Schicksalsjahre

Schicksalsjahre (2011),
Laufzeit 180 Minuten, FSK 0, Historienfilm, Drama

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von Miguel Alexandre, mit Maria Furtwängler und Merab Ninidze

Ungewöhnlich und tragisch ist die Liebe von Ursula (Maria Furtwängler) und Wolfgang Heye (Pasquale Aleardi) in Schicksalsjahre, kurz und heftig ihr gemeinsames Glück: In einem Kabarett lernten sich die talentierte Pianistin und der aufstrebende Bariton kennen und lieben. Der Krieg beendet das junge Glück. Wolfgang wird eingezogen. Ursula zieht mit den beiden gemeinsamen Kindern zurück zu ihren Eltern nach Danzig. Während Wolfgangs Fronturlaub ein paar kostbare Sommertage 1943 an der Ostsee, mehr wird Ursula jedoch nicht bleiben von der Liebe ihres Lebens. Gut zwei Jahre später bekommt sie die niederschmetternde Nachricht: Wolfgang ist tot, gefallen im Fronteinsatz.

Gelegenheit zu trauern hat Ursula in diesen ersten Jahren des Wiederaufbaus kaum. Nach der Flucht aus Danzig findet sie Arbeit in Rostock und bringt für ihre Familie das Nötigste nach Hause, später auch für ihre Eltern (Rosel Zech und Günther Maria Halmer). Ursula stellt ihre Interessen zurück, kämpft für ihre Kinder unerschütterlich ums Überleben. Der Kalte Krieg hat begonnen, der Gründung der Bundesrepublik folgt die Gründung der DDR. Ursula erlebt die Repressionen gegen politisch Andersdenkende, mit diesem Verständnis von Sozialismus kann sie nichts anfangen. In der lebenslustigen Norah (Dorka Gryllus), die als Sängerin für die sowjetischen Soldaten auftritt und Ursula als Pianistin engagiert, findet sie eine Freundin. Heimlich bereiten die beiden Frauen die Flucht in den Westen vor, wo beide versuchen, den Kindern und sich ein neues Leben aufzubauen. Als Norah schließlich an der Mainzer Oper ihr erstes Engagement erhält, kommt es immer häufiger zum Streit. Zaungast hat Ursula nie sein wollen, und so wach ihre Sehnsucht nach Musik noch immer ist, weiß sie sicher: Ohne Wolfgang wird es nie wieder sein wie damals, während der glücklichsten Jahre ihres Lebens…

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Kommentare (3) — Film: Schicksalsjahre

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Vom Glück nur ein Schatten“ hieß das Buch, in dem Uwe-Karsten Heye (ehemaliger Regierungssprecher unter Gerhard Schröder) seiner verstorbenen Mutter ein Denkmal setzte. In geschickt montierten Rückblenden und warmen Bildern erzählt der Film die Geschichte einer unbeugsamen Überlebenskünstlerin. Zutiefst berührend ist diese Geschichte einer kantigen Heldin, die lernt, ihre Rechte einzufordern. Nazis, DDR, BRD – drei politische Systeme erlebt die Hauptprotagonistin, dazu genug Schicksalsschläge für drei Leben. Immer versucht sie, pragmatisch, aufrecht und unkorrumpierbar zu bleiben. Weit weg von jedwedem Kitsch zeigt sich in „Schicksalsjahre“ Maria Furtwängler in einer großartigen Rolle. Sie ist weit mehr als nur die vergrübelte Schönheit aus dem 'Tatort'. Das kann man sehen! Ebenso beeindruckend: Günther Maria Halmer als Ursula Heyes duldsamer Vater Franz. Mein Fazit: Unerwartet starker ZDF-Zweiteiler und sehenswerte TV-Kost!

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gangiliki

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Bewertung6.5Ganz gut

Schildert die Kriegs- und Nachkriegszeit Deutschlands anhand einer wahren Geschichte eindrücklich, fesselnd und bewegend. Leider fand ich die Hauptdarstellerin zu Beginn des Filmes nicht sehr passend. Das junge Mädchen hab ich der über 40jährigen Maria Furtwängler nicht abgenommen. Die fürsorgliche und standfeste Mutter dagegen spielt sie überzeugend! Wie viele solcher Schicksale es wohl durch den 2. Weltkrieg gegeben hat?

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Metalzebra

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Bewertung9.5Herausragend

Der Film hat mich tatsächlich an zwei Abenden gefesselt und berührt. Maria Furtwängler spielt diese Rolle sehr authentisch und auch die anderen Darsteller (besonders G. M. Halmer) überzeugen.

Ich habe schon lange keinen Film mehr mit einem derartig traurigen und bewegenden Ende mehr gesehen. So gut kann Fernsehen sein.

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