Wahrheit oder Pflicht

Wahrheit oder Pflicht (2005), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.06.2006

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7.7 Kritiker
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von Jan Martin Scharf und Arne Nolting, mit Katharina Schüttler und Jochen Nickel

Die achtzehnjährige Annika (Katharina Schüttler) ist verzweifelt. Sie hat die 12. Klasse nicht geschafft, das von den Eltern so lang ersehnte Abitur ist damit in weite Ferne gerückt. Annika hat nicht die geringste Ahnung, was sie tun soll. Aber eines ist sicher: Ihre Eltern dürfen nicht von der kläglichen Niederlage erfahren. Also geht sie jeden Morgen aus dem Haus – zur Schule, glauben die Eltern. In Wirklichkeit verschanzt sie sich Tag für Tag in einem abgewrackten Reisebus, um nicht aufzufliegen. Dort lernt Sie den rotzigen Kai (Thomas Feist) kennen, der in der nahe gelegenen Plattenbausiedlung wohnt. Die Beziehung zwischen den beiden scheint bald das einzig Wahre in Annikas Leben zu sein, besonders nachdem Annika auch noch von dem smarten Mathe-Student Uli abserviert wird. Es kostet Annika viel Kraft, die Lüge zu leben. Sie weiß, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Mit jedem Tag, der ins Land zieht, scheint ihre Situation auswegloser. Und der Tag der Entscheidung rückt immer näher: der große Abi-Ball…

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Kommentare (5) — Film: Wahrheit oder Pflicht

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hedgehoque

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Bewertung7.0Sehenswert

War okay. Der Film meistert einige Gratwanderungen ganz gut, die bei deutschen Filmen dieser Art sonst häufig zum Absturz führen. Insgesamt gut gespielt, nette Rollenentwürfe auch für Jochen Nickel in der am Ende leicht selbstironischen Rolle des Vaters und Thomas Feist (Kai). Abstriche für die zu banale, klischeehafte Nebenhandlung mit dem Nachhilfelehrer. Etwas unrealistisch auch, wie lange Annika mit der Lüge letztlich durchkommt. Das wird aber durch den Schluss zum Glück etwas abgefedert.

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solecollector

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Ich wollte es nicht sagen, und ihr wolltet es nicht hören, das traf sich ganz gut..."

Was soll man machen, wenn man die 11. Klasse nicht geschafft hat, auch nicht mehr wiederholen darf, also sozusagen auf der Strasse steht. Man lebt ein Leben in der Lüge, sehr gut verkörpert von der treffend besetzten Katharina Schüttler, sie zeigt die Unschuld ihrer (Annikas) Lüge so gut, dass man zu keinem Zeitpunkt des Films böse auf sie sein kann, ganz im Gegenteil, man kann sich sofort mit ihr identfizieren und will unbewusst helfen. In was für eine Situation sie sich selbst bringt in dem Sie ihren Eltern vorspielt alles ist ok und sie macht Abi, ist weder überzogen noch übermässig theatralisch, sondern einfach sehr ehrlich und nachvollziehbar dargestellt. Der ehemalige Lehrer, die ehemaligen Klassenkameraden, der schwülstige Nachhilfelehrer, alle tragen die Story vortrefflich.

Ein absolut sehenswerter Film, und bis auf den Schluss, der mir etwas zu glatt rüberkam (so als dürfte der Film nicht auch noch 5 Min. länger gehen), die Zeit keine Rolle spielen lässt, man fiebert mit der Protagonistin mit, wie lange sie ihr Spiel noch spielen kann, und wie es wohl ausgeht. Insgesamt sehr gut besetzt und auch Jochen Nickel in der Rolle des Vaters überzeugt voll.

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christof.s

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Bewertung6.5Ganz gut

Durchaus interessant, auch wenn der Film etwas ziellos vor sich hin läuft. Wer Katharina Schüttler mag, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.

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texaner1971

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Bewertung7.5Sehenswert

gute schauspieler, guter deutscher film mit allen höhen und tiefen einer teenager-existenz. eine deutsche jugend. sehenswert, auf alle fälle.

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AylaView

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Bewertung7.5Sehenswert

Interessantes Thema, liebevoll und ohne verschönende Schnörkel umgesetzt. Mitunter traurig, aber auch komisch, tragisch und bewegend. Guter Film aus deutschen Landen.

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