Verhältnisse - Kritik

DE 2010
Laufzeit 88 Minuten, Drama

Kritiken (1) — Film: Verhältnisse

Kaltduscher: MoviezKult.de

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8.0Ausgezeichnet

Der wohl beste TV-Film seit "Mogadischu". Fast fragmentartig erzählt Regisseur/Autor Stefan Kornatz eine typische Geschichte der Berliner Schule, ruhig und stringent, simpel und doch effektvoll. Devid Striesow in der Hauptrolle zeigt einmal mehr, dass er unbestreitbar der derzeit beste Schauspieler Deutschlands ist, der vor allem gebrochene Figuren mit einer wunderbaren Subtilität verkörpert. Neben Striesow ist es auch Nicolette Krebitz, deren wuchtige Präsenz ein Segen für die Geschichte ist. Kornatz gibt seinen Akteuren genug Freiraum zur Entfaltung, und so ist "Verhältnisse" Schauspielerkino par excellence, gepaart mit wunderbar sperrigen Bildern, die in ihrer statischen Ruhe wohl abschreckend auf viele Zuschauer wirken dürften. "Verhältnisse" ist ein Film ganz in der Tradition eines Christian Petzold, ein Film, der eigentlich auf die große Leinwand gehört. So oder so darf man froh sein, dass die ARD Gebühren nicht nur mit Kochsendungen verpulvert, sondern gelegentlich auch mal echte Qualität ins Fernsehen bringt.

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paxxx

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Bewertung10.0Herausragend

"Verhältnisse" ist ein großartig erzähltes Melodrama. Der Vergleich mit Filmen von Christian Petzold drängt sich auf, doch auch mit französischen Filmen. Diese Leichtigkeit einerseits und spannungsreiche Gleichförmigkeit andererseits, machen den Film zu einem Erlebnis.
Die Schauspieler sind so echt, so unmittelbar in der Handlung. Das habe ich selten gesehen. Neben den Stars ragen die Kinder heraus.
Der Film macht nachdenklich und wirkt irgendwie versöhnlich. Die Aufs und Abs im Leben sind unausweichlich und man muss sie zu nehmen lernen.

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