Alle Facetten der Liebe ergründet Regisseur und Drehbuchautoren Woody Allen in seiner leicht frivolen Sommer-Fantasie, einer modernen Variation seiner «Midsummer Night's Sex Comedy». Unwiderstehlich sind die Verlockungen, die er seinen Figuren vorsetzt. Dabei kommt es auch zum Konflikt zwischen den Moral- und Kunstvorstellungen der alten und der neuen Welt. Verspielt serviert und seziert Allen die Klischees über «la vie bohème» und die emotionale Sicherheit von Ehen.
Bis jetzt ist der Film das Highlight dieses Kinojahres, allerdings hat es ja gerade erst angefangen und Luft nach oben ist nach für die nächsten 10 2/3 Monate…
[...] „Vicky Cristina Barcelona“ sieht nicht nur gut aus, sondern beweist Stil, und ist, neben dem subtilen Humor, ein prickelnder und feinfühliger Film über die Unberechenbarkeit der Liebe. Im letzten Drittel wirken die Beziehungsgeflechte langsam unrealistisch, aber bekanntlich ist die Liebe auch zu den seltsamsten Geflechten fähig. „Vicky Cristina Barcelona“ ist eine gelungene Hommage an Woody Allens sonnige Lieblingsstadt, die mit spritzigen Dialogen und einer erfrischenden Portion Sommer-Feeling bestens unterhält.
Woody Allens neuster Film ist wider Erwarten doch nichts weiter ist als eine Altherrenphantasie, ein Jeder-mit-Jedem-Stück mit mediterranem Flair. Anstatt flotte Dialoge zu präsentieren, kreiert Allen eine Reihe uninteressanter, peinlicher, aufgesetzter, stereotyper und Klischee beladener Charaktere, die untereinander mehr oder weniger offen Beziehungen eingehen. Schade ist vor allen Dingen, dass auch die hochkarätigen Schauspieler um Scarlett Johansson, Penelopé Cruz und Javier Bardem rein gar nichts aus ihren substanzlosen Figuren herausholen können. Lediglich Rebecca Hall schlägt sich ganz wacker und empfiehlt sich für weitere Rollen. Das Genick bricht dem Film eigentlich schon der Einsatz eines Off-Erzählers, der ohne Witz und Ironie nicht nur Banalitäten von sich gibt, sondern auch das Gefühlsleben der jeweiligen Figuren in einem Satz zusammenfasst, so dass Allen sich fataler Weise ganz auf die Oberflächlichkeiten konzentriert, fernab jeglicher tieferer Charakterzeichnung, die den Zuschauern die Figuren vielleicht ansatzweise hätte näher bringen können. Und auch wenn Vicky Cristina Barcelona schön fotografiert und mit einem stimmigen Soundtrack unterlegt ist - der Film frönt nur Allens Sexismus. Schade.
Trotz namhafter Schauspielerinnen ein uninteressanter, lapidarer Film über drei Tussis, die keine anderen Sorgen haben, als dass sie alle den gleichen Mann begehren und sich dabei noch in die Quere kommen. Woody Allen, der zuletzt noch so packende Krimis wie Match Point und Snoop inszeneirte, bleibt hier deutlich unter seinem Niveau.
Es soll ein unvergesslicher Sommer werden für die beiden amerikanischen Touristinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson). Und in der Tat dürfte dieser Sommer beiden wohl für immer in Erinnerung bleiben, eint die beiden Frauen doch gerade ein Aspekt, der sie sonst immer unterscheidet. Vicky besucht eine Freundin (Patricia Clarkson) der Familie, wenige Wochen bevor sie ihren Verlobten Doug heiraten wird.
„Vicky Cristina Barcelona“ - zeigt überraschend gut und spritzig Leidenschaften und Lachen, Liebe und Leiden. All diese pursten Zutaten eines menschlichen und komischen Beziehungsdramas bringt Woody Allen auf den Punkt und die Leinwand. Bardem und Cruz als wahnsinnige Lover sind atemberaubend gut. Gänzlich entgegengesetzte Vorstellungen von Liebe beweisen die Weisheit, diese Dinge nie begreifen zu können. New York bekommt in Person eines furchtbar langweiligen Zukünftigen viele Spitzen des beleidigten New Yorkers Allen ab. Mit Scarlett Johansson als Salz in der scharf kochenden Liebessuppe lotet der Altmeister der intellektuellen Komödie noch einmal reizend und durchaus mit ernstem Hintersinn Varianten von Liebe und Sexualität aus.
Woody Allen ist mit "Vicky Cristina Barcelona" nicht nur sein bester Film seit längerer Zeit gelungen, eine neue Sommernachts-Sex-Komödie im Stil seiner großen Zeiten, sondern auch ein subtil hochpolitischer Film: Eine Romantic Comedy, die alle Tabus des gegenwärtigen Hollywood-Kinos bricht, und die den Puritanismus der Amerikaner veralbert: Sex zwischen Frauen oder zu dritt kann schön sein, die wahre Liebe gibt es nicht, das sind die ganz beiläufig vermittelten Botschaften dieses Films.
Allens späte Filme funktionieren mehr als schillernde Seifenblasen. Sie nehmen ein, zwei Anläufe, um sich schwerelos davonzuschwingen. Allen versteht es in »Vicky Cristina Barcelona«, beinahe gänzlich unironisch, das Leben in Beziehungsdramen zu fokussieren und von dort aus zu erklären. Die besondere Weisheit seiner Filme liegt genau hier, wo sie ihren Humor herhaben: Menschen leben in Beziehungen und erfahren von dort aus die Welt. Und den Humor als Droge dermaßen komplex, feinsinnig und rein auf der Leinwand zu erleben – diesen Luxus sollte man sich selbst in der Rezession erlauben.
[..]Mit „Vicky Christina Barcelona“ ist Woody Allen erfreulicherweise ein Film gelungen, der in den meisten Belangen zu überzeugen weiß. Eine Sommer-Episode voller Wein und Gitarrenmusik, welche luftig, leicht, sinnlich und sexy von den Irrungen und Wirrungen der Liebe zu erzählen weiß. Ein Film zum Zurücklehnen, der auf äußerst amüsante Art und Weise seine Geschichte zu erzählen vermag, der durch seine Bilder und seine Darsteller betört, der den Zuschauer für neunzig Minuten in das mediterrane Klima Spaniens entführt, der voller Genuss mit seinen bemühten Klischees spielt.[...]
Anlass zahlloser Diskussionen, über Leben und Kunst im Allgemeinen und Beziehungen und Sex im Besonderen. So weit, so Allen. Aber dann tritt plötzlich die Ex-Frau des Malers, Maria Elena (Cruz), auf den Plan. Sie bringt etwas mit, das es in dieser konsequenten Form im Allenschen Universum so noch nicht gegeben hat: blanke, ungestüme Emotion.
In der Stimme dieses Erzählers wird die Künstlichkeit der Figuren, ihre psychologische Charakterisierung offenkundig und dadurch völlig neutralisiert. Was ihr seht, sagt diese Stimme, ist Figurenschach und sonst gar nichts. Woody Allen, der nie einer war, der sich für seine Figuren als dreidimensionale Charaktere interessiert, oder sie - Gott behüte - gar liebt, hat im ausgestellten Figurenschach eine Form gefunden, die seine Lust am komischen Konfrontieren und Umkonstellieren von Ausgangslagen trägt und auf die Dauer des Films hält.
[...] In den letzten Jahren hat Allen ja nun das alte Europa und damit viele schöne Postkartenmotive für sich entdeckt. Mit Umzug und Umorientierung verbunden ist demnach auch ein notgedrungener Perspektivwechsel: Nicht unbedingt auf Weitsicht eingestellt, sind Allens Neuentdeckungen in England und, wie nun hier, Spanien nichtsdestotrotz um einiges wohlfeiner. Die Abgestandenheit seiner sonstigen Filme scheint erst einmal beseitigt – oder zumindest kaschiert – und das neu gewonnene Urlaubsflair hat den altersmilden Regisseur offenbar sogar noch einmal richtig in Schwung gebracht. So ist “Vicky Cristina Barcelona” eine wirklich schöne, witzige, ja gar erotische Liebeskomödie, die all das Geplapper, Inhaltslose und Nichtssagende typischer Allen-Filme überhaupt nicht braucht. [...]
Vor dem Hintergrund der üppigen mediterranen Sinnlichkeit Barcelonas entfaltet Woody Allen eine ebenso komische wie kluge Meditation über die Liebe - mit all ihrer Romantik, dem Überschwang, der Herzensqualen und einem schwer fassbarem Geheimnis. Erotisches Fieber herrscht in...
Der Film beginnt mit einer farbig bemalten Steinmauer. Von der folgt ein Schwenk auf den Flughafen von Barcelona. Einen Sommer in Spanien umfasst Woody Allens neuer Film, in der ersten Einstellung die Ankunft, in der letzten die Abreise. Das Spanien dazwischen ist wie die Steinmauer: adrett, bunt gescheckt und völlig platt, aber mit Absicht, nicht aus Versehen.
In eine Altherren-Fantasie gleitet diese Beinah-jeder-mit-jedem-Geschichte nicht ab. Allen belässt es stets bei den teilweise sehr sinnlichen Küssen, bevor abgeblendet und die Fantasie der Zuschauer angeknipst wird. Statt in schwülen Erotikszenarien vor stimmungsvoller Mittelmeerkulisse schwelgt Allen viel lieber in durchweg Postkarten-tauglichen Impressionen Barcelonas, die er genüsslich ins sonnendurchflutete Klischee übertreibt.
Vicky Cristina Barcelona ist ein atypischer Allen-Film. Einige seiner üblichen Themen sind präsent - insbesondere seine Neurose bzgl. Sex und Liebe - aber dieser Film bringt nicht genügend Markenzeichen hervor, um sich als sein Werk hervorzutun. Technisch gesehen ist der Film vermutlich eine Komödie, aber er ist weder sehr lustig noch versucht er dies zu sein.
Woody Allen brauchte ein Drehbuch, das von Amerikaners in Spanien handelt, um seinen französischsten Film zu drehen. Vicky Cristina Barcelona ist ein freilaufendes Artifakt der Nouvelle Vague, besonders von Francois Truffauts Jules und Jim und was die sexuelle Dreiecksbeziehung und die hart erkämpfte Weisheit über Liebe angeht. Allens Film kann sich solchen Vergleichen nicht entziehen; er ist ziemlich bescheiden und was die Improvisation betrifft, so wirkt der Film dennoch ein wenig einstudiert. Trotzdem gefiel mir der Film so gut wie jeder andere Allen der letzten zwanzig Jahre.
Vicky Cristina Barcelona ist aufregend, zieht uns in den Bann und unterhält uns wie eine Sommerromanze in einer exotischen Stadt. Woody Allens neue Komödie über die Launen der Leidenschaft, gedreht in Barcelona, zeigt die reizende spanische Stadt mit all ihren Vorteilen, so wie sie das mit den Schauspielern tut.
Der Film ist eine geistreiche, fesselnde und handwerklich gekonnte Grübelei über die Natur der Liebe, ein Liebeslied an die Stadt selbst, die fast eine weitere Figur im Film darstellt. Barcelonas äußerlicher Glanz spiegelt sich im sonnengesprenkelten Licht wieder, im besonderen Blick für die Kunst und Architektur, besonders für das Werk von Antoni Gaudi. Allen scheint sich wiederbelebt zu haben, seitdem er seine Filme in Europa macht.
philosophisches Werk von Woody Allen, wobei „verpasste Chancen“ im Leben thematisiert werden und auf interessante Dreiecksbeziehungen eingegangen wird,...aber leider schleppend, da nicht kurzweilig, wenn auch nicht langweilig
Ein rätselhaftes Stück Film. Bleiben doch am Ende so viele Fragen offen...
Ist es gerechtfertigt, einen Film dem Genre "Komödie" zuzuordnen, auch wenn eigentlich nichts passiert und der Humor sich überaus gekonnt versteckt?
Ist es ok, sich die ganze Zeit vorzustellen, die weiblichen Figuren würden vom Final Destination Bus überfahren? (Hätte man nicht wenigstens EINE sympathische Frau ins Drehbuch schreiben können? Musste die einzig interessante weibliche Rolle ausgerechnet eine soziopathische, obsessive, suizidgefährdete Penelope Cruz sein?)
Haben Frauen egtl. kein Äquivalent für den Brocode?
Und wer ist eigentlich dieser "Woody Allen" und warum wurde er noch nicht vom Stadtneurotiker Woody Allen auf Unterlassung verklagt?
Im Ernst? Wie kann man denn diesem leichthändigen, leisen Vergnügen so grimmig gegenüberstehen? Wenn es Dir um konventionell sympathische Figuren geht, warum hältst Du Dich dann nicht an Disneyfilme?
Fürchte, da kommen wir nicht auf einen Nenner. Ich fand sie authentisch, lebendig und ausgesprochen interessant, bei aller Typisierung. Und ich bin eigentlich sehr empfindlich in Sachen Figurenzeichnung...
Bei authentisch würde ich nicht einmal widersprechen. (Was nicht heißt, dass sie mir sympathisch sind.)
Interessant find ich da nur die Figur von Cruz, die aufgrund des hohen Psychofaktors, auch nicht alles rausreißen kann.
Die übrigen weiblichen Figuren kann man zusammenfassen mit: 1. Stellt sich vor, wie sie zu sein hat. 2. Ist offensichtlich nicht so. 3. Hat aber auch nicht den Arsch in der Hose, offen anders zu sein.
Das zusammen mit der Tatsache, dass da abseits dieser Thematik Null von den weiblichen Figuren preisgegeben und Null Konsequenz gezeigt wird, macht die ganze Sache für mich absolut uninteressant.
Der Film ist toll, weil sich in die Figuren hineinversetzen kann und sie so unterschiedlich sind. Man kann ihn schon zehn mal gesehen haben und doch entdeckt man wieder etwas neues... ich erkenne mich immer in einem anderen Charakter der Geschichte wieder. Super Inzenierung!
(Dennoch ist der Film wirklich geschmackssache)
Vicky Cristina Barcelona - das prätentiöse Krebsgeschwür einer jeden Filmesammlung. Der Soundtrack verursacht Kopfschmerzen. Die Protagonistinnen, eine studiert Urlaub, die Andere hat Magenprobleme, beide sind uninteressant. Jedenfalls gebe man einen schmalzigen Spanier mit nervtötendem Akzent und eine Verrückte hinzu, ergänzt das Ganze mit hassenswerten Figuren wie dem Vater des Spaniers, der über alle Maßen arrogant und engstirnig ist und fertig ist der schlechteste Woody Allen Film überhaupt. Am Ende stehen alle da, wo sie schon zu Beginn standen und haben rein gar nichts aus ihrer seicht banalen Seifenoper gelernt. Hauptsache es wurde ein schön kulturelles, pseudo-intellektuelles Nichts im Postkarten-Look gedreht.
Ein paar Punkte gibt es für die schauspielerischen Leistungen.
Dass ich deine Meinung nicht teile, heißt nicht, dass ich sie verurteile. Da das folgende Zitat in meinen Augen so gut passt, möchte ich es an dieser Stelle aber gerne anbringen:
Why do you go away? So that you can come back. So that you can see the place you came from with new eyes and extra colors. And the people there see you differently, too. Coming back to where you started is not the same as never leaving.
- Terry Pratchett
Nach all den Unkenrufen habe ich von "Vicky Cristina Barcelona" nicht wirklich viel erwartet, und tatsächlich ist die Story etwas lau oder belanglos und die Erzählweise eher schleppend sodass die Geschichte so vor sich hinplätschert, allerdings gibt es wirklich schlimmere und unzutreffendere Filme über Liebe. Die vier sehr gut aufgelegten Darsteller geben alles, vor allem Javier Bardem, Penélope Cruz und Rebecca Hall haben mir gefallen, wobei Scarlett Johannson zwar eine gute Figur macht, aber ihrem Charakter nicht wirklich Tiefe verleiht. Anders bei den anderen. Durchweg ist Woody Allens Regiehandschrift markant erkennbar und das tut dem Film gut. Die Dialoge reichen nicht an das sonst gewohnte Potenzial heran, sind aber authentisch (fast zu sehr) und stimmungsvoll. Unterlegt von spanischer Gitarre und tollen Barcelonaaufnahmen ergibt das ganze nette Unterhaltung und einen Film wie eine Art Sommerliebschaft - interessant und unverbindlich. Allerdings auch hinter dem normalen Allen-Niveau hinterherhinkend.
Bei weitem nicht schlecht, jedoch teils sehr belanglos. "Vicky Cristina Barcelona" ist einerseits ein typischer Woody Allen, doch vermisst man seine typischen, schlagfertigen Dialoge. Auch gibt es nicht wirklich etwas zum Nachdenken. Stattdessen bekommt der Zuschauer eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art zu sehen. Spanische Mentalität trifft auf tolle Aufnahmen. Es ist offensichtlich, dass Allen die spanische Kultur sehr schätzt. In den Hauptrollen zu sehen sind Javier Bardem, Scarlett Johansson, Rebecca Hall und Penélope Cruz, die allesamt ein tolle Figur machen, dem Film sehr viel Charme und Tempo verleihen und die Zeit somit im Nu verstreichen lassen.
Drei Damen, allesamt verliebt in den Spanier Juan Antonio. Eine Vierecksbeziehung, die allerlei Romantik und genauso viel Ärger verspricht. Die eine ist verheiratet, die andere glaubt nicht an die wahre Liebe und Antonios Ex ist selbstmordgefährdet. Allens Figuren scheinen anfangs zu reinen Abziehbildern zu verkommen. Aber Allen ist nicht ohne Grund als großer Romantiker bekannt, und so verleiht er den Figuren durch die gut aufgelegten Darsteller etwas Herzliches. Die Dialoge, insbesondere der Humor, sind, wenn auch nicht so toll wie in seinen anderen Werken, einzigartig. Die musikalische Untermalung und die wunderschöne Inszenierung machen Spass und lassen das Publikum ins Schwärmen geraten.
Die Moral der Geschichte: "Vicky Cristina Barcelona" stellt in Allens Sammlung ein weiteres Argument dar, warum es sich lohnt nach der wahren Liebe zu suchen. Und dass die Suche nach der richtigen Liebe neben Kunst und Musik wahrscheinlich das einzige ist, was das Leben begehrenswert macht. Diese Prämisse dürfte wohl nicht jedermanns Geschmack treffen, aber für Allen-Fans ist dieses Feel-Good-Movie definitiv ein Muss. Ich war letzten Endes ein wenig enttäuscht, denn Woody hat viel mehr auf dem Kasten, als er hier zeigt.
Diese Bewertung ist für die spanische Version - bei der deutschen fand ich vor allem die spanischen Dialoge nicht so gut synchronisiert. Der Streit von Penélope und Javier ist im Original wirklich viel emotionaler.
Der Film ist einfach wunderschön, wie ein lauwarmer Sommerabend in Spanien bei Gitarrenmusik. Ich bekomme immer wieder Lust, nach Barcelona zu ziehen.
Alles überragend: Penélope Cruz als die ziemlich verrückte, emotionale und weltferne Maria Elena - einfach überwältigend. Den Oscar hat sie sich mehr als verdient!
Trotz der ganzen Beziehungswirren in der Handlung ist der Film doch ein ziemlich leichtes Melodram, das vom europäischen, genauer vom spanischen Flair lebt. Der Erzähler könnte unmittelbar einem Groschenroman entstammen und eine Botschaft tiefer als die, dass man lieber auf das Herz als auf den Verstand hören sollte, konnte ich nicht entdecken. Aber ich glaube Allen hat das alles so gewollt. Die Schauspieler dienen ihm hier m.E. vor allem als Schauwerte, alles wirkt sehr sinnlich und unverbindlich. Viel mehr als vier große und großartig anzuschauende Schauspieler, einen Regisseur, der sein Handwerk versteht, und einen kleinen spanischen Ohrwurm bietet "Vicky Cristina Barcelona" also nicht. Aber was kann man denn noch mehr verlangen?
Du schreibst: "eine Botschaft tiefer als die, dass man lieber auf das Herz als auf den Verstand hören sollte, konnte ich nicht entdecken."
Aber genau diese simple Botschaft hinterfragt der Film doch.
Mir schien es genau andersrum: dass die Rationalität, von der wir glauben, unsere Entscheidungen abhängig machen zu müssen, hinterfragt wird. Judy steckt in einer Vernunftehe fest, Vicky ist kurz davor, keine von ihnen bringt den Mut auf, sich daraus zu befreien. Auf Cristina bezogen kann ich deine Kritik aber verstehen: sie folgt ja grundsätzlich ihrer Intuition, auch wenn diese sie von ihrem wahren Glück immer wieder wegzieht.
Eben. Deshalb wählt ein Autor von Allens Schlag ja auch ZWEI gleichwertige Hauptfiguren und spiegelt ihre gegensätzlichen Liebesentwürfe miteinander. Wenn er nur Vicky Barcelona oder nur Cristina Barcelona gedreht hätte, würde ich Deinen Kommentar vielleicht nachvollziehen können. Mal ganz abgesehen davon ist das Ende bei beiden Figuren ziemlich offen und weit weniger tendenziös als beim üblichen Einerlei des Genres.
Aber auch Dein Satz "Der Erzähler könnte unmittelbar einem Groschenroman entstammen" lässt mich vermuten, dass Du nicht genau hingeschaut/-hört hast. Groschenromane bedienen auf eskapistische weil letztlich verlogene Art die Sehnsüchte ihrer Leser. Das Gegenteil tut Woody Allens Erzähler, wenn er uns in seiner lakonischen Art auch die unbequemeren Wahrheiten zum (an sich wertfreien) Thema Liebe nicht vorenthält.
Danke, dass du mir mit dem Kommentar nochmal eine neue Sichtweise eröffnet hast. Vielleicht habe ich den Film wirklich zu oberflächlich gesehen (und das dann schon 2 Mal!); mir vermittelte er eben eine gewisse leichtlebige Stimmung, die, wie ich aus deinen Worten schließe, wohl immer wieder bewusst konterkariert wird. Form und Inhalt des Films bilden also eine Synthese, oder?
Meine neue Interpretation wäre dann, dass es kein formelhaftes Erfolgsrezept gibt, mit dem man Liebe und Glück findet, daher gelingt es auch nur den wenigsten.
Freut mich.
"bewusst konterkariert", hm, das liegt wohl eher in der Natur der Sache – denn nichts ist ja so schwarz oder weiß wie wir es uns vielleicht wünschen. Aber dass es in der Liebe kein formelhaftes Erfolgsrezept gibt, damit liegst Du ganz sicher richtig:)
Bisher wurden nur wenige Woody-Allen-Filme von mir gesichtet, doch dieser hier verdient es, gesondert hervorgehoben zu werden.
Atmosphärisch brilliert "Vicky Cristina Barcelona" zu jeder Zeit, sei es die blendend inszenierte spanische Lebensweise (Orte wie Oviedo; Handlungsweise der ortsansässigen Charaktere) oder die wohl durchdachten Charaktere, welche den Film tragen und zu diesem Meisterwerk emporheben, der er zweifelsohne ist. Hervorzuheben ist schauspielerisch Penelope Cruz, welche die komplex gestaltete Person der Maria Elena spielt und - völlig zurecht - für diese Rolle einen Oscar gewann.
Thematisch widmet Woody Allen sich der Thematik des Künstlertums vs. Rationalismus. In Vicky verkörpert sich die rationalistische Denkweise, Cristina stellt demgegenüber eine kunstaffine und sich dem "laissez-faire"-Prinzip zugewandte Frau dar.
Juan Antonio ist Künstler, Frauenliebhaber, Frauenverführer, doch in jeder seiner Handlung ist er an dem Wohle seiner temporär Auserwählten interessiert. Dass der Aspekt der Zeit und der Vergänglichkeit zu der Grundthematik des Werkes hinzutreten, ist offensichtlich und manifestiert sich in den von Juan Antonio angefangenen Verhältnissen zu Frauen. Zuerst reizt ihn Cristina, beide liegen hinsichtlich ihrer Denkweise auf einer Wellenlänge, doch auch die etwas zurückhaltendere, mit beiden Beinen im Leben stehende Vicky, welche verlobt ist, interessiert ihn. Hier wird die Beziehung zwischen beiden Personen über das Spannungsverhältnis aufgebaut, denn Vicky steht Juan Antonio zunächst sehr kritisch gegenüber und verklärt ihn als eine hoffnungslosen Romantiker und klassifiziert ihn recht früh als unsteten Tausendsassa, der lediglich eine kurzzeitige Liebschaft sucht. Vergnügen sucht er, so viel kann man festhalten, jedoch ist dieses Vergnügen nicht egoistisch motiviert, sondern Juan Antonio versucht es, alle im Film agierenden Frauen glücklich zu machen. Dieser Versuch scheitert letztendlich an dem über alles stehenden Verhältnis zu seiner Ex-Freundin Maria Elena, seiner großen, einzig wahren Liebe, welche jedoch durch die nahezu identischen Grundzüge der Persönlichkeiten nie zur Entfaltung kommen kann und dem Zuschauer tragisch anmutet.
Ich kann mir nicht helfen, aber Allens Filme sind nicht mehr das, was sie mal waren... Wo sind die wunderbaren Großstadtgeschichten, mit den wortwitzigen, ironischen Dialog-Feuerwerken? Das was ich jetzt gesehen habe, war banales Geplapper einer überaus eindimensionalen Drei-Vierecksgeschichte... Javier Bardem als malender Frauenvernichter? Nee, da spielt jeder Hackklotz sensibler... Scarlett Johannsson blieb dermaßen blass, das war schon under-acting... (aber von ihr halte ich sowieso nicht viel!), einzig Penelope Cruz als temperamentvolle, durchgeknallte Schönheit verlieh dem Film etwas Esprit und Charme... Und dann noch dieses unsägliche Off Geschwätz... Ich wünschte, Allen fände zurück zu seinen Wurzeln... vielleicht muss er aber auch einfach wieder einmal selbst mitspielen, um zu merken, dass die Dialoge langweilig und vorhersehbar geworden sind und das die Wahl der wunderschönen, malerischen Kulissen einen teilweise "mainstreamigen" Film nicht retten kann...
Realitätsnähe und Humor schließen sich ja nicht aus... Ich fand seine früheren Werke viel realitätsnäher als die neuen... aber vor allem fehlt mir die augenzwickernde Erzählweise...
Der Gottkaiser des Off-Kommentares und der geschickt provozierend gebildeten Unterhaltungen schenkt uns mit diesem Film einen weiteren Beweis seiner Ausnahmefähigkeiten als Filmemacher.
Ein wunderbarer Cast. Nach dem Film kann man sich andere Schauspieler nicht in diesen Rollen vorstellen wollen.
Eine erfrischende Satire über phantasierte Lebensweisen amerikanischer und europäischer Feingeister. So genau, alles ist auf den Punkt präzise gespielt. Ein excellentes Timing der Schauspieler und des Cutters.
Selten ist es geworden, derart charmante Filmcharaktere wie die von Bardem und Cruz dargestellten Figuren zu begegnen. Bekannte Stereotype werden durch Allens Dialoge zu empfindsam Handelnden.
Die Konflikte werden zumeist direkt in Angriff genommen und bieten so eine angenehme Reflexion vom Liebesleben erfahrener und immer noch sehnsüchtiger Menschen.
Kein kritischer Film. Die Story hätte noch ein paar mehr elbow checs für Puritaner austeilen können und andere Missstände thematesieren dürfen. Was soll´s ?! (Leute die es können und wollen, werden sich ihren Teil schon denken)
Dafür ist es ein ungemein erfrischend inspirierender Streifen
ansehen
Die Bezeichnung "Klein, aber fein" passt in dem Film wie die Faust aufs Auge. Wenn man sich einen Film von Woody Allen ansieht muss man nicht unbedingt einen Schlag in die Magengrube oder dergleichen erwarten. Aber mitnehmen kann man schon was.
Vor allem analysiert hier Allen zwischenmenschliche Beziehungen und den Drang nach Liebe, das alle seine Protagonisten (ausnahmslos toll gespielt) vereint... Die Lebensnaehe dieses Films ist beeindruckend...
"Vicky Cristina Barcelona" von Woody Allen ist ein ganz netter Film, allerdings für eine lockere, erotische Sommerkomödie eindeutig zu geschwätzig geraten. Zudem habe ich den Film weder als sonderlich erotisch noch humorvoll empfunden. Zeitweise fühlte ich mich in dem ganzen Gefühlswirrwarr zwischen Zweier, Dreier, Vierer und den manchmal endlos erscheinenden Dialogen an die Filme von Eric Rohmer erinnert, in denen auch ausgiebig diskutiert und analysiert wurde. Die Schauplätze sind sorgsam gewählt, die Schauspieler, insbesondere Rebecca Hall, Javier Bardem und Penelope Cruz, können überzeugen und die Regie ist gewohnt souverän. Halt ein Woody Allen-Film, der für Kenner längst keine großen Überraschungen mehr parat hält. Kennt man einen, kennt man im Grunde genommen alle Filme von ihm. Einiges wirkt und ist vielleicht auch geistreich, vieles aber umweht den Geist des Banalen. Die Charaktere sind überwiegend in Stereotypen gefangen und bleiben dem Zuschauer seltsam fern.
Viel zu erzählen hat der Film nicht und wenn eines hängen bleibt, dann doch, dass Allen wieder einmal von der Unmöglichkeit der Liebe berichtet, wie in zahlreichen anderen Werken vor "Vicky Cristina Barcelona" auch schon. Wer die Filme von Allen liebt, wird auch diesen Film mögen. Im Gegensatz zu anderen Werken von Allen bemüht sich der Regisseur um einen etwas leichteren Tonfall, was sicherlich auch der Umgebung geschuldet ist. Die Melancholie der Großstadtschluchten von New York sucht man hier jedenfalls vergeblich. Immerhin, aber dennoch zu wenig, um von einem wirklich überzeugenden Film zu sprechen.
Och, ich mochte den, obwohl ich sonst wirklich kein spezifischer Allen-Anhänger bin. Was ich erwartet hatte, hat er mir auch gegeben. Wirkliche Überraschungen erwarte ich von ihm auch nicht mehr, da stimme ich dir zu.
Ich fand den Film sogar ein wenig langweilig. Immer diese Beziehungskisten, die ausführlichst diskutiert werden müssen. Die reden sich ja förmlich gegenseitig tot. Kein Wunder, dass das am Ende dann nicht funktioniert. ;-)
Vollkommen richtig. Aber ich sehe nun einmal gerne Filme von Regisseuren, die vielseitig sind und von den man nicht weiss, was man bekommt. Selbst ein Almodóvar erfindet sich ja scheinbar wieder neu. Hitchcock hat sich ja auch auf das Thriller-Genre konzentriert und trotz wiederkehrender Elemente hat er es geschickt verstanden, die Versatzstücke neu zu ordnen, zu erweitern oder wegfallen zu lassen. Bei Allen habe ich immer den Eindruck, er setzt immer nur das gleiche Puzzle zusammen. Aber das ist nur meine subjektive Sicht.
Dafür langweilt mich Almodóvar eben immer auf eine andere, eine neue Weise. Die minimalen Variationen, die Allen in seinen Standardwerken einführt, reichen mir schon. Nicht, weil es irgendwas ändern würde, sondern, weil ich einfach daran Freude habe was er tut. So wie ich gern Lachs esse. Ob nun vier, oder vierzehn mal, ist dabei von geringer Bedeutung. Abwechslung ist fein, aber im Falle Allen komme ich auch ohne gut klar, es gibt ja noch andere filmische Delikatessen, die immer wieder neu sind und trotzdem aufs Angenehmste sättigen...
Finde die Allen-Filme gar nicht so variationsarm. Die Figuren kommen zwar oft aus intellektuellen oder künstlerischen Milieus, aber Allen setzt immer wieder neue Schlaglichter. Mir fällt eigentlich kein anderer Regisseur ein, der so viele kluge Beobachtungen raushaut wie Allen. Und ich kenne auch keinen Autor mit so sagenhaft pointierten und doch natürlichen Dialogen. Mal abgesehen davon sucht die visuelle Auflösung eines Großteils seiner Werke ihresgleichen vergeblich.
Auch wenn es nicht jedes Mal für ein großes Meisterwerk reicht, bin ich jedenfalls sehr froh, dass der Mann bis ins hohe Alter so produktiv ist.
Die erste halbe Stunde des Film's vergeht wahrlich wie im Fluge und eine tolle Ausgangssituation entsteht. Von dort an wird der Film jedoch zu einer Situationsromanze mit Charakteren, die manchmal zu undurchsichtig wirken als das man versteht, was sie aus dieser Reise mitgenommen haben. Jedoch überspielen die tollen Charaktere dies meist, besonders die Beziehung Cruz' und Bardems wirkt sehr plastisch, auch die Rollen der beiden Touristinnen ist durchaus passend. Dazu kommt der Charme des architektonischen Barcelonas welches den Film doch zu einem Spaß für anderthalb Stunden macht. Mehr aber auch nicht...
"Hey Babe!"
Vicky & Cristina in Barcelona.
Die beiden Amerikanierinnen ,Vicky und Cristina, reisen nach Barcelona. Die zweitgrößte Stadt Spaniens, hat neben etlichen Museen, Sehenswürdigkeiten und einer wunderschönen Landschaft, noch etwas anderes für die beiden auf Lager.
Den Maler Juan Antonio Gonzalo. Ein Verführer. Ein Romantiker. Ein Arsch.
Cristina, die vorallem ihren Spaß in Barcelona haben will findet schnell Interesse an dem Künstler und lässt sich auf ein Abenteuer mit ihm ein, als allerdings Cristina wegen einer Krankheit im Bett bleiben muss, entdeckt auch Vicky, während eines romantischen Ausfluges mit Juan, ihre Gefühle für ihn, dabei sizt ihr Verlobter doch schon im Flieger nach Barcelona. Währendessen erfährt Cristina, das Juans Ex-Frau, Maria Elena, wieder bei ihm einzieht, weil sie versucht hat sich selber umzubringen. Während also Cristina, Juan und Maria Elena, an einer Art Dreierbeziehung arbeiten, heiratet Vicky ihren Verlobten und muss doch die ganze Zeit an Juan denken.
Am Schluss sind wieder alle da angekommen wo sie begonnen haben. Am Anfang.
Schauspielerisch ist alles einwandfrei gespielt, außer das mich Scarlett Johansson in der ein oder anderen Szene wirklich sehr annervt. Woody Allen fängt die wunderschöne, romantische und kunstvolle Stimmung Barcelona's ein und lässt sie in einer etwas lauen Geschichte ausklingen. "Vicky Cristina Barcelona" bietet an manchen Stellen Weisheiten und Poesie und kommt doch mit einer Leichtigkeit daher die den ganzen Film, wie eine Sommerbriese an einem vorbei trägt.
Über irgendwelche Eskapaden und Wutanfälle beim schauen des Filmes nehm ich hier und jetzt keine Stellungnahme. Na Babe, bist du zufrieden?
Der langweiligste Woody Allen, den ich kenne. Alle möglichen Spielarten der Liebe werden hier nur ausdiskutiert bis zum Abwinken. Ein Lesestück also, wenn es nicht - und das ist noch das Beste daran - die leichte spanische Gitarrenmusik gäbe. Xavier Bardem nimmt man durchaus den Womanizer ab und seine problematische Ex (Penelope Cruz) ist die Einzige, die ein paar Szenen hat, wo ihr Temperament zum Einsatz kommt. Doch das ist aber auch schon alles. Hall und Johansson verkörpern die personalisierte Langeweile, sind unsicher, mit sich und der Welt im Unklaren und ihr Tun ist nicht nachvollziehbar. Was für ein Drehbuch?! Ohne Charme, ohne Witz und letztlich auch ohne Ziel plätschern Figuren und Dialoge so dahin. Allens Drehbuch ist einfach nur geschwätzig. Die Grundaussage ist gleich Null bzw. alles kalter Kaffee. Dabei ist diese Problematik sowohl literarisch als auch filmisch schon hundert Mal beschrieben worden - und auch noch wesentlich besser. Was hat den Altmeister da nur geritten?
Na gut, Promiskuität kann ja vielleicht heute angesagt sein. Wenn man mit sich sonst nichts anzufangen weiß, genügend Zeit und Geld hat, kann das ein wohltuender Zeitvertreib sein. In eine filmische Form gegossen, muss es aber schon amüsant, geistreich und voller Überraschungen sein. Und es darf dann nicht auch noch ausgehen wie das Hornberger Schiessen. Ärgerlich! K-V.
"Vicky Christina Barcelona" ist eine unterhaltsame, witzige, intelligente und entspannte Romantikkomödie von Woody Allen aus dem Jahre 2008.
Die Story ist an sich sehr einfach, wird aber schön locker und entspannt erzählt und ist voller witziger Zerstreuungen: Im Sommerurlaub mit ihrer Freundin Vicky verliebt sich Christina in den spanischen Maler Juan Antonio. So kommt es bald dazu, dass sich Christina und der heißblütige Spanier näher kommen. Doch dann taucht auf einmal seine Ex-Frau Maria auf.
Die Besetzung ist größtenteils voller schöner Frauen, da wäre erstmal eine exzellente Scarlett Johansson als Christina und dann eine bezaubernde Rebecca Hall als Vicky, die ja somit die beiden Touristinnen im Spanien Urlaub spielen und das machen sie sehr gut. Und dann gäbe es auch noch einen ausgezeichneten Javier Bardem als Maler Juan Antonio Gonzalo und eine wirklich glänzende Penelope Cruz als seine Ex-Frau Maria, die wahrhaft ein Talent dafür besitzt sich in ihre Rolle perfekt hineinzufühlen und so kann man ihre Freude am Spiel förmlich spüren.
Die Regie von Woody Allen ist, wie immer eigentlich, großartig, er erzählt sein Werk wunderbar locker, entspannt und lässt so auch genug Platz für die Dramatik und den tragisch, komischen Humor, sodass das alles sehr schwungvoll gehandhabt wurde.
Die Kamera kann man wohl am besten beschreiben, wenn man sagt sie sei sehr gut, da die wunderbaren, klaren und sauberen Bilder doch die Hitze und die Stimmung Spaniens perfekt transferieren.
Des weiteren wurde die Dialoge wieder herrlich, sehr intelligent und sehr amüsant geschrieben, die nebenbei noch mit Allens leiser Ironie unterlegt wurden und das bereitet doch natürlich Freude und auch seine Charaktere zeichnet Herr Allen sympathisch, liebenswert und räumt ihnen zudem noch genug Respekt ein, sodass sie mit einer gewissen Tiefe und Tragik verziert wurden.
Und so kann man sagen, dass Allen seine Figuren stark gestaltet hat. Außerdem schafft er mit seiner Inszenierung einen gelungenen Spagat zwischen Tragik und Witz.
Das Ganze wird selbstverständlich auch von einer passenden, ruhigen und schönen Filmmusik untermalt, die dieses Spaniengefühl noch ein wenig verstärkt.
Dennoch ergeben sich trotz seiner relativ kurzen Laufzeit kleine Längen, sodass man nicht vollständig in den Film eintauchen kann und auch die Klischees werden keinesfalls gescheut, doch schafft es der liebe Woody diese wieder sehr charmant zu verpacken und sie so ein wenig zu übertünchen, trotzdem existieren sie, das kann er nicht verbergen.
Also kann man schlussendlich sagen, dass bei "Vicky Christina Barcelona" Woody Allen wieder in absoluter Höchstform ist und er so ein hinreißendes und exquisit besetztes 40. Werk kreiert.
Ohne Penèlope Cruz' geniale Darstellung der durchgeknallten Exfrau wäre der Film nur halb so gut. Sie ist definitiv DAS Highlight in "Vicky Cristina Barcelona" und spielt alle anderen, vor allem Scarlett Johansson, an die Wand. Schade, dass María Elena keine Hauptrolle war, von mir aus hätte sie in absolut jeder Szene vorkommen können.
Vicky Cristina Barcelona - Kritik
ES/US 2008 Laufzeit 96 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 04.12.2008
Kritiken (21) — Film: Vicky Cristina Barcelona
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] „Vicky Cristina Barcelona“ sieht nicht nur gut aus, sondern beweist Stil, und ist, neben dem subtilen Humor, ein prickelnder und feinfühliger Film über die Unberechenbarkeit der Liebe. Im letzten Drittel wirken die Beziehungsgeflechte langsam unrealistisch, aber bekanntlich ist die Liebe auch zu den seltsamsten Geflechten fähig. „Vicky Cristina Barcelona“ ist eine gelungene Hommage an Woody Allens sonnige Lieblingsstadt, die mit spritzigen Dialogen und einer erfrischenden Portion Sommer-Feeling bestens unterhält.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenWoody Allens neuster Film ist wider Erwarten doch nichts weiter ist als eine Altherrenphantasie, ein Jeder-mit-Jedem-Stück mit mediterranem Flair. Anstatt flotte Dialoge zu präsentieren, kreiert Allen eine Reihe uninteressanter, peinlicher, aufgesetzter, stereotyper und Klischee beladener Charaktere, die untereinander mehr oder weniger offen Beziehungen eingehen. Schade ist vor allen Dingen, dass auch die hochkarätigen Schauspieler um Scarlett Johansson, Penelopé Cruz und Javier Bardem rein gar nichts aus ihren substanzlosen Figuren herausholen können. Lediglich Rebecca Hall schlägt sich ganz wacker und empfiehlt sich für weitere Rollen. Das Genick bricht dem Film eigentlich schon der Einsatz eines Off-Erzählers, der ohne Witz und Ironie nicht nur Banalitäten von sich gibt, sondern auch das Gefühlsleben der jeweiligen Figuren in einem Satz zusammenfasst, so dass Allen sich fataler Weise ganz auf die Oberflächlichkeiten konzentriert, fernab jeglicher tieferer Charakterzeichnung, die den Zuschauern die Figuren vielleicht ansatzweise hätte näher bringen können. Und auch wenn Vicky Cristina Barcelona schön fotografiert und mit einem stimmigen Soundtrack unterlegt ist - der Film frönt nur Allens Sexismus. Schade.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenTrotz namhafter Schauspielerinnen ein uninteressanter, lapidarer Film über drei Tussis, die keine anderen Sorgen haben, als dass sie alle den gleichen Mann begehren und sich dabei noch in die Quere kommen. Woody Allen, der zuletzt noch so packende Krimis wie Match Point und Snoop inszeneirte, bleibt hier deutlich unter seinem Niveau.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenEs soll ein unvergesslicher Sommer werden für die beiden amerikanischen Touristinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson). Und in der Tat dürfte dieser Sommer beiden wohl für immer in Erinnerung bleiben, eint die beiden Frauen doch gerade ein Aspekt, der sie sonst immer unterscheidet. Vicky besucht eine Freundin (Patricia Clarkson) der Familie, wenige Wochen bevor sie ihren Verlobten Doug heiraten wird.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschen„Vicky Cristina Barcelona“ - zeigt überraschend gut und spritzig Leidenschaften und Lachen, Liebe und Leiden. All diese pursten Zutaten eines menschlichen und komischen Beziehungsdramas bringt Woody Allen auf den Punkt und die Leinwand. Bardem und Cruz als wahnsinnige Lover sind atemberaubend gut. Gänzlich entgegengesetzte Vorstellungen von Liebe beweisen die Weisheit, diese Dinge nie begreifen zu können. New York bekommt in Person eines furchtbar langweiligen Zukünftigen viele Spitzen des beleidigten New Yorkers Allen ab. Mit Scarlett Johansson als Salz in der scharf kochenden Liebessuppe lotet der Altmeister der intellektuellen Komödie noch einmal reizend und durchaus mit ernstem Hintersinn Varianten von Liebe und Sexualität aus.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenWoody Allen ist mit "Vicky Cristina Barcelona" nicht nur sein bester Film seit längerer Zeit gelungen, eine neue Sommernachts-Sex-Komödie im Stil seiner großen Zeiten, sondern auch ein subtil hochpolitischer Film: Eine Romantic Comedy, die alle Tabus des gegenwärtigen Hollywood-Kinos bricht, und die den Puritanismus der Amerikaner veralbert: Sex zwischen Frauen oder zu dritt kann schön sein, die wahre Liebe gibt es nicht, das sind die ganz beiläufig vermittelten Botschaften dieses Films.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenAllens späte Filme funktionieren mehr als schillernde Seifenblasen. Sie nehmen ein, zwei Anläufe, um sich schwerelos davonzuschwingen. Allen versteht es in »Vicky Cristina Barcelona«, beinahe gänzlich unironisch, das Leben in Beziehungsdramen zu fokussieren und von dort aus zu erklären. Die besondere Weisheit seiner Filme liegt genau hier, wo sie ihren Humor herhaben: Menschen leben in Beziehungen und erfahren von dort aus die Welt. Und den Humor als Droge dermaßen komplex, feinsinnig und rein auf der Leinwand zu erleben – diesen Luxus sollte man sich selbst in der Rezession erlauben.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[..]Mit „Vicky Christina Barcelona“ ist Woody Allen erfreulicherweise ein Film gelungen, der in den meisten Belangen zu überzeugen weiß. Eine Sommer-Episode voller Wein und Gitarrenmusik, welche luftig, leicht, sinnlich und sexy von den Irrungen und Wirrungen der Liebe zu erzählen weiß. Ein Film zum Zurücklehnen, der auf äußerst amüsante Art und Weise seine Geschichte zu erzählen vermag, der durch seine Bilder und seine Darsteller betört, der den Zuschauer für neunzig Minuten in das mediterrane Klima Spaniens entführt, der voller Genuss mit seinen bemühten Klischees spielt.[...]
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al-x: blog:x - Royal with cheese
Kommentar löschenFür viele der Hit des Jahres, für mich leider nur schön anzuschauen...
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenAnlass zahlloser Diskussionen, über Leben und Kunst im Allgemeinen und Beziehungen und Sex im Besonderen. So weit, so Allen. Aber dann tritt plötzlich die Ex-Frau des Malers, Maria Elena (Cruz), auf den Plan. Sie bringt etwas mit, das es in dieser konsequenten Form im Allenschen Universum so noch nicht gegeben hat: blanke, ungestüme Emotion.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenIn der Stimme dieses Erzählers wird die Künstlichkeit der Figuren, ihre psychologische Charakterisierung offenkundig und dadurch völlig neutralisiert. Was ihr seht, sagt diese Stimme, ist Figurenschach und sonst gar nichts. Woody Allen, der nie einer war, der sich für seine Figuren als dreidimensionale Charaktere interessiert, oder sie - Gott behüte - gar liebt, hat im ausgestellten Figurenschach eine Form gefunden, die seine Lust am komischen Konfrontieren und Umkonstellieren von Ausgangslagen trägt und auf die Dauer des Films hält.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] In den letzten Jahren hat Allen ja nun das alte Europa und damit viele schöne Postkartenmotive für sich entdeckt. Mit Umzug und Umorientierung verbunden ist demnach auch ein notgedrungener Perspektivwechsel: Nicht unbedingt auf Weitsicht eingestellt, sind Allens Neuentdeckungen in England und, wie nun hier, Spanien nichtsdestotrotz um einiges wohlfeiner. Die Abgestandenheit seiner sonstigen Filme scheint erst einmal beseitigt – oder zumindest kaschiert – und das neu gewonnene Urlaubsflair hat den altersmilden Regisseur offenbar sogar noch einmal richtig in Schwung gebracht. So ist “Vicky Cristina Barcelona” eine wirklich schöne, witzige, ja gar erotische Liebeskomödie, die all das Geplapper, Inhaltslose und Nichtssagende typischer Allen-Filme überhaupt nicht braucht. [...]
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenVor dem Hintergrund der üppigen mediterranen Sinnlichkeit Barcelonas entfaltet Woody Allen eine ebenso komische wie kluge Meditation über die Liebe - mit all ihrer Romantik, dem Überschwang, der Herzensqualen und einem schwer fassbarem Geheimnis. Erotisches Fieber herrscht in...
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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenDer Film beginnt mit einer farbig bemalten Steinmauer. Von der folgt ein Schwenk auf den Flughafen von Barcelona. Einen Sommer in Spanien umfasst Woody Allens neuer Film, in der ersten Einstellung die Ankunft, in der letzten die Abreise. Das Spanien dazwischen ist wie die Steinmauer: adrett, bunt gescheckt und völlig platt, aber mit Absicht, nicht aus Versehen.
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenIn eine Altherren-Fantasie gleitet diese Beinah-jeder-mit-jedem-Geschichte nicht ab. Allen belässt es stets bei den teilweise sehr sinnlichen Küssen, bevor abgeblendet und die Fantasie der Zuschauer angeknipst wird. Statt in schwülen Erotikszenarien vor stimmungsvoller Mittelmeerkulisse schwelgt Allen viel lieber in durchweg Postkarten-tauglichen Impressionen Barcelonas, die er genüsslich ins sonnendurchflutete Klischee übertreibt.
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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch
Kommentar löschenWoody Allens neuer Film "Vicky Cristina Barcelona" ist harmlos. Alles sehr leicht und hübsch anzuschauen. Lässiges Ding.
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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenVicky Cristina Barcelona ist ein atypischer Allen-Film. Einige seiner üblichen Themen sind präsent - insbesondere seine Neurose bzgl. Sex und Liebe - aber dieser Film bringt nicht genügend Markenzeichen hervor, um sich als sein Werk hervorzutun. Technisch gesehen ist der Film vermutlich eine Komödie, aber er ist weder sehr lustig noch versucht er dies zu sein.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenWoody Allen brauchte ein Drehbuch, das von Amerikaners in Spanien handelt, um seinen französischsten Film zu drehen. Vicky Cristina Barcelona ist ein freilaufendes Artifakt der Nouvelle Vague, besonders von Francois Truffauts Jules und Jim und was die sexuelle Dreiecksbeziehung und die hart erkämpfte Weisheit über Liebe angeht. Allens Film kann sich solchen Vergleichen nicht entziehen; er ist ziemlich bescheiden und was die Improvisation betrifft, so wirkt der Film dennoch ein wenig einstudiert. Trotzdem gefiel mir der Film so gut wie jeder andere Allen der letzten zwanzig Jahre.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenVicky Cristina Barcelona ist aufregend, zieht uns in den Bann und unterhält uns wie eine Sommerromanze in einer exotischen Stadt. Woody Allens neue Komödie über die Launen der Leidenschaft, gedreht in Barcelona, zeigt die reizende spanische Stadt mit all ihren Vorteilen, so wie sie das mit den Schauspielern tut.
Der Film ist eine geistreiche, fesselnde und handwerklich gekonnte Grübelei über die Natur der Liebe, ein Liebeslied an die Stadt selbst, die fast eine weitere Figur im Film darstellt. Barcelonas äußerlicher Glanz spiegelt sich im sonnengesprenkelten Licht wieder, im besonderen Blick für die Kunst und Architektur, besonders für das Werk von Antoni Gaudi. Allen scheint sich wiederbelebt zu haben, seitdem er seine Filme in Europa macht.
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Kommentare (103) — Film: Vicky Cristina Barcelona
Kommentar schreibendoenef 2012/01/10 13:22:56
Kommentar löschenphilosophisches Werk von Woody Allen, wobei „verpasste Chancen“ im Leben thematisiert werden und auf interessante Dreiecksbeziehungen eingegangen wird,...aber leider schleppend, da nicht kurzweilig, wenn auch nicht langweilig
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reveal 2011/12/01 01:18:42
Kommentar löschenEin rätselhaftes Stück Film. Bleiben doch am Ende so viele Fragen offen...
Ist es gerechtfertigt, einen Film dem Genre "Komödie" zuzuordnen, auch wenn eigentlich nichts passiert und der Humor sich überaus gekonnt versteckt?
Ist es ok, sich die ganze Zeit vorzustellen, die weiblichen Figuren würden vom Final Destination Bus überfahren? (Hätte man nicht wenigstens EINE sympathische Frau ins Drehbuch schreiben können? Musste die einzig interessante weibliche Rolle ausgerechnet eine soziopathische, obsessive, suizidgefährdete Penelope Cruz sein?)
Haben Frauen egtl. kein Äquivalent für den Brocode?
Und wer ist eigentlich dieser "Woody Allen" und warum wurde er noch nicht vom Stadtneurotiker Woody Allen auf Unterlassung verklagt?
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Sigmund 2011/12/01 10:21:57
Antwort löschenIm Ernst? Wie kann man denn diesem leichthändigen, leisen Vergnügen so grimmig gegenüberstehen? Wenn es Dir um konventionell sympathische Figuren geht, warum hältst Du Dich dann nicht an Disneyfilme?
reveal 2011/12/01 13:23:07
Antwort löschenHab ich irgendwo das Wort "konventionell" fallen lassen? Dass die Figuren auf unkonventionelle Art anöden und nerven, macht es nicht besser.
Sigmund 2011/12/01 13:30:19
Antwort löschenDie Figuren biedern sich einfach nicht an, so wie es in vielen schlechten Filmen geschieht, damit der Zuschauer sie sympathisch (gähn) findet.
reveal 2011/12/01 13:34:09
Antwort löschenMir hätte es schon gereicht, wenn sie nicht (Penelope ausgenommen) komplett leer und charakterlos gewesen wären.
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Sigmund 2011/12/01 13:42:40
Antwort löschenFürchte, da kommen wir nicht auf einen Nenner. Ich fand sie authentisch, lebendig und ausgesprochen interessant, bei aller Typisierung. Und ich bin eigentlich sehr empfindlich in Sachen Figurenzeichnung...
reveal 2011/12/01 14:02:34
Antwort löschenBei authentisch würde ich nicht einmal widersprechen. (Was nicht heißt, dass sie mir sympathisch sind.)
Interessant find ich da nur die Figur von Cruz, die aufgrund des hohen Psychofaktors, auch nicht alles rausreißen kann.
Die übrigen weiblichen Figuren kann man zusammenfassen mit: 1. Stellt sich vor, wie sie zu sein hat. 2. Ist offensichtlich nicht so. 3. Hat aber auch nicht den Arsch in der Hose, offen anders zu sein.
Das zusammen mit der Tatsache, dass da abseits dieser Thematik Null von den weiblichen Figuren preisgegeben und Null Konsequenz gezeigt wird, macht die ganze Sache für mich absolut uninteressant.
lenipe 2011/11/07 14:46:29
Kommentar löschenDer Film ist toll, weil sich in die Figuren hineinversetzen kann und sie so unterschiedlich sind. Man kann ihn schon zehn mal gesehen haben und doch entdeckt man wieder etwas neues... ich erkenne mich immer in einem anderen Charakter der Geschichte wieder. Super Inzenierung!
(Dennoch ist der Film wirklich geschmackssache)
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Azazil 2011/10/07 14:31:23
Kommentar löschenVicky Cristina Barcelona - das prätentiöse Krebsgeschwür einer jeden Filmesammlung. Der Soundtrack verursacht Kopfschmerzen. Die Protagonistinnen, eine studiert Urlaub, die Andere hat Magenprobleme, beide sind uninteressant. Jedenfalls gebe man einen schmalzigen Spanier mit nervtötendem Akzent und eine Verrückte hinzu, ergänzt das Ganze mit hassenswerten Figuren wie dem Vater des Spaniers, der über alle Maßen arrogant und engstirnig ist und fertig ist der schlechteste Woody Allen Film überhaupt. Am Ende stehen alle da, wo sie schon zu Beginn standen und haben rein gar nichts aus ihrer seicht banalen Seifenoper gelernt. Hauptsache es wurde ein schön kulturelles, pseudo-intellektuelles Nichts im Postkarten-Look gedreht.
Ein paar Punkte gibt es für die schauspielerischen Leistungen.
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FvFingerhoff 2011/11/10 23:56:28
Antwort löschenDass ich deine Meinung nicht teile, heißt nicht, dass ich sie verurteile. Da das folgende Zitat in meinen Augen so gut passt, möchte ich es an dieser Stelle aber gerne anbringen:
Why do you go away? So that you can come back. So that you can see the place you came from with new eyes and extra colors. And the people there see you differently, too. Coming back to where you started is not the same as never leaving.
- Terry Pratchett
Schloøpselcki 2011/09/16 13:22:24
Kommentar löschenNach all den Unkenrufen habe ich von "Vicky Cristina Barcelona" nicht wirklich viel erwartet, und tatsächlich ist die Story etwas lau oder belanglos und die Erzählweise eher schleppend sodass die Geschichte so vor sich hinplätschert, allerdings gibt es wirklich schlimmere und unzutreffendere Filme über Liebe. Die vier sehr gut aufgelegten Darsteller geben alles, vor allem Javier Bardem, Penélope Cruz und Rebecca Hall haben mir gefallen, wobei Scarlett Johannson zwar eine gute Figur macht, aber ihrem Charakter nicht wirklich Tiefe verleiht. Anders bei den anderen. Durchweg ist Woody Allens Regiehandschrift markant erkennbar und das tut dem Film gut. Die Dialoge reichen nicht an das sonst gewohnte Potenzial heran, sind aber authentisch (fast zu sehr) und stimmungsvoll. Unterlegt von spanischer Gitarre und tollen Barcelonaaufnahmen ergibt das ganze nette Unterhaltung und einen Film wie eine Art Sommerliebschaft - interessant und unverbindlich. Allerdings auch hinter dem normalen Allen-Niveau hinterherhinkend.
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Oceanic6 2011/09/16 10:53:18
Kommentar löschenBei weitem nicht schlecht, jedoch teils sehr belanglos. "Vicky Cristina Barcelona" ist einerseits ein typischer Woody Allen, doch vermisst man seine typischen, schlagfertigen Dialoge. Auch gibt es nicht wirklich etwas zum Nachdenken. Stattdessen bekommt der Zuschauer eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art zu sehen. Spanische Mentalität trifft auf tolle Aufnahmen. Es ist offensichtlich, dass Allen die spanische Kultur sehr schätzt. In den Hauptrollen zu sehen sind Javier Bardem, Scarlett Johansson, Rebecca Hall und Penélope Cruz, die allesamt ein tolle Figur machen, dem Film sehr viel Charme und Tempo verleihen und die Zeit somit im Nu verstreichen lassen.
Drei Damen, allesamt verliebt in den Spanier Juan Antonio. Eine Vierecksbeziehung, die allerlei Romantik und genauso viel Ärger verspricht. Die eine ist verheiratet, die andere glaubt nicht an die wahre Liebe und Antonios Ex ist selbstmordgefährdet. Allens Figuren scheinen anfangs zu reinen Abziehbildern zu verkommen. Aber Allen ist nicht ohne Grund als großer Romantiker bekannt, und so verleiht er den Figuren durch die gut aufgelegten Darsteller etwas Herzliches. Die Dialoge, insbesondere der Humor, sind, wenn auch nicht so toll wie in seinen anderen Werken, einzigartig. Die musikalische Untermalung und die wunderschöne Inszenierung machen Spass und lassen das Publikum ins Schwärmen geraten.
Die Moral der Geschichte: "Vicky Cristina Barcelona" stellt in Allens Sammlung ein weiteres Argument dar, warum es sich lohnt nach der wahren Liebe zu suchen. Und dass die Suche nach der richtigen Liebe neben Kunst und Musik wahrscheinlich das einzige ist, was das Leben begehrenswert macht. Diese Prämisse dürfte wohl nicht jedermanns Geschmack treffen, aber für Allen-Fans ist dieses Feel-Good-Movie definitiv ein Muss. Ich war letzten Endes ein wenig enttäuscht, denn Woody hat viel mehr auf dem Kasten, als er hier zeigt.
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doctorgonzo 2011/09/16 11:11:16
Antwort löschenDer letzte Satz trifft es total. Es wäre eine schöne Geschichte, hätte man nicht die Erwartungen an einen echten Allen.
Petunientopf42 2011/09/11 22:00:41
Kommentar löschenDiese Bewertung ist für die spanische Version - bei der deutschen fand ich vor allem die spanischen Dialoge nicht so gut synchronisiert. Der Streit von Penélope und Javier ist im Original wirklich viel emotionaler.
Der Film ist einfach wunderschön, wie ein lauwarmer Sommerabend in Spanien bei Gitarrenmusik. Ich bekomme immer wieder Lust, nach Barcelona zu ziehen.
Alles überragend: Penélope Cruz als die ziemlich verrückte, emotionale und weltferne Maria Elena - einfach überwältigend. Den Oscar hat sie sich mehr als verdient!
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Joeyjoejoe17 2011/09/05 17:53:01
Kommentar löschenEin wunderschöner, kurzweiliger und typischer Woody Allen-Film mit sehr überzeugenden Darstellern und guter Story.
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brainchild 2011/08/06 02:12:48
Kommentar löschenTrotz der ganzen Beziehungswirren in der Handlung ist der Film doch ein ziemlich leichtes Melodram, das vom europäischen, genauer vom spanischen Flair lebt. Der Erzähler könnte unmittelbar einem Groschenroman entstammen und eine Botschaft tiefer als die, dass man lieber auf das Herz als auf den Verstand hören sollte, konnte ich nicht entdecken. Aber ich glaube Allen hat das alles so gewollt. Die Schauspieler dienen ihm hier m.E. vor allem als Schauwerte, alles wirkt sehr sinnlich und unverbindlich. Viel mehr als vier große und großartig anzuschauende Schauspieler, einen Regisseur, der sein Handwerk versteht, und einen kleinen spanischen Ohrwurm bietet "Vicky Cristina Barcelona" also nicht. Aber was kann man denn noch mehr verlangen?
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Sigmund 2011/08/06 12:45:42
Antwort löschenDu schreibst: "eine Botschaft tiefer als die, dass man lieber auf das Herz als auf den Verstand hören sollte, konnte ich nicht entdecken."
Aber genau diese simple Botschaft hinterfragt der Film doch.
brainchild 2011/08/06 14:58:23
Antwort löschenMir schien es genau andersrum: dass die Rationalität, von der wir glauben, unsere Entscheidungen abhängig machen zu müssen, hinterfragt wird. Judy steckt in einer Vernunftehe fest, Vicky ist kurz davor, keine von ihnen bringt den Mut auf, sich daraus zu befreien. Auf Cristina bezogen kann ich deine Kritik aber verstehen: sie folgt ja grundsätzlich ihrer Intuition, auch wenn diese sie von ihrem wahren Glück immer wieder wegzieht.
Sigmund 2011/08/06 20:21:26
Antwort löschenEben. Deshalb wählt ein Autor von Allens Schlag ja auch ZWEI gleichwertige Hauptfiguren und spiegelt ihre gegensätzlichen Liebesentwürfe miteinander. Wenn er nur Vicky Barcelona oder nur Cristina Barcelona gedreht hätte, würde ich Deinen Kommentar vielleicht nachvollziehen können. Mal ganz abgesehen davon ist das Ende bei beiden Figuren ziemlich offen und weit weniger tendenziös als beim üblichen Einerlei des Genres.
Aber auch Dein Satz "Der Erzähler könnte unmittelbar einem Groschenroman entstammen" lässt mich vermuten, dass Du nicht genau hingeschaut/-hört hast. Groschenromane bedienen auf eskapistische weil letztlich verlogene Art die Sehnsüchte ihrer Leser. Das Gegenteil tut Woody Allens Erzähler, wenn er uns in seiner lakonischen Art auch die unbequemeren Wahrheiten zum (an sich wertfreien) Thema Liebe nicht vorenthält.
brainchild 2011/08/07 16:53:30
Antwort löschenDanke, dass du mir mit dem Kommentar nochmal eine neue Sichtweise eröffnet hast. Vielleicht habe ich den Film wirklich zu oberflächlich gesehen (und das dann schon 2 Mal!); mir vermittelte er eben eine gewisse leichtlebige Stimmung, die, wie ich aus deinen Worten schließe, wohl immer wieder bewusst konterkariert wird. Form und Inhalt des Films bilden also eine Synthese, oder?
Meine neue Interpretation wäre dann, dass es kein formelhaftes Erfolgsrezept gibt, mit dem man Liebe und Glück findet, daher gelingt es auch nur den wenigsten.
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brainchild 2011/08/07 16:55:05
Antwort löschenBin durch deine Anregungen jetzt auf 7,5 gegangen.
Sigmund 2011/08/07 17:34:23
Antwort löschenFreut mich.
"bewusst konterkariert", hm, das liegt wohl eher in der Natur der Sache – denn nichts ist ja so schwarz oder weiß wie wir es uns vielleicht wünschen. Aber dass es in der Liebe kein formelhaftes Erfolgsrezept gibt, damit liegst Du ganz sicher richtig:)
knutole 2011/07/17 20:30:39
Kommentar löschenBisher wurden nur wenige Woody-Allen-Filme von mir gesichtet, doch dieser hier verdient es, gesondert hervorgehoben zu werden.
Atmosphärisch brilliert "Vicky Cristina Barcelona" zu jeder Zeit, sei es die blendend inszenierte spanische Lebensweise (Orte wie Oviedo; Handlungsweise der ortsansässigen Charaktere) oder die wohl durchdachten Charaktere, welche den Film tragen und zu diesem Meisterwerk emporheben, der er zweifelsohne ist. Hervorzuheben ist schauspielerisch Penelope Cruz, welche die komplex gestaltete Person der Maria Elena spielt und - völlig zurecht - für diese Rolle einen Oscar gewann.
Thematisch widmet Woody Allen sich der Thematik des Künstlertums vs. Rationalismus. In Vicky verkörpert sich die rationalistische Denkweise, Cristina stellt demgegenüber eine kunstaffine und sich dem "laissez-faire"-Prinzip zugewandte Frau dar.
Juan Antonio ist Künstler, Frauenliebhaber, Frauenverführer, doch in jeder seiner Handlung ist er an dem Wohle seiner temporär Auserwählten interessiert. Dass der Aspekt der Zeit und der Vergänglichkeit zu der Grundthematik des Werkes hinzutreten, ist offensichtlich und manifestiert sich in den von Juan Antonio angefangenen Verhältnissen zu Frauen. Zuerst reizt ihn Cristina, beide liegen hinsichtlich ihrer Denkweise auf einer Wellenlänge, doch auch die etwas zurückhaltendere, mit beiden Beinen im Leben stehende Vicky, welche verlobt ist, interessiert ihn. Hier wird die Beziehung zwischen beiden Personen über das Spannungsverhältnis aufgebaut, denn Vicky steht Juan Antonio zunächst sehr kritisch gegenüber und verklärt ihn als eine hoffnungslosen Romantiker und klassifiziert ihn recht früh als unsteten Tausendsassa, der lediglich eine kurzzeitige Liebschaft sucht. Vergnügen sucht er, so viel kann man festhalten, jedoch ist dieses Vergnügen nicht egoistisch motiviert, sondern Juan Antonio versucht es, alle im Film agierenden Frauen glücklich zu machen. Dieser Versuch scheitert letztendlich an dem über alles stehenden Verhältnis zu seiner Ex-Freundin Maria Elena, seiner großen, einzig wahren Liebe, welche jedoch durch die nahezu identischen Grundzüge der Persönlichkeiten nie zur Entfaltung kommen kann und dem Zuschauer tragisch anmutet.
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LynchFan1706 2011/07/17 15:19:30
Kommentar löschenIch kann mir nicht helfen, aber Allens Filme sind nicht mehr das, was sie mal waren... Wo sind die wunderbaren Großstadtgeschichten, mit den wortwitzigen, ironischen Dialog-Feuerwerken? Das was ich jetzt gesehen habe, war banales Geplapper einer überaus eindimensionalen Drei-Vierecksgeschichte... Javier Bardem als malender Frauenvernichter? Nee, da spielt jeder Hackklotz sensibler... Scarlett Johannsson blieb dermaßen blass, das war schon under-acting... (aber von ihr halte ich sowieso nicht viel!), einzig Penelope Cruz als temperamentvolle, durchgeknallte Schönheit verlieh dem Film etwas Esprit und Charme... Und dann noch dieses unsägliche Off Geschwätz... Ich wünschte, Allen fände zurück zu seinen Wurzeln... vielleicht muss er aber auch einfach wieder einmal selbst mitspielen, um zu merken, dass die Dialoge langweilig und vorhersehbar geworden sind und das die Wahl der wunderschönen, malerischen Kulissen einen teilweise "mainstreamigen" Film nicht retten kann...
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Jack_Torrance 2011/07/17 15:59:48
Antwort löschenHeutzutage legt Allen mehr Wert auf Realitätsnähe statt auf Humor. Muss man mögen ! Penélope Cruz aber ist bezaubernd <3
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LynchFan1706 2011/07/17 17:06:02
Antwort löschenRealitätsnähe und Humor schließen sich ja nicht aus... Ich fand seine früheren Werke viel realitätsnäher als die neuen... aber vor allem fehlt mir die augenzwickernde Erzählweise...
Jack_Torrance 2011/07/18 13:38:04
Antwort löschenDie ist ihm tatsächlich abhanden gekommen...
Redsnake (to go) 2011/07/17 11:58:58
Kommentar löschenDer Gottkaiser des Off-Kommentares und der geschickt provozierend gebildeten Unterhaltungen schenkt uns mit diesem Film einen weiteren Beweis seiner Ausnahmefähigkeiten als Filmemacher.
Ein wunderbarer Cast. Nach dem Film kann man sich andere Schauspieler nicht in diesen Rollen vorstellen wollen.
Eine erfrischende Satire über phantasierte Lebensweisen amerikanischer und europäischer Feingeister. So genau, alles ist auf den Punkt präzise gespielt. Ein excellentes Timing der Schauspieler und des Cutters.
Selten ist es geworden, derart charmante Filmcharaktere wie die von Bardem und Cruz dargestellten Figuren zu begegnen. Bekannte Stereotype werden durch Allens Dialoge zu empfindsam Handelnden.
Die Konflikte werden zumeist direkt in Angriff genommen und bieten so eine angenehme Reflexion vom Liebesleben erfahrener und immer noch sehnsüchtiger Menschen.
Kein kritischer Film. Die Story hätte noch ein paar mehr elbow checs für Puritaner austeilen können und andere Missstände thematesieren dürfen. Was soll´s ?! (Leute die es können und wollen, werden sich ihren Teil schon denken)
Dafür ist es ein ungemein erfrischend inspirierender Streifen
ansehen
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Jack_Torrance 2011/07/14 12:36:06
Kommentar löschenDie Bezeichnung "Klein, aber fein" passt in dem Film wie die Faust aufs Auge. Wenn man sich einen Film von Woody Allen ansieht muss man nicht unbedingt einen Schlag in die Magengrube oder dergleichen erwarten. Aber mitnehmen kann man schon was.
Vor allem analysiert hier Allen zwischenmenschliche Beziehungen und den Drang nach Liebe, das alle seine Protagonisten (ausnahmslos toll gespielt) vereint... Die Lebensnaehe dieses Films ist beeindruckend...
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xXxWantedxXx 2011/07/16 09:36:46
Antwort löschenSchön!
Jack_Torrance 2011/07/17 14:59:33
Antwort löschenDanke !
Filmkenner77 2011/07/07 18:43:33
Kommentar löschen"Vicky Cristina Barcelona" von Woody Allen ist ein ganz netter Film, allerdings für eine lockere, erotische Sommerkomödie eindeutig zu geschwätzig geraten. Zudem habe ich den Film weder als sonderlich erotisch noch humorvoll empfunden. Zeitweise fühlte ich mich in dem ganzen Gefühlswirrwarr zwischen Zweier, Dreier, Vierer und den manchmal endlos erscheinenden Dialogen an die Filme von Eric Rohmer erinnert, in denen auch ausgiebig diskutiert und analysiert wurde. Die Schauplätze sind sorgsam gewählt, die Schauspieler, insbesondere Rebecca Hall, Javier Bardem und Penelope Cruz, können überzeugen und die Regie ist gewohnt souverän. Halt ein Woody Allen-Film, der für Kenner längst keine großen Überraschungen mehr parat hält. Kennt man einen, kennt man im Grunde genommen alle Filme von ihm. Einiges wirkt und ist vielleicht auch geistreich, vieles aber umweht den Geist des Banalen. Die Charaktere sind überwiegend in Stereotypen gefangen und bleiben dem Zuschauer seltsam fern.
Viel zu erzählen hat der Film nicht und wenn eines hängen bleibt, dann doch, dass Allen wieder einmal von der Unmöglichkeit der Liebe berichtet, wie in zahlreichen anderen Werken vor "Vicky Cristina Barcelona" auch schon. Wer die Filme von Allen liebt, wird auch diesen Film mögen. Im Gegensatz zu anderen Werken von Allen bemüht sich der Regisseur um einen etwas leichteren Tonfall, was sicherlich auch der Umgebung geschuldet ist. Die Melancholie der Großstadtschluchten von New York sucht man hier jedenfalls vergeblich. Immerhin, aber dennoch zu wenig, um von einem wirklich überzeugenden Film zu sprechen.
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filmschauer 2011/07/07 19:45:22
Antwort löschenOch, ich mochte den, obwohl ich sonst wirklich kein spezifischer Allen-Anhänger bin. Was ich erwartet hatte, hat er mir auch gegeben. Wirkliche Überraschungen erwarte ich von ihm auch nicht mehr, da stimme ich dir zu.
Filmkenner77 2011/07/07 20:39:48
Antwort löschenIch fand den Film sogar ein wenig langweilig. Immer diese Beziehungskisten, die ausführlichst diskutiert werden müssen. Die reden sich ja förmlich gegenseitig tot. Kein Wunder, dass das am Ende dann nicht funktioniert. ;-)
filmschauer 2011/07/07 20:43:54
Antwort löschenWar das bei Allen jemals anders? ;)
Filmkenner77 2011/07/07 20:55:54
Antwort löschen"Match Point" fand ich angenehm anders, auch wenn das Original mit M. Clift besser war.
filmschauer 2011/07/07 21:05:49
Antwort löschenWenn man die letzte halbe Stunde von "Match Point" nimmt, auf jeden Fall.
doctorgonzo 2011/07/07 21:09:31
Antwort löschenAlso da haben mich die "konventionellen" Allens mehr begeistert...
Filmkenner77 2011/07/07 21:13:11
Antwort löschenAlso die circa 35 im Grunde immer gleichen Filme. ;-)
doctorgonzo 2011/07/07 21:14:13
Antwort löschenMan muss sich ja nicht permanent neu erfinden, manchmal reicht es völlig, wenn man sich auf das konzentriert, was man kann.
Filmkenner77 2011/07/07 21:27:31
Antwort löschenVollkommen richtig. Aber ich sehe nun einmal gerne Filme von Regisseuren, die vielseitig sind und von den man nicht weiss, was man bekommt. Selbst ein Almodóvar erfindet sich ja scheinbar wieder neu. Hitchcock hat sich ja auch auf das Thriller-Genre konzentriert und trotz wiederkehrender Elemente hat er es geschickt verstanden, die Versatzstücke neu zu ordnen, zu erweitern oder wegfallen zu lassen. Bei Allen habe ich immer den Eindruck, er setzt immer nur das gleiche Puzzle zusammen. Aber das ist nur meine subjektive Sicht.
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doctorgonzo 2011/07/07 21:34:56
Antwort löschenDafür langweilt mich Almodóvar eben immer auf eine andere, eine neue Weise. Die minimalen Variationen, die Allen in seinen Standardwerken einführt, reichen mir schon. Nicht, weil es irgendwas ändern würde, sondern, weil ich einfach daran Freude habe was er tut. So wie ich gern Lachs esse. Ob nun vier, oder vierzehn mal, ist dabei von geringer Bedeutung. Abwechslung ist fein, aber im Falle Allen komme ich auch ohne gut klar, es gibt ja noch andere filmische Delikatessen, die immer wieder neu sind und trotzdem aufs Angenehmste sättigen...
Sigmund 2011/07/14 13:14:31
Antwort löschenFinde die Allen-Filme gar nicht so variationsarm. Die Figuren kommen zwar oft aus intellektuellen oder künstlerischen Milieus, aber Allen setzt immer wieder neue Schlaglichter. Mir fällt eigentlich kein anderer Regisseur ein, der so viele kluge Beobachtungen raushaut wie Allen. Und ich kenne auch keinen Autor mit so sagenhaft pointierten und doch natürlichen Dialogen. Mal abgesehen davon sucht die visuelle Auflösung eines Großteils seiner Werke ihresgleichen vergeblich.
Auch wenn es nicht jedes Mal für ein großes Meisterwerk reicht, bin ich jedenfalls sehr froh, dass der Mann bis ins hohe Alter so produktiv ist.
Ezra 2011/07/05 20:07:54
Kommentar löschenSo ein scheiß. Da hab ich gestern vergessen den zu gucken. Ich wollte doch unbedingt Penelope sehen.
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teakeeper 2011/07/06 21:08:07
Antwort löschenDa haste was verpasst...
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Ezra 2011/07/06 22:52:30
Antwort löschenDanke für die Info :)
TheCineast 2011/07/11 21:50:54
Antwort löschenbleib bei "so ein scheiß", das beschreibt den Film sehr gut!
SpicyMåcHaggis 2011/07/05 14:36:09
Kommentar löschenDie erste halbe Stunde des Film's vergeht wahrlich wie im Fluge und eine tolle Ausgangssituation entsteht. Von dort an wird der Film jedoch zu einer Situationsromanze mit Charakteren, die manchmal zu undurchsichtig wirken als das man versteht, was sie aus dieser Reise mitgenommen haben. Jedoch überspielen die tollen Charaktere dies meist, besonders die Beziehung Cruz' und Bardems wirkt sehr plastisch, auch die Rollen der beiden Touristinnen ist durchaus passend. Dazu kommt der Charme des architektonischen Barcelonas welches den Film doch zu einem Spaß für anderthalb Stunden macht. Mehr aber auch nicht...
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sweetForgiveness 2011/07/05 14:05:34
Kommentar löschen"Hey Babe!"
Vicky & Cristina in Barcelona.
Die beiden Amerikanierinnen ,Vicky und Cristina, reisen nach Barcelona. Die zweitgrößte Stadt Spaniens, hat neben etlichen Museen, Sehenswürdigkeiten und einer wunderschönen Landschaft, noch etwas anderes für die beiden auf Lager.
Den Maler Juan Antonio Gonzalo. Ein Verführer. Ein Romantiker. Ein Arsch.
Cristina, die vorallem ihren Spaß in Barcelona haben will findet schnell Interesse an dem Künstler und lässt sich auf ein Abenteuer mit ihm ein, als allerdings Cristina wegen einer Krankheit im Bett bleiben muss, entdeckt auch Vicky, während eines romantischen Ausfluges mit Juan, ihre Gefühle für ihn, dabei sizt ihr Verlobter doch schon im Flieger nach Barcelona. Währendessen erfährt Cristina, das Juans Ex-Frau, Maria Elena, wieder bei ihm einzieht, weil sie versucht hat sich selber umzubringen. Während also Cristina, Juan und Maria Elena, an einer Art Dreierbeziehung arbeiten, heiratet Vicky ihren Verlobten und muss doch die ganze Zeit an Juan denken.
Am Schluss sind wieder alle da angekommen wo sie begonnen haben. Am Anfang.
Schauspielerisch ist alles einwandfrei gespielt, außer das mich Scarlett Johansson in der ein oder anderen Szene wirklich sehr annervt. Woody Allen fängt die wunderschöne, romantische und kunstvolle Stimmung Barcelona's ein und lässt sie in einer etwas lauen Geschichte ausklingen. "Vicky Cristina Barcelona" bietet an manchen Stellen Weisheiten und Poesie und kommt doch mit einer Leichtigkeit daher die den ganzen Film, wie eine Sommerbriese an einem vorbei trägt.
Über irgendwelche Eskapaden und Wutanfälle beim schauen des Filmes nehm ich hier und jetzt keine Stellungnahme. Na Babe, bist du zufrieden?
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Slevin Kalebra 2011/07/05 16:37:29
Antwort löschenAber zu 100%, Babe.
8martin 2011/07/05 13:47:26
Kommentar löschenDer langweiligste Woody Allen, den ich kenne. Alle möglichen Spielarten der Liebe werden hier nur ausdiskutiert bis zum Abwinken. Ein Lesestück also, wenn es nicht - und das ist noch das Beste daran - die leichte spanische Gitarrenmusik gäbe. Xavier Bardem nimmt man durchaus den Womanizer ab und seine problematische Ex (Penelope Cruz) ist die Einzige, die ein paar Szenen hat, wo ihr Temperament zum Einsatz kommt. Doch das ist aber auch schon alles. Hall und Johansson verkörpern die personalisierte Langeweile, sind unsicher, mit sich und der Welt im Unklaren und ihr Tun ist nicht nachvollziehbar. Was für ein Drehbuch?! Ohne Charme, ohne Witz und letztlich auch ohne Ziel plätschern Figuren und Dialoge so dahin. Allens Drehbuch ist einfach nur geschwätzig. Die Grundaussage ist gleich Null bzw. alles kalter Kaffee. Dabei ist diese Problematik sowohl literarisch als auch filmisch schon hundert Mal beschrieben worden - und auch noch wesentlich besser. Was hat den Altmeister da nur geritten?
Na gut, Promiskuität kann ja vielleicht heute angesagt sein. Wenn man mit sich sonst nichts anzufangen weiß, genügend Zeit und Geld hat, kann das ein wohltuender Zeitvertreib sein. In eine filmische Form gegossen, muss es aber schon amüsant, geistreich und voller Überraschungen sein. Und es darf dann nicht auch noch ausgehen wie das Hornberger Schiessen. Ärgerlich! K-V.
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hoffman587 2011/07/05 13:20:46
Kommentar löschenVicky Christina Barcelona
"Vicky Christina Barcelona" ist eine unterhaltsame, witzige, intelligente und entspannte Romantikkomödie von Woody Allen aus dem Jahre 2008.
Die Story ist an sich sehr einfach, wird aber schön locker und entspannt erzählt und ist voller witziger Zerstreuungen: Im Sommerurlaub mit ihrer Freundin Vicky verliebt sich Christina in den spanischen Maler Juan Antonio. So kommt es bald dazu, dass sich Christina und der heißblütige Spanier näher kommen. Doch dann taucht auf einmal seine Ex-Frau Maria auf.
Die Besetzung ist größtenteils voller schöner Frauen, da wäre erstmal eine exzellente Scarlett Johansson als Christina und dann eine bezaubernde Rebecca Hall als Vicky, die ja somit die beiden Touristinnen im Spanien Urlaub spielen und das machen sie sehr gut. Und dann gäbe es auch noch einen ausgezeichneten Javier Bardem als Maler Juan Antonio Gonzalo und eine wirklich glänzende Penelope Cruz als seine Ex-Frau Maria, die wahrhaft ein Talent dafür besitzt sich in ihre Rolle perfekt hineinzufühlen und so kann man ihre Freude am Spiel förmlich spüren.
Die Regie von Woody Allen ist, wie immer eigentlich, großartig, er erzählt sein Werk wunderbar locker, entspannt und lässt so auch genug Platz für die Dramatik und den tragisch, komischen Humor, sodass das alles sehr schwungvoll gehandhabt wurde.
Die Kamera kann man wohl am besten beschreiben, wenn man sagt sie sei sehr gut, da die wunderbaren, klaren und sauberen Bilder doch die Hitze und die Stimmung Spaniens perfekt transferieren.
Des weiteren wurde die Dialoge wieder herrlich, sehr intelligent und sehr amüsant geschrieben, die nebenbei noch mit Allens leiser Ironie unterlegt wurden und das bereitet doch natürlich Freude und auch seine Charaktere zeichnet Herr Allen sympathisch, liebenswert und räumt ihnen zudem noch genug Respekt ein, sodass sie mit einer gewissen Tiefe und Tragik verziert wurden.
Und so kann man sagen, dass Allen seine Figuren stark gestaltet hat. Außerdem schafft er mit seiner Inszenierung einen gelungenen Spagat zwischen Tragik und Witz.
Das Ganze wird selbstverständlich auch von einer passenden, ruhigen und schönen Filmmusik untermalt, die dieses Spaniengefühl noch ein wenig verstärkt.
Dennoch ergeben sich trotz seiner relativ kurzen Laufzeit kleine Längen, sodass man nicht vollständig in den Film eintauchen kann und auch die Klischees werden keinesfalls gescheut, doch schafft es der liebe Woody diese wieder sehr charmant zu verpacken und sie so ein wenig zu übertünchen, trotzdem existieren sie, das kann er nicht verbergen.
Also kann man schlussendlich sagen, dass bei "Vicky Christina Barcelona" Woody Allen wieder in absoluter Höchstform ist und er so ein hinreißendes und exquisit besetztes 40. Werk kreiert.
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Broda 2011/07/05 14:13:15
Antwort löschenschön geschrieben.
Hab ihn leider Verpasst. Wegen Sprengmeister"Boom,Boom" Bay
:DD
hoffman587 2011/07/05 14:16:23
Antwort löschenDanke, ich glaube aber für dich wäre der eher nichts, obwohl naja Johansson hatte ein paar schne Szenen:)
Broda 2011/07/05 14:56:25
Antwort löschenHoffi, nur weil ich Baysches werke mag, heißt nicht gleich das ich solche Filme nicht mag.. Pff
:D
Schöne Szenen? Wie Schön?;O ;D
hoffman587 2011/07/05 14:58:17
Antwort löschenDas war jetzt nich an deine Bayliebe gerichtet, eher an dein Alter:)
Die Szenen waren ganz nett, wenn auch nicht überragend:)
Broda 2011/07/05 14:59:51
Antwort löschenAso. Weil ich 15 Bin kann ich mir keine LiebesFilme Angucken? :O
Verstehe, Verstehe ^^
hoffman587 2011/07/05 15:01:31
Antwort löschenJoar, ihr findet doch so was doof:DDD
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Broda 2011/07/05 15:02:02
Antwort löschenAso ja, ganz vergessen.
Und Mädchen finde ich auch ecklig !! Igiiiiiiitttt
hoffman587 2011/07/05 15:06:23
Antwort löschenJa, die altbekannte, reaktionäre Jugendsícht, du hast es erfasst:)
Magnolia 2011/07/05 12:49:01
Kommentar löschenOhne Penèlope Cruz' geniale Darstellung der durchgeknallten Exfrau wäre der Film nur halb so gut. Sie ist definitiv DAS Highlight in "Vicky Cristina Barcelona" und spielt alle anderen, vor allem Scarlett Johansson, an die Wand. Schade, dass María Elena keine Hauptrolle war, von mir aus hätte sie in absolut jeder Szene vorkommen können.
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