Versailles

Versailles (2008), FR
Laufzeit 114 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.05.2010

7.5 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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Versailles - Bild 3785170
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von Pierre Schöller, mit Guillaume Depardieu und Max Baissette de Malglaive

Majestätisch erhebt sich das Schloss von Versailles inmitten gepflegter Gärten. Doch die weltberühmte Barockanlage grenzt an dichte Wälder. Und in denen leben Menschen, die sich freiwillig oder unfreiwillig hierhin zurückgezogen haben. So auch der noch junge Damien, der mitten im Wald in einer Einsiedlerhütte haust. Eines Tages taucht hier die obdachlose Nina mit ihrem fünfjährigen Sohn Enzo auf. Sie freundet sich mit Damien an, verbringt eine Nacht mit ihm, nur um am nächsten Morgen heimlich zu verschwinden und das Kind bei Damien zurückzulassen. Zwischen dem Mann und dem kleinen Jungen entwickelt sich eine spröde Zuneigung, in der beide Vertrauen und Geborgenheit finden. Doch die Wohnstätten der Aussteiger im Wald sind in der reichen Gemeinde von Versailles nicht gern gesehen und außerdem droht der Winter, den ein Kind hier draußen nicht überleben würde. Es ist klar: Damien und Enzo müssen ihre Hütte verlassen. Damien versucht eine Rückkehr ins bürgerliche Leben. Das Gleiche versucht auch Nina, denn sie hat ihr Kind nicht vergessen. Aber es wird für alle kein einfacher Weg…

HandlungMajestätisch erhebt sich das Schloss von Versailles inmitten gepflegter Gärten. Doch die weltberühmte Barockanlage grenzt an dichte Wälder. Und in denen leben Menschen, die sich freiwillig oder unfreiwillig hierhin zurückgezogen haben. So auch der noch junge Damien, der mitten im Wald in einer Einsiedlerhütte haust. Eines Tages taucht hier die obdachlose Nina mit ihrem fünfjährigen Sohn Enzo auf. Sie freundet sich mit Damien an, verbringt eine Nacht mit ihm, nur um am nächsten Morgen heimlich zu verschwinden und das Kind bei Damien zurückzulassen. Zwischen dem Mann und dem kleinen Jungen entwickelt sich eine spröde Zuneigung, in der beide Vertrauen und Geborgenheit finden. Doch die Wohnstätten der Aussteiger im Wald sind in der reichen Gemeinde von Versailles nicht gern gesehen und außerdem droht der Winter, den ein Kind hier draußen nicht überleben würde. Es ist klar: Damien und Enzo müssen ihre Hütte verlassen. Damien versucht eine Rückkehr ins bürgerliche Leben. Das Gleiche versucht auch Nina, denn sie hat ihr Kind nicht vergessen. Aber es wird für alle kein einfacher Weg.

Weiterführende Informationen
Versailles – Filmkritik auf KultHit.de
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Kritiken (2) — Film: Versailles

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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8.0Ausgezeichnet

In seinem Regiedebüt "Versailles" nimmt Pierre Schoeller, der auch das Drehbuch zum Film schrieb, Randgestalten in den Fokus und lässt das titelgebende Prunkschloss, das von der Willkürherrschaft und den Klassenunterschieden vergangener Zeiten zeugt, unscharf im Hintergrund erscheinen. Oder er zeigt es fragmentiert, als Teil einer riesigen Freitreppe. Oder er lässt es von einem kostümierten Wächter vertreten, der einem kleinen Buben die Hand reicht. Das Schloss, der Ort, wirkt wie die entfernte Ahnung eines Bezugsrahmens und erhält durch diese Art der Darstellung ideologische Funktion. (...) Damien ist eine der letzten Rollen Guillaume Depardieus, der im Oktober 2008 im Alter von 37 Jahren starb. Und wie in einem Akt der ultimativen Selbstpreisgabe konfrontiert Depardieu, das riesige verzweifelte Vieh, das Zeit seines Lebens um sich schlug, die Zuschauer/innen einmal noch mit seiner zerstörten Physis und rechnet ein für alle Mal ab mit der Welt. Um dann endgültig zu verschwinden; um in den Wäldern zu heulen und der Verirrten zu harren.

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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online

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7.0Sehenswert

Pierre Schoellers Kinodebüt, zu dem er auch das Drehbuch verfasste, lebt vor allem von der erstaunlichen und sehr für sich einnehmenden Darstellung des jungen Max Baisette de Malglaive in der Rolle des Enzo. [...] "Versailles" ist ein kleiner, feiner, in sich geschlossener Film. Ein Lebensdrama, das einerseits vor einem allgemeingültigen Hintergrund ein sozialkritisches Bild zeichnet, andererseits eine kleine private Geschichte erzählt, die ob ihrer leisen, stillen Töne und der behutsamen und einfühlsamen Art sehr berührt. Anfangs dauert es, bis die Geschichte zu greifen beginnt, einige Wald-Sequenzen wirken etwas langatmig. Doch mit der zunehmenden Entwicklung zwischen Damien und Enzo gewinnt "Versailles" auch an innerer Spannung.

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Schloøpselcki

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Bewertung7.5Sehenswert

"Versailles" ist anders, irgendwie unnahbar und unerbittlich, originell, traurig, schön und eindringlich. Guillaume Depardieu, der ich weiß nicht wie viele Wochen nach diesem Film verstarb, bietet dem Zuschauer eine Darstellung sondergleichen, und selbst wenn dieses Kind riesengroße Augen hat und ein bisschen zu niedlich von unten her mit seinen Welpenaugen in die Kamera lunst, es spielt. Auf erschreckende Art und Weise. Gut. Besonders gelungen ist die Szene im Schloss, wer den Film gesehen hat weiß wovon ich spreche. Alles in allem sehr sehr sehenswert, aber NUR im französischen Original mit Untertiteln.

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Der Franzose

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vorgemerkt

Bin sehr gespannt auf Guillaume Depardieu.

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