Visitor Q
Visitor Q (2001), JP Laufzeit 84 Minuten, FSK 18, Komödie, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 06.09.2001
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191 Bewertungen
13 Kommentare
Keine
von Takashi Miike, mit Kenichi Endo und Fujiko
Die digitale Horrorutopie “Visitor Q” zeigt uns die Familie im Endstadium: Die Mutter fixt, der Vater entdeckt seine nekrophilen Neigungen, der Sohn schwebt autistisch im sadomasochistischen Nirvana und die Tochter schläft mit jedem, der ihr Geld gibt. Eingerahmt in Blut, Muttermilch und Exkrementen schwelgt Regisseur Takashi Miike hemmungslos voyeuristisch in einer sozialen Apokalypse, die sich bei genauer Betrachtung als Ansammlung realer Zustände entpuppt. Das Grauen liegt nicht im Detail, sondern in uns.
Mehr Bilder (5) und Videos (1) zu Visitor Q
Cast & Crew
-
Takashi Miike
-
Kenichi Endo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kiyoshi Yamazaki
-
Fujiko
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miki Yamazaki
-
Shungiku Uchida
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Keiko Yamazaki
-
Kazushi Watanabe
-
Shoko Nakahara
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Asako Murato
Regie
Schauspieler
-
Itaru Era
- Genre
- Schwarze Komödie, Satire, Horrorfilm, Erotikthriller, Erotikkomödie
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Japan
- Handlung
- Affäre, Beziehungsstress, Brandanschlag, Dysfunktionale Familie, Ehekrise, Ehepaar, Eltern-Kinder-Beziehung, Familienalltag, Familienkonflikte, Familienzusammenführung, Fernsehen, Fernsehquote, Fernsehsender , Feuerwerk, Fremder, Gesellschaftskritik, Hänselei, Inzest, Japaner, Jugendkriminalität, Kultfilm, MTV, Medien, Messer, Mobbing, Muttermilch, Nachrichtensendung, Nekrophilie, Persönlichkeitsstörung, Sexualverbrechen, Sexuelle Begierde, Sexuelle Nötigung, Sexueller Missbrauch, Sodomie, Treibhaus, Unfalltod, Vater-Sohn-Beziehung, Vergewaltigung, Versehentlicher Mord
- Stimmung
- Aufregend, Eigenwillig, Gruselig, Hart, Verstörend, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Visitor Q
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Kritiken (1) — Film: Visitor Q
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Form ist der Schlüssel zum Film und, für einen Großteil des Werkes Miikes, Methode. Budgetbedingt auf Digitalkamera gedreht und durch die Inszenierung dokumentarisch angelegt, wirkt der Film wie eine Bestandsaufnahme des Scheiterns einer Gesellschaft. Doch, ebenso wie diese Dokumentaraufnahmen von den Investigationen des Familienvaters (Miike-Schauspieler Kenichi Endô) im Film gespiegelt und zu einem Rahmen verwandelt werden, so werden die überzeichneten Formen des Scheiterns dieser Gesellschaft zur bunten Verpackung einer Studie des Wechselspiels zwischen der Identität der Charaktere als Individuum und als Familienmitglied....
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (12) — Film: Visitor Q
Kommentar schreibenVisitorQ 2012/03/23 21:08:58
Kommentar löschenNicht unwahrscheinlich, dass VisitorQ mein Lieblingsfilm von Miike ist... Aber auch nur vielleicht. ;-) Unglaublich bizarr und so witzig. Muss man gesehen haben.
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Bartel aka Faniel Dranz 2011/12/13 12:00:32
Kommentar löschenMiikes Bester. War zu seiner Zeit wirklich eine Grenzerfahrung...traurigerweise gehört diese Form von Tabubruch und Darstellung der Extreme heutzutage anscheinend zum Standard zumindest was die Genreproduktionen betrifft. Nichtsdestotrotz:
Wer sich dem Besucher absolut unvoreingenommen und ohne eine Vorahnung ausliefert darf sich auf einen geschmacklosen Kulturschock der etwas anderen Art gefasst machen!
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Jenny von T 2011/08/29 19:37:31
Kommentar löschenDiesen Film empfindet man je nach Gemüt entweder als kompletten nonsense, unglaublich verstörend - oder urkomisch. Bei mir ist die wohl bedenklichste Reaktion eingetreten, nämlich Option 3. Dass "Visitor Q" auf all diesen gennanten Ebenen wirken kann, spricht bereits für Miike - neben der Tatsache, dass ich die absolute Tabulosigkeit dieses Regisseurs liebe.
Die unglaublich grotesk-übertriebene Darstellung sowie das stellenweise overacting deuten an, dass der Film sich einerseits selbst nicht ernst nimmt ( - gnadenlos wird hier das Leben einer absolut kranken Familie geschildert, deren Mitglieder ausgerechnet dann zueinanderfinden, als man eben gemeinsam noch eine Stufe tiefer geht - ), gerade dadurch aber als im Kern eben doch gehaltvolle Satire gewürdigt werden muss.
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SpiceWeasel 2011/08/30 17:08:14
Antwort löschenich fühl bei dem Film immer alle drei Optionen gleichzeitig! =)
Acry 2011/08/18 18:32:45
Kommentar löschenEine gelungene Gesellschaftssatire. Gewalt und schon ansatzweise pornografische Szenen wurden gut in ein Familiendrama eingebettet, das, trotz einigen komödiantischen Elemente, in sich stimmig bleibt und dank seiner 84 Minuten alles ohne großes Gerede auf dem Punkt bringt.
Sehr gut hat mir auch die nicht zu übersehende Kritik an den Medien gefallen. Miike treibt das Ganze natürlich schon fast ins Groteske, als der Familienvater z.B. die Erniedrigungen an seinem Sohn durch Mitschüler filmt, ohne einzugreifen und später selbst beim Vergewaltigen und Töten einer Frau gefilmt wird. Wenn das mal nicht “real” ist. Realer than real sogar. Aber genau das wollen die verdummten Zuschauer von heute ja sehen. Sie wollen Menschen aus der Unterschicht, die nicht mir ihrem Leben klar kommen, Opfer, Gewalt, Sex. Genau das hat der Vater gut erkannt und ist sich selbst nicht zu schade, um in einem solchen Format eine Hauptrolle einzunehmen und seine Familie ungefragt als Protagonisten zu benutzen.
Hier sieht man nach diesen doch recht schockierenden Ereignissen jedoch keinen der Familie scheitern - im Gegenteil. Durch einen mysteriösen Besucher, der sich einfach aus dem Nichts bei der Familie einquartiert, finden die Familienmitglieder wieder zu sich selbst. Wie herrlich war es anzusehen, dass Mutter und Vater beim Zerschnippeln einer Leiche wieder zusammen kommen und sich wieder gegenseitig zu schätzen lernen. Und dass die Tochter erst durch ein paar Schläge ins Gesicht begreift, dass sie viel mehr aus ihrem Leben machen sollte. Der Sohn wird mit Hilfe seiner Eltern endlich von seinen Peinigern befreit, wenn dies auch nicht auf die sanfteste Art und Weise geschieht. Das Highlight der Erlösungen ist jedoch die Mutter, die ihren ganzen aufgestauten Kummer, ihre Verzweiflung und ihre Wut mit Hilfe ihrer Brüste aus sich rausspritzt und sofort ausgeglichener und gelassener wird.
In Visitor Q steht nicht die Gewalt an sich im Vordergrund und auch ist es so gesehen keine sinnlose, voyeuristische Gewalt; vielmehr wird hier gezeigt, was die Gewalt in den jeweiligen Personen auslöst und wie sie damit umgehen. Des weitern wird die Gewalt oft absichtlich ins Absurde gezogen. Der Vater bleibt beispielsweise nach dem Sex mit einer Leiche in letzterer stecken. Daraufhin hilft ihm seine Frau eifrig, ihn dort unversehrt hinaus zu manövrieren.
Der unbekannte Besucher ist im Grunde eine Art unkonventioneller Sozialarbeiter, der es –zugegeben- mit etwas fragwürdigen Mitteln schafft, die Familie wieder zusammen zu führen.
Fazit: Übertrieben, grotesk und doch irgendwie zu ehrlich, um den Film als unnötig zu deklarieren.
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momopipi 2011/06/17 04:19:01
Kommentar löschenEiner der besseren Filme von Miike. Tabulos, sozialkritisch und irgendwie doch noch humorvoll. Leider etwas zu kurz...
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Glühbirne 2011/03/20 14:17:35
Kommentar löschenEkelhaft, wahnsinnig, emotionslos, und doch ein fesselnder Film. Trotz oder gerade wegen der Handkamera schafft es der Film, den Zuseher direkt ins voyeuristische Chaos hineinzuziehen, die Aufnahmen sind beim genaueren Hinschauen exzellent gewählt. Takashi Miike schickt uns von einem Tabubruch zum nächsten, oft an der Grenze des guten Geschmacks und gegen Ende entwickelt der Film sogar tiefschwarzen Humor...
Der Film hat mich sehr hin und hergerissen. Mal fasziniert von grandiosen Aufnahmen und Ideen, dann wieder verstört von Szenen, die rein zum Tabubruch verwendet wurden. Eines muss man Takashi Miike aber lassen- Er zeigt dem Zuseher Dinge, die er in sonst keinem Film zu sehen bekommt und das ist für mich ein wichtiges Kriterium, was Filme betrifft.
Alles in Allem bekommt der Film von mir keine Wertung, ich möchte ihn aber aufgeschlossenen Kinogängern empfehlen...
Mfg Glühbirne
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Schlegel 2011/03/05 14:42:42
Kommentar löschenIm Grunde ein Remake von Pasolinis "Teorema", doch während das italienische Original seine Versuchsanordnung kunstsinnig durchexerziert, holt Miike den Camcorder raus und haut uns Tabubrüche und Exkremente um die Ohren. Mir wars zuviel diesmal, und ehrlich gesagt bin ich ziemlich ratlos.
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Tomatensoßenkerl 2010/12/25 19:07:26
Kommentar löschenFrüher sagte man: Die Feder ist mächtiger als das Schwert. Dies mag vielleicht stimmen, Fakt ist Heute aber auch: Die mächtigste Waffe des modernen Menschen, ist die Videokamera!
Der Film ist ein ganz, ganz ganz heftiger Schlag ins Gesicht des Zuschauers!
Und wer sich an all die Saalfranks und Osbournes erinnert, der weiß, dass die offen zur Schau gestellte Perversion und Verkommenheit des ehemaligen Grundpfeilers der Gesellschaft, der Institution Familie keine Fiktion des Herren Miike ist. Sie ist Real und sie ist "Wunderschön"!
„Ich habe gesehen wie mein Sohn zusammengeschlagen wurde. Das hat mir dabei geholfen meine väterlichen Gefühle zu ergründen. Ich habe nie gewusst was ich wirklich fühle. Aber jetzt habe ich es endlich verstanden. Es war weder Wut noch Trauen … Ich wollte Sex haben!“ (Kenichi Endo als Kiyoshi Yamazaki in Visitor Q)
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BurakkuEmparaa 2010/12/01 18:54:11
Kommentar löschenVielleicht habe ich einen völlig kranken Humor, aber meiner Meinung nach ist das einer der lustigsten Filme aller Zeiten. Nicht ganz so amüsant wie Gozu, aber fast. Alleine die Szene, in der der Sohn in der Milch ausrutscht und der Visitor mit einem Regenschirm davor sitzt, ist doch absolut grandios.
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matzzze 2011/02/13 12:34:27
Antwort löschenIch gebe dir absolut recht! Der Film ist das Gegenteil von "political correctness" und man kann sich wegwerfen vor lachen. Ich habe mich totgelacht als er mit der Leiche zu Gange ist und sagt "Oh my God, she's getting wet. This is a wonder. This is..... this is shit"
BurakkuEmparaa 2011/02/13 16:51:05
Antwort löschenUnd dieses wunderbare "Plopp"-Geräusch beim Rausziehen. :D Auch das gibt´s ja bei Gozu am Ende.
JimiHendrix 2010/06/02 17:10:42
Kommentar löschenMiike vergewaltigt unser Zuschauerhirn mit den kilometertiefen und düsteren Abgründen der Menschheit, wer wegsieht kneift!
Das ist ein Film,wie er typische für Takashi Miike ist. Ein monströses Spektakel aus Gewalt, Sex und Anomalie. Hier wird die Mutter von ihrem pubertierenden Sohn zusammengeschlagen, der Vater vögelt sich durch minderjährige Prostituierte und Leichen, die Tochter macht für alle Welt die Beine breit und die Mutter heilt ihre gewaltgepeinigte Seele mit Schüssen am laufenden Band und wird dann zur Milchmarschiene, und alle Orgien werden von dem Freund des Vaters videokamaratechnisch festgehalten, also ein ganz normaler Streifen.
Nun kann man natürlich nach dem Sinn eines so übertriebenen und bestialischen Stück Films fragen und siehe da, es gibt ihn, so zumindest meine Meinung. Ich finde Takashi Miike zeigt einfach eine durch und durch sozial verkümmerte und verkrüppelte Familie. Die Darstellung mag natürlich vollkommen überspitzt dargestellt sein, im Kern ist die Botschaft aber sehr realistisch, weil es eben genau diese Familien in der unteren Gesellschaftsschicht gibt. Er nimmt sich ähnlich wie "Trainspotting", "Menschenfeind" oder "Ex Drummer" diesen sozialen Untermenschen an, welche in diesen Filmen ihr Sprachrohr bekommen.
Aber Vorsicht, im Vergleich zu diesen 3 Filmen, ist Miikes Beitrag filmisch nicht so ausgereift und auch die Inszinierung ist bei weitem nicht so gut gelungen.
Das es am Ende des Films ein "Happy-End" gibt dürfte in der Art und Weise des eben erwähnten bestimmt einige sehr überraschen, aber freut euch nicht zu früh, denn in welcher Art und Weise sie sich befreien, verrate ich hier nicht.
Ich würde diesen Streifen nur eingefleischten Fans von "Abgrundfilmen" oder Werken von Takashi Miike und Caspar Noe ans Herz legen, allen anderen würde ich erstmal die allgemein greifbarere Softvariante "Trainspotting" empfehlen und wenn dann noch Bedraf an Schmutz und Leid vorhanden ist, könnt ihr euch Visitor Q schmecken lassen, Itadakimasu!
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Niotq 2009/08/03 15:34:18
Kommentar löschenÄrgerliches, billig erstelltes Shock-Value-Konglomerat, das dem Zuseher stetig mit dem Hintern voran ins Gesicht springt und "Hallo, ich bin kontrovers!" schreit. Nicht meine Tasse Tee.
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Jigky 2008/05/30 08:08:22
Kommentar löschenEiner der verstörensten Filme die ich gesehen habe. Aber gleichzeitig ist er auch sehr fazinierend, da er ein realeres Bild der Wirklichkeit zeigt, als es auf den ersten Blick erscheint. Und im Grunde wird auch eine schöne Geschichte erzählt, wie eine kaputte Familie, durch einen Fremden, der noch mehr Absurditäten als schon vorhanden in ihren Alltag bringt, wieder zusammengeführt wird.
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