Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009), DE Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.09.2009
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18 Kommentare
Keine
von Margarethe von Trotta, mit Barbara Sukowa und Heino Ferch
Hildegard von Bingen (ca. 1098 – 1179) gehört zu den bedeutendsten und faszinierendsten Frauenfiguren des Mittelalters. Sie war Äbtissin, Seherin, Heilkundige und Komponistin. Eine sehr engagierte, dem Leben zugewandte Frau, deren Ideen und Gedanken von zeitloser Strahlkraft sind. Ihre Visionen wurden von Papst Eugen III anerkannt und Kaiser Friedrich Barbarossa hörte auf ihren Rat. Ihre Kräuter- und Heilkunde ist heute populärer denn je und ihre Kompositionen, die eine wichtige Rolle im Film übernehmen werden, erleben seit Jahren eine lebhafte Renaissance.
Handlung
Seit ihrem achten Lebensjahr wächst die aus adliger Familie stammende Hildegard im Benediktinerkloster Disibodenberg auf. Im Kloster – ein Ort des Schweigens, des Gebets und des Gehorsams – hält der strenge Abt Kuno (p:28364) das Zepter fest in der Hand und übergibt Hildegard an ihre Mentorin Jutta von Sponheim (Mareile Blendl). Diese fördert nicht nur Hildegards musikalische Begabung, sondern gibt ihr auch das eigene Wissen weiter.
Ihre immer wieder in den Alltag einbrechenden religiösen Visionen behält Hildegard (Barbara Sukowa) jahrelang für sich, aus Sorge, man würde ihr nicht glauben. Nach dem Tod ihrer Mentorin ermutigt der Benediktinermönch Volmar (Heino Ferch) sie zur Veröffentlichung ihrer Visionen und Hildegard erhält dazu schließlich die Erlaubnis der Kirche. In ihrem Kampf um ihren eigenen Weg innerhalb der Glaubensgesellschaft, gründet Hildegard von Bingen allen Widerständen zum Trotz im Jahr 1150 das Frauenkloster Rupertsberg in der Nähe von Bingen am Rhein.
Sie wirkt als Äbtissin und Heilkundige, sie komponiert und schreibt ihre bis heute berühmten Bücher nieder. Mit ihrem Erfolg und ihrer Strahlkraft löst Hildegard heftigen Widerstand in der Kirche aus und gerät selbst in eine tiefe, beinahe tödliche Krise, als ihre geliebte Schülerin Richardis von Stade in ein weit entferntes Kloster berufen wird und sie verlässt. Aber Hildegard ist eine Kämpferin, die weiß, dass ihr Werk noch nicht vollendet ist – und längst reicht ihr Ruf weit über die Klostermauern hinaus.
Weiterführende Informationen
Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen auf moviepilot.de
Pressespiegel – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen auf film-zeit.de
Trailer – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen auf moviepilot.de
Trailer – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen auf film-zeit.de
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Cast & Crew
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Margarethe von Trotta
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Barbara Sukowa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hildegard von Bingen
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Heino Ferch
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Hannah Herzsprung
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richardis von Stade
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Alexander Held
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Abt Kuno
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Gerald Alexander Held
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Abt Kuno
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Lena Stolze
Regie
Schauspieler
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Sunnyi Melles
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richardis’ Mutter
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Paula Kalenberg
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Annemarie Düringer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tengwich
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Devid Striesow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Friedrich Barbarossa
-
Tristan Seith
-
Vera Lippisch
-
Mareile Blendl
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jutta von Sponheim
- Genre
- Biopic
- Zeit
- 12. Jahrhundert, Mittelalter
- Ort
- Deutschland
- Handlung
- Autoritäre Erziehung, Buch, Fanatiker, Frömmigkeit, Gebet, Gottheit, Göttliche Intervention, Handeln und Wille, Kirche, Kloster, Kultstätte, Meditation, Mentor, Musik, Märtyrer, Mönch, Nonne, Philosophie, Visionen, Widerstand
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
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Kritiken (5) — Film: Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenVision hätte ein guter Film werden können. Es ist sehr bedauerlich, dass man sich anfangs nicht die Zeit genommen hat, auf die Entwicklung der Hildegard als Mädchen zur heranreifenden Frau/Musikerin/Heilkundlerin einzugehen und somit diesen Aspekt genügend zu würdigen. So bleibt unterm Strich ein routiniert gefilmtes Werk mit guten darstellerischen Leistungen und einem interessanten und kritischen Blick auf die mystische Figur.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenAuch heute noch ist die im 12. Jahrhundert wirkende Hildegard von Bingen allen, die sich mit Naturheilkunde beschäftigen, ein Begriff. Zumal die Äbtissin selbst für heutige Verhältnisse noch als durchaus moderne und unangepasste Frau durchgeht. Die Filmemacherin Margarete von Trotta hat nun Ausschnitte aus dem Leben der Hildegard von Bingen auf die große Leinwand gebracht. In von Trottas Filmografie finden sich immer wieder Filme, die von starken Frauenfiguren bevölkert werden. Wie schon in „Die bleierne Zeit“ und „Rosa Luxemburg“ kommt es hier nun erneut zu einer Zusammenarbeit mit Barbara Sukowa, die die Rolle der Titelheldin übernommen hat und sie mit Hingabe verkörpert.
Von Trotta zeichnet Hildegard von Bingen als kämpferische und den aufkommenden Wissenschaften gegenüber aufgeschlossene Frau, die auch vor den durchweg männlichen Würdenträgern der Kirche wenig Respekt zeigt, wenn es darum geht, ihre eigenen Ziele zu verwirklichen. So muss sie zuerst einen…
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenVon Trotta präsentiert die Titelheldin als starke Frau, deren Wirkung in der mittelalterlichen Männerwelt bis heute beeindruckt. Der Gefahr, sie als Ikone zu stilisieren, entgeht der Film trotz der Bemühung um Realismus nicht ganz. Insgesamt mag diese Inszenierung etwas bieder erscheinen. Dennoch eignet sich der Film als Einführung in mittelalterliche Denk- und Lebensweisen. Jene Zeit, in der der Glaube die Menschen einte, sich auch das politische Leben in Klöstern konzentrierte und die Kirche das alleinige Bildungsmonopol besaß, wirkt heute sehr fern und darum interessant.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Vision" ist am interessantesten, solange dieser fromme Machtkampf lodert, da demonstriert der Film Fokus und Erkenntnisinteresse. Sobald er die Klostermauern sprengt, zerfällt er in Episoden, die mehr oder minder abgehakt werden. So fehlt von der Regisseurin letztlich eine klare Vision ihrer Protagonistin; stattdessen wirft sie uns viele Hildegard-Häppchen hin. Genau vor der Erklärung dieser historischen Figur durch ihren absoluten Gottesglauben, schreckt "Visionen" zurück, weil dies nicht der Glauben der Margarethe von Trotta und schon gar nicht der ihrer Geldgeber ist.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenUm 1106 im Rheinland-Pfälzischen. Die große Macht der katholischen Kirche dominiert das Leben in ganz Europa. Hildegard ist gerade acht Jahre alt, da überantworten ihre Eltern sie schon dem Benediktinerkloster Disibodenberg. Beten, arbeiten, verzichten, schweigen und fasten muss sie von nun an. Doch ist ihr immerhin Jutta von Sponheim eine liebevolle Mentorin.
Welch grausame Entdeckung aber, als Jutta stirbt: Ein Dornengürtel umschließt ihren Unterleib. Auf diese Weise kasteite sie sich geradezu selbstmörderisch zu Tode. Von solch masochistischen Glaubensgrundsätzen grenzt sich Hildegard, die Sponheims Nachfolgerin als Äbtissin wird, ab. Erst muss die Seele gesunden, dann kann der Körper folgen, so lautet ihr Credo. Fortan erlangt Hildegard durch geschicktes Taktieren auch für sich und die Nonnen ein Stückweit Unabhängigkei. Es ist ein steiniger Weg, bei dem sie schwere Kämpfe mit den Kirchenoberen austragen muss. Einige Freunde helfen ihr dabei. Mönch Volmar (Heino…
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Kommentare (13) — Film: Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Kommentar schreibenRipley1 2012/04/18 20:53:41
Kommentar löschenEin Film über eine historische Persönlichkeit, die zwar zur (Heiligen-) Legende geworden ist, über die man aber wenig gesichertes Wissen besitzt, erfordert eine dezidierte künstlerische Entscheidung.
Margarethe von Trotta erörtert keine Glaubensfragen, befasst sich nicht mit dem Problem der Glaubwürdigkeit von Hildegards "Visionen" (die nach heutiger Auffassung auch eine Nebenwirkung von Migräneanfällen sein könnten), erst recht bedient sie nicht den Esoterik-Markt, der um Hildegards Kräuterkunde wuchert. Auch illustriert sie nicht die Mittelalter-Klischees a la "Der Name der Rose".
Trottas Interesse gilt einer Frau, die in einer ganz und gar männlich dominierten Kirche ihren eigenen Weg findet und durchsetzt. Dabei wird Hildegard keinesfalls verklärt oder stilisiert, sondern lebensnah mit vielen inneren und äußeren Konflikten und Widersprüchlichkeiten dargestellt. Ihre "Vision" oder "Prophetie" liegt dabei in ihrer überraschenden Modernität. Sie ist ein frühes Beispiel für weibliches Selbstbewusstsein und Individualität, und es ist ein Verdienst vor allem der Hauptdarstellerin, den inneren Menschen für den Zuschauer spürbar zu machen.
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Rukus 2012/04/11 06:39:48
Kommentar löschenSieht man von religiös-spirituellen und eher profanen Verehrungen ab, ist der wahrscheinlichste Anlass, diesen Film zu sehen, wohl historisches Interesse. Eben dies ist mein Anreiz gewesen. Dass Hildegard von Bingen eine Heilige ist und z.B. aus feministischer Sicht eine interessante Persönlichkeit darstellt, steht für mich deutlich im Hintergrund.
Hildegard von Bingen war zweifelsohne eine herausragende Persönlichkeit, deren Wirken auch heute noch von Bedeutung ist. Sie war unglaublich vielfältig, visionär und revolutionär. Wenn man ihr Leben adäquat verfilmen wollte, müsste man deutlich mehr als die knapp zwei Stunden aufwenden, die dieser Film dauert. Doch sowas ist leider schwer zu vermitteln und umzusetzen. Es wird ein Fokus auf die Visionen gelegt, oder zumindest wird dies versucht. Es mag ein wenig plump wirken, wie ihre Visionen absichtlich oder unbewusst von ihr genutzt werden, um ihre Ziele zu verwirklichen. In gewissen Szenen teile ich diese Einschätzung. Nichtsdestotrotz ist es ein ganz reizvolles Mittel im Film. Andere Aspekte ihres Wirkens werden offenbart, aber oft nur angerissen, was ich persönlich sehr bedaure. Der Fokus auf ihre Visionen und Auflehnung ist zwar nicht uninteressant, aber mich hätten die anderen Bereiche, wie Heilkunst und Kräuterkunde, aber auch Philosophie und Musik mehr interessiert. Das kreative Schaffen, will ich es nennen. Dazu zählt auch die Klostergründung und der Aufbau desselben. Doch der Fokus liegt auf ihrem Rebellentum und den Machtspielen auf politischer und klerikaler Ebene. Das ist interessant, durchaus, aber das große Werk steht hinten an. Eine weltlichere Verfilmung wäre wünschenswert, denn die Szenen, die eben diese innovative Seite zeigen, sind gut und würden Hildegard von Bingen in meinen Augen besser repräsentieren. Dass die Visionen vermutlich auf ein Augenleiden zurückzuführen waren, spielt dabei übrigens keine Rolle für mich.
Der Film ist, wie er vorliegt, nicht schlecht, auch wenn ich eine andere Ausrichtung deutlich bevorzugen würde. Das Musikspiel mit der anschliessenden Szene finde ich sehr gelungen. Das Spiel von Sukowa, Ferch und auch Herzsprung empfinde ich als ansprechend und angemessen, es passt. An der Ausstattung kann ich nichts aussetzen, bis auf die Tatsache, dass die Bauszenen des Klosters etwas befremdlich wirken, irgendwie klein. Und dass die Mauern des neuen Klosters schon so verwittert sind, ist auch seltsam. Die Inszenierung ist insgesamt okay, mit ein paar Ausreissern nach oben und unten, mehr aber auch nicht. Vor allem die Zeitfortschritte sind nicht immer gelungen. Vor allem aber fehlt hier eine intensivere Betrachtung der Entwicklung Hildegards. Die Einstiegsszene, knapp hundert Jahre vor ihrer Geburt macht für mich auch wenig Sinn und der Teil mit der Abberufung von Richardis wirkt irgendwie etwas wirr. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war der Einblick in die Verbindungen zwischen sekularer und monastischer Welt und dem Leben in letzterer, auch wenn, oder vielleicht gerade weil die ganzen Rituale nicht so im Vordergrund standen. Dass Hildegard von Bingen die Gebetszeiten reduziert hat, was wohl deutlich der Lernzeit zu Gute kam, kommt dabei leider nicht so rüber.
Wer an mittelalterlichen Themen abseits der großen Schlachten und ritterlichen Tugendtaten interessiert ist, kann sich den Film durchaus ansehen. Als Biographie der Hildegard von Bingen ist der Film jedoch nur bedingt geeignet, da vieles nur angeschnitten, aber nicht ausführlicher behandelt wird. Wer sich für sie interessiert, macht mit dem Film nichts falsch, sollte aber vielleicht vorgewarnt sein.
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Schloøpselcki 2011/05/10 00:30:12
Kommentar löschenIch kenne mich zu wenig mit Hildegard von Bingen aus, um bewerten zu können, ob der Film ein ihr gerecht werdendes Portrait zeichnet, allerdings hat mich Barbara Sukowa nicht wirklich überzeugt: Sobald irgendetwas nicht nach Hildegards oder Gottes Willen (huch das überschneidet sich ja) läuft, wirft sie sich darnieder und fiebert dem sicheren Tod entgegen - wenn dann aber plötzlich doch wieder alles in Hildes Wunschbahnen verläuft, ist die Kranke im Nu geheilt. Großartig. Mag am Drehbuch liegen, aber mich hats genervt.
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Mokba 2010/05/09 13:59:36
Kommentar löschenMargarete von Trotta ist hier mit wenigen Mitteln ein stilsicheres Meisterwerk gelungen. Authentisch und ruhig vermittelt sie uns das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen. Allerdings wird man hier vergeblich auf den Schwert schwingenden Ritter warten, der die armen Frauen rettet und blutige Schlachten schlägt, wie es ja in den Mittelalterfilmen der vergangenen Jahre üblich war. Hier geht es um Spiritualität und sowas wird in leisen Tönen erzählt, nicht gebrüllt. "Mann" sollte so etwas auch nicht erwarten und sich lieber vorher informieren, denn Frau Trotta tickt sehr weiblich, nicht männlich.
Von der Besetzung der Hildegard war ich allerdings enttäuscht, sie kommt doch sehr gestelzt daher und wird von einem Heino Ferch mit coolem Understatement mit links an die Wand gespielt. Hier hätte ich mir eine sorgfältigere Auswahl gewünscht.
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greenkeeper 2009/11/08 00:41:16
Kommentar löschenDas kleine Fernsehspiel hinter Klostermauern. Barbara Sukowa spielt, nein ist Hildegard von Bingen, so wie sie sich ins Zeug legt. Aus meiner Sicht einer der wenigen Gründe sich diesen Film im Kino anzusehen, der Soundtrack wäre ein weiterer.
Die Handlung spielt sich fast nur im Kloster ab, ein außerhalb des Klosters gibt es in diesem Film nur dann wenn irgendwo im Wald ein neues Kloster gegründet werden soll. Keine Städte, keine Märkte, kein Leben das außerhalb existiert, von ein paar hohlwangigen Adligen auf Besuch mal abgesehen. Interessante historische Persönlichkeiten wie der Erfinder des 2. Kreuzzugs Bernhard von Clairvaux oder Kaiser Barbarossa, Teilnehmer am 3. Kreuzzug, werden mal eben im Vorbeigehen abgehakt und am Ende reitet Hildegard samt holden Begleiter von dannen in der Absicht sich nun auch mal unters Volk zu begeben.
Auch von ihrer Jugend erfahren wir nichts, 30 Jahre werden gleich am Anfang mir nichts dir nichts übersprungen, damit ihre Zeit der Visionen ja nicht zu kurz kommt. Wenigstens bekommen wir einiges von ihrem Seelenleben mit und sehen wie sie die zur Verfügung stehenden beschränkten Mittel dieser Zeit für ihre Zwecke clever und zielstrebig zu nutzen weiß. Der Glaube bleibt dabei für den Zuschauer irgendwie auf der Strecke.
Im Vergleich zur "Päpstin" sicher das bessere Theaterstück, auf keinen Fall aber der bessere Kinofilm. *schnarch*
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MaTn 2009/10/24 21:17:33
Kommentar löschenIch bin kein Hildegard-von-Bingen-Spezialist, aber dieses Portrait scheint mir nicht gelungen. Ich hatte das Gefühl, mir fehlt wohl die religiöse Verzückung um den Film geniessen zu können - und ich würde mich nichtmal als Atheist bezeichnen.
Ich sah eine verwirrte Nonne, die glaubt, Botschaften von Gott zu empfangen und durch das positive Feedback ihrer Zeitgenossen immer weiter abhebt. Bei aufkommendem Zweifel oder Kritik an ihr und ihren Visionen klappt sie jedoch zusammen und versinkt in Selbstmitleid. Bis die nächste Vision ihr wieder Kraft gibt.
Mach Dich mal locker, Hilde.
Für die anderen Figuren gilt das gleiche: allesamt Bretter vor'm Kopf. Wenn die Menschen des Mittelalters wirklich so waren, waren sie auch selber Schuld an der Trostlosigkeit, die sie umgab.
Es liegt mir fern, mich über religiöse Gefühle lustig zu machen und ich kenne durchaus Leute, die den Film mögen und denen ich trozdem einen guten Filmgeschmack zutraue ;-)
Aber auf mich wirkte er einfach langweilig und irgendwie ... konstruiert.
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Kris 2009/10/25 09:56:19
Antwort löschen"Leute, die den Film mögen und denen ich trozdem einen guten Filmgeschmack zutraue" - damit kann nur ich gemeint sein!
MaTn 2009/10/25 11:21:41
Antwort löschenGenau ;-)
MaTn 2009/11/01 14:38:12
Antwort löschenGerne jeder, der sich angesprochen fühlt ;-)
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Kris 2009/11/01 22:38:49
Antwort löschen@ Ortege Lorre: Es scheint als seien wir da ganz allein!
MaTn 2009/11/02 00:06:45
Antwort löschenAlso meinen Segen habt Ihr ;-)
maniacmonkey 2009/10/17 18:31:51
Kommentar löschenEinen halben Punkt für mein verschwommenes Selbst im Hintergrund. Ansonsten... bääh.
Wieso zum Teufel hatte ich eine Vorraussage von 9????
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crazyape 2009/10/18 07:16:31
Antwort löschenhattest du nicht mal was erwähnt von einem versuch deine meinungen immer zu begründen?
maniacmonkey 2009/10/18 14:49:36
Antwort löschenist dir nicht aufgefallen, dass ich schon seit längerer zeit keine kommentare mehr geschrieben habe? und zwar aus dem einfach grund, dass ich kein bock hab mir andauernd ne gut begründete meinung bilden zu müssen, ich finde langsam geht mir der spaß an filmen flöten vor lauter meinung. ich will filme wieder lieben und hassen dürfen ohne dass ich rechtfertigen muss, wieso.
crazyape 2009/10/18 15:03:57
Antwort löschendu wolltest deine meinung immer begründen.keiner zwingt dich dazu. lieb deine filme. hass deine filme. mach einfach. mir doch egal. (=
maniacmonkey 2009/10/18 15:07:07
Antwort löschenalles klar
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nurleben 2009/10/26 20:52:44
Antwort löschenpah, ich begründe meine kommentare auch nur, wenn ich grad bock drauf hab :)
crazyape 2009/11/01 11:13:52
Antwort löschenoder grausam...oder genial :D
Amalthea 2009/10/14 14:17:21
Kommentar löschenHm, nein, das bewegt mich nicht. In keinster Weise. Weder die Geschichte (bzw. wie sie erzählt ist), noch die Kostüme, und am allerwenigsten diese unsägliche Verschauspielerung. Die Langeweile konnte sich nur dadurch nicht perfekt entfalten, weil die Beziehung zwischen der Hauptfigur und ihrer "Tochter" menschlich einigermaßen spannend ist. Dieses Inquisitionstribunal! Also bitte. Die sahen aus wie eine Heavy-Metal-Band (nichts gegen Heavy-Metal-Bands...), und spielten auch so, als hätten sie im wahren Leben ganz andere Talente. Die "Visionen" (schreib mal ein Buch, Hildegard...), Charakter der Hauptfigur und Verortung in der (Kultur-)Geschichte blieben wackelig und unprofiliert. Da ist ja mal ne Vorhersage in die Hose gegangen... von wegen 10 Punkte!
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Kris 2009/10/14 19:40:08
Antwort löschenIch vermute, "Inquisitionstribunal" soll mehr eine bildliche Umschreibung als eine tatsächliche Bezeichnung für die Herren sein...
Amalthea 2009/10/16 09:09:58
Antwort löschenDanke Kris. Aber gut aufgepasst, Ortega Lorre ;-)
Kris 2009/10/16 14:00:59
Antwort löschenUnd übrigens: Sie HAT ja ein Buch geschrieben, mehrere sogar und gehörte damit zu den sehr wenigen Frauen, die das damals tun konnten!
Amalthea 2009/10/16 14:35:34
Antwort löschenich sach ja auch nicht, dass diese Person nicht toll war. Nur der Film ist es absolut nicht
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Kris 2009/10/16 17:10:59
Antwort löschenNa dann schreib doch mal'n Buch!
MaTn 2009/10/24 21:04:07
Antwort löschenNennen wir die HipHop-Band doch einfach "Battle-Mönche" ...
Kris 2009/10/14 10:14:36
Kommentar löschenEin sehr ruhiger Film. Hildegard von Bingen wird als mutige, aber durchaus nicht perfekte Frau dargestellt. Ob sie verrückt war, nur vorgab, göttliche Visionen zu haben oder wirklich an ihre Hellsichtigkeit glaubte, lässt der Film interessanterweise offen.
Er zeigt eine Frau, die es auf ungewöhnliche Weise schafft, sich in in einer von Männern regierten Welt durchzusetzen. Aber hat sie das erst einmal geschafft, besteht sie auf die Erfüllung ihrer Wünsche wie ein bockiges Kind und setzt dabei ihre vermeintliche Gabe gezielt als Mittel ein, um zu bekommen, was sie will. Die Männer sind hier ganz klar als engstirnige Unterdrücker dargestellt, aber nicht alle. Und auch unter ihren Mitschwestern hat Hildegard Feindinnen. Am meisten hat sie immer wieder mit einer menschlichen Regung zu kämpfen: Neid. Sie ist keine rein gutmütige, sich aufopfernde Heldin, was den Film angenehm von anderen Biopics unterscheidet.
Die Schauspieler tragen alle ein wenig zu dick auf, was aber bei einem Film, der ohne spektakuläre Schauwerte, ohne Liebesgeschichte und mit dieser ruhigen Erzählweise vielleicht nicht verwundern sollte. Es hat etwas Theaterhaftes.
Der Film verbreitet eine kühle, nüchterne Atmosphäre, die nur von ihren Figuren erwärmt wird und wartet mit einem überraschend originellen Ende auf.
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annaberlin 2009/10/06 17:07:41
Kommentar löschenholla die waldfee. 10 punkte vorhersage? für einen film, den ich mir gar nicht anschauen wollte? da werde ich stutzig und gehe vielleicht doch ins kino?
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DoM 2009/10/01 14:42:58
Kommentar löschenAnspruchsvoll-schwere und langatmige aber hervorragend inszenierte Kost ueber eine starke Frau, die sich in der Hochzeit der Kirche durchzusetzen wusste und von Barbara Sukowa nicht besser gespielt werden konnte.
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lucie 2009/09/26 18:10:55
Kommentar löschenFür kurze Zeit wurde ich ins Mittelalter geholt, obwohl es sicher nicht annähernd so war wie aufgezeichnet. Doch es wurde sehr deutlich wie diese eigentlich doch kränkliche Frau in ihrer Stärke ihrer Zeit um Lichtjahre voraus war. Ihre gute Bildung verhinderte, dass sie von Männern klein gehalten wurde. Wir Töchter von Alice Schwarzerr können dies nur ehrwürdig anerkennen.
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JoeShoe 2009/09/01 14:43:41
Kommentar löschenIch war positiv überrascht. Diese Hildegard von Bingen war offenbar mehr als eine esoterische Kräuterhexe, die ein paar Lieder schrieb. Margarethe von Trotta gelingt es, einen für anderthalb Stunden ins Mittelalter zu entführen.
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