Wäre die Welt mein

Were the World Mine (2008), US
Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 14.05.2009

- Kritiker
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6.9 Community
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3 Kommentare
Wäre die Welt mein - Bild 1408937
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von Tom Gustafson und Tom Gustafson, mit Tanner Cohen und Wendy Robie

William Shakespeares Klassiker “Ein Sommernachtstraum” ist 400 Jahre alt und noch immer eines der meist aufgeführten Theaterstücke weltweit. Auch Tom Gustafson ließ sich für sein Regiedebüt von dem Stück inspirieren. Er folgt dem Highschool-Schüler Timothy, der dem tristen Schulalltag durch Tagträume auszuweichen versucht, in denen der angehimmelte Star der Rugby-Mannschaft eine tragende Rolle spielt. Aus den Träumen scheint plötzlich Realität zu werden, als seine Lehrerin Ms. Tebbit ihn bittet, die Rolle des Puck in einer Schulaufführung des “Sommernachtstraums” zu übernehmen: Beim Lernen des Textes findet er nämlich das Rezept des magischen Liebestranks und bringt damit seine kleine, spießige Heimatstadt völlig durcheinander. Aber was passiert, wenn die Wirkung wieder verfliegt? Die phantasievolle Handlung wird verstärkt durch einige an Pierre und Gilles erinnernde knallbunte Musicalsequenzen. Die kraftvollen Bilder, die Musik und die sexy Darsteller machen “Wäre die Welt mein” zu einem kleinen Traum. Da wundert es kaum, dass der Film auf diversen Filmfestivals mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Wäre die Welt mein

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Eine luftig-doppelbödige Shakespeare-Phantasie. Ein Sommernachtstraum dient als Grundgerüst für Timothys Kleinstadt Coming Out, wenn er genervt von der allgegenwärtigen Homophobie mittels einer magischen Blume die ganze Kleinstadt "umpolt" - und sich gleichzeitig seine große Liebe gefügig macht. Wie im Sommernachtstraum ist natürlich alles nur ein Traumspiel, eine nicht ungefährliche Phantasie. If we shadows have offended, think but this;
and all is mended that you have but slumbered here
while these visions did appear
and this weak and idle theme no more yielding but a dream.
Gentles - do not reprehend if you pardon, we will mend.
And, as I am an honest Puck if we have unearned luck.
Now to scape the serpents tongue. We will make amends ere long
else the Puck a liar call. So - goodnight unto you all.
Give me your hands if we be friends. And Robin shall restore amends.

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Kommentare (2) — Film: Wäre die Welt mein

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comehome

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Bewertung1.0Ärgerlich

nee, dieser Film mußte wirklich nicht sein. die story war echt nicht zu ertragen.

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Muuvy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Shakespeare ist doch immer für einen schönen Film gut. Wenn man mal überlegt, für wie viele Zelluloid-Produkte der Barde schon herhalten musste, ist er wahrlich der größte Dramatiker aller Zeiten ...
Hier nun also der gute alte Mitsommernachtstraum. Irgendwo in den Staaten gibt es eine passionierte Englischlehrerin, die ihren Schülern Shakespeare nahebringen will, indem sie eine große "Sommernachts"-Inszenierung plant, in der - ganz auf historischen Gepflogenheiten beruhend - ausschließlich Männer spielen. Was damals üblich war, erscheint uns heute ja schnell als "Charleys Tante"-Schenkelklopf-Farce und daraus zieht der Film selbstredend auch Teile seines Spaßes. Aber zum Glück nicht nur. Denn neben dem üblichen Klischee von Scharen von fußballbegeisterten Jungbullen, deren Coach natürlich auch nichts für Posie übrig hat, ist da die Geschichte von Timothy, der - als sensibles Weichei der klassische Außenseiter in seinem Jahrgang und sofort unsere schwule Identifikationsfigur - sich nach anfänglichem Zögern auch casten lässt. Natürlich greift Regisseur Gustafson bei seinem Filmdebüt hier in die Vollen: Ganz zu unser großen Überraschung hat Timothy eine gar wunderschöne Stimme (sagte ich schon, dass wir hier über einen Film mit Musik (kein Musical) sprechen?) und bald auch den richtigen Ton für Shakespeare gefunden, aber mehr noch: Er schafft es, den Puck'schen Zaubertrank zu kreieren, der ja bekanntlich jeden verliebt macht, der davon etwas in die Augen bekommt. So fallen sich plötzlich in dieser konservativen Kleinstadt lauter Männer- und Frauenpaare in die Arme und selbst der Fußballcoach scheint vom Bürgermeister seltsam angezogen ... Okay, ein paar Passagen sind überdreht, aber ganz viel in diesem Film (welchen der Regisseur auf der Basis seines eigenen Kurzfilms "Fairies" gedreht hat) ist wahrlich zauberhaft gelungen. Vor allem immer dann, wenn Timothy ins Träumen gerät und Gustafson dann wunderschöne Bilder schafft und herrliche Musik ertönt, die dem Ganzen etwas Luftig-Leichtes und Entrücktes verleiht - ganz im Shakesspeare'schen Sinn. Und kein Auge bleibt trocken, wenn Timothy mit viel Schmelz in der Stimme "Were the world mine" schmettert - der Titelsong, in dem all die Sehnsucht nach einer besseren Welt steckt. Und die haben wir doch irgendwie alle ...

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