Vicky Cristina Barcelona - Kritik

ES/US 2008 Laufzeit 96 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 04.12.2008

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Kritiken (23) — Film: Vicky Cristina Barcelona

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

»We are meant for each other and not meant for each other. It's a contradiction.«

Vor der gemütlichen Kulisse des sonnigen Kataloniens lädt uns Woody Allen mit „Vicky Cristina Barcelona“ dazu ein, den ungleichen Charakteren Vicky, Cristina, José und Maria dabei zuzusehen, wie sie allesamt die gleichen Ziele im Leben verfolgen: Der Versuch, die wahre Liebe zu erreichen. Unterstrichen mit sanftem Gitarrenzupfen und begleitet durch das südländische Flair, werden wir in die Beziehungskonstellationen eingebunden und folgen den Menschen, die sich darum bemühen, ein festes Zusammensein mit der persönlichen Philosophie zu komprimieren und dadurch in einen konformen Einklang zu führen. Das Leben wird genossen, der Verführung hingegeben, neue Erfahrung angenommen und doch kann niemand die unendlichen Dimensionen der Liebe erklären oder begreifen. „Vicky Cristina Barcelona“ steckt voller Hingabe und Aufgabe, voller Charme und Esprit, aber letzten Endes sind die Enttäuschung und die Überforderung exakt die Gefühle, mit denen sich die Betrachter am besten identifizieren kann, genau wie die Protagonisten, die zwischen ihren Liebeleien und emotionalen Ausbrüchen – die immer wieder mit herrlichen Klischeebrüchen verknüpft sind – dem Wunsch des ständigen Etikettierens entfliehen wollen, ihren Moralvorstellung aber dennoch unterlegen sind. Hier geht es um viel, doch konstatieren kann und will auch Woody Allen nicht, was im Menschen vorgeht, wenn sich die Liebe in ihm entfaltet. Ein erfrischend ehrliches und ebenso treffendes Abschlusswort, zwischen all den regellosen Aufs und Abs.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

SoulReaver

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Holly <3


Andy Dufresne

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Der liegt hier schon seit über 2 Jahren und wartet...
Wird wohl mal Zeit...


Oceanic6: CinemaForever

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7.0Sehenswert

[...] Die Moral der Geschichte: "Vicky Cristina Barcelona" stellt in Allens Sammlung ein weiteres Argument dar, warum es sich lohnt, nach der wahren Liebe zu suchen. Und, dass die Suche nach der richtigen Liebe neben Kunst und Musik wahrscheinlich das einzige ist, was das Leben begehrenswert macht. Diese Prämisse dürfte wohl nicht jedermanns Geschmack treffen, aber für Allen-Fans ist dieses Feel-Good-Movie definitiv ein Muss, auch wenn Woody viel mehr auf dem Kasten hat, als er hier zeigt.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Alle Facetten der Liebe ergründet Regisseur und Drehbuchautoren Woody Allen in seiner leicht frivolen Sommer-Fantasie, einer modernen Variation seiner «Midsummer Night's Sex Comedy». Unwiderstehlich sind die Verlockungen, die er seinen Figuren vorsetzt. Dabei kommt es auch zum Konflikt zwischen den Moral- und Kunstvorstellungen der alten und der neuen Welt. Verspielt serviert und seziert Allen die Klischees über «la vie bohème» und die emotionale Sicherheit von Ehen.

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isinesunshine: isinesunshine.de

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7.5Sehenswert

Bis jetzt ist der Film das Highlight dieses Kinojahres, allerdings hat es ja gerade erst angefangen und Luft nach oben ist nach für die nächsten 10 2/3 Monate…

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] „Vicky Cristina Barcelona“ sieht nicht nur gut aus, sondern beweist Stil, und ist, neben dem subtilen Humor, ein prickelnder und feinfühliger Film über die Unberechenbarkeit der Liebe. Im letzten Drittel wirken die Beziehungsgeflechte langsam unrealistisch, aber bekanntlich ist die Liebe auch zu den seltsamsten Geflechten fähig. „Vicky Cristina Barcelona“ ist eine gelungene Hommage an Woody Allens sonnige Lieblingsstadt, die mit spritzigen Dialogen und einer erfrischenden Portion Sommer-Feeling bestens unterhält.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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3.5Schwach

Woody Allens neuster Film ist wider Erwarten doch nichts weiter ist als eine Altherrenphantasie, ein Jeder-mit-Jedem-Stück mit mediterranem Flair. Anstatt flotte Dialoge zu präsentieren, kreiert Allen eine Reihe uninteressanter, peinlicher, aufgesetzter, stereotyper und Klischee beladener Charaktere, die untereinander mehr oder weniger offen Beziehungen eingehen. Schade ist vor allen Dingen, dass auch die hochkarätigen Schauspieler um Scarlett Johansson, Penelopé Cruz und Javier Bardem rein gar nichts aus ihren substanzlosen Figuren herausholen können. Lediglich Rebecca Hall schlägt sich ganz wacker und empfiehlt sich für weitere Rollen. Das Genick bricht dem Film eigentlich schon der Einsatz eines Off-Erzählers, der ohne Witz und Ironie nicht nur Banalitäten von sich gibt, sondern auch das Gefühlsleben der jeweiligen Figuren in einem Satz zusammenfasst, so dass Allen sich fataler Weise ganz auf die Oberflächlichkeiten konzentriert, fernab jeglicher tieferer Charakterzeichnung, die den Zuschauern die Figuren vielleicht ansatzweise hätte näher bringen können. Und auch wenn Vicky Cristina Barcelona schön fotografiert und mit einem stimmigen Soundtrack unterlegt ist - der Film frönt nur Allens Sexismus. Schade.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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2.5Ärgerlich

Trotz namhafter Schauspielerinnen ein uninteressanter, lapidarer Film über drei Tussis, die keine anderen Sorgen haben, als dass sie alle den gleichen Mann begehren und sich dabei noch in die Quere kommen. Woody Allen, der zuletzt noch so packende Krimis wie Match Point und Snoop inszeneirte, bleibt hier deutlich unter seinem Niveau.

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TheCorey: MovieMaze

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8.5Ausgezeichnet

Es soll ein unvergesslicher Sommer werden für die beiden amerikanischen Touristinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson). Und in der Tat dürfte dieser Sommer beiden wohl für immer in Erinnerung bleiben, eint die beiden Frauen doch gerade ein Aspekt, der sie sonst immer unterscheidet. Vicky besucht eine Freundin (Patricia Clarkson) der Familie, wenige Wochen bevor sie ihren Verlobten Doug heiraten wird.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

„Vicky Cristina Barcelona“ - zeigt überraschend gut und spritzig Leidenschaften und Lachen, Liebe und Leiden. All diese pursten Zutaten eines menschlichen und komischen Beziehungsdramas bringt Woody Allen auf den Punkt und die Leinwand. Bardem und Cruz als wahnsinnige Lover sind atemberaubend gut. Gänzlich entgegengesetzte Vorstellungen von Liebe beweisen die Weisheit, diese Dinge nie begreifen zu können. New York bekommt in Person eines furchtbar langweiligen Zukünftigen viele Spitzen des beleidigten New Yorkers Allen ab. Mit Scarlett Johansson als Salz in der scharf kochenden Liebessuppe lotet der Altmeister der intellektuellen Komödie noch einmal reizend und durchaus mit ernstem Hintersinn Varianten von Liebe und Sexualität aus.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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6.5Ganz gut

Woody Allen ist mit "Vicky Cristina Barcelona" nicht nur sein bester Film seit längerer Zeit gelungen, eine neue Sommernachts-Sex-Komödie im Stil seiner großen Zeiten, sondern auch ein subtil hochpolitischer Film: Eine Romantic Comedy, die alle Tabus des gegenwärtigen Hollywood-Kinos bricht, und die den Puritanismus der Amerikaner veralbert: Sex zwischen Frauen oder zu dritt kann schön sein, die wahre Liebe gibt es nicht, das sind die ganz beiläufig vermittelten Botschaften dieses Films.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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8.0Ausgezeichnet

Allens späte Filme funktionieren mehr als schillernde Seifenblasen. Sie nehmen ein, zwei Anläufe, um sich schwerelos davonzuschwingen. Allen versteht es in »Vicky Cristina Barcelona«, beinahe gänzlich unironisch, das Leben in Beziehungsdramen zu fokussieren und von dort aus zu erklären. Die besondere Weisheit seiner Filme liegt genau hier, wo sie ihren Humor herhaben: Menschen leben in Beziehungen und erfahren von dort aus die Welt. Und den Humor als Droge dermaßen komplex, feinsinnig und rein auf der Leinwand zu erleben – diesen Luxus sollte man sich selbst in der Rezession erlauben.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

[..]Mit „Vicky Christina Barcelona“ ist Woody Allen erfreulicherweise ein Film gelungen, der in den meisten Belangen zu überzeugen weiß. Eine Sommer-Episode voller Wein und Gitarrenmusik, welche luftig, leicht, sinnlich und sexy von den Irrungen und Wirrungen der Liebe zu erzählen weiß. Ein Film zum Zurücklehnen, der auf äußerst amüsante Art und Weise seine Geschichte zu erzählen vermag, der durch seine Bilder und seine Darsteller betört, der den Zuschauer für neunzig Minuten in das mediterrane Klima Spaniens entführt, der voller Genuss mit seinen bemühten Klischees spielt.[...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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5.5Geht so

Alle Jahre wieder... dieses Jahr gibt es zu Weihnachten den neuen Woody Allen Film. In dem geht es garnicht winterlich her, sondern äußerst sommerlich. Im hell erstrahlten Barcelona spielt die neue Geschichte des Meisters. Dabei entpuppt sich sein neuestes Werk nicht als weitere dramatische Studie über Schuld und Sühne, wie es Match Point und Cassandras Traum waren, sondern präsentiert sich als Feel-Good-Movie.
Die bloße Handlung ist so simpel, dass es an Peinlichkeit grenzt, doch Allens Regie macht daraus eine Studie über die Künstlichkeit der sogenannten Kino-Wirklichkeit, ähnlich wie Lars von Trier, nur anstatt die Kamera und die Kulissen zu reduzieren, plustert Allen alles auf und pumpt seine Geschichte voller Klischees und bunten Sonnenblumen. Dazu kommt ein Erzähler, der in seiner bösartigen Lakonie keinen Raum für Interpretationen lässt und dem Zuschauer alles schön verkaut und das gezeigte sogar noch unterstreicht.
Bei soviel Künstlichkeit haben die Schauspieler natürlich allerhand Spaß und dürfen bis zur Extreme spielen. Penelope Cruz hatte bestimmt ihre wahre Freude.
Erst zum Ende hin, wenn die beiden Girls wieder in New York ankommen, verblasst die Künstlichkeit und der Film endet.
Allen ist vielleicht kein großer Beitrag zum Weltkino gelungen, aber ein unterhaltsamer Film.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Anlass zahlloser Diskussionen, über Leben und Kunst im Allgemeinen und Beziehungen und Sex im Besonderen. So weit, so Allen. Aber dann tritt plötzlich die Ex-Frau des Malers, Maria Elena (Cruz), auf den Plan. Sie bringt etwas mit, das es in dieser konsequenten Form im Allenschen Universum so noch nicht gegeben hat: blanke, ungestüme Emotion.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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5.5Geht so

In der Stimme dieses Erzählers wird die Künstlichkeit der Figuren, ihre psychologische Charakterisierung offenkundig und dadurch völlig neutralisiert. Was ihr seht, sagt diese Stimme, ist Figurenschach und sonst gar nichts. Woody Allen, der nie einer war, der sich für seine Figuren als dreidimensionale Charaktere interessiert, oder sie - Gott behüte - gar liebt, hat im ausgestellten Figurenschach eine Form gefunden, die seine Lust am komischen Konfrontieren und Umkonstellieren von Ausgangslagen trägt und auf die Dauer des Films hält.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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6.0Ganz gut

[...] In den letzten Jahren hat Allen ja nun das alte Europa und damit viele schöne Postkartenmotive für sich entdeckt. Mit Umzug und Umorientierung verbunden ist demnach auch ein notgedrungener Perspektivwechsel: Nicht unbedingt auf Weitsicht eingestellt, sind Allens Neuentdeckungen in England und, wie nun hier, Spanien nichtsdestotrotz um einiges wohlfeiner. Die Abgestandenheit seiner sonstigen Filme scheint erst einmal beseitigt – oder zumindest kaschiert – und das neu gewonnene Urlaubsflair hat den altersmilden Regisseur offenbar sogar noch einmal richtig in Schwung gebracht. So ist “Vicky Cristina Barcelona” eine wirklich schöne, witzige, ja gar erotische Liebeskomödie, die all das Geplapper, Inhaltslose und Nichtssagende typischer Allen-Filme überhaupt nicht braucht. [...]

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

Vor dem Hintergrund der üppigen mediterranen Sinnlichkeit Barcelonas entfaltet Woody Allen eine ebenso komische wie kluge Meditation über die Liebe - mit all ihrer Romantik, dem Überschwang, der Herzensqualen und einem schwer fassbarem Geheimnis. Erotisches Fieber herrscht in...

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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7.5Sehenswert

Der Film beginnt mit einer farbig bemalten Steinmauer. Von der folgt ein Schwenk auf den Flughafen von Barcelona. Einen Sommer in Spanien umfasst Woody Allens neuer Film, in der ersten Einstellung die Ankunft, in der letzten die Abreise. Das Spanien dazwischen ist wie die Steinmauer: adrett, bunt gescheckt und völlig platt, aber mit Absicht, nicht aus Versehen.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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7.5Sehenswert

In eine Altherren-Fantasie gleitet diese Beinah-jeder-mit-jedem-Geschichte nicht ab. Allen belässt es stets bei den teilweise sehr sinnlichen Küssen, bevor abgeblendet und die Fantasie der Zuschauer angeknipst wird. Statt in schwülen Erotikszenarien vor stimmungsvoller Mittelmeerkulisse schwelgt Allen viel lieber in durchweg Postkarten-tauglichen Impressionen Barcelonas, die er genüsslich ins sonnendurchflutete Klischee übertreibt.

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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch

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7.0Sehenswert

Woody Allens neuer Film "Vicky Cristina Barcelona" ist harmlos. Alles sehr leicht und hübsch anzuschauen. Lässiges Ding.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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6.5Ganz gut

Vicky Cristina Barcelona ist ein atypischer Allen-Film. Einige seiner üblichen Themen sind präsent - insbesondere seine Neurose bzgl. Sex und Liebe - aber dieser Film bringt nicht genügend Markenzeichen hervor, um sich als sein Werk hervorzutun. Technisch gesehen ist der Film vermutlich eine Komödie, aber er ist weder sehr lustig noch versucht er dies zu sein.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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6.5Ganz gut

Woody Allen brauchte ein Drehbuch, das von Amerikaners in Spanien handelt, um seinen französischsten Film zu drehen. Vicky Cristina Barcelona ist ein freilaufendes Artifakt der Nouvelle Vague, besonders von Francois Truffauts Jules und Jim und was die sexuelle Dreiecksbeziehung und die hart erkämpfte Weisheit über Liebe angeht. Allens Film kann sich solchen Vergleichen nicht entziehen; er ist ziemlich bescheiden und was die Improvisation betrifft, so wirkt der Film dennoch ein wenig einstudiert. Trotzdem gefiel mir der Film so gut wie jeder andere Allen der letzten zwanzig Jahre.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.0Herausragend

Vicky Cristina Barcelona ist aufregend, zieht uns in den Bann und unterhält uns wie eine Sommerromanze in einer exotischen Stadt. Woody Allens neue Komödie über die Launen der Leidenschaft, gedreht in Barcelona, zeigt die reizende spanische Stadt mit all ihren Vorteilen, so wie sie das mit den Schauspielern tut.

Der Film ist eine geistreiche, fesselnde und handwerklich gekonnte Grübelei über die Natur der Liebe, ein Liebeslied an die Stadt selbst, die fast eine weitere Figur im Film darstellt. Barcelonas äußerlicher Glanz spiegelt sich im sonnengesprenkelten Licht wieder, im besonderen Blick für die Kunst und Architektur, besonders für das Werk von Antoni Gaudi. Allen scheint sich wiederbelebt zu haben, seitdem er seine Filme in Europa macht.

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Kommentare (121) — Film: Vicky Cristina Barcelona


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florian.fiele

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Bewertung1.5Ärgerlich

Keine gute Voraussetzung, ich weiß, aber ich wusste schon bevor ich den Film startete, dass er reine Zeitverschwendung sein würde. Warum habe ich ihn trotzdem gesehen? Wurde mir mehr oder weniger empfohlen..irgendeinem Woody Allen-Film wollte ich immer schon mal ne Chance geben und von denen erschien mir "Vicky Wie hieß die andere noch mal Valencia" als mit dem kleinsten "Zeitverschwendung"-Aufkleber versehen, denn die Besetzung machte einen ordentlichen Eindruck. Nun ja, daneben gegriffen. Die Dialoge sind von Beginn an furchtbar. Furchtbar banal, langweilig, nervend. In jeder Dorfdisse nach halb 4 wird Gehaltvolleres zum Thema Liebe/Sexualität zum Besten gegeben. Dazu frage ich mich, warum man sich diesen Film ansehen sollte (meine oben genannten Gründe mal außen vor), denn Figuren und Story geben sich nicht einmal Mühe mein Interesse zu wecken. Dies kam mir entgegen, brauchte ich so mir auch keine Mühe geben mein fehlendes Interesse zu verbergen. Lange nicht mehr so etwas Langweiliges gesehen. Jede verf...eehhm...verkackte RomCom unterhält mich besser. Nun bin ich sowieso kein großer Fan von Liebesfilmen oder jeglicher herkömmlichen Form von Romantik, aber so viele nervige, dümmliche Figuren bekommt man wirklich selten geboten. Und immer dann, wenn ich glaube schlimmer gehts nimmer, kommt der Verlobte wieder aus der Ecke. Meine Fresse, kann man gequirlten Quark dahersabbeln.

Hier und da wird es mal interessant, aber dennoch...warum sollte ich mir einen Film mit 4 Figuren ansehen, die ich in der Realität keine 10 Minuten ertragen würde? Am stärksten war "Vicky Wie hieß die andere noch mal, war's Kathrin? San Sebastian" in den Momenten, in denen ausnahmsweise mal die Fresse gehalten wurde. Spanien ist schön. Hätte ich auf Spanisch sehen sollen, da kann ich weghören, wenn ich das Gebrabbel nicht mehr ertrage. Da ich scheinbar der Einzige bin, dem dieser Film nicht gefällt, habe ich mir keine Mühe gemacht meine Gedanken in hmmm sinnvolle Bahnen zu lenken. Reicht schließlich, wenn mir mein Kommentar selbst gefällt :)

Erkenntnis (keine neue) nach 96 Minuten: Du kannst rumvögeln und -lieben wie du willst...solange du Spaß dran hast, ist doch alles in Ordnung, falls nicht, ist es dein Problem und deine Aufgabe, etwas so zu verändern, dass du wieder glücklich bist. Mach, was dir Spaß macht, aber wenn es Leuten wie mir auf den Sack geht, was du machst, dann solltest du darüber nachdenken, es nicht mehr zu machen. Moment, eigentlich wollte ich was anderes sagen. Egal. Jedenfalls tragen Filme wie dieser "Nicky Dingens Lissabon" nicht zu meinem Glück bei. Zum Ende hin wurde der Film etwas besser und ich hatte bereits darüber nachgedacht bei der Punktevergabe nachsichtig zu sein. Dann kam die Psychonummer hahaha! Das Ende gefiel mir auch nicht. Ich glaube so etwas wie der hier wird gemeinhin als "Altherrenfantasie" bezeichnet. 1.5 - beim Bügeln gesehen und für schlecht befunden

Edit: In den 1.5 Punkten stecken mindestens 0.5 dafür, dass mir (500) Days of Summer danach so vorkam wie die ersten Sonnenstrahlen nach Wochen völliger Düsternis. Vermutlich hätte ich den gar nicht erst gesehen, wenn mir nicht Vicky, Cristina und Barcelona in Gemeinschaftsarbeit die Nacht versaut hätten. Hauptsache die Hemden sind faltenfrei und ich kann nach einem wunderbaren Film doch noch meinen verdienten Schlaf finden.

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Jason Born

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@concienda: Als Fan von St. Pauli hat man andere Sorgen. Eine Analyse zu der Popcornszene auf Französich? Mon Dieu, mon ami, au revoir... Das wars dann auch schon mit den Sprachkenntnissen.
@Florian: Seit letzten Sa. hab ich meinen Seelenfrieden mit dem Finalflop und der Alten am nächsten Tag gemacht. Wobei das mit der nicht schlimm war. Glaube, sie hat die Zahnpflege nicht ganz genau genommen!! Zu La Bum: Ist ja auch nicht mein Genre, aber kannst dir fein mit Freundin anschauen. Die Musi spielt auch ne zentrale Rolle


concienda

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Merde, Frommage und Tour de Eiffle. Damit hat man dann auch alle wissenswerten Wörter zusammen.


robert-hofmann

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Story an sich wirkt ein wenig konstruiert, wobei es möglich ist, dass sie mir nur so vorkommt, weil ich selber noch nicht in einer derart beneidenswert verttrackten Situation stecken durfte.
Was allerdings ganz und gar nicht konstruiert wirkt, sind das, was Woody Allen einfach kann: Pointiert witzige, kluge und doch und vor allem realistische Dialoge zu schreiben.
Dabei hilft die Natürlichkeit und das unanfechtbare Talent der Schauspieler, diese zu übermitteln. Die Charaktere wirken wie aus dem Leben geschnitten und das, obwohl Allen gar keinen Hehl daraus machen möchte, dass er sich gängiger Klischees bedient.
Dazu kommt die Schönheit Spaniens im Sommer und das Lebensgefühl ewiger Ferien und das Resultat ist ein locker leichter Film mit schönen Bitches und einem vorhersehbaren Plot.

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headmusic

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz nett aber mehr auch nicht. Die Schauspieler harmonieren ganz gut aber das Drehbuch überzeugt mich nicht wirklich da sich die Figuren zu sehr um sich selbst drehen.

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Nevica

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein herrlich leichter & doch mitreißender Film für zwischendurch mit grandiosen Schauspielern! Ich finde es schön, dass der Film beinahe ohne Kitsch auskommt.. Nur die Erzählerstimme nervt zuweilen, auch wenn sie die Atmosphäre stets erfrischend locker hält.
Besonders das Ende hat mich überrascht, da es sehr realistisch wirkt.

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Simon Moon

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Ein frischer (sogar für Liebesfilmhasser) unterhaltsamer, bisweilen (wenn man Woody Allen kennt) süsser Film.


pastevkovic

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dramaturgie - Meisterleistung! Inszenierung - Meisterleistung! Der Film - Eine einzige Meisterleistung!

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benjamin.zahnd

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich glaube ich bin einfach kein Fan von Woody Allen Filmen... Ich sah noch keinen, der mich richtig umgehauen hat... Da Cover des Films finde ich sehr schön und die Schauspieler mag ich auch sehr.

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung6.5Ganz gut

An Klischees kaum zu überbieten aber insgesamt dennoch ganz nett und ulkig.

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Turokko

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Bewertung6.5Ganz gut

Schöner Film für zwischendurch, mit tollen Acteuren, besonders Javier Bardem und Penelope Cruz!
Scarlett Johansson konnte mich leider, genauso wie ihre Freundin Rebecca Hall nur wenig überzeugen genauso wie das Ende !
Aber dennoch ganz gut .

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung7.0Sehenswert

Hat Spaß gemacht den Film zu sehen, wie die meisten Woody Allen Filme, ich steh drauf. Der Film hat mir irgendwie das gewisse spanische Flair gebracht, gute schauspielerische Leistung, toller typischer Soundtrack, leider für mich ein zu abruptes Ende, dennoch ein weiterer toller Film von Allen.

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TheRubiCube

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Bewertung9.0Herausragend

2. Woody Allen, nach dem, mich leider nur mäßig beeindruckenden, ''Match Point''.
Wo fang ich an.. überwältigt, inspiriert und auch ein bisschen sprachlos.
Eine unglaublich innige und aussergewöhnliche Liebesgeschichte, die, zu meiner sich immer wiederholenden Überraschung, so menschlich, so temperamentvoll, doch trotzdem so ''nüchtern'' und ruhig von Bild und Ton getragen wird, was sich letztlich jedoch hier als die filmisch für mich präzisteste, ja, perfekte Betrachtungs- und Erzählweise dieses brillianten Drehbuchs über die Leidenschaft des Moments, Begehren des scheinbar unerreichbaren, faszinierenden Fremden im Menschen gegenüber.
Und über die schmerzliche Enttäuschung und Konsequenzen der Erfüllung dieses unbedachten, sehnsüchtigen Begehrens. War es das wert? War es das, was ich suchte?
Woody Allen schafft hier eine so einzigartig authentische Lebensnähe, er wertet nicht, er stellt nicht dar, er hält fest und dokumentiert, er lässt seinen Figuren Raum, er lässt sie so sehr Mensch sein, dass es ein Genuss ist.
Ein schlicht wunderbarer Cast, der durchweg mehr als lange bleibende, positive Eindrücke hinterlässt, trägt dazu einen wesentlichen Teil bei: großartig geschriebene Rollen und Dialoge, die nicht minder großartig von den fabelhaft gewählten Schauspielern umgesetzt und zu lebensechter Menschlichkeit umgesetzt werden.
Javier Bardem, optisch, wie von seinem Wesen her, wirkt wie geschaffen für die Rolle des lebensbejahenden Malers aus Juan Antonio, Penélope Cruz als María Elena war trotz ihrer, im Verhätnis, geringsten Screentime, diejenige, die bei mir den bleibendsten, darstellerischen Eindruck und charakterlichen Einblick hinterließ, eine wirklich brilliante Performance. Scarlett Johansson, ebenfalls optisch wie geschaffen für die Rolle der Christina, des fehlenden Harmonisierungsinstruments in der ausgleichenden Mitte einer paradoxen und kaputten Beziehung zweier vertrauter, verliebter und doch gewissermaßen verfeindeter Menschen.
Rebecca Hall als Vicky überzeugt ebenfalls über alle Maßen und spielt hier mit Bravour die unzufriedene, doch nur widerwillig hingebungsvolle Ehefrau, die durch die Nacht mit Juan Antonio wahre Leidenschaft jenseits ihres Golfer-Gatten entdeckt.
Getragen von mediterraner Anmut, in Form von makellosen, erzählenden Aufnahmen der Mittelmeerstädte in Spanien und einem Soundtrack, der die scheinbare Leichtlebigkeit und diese ungebundene, südländische Freigeistmentalität der Charaktere und gewissermaßen der gesamten iberischen Halbinsel festhält, wird sich dieses Goldstück noch sehr lange einen besonderen Platz in meinem Gedächtnis sichern.
Danke, Woody Allen!

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freakualizer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe mich gefühlt wie im Urlaub. Wunderschöne Bilder aus Barcelona, bzw. Spanien, vom Altmeister Allen in liebevoller, gewohnt ruhiger Art erzählt und durch die hübschen Darsteller versüßt. Nicht der ganz große Wurf, aber immer noch weit genug um den Durschnitt hinter sich zu lassen.

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bahamutbbb

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr guter Film! Er weist auf Probleme der Liebe/Verlieben hin und trifft damit den Nagel auf den Kopf! Was mir noch dazu einfällt:

- der Film wird nur aus Sicht der Frauen gezeigt. Das fand ich als Mann irgendwie schade...
- Allen bedient sich hier mit polarisierenden Klischees: Extreme-Klischee-Amerikaner, Extreme-Klischee-Künstler, extreme-Klischee-Spanier,... wo sind denn die"normalen" Menschen geblieben? Jede Person ist mit extremen Neurosen und Unsicherheiten ausgestattet und man merkt keine wirkliche Änderung der Charakter. Vicky heiratet trotzdem, Christina weiß immer noch nicht, was sie will, Juan Antonio hat immer noch Streß mit Frau... Der Film ist eher wie eine Momentaufnahme als ein Film, in dessen Mitte sich Juan Antonio befindet, der alles in Gang setzt. Das ist zwar genial, aber auch bisschen langweilig im Nachhinein...

Trotzdem: 8 Punkte!!!

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TheSilurium

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Bewertung9.5Herausragend

Ich liebe Woody Allens Kameraführung und diese Geschichte über die unterschiedliche Arten von Liebe und die Probleme die Liebe mit sich bringen kann, mit dem mal wieder geil spielenden Javier Bardem der ausgesprochen genialen Penelope Cruz, Scarlett Johansson und der überraschend guten Patricia Clarkson ist mal wieder ein bezaubernder Allen Film

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hallidalli

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Bewertung7.0Sehenswert

die Dialoge zwischen Juan & María sind einfach nur köstlich, nur alleine deswegen lohnt der Streifen schon. Cristina gespielt von Scarlett Johansson ist wie immer bezaubernd. Ein Film der aus dem Leben erzählt, die Suche nach dem ungewissen. Soll man Risiken eingehen, ziellos oder lieber anstädig leben ?

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ezemeze

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Bewertung9.5Herausragend

Seit den letzten paar Filmen von Allen ist doch echt interessant, wie er als Amerikaner die Europäer wahrnimmt. Die Szenen in denen das Auto bei der Familie des Malers vorfährt erinnert an einen Fahrzeugwerbespot und schmälert die Qualität des Filmes. Ansonsten ist die polyamouröse Tendelei der drei eigentlichen Protagonisten ganz interessant. Ich liebe Penelope Cruz als sie voller Feuer und Leidenschaft halbnackt in einer Jeanslatzhose mit ihren wahnsinnig sinnlichen Augen zu Javier auf die Galerie emporgiftet. Die Einstellung hat mich begeistert. Der Film lohnt sich allemal, aber nur im O-ton!

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Jenny von T

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es war Jean Renoir, der einmal sagte: "A director makes only one movie in his life. Then he breaks it into pieces and makes it again."
Eine erschütternd wahre Feststellung, die bei näherer Überlegung ausgerechnet auf sehr viele der ganz großen Filmemacher am Offensichtlichsten zutrifft, was andererseits zwangsläufig bedeutet, dass es nicht immer schlecht sein muss, sich zu wiederholen.
Woody Allen's Filme kreisen immer wieder um dieselben Themengebiete in den immer selben gesellschaftlichen Schichten, und doch will der Gute es einfach nicht schaffen, so richtig langweilig zu werden.
Meine ganz bescheidene Behauptung: Er hat die niveauvolle Seifenoper nicht nur begründet, er hat sie weiterentwickelt und dem Zeitgeist angepasst. Seine Filme sind früher wie heute unterhaltsam und doch tut man sich schwer dabei, sie als seicht abzustempeln – denn das sind sie größtenteils (natürlich findet sich bei einem dermaßen hohen quantitativen künstlerischen Output wie Allen es vorweisen kann immer auch der ein oder andere Flop) auch nicht.
Ich behaupte sogar, Allen wird missverstanden und zweifle stark an seiner immer noch sehr oft einseitigen und undifferenzierten Proklamation als Komiker durch die Öffentlichkeit, denn: Lustig sind seine Filme eigentlich nur an der Oberfläche, im Kern verbirgt sich bei ihm ein zutiefst nihilistisch und resigniertes Bild in Bezug auf Zwischenmenschlichkeit und Beziehungen. Woody Allen, eine fleischgewordene Symbiose aus Charlie Chaplin und Ingmar Bergman. Oder so ähnlich.
Was ihn dabei so sympathisch macht: Er weiß – mit einer gehörigen Portion Selbstironie -, dass er sehr wohl keine seligmachende Lösung anzubieten hat, was mit ein Grund dafür sein könnte, dass er immer noch geradezu verbissen Filme dreht und einfach nicht müde wird – und es im Gegenzug weiterhin Spaß macht, ihm erheitert von oben zuzusehen und sich dabei einzureden, Allen meine immer nur die anderen.
Deshalb ist natürlich auch VICKY CRISTINA BARCELONA wieder ein bisschen Seifenoper, aber eben doch weitaus mehr als nur GZSZ, zuallermindest aber ganz bestimmt ein wirksames Mittel gegen Liebeskummer: Wenn es nicht die hier ergebnislos durchexerzierten zig verschiedenen Beziehungskonstellationen- und Muster an sich sind, die einem ein Lächeln der Ironie auf's Gesicht zaubern, dann doch zumindest ein Moment gegen Ende des Films, als Vicky heftig gestikulierend bemerkt: "Ihr seid doch alle gestört!" Denn das fühlt sich dann ein wenig so an, als würde Woody kopfschüttelnd, ja geradezu schuldbewusst, die Hände vor den Rumpf heben und uns sagen: "Ich drehe seit einem halben Jahrhundert Filme, habe nun wochenlang an diesem verdammten Drehbuch gearbeitet, aber, mein Gott, ich versteh's halt auch nicht!" Wenn selbst eine lebenserprobte, intellektuelle Größe seines Formats vor der komplizierten Einfachheit der Menschen resigniert, ist das doch irgendwie tröstlich.

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TheRubiCube

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ja, ja und nochmals ja! Wunderbar formuliert!


Jenny von T

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Oh, dankeschön! :-)


Rainfall

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Bewertung9.0Herausragend

Also ich finde diesen Film super.
Wie man jedoch aus den zahlreichen Kommentaren herauslesen kann,
ist er nicht für Jedermann. Viele übersehen
interessante Aussagen des Filmes und scheinen sich nicht
auf Atmosphäre und exzellentes Schauspiel einlassen zu können.
Wenn man dies aber kann, wird man wirklich Spaß an dem Film haben.

(Mich wundert es, wie wenig viele Leute über Filme nachdenken.
Wie kann man übersehen, dass Woody Allen (gerade wenn man ihn kennt) meiner Meinung nach eindeutig das Leben tausender Menschen kritisiert, welchen materielle Sicherheit und Vernunft über alles geht und dabei vergessen zu leben und ewig in einem oberflächlichen, langweiligen Leben gefangen sein werden. Ihr Glück selbstverschuldet versäumen, da der Mut fehlt etwas zu ändern und sich nicht trauen für ihr Glück zu leiden und darüber hinaus falschen Idealen hinterherrennen.
Es wird aber auch eine Alternative gezeigt, ein Extrem. Es ist das leidenschaftliche Leben des Künstlers Juan Antonio. Es ist ein (überspitzter) Kontrast zum konservativen Leben, aber es scheint auch nicht unbedingt DIE Lösung zu sein, denn DIE Lösung gibt es nicht. Vielleicht sollte man die Dreiecksbeziehung auch nicht allzu ernst nehmen. Woody Allen zeigt mit dem Film wie kompliziert das Leben und die Liebe sind. Es wird jedoch aufgefordert gerade deshalb mutig zu sein, die Dinge in die Hand zu nehmen und anders zu denken. Er kritisiert den Vernunftmenschen wie Vicky, aber auch die allzu sprunghafte Christina. Christina finde ich dabei sehr interessant. Mit ihr kommt die Krankheit vieler Menschen besonders zu Tage, nämlich (wie Marie Elena so schön sagte) die „chronische Unzufriedenheit“. Die Suche nach mehr und mehr, denn die Möglichkeiten sind riesig. Christina scheint mir jedoch allzu bestrebt nur etwas verkörpern zu wollen, was sie gerne wäre und was sie aufregend findet, aber nicht ist (solche Anspielungen dachte ich öfters zu bemerken).
Letztendlich bleibt das Ende offen, noch ein Unterschied zu 0815 Seifenopern. Es wird dem Betrachter überlassen sich seinen Teil zu denken, sich zu fragen, wer wohl glücklich werden wird und wie er selbst gehandelt hätte.

Ich denke der Film ist ein toller Denkanstoß für das eigene Leben. Er beschreibt das Spannungsfeld zwischen Vernunft und Leidenschaft, zwischen dem Mut etwas zu wagen und der Sicherheit alles beim Alten zu belassen, dabei wird aber auch gezeigt, dass man das „Alte“ nicht immer unterschätzen sollte (siehe chronische Unzufriedenheit). Der Film kritisiert aber auch das andauernde Streben nach materiellen Gütern. Er möchte desweiteren sagen, dass das Leben zu kurz ist um es aufgrund von Angst zu versäumen und dass man es auskosten sollte solange man kann.

Vielleicht übertreibe ich, aber ich könnte da so viel hineininterpretieren. Natürlich muss das nicht alles Intention gewesen sein, aber ist es nicht toll, was man aus dem Film alles herausholen kann, wenn man sich darauf einlässt?

Aber selbst wenn man nicht so übertrieben viel hineininterpretiert (:P), finde ich den Film extrem sehenswert, da er trotz der Thematik (welche wirklich nicht niederschmetternd ist) sehr viel Leichtigkeit versprüht. Es ist wie ein Kurzurlaub für 92 Minuten, vorallem wenn man sich von Atmosphären mitreißen lassen kann und sie gerne in sich aufsaugt. Auch die Erzählweise finde ich sehr erfrischend.)

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vanilla

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Bewertung5.5Geht so

schöne Aufnahmen, schöne Bilder, schöne Menschen, alles charmant, verführerisch und irgendwie gut. Jedoch ist die Story lahm und teilweise auch uninteressant. Man hat schon viel Besseres von Woody Allen gesehen. Dann finde ich Matchpoint um Längen besser. Wenn man nichts zu tun hat, kann man mal reinschauen, aber empfehlen würde ich diesen Film nicht.

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kinogaengerin

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Bewertung4.0Uninteressant

Die beiden Freundinnen Vicky und Cristina wollen den Sommer zusammen in Barcelona verbringen. Kurz nach ihrer Ankunft treffen sie auf den Maler Juan Antonio, der ihnen eine gänzlich neue Welt der Kunst und der Liebe eröffnet: "Seit dem Studium waren die beiden beste Freundinnen und hatten in den meisten Dingen den gleichen Geschmack und die gleiche Auffassung. Nur beim Thema Liebe hätten ihre Ansichten kaum unterschiedlicher sein können." Doch was will mir der Film am Ende eigentlich sagen? Dass ein Leben unter Liebenden nicht perfekt ist, ein Leben in einer unglücklichen Ehe aber auch nicht? 'Vicky Cristina Barcelona' ist absolut nicht mein Film gewesen, was ich mir aber schon vorher gedacht habe, somit schließe ich meine Woody Allen Werkschau vorerst mit einem sehr unglücklich gewählten Streifen ab. Aber immerhin überzeugt der Cast beinahe durchweg, allen voran für mich sehr überraschend Penélope Cruz als ausgeflippte Ex-Frau...

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bobo-lemon

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Bewertung4.5Uninteressant

Was sich bei GZSZ über 500 Folgen hinziehen würde, packt Woody Allen in den zeitlichen Rahmen eines Sommers, oder auch in 96 wahnsinnig langweilige Minuten. Barcelona ist schön, aber leider wird hier nur wild durcheinander gevögelt. Keine der Figuren scheint über so etwas wie inneren Stolz, geschweige denn echte Gefühle zu verfügen und so war es mir auch relativ egal, wohin sich diese ménage à quatre entwickelt. Außer einem entspannten spanischen Sommer-feeling und Lust auf Tapas, hat mir Allen mit seinem Film leider nichts näher gebracht - einfach seltsam belanglos.

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bobo-lemon

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Kann ich mir gut vorstellen. Im Urlaub würde ich auch einfach alles gefällig abnicken, hehe.


TheCineast

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"einfach seltsam belanglos." - Ohja!



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