W - Ein missverstandenes Leben - Kritik

US 2008 Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.10.2008

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Kritiken (5) — Film: W - Ein missverstandenes Leben

Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Die ersten Minuten wähnt man sich in einem "Saturday Night Live"-Sketch, so überzogen sieht das alles aus. Doch tatsächlich, das ist Stones Annäherung an George W. Bush: Er porträtiert ihn als schlecht beratenen Bauerntrottel, der vergeblich um die Anerkennung des übermächtigen Vaters kämpft. Das ist Oliver Stone merkwürdigerweise als Sympathiebekundung ausgelegt worden. Tatsächlich waren Bushs Vergehen und ständigen Fehltritte derart monströs, daß sie für den Film abgemildert wurden, anstatt sie zu überhöhen. Dennoch irritiert diese Biopic-Satire in weiten Teilen, was nicht zuletzt an den absurden Auftritten von Thandie Newton (als Rice), Jeffrey Wright (als Powell) und Scott Glenn (als Rumsfeld) liegt. Was den Film trotzdem beinahe sehenswert macht, ist Stones Blick auf Amerikas Heartland-Mentalität und so manch inszenatorische Volte (insbesondere, wie er Essen im Film einsetzt), vor allem aber Josh Brolins unglaubliche Leistung, in der das Vorbild in Sprache, Geste und Gang jederzeit zu erkennen ist; sekundiert von grossen Auftritten der Herren Cromwell und Dreyfuss. Mittig jedoch merkt man irgendwann, daß diese Geschichte weder allzu aufregend noch besonders dringlich ist; und so endet der Film nicht, er hört einfach auf.

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Synopsis: zeitgeist Print & Online

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7.0Sehenswert

Dieser Film wird wohl all diejenigen, die sich mit den Verstrickungen der Bush-Administration rund um den "Terror" seit dem 11. September befasst haben, enttäuschen. Denn davon fällt im Film kein Wort. Dafür wird eine ganz andere Seite George W.'s beleuchtet, die zumindest einmal lohnt, betrachtet zu werden, nämlich die des verlorenen Sohnes, der Zeit seines Lebens danach strebte, die Anerkennung seines Vaters (der im Streifen für mein Empfinden in ein viel zu positives Licht gerückt wird) zu erlangen. Nicht unbedingt tiefschürfend, trotzdem ein weiteres Mosaiksteinchen zum besseren Verständnis der aktuellen Weltlage.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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5.0Geht so

Als Porträt versagt der Film auf ganzer Linie. Zu eindimensional wird der Vater-Sohn-Konflikt auf die gesamte Filmlänge hin ausgewalzt. Bush wird, trotz der guten Darstellung durch Brolin, nie wirklich zum Leben erweckt und bleibt eine schlecht ausgearbeitete Filmfigur. Aber man weiß ja, dass es diesen Bush gegeben hat und so tut sich ein zweites Problem auf. Was nützt dieser Film, wenn man doch nicht sicher sein kann, ob das gezeigte wirklich so passiert ist. Als Farce oder Satire ist der Film ohnehin zu lasch. Trotz der anziehenden Schlüssellochperspektive, rauscht der Film durch seine Unglaubwürdigkeit, spannungsarm an einem vorbei.
Es gibt dennoch ein paar Szenen, die den Film sehenswert machen. Dieses ganze Bio-Pic-Gedöns ist öde. Spannend wird der Film in den Abschnitten, wo über den Irakkrieg verhandelt wird. Die Rede vor dem Kongress bringt das ganze Dilemma dann gekonnt auf den Punkt. Was Bush NIE war, was die Medien aber aufgrund ihrers Wunsches nach Vereinfachung gerne gehabt haben wollen, er war nie ein Diktator und trotz der zahllosen Rechte des Präsidenten bleibt er nur das Oberhaupt einer Demokratie und da kann ein George W. Bush noch so doll mit den Füßen auf dem Boden rumstampfen, solange der Kongress nicht für den Krieg stimmt, läuft garnichts.
Und da kommen die stärksten Momente des Films, wenn Stone die nachgestellte Rede mit Brolin mit den echten Aufnahmen der Kongressmitglieder zusammen schneidet. Es hinterlässt einen tiefen Riss im Feindbild Bush, wenn man sieht wie die Kongressmitglieder, unter anderem auch eine klatschende Hilary Clinton, dem Krieg zustimmen.
Es ist so wie bei "JFK". Der Präsident hat kaum Macht. Amerika hat sie!
Die Frage ist gegen wen sie eingesetzt wird.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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2.0Ärgerlich

Dass Oliver Stone das Scheitern dieses ödipalen Antriebs zum Ende hin tatsächlich tragisch darstellt, ruiniert den ganzen Film. Als Farce verliert „W“ schnell seinen Biss. Da ist der Wüterich Stone simpler als Michael Moore. „W“ wird billiges Theater, das seine Pointe viel zu lang auswalzt. Das geht vielleicht in der Politik aber nicht in einem Film. So ist dieser Film letztlich a-politisch. Eine große Enttäuschung gerade bei Oliver Stone.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Obgleich W. nicht die defintive Biographie über Bush ist, ist der Film faszinierend, amüsant und regt zum Nachdenken an.

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Kommentare (26) — Film: W - Ein missverstandenes Leben


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Alienator

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Bewertung5.0Geht so

Interressant, aber zu schnell

Stone ist das schlechte Gewissen Amerikas. War er immer, wird er immer sein. Hier hätte es ein großartiger Film werden können, aber Stone hat es verpasst, seine hintergründige, provokate Art zu drehen hier dementsprechend durchzusetzen. Der Werdegang von "W" geht zu schnell vorüber, die Eckpunkte werden agesprochen, aber nicht hinterfragt. Die Intentionen seines Handelns kommen zwar durch, aber sie werden zu einfach und zu schnell dargestellt. Den großartigsten Moment hat der Film an der Stelle, wo der Irakkrieg beschlossen wurde. In dieser 10-minütigen Sequenz werden stakkatoartig sämtliche Itentionen des Krieges dargestellt und (zwar vereinfacht,aber originell) gezeigt. An dieser Stelle sei erwähnt, das neben Josh Brolin als "W", in dieser Szene Jeffrey Wright als Colin Powell den besten Moment im Film hat. Hier wird das schlechte Gewissen Stones umgewandelt in Worte. Powell ist hier Stone und seine Ansicht.
Nicht die Klasse Stones anderer Filme.

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Cayopei

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Bewertung5.0Geht so

Stone verschenkt gute Darsteller in einem überraschend zahmem Biopic.

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Hfonda15

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Bewertung7.0Sehenswert

Was diesen Streifen angeht bin ich sehr zwiegespalten, zum einen unterhält der Film sehr gut, da er informativ und trotzdem sehr unterhaltend ist und dazu noch einen wirklich fantastischen Darsteller hat, da Josh Brolin den 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika wirklich sehr gut verkörpert!
Doch was mir nicht gefällt ist die, in meinen Augen sehr naive Darstellung des ehemaligen Präsidenten. Viele Leute haben sich gefreut, dass George Bush so menschlich dargestellt wurde und dass der Film zeigt, dass auch der mächtigste Mann der Welt Fehler macht wie jeder andere. Doch ich hätte mir eine kritischere Auseinandersetzung mit seiner Ära gewünscht und hätte es auch besser gefunden eine Biografie erst in ein paar Jahren zu verfilmen wie z.B beim Film Nixon, den ich um einiges besser fand. Bei W wird der Präsident zwar auch kritisiert aber Oliver Stone stellt George Bush als einen Mann da, der insgesamt vieles gut gemeint hat und doch gar nicht so schlimm war. Ich möchte bei dieser Bewertung nicht zu politisch werden aber George W. Bush war einer der schlimmsten Verbrecher des vergangenen Jahrzehnts und es ist mir viel zu naiv und vlt. auch zu feige wenn man einen Film über ihn dreht, der diesen Mann nur als fehlgeleitet darstellt!

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Andy Dufresne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"You've come a long way, since whiskey and cocaine"

Das schrie Pink völlig gerechtfertigt und doch:
Dieser Mann ging einen langen (natürlich privelegierten ) Weg,
einen sehr, sehr amerikanischen Weg, aber doch einen einzigartigen Weg...

Bush Junior gilt (nicht nur, aber vor allem) bei uns Europäern als Nemesis Amerikas,
als die Personifizierung des Hochmutes vor und inmitten des Falls...

Der Film sagt: Der Junge ist ein armes, reiches Kind, ein Cowboy, ein Schlitzohr, einer der immer im Schatten seiner extrem mächtigen, einflußreichen Familie, vor allem in Form seines Vaters, stand, ein schwarzes Schaf par excellence.

Ein Junge der völlig sorgenfrei und eben doch im Schatten aufwuchs.
Sich ständig mit seinem Vater messen musste, sich kritisieren lassen musste.

Der nichts auf die Reihe bekommt, versagt, sich treiben lässt und der es ( WIE AUCH IMMER ??? ) doch schafft zweimal zum Präsidenten der USA gewählt zu werden, also den schwierigsten, härtesten, krassesten Job der Welt zweimal zu ergattern/ damit bestraft zu werden.

Klar, er ist eine Karikatur seiner selbst (als Präsident), er kommt meistens wenig souverän rüber, er kommt meistens forrestgumpig rüber, er entblößt den amerikanischen Traum als Trugbild, als Witz, als Lüge im Endeffekt.

Er war der Kriegsanzettler, die Witzfigur, der Hans Wurst,
schlicht das Sinnbild für ein überholtes, anachronistisches, ad absurdum geführtes Weltbild/Selbstverständniss...

Der Knackpunkt:
Er war/ist ein Mensch!!!
Er ist du und ich, er ist voller Fehler, voller Dummheit,
charmant wohl, nett und sympathisch im direkten Kontakt wohl und doch eben komplett unperfekt.

Ein Mensch.
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...

Und deshalb ist der Film (in meinen Augen) gelungen, eben nicht zu zahm und gönnerhaft (was ihm ja so oft vorgeworfen wird),
sondern eben menschelnd, empathisch, verständnissvoll.

Das Portrait eines einfachen Jungens, eines Jedermannes, der scheitert an einer übergroßen Aufgabe, der sich beeinflussen lässt, zur Marionette wird.
Und doch, gerade deshalb, ein Mensch ist...

W sagt mehr über die Schwächen des Einzelnen und ( VOR ALLEM!) von uns allen aus, viel mehr als uns allen lieb ist...

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FlintPaper

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Es geht mir ja auch nicht um deine Meinung Andy (oder hast du den Film gedreht XD?), sondern um die Darstellung im Film und die Begründung, warum W. zwar Oliver Stones bester Film seit Langem, aber immer noch kein astreines Ding ist ;).


Andy Dufresne

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Astrein wäre ja auch 10 :)


uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

hab mich recht gut unterhalten gefühlt..aber w ist ein hoschie das steht fest...

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michebavaria1986

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film kann sich nicht recht entscheiden, ob er bissige Satire oder glaubwürdig biografisches Werk über den wohl unbeliebtesten US-Präsidenten der neueren Zeit sein will.

So wirkt das Ganze doch etwas halbgar. Dass der Film mit niedrigem Budget recht schnell runtergekurbelt wurde, ist ihm irgendwie auch anzumerken. Zumindest in Vergleich mit anderen großen Stone-Werken (siehe nur die geniale Präsidenten-Biografie „Nixon“).

Hervorragend ist Josh Brolin in der Hauptrolle. Auch die anderen Darsteller zeigen sehr anspruchsvolle Leistungen. Der Film ist Stone-typisch sehr prominent besetzt. Allerdings sind z. B. Thandie Newton oder Jeffrey Wright doch um einiges jünger, als die von ihnen gespielten historischen Persönlichkeiten. Dies irritiert etwas.

Ob man Stone in seiner Meinung über Bush (z. B. Vaterkomplex) recht geben will oder glauben mag, muss jeder selber wissen.

Alles in allem unterhält der Film jedoch ganz gut. Vor allem dank der Schauspieler. Große Szenen gelingen allerdings nur selten. Am besten habe ich in Erinnerung, als „Vize“ Dick Cheney im Situation-Room des Weißen Hauses über den mittleren Osten und das Öl referiert. Die Szene ist natürlich nicht historisch belegt, aber nicht ganz unglaubwürdig.

Trotzdem zeigt auch dieser Film, dass der große Oliver Stone seit langer Zeit keinen großen Film mehr zustande gebracht hat.

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aberaber

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Bewertung7.5Sehenswert

Etwas geschwätziges, aber durchaus unterhaltsames Biopic über einer der meistgehassten, aber vielleicht auch meistunterschätzten Präsidenten der USA. Die Stärke des Film ist meiner Meinung nach, dass Stone zeigt, dass Bush nur einer von vielen ist und dass Politiker unabhängig von ihrer politischen Orientierung reine Machtmenschen ohne jeden moralischen Kompass sind. Hervorragend besetzt und gespielt.

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MikeC.

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Bewertung10.0Herausragend

Was Oliver Stone mit "W" abgeliefert hat, ist, in meinen Augen, eine perfekte Biographie.
Aufgrund der Tatsache, dass George Bush zum Ende seiner Amtszeit hin von gefühlten 110% der Weltbevölkerung verteufelt wurde, hatte ich angenommen, dass "W" ebenso tendenziell negativ werden würde.
Doch ich wurde sehr schnell eines besseren belehrt. Trotz einer kritischen Betrachtung ist dieser Film niemals wertend; G.W.Bush wird immer menschlich dargestellt (übrigens eine superbe Darbietung von Josh Brolin), sowohl mit seinen guten als auch schlechten Seiten.
Von Schenkelklopfer-Humor bis hin zu tragischer Dramatik wird alles abgedeckt, was man in so einem Film unterbringen könnte.
"W" ist ein ungemein unterhaltsamer Einblick in das stürmische Leben des Mannes, welcher der 43. Präsident der Vereinigten Staaten werden sollte.

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tweetosaurus

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Bewertung9.5Herausragend

"Whose job is it, to find these damn weapons?"

Selbst wenn Oliver Stone nicht mehr der Revolutionär aus den 80ern ist, der mit all seinen Filmen förmlich auf das Weiße Haus und der amerikanischen (Wall Street-)Gesellschaft spuckte, mit „W.“ kehrt er nach langer Zeit wieder mit einem guten Film zurück. Stone ist das schlechte Gewissen Amerikas. War er immer, wird er immer sein.

Die oben zitierte Szene ist auch das Schlüsselereignis des Films. Nur langsam aber doch wird einem klar wie wenig die Hauptrolle zum Thema Irak-Krieg wirklich eine Hauptrolle spielt.
"This is my war, not his!"
Sein ganzes Leben kämpfte er mit der Angst zu versagen und immer „nur“ der Sohn des Präsidenten zu bleiben um die Anerkennung seines Vaters. Und das an und für sich mit einer gesunden Einstellung.

All zu viele Geheimnisse deckt Stone mit „W.“ trotzdem nicht auf, auch nicht als die Ressourcen im Mittleren Osten als Hauptangriffsgrund genannt werden. Trotzdem macht er Bush’s Entscheidungen verständlich und es mach mich einfach nur wütend wenn ich heute Menschen höre die Bush alleine sämtliche Schuld für die Lage in Amerika geben. Amerikaner brauchen IMMER einen Sündenbock.

Noch nie hat Oliver Stone mit so viel Witz inszeniert, aber anders kann man glaube ich diese Figur auch nicht angehen. Josh Brolin überzeugt nicht nur als Schauspieler, sondern auch in der Mimik und Gestik als W. Für mich unter anderem der derzeit beste Schauspieler Hollywoods. Nur schade, dass der Film nicht beide Legislaturperioden in Angriff genommen hat, das hätte sicher noch mehr Stoff geboten.
Mit "W." ist es Stone gelungen George W. Bush' verzweifeltes handeln nach 9/11 besser zu verstehen.

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Andy Dufresne

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Sehr richtig!


Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Zum Film mag man stehen, wie man will, aber Josh Brolin spielt absolut glaubwürdig und besitzt eine verblüffende Ähnlichkeit zu Bush. Sicherlich nicht Stones bester Film, aber ein gelungenes Porträt mit vereinzelten satirischen Seitenhieben. Am Ende wird Bush gar zu einer tragischen Gestalt der Geschichte stilisiert.

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stuforcedyou

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Bewertung5.0Geht so

Oliver Stone gilt als einer der größten und bekanntesten politischen Provokateure der USA. Der Regisseur von den mehrfach ausgezeichneten Filmen wie "Platoon", "JFK- Tatort Dallas" oder "Geboren am 4. Juli" sezierte schon immer mit Vorlieben die Politik der USA sowie den amerikanischen Traum. Dass gerade Stone ein Biopic über George W. Bush inszeniert ist da wenig überraschend ganz im Gegenteil zu Stones zahmer Inszenierung. Zwar zeigt Stone klar die Defizite eines der schlechtesten U.S.- Präsidenten auf, doch der verzichtet größtenteils auf satirische Schärfe und legt den Fixpunkt auf die Beziehung zwischen W. und seinem Vater sowie seiner Frau Laura. Stone erreicht es dabei, dass man mit dem Kriegsverbrecher und früheren Alkoholiker George W. Bush nicht als reine Witzfigur wahrnimmt sondern als naiven Texaner der über gewisse politische Talente verfügt, aber mit Vize Präsident Dick Cheney klar den falschen Berater an seiner Seite hatte und immer darauf bedacht war seinen übergroßen Vater zu beeindrucken. Auf die Dauer wird dass alles etwas trocken und es ist etwas unverständlich warum Oliver Stone kein Platz findet für Bushs Wahlkämpfe sowie seinen umstrittener Wahlsieg 2000 gegen Al Gore. Zugegeben "W." ist auch ohne diese Themen ein erzählerisches Schwergewicht und es ist den phantastischen Darstellern zu verdanken, dass "W." nicht an seinem eigenen Gewicht zerbricht, dennoch fühlt sich das Aussparen dieser Themen an wie eine unschöne Lücke, auch wenn man zugeben muss das der Film selbst ohne diese Inhalte vor lauter Gewicht des Öfteren krächzt.

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BlueSquirrel

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Bewertung5.5Geht so

Das is ganz nett anzuschauen aber Stone's Präsidenten sind mir irgendwie immer zu spekulativ. Wer soll denn wirklich wissen was da im Darkroom über strategischer Landkarte verhandelt wurde. Im vorgeschlagenem Szenario ist W von dem Vorwurf der Lüge befreit worden und die Administration hatte aufgeblasene Pläne über einen "Allround Sweep up" mitten in das Herz von Eurasien zur Errichtung einer permanenten US Präsenz und der kultivierung aller Ölquellen und Gasfontänen. Yeahuu!

Ok. Aber der Film ist auch mehr ein Versuch an der Familie Bush und W's Innenleben. Auch alles offen für Spekulation. Und dann frag' ich mich manchmal,- was guck ich mir da eigentlich an? Na ja, unterhaltsam ist das trotzdem!

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Bäda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute Schauspieler die den Wahnsinn wiedergeben, der in der amerikanischen Politik passiert(e).

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donald20

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine gute Bio mit guten Darstellern aber der Film zeigt nicht das was die meisten Menschen sehen wollten nämlich einen Anti-Bush-Film!!

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Andy Dufresne

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Und genau deshalb ist er so (unerkannt) gut!


feininger75

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Bewertung7.5Sehenswert

"W." der Film über George W. Bush von Olive Stone kommt hier schlechter weg als er es vedient hätte. Natürlich ist der Film eine vereinfachte fiktionalisierte Form realer Ereignissse. Sonst hätte Olive Stone aber auch eine 10-teilige Dokumentation drehen müssen und wäre vielleicht dennoch ärger gescheitert. Auch der Vorwurf eine Farce wäre der bessere Film gewesen zielt vorbei: Das war nun einmal nicht die Intention des Regisseurs.

Mit seiner Spielfilmform unterscheitde Oliver Stone statt dessen lieber zwischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Die Wahrheit überlässt der Regisseur wohlweislich den Historikern. Statt dessen nimmt er sich George W. Bush Jr. wie eine Knetfigur vor und drückt und formt sie bis sie in einen 160 Minuten Film passt. Er destilliert quasi die Essenz dieses Präsidenten, bis er zu dessen wahrhaftigen Kern vorzudringen meint. Natürlich ist der echte George W. Bush - bei aller persönlichen Antipathie die man für in haben kann - ein deutlich komplexerer Mensch als es die Filmfigur verkörpert von Josh Brolin sein kann. Aber der Kern - der eher in einem zutiefst empfundenen, religiös verbrämten Missionierungsauftrag besteht - der wirkt nach Ende des Films derart Wahrhaftig, dass auch die beste Dokumentation dieses Gefühl nicht hätte hervorrufen können. Wenn Josh Brolin als George W. Bush am Ende des Films ungläubig in den nächtlichen Himmel des Baseballstadions schaut und der heranfliegende Ball einfach verschwunden ist - dann glaubt man zu 100% dass George W. Bush mit genau demselben Gefühl auf seine eigene Leistung als amerikanischer Präsident zurückschaut: Ein Mann der aus völlig falschen Motiven zu einer Mission aufbrach und am Ende nicht versteht, weshalb alles so furchtbar geworden ist, wenn Gott persönlich ihn doch beauftragt hat. Er kann sich das alles - die Welt - einfach nicht mehr erklären: Glaube, Überzeugung und Realität sind derart aus den Fugen geraten, dass er als ein stotternder, verunsicherter Mann abtritt. Dieses Ende des Films von Oliver Stone beinhaltet eine Kraft die nicht mit der faktischen Wahrheit von Dokumentationen konkurrieren muss. Denn dieses Ende beinhaltet eine Stärke zu der nur der Spielfilm fähig ist: Emotionale Wahrhaftigkeit.

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Stefan Ishii

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Bewertung6.0Ganz gut

Nach den wirklich tollen Stone-Filmen "JFK" oder "Nixon" hat man ja so seine Hoffnungen, wenn mal wieder ein US-Präsidenten-Film von Oliver Stone kommt. Aber die Grundidee für sein neues Werk ist leider einfach zu dünn. "W." kann inhaltlich einfach nicht überzeugen. Lediglich die Vater-Sohn-Beziehung als Aufhänger: Für mich zu wenig!

Aber trotzdem fand ich den Film sehr interessant. Hab mich zumindest nie gelangweilt. Und manche Szenen waren ja schon irgendwie unterhaltsam. Besonders wenn bekannte Zitate von Bush in die Dialoge einflossen.

Die Darsteller waren wirklich schon sehr gut. Besonders Josh Brolin, der ja selbst aus Texas kommt, überzeugte mich absolut in seiner Interpretation des George Bush. Auch James Cromwell als Bush sr. und Jeffrey Wright als Colin Powell waren klasse. Und Richard Dreyfuss war grandios als Dick Cheney: Näher kann man Cheney nicht kommen. Selbst die Nebenrollen waren super besetzt: Stacy Keach oder Ellen Burstyn sind da besonders hervorzuheben. Nur die Darstellung von Ioan "Mr. Fantastic" Gruffudd als Tony Blair hat mich wenig an die reale Person erinnert.

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Matty

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Bewertung4.5Uninteressant

Josh Brolin spielt den W sehr gut, aber der Film hat immer wieder mal ein paar Längen. Ganz OK.

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EvilFiek

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein durchaus interessanter Film, der ein überraschend vielschichtiges Bild von Bush zeichnet. Immer hin und her gerissen schafft der Film sogar in mancher Szene dafür zu sorgen, dass man Sympathien für den Präsidenten entwickelt. Leider ist Josh Brolin, der gut spielt, für die erste Hälfte des Films einfach zu alt, so dass es wirklich seltsam wirkt, wenn ein wie 40 aussehender Brolin seinen Vater mit "Poppa" anspricht. Leider fehlt bei diesem faszinierenden Film etwas wie ein Höhepunkt, was aber bei der Aktualität und etwas schweren Verarbeitbarkeit des Materials zu verschmerzen ist.

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vote_for_pedro

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Bewertung6.5Ganz gut

Nett. Durch die Bank herrliche Schauspieler mit einem genialen Josh Brolin vorneweg. Aber das Versagen das nachweislichen Kriegsverbrechers George Bushs auf eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung zu reduzieren, ist billig.

Von einem Oliver Stone hätte ich mehr erwartet. Andererseits seit klebrigen Dünnschiss wie "World Trade Center" oder unkritischen Müll wie "Comandante" erwartete ich von Stone eigtl. gar nichts mehr. Also drei Optionen: Nimm endlich wieder bewusstseinerweiterne Mittel wie früher, geh' in Rente oder mach' TV

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fwebdev

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich hätte mir etwas mehr Biss gewünscht. Aber trotzdem ganz nett die ganzen Geschichten dieses Menschen mal in komprimierter Form serviert zu bekommen.

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