Verrückt nach Paris

Verrückt nach Paris (2002), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 12.09.2002

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7.2 Kritiker
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von Pago Bahlke und Eike Besuden, mit Corinna Harfouch und Dominique Horwitz

Hilde, Karl und Philip haben ein Handikap. Sie leben in einem Heim für behinderte Erwachsene in Bremen. Philip und Karl arbeiten in einer Werkstatt und bauen Spielzeugenten, Hilde schält eimerweise Kartoffeln in der Heimküche. Mit ihren 70 Jahren ist Hilde immer noch neugierig und träumt von Afrika. Der sensible Philip hat Streit mit seiner Freundin und Karl will unbedingt in die “freie Wirtschaft”. Gemeinsam sehnen sich die Drei nach einem Leben mit neuen Herausforderungen. Heimlich planen sie einen Ausflug und hauen ab aus dem Heim. Auf ihrer Reise, die sie nach Köln und später nach Paris führt, entdecken sie für sich ungeahnte Möglichkeiten und erobern neue Freiheiten. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen nimmt ihren Lauf. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Denn nach Paris ist alles verrückt.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Verrückt nach Paris

Ulrich Behrens

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9.0Herausragend

Pago Bahlke und Eike Besuden gelang ein Film, der gegen jegliche „Betroffenheits“-Mentalität und mit viel Humor inszeniert wurde. Die Regisseure spielen sanft, aber deutlich mit dem Klischee vom unselbständigen „Behinderten“, der nicht dazu in der Lage sein soll, seinen Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Zentrale Gestalt in dieser Hinsicht sind Enno und Heimleiter Kollakowski: Es ist nicht nur verboten, sich einfach mir nichts dir nichts abzusetzen; die drei begeben sich ihrer Meinung nach auch in Gefahr, weil sie nicht selbständig operieren könnten. [...] Ein verrückt guter Film, der dem so genannten gesunden Menschenverstand kräftig eine überbrät und durch die drei Hauptdarsteller und Dominique Horwitz, aber auch Martin Lüttge und Doris Kunstmann hervorragend besetzt ist.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Verrückt nach Paris ist ein sensibles Porträt dreier Persönlichkeiten, die mutig, clever und selbstbewusst genug sind, mehr Respekt und Lebensqualität einzufordern und unter Beweis zu stellen, dass sie mehr vermögen, als man ihnen zutraut. So gesehen übt der Film auch Kritik an den Heimen, in denen behinderte und alte Menschen verwaltet, aber nicht individuell betreut werden.

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Kommentare (3) — Film: Verrückt nach Paris

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alter.native

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Bewertung9.0Herausragend

Klasse Film, Klasse "Schauspieler" in einer lustig, anrührenden Geschichte.

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TobiasSD

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist traumhaft schön. Das vermutlich verrückteste Ausreißer-Trio der Filmgeschichte überzeugt von der ersten bis zur letzten Minute, wobei insbesondere Paula Kleine als unglaublich lustige und liebenswerte Hilde auf höchstem Niveau brilliert. Dass die drei Hauptdarsteller bereits auf mehrjährige gemeinsame Bühnenerfahrung beim Bremer Blaumeier-Atelier zurückblicken können, kommt dem Film zugute. Wem dieser Film gefiel, dem sollte auch "Finnischer Tango" gefallen, der vermutlich ab 2008 auf der Kinoleinwand zu sehen sein wird und in dem u.a. auch Frank Grabski in einer Nebenrolle auftritt...

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nelly43

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wunderbarer warmherziger Film über 3 behinderte Menschen, die einen "ungenehmigten" Ausflug nach Paris unternehmen. Dort gefällt es ihnen so gut, dass sie da bleiben wollen. Ihr Betreuer (Dominique Horwitz) versucht, sie zurückzuholen. Die schauspielerische Leistung der 3 auch in Wirklichkeit behinderten Schauspieler ist beeindruckend.

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