Verdacht auf Liebe

The Unbelievable Truth (1989),
Laufzeit 90 Minuten, Drama, Komödie

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7 Bewertungen
2 Kommentare
Verdacht auf Liebe - Bild 4606088
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von Hal Hartley, mit Adrienne Shelly und Robert John Burke

Josh Hutton wird aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nach Hause zurück, wo er auf Audry Hugo trifft. Keiner kann sich genau daran erinnern was er verbrochen hat…


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FredFuchs

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hal Hartley gehoert ohne Zweifel zu den wichtigsten Figuren der Rennaissance des amerikanischen Independent Films in den 80er und 90er Jahren. Gemeinsam mit Autoren wie Jarmusch, Linklater oder Spike Lee ebnete er den Weg fuer den dialoglastigen Blick auf die moderne Gesellschaft ohne notgedrungen einem vordergruendigen Handlungsstrang zu folgen. Mit einem wiederkehrenden Grundensemble an Schauspielern fuehrt er uns in seinen Filmen durch stark ueberzeichnete Realitaeten immer wieder zwischenmenschliche Absurditaeten vor Auge.

Sein erster Spielfilm "The Unbelievable Truth" funktioniert auch gleichzeitig hervorragend als Einstieg in seine Werke. Alle Elemente seines unverkennbaren Stils sind hier bereits deutlich ausgepraegt, gezieltes Over- und Underacting, extrem stilisierte, philosophische Dialoge und bewusst irritierende mise-en-scene fuehren geschickt eingesetzt zu interessanten Einblicken und denkwuerdigen humoristischen Hoehepunkten (Die Bessesenheit einer seiner Figuren mit einem absolut sterilen Badezimmer in "Trust" ist unvergesslich).

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Sonse

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit einigen der sperrigeren Generation X-Indie-Auteurs tue ich mich manchmal wirklich schwer (Linklater, Soderbergh...). Hal Hartley ist da die lobenswerte Ausnahme und gleichzeitig wohl auch der eigentümlichste und obskurste unter ihnen, der nie groß rausgekommen ist.

Sanft, poetisch, träumerisch und zugleich beißend sind seine Geschichten aus dem exzentrischen Kleinstadtalltag.

"The Unbelievable Truth" (1989) hat er erneut mit leeren Taschen flink abgedreht. Den Rahmen für seine eigenwilligen, gewollt artifiziellen Dialoge um Vergangenheit, Schuld, Liebe, Wissen und Untergang bildet diesmal Josh Hutton, der gerade nach vielen Jahren aus dem Gefängnis entlassen in seinen Heimatort zurückgekehrt ist und sich mit der ziellosen Audry mehr als nur anfreundet. Keiner kann oder will sich mehr erinnern, was Josh nun eigentlich wirklich verbrochen hat?

Auch diesen Hartley mag ich, wenn er mich auch nicht annähernd so berührt und in seinen Bann gezogen hat wie der kurz darauf entstandene "Trust". Adrienne Shelly ist wieder toll und Robert Burke, als männliche Hartley-Figur, mal wieder ganz in Schwarz, macht seine Sache ebenfalls gut, obwohl ich doch ein wenig Martin Donovan vermisst habe.

Hartley mag man oder man mag ihn nicht, ich kann mir keinen Flecken zwischen diesen beiden Stühlen vorstellen. Glücklicherweise sitze ich fest auf erstem Stuhl.

Ein Wort noch zur UK-DVD: Das Bild ist wirklich katastrophal verrauscht und ich bin was das angeht eigentlich nicht sehr empfindlich. Wer Region 1-DVDs abspielen kann, der bestelle den Film besser in den USA.

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