12.01.2012

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Kommentare (268) — Film: Verblendung


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MarcelN44

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Persönlich mag ich amerikanische Remakes, weil sie einfach eher meinen Sehgewohnheiten entsprechen, so auch in diesem Falle. Meisten liegen jedoch aber Jahre zwischen dem Original und seinem Remake oder aber das Original konnte keine nennenswerte Zuschauerresonanz verbuchen. Diese Verblendung aber kam zu kurz nach der ersten und wirkt daher wie eine Kopie, aber eine hübscher heraus geputzte. Der Thrill des David Fincher ist weitestgehend der gleiche, die Darsteller gefallen mir aber besser. Und der Vorspann könnte auch von "Skyfall" stammen... ;)
8/10

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RaZer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

David Fincher hat sein Mojo verloren, doch erstmals nach ungefähr zehn Jahren unternimmt er einen ernsthaften Versuch es zurück zu erlangen. Dass es sich dabei ausgerechnet um eins der so unbeliebten Hollywood-Remakes handelt, mag einen faden Beigeschmack hinterlassen, doch Stieg Larssons dunkle Geschichte passt punktgenau zum so überragenden 90er-Jahre-Fincher, der uns Meisterwerke wie "Se7en" und "Fight Club" schenkte. Ich war nicht wirklich überzeugt davon, dass dem so guten schwedischen Original wirklich etwas Brauchbares hinzugefügt werden kann, eher im Gegenteil. Doch Fincher setzt ein paar andere Schwerpunkte, somit ist es keine gänzlich uninspirierte 1:1-Kopie. Während die Skandinavier ein paar mehr kernige Kanten und die kühlere Atmosphäre für sich beanspruchen können, ist Hollywoods Version die stylischere und düsterere. Noomi Rapace hat mit ihrer hervorragenden Darstellung der Lisbeth Salander der armen Rooney Mara keinen Platz gelassen es besser zu machen. Sie tut deshalb das einzig Richtige: Sie macht es anders. Die Original Lisbeth ist sehr kalt, unnahbar und zeigt nur minimale Emotionen. Rooneys Lisbeth kommt zwar ähnlich abgefuckt daher, ist aber wesentlich verletzlicher und auch einen Tick emotionaler, so dass man sich in diese Version vielleicht etwas mehr einfühlen kann. Zwischen Nyqvist und Craig bestehen da weit weniger Unterschiede, sind beide ähnlich lässig. Der sonstige Cast ist top, handwerklich passt alles absolut zusammen und auch die Härte der Story wird keinen Deut abgemildert.
Nachdem uns Fincher in letzter Zeit irgendwelchen Quatsch von rückwärts alterenden Menschen und Saftsäcken, die den Leuten fälschlicherweise vergaukeln, dass ihr Leben interessant genug wäre es im Internet zu verbreiten, erzählt, ist er endlich wieder in seinem Metier unterwegs. Nur er konnte diesen Film so inszenieren, dass er sich vor dem Orignal aus Schweden nicht verstecken muss, weil er doch einen Tick anders ist.

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littledrummerboy01

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als ich hörte, dass nach dem großen Erfolg der Millennium-Triologie nun Hollywood Versionen folgen sollten, dachte ich: Ach kommt schon Leute, das braucht's doch jetzt echt nicht. Dann habe ich gelesen, dass David Fincher bei dem ersten Film Regie führen soll und war dann doch ein wenig gespannt. Jetzt, da ich den Film gesehen habe, kann ich nicht sagen, welcher besser ist, der schwedische oder der amerikanische. Was die Neuverfilmung eindeutig besser macht, ist die Atmosphäre, die noch düsterer und bedrohlicher gerät als in Teil eins, dass man sich noch mehr fragt, in was für einer kranken Welt man eigentlich lebt und warum alle Lisbeth so durchgedreht finden, wenn doch Frauenmörder und kranke Nazis zu Hauf herumlaufen. Außerdem macht Daniel Craig seinen Job besser als vorher Mikael Nyquist, der zwar schon stark war, aber Craig bringt den Charakter menschlich noch besser heraus, spielt insgesamt sehr stark. Die Frage nach Lisbeth ist da schon schwieriger. Rooney Mara spielt wirklich ausgezeichnet, aber Noomi Rapace hatte einfach noch etwas bedrohlicheres an sich, mehr Schatten und Abgründe, die bei der Figur so wichtig sind. In Punkto Gewaltdarstellung stehen sich beide Filme übrigens in nichts nach und sollten nur von einem Publikum mit starken Nerven gesehen werden. Was bei der amerikanischen Verfilmung manchmal jedoch ein bisschen stört, ist das Schweden, das kreiert wird, oder eben nicht. Mal sind Zeitungen und Anzeigen im Hintergrund auf Schwedisch, im nächsten aber die Notizen von Mikael auf Englisch, und so richtig will das nicht zueinander passen. Aber das ist schon mit das Hauptmanko des Films. Ob die leichten Abweichungen vom Buch nun gut sind oder nicht, ist Geschmackssache. Für jemanden wie mich, der Buch und alten Film schon kannte, bot es eine gute Abwechslung, machte manches einfach spannender, und gestört haben die Abweichungen auch nicht. Was wirklich überragend war, war die musikalische Untermalung des Films, die sehr subtil ganz viel zu Spannung und Atmosphäre beigetragen hat.
Letzten Endes kann man also sagen, dass der Gang ins Kino hier wirklich lohnt, sowohl für Neueinsteiger, als auch für Millenium-Experten. Die relativ lange Laufzeit verfliegt einfach nur und die großartige Atmosphäre sollte man mal erlebt haben.

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acefromspace93

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Bewertung5.5Geht so

Ganz gut, jedoch kommt Rooney Mara bei weitem nicht an Noomi Rapace ran. Daniel Craig und Michael Nyqvist unterscheiden sich auch nicht wirklich. Die schwedische Version ist einfach um Welten glaubwürdiger. Wer unvoreingenommen an den Film geht, wird ihn sicherlich sehr gut finden, wobei ich auch sagen muss das es (meiner Meinung nach) der, bis jetzt, schlechteste Fincher Film ist.

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Trimalchio

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Natürlich unterscheiden sich die, da sind schauspielerische Welten dazwischen.


acefromspace93

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Jedem seine Meinung, ich finde einfach das Daniel Craig keinerlei Charisma hat und Michael Nyqvist auch nicht. Ich finde das ein Schauspieler, der dazu noch eine Hauptrolle spielt, ein gewisses Maß an Charisma haben sollte.


Kairesma

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Bewertung7.5Sehenswert

Natürlich ist der Film alles andere als schlecht.
Für Fincher war es mit seinen Fähigkeiten, dem Cast und der sowieso schon erarbeiteten Handlung wahrscheinlich schwieriger einen schlechten, als einen guten Film zu machen.
Das Ganze ist düster und authentisch in Szene gesetzt, wenn auch die Dichte der Atmospähre des Originals selten erreicht wird.
Vor allem Craig und Skarsgard, aber auch Plummer passen ausgezeichnet in ihre Rollen.
Mara spielt auch definitiv keine schlechte Salander, aber Rapace ist und bleibt einfach die Definition von Lisbeth Salander, da sie damals derart individuell herausragend in die Rolle passte und sich so auf jeden Fall langfristig als Lisbeth Salander in mein Hirn gebrannt hat.
Durch die ein oder andere kleine Änderung zum Original, konnte der Zuschauer der Handlung auch ein Stück weit leichter folgen, ohne dass das Ganze aber zu einer aalglatten Hollywood Nummer mutierte.
Letztlich reicht der Film nicht an das Original ran, ist aber in jedem Fall, vor allem wenn man die ursprüngliche Trilogie nicht gesehen hat, ein gut unterhaltener Thriller mit guten Darstellern und einer hohen Spannungsdichte.
So spannend ist die Story mit ihren Wendungen halt nicht mehr, wenn man die Antworten alle schon kennt.

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Miami Twice

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich kenne weder das Buch noch die andere Verfilmung, von daher war es recht spannend zu sehen wie sich die Geschichte entwickelt. Obwohl der Film recht lange ist (davon bin ich meist nicht so Fan ) ist die Zeit schnell vergangen - lohnt sich auf jeden Fall zu gucken.

Schön in Szene gesetzt war auch Zürich der Flughafen Kloten oder das "Dolder Grand".

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peta-lampa

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Bewertung9.5Herausragend

Ich, ein großer Fan der Bücher, war sehr enttäuscht von der skandinavischen Verfilmung. Der erste Teil war noch so lala.. farblose Schauspieler, meist weit entfernt von der Beschreibung im Buch, vieles wurde weggelassen, die wichtigen und spannenden Szenen (Vergewaltigungsszenen) wurden sehr flach rübergebracht.

Folglich gab es meiner Meinung nach durchaus gute Gründe für eine ordentliche Neuverfilmung.

Und diese ist äußerst gut gelungen. Vor allem wegen des viel besseren Drehbuchs, welches die gesamte Buchhandlung umsetzt und nichts weglässt, was bei den detail- und faktenreichen Darstellungen im Buch schon äußerst beachtlich ist. Zum anderen- das ist sicher ein Stück weit subjektiv- fand ich die Schauspieler wesentlich besser gewählt.

Insgesamt wirklich ein toller Film, der beste seit Langem, fast so gut wie das Buch, ich freue mich schon auf die nächsten Teile!!!

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Tachitalili

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Bewertung3.5Schwach

Storyanfang: Die Suche nach einer Vermissten entpuppt sich als eine Suche nach einem Mörder...

Vorab: ich kenne weder das Buch noch die vorherige Filmversion.

Der Film hat mir im Großen und Ganzen nicht gefallen.

Gründe (Vorsicht, Spoiler enthalten):

- Trotz der zugegeben zufriedenstellenden Rache von Lisbeth, finde ich es widerwärtig, mit welchem Genuß am Detail heutzutage immer mehr Krimibücher/-filme immer brutalere Vergewaltigungen "zelebrieren".
- Die "Verdächtigten" wurden -meiner Meinung nach- unzureichend vorgestellt.
- Die Ermittlung konnte ich nicht nachvollziehen: dutzende gezeige Photos in schneller Abfolge, das Ganze unkommentiert....
- Trotz dass ich die "Ermittlung" nicht nachvollziehen konnte, war mir klar, wer der "Mörder" ist: das übliche, er ist ständig vor der Nase des Ermittlers, ist freundlich und scheint der Unschuldigste zu sein. Gääähhn...
- Warum die Lisbeth in ihrem Alter diesen faltigen alten Sack Blomkvist verführt, wird mir auch nicht klar, und ist nebenbei eklig anzusehen. Dass er das mitmacht, obwohl er woanders schon liiert ist, macht ihn auch nicht grad zum Sympathieträger.
- Unklar auch: es stellt sich heraus, dass es sehr viele Morde waren, (ok, lange her, aber trotzdem)- und dann wird die hiesige Polizei/Wer-auch-immer-dafür-zuständig-ist nicht informiert, es wird kein großes Ermittlungsteam zusammengestellt usw?
- 3,5 Punkte gibt es lediglich für den Charakter Lisbeth als ungewöhnliche Punk-Ermittlerin und für die Schlussaktion, das mit dem Verkleiden und dem Geldtransfer, das war unerwartet und frisch.

Fazit: Wenn man, wie ich, die Geschichte nicht kennt, wird man vermutlich enttäuscht werden. Ich zumindest habe mir mehr davon erhofft.

Und jetzt könnt ihr alle Steine werfen...

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Tachitalili

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@Hippety_Hopper: Stimmt nicht, ich bin großer Krimifan :-) .. Der Rest deines Kommentars ist, glaub ich, mehr oder weniger, Geschmacks- und/oder Ansichtssache. LG ;-)


Hippety_Hopper

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Hmm, das hätte man auch ganz leicht mit einem schnellen Blick auf dein Profil vor dem Kommentar herausfinden können, dass du auf Krimis stehst. Jetzt weiß ichs jedenfalls ;)


Apollyon

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Bewertung7.0Sehenswert

Bild und Ton sind klasse, daran gibt es keinen Zweifel, aber die Geschichte ist eher mittel. Die Figuren sind flach(außer Lisbeth höhö) und teilweise klischeehaft. Es wird verdammt viel Zeit darauf verwendet, uns mit der Familie bekannt zu machen und mit ihren Hintergründen, aber das stagniert alles auf einem Niveau, das der damit vergeudeten Zeit nicht würdig ist, zumal sich wenig als für die Story relevant erweist. Ich denke, es wäre für die Story völlig egal gewesen, ob die Protagonistin ein angeknackstes Goth-Chick ist oder nicht. Ihre vordergründige Interessantheit ist ein Versprechen, das uneingelöst bleibt, weil ihre Charakterisierung im Holzschnittartigen versumpft. Mikael dagegen ist von Beginn an nur eine Art Sherlock Holmes ohne Exzentrik - also langweilig. Aus der Begegnung beider hätte man durchaus narratives Kapital schlagen können, stattdessen verläuft ihre Zusammenarbeit ohne (geistige) Höhen und Tiefen. Ähnlich banal ist die Handlung mitsamt der Motivation ihrer Träger, die mit gutem Willen als küchenpsychologisch fundiert charakterisierbar ist. Im Prinzip ist "Verblendung" ein Krimi, wie er schon hundertmal erzählt worden ist. Gut verfilmt, muss man aber wirklich nicht gesehen haben.

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Keky

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mittwoch is Kinotag!
Nein, es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, Stieg Larssons "Millennium Trilogie" noch einmal zu verfilmen. Außer der Tatsache, dass ein etwa zwanzigjähriger Mensch in, sagen wir mal, Kalifornien, Texas oder Ohio nicht fünfzig Kilometer zu einem Multiplex-Kino fährt, um sich dort einen skandinavischen Film anzuschauen. Deshalb hat nun auch David Fincher zugeschlagen. ;)
Ich hatte nicht all zu große Erwartungen in die Hollywood Verfilmungen. Die Rolle der Lisbeth hatte Rooney Mara nicht so überzeugend rüber gebracht. Sie war weniger draufgängerisch, etwas zahm und auch die Dialoge waren nicht so knackig wie in der schwedischen Verfilmung. Die Recherchen kamen auch viel zu kurz. Die Auflösung des Falls wirkte auf mich recht übereilt.
Kein Vergleich zum Original. Viel zu überfrachtet. Viel zu viel Informationen. Dazu das Ende das mit der eigentlichen Geschichte nicht ganz so viel zu tun hat, und auch die Story wurde unnötig verwässert und unnötig in die Länge gezogen. Ich hatte das Gefühl, der Film will gar nicht aufhören. War leider nicht so packend. Schade. Wenn ich das Original nicht kennen würde, dann würde ich sagen, eine 8.0 Ausgezeichnet. ;)

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Trimalchio

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Die von dir angesprochenen Punkte bietet das Original ebenfalls.


BenLinus

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Bewertung7.5Sehenswert

Gleichfalls weder Buch gelesen noch den Schwedenfilm gesehen. Daher unvoreingenommen und unvorbereitet - ich wusste nichtmal um was es geht. Anfangs kurz und schmerzlos ins Geschehen geworfen und ab gehts, 2 1/2 Stunden lang Daniel Craig und der hier sehr tollen Rooney Mara hinterher. Stimmung und Atmosphäre sind durchwegs gelungen kühl, Spannungsfaden bleibt eigentlich fast immer gespannt und Finchers Inszenierung ist eindeutig Fincher. Zumindest mit Abstrichen in der B-Note. Seine Handschrift ist deutlich zu erkennen, aber irgendwie steht sie auf dem falschen Blatt Papier. Grund ist offensichtlich: zu wenig Eigenwerk (ähnlich bei The Social Network). Der eigenständige Fincher fehlt mir, und das hier in Verbindung mit einem Fight Club zu setzen bringt einen kleinen Teil in mir zum Weinen. Nicht dass Verblendung schlecht ist, absolut nicht, aber es ist durchaus zu weit hinter den (jaja, fälschlichen) Erwartungen und vor allem den (erhofften) Möglichkeiten.
Nichtsdestotrotz kein wirklicher guter Fincher, aber ein guter Film.

Anmerkungen: Ich fand das Ende in Ordnung bis gut. Wieso der Soundtrack allerdings in den Himmel gelobt wird bleibt mir ein Rätsel.

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flimflam31

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Bewertung6.0Ganz gut

Apple, Marlboro, Google, Epson - (Schleich)werbung hat der Film genug zu bieten.

Ich habe kein Buch gelesen aber alle schwedischen Filme gesehen, bin daher was die Übereinstimmungen Buch/Film angeht nicht vorbelastet. Der Vorspann fiel für meinen Geschmack genauso aus dem Rahmen wie der beim letzte James-Bond "Ein Quantum Trost". Toll gemacht, passt aber nicht zum Rest. Beim James Bond noch eher als bei "Verblendung". Der Film konnte, wie der Erste schwedische auch schon, nicht sofort loslegen und plätscherte leider etwas vor sich hin. Hin und wieder mal ein paar Spannungsmomente, größtenteils das bekannte Krimigedöhns. Letzteres gefällt dank der guten Story trotzdem, auch wenn das Puzzelzusammensetzten manchmal vorhersehbar ist. So geht es als etwas auf und ab mit der Spannung. Wahrscheinlich konnte ich deswegen auch nicht so ganz warm werden mit dem Film. Das Ende hätte verkürzt werden können und die starke Abweichung vom Buch fand ich schon auch erstaunlich. Die Bilder sind eher düster, entsättigt, Hollywood-like, nicht so wie im schwedischen Film. Ob das zuträglich ist weiß ich nicht. Somit bleibt ein solider, ansehnlicher Film, jedoch kein Glanzstück.

Moment. Die größte Enttäuschung war für mich Daniel Craig als Mikael Blomkvist. Viel zu kühl, kaum Mimik. Vielleicht liegt es an mir aber ich bekomme sein James-Bond-Image einfach nicht mehr aus dem Kopf. Mikael Nyqvist im schwedischen Film verkörpert den Protagonisten wesentlich stimmiger und authentischer.
Rooney Mara hat mir hingegen gut gefallen, der Vergleich zu Noomi Rapace endet bei mir unentschieden. Was mir hingegen nicht gepasst hat, dass eine Hackerin ein MacBook mit entsprechendem Betriebssystem benutzt. Ich weiß nicht so recht ob das der Szene entspricht. Und da wären wir auch schon wieder beim ersten Satz.

Fazit: Im Vergleich zu der schwedischen "Vorlage" etwas schlechter da unauthentischer. Abzug für ein paar Längen und Daniel Craig, schade. Pluspunkt für Rooney Mara. Sehenswert ist der Film auf Grund der guten Story trotzdem, daher 6/10.

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camicatze

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich habe nicht das Buch gelesen, dafür aber die Schweden-Fassung gesehen.

Leider bin ich ein wenig enttäuscht von dem Film. Alles in allem hat Fincher es geschafft den Film etwas temporeicher und atmosphärischer zu gestalten. Das war aber auch schon alles. Denn das schwedische Original wirkte leider gelegentlich wie ein ZDF-Fernsehkrimi.
Aber leider, leider (und ich hatte wirklich gehofft, dass daraus was wird!!) nehme ich Rooney Mara eben nicht die toughe, kaltschnäuzige, tief verletzte Lisbeth Salander ab. Vielleicht lags an den blondierten Augenbrauen, aber ihr Gesicht wirkte meistens wie das einer Wachsfigur - absolut null Emotionen! Schade.
Daniel Craig hat einen wesentlich besser aussehenden Blomqvist abgegeben, hat auch ganz gut gespielt.

Der Fall den die beiden bearbeiten war etwas lahm umgesetzt. Und der Twist am Ende hat mich auch irritiert - vielleicht ein Versuch den Kinogängern die die Originalversion kannten etwas neues zu bieten. Bei mir hat das ganze leider nur Unverständnis hervorgerufen.

David Fincher versteht sein Handwerk wirklich gut. Er weiss wie man erfolgreiche Filme macht. Trotzdem finde ich, ist ihm bei Verblendung eher nur die Optik gelungen.
Habe den Film im englischen Original gesehen - Warum sprechen die bitte mit schwedischem Akzent (ausser Daniel Craig, der klingt britisch)??? Total komisch.

Und eins muss ich noch sagen: Alle sind ja so fasziniert von der Filmmusik... Sorry aber da war ich wirklich platt. Ich hatte von Ross/Reznor wirklich mehr erwartet nach Social Network. Klar, alles ultra innovativ! Next Level Krimi-Sound! Aber alles was ich gehört habe waren Staubsauger und Waschmaschinen. Vielleicht habe ich dafür kein Ohr, aber mich hat die Musikuntermalung Stellenweise richtig abgelenkt.

In Kürze
Das ist gleich:
Sie hat ein Tattoo und Piercings, Es spielt in Schweden, der Fall ist gleich geblieben.
Das ist anders:
Lisbeths Frisur (ein wunderschöner Helm!), Blomqvist sieht besser aus, d aas Ende ist etwas anders.

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BigDi

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Bewertung7.0Sehenswert

Das größte Problem von "Verblendung" liegt - für mich, der weder die Buchvorlage noch die erste Verfilmung kennt - tatsächlich im großen Namen des Regisseurs. Nein, man braucht sich um dessen Inszenierungskunst (weiterhin) keine Sorgen machen: Wo aus dem Drehbuch physische und psychische Wucht herauszuholen ist, geschieht dies auch, und es gibt eine Szene, die in ihrer übelkeitserregenden Verzweiflung gar Richtung Noé zu schielen scheint. Fincher weiß, wie man den Zuschauermagen erreicht, und er lässt kaum eine Gelegenheit dazu aus, was "Verblendung" zu einem mitreißenden Krimithriller-Erlebnis macht, welches überraschend oft das brutale Versprechen des (grandiosen) Vorspanns erfüllt und dessen Einbindung in den Film berechtigt.

Doch was man mit dem Namen Fincher letzten Endes doch nicht ganz vereinen kann, ist das Drehbuch. Es ist spannend, es ist gut konstruiert, es ist auch - wie bereits erwähnt - öfters wirklich heftig, aber im Endeffekt beinhaltet es zu viele Zugeständnisse an den Zuschauer - selbst wenn diese manch einmal brutaler ausfallen als manch eine "böse" Szene in anderen Filmen. Doch den emotionalen - oder intelektuellen - Schlag ins Gesicht sucht man hier vergebens und wer bei "Fincher" immer noch hauptsächlich an "Sieben" und "Fight Club" denkt, wird (mal wieder) nicht um eine mittelschwere Enttäuschung herumkommen. Das ist sicherlich Kritik auf einem hohen Niveau und definitiv keine Kritik am Regisseur für seine Arbeit (eher für seine Drehbuchwahl), aber es verhindert im Gesamtkontext ein besseres Urteil als "gut". Was natürlich nicht heißt, das von einer Sichtung abzuraten ist: "Verblendung" ist toll besetzt, durchgehend spannend und bietet eine interessante Story, welche zwar leider nicht so abgründig ist, wie sie gerne wäre (wie es schon in "1984" hieß: "Ich verstehe das Wie, aber nicht das Warum!"), aber bis zum Ende mitzureißen weiß. Wobei es für die letzte Szene wirklich etwas auf die Finger geben sollte. Ansonsten heißt es: Nicht mehr und nicht weniger als ein guter Film. Was weniger ist als das, was Fincher uns einst zu bieten vermochte, aber für einen geselligen Kinoabend auf jeden Fall mindestens ausreicht.

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Roco De Long

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Genauso empfinde es auch. Sehr guter Kommentar.


BigDi

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Danke dir! :)


Murray

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Puh. Harter Tobak. Verblendung ist teilweise arg an der Grenze des Zumutbaren. Und das meine ich als Kompliment. Denn nicht unbedingt das Gezeigte ist macht diesen Umsatnd aus, sondern das fantastische Schauspiel von Rooney Mara. Ganz großen Applaus meinerseits für dieses Talent. Aber auch Daniel Craig macht seine Sache ganz hervorragend.

Nun aber zum Film an sich. Dreckig, grau, düster. Finchers Faible für stylische Kamerafahrten lassen eine schon fast klaustrophobische Stimmung aufkommen.
Dazu ein straff gezogener Spannungsbogen, einen klasse Soundtrack von Trent Reznor und man hat einen großartigen Thriller. Was will das Genre-Herz mehr?

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suicidefantasy

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Bewertung9.5Herausragend

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber ein amerikanisches Remake eines europäischen Filmes, der ganz gut war, ist weitaus (!) besser als das Original.
Das liegt zum größten Teil am Drehbuch. Nicht nur Charaktertiefe, Dialoge, sondern vor allem Spannung sind weitaus besser. Und ich verstehe den Film erstmal komplett! XD
An David Fincher habe ich ja immer ein wenig gezweifelt, aber er hat die Story von "Verblendung" gerettet.
Über Lisbeth lässt sich streiten. Eindeutig eine weitaus "weichere" Interpretation, aber super toll gespielt und weitaus tiefer charakterisiert, wodurch sie mir noch mehr ans Herz wuchs, wie ihre Vorgängerin.
Endlich mal ein toller Genre-Thriller, der mir so sehr gefiel, dass ich beim verlassen des Kinos SOFORT den zweiten Teil sehen wollte und mir eine Woche danach überlegte, den Film nochmal im Kino zu sehen.

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mmb223

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Bewertung4.0Uninteressant

Voller Vorfreude auf die amerikanische Version von Verblendung begab ich mich ins Kino. Zunächst muss ich sagen, ich habe das Buch gelesen und ich habe die DVD-Trilogie zuhause. D.h. also die schwedische Version. Und die war schon gut. Und da die Amis gerne immer noch einen draufpacken wollen, war ich nun gespannt. Mein Fazit? Ich bin total enttäuscht. Nicht nur, dass die Schauspieler eine absolute Fehlbesetzung waren, nein, und das finde ich noch schlimmer, es befanden sich im Film jede Menge Fehler. Der gravierendste Fehler war, dass im Film aus Anita auf einmal Harriet wurde. Dabei wurde Harriet im Buch und in der schwedischen Version auf einer Farm in Australien entdeckt. Der nächste offensichtliche Fehler war zum Schluss die Präsentation von Harriet gegenüber Hendrik. Hendrik wurde nicht auf den Flur geschoben, um Harriet zu sehen, sondern Harriet kam in den Raum, wo Hendrik Vanger mit Blomquist und Frode zusammen gesessen haben. Und Lisbeth Salander war, im Gegensatz zur amerikanischen Version auch nicht dabei. Also, mein Tipp? Lest das Buch und kauft Euch die DVD-Trilogie. Dort findet Ihr absolut authentische Filmrollen, wo Lisbeth Salander dort echt der Knaller und für mich der eigentliche Star im Film ist. Ich weiß, dass man im Film nicht das gesamte Buch wiedergeben kann. Aber ich schaue mir lieber 5x die schwedische als ein weiteres mal die amerikanische Version an.

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Gangstarapper

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stimme mmb223 voll und ganz zu. Typisch amerikanisch überzogen und jede einzelne Szene nachspielend, ist die schwedische Produktion für mich besser gelungen. Aber jedem das Seine.


Mr.Moffet

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Reichlich spoiler in deinem kommentar :-(


Begbie

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Bewertung6.5Ganz gut

Eins vorweg: Ich habe weder eines der Bücher noch das schwedische Original gesehen. Ich konnte also ganz unbefangen diesen Film anschauen. Der Film war ok, jedoch meilenweit entfernt von modernen Genreklassikern wie Schweigen der Lämmer oder Sieben - weniger Spannung, weniger bedrückende Stimmung, rundum weniger Genialität. Das wäre ja auch nicht weiter schlimm, wenn dieser Film (und Fincher) nicht den Anspruch hätten, hier ein neues Meisterwerk abzuliefern. Außerdem hätte man das Ende gleich mal um 30 Minuten kürzen können und beim Highlight abschließen. Den Film kann man gut mal schauen, leider ist es jedoch kein must-see - schade...

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Clement

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Bewertung6.5Ganz gut

Spannungsfaktor und Authenzität in der Version von Fincher kommen einfach nicht an die von Oplev ran. Zumal Noomi Papace eine viel überzeugendere Lisbeth verkörpert, was dem Film im direkten Vergleich natürlich den ein oder anderen Sympahtiepunk nimmt. Craig macht seinen Job zwar solide dennoch ist er in meinen Augen kein ausgefuchster Journalist und eher ein wenig falsch besetzt. Einzig Stellan Skarsgard übezeugt voll und ganz und gefällt mehr als sein schwedisches Pondon.
Im Großen und Ganzen dennoch ein guter Film wie man es von Fincher gewohnt ist, und hätte, wenn es denn die schwedischen Versionen der Romanverfilmung nicht gegeben hätte, sicherlich auch von mir ein besseres Rating bekommen!!!

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Frank Landgraf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Um es erst mal kurz zu beschreiben - einfach genial. Allein das Screenplay im Vorspann ist schon sehenswert. Ansonsten finde ich die auch die Umsetzung besser als die schon bekannte schwedische Verfilmung. Atmosphärisch dichter, spannender und mit tollen Bildern (wie von David Fincher auch erwartet). Etwas näher am Buch finde ich. Und da ich ja eh ein Daniel Craig - Fan bin, ein absolutes muss. Bei Lisbeth bin ich etwas unschlüssig (welche besser ist), nehme aber der Rooney Mara die Rolle absolut ab. Hat sie wirklich gut gespielt. Respekt! Alles in Allem 9/10 Punkten.

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