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Walhalla Rising
Valhalla Rising (2009), DK/GB Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Abenteuerfilm, Actionfilm, Fantasyfilm
6.3
Kritiker
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von Nicolas Winding Refn, mit Mads Mikkelsen und Jamie Sives
Im Jahr 1000 nach Christus spielt die Geschichte von One-Eye, einem stummen, übernatürlichen Krieger, der von den Wikingern gefangen gehalten wird. Doch er kann entkommen und schließt sich einem Kreuzzug nach Jerusalem an – gemeinsam mit einem kleinen Jungen, der ihn während seiner Gefangenschaft gefüttert hat.
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Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Walhalla Rising
- Genre
- Abenteuerfilm, Actionfilm, Historical Fantasy
- Zeit
- Mittelalter
- Ort
- Jerusalem, Ozean, Schiff, Skandinavien
- Handlung
- Abgeschlagenes Körperteil, Aggressivität, Außenseiter, Bestimmung, Christ, Christentum, Durst, Einzelkämpfer, Fessel, Flucht, Gefangenentransport, Gefangener, Gefangenschaft, Gewalt, Glaubenskrieg, Indianer, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kette, Kindlicher Held, Kreuzritter, Kreuzzug, Krieger, Kulturschock, Käfig, Kämpfer, Mann, Meer, Nebel, Nordische Mythologie, Odyssee, Ozean, Ozeanüberquerung, Patriarchat, Rache, Reise, Ruderboot, Rächer, Schicksal, Sklave, Sklaverei, Sterben und Tod, Tätowierung, Unmenschlichkeit, Vergeltung, Waffe, Wikinger, Übernatürliche Kräfte
- Stimmung
- Ernst, Hart, Spannend, Verstörend
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- Walhalla Rising: critic.de




















Kritiken (10) — Film: Walhalla Rising
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Ein bahnbrechendes Kunstwerk, ein Arthouse-Film zum Diskutieren, ein herausragender Mads Mikkelsen und eine Gruppe Wikinger, die sich in ihrer eigenen kleinen Hölle wiederfinden. Es ist eine Erfahrung sondergleichen. [...]
Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
der cineast Thu, 06 Oct 2011 21:15:11 -0000
Antwort löschenEr soll ja auch die Punisher Trilogie gemacht haben!?
Oceanic6 Thu, 06 Oct 2011 21:23:36 -0000
Antwort löschen@der cineast: Ne, die "Pusher"-Trilogie ist von ihm. ;)
Sigrun Thu, 06 Oct 2011 21:43:07 -0000
Antwort löschenStatt "Glaube" könnte man auch Projektionen sagen. Klasse Kommentar zu einem klasse Film. Danke Oceanic6.
Oceanic6 Thu, 06 Oct 2011 21:52:22 -0000
Antwort löschenJa, Projektionen passt auch super für den Film. Danke dir. ;)
Oceanic6 Thu, 06 Oct 2011 22:59:42 -0000
Antwort löschenFür dienigen, die es interessiert. Hier noch eine tolle Kritik, welche den Endzeit-Gedanken des Films ausformuliert hat: http://www.filmstarts.de/kritiken/102132-Valhalla-Rising/kritik.html
SpiceWeasel Fri, 07 Oct 2011 12:41:29 -0000
Antwort löschenToller Film, klasse Kommentar!
"Im Land der Blinden ist der Einäugige König!" ---> musst ich echt lachen, weil es wirklich zum Film passt!
Alle 8 Antworten zeigen
BlackEaster Mon, 23 Jan 2012 22:45:42 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar.
Fühlte mich bei dem Film irgendwie an das Siebente Siegel erinnert...
liquid Tue, 21 Aug 2012 02:41:58 -0000
Antwort löschenWunderbarer Kommentar!
Kannst du mir bitte einen Beweis für "Das Entscheidende ist nicht der Glaube an Gott, sondern der Glaube an sich selbst." liefern, falls deine Sichtung nicht schon zu lange her ist.
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass jemand besonders an sich selbst glaubt und dadurch etwas für sich erreicht.
Oder ist es ganz einfach dass der Einäugige den Glauben an sich selbst symbolisiert?
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenGrossatrig atmosphärisches Independent-Kino, das sich klassischen Konventionen (und damit Vorhersehbarkeiten) entzieht. Mikkelsen gibt den stummen, gnadenlosen Einäugigen Kriger in beklemmender Konsequenz. Angeschnittene Themen gibt es viele, die Interpretation indes bleibt dem Publikum überlassen. Natürlich kann man alles auch nur als handlungsarmes Wikinger-Drama sehen. Wenn man das will. Grosser Pluspunkt ist die beklemmende Stimmung, die sich konsequent bis zum Ende durch den ganzen Film zieht und meiner Meinung für sich gestellt schon den Film sehenswert macht. Blutig ist es, meiner Meinung nach FSK 16 zu lasch bewertet. Aber das ist ausdrücklich keine Kritik, denn die Gewalt passt einfach zum Film, der auf seine (unkonventionelle) Art die einzelnen Elemente grandios zu einem stimmigen Ganzen vereint.
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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/
Kommentar löschenValhalla Rising ist der neueste Film des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, der zuvor für die Inszenierung der "Pusher" Triologie und des großartigen Gefängnisfilmes "Bronson" verantwortlich gewesen ist. Das Drehbuch stammt bei dieser dänisch/englischen Koproduktion ebenfalls aus seiner Feder, gedreht wurde ausschließlich im wunderschönen Schottland und außer Mads Mikkelsen ist kein einziger, international bekannter Schauspieler dabei.
Dieser Film erzählt seine Geschichte mit völliger Ernsthaftigkeit und ohne jeglichen Humor. Gesprochen wird nur wenig, die Hauptfigur bleibt die ganze Zeit über stumm. Die Musik arbeitet oft nur mit atmosphärischen Klängen der Umgebung, lange Schwenks und Naturaufnahmen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese filmische Wikingerwanderung. Auch auf Grund der fast schon elegischen Erzählgeschwindigkeit ist dies also absolut kein Film für Freunde von schnellen Schnitten, großer Actionszenen und zügig erzählten Abenteuern allgemein.
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Elisabeth Maurer
Kommentar löschenMensch und Natur. Das „und“ drückt keine Zweisamkeit aus, ebensowenig ist es durch ein „versus“ zu ersetzen, es steht für ein Verhältnis. Dieses wird im Text vor Beginn des Films beschworen, dieses schon im ersten Bild in Szene gesetzt. Da ist eine schroffe Hügellandschaft zu sehen, am Rande, klein, ein einzelner Mensch, ein Kind, wie die nächste Einstellung verraten wird. Das Land wird im Folgenden immer nebelig, kalt, unwirtlich sein. Die auffälligsten und aussagekräftigsten Bilder von Walhalla Rising zeigen in Weitwinkelaufnahme am Rande des Bildes, im Vordergrund, leicht angeschnitten die Köpfe der Charaktere, dahinter das weitläufige Land. Die Gesichter im Profil, aber leicht zur Kamera gedreht, lassen nie den Blick in die Tiefe des Bildes und somit des Landes gehen. Vielmehr geht der Blick irgendwo zu einem Punkt jenseits der Bildachse, ein Gegenschnitt folgt nie. Wonach die Augen, die Menschen suchen, ist ihr Verhältnis zur Natur, zu der sie umgebenden Wirklichkeit. ...
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschenJa, VALHALLA RISING ist tatsächlich tonnenschwer. In seiner Aussage, in seinen verschiedenen Interpretationsebenen und in seiner erdrückenden Atmosphäre. Geredet wird hier nämlich nicht viel und wenn, dann müsste man sich den entsprechenden Dia-/Monolog gleich nochmal anhören, weil er so vieldeutig ist.
In Sachen Gewalt überrascht er mit zwar rar gesäten, dafür aber äußerst harten Darstellungen, was die Alterseinstufung von "FSK 16" beinahe lächerlich macht. Wenn man die ästhetisierte Gewalt von OLDBOY mit der von VALHALLA RISING vergleichen würde, dann wäre erstere sicherlich eine wunderschöne temperamentvolle Frau mit perfekter Haut, bei der jede Bewegung, jedes Handeln perfekt durchdacht ist - VALHALLA RISING hingegen ist ein raues behaartes Männerbein, das einem muskulösen Körper angehört, der dir ohne zu überlegen das Genick brechen würde, wenn es nötig ist. Um dich anschließend noch zu Köpfen und dein Haupt zu pfählen.
Überwältigende Bilder sind es, die Nicolas Winding Refn hier auf Zelluloid bannt. Menschenleere wunderschöne Landschaften (von denen ich heute Nacht sogar geträumt habe), harte Kontraste und vielsagende Symboliken, die an ein hoffnungslos grausames Gemälde erinnern.
Denn der Film nimmt sich wirklich todernst - was er aber auch darf, wie ich finde. One-Eye schlachtet ab, er geht weiter, schlachtet später kurzerhand wieder jemanden ab, um dann erneut weiterzugehen - während des ganzen Films spricht er nicht ein Wort (physisch gesehen jedenfalls). Keine Frage, ich kann diejenigen verstehen, die das auf Dauer ein wenig lächerlich finden, mich hat es aber in jeder Hinsicht fasziniert und nur noch mehr in diesen Sumpf aus natureller Schönheit und irdischer Hölle hineingesogen.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Xebeche Sat, 06 Nov 2010 13:46:49 -0000
Antwort löschenWird Zeit, dass ich mir den ansehe!
stalker Sat, 06 Nov 2010 15:02:24 -0000
Antwort löschenDen Gefällt-mir-Button kann ich mal wieder nicht klicken.
@Xebeche: Ja, wird höchste Zeit.
BigDi Sat, 06 Nov 2010 16:42:25 -0000
Antwort löschenDa ist der Film gerade einige Stufen auf meiner "Filme, die ich unbedingt schauen muss, sonst sterbe ich"-Liste hochgehüpft.
stuforcedyou Mon, 08 Nov 2010 16:38:13 -0000
Antwort löschenVerdammt, wann schickt mir die Videothek den endlich zu. Ein Wikinger-Pendant zu DEAD MAN klingt einfach nach "gutem Stoff".
stalker Mon, 08 Nov 2010 17:42:10 -0000
Antwort löschenEher ein Wikinger-Pendent zu Tarkowskijs Stalker. Der Vergleich mit Dead Man würde auf mich abschreckend wirken.
Arakune Mon, 08 Nov 2010 17:52:34 -0000
Antwort löschenDen habe ich persönlich noch nicht gesehen (ein Umstand, den ich so schnell wie möglich ändern möchte). Der Vergleich mit DEAD MAN kam mir nur, weil ich sie beide für atmosphärisch absolut dichte Filme halte, die einen mitzureißen wissen, wie es nur wenige Filme können. Thematisch gehen sie natürlich weit auseinander.
stalker Mon, 08 Nov 2010 18:06:06 -0000
Antwort löschenGleiches gilt für "Stalker". (-:
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Arakune Mon, 08 Nov 2010 18:22:26 -0000
Antwort löschenAch, da empfiehlt mir der stalker doch glatt den Film "Stalker" - dass ich das noch erleben darf...
BigDi Mon, 08 Nov 2010 21:26:34 -0000
Antwort löschenVergleich mit "Dead Man" finde ich schon sehr motivierend, aber stalkers Verweis auf "Stalker" lässt mich vor Vorfreude fast schwitzen...^^
Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenIn Valhalla Rising erzeugt Nicolas Winding Refn eine fantastische, nebelverhangene Atmosphäre der Extraklasse. Es muss allerdings klar sein, dass der Film nur für experimentierfreudige Zuseher geeignet ist. Die Brutalität dringt durch Mark und Bein, für Heroisierungen bleibt kein Platz, stattdessen gibt es nur Dreck und Verderben. Auch die Story arbeitet vor allem auf einer symbolischen Ebene, punktet aber mit vielen Ansatzpunkten für das Publikum. Insgesamt betrachtet ist der Film eine großartige Alternative zum Mainstreamkino, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly
Kommentar löschenWas verrückte, brutale, halb-wahnsinnige, Testosteron-beladene Proto-Vikinger Sagen über einen stummen, seherischen, einäugigen und Schädel zertrümmernden Krieger angeht, ist Valhalla Rising ziemlich großartig.
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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire
Kommentar löschenValhalla Rising brennt sich in deinen Kopf und bleibt dort. Man könnte die Frage stellen, was er uns denn, wenn überhaupt, zu sagen versucht, aber dies ist beeindruckendes Kino.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)
Kommentar löschenValhalla Rising hat das Pech, dass es mit seinem besten Kapitel anfängt und von dort stetig schwerfälliger wird, da er von einer religiösen Thematik heruntergezogen wird, die so dünn ist, wie die filmische Umsetzung spärlich. Und doch ist Valhalla Rising ein großartiger Rausch.
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Rex Reed: The New York Observer
Kommentar löschenValhalla Rising ist nicht mehr als eine aktualisierte Version des Typs von altehrwürdigem Hollywood Wikinger Film, den Kirk Douglas im Schlaf erledigte, was eine Menge inhumaner, knochenbrechender Gewalt ohne Geschichte bedeutet.
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TheBruceWayne Sun, 17 Feb 2013 00:26:05 -0000
Antwort löschenLächerlich
craax Sun, 03 Mar 2013 12:50:45 -0000
Antwort löschendanke Bruce_
Kommentare (205) — Film: Walhalla Rising
HHStyle93 Sat, 27 Apr 2013 13:21:22 -0000
Kommentar löschenWalhalla Rising ist einer dieser Filme , die es schaffen die Langeweile die man zu Anfang des Filmes verspührt , konstant aufrecht zu erhalten.
Den ganzen Film über denkt man sich, irgend etwas passiert noch , aber nein vergebens hofft man auf etwas , was nicht eintreffen wird. Dieser Film gilt im Allgemeinen als "Kunstfilm", aber nur die schottische Landschaft allein verhilft diesen Werk jetzt nicht zu mehr als es in Wahrheit ist...
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Fu-Jay Mon, 22 Apr 2013 20:09:35 -0000
Kommentar löschenWer bei Walhalla Rising einen unterhaltsamen, actionreichen Wikinger-Epos erwartet liegt gänzlich falsch. Dieser Film ist viel mehr ein schwer zugängliches Arthouse-Abenteuer, ohne jeglichen Anflug von Witz oder Sympathie. Alles ist dreckig, gerade zu hypnotisierend trostlos und beinahe schmerzhaft grausam. Einer dieser Filme, die man nicht gerne sieht, aber dennoch irgendwie gut findet. Letztlich bleibt noch zu sagen, dass dieses unangenehm tristesse Kunstwerk zwar sehr gelungen ist, aber der atemberaubenden Darstellung Mads Mikkelsens des stummen, mysteriösen One-Eye nicht gerecht wird.
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LongWayHome Wed, 17 Apr 2013 13:09:23 -0000
Kommentar löschen"Uninteressant" übersetzt Moviepilot eine Vierpunktewertung, dabei ist WALHALLA RISING vieles, aber ganz bestimmt nicht uninteressant. Auf Kinskis Spuren wandelt Mads Mikkelsen als wortkarger Wutmensch durch den Film, begleitet von einem allgegenwätigen Graufilter, einem Kind und einer illustren Schar Kreuzritter. Die über weite Teile beeindruckende Bildästhetik trägt den Film gemeinsam mit der wunderbaren Musik, die absurd gehaltvolle Gewaltdarstellung reißt den Film leider immer wieder aus seiner hypnotisch-depressiven Grundstimmung und vermittelt den Eindruck, der Film sei sich seiner körperlosen, psychischen Gewalt - die in ausschließlicher Existenz innerhalb des Films deutlich runder und sinniger wäre - entweder nicht bewusst oder hinsichtlich der Kraft derer nicht sicher genug. WALHALLA RISING spricht viele zutieft philosophische Themenfelder an, liefert dabei aber leider keine neuen Erkenntnisse, einerseits begründet in der Existenz von AGUIRRE, der über weite thematische Strecken hinweg im Grunde der selbe Film in besser ist, andererseits begründet in der laschen Mutlosigkeit, die WALHALLA RISING leider zu oft ausbremst und den Film schlussendlich in einer Aura der hilflosen Mittelmäßigkeit zurücklässt, die weder nach Fisch noch nach Fleisch schmeckt: Es ist kein Verbrechen, Andeutungen und Gedankenstränge nicht auszuformulieren - aber es ist schade wenn dem Zuschauer seine Gedanken in letzter Konsequenz lieber verweigert werden, als unliebsame Antworten zuzulassen.
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Schlopsi Tue, 16 Apr 2013 21:54:27 -0000
Kommentar löschenEines weiß ich jetzt genau: Kunstfilme sind so gar nicht meins.
Interessant ist für mich jedoch die Tatsache, dass ich "Walhalla Rising" nicht abgebrochen habe, weil ich die Pointe herausfinden wollte. Das diese schon die ganze Zeit "da" ist, habe ich allerdings nicht erwartet.
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Hartigan85 Tue, 16 Apr 2013 22:46:57 -0000
Antwort löschenHm, den muss ich auch noch sehen. Entweder wird er gelobt ohne Ende oder gnadenlos zerissen. Dazwischen gibt es wohl nicht viel. Der wird wohl noch ein wenig warten müssen, gespannt bin ich trotzdem :)
Schlopsi Tue, 16 Apr 2013 22:56:32 -0000
Antwort löschenEs kommt anders als man es vllt. erwartet. Trotz der guten Kämpfe fand ich ihn extreeeem langweilig und musste schon kämpfen, ihn nicht vorzeitig auszumachen. Da bin ich mal auf deine Reaktion gespannt :)
Louis Cyphre Sat, 13 Apr 2013 19:53:58 -0000
Kommentar löschenEin optischer Gourmethappen, der so interessant und spannend ist, wie eine Genitalwarze. Da hilft auch das tolle Maskenbild, die opulenten Bilder, der pikante Sound und ein stummer Mikkelsen nicht. Meine Krampfadern hat es allerdings erfreut. Ich bin "sprachlos"!
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KonTaicho Thu, 04 Apr 2013 20:10:13 -0000
Kommentar löschen"Walhalla Rising" ist ein Film der anderen Sorte. Er ist eine Odyssee ins Nirvana, ein Höllentrip, ein intensives, bildgewaltiges, psychedelisches Konstrukt, das in seiner Athmosphäre wohl am ehesten mit den Werken Lars von Triers zu vergleichen ist.
Auf dem Grabhügel Golgathar des Neuen Jerusalems findet alles sein Ende. Möglicherweise.
In "Walhalla Rising" schlummert eine Bestie.
Und wehe dem, der sie weckst.
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Deathpool Thu, 04 Apr 2013 18:05:54 -0000
Kommentar löschenHoch im Norden, nahe bei den alten Ruinen,magischer Ort und Geborgenheit.
Dort trockne ich meine Tränen, hab dir den Schädel zertrümmert.
Warst der beste Freund, das ungezähmte Pferd, ganzer Stolz der Heimat.
Lange sind wir geritten,Boden erzitterte vor deinem Angesicht.
Das feindliche Heer mit einem heftigen Tritt in der Mitte zerschnitten.
Mörder haben sie uns geschimpft,Schänder am Weibe ins Gesicht gespuckt.
Ihre Dörfer verglühten nur in einer Sommernacht, ihre Schreie verstummten unter der klinge.
Dunkler Bote der das Blut wittert, der die Wunden faulen lässt.
Ihre Augen nur ein kurzer Schein dann erbrachen sie ins kalte Nichts.
Ja wir sind schuldig.
Unsere Reise führt in frostigen Boden.
Die Nacht geistert glitzernd kalt um uns herum.
Feuer spendet keine Wärme mehr, langsam platzt die Haut.
Mein treues Pferd unzählige Schlachten geschlagen, jetzt liegt es schmerzverzerrt am Boden.
Rührt sich nur kümmerlich.
Mein Hammer spaltet den Frost auf das Blut neue Wärme bringt.
Guter Freund hast mir den Tag gerettet,Blicke schweifen über neues Land.
Ob hier die Götter wohnen?
Bin ich am Ende meiner Reise?
Bestialisch innerlich brennend reißt er sich aus den Ketten.
Seine Hand reißt den Gegner in Stücke,legt das dunkle Rot frei.
Meisterlich führt er die Klinge schneidet Muskeln trennt Gewebe.
Blinder Hass verfolgt ihn schon seit Tagen, seine Peiniger fallen vor die Knie.
Ihre Köpfe drehen sich falsch herum,ihre Augen drücken nach draußen.
Wo der Tod ist lebt auch die Hoffnung.
Walhalla Rising blutig nachdenkliche Geschichte über Heimat und Zerfall.
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KonTaicho Thu, 04 Apr 2013 18:21:16 -0000
Antwort löschenSoll ich es auch wagen? Ich trau mich irgendwie nicht, hab angst, er gefällt nicht . _.
Deathpool Thu, 04 Apr 2013 18:24:38 -0000
Antwort löschenTrau dich ruhig ist ein ganz eigener Film.
Mein Kommentar ist auch sehr fiktiv gehalten.
Walhalla Rising kann vieles bedeuten deshalb so interessant.
Gib ihm ne Chance, verdient hat er es.
KonTaicho Thu, 04 Apr 2013 18:26:48 -0000
Antwort löschenDein kommentar ist fiktiv wunderbar gehalten :P
Ich tus, was solls^^ ich erstatte dann Bericht :3
SoulReaver Thu, 04 Apr 2013 18:26:54 -0000
Antwort löschenMeisterwerk. :)
Deathpool Thu, 04 Apr 2013 18:31:04 -0000
Antwort löschen@KonTaicho: dann muss ich ne Anfrage raushauen, bin sehr gespannt.Und ja das heißt Druck, schau ihn jetzt^^
Zumal unser Geschmack sehr verschieden ist, aber darauf gepfiffen.
Ach und danke
@Soul:in gewisser Weise hast du recht;)
Boogers666 Thu, 04 Apr 2013 19:12:40 -0000
Antwort löschenDer Film interressiert mich von der Thematik eigentlich überhaupt nicht aber hab schon viel positives gehört, vielleicht schau ich mal rein ;)
KonTaicho Thu, 04 Apr 2013 20:14:05 -0000
Antwort löschenDer hat was :3 Mit Sicherheit noch deutlich mehr als ich jetzt, kurz danach, gerade zu begreifen glaube! Er hebt sich herrlich vom Brei ab! Ganz toll :)
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Deathpool Thu, 04 Apr 2013 20:33:49 -0000
Antwort löschenSchön das zu hören, ehrlich freut mich
jacker Fri, 05 Apr 2013 07:12:28 -0000
Antwort löschenDer Poet des Nordens ^^
Top Film, absolut einzigartig! Refn weiß einfach was das Wort 'Atmosphäre' bedeutet!
natedb Fri, 29 Mar 2013 23:45:25 -0000
Kommentar löschenOkay.
Ein merkwürdiger, einäugiger Däne mit roten Visionen der auf einem noch merkwürdigeren Trip ein paar Typen killt die eigentlich nach Jerusalem wollten (und stattdessen in Amerika landen) und ein paar Steine aufeinanderstapelt.
So oder so ähnlich ließe sich die Handlung vielleicht in einem Satz beschreiben.
Oder aber "Walhalla Rising" beschreibt die Sinnsuche, oder auch die Suche nach Gott. Und wie solche wirft der Film Fragen auf und gibt keine Antworten. Das Ende lässt einen ratlos zurück.
Dieses kryptische Werk ist schwer zu definieren.
War das Kunst? Vielleicht ja. Vielleicht aber auch nein.
Stoff zum Nachdenken bietet er, soviel steht fest.
Was bei mir zurückblieb waren Eindrücke, aus denen ich mir keine klare Meinung bilden konnte. Die Art und Weise der Darstellung war nicht unbedingt mein Geschmack, aber zweifellos interessant und sicherlich auch innovativ.
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craax Sun, 03 Mar 2013 12:44:28 -0000
Kommentar löschenNicolas Winding Refn (UND Mads Mikkelsen) erzählen ihre (gemeinsam entwickelte) Geschichte in Bildern statt mit Worten oder gewohnheitsverschleierten hinplätschernden Erzählstrukturen. Ein aufs Äußerste (auch wohltuend im Budget) reduziertes minimal-existentialistisches Drama über – nicht Gott und die Welt (obwohl viel vom Kreuz mit dem Glauben nicht die Rede ist) sondern von MENSCH und NATUR und seinen bisherigen Weg durch sie-, aus ihr und – wohin? – heute ( denn Einauge< stirbt nicht / am Ende, sondern existiert - wie vorher – als blasses Geistgesicht, „weiter“,- d.h. stets). Kurz gesagt, wenn es nicht zu blöd wäre, Bedeutungsoffen-hoheit zu sehr einzuengen + zu konkretisieren damit zu beschneiden, ist es eine „Bedeutungssymbolisierung“ der bisherigen Menschheits-Zivilisationsgeschichte,- aus animalischen, elementaren, sehr überlebens-gewaltnahen Anfängen heraus („Kampf-Sklave“),- über das „Krieger“-Stadium (Emanzipation aus unmittelbarer direkter Reaktionsabhängigkeit, Aufstieg zu etwas „persönlicher“ Bewegungs-Entscheidungsfreiheit),- zu einer Weltsicht- Glaubensfundamentation der Selbstbefragungsdeutung nach Sinn („Kreuzzugsgottesritter“-Stadium,: unter einer „Glaubenssymbolisierung“ einem überpersönlich organisierten Staats-Plan der Selbstverständigung gemeinsam folgend bei aller weiterhin vorhandener unterirdisch grummelnder autarker Anarchie) bis hin zu dem etwas verklausuliert vernebelten undeutlichen Übersetzungsende (Rückkehr zur Natur, zur Mensch-Sterblichkeit, vom Ideen-Bau zu sich selbst, seinem Körper, seinem umgrenzten Personen- & Persönlichkeits-Raum, aus der „kosmischen“ Deutungsweite ins enge, zeitliche, körperliche konkrete Sein: zum Staub, der aus Staub hervorgekrochen, und sich kurzerhand auf den Weg zu und den Griff nach den Sternen aufgemacht hat,- um zurückzukehren und nur zu sterben – oder in Anderen, einem naturhaften Menschen-Dasein (das viel wahrer und dauerhafter ist als alle „Zivilisations“-Entwicklung),- weiterzuexistieren, aufs Neue, oder vielmehr -Alte, als existenzialistische Frage im umgebenden Sein, des Geschaffenen, der Natur. Ein kurzes Gleichnis des inneren Zivilisationsgehalts. Belassen wir’s dabei,- denn Refn /Mikkelsen selbst sind gerade bemüht, BILDER zu liefern, die symbolhaft „monolithisieren“,- statt für sie zu erzählungsinterpretieren (wie üblich).
>Einauge< ist, gleich Odin (der Vorchristliche), nicht nur auf einem Auge blind, sondern vor allem auch stumm. Ob er nichts sagt (wie Gott), weil er nicht will oder nicht kann, bleibt offen,- und damit ist er beredter denn viele Dialogfilme. Er ist, was andere in ihn interpretieren. Da er, ganz naturhaft, am überlebensgewandtesten (und dauerhaftesten) ist, ist klar, das er als Interpretationsaufgabenmonolith für die anderen schließlich geradezu zu einem mit einer göttlichen Schicksalsbestimmung ausgestatteten Propheten-Folge-Psychoführergestalt (du gestattest doch) wird – um gleich darauf seinen fortdauernden Menschgleichheits-Status zu beweisen (zu müssen). (Und wieder in der Natur-Masse, auch seinesgleichen, unterzugehen, erneut zu verschmelzen).
Refn (der NewYorkerUpperclass-Sprößling) erzählt auf metropolitische (was die so für elementar halten) elementare Weise. Sätze sind (wie bei ‚Bronson‘, um dessen Nachfolgeprojekt es sich handelt) gezählt, Farben offenbar auch. (Eigentlich „existieren“ nur rot (imaginär, wie Glück) und Blau (vorwiegend) ). Blau ist dabei die gewöhnliche Farbe der Hölle auf Erden (willkommen in der Realität). Ab und zu, wenn er sich ihrer erinnert, kommt als redundanter Ideensplitter ein wenig Natur-Grün hinein (die Toten bergend),- doch mehr rudimentär: denn der Mensch, in seinem vorwiegenden Existieren, gehört sich selbst und seiner engverwandten selbstgeschaffenen Hölle vornehmlich an. Denn eins wird deutlich: homo hominus lupus,- D A S ist die Hölle (wird vor allem in den ersten zwei Stadien, so bluteklig wie möglich, deutlich). – Also Bilder,- sofern der weithin alle Ferne und Klarsicht undurchdringlich stets übermäßig vorhandene Vernebelungsmechanismus der Welt dies zuläßt. Eigentlich sehen wir nur Nähe: des engumgebenden, was uns Trittwiderstands-Festigkeit gewährt (wenn wir nicht gerade mit einer Verdunkelungstüte über dem Kopf einherstolpern).
Refn/ Mikkelsen (den man gar nicht hoch genug loben kann) trauen sich einiges, von guter Musik, über Splatter (was der Zuschauer ja schon schockerstarrungs-adaptiert hat) bis zu dem, was er nie akzeptieren wird, und, je länger, je mehr (er es verlernt),- immer aufs neue und weitere Stärkere s c h o c k ieren wird: nämlich: Ungewöhnliches schlucken zu sollen-, zu interpretieren-, offen-zu-konkretisieren,- sich s e l b s t bemühen und engagieren zu müssen. Valhalla Rising ist kein ‚leichter‘ Film,- aber ein ‚guter‘ (gelungen expressiver) (gäb’s doch mehr davon). Er gibt nicht vor, was jeder Zuschauer zu denken und zu sehen hat, interpretiert nicht für ihn,- sondern liefert, trotzdem bedeutungs-eindeutig wie gute Musik (die hier wieder außergewöhnlich ‚gut“,- besonders gelungen gekonnt ausdrucksvoll überdurchschnittlich, film-gewagt regelbrechend eigenständig / ist) - - eine Interpretationsgrundlage für die notwendige Eigenbemühung des „Zuschauers“ – Deutungsaufgeforderten. – Was nicht beliebige Meinungsvielfalt bedeutet,- sondern Entschlüsselungsbemühung,- Einsatzwillen. Durch diese hohle Gasse muß er kommen: und damit ist seine (zumindest kurzfristige) Erfolgshoheit bereits ausreichend bekanntlich limitiert. Dies Filmwerk ist einfach zu gut, zu cineastisch, zu mühe-inklusiv, für eine breite Erfolgsangelegtheit. Damit sind „die Kenner-Genießer unter sich“? – schade, wenn es so ist. Die Natur: liefert großartige, ja grandiose Kulisse. „Far North“ läßt grüßen: jedes Versprechen, das dort nicht gehalten wurde, wird hier eingelöst – durch geschicktes Verstummen (sic!), Weglassen, und konsequentes Verschweigen dessen, was nicht dorthin gehört,- sondern Vorzeige-Zulassen dessen, was (dort) i s t : u.a. (auch) des Menschen (für seinesgleichen wichtig), - aber beileibe nicht nur. Denn der Mensch ist nicht allein,- auf diesem Planeten. Er glaubt es nur,- an sich. Daneben gibt es noch das Existierende. Und davon ist, und bleibt er, ein Teil,- wenn auch ein gewalttätig harthöriger. (Vielleicht deswegen gut, sich an andere Sinne zu wenden).- Vielleicht auch vor allem, wenn die Frauen so komplett fehlen, wie hier, und das weiblich-mütterliche, also: das matriachalische.
Aber so existieren Männer derzeit und Söhne, nun mal (Jung-Blondie übrigens als Jesus, der für „Gott“ seinen Willen interpretiert?) (der „General“ und der „Priester“: weltlicher und geistiger Überbau, am Ende verlassend/zerstritten,- : der Staats/„Kirchen“-Apparat?) (das „General“sschicksal: läßt nichts Gutes hoffen,- zumindest im Zutrauen des (h)eiligen Nicolas nicht,- hoffen wir, das er nicht wie ein Künstler kein zutreffender Prophet sein wird).
RefnMikkelsen finden also (zusammen) im Einklang mit der Natur eine bildgewaltige Formsprache: ein kunstvoller, ein bedeutungsvoller, ein wort-reduzierter, ein opulenter gewaltiger Film-Monolith. Man muß nicht über-interpretieren. Aber anschauen sollte man sich ihn (am besten mit keinen oder so wenig Erwartungen wie möglich). Wer hier auf nichts Besonderes meint zu stoßen: kann unverhofft reichtief fündig belohnt werden. Er ist keine Offenbarung: aber ein tolles, elementares Film-Gestammel, das wieder einmal zeigt, wofür wodurch dieses Medium wirkt (kann & soll) : Bilder zu liefern, die man für lohnend hält, eine Geschichte zu symbolisieren: und wenn die Bilder schön und groß sind, vielleicht der Geschichte hinter ihnen nicht zu vergessen und sich für sie zu interessieren – und vielleicht hier und da ein passendes Puzzlestück anzufügen. Denn alles Gelöste,- der Mensch ist so, früher oder später : wandert schnurstracks gen der riesigen Halde, die der einzige zukünftige Ort des Erledigten bedeutet.
Refn ist der bessere Tarantino (nicht so saturiert,- vertaub-stummt, ans Schreckliche erfolgsver-gewöhnt : hohnepiepelnd). Hier lohnt sich mehrfach sehen, unabgelenkt konzentriert von äußeren mit inneren Augen.
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TheBruceWayne Sun, 03 Mar 2013 13:44:20 -0000
Antwort löschenToller Kommentar (bin ein wenig eifersüchtig auf deine Interpretationsgabe/Fähigkeit verschachtelter/komplexe aber sinnvolle Sätze zu schreiben^^).Harter Tobak, den du da schreibst.Braucht mal wieder sehr lange zum Lesen craax aber auch wenn ich nicht alles verstanden habe(bedarf wohl weiterer Sichtung deines Kommentars),gibst du mir viele brauchbare Interpretierungsansätze.Auch wenn es jeder persönlich interpretieren sollte, lieferst du mir wenigstens eine Richtung denn ich war beim erstmaligen Anschauen doch ziemlich überfordert.Vor allem der Verweis auf nordische Mythologie, das mit Odin ist mir nie aufgefallen und der Entwicklung des Menschen,Natur Aspekt hat mir gut gefallen.Konntest du das alles nach dem ersten Mal schauen so aufschreiben ?
TheBruceWayne Sun, 03 Mar 2013 13:45:44 -0000
Antwort löschenDen muss ich mir jetztauf jeden Fall nochmal geben.Am Besten gleich die dvd bestellen ^^
Brentano Mon, 04 Mar 2013 22:40:56 -0000
Antwort löschen@ craax
Interessante Interpretation des Film-Themas, da braucht man sich den Film ja gar nicht mehr an zu sehen, oder wäre wahrscheinlich nur enttäuscht, zu/so wenig von deinen Visonen und Erleuchtungen darin/darübr wieder zu finden, höchstens,...!?
craax Tue, 05 Mar 2013 03:26:49 -0000
Antwort löschen;)vlt weit hergeholt, aber es kommt darauf an, was man da mitbringt, ob von sich, oder ob es nicht doch im Falle von RefnMikkelsen abstammt? - wenigstens zu tun hat?- oder ein Mix ist (was ich ja regelmäßig anstrebe?) - ? muß& soll jeder für sich entscheiden! & begrüßen oder ablehnen, wie er mag oder nicht. Denn jeder ist sein eigener Lehrer. Außer er schläft oder ist sonstwie tot bequem.
Hauptsache: aktiv -
auch wenn es aktiviert sein sollte (Funktion/sbegehr der Kunst).
:) schön von dir zu hören (weiß, daß ich noch eine Bringschuld habe:)
Memduman Tue, 05 Mar 2013 11:40:12 -0000
Antwort löschenDeine Interpretationsgabe hätte ich auch gerne, lieber Craax. Beim nächsten Mal habe ich eine Meta-Grundlage, mal sehen ob ich bei der nächsten Sichtung diesmal wach bleibe ;-)
Brentano Tue, 05 Mar 2013 18:06:19 -0000
Antwort löschenja ich denke auch, aktive ebenso protuberante Aufklärung und Visionsheftigkeit ist allemal besser, vorteilhafter, als stumpfe, bieder bornierte, ungeistige "Alltagskultur" ohne Widerstandskraft und Erkenntnisfähigkeit und ohne kognitiven Ansatz, ....
@ craax lass dir ruhig Zeit , ...
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craax Wed, 06 Mar 2013 05:05:10 -0000
Antwort löschenMemduh_lieber, weiß nicht ob das eine so gute Idee ist, enen Film von einem Kommentar her zeitnah zu gucken, wenn er beim ersten Mal nicht so recht von allein funktionieren wollte. Das zeigt vermutlich, das ihr noch nicht so besonders grün seid zu diesem Zeitreifungspunkt füreinander. "Einschlafen" bedeutet sicher: die actionabgestiegene zweite Hälfte ab da, wo sie in der Nebelströmung (mal statt Sturm) nach Amerika abdriften (spielt ja so im 11./12.? Jahrhundert) (dem Kreuzzugs-Jerusalemsgerede-skandinavischem Missionsgerede nach eher oder sogar eindeutig 12. Jh.)(Filmdeutungsspielraum). Aber du machst das schon.
alternativer Vorschlag: die wunderbaren originalen "Islandsagas" aus derselben und etwas späterer Zeit mal lesen (irgendein Verlag). Da ist übrigens u.a. die Original-Ursprungsbelegung der Überfahrt (und warum) von Erik dem Roten und der Koloniegründung wiederholt schließlich unter seiner Führung auf Grönland /"Grünland", oder gar Vinland, "W E I N land!!) - - und seinen Motiven (mußte nämlich wegen frühverstockter Totschlags-Raufbolderäudigkeit zuhause für eine Weile mit seinem stolzen Schiffsbesitz samt Mannschaft recht stante pede verschwinden)- - die Rede/n (Propaganda gab's immer). Alles O-Ton aus dem 13./ 14.Jh., von Barden an der Schwelle +in der Umbruchszeit der Christianisierung berichtet. Mindestens so gut wie ein Film - und die 'Nibelungen' sind ** dagegen (naja, Geschmackssache, aber so ist meiner)... es ist natürlich /vitaminreiche/ Rohkost.
Wie auch immer: good luck!:)
craax Wed, 06 Mar 2013 05:25:26 -0000
Antwort löschenheh Memduh_, noch eine Idee: die PrinceValiant-Sage von Hal Forster (heute eines der vergessenen Kleinodien der Ursprungs-Popkultur und Teil meines frühen Jugendglücks) handelt zu einem guten (späteren) Teil auch von einem Wikingerschiff, das ebenso dekorativ (und aus ähnlichen Brautraub-Motiven) auf amerikanisches Neuland +Bewohner trifft... aber vermutlich bist du schon zu erwachsen für eine Erstbegegnung mit seiner wundervoll präzisen und imaginationsreichgenau vorstellbaren Zeichnungs-Welt. Hal Forster ist ein Schatz! der Menschwerdung. :)
supernatural91 Sun, 24 Feb 2013 20:43:32 -0000
Kommentar löschenLieber lass ich mir nochmal die Weisheitszähne ziehen, als das ich diesen Film wieder anschaue!
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bloodyglasspuppet Fri, 01 Mar 2013 21:55:10 -0000
Antwort löschenSchlimmer als das Ziehen der Weisheitszähne? Für mich klingt das nach einem erfolgreichen Film...
craax Sun, 03 Mar 2013 13:00:25 -0000
Antwort löschenblgl.p_wenn du nicht Kinokassen,- sondern phantastisch g e l u n g e n meinst : jau...
Lalita Fri, 22 Feb 2013 21:58:21 -0000
Kommentar löschenEin spaßiger Film mit vielen fröhlichen Bildern!
Naja, zumindest einmal in 90 Minuten lächelt der einäugige Mikkelsen. Den ganzen Film über bleibt er jedoch stumm.
Düstere Bilder und wunderschöne Landschaftsaufnahmen, dazu ein passend finsterer Soundtrack... ein Boot, viel Schlamm und Blut und ein paar Todesschreie.
Wer braucht da noch Worte?
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Kargonis Thu, 21 Feb 2013 17:06:03 -0000
Kommentar löschenIch habe keine 10 Minuten geschafft.
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TheBruceWayne Sun, 17 Feb 2013 00:54:12 -0000
Kommentar löschenWas habe ich da gerade nur gesehen ? Arthouse, Splatter, Wikingerfilm, Sinnsuche? Es war absolute Ultra-Kunst. Eine apokalyptische Mischung aus Joseph Conrads Herz der Finsternis und "Aguirre der Zorn Gottes". Nur dreckiger, verstörender, brutaler und gewürzt mit religiösen, mythologischen und mystischen Aspekten statt dem Wahnsinn eines Kinskis . Wahnsinn wird hier zwar auch gezeigt, vor allem im Bezug auf den christlichen Wallfahrtseifer des Anführers der "Kreuzritter", ist aber dennoch weniger im Vordergrund. Eher ist es wohl der Zorn, der im Mittelpunkt der Handlung steht. Zorn und Sinnsuche. Zu finden in den wunderschönen Naturbildern (Skandinavien ?) oder in dem unergründlichen Gesicht von Mads Mikkelsen . Keine Ahnung, wie ich den Film zu interpretieren habe um dem Sinn des Regisseurs am ehesten zu treffen.Waren das am Ende Indianer ?Sind die Jungs in Nordamerika gelandet ? Wo befindet sich schon die Hölle ?War sie schon von Anfang an dabei mit dem "silence warrior "? Muss den wohl noch mehrere Mal sichten, um einen treffenderen Kommentar zu schreiben.Gerade geht es nicht. Bin zu überwältigt von den Empfindungen. Ein filmgewordener Fiebertraum schreibt ein Kritiker. Und da hat er Recht. Valhalla Rising ist vieles nur nicht schlecht. Daher entscheide ich mich einfach mal spontan für eine 10ner Wertung.
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TheBruceWayne Sun, 17 Feb 2013 00:59:24 -0000
Antwort löschenAchja die IMBD Wertung ist mal wieder komplett lächerlich .
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alita Sun, 17 Feb 2013 12:09:03 -0000
Antwort löschenwie auf dem cover schon steht, "Mads Mikkelsen ist der coolste däne seit hamlet" !!!
P.S. ultrakunst is ja mal n cooler ausdruck für dieses meisterwerk.
TheBruceWayne Sun, 17 Feb 2013 12:19:58 -0000
Antwort löschendanke,mir fallen viele Begriffe für dieses Meisterwerk ein.Ultrakunst fand ich aber irgendwie passend :)
(VINCENTVEGA) Sat, 16 Feb 2013 19:56:40 -0000
Kommentar löschenkomplex, philosophisch, unkonventionell, verstörend, karg, gewaltig, Kunst!?
oder einfach
viieeel zu mühsam und langatmig!
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Maniac131 Tue, 12 Feb 2013 19:42:35 -0000
Kommentar löschenDer Film ist wirklich einmal etwas besonderes. Er schickt das Publikum auf einen Trip, auf dem es für jeden Zuschauer woanders hingeht. Kaum ein anderer Film lässt soviel Raum für Interpretationen und der Film wird nicht geschaut, er wird erlebt. Zu wenig Gemetzel für einen Hollywoodwikingermüll und zu wenig nutzloses, pseudointellektuelles Geschwafel für eine Arthausschlaftablette. Was bleibt ist ein bildgewaltiges Meisterwerk, dass jeder ganz für sich erlebt haben sollte. Lasst euch überraschen, wo euch die Reise hinführt. Eine unbedingte Empfehlung.
Die Freigabe der FSK ab 16 Jahren ist nebenbei gesagt sehr verwunderlich. Refntypisch hält er sich auch hier nicht gerade zurück, was seine kleinen Gewaltexzesse angeht. Aber wahrscheinlich galt hier mal wieder das Motto: Wenn wir zu blöd sind,es zu verstehen, muss es ja was intelligentes sein und schon darf man sich auch in jungen Jahren dran versuchen.
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SKURRIL Thu, 31 Jan 2013 12:50:56 -0000
Kommentar löschenEin bisschen wie in Tarkovsky-Filmen wird in „Valhalla Rising“ mit einer ausschweifenden Bewegungslosigkeit eine relative Zumutbarkeit erreicht. Diese schwankt von Zuschauer zu Zuschauer: Menschen, die sowohl am Naturalismus als auch an nordischer Mythologie Gefallen finden, werden es auch hier tun; Menschen, denen Wortkargheit und im Sekundenstil behandelte Bilder nicht zusagen, werden ihren Hass offenkundig aussprechen. Weite Panoramaaufnahmen verleihen der ergreifenden Mystik skandinavischer Regionen einen entscheidenden, distanzierten, kalten Touch. Kamera, Belichtung und Nebel erzeugen eine äußerst bedrohliche, triste Landschaft und Poesie. Inmitten dieser befindet sich One-Eye, ein gefangener Krieger aus der Hölle (im Orginalton möglicherweise ein homophones Wortspiel: entweder „hell“ oder „hel“, die Unterwelt der nordischen Mythologie), wie es sein einziger Freund behauptet, ein kleiner Junge, der ihm Wasser und Nahrung bringt. Unglaublich, was Mikkelsen ausschließlich durch Mimik und Gestik vermittelt - das ist ganz große Kunst. Sein Charakter weist etliche Parallelen zur Götterhoheit Odin auf, sei es die Wunde an der Brust, sei es seine Unbezwingbarkeit in den Kämpfen, zu denen er gezwungen wird, sei es seine Einäugigkeit, die jener im Tausch gegen die Weisheit erlangte oder sei es seine übermenschliche Fähigkeit für Visionen. Ihm gelingt es, sich zu befreien und er entledigt sich zugleich brutal seiner Peiniger. Allein den Jungen verschont er. In seiner weiteren Reise in Richtung Walhalla, dem Ruheort der glorreichen Krieger, brodelt es immer wieder von brachialer Gewalt, eingetaucht in einer poetisch düsteren und religiösen Stimmung, aber auch von einer Prise Groteske. Refn beeindruckt mit diesem Kunstfilm, spaltet Köpfe und Zuschauer, aber dies in einer stilsicheren Art und Weise voller Authentizität. Keine Sekunde lang kommt Zweifel am Gesehenen auf, obwohl dieses aufgrund seines eigenwilligen Mythos‘ und seiner faszinierenden Wirkung durchaus als surreal und irritierend aufgefasst werden kann, weil sich Traum-/Visionsequenzen, die wirklich ein optischer Genuss voller bevorstehender Wahrheit sind, konträr in die Erzählhaltung eingliedern. Wie eine Irrfahrt, angesiedelt in einer Fusion aus Himmel und Hölle, wie eine Reise innerer Handlung, die auf die Bilder nach außen hin projiziert wird.
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jacker Thu, 31 Jan 2013 13:11:17 -0000
Antwort löschenSehr schön beschrieben und analysiert.
War vor ein paar Tagen als ich den erstmalig sah auch völlig umgehauen und gefangen :)
DonChris Thu, 31 Jan 2013 14:03:10 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar! Zum Glück wird der Streifen langsam von der Community entdeckt und zu großen Teilen auch sehr positiv bewertet, denn 5,9 als Community-Durchschnitt für diesen in seiner Machart, handwerklich und schauspielerisch sehr überzeugenden Film, entspricht nicht dem Bild das ich von ihm habe.
MrKatsumi Thu, 31 Jan 2013 19:17:02 -0000
Antwort löschenSchließe mich meinen beiden Vorrednern in allen Belangen an!
SKURRIL Thu, 31 Jan 2013 22:30:39 -0000
Antwort löschenDanke euch! Ja, ich finde man darf die Reichweite einer Community überhaupt garnicht unterschätze. Wenn da einige ne Meinung etablieren, kann das große Auswirkungen haben! :)
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Eulenterror Wed, 06 Feb 2013 10:32:32 -0000
Antwort löschenSehr gute Kritik für einen in meinen Augen sehr guten Film. Sie wird dem Film absolut gerecht und beschreibt ihn sehr treffend, was angesichts dieses Werks schon eine äußerst respektable Leistung ist.
SKURRIL Thu, 07 Feb 2013 09:34:27 -0000
Antwort löschenDankesehr!
jacker Tue, 29 Jan 2013 08:33:49 -0000
Kommentar löschenKarges Land, der Wind pfeift unaufhörlich. Nebel. Kälte. Dreck. Ein bedrückendes pulsieren in der Ferne. Hunger. Leid. Tod, doch nicht der eigene. Trostlose Landschaft, trostloses Leben. Die Suche nach Sinn. Rohe Natur, rauh und finster, böse. Berfreiung.
Das Bewusstsein löst sich.
Visionen. Der Nebel umschmiegt uns, nimmt uns auf, verschlingt uns. Pulsieren in der Ferne. Oder ganz nah? Angst. Unsicherheit. Ungewissheit.
Hunger, Durst, Isolation, Qual. Befreiung? Der Glaube treibt uns an. Aber wohin?
Das Bewusstsein schwebt, tanzt, verliert sich, entmaterialisiert sich.
Die Reise wird zum Trip, der Trip zur Erkenntnis. Das Land heilig? Oder verdammt! Was ist das Ziel?
Die Sonne geht auf. Erlösung? Berfreiung? Erleuchtung!
Die Stätte der Krieger erreicht. "Walhalla Rising".
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JackoXL Tue, 29 Jan 2013 08:55:15 -0000
Antwort löschenSehr schöner Kommentar, mit dem Film konnte ich nicht ganz so viel anfangen.
jacker Tue, 29 Jan 2013 08:58:48 -0000
Antwort löschenDanke, hab versucht auch nur im Ansatz diese monströse Wucht an Stimmung und Atmo wiederzugeben (auch wenn das verbal nicht geht!)!
Hab deinen Kommentar schon gelesen. Klang nach: Erwartung / Stimmung clasht völlig mit dem was du geboten bekommen hast. Aber bei dem Film kann man erwarten was man will, man bekommt wohl immer was anderes.
Ich wurde auf jeden Fall lange / ewig / (noch nie?) so Trip-mäßig gebannt und festgehalten. Die Atmosphäre ist überhaupt gar nicht in Worte zu fassen.
Als der Abspann ganz plötzlich da war hatte ich nur ein großes: 'WTF!' vor Augen. Im positiven Sinne!
JackoXL Tue, 29 Jan 2013 09:04:28 -0000
Antwort löschenSo war es auch, also der Clash.
Die Atmosphäre und Bilder sind in der Tat außergewöhnlich, weshalb ich ihn bestimmt irgendwann noch mal austesten werde. Jetzt kann der mich ja nicht mehr überraschen. :)
jacker Tue, 29 Jan 2013 09:11:15 -0000
Antwort löschenGenau, einfach wenn du mal nachts allein und in meditativer Stimmung bist, noch mal versuchen. Ich wusste gar nichts im Vorfeld, er hat aber gestern Abend genau in die richtige Kerbe getroffen.
Baumkopf Holzfaust Tue, 29 Jan 2013 09:15:37 -0000
Antwort löschenHmmm. Ich muss zugeben,dass der Filmfür mich anfangs ein Rätsel war, für das ich einfach noch nicht bereit war. Aber nach dieser schönen Kritik und dem Kontext von "The Grey" und "Take Shelter" ist es in der Tat ein BEitrag (oder vll die Keimzelle) dieser neuen Filme ohne das übliche Alles-wird-gut Schema. Werde ihn mir wohl nochmal geben, danke!
jacker Tue, 29 Jan 2013 09:21:29 -0000
Antwort löschenErstmal danke, dass du meine kleine Assoziationsflut als 'schöne Kritik' bezeichnest :)
Ich weiß selber nicht viel darüber, aber es hilft sicher für den Film ein Basiswissen an nordischer Mythologie und das 'Valhall' zu haben. Dann macht das nicht nur aus assoziativer, sondern auch auf inhaltlicher Ebene Sinn und es tun sich erstaunliche Analogien zu Jarmusch's "Dead Man" und einigen anderen Filmen auf.
DonChris Tue, 29 Jan 2013 09:22:31 -0000
Antwort löschenKlasse Film und eben nicht so einer, der sich für die breite Masse verwässern lässt. Mir hat der Stil ebenfalls gefallen, gerade wegen seiner Konsequenz.
jacker Tue, 29 Jan 2013 09:30:58 -0000
Antwort löschenUnd was für eine Konsequenz!
samploo Tue, 29 Jan 2013 10:42:20 -0000
Antwort löschenGuter Kommentar. Ich war auch absolut gebannt beim ersten Schauen... ach was, ich bin es auch heute noch. Einen derartigen Trip bekommt man wirklich nicht oft serviert.
jacker Tue, 29 Jan 2013 12:02:17 -0000
Antwort löschenDeinen Kommentar habe ich auch schon gelesen. Sehr treffend analysiert :) In einem kleinen Punkt würde ich dir widersprechen (wobei ich glaube dass wir das gleich sehen, du dich nur missverständlich ausgedrückt hast.
Du schreibst: 'Lässt man sich jedoch von der Gänsehaut-erregenden Atmosphäre mitreißen, werden die Dialoge zur Nebensache.'
Wahrscheinlich meinst du, dass die Atmosphäre einfach das Hauptmerkmal ist (was ich auch so sehe). Allerdings finde ich die Dialoge, auch gerade in ihrer Spärlichkeit, sehr tief und bedeutungsschwanger.
Ist eigentlich was bei der DVD-Hüllen Aktion rausgekommen?
samploo Tue, 29 Jan 2013 13:47:55 -0000
Antwort löschenJa, so meine ich das im Prinzip auch. Nicht hundertprozentig getroffen. ;)
Uff, das ist nun auch schon eine Weile her, aber man argumentierte wohl damit, dass es ja prinzipiell auch immer ein Plus fuer den Zitierten ist oder dergleichen, wobei Moviepilot ja nichtmal die einzige Seite ist, auf der die Kritik von mir in der Form zu finden ist... Ich hatte letztlich wenig Motivation noch genauer nachzuhaken.
Finde es aber ganz nett, was eigenes auf der Huelle von einem der persoenlichen Lieblingsfilme lesen zu duerfen.
jacker Tue, 29 Jan 2013 13:51:14 -0000
Antwort löschenIst nicht verkehrt, das stimmt wohl..
Mann, oh Mann, der Film spukt mir immernoch fast dauerpräsent im Kopf rum und erschwert mir das Denken :O
Dr. Tyrell Tue, 29 Jan 2013 16:36:05 -0000
Antwort löschenIch musste den ausmachen...vielleicht geb' ich ihn noch mal 'ne Chance irgendwann...
jacker Tue, 29 Jan 2013 16:42:19 -0000
Antwort löschenUps. Gerade deinen Kommentar gelesen. Da war aber jemand sauer ^^
Also ich kann es natürlich nur empfehlen ne zweite Chance zu geben.
Magst du "Dead Man"?
Ich finde die beiden Filme sind sich sehr ähnlich, sowohl in ihrer Machart (fast vollst. Fokus auf visuellem, sehr langsam) als auch in ihrem zentralen Motiv: die Darstellung des Übergangs vom Leben in einen höheren Zustand.
Mich haben die Bilder und diese dunkle, bedrückende und hoffnungslose Atmosphäre einfach voll gebannt und mitgerissen. ich kann aber mit 100% Atmo-Filmen auch echt viel anfangen (beispiel Jarmusch). Vielleicht ist es einfach nicht dein Film ?!
FilmFuzzi Sun, 03 Feb 2013 15:34:31 -0000
Antwort löschenHab schon viel von diesem Film gehört und hatte ihn schon ziemlich oft im Laden in der Hand, Ich glaub deine Kritik ermutigt mich ihn mir mal zu holen ;)
jacker Mon, 04 Feb 2013 13:44:56 -0000
Antwort löschenSollte dich ja nicht allzu viel kosten ;)
craax Sun, 03 Mar 2013 13:04:47 -0000
Antwort löschenselbst wenn es einiges kostet: DAZU sind Filme da!
jacker Sun, 03 Mar 2013 13:07:44 -0000
Antwort löschenDas ist richtig. WALHALLA RISING ist leider einer der filme, die trotz sehr eigener Qualität scheinbar kaum Abnehmer finden.. die BluRay (!!!) bekommt man gebraucht für 2.99€. Gut für uns, aber schade, dass scheinbar so wenige dieses Werk schätzen :(
craax Sun, 03 Mar 2013 13:27:13 -0000
Antwort löschen2,99... didn't knew, aber paßt zu meinen in solchen Fällen (un)gern pessimistischen Erwartungen... VanGogh verkaufte zu Lebzeiten keine drei Bilder ... ganz so gut scheint Refn dann doch (vergönnt) nicht zu sein...! mich macht stutzig, das so viele Bronson-Verehrer (immerhin DAVOR) dann nicht doch (eigen-)mißtrauisch werden...
jacker Sun, 03 Mar 2013 14:24:58 -0000
Antwort löschenBRONSON kenne ich nicht.
Aber WALHALLA RISING ist schon sehr unkonventionell..
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craax Mon, 04 Mar 2013 06:13:01 -0000
Antwort löschenna ja, und dann kam bald Drive. Also mitten irgendwo dazwischen, fällt dieser hier so raus, als Aussetzer, ohne das sich jemand wundert von denen, die die anderen beiden für Offenbarungen halten /was sie eigentlich nicht sind,- wenn auch ausreichend unkonventionell, um gehörig aufzufallen. Drive ist allerdings wirklich sehr gut und ein Reifefortschritt (tschuldigung wenn ich so von oben schere) aber es ist nun mal so, wenn ich jemanden den Bauch aufschlitzen und Eingeweide heraushebeln sehe, bin ich mit der Stufenreife ausschlachtend noch etwas unzufrieden... und toleriere das nur, wenn ichs als Symbol einer Interpretationsgeschichte (und die Geschichte gibt leider solche Symbole her) um/überstülpen kann ... was (für mich) hier schon gelingt./
Doch Refn KANN Bilder machen... und Film muß nicht (ist zwar schön wenn) die Weisheit mit Löffeln fressen, es genügt, wenn er (in Augenwerten) einen Löffel bildet... die umherhaufende Weisheit findet sich dann schon von selbst und gelegentliche Mahlzeit. Refn findet starken Ausdruck; das reicht (fürs Schauen) allerdings und bereits und gut ist schon -
:)c.
jacker Mon, 04 Mar 2013 08:34:42 -0000
Antwort löschenMal wieder weise Worte!
An Interpretation und Symbolik mangelt es WALHALLA RISING tatsächlich nicht. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, dass Leute den Film sehen und nicht im entferntesten auf die nordische Mythologie kommen..
Mr Beautyghost Wed, 23 Jan 2013 00:43:22 -0000
Kommentar löschenNicolas Winding Refn zerlegt hier schonungslos
jedes Versprechen, dass man vom DVD-Cover
hätte mitnehmen können, weder Schwert-,
noch Fantasy-, noch sonst wie irgendein Film,
Vergleiche mit „Der 13. Krieger“ oder „Outlander“ sind völlig unangebracht.
Durch „Drive“ wurde ich auf Refn aufmerksam. Im Gegensatz zum hochgelobten Drive finde ich hier aber ein sehr viel stringenteres Werk, welches nicht dem geringsten Anspruch genügen will. Kein love interest, keine witzigen Sprüche fürs Popcorn-Kino; zu viel Blut, keine bedeutungsschwangeren Dialoge fürs Arthouse. Eigentlich gibt es überhaupt keine nennenswerten Dialoge, Mads Mikkelsens Figur sagt nicht ein Wort, und dennoch zeichnet seine Charakterdarstellung und die der anderen das Bild des Abstiegs in die Wikingerhölle mehr als packend für mich.
Das Endzeit-Farbenspiel, was in „The Road“ für mich eher aufgesetzt durch ewiges Sepia wirkt, gelingt Refn hier spektakulär mit riesigem Kontrastumfang. Klaustrophobisches Dunkelblau bis karges Weiß-Grün, ergänzt durch die bemerkenswerte Kamera, die versucht ist, noch so jedes winzige Fitzelchen Dreck und Blut einzufangen, nur um dann wieder völlig der Szenerie zu entrücken.
Wie einen filmgewordenen Alptraum, drückend, schwelend, bebildert Refn die physische und geistige Irrfahrt der Wikinger-Crew mit gefühlter und tatsächlicher Leere in der Inszenierung, sporadisch begleitet von kratzender E-Gitarre und pochendem Getrommel.
Da die Atmosphäre des Films einzig auf der Bildersprache ruht und narrativ so gut wie inhaltsleer ist, ist das hier entweder Segen oder Fluch und scheidet verständlicherweise die Community in zwei Lager. Aber was man diesem Film trotz aller handwerklicher Kritik nicht absprechen kann, ist seine Unkonventionalität. Man staunt, man rätselt, man ärgert sich, in jedem Fall aber ein Erlebnis. Allein für solchen Filmemachermut gebe ich meine Punkte gern.
Wer allerdings gar keinen Spaß an Interpretations-Kino hat, wem lange Panorama-Aufnahmen in HDR zu müßig sind, wer Filmkunst lieber plakativ und voll vertont mag, für den ist Walhalla Rising sicher nichts.
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dustyOn3 Wed, 23 Jan 2013 00:06:17 -0000
Kommentar löschenStiller und gerade deshalb so gewaltiger Indie-Film mit exorbitant düsterer Ausstrahlung. Jede Sekunde ist wie der Heimweg durch einen unbeleuchteten Park mitten in einer regnerischen Nacht. Nahezu gänzliche Anspannung, 89 Minuten lang. Refn in Höchstform, Mikkelsen in Höchstform (auch wenn er kein Wort spricht).
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Gearbreaker Sat, 05 Jan 2013 15:53:48 -0000
Kommentar löschenDie einzige Verbindung zu "Aguire", die man hier ziehen kann ist, dass "Walhalla Rising" alle Merkmale von Qualität und Kreativität des großen Klassikers nicht aufweist und damit ein flaches Abbild des Vorbilds ist.
Ach Nicolas. Ich mag deinen Stil eigentlich, aber bitte überlass die düsteren Historien-Schlammschlachten Leuten die's können. Mit dem Film hier kannst du nicht einmal den 13. Krieger beeindrucken und mit kryptisch verschränkten Szenen, expressivem Farbspiel und super-Slow-Mo lockst du mich auch nicht mehr hinterm Kamin hervor, außer du nutzt den Kram auch anständig (siehe "Drive").
Nach dem ganzen Unsinn habe ich mich immer wieder auf eine nette Actioneinlage gefreut. Doch die Freude ward nur von kurzer Dauer, musste doch jeder Dolchstoß, jeder Keulenhieb und Schwertstreich mit miserablem CGI-Blut begleitet sein.
Fazit: Etwas weniger THC für den Cutter, Theaterblut statt CGI-Gespritze und das wär'n schicker Film gewesen, so reicht's aber nur für sechs von zehn Einäugigen als Endnote.
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