Walhalla Rising

Valhalla Rising (2009), DK/GB Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Abenteuerfilm, Actionfilm, Fantasyfilm

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6.3
Kritiker
26 Bewertungen
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5.9
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2078 Bewertungen
216 Kommentare
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von Nicolas Winding Refn, mit Mads Mikkelsen und Jamie Sives

Im Jahr 1000 nach Christus spielt die Geschichte von One-Eye, einem stummen, übernatürlichen Krieger, der von den Wikingern gefangen gehalten wird. Doch er kann entkommen und schließt sich einem Kreuzzug nach Jerusalem an – gemeinsam mit einem kleinen Jungen, der ihn während seiner Gefangenschaft gefüttert hat.

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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: Walhalla Rising

Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] Ein bahnbrechendes Kunstwerk, ein Arthouse-Film zum Diskutieren, ein herausragender Mads Mikkelsen und eine Gruppe Wikinger, die sich in ihrer eigenen kleinen Hölle wiederfinden. Es ist eine Erfahrung sondergleichen. [...]

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

BlackEaster

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Schöner Kommentar.

Fühlte mich bei dem Film irgendwie an das Siebente Siegel erinnert...


liquid

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Wunderbarer Kommentar!
Kannst du mir bitte einen Beweis für "Das Entscheidende ist nicht der Glaube an Gott, sondern der Glaube an sich selbst." liefern, falls deine Sichtung nicht schon zu lange her ist.
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass jemand besonders an sich selbst glaubt und dadurch etwas für sich erreicht.
Oder ist es ganz einfach dass der Einäugige den Glauben an sich selbst symbolisiert?


Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.5Sehenswert

Grossatrig atmosphärisches Independent-Kino, das sich klassischen Konventionen (und damit Vorhersehbarkeiten) entzieht. Mikkelsen gibt den stummen, gnadenlosen Einäugigen Kriger in beklemmender Konsequenz. Angeschnittene Themen gibt es viele, die Interpretation indes bleibt dem Publikum überlassen. Natürlich kann man alles auch nur als handlungsarmes Wikinger-Drama sehen. Wenn man das will. Grosser Pluspunkt ist die beklemmende Stimmung, die sich konsequent bis zum Ende durch den ganzen Film zieht und meiner Meinung für sich gestellt schon den Film sehenswert macht. Blutig ist es, meiner Meinung nach FSK 16 zu lasch bewertet. Aber das ist ausdrücklich keine Kritik, denn die Gewalt passt einfach zum Film, der auf seine (unkonventionelle) Art die einzelnen Elemente grandios zu einem stimmigen Ganzen vereint.

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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/

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7.0Sehenswert

Valhalla Rising ist der neueste Film des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, der zuvor für die Inszenierung der "Pusher" Triologie und des großartigen Gefängnisfilmes "Bronson" verantwortlich gewesen ist. Das Drehbuch stammt bei dieser dänisch/englischen Koproduktion ebenfalls aus seiner Feder, gedreht wurde ausschließlich im wunderschönen Schottland und außer Mads Mikkelsen ist kein einziger, international bekannter Schauspieler dabei.

Dieser Film erzählt seine Geschichte mit völliger Ernsthaftigkeit und ohne jeglichen Humor. Gesprochen wird nur wenig, die Hauptfigur bleibt die ganze Zeit über stumm. Die Musik arbeitet oft nur mit atmosphärischen Klängen der Umgebung, lange Schwenks und Naturaufnahmen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese filmische Wikingerwanderung. Auch auf Grund der fast schon elegischen Erzählgeschwindigkeit ist dies also absolut kein Film für Freunde von schnellen Schnitten, großer Actionszenen und zügig erzählten Abenteuern allgemein.

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Elisabeth Maurer

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6.5Ganz gut

Mensch und Natur. Das „und“ drückt keine Zweisamkeit aus, ebensowenig ist es durch ein „versus“ zu ersetzen, es steht für ein Verhältnis. Dieses wird im Text vor Beginn des Films beschworen, dieses schon im ersten Bild in Szene gesetzt. Da ist eine schroffe Hügellandschaft zu sehen, am Rande, klein, ein einzelner Mensch, ein Kind, wie die nächste Einstellung verraten wird. Das Land wird im Folgenden immer nebelig, kalt, unwirtlich sein. Die auffälligsten und aussagekräftigsten Bilder von Walhalla Rising zeigen in Weitwinkelaufnahme am Rande des Bildes, im Vordergrund, leicht angeschnitten die Köpfe der Charaktere, dahinter das weitläufige Land. Die Gesichter im Profil, aber leicht zur Kamera gedreht, lassen nie den Blick in die Tiefe des Bildes und somit des Landes gehen. Vielmehr geht der Blick irgendwo zu einem Punkt jenseits der Bildachse, ein Gegenschnitt folgt nie. Wonach die Augen, die Menschen suchen, ist ihr Verhältnis zur Natur, zu der sie umgebenden Wirklichkeit. ...

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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6.0Ganz gut

Ja, VALHALLA RISING ist tatsächlich tonnenschwer. In seiner Aussage, in seinen verschiedenen Interpretationsebenen und in seiner erdrückenden Atmosphäre. Geredet wird hier nämlich nicht viel und wenn, dann müsste man sich den entsprechenden Dia-/Monolog gleich nochmal anhören, weil er so vieldeutig ist.
In Sachen Gewalt überrascht er mit zwar rar gesäten, dafür aber äußerst harten Darstellungen, was die Alterseinstufung von "FSK 16" beinahe lächerlich macht. Wenn man die ästhetisierte Gewalt von OLDBOY mit der von VALHALLA RISING vergleichen würde, dann wäre erstere sicherlich eine wunderschöne temperamentvolle Frau mit perfekter Haut, bei der jede Bewegung, jedes Handeln perfekt durchdacht ist - VALHALLA RISING hingegen ist ein raues behaartes Männerbein, das einem muskulösen Körper angehört, der dir ohne zu überlegen das Genick brechen würde, wenn es nötig ist. Um dich anschließend noch zu Köpfen und dein Haupt zu pfählen.
Überwältigende Bilder sind es, die Nicolas Winding Refn hier auf Zelluloid bannt. Menschenleere wunderschöne Landschaften (von denen ich heute Nacht sogar geträumt habe), harte Kontraste und vielsagende Symboliken, die an ein hoffnungslos grausames Gemälde erinnern.
Denn der Film nimmt sich wirklich todernst - was er aber auch darf, wie ich finde. One-Eye schlachtet ab, er geht weiter, schlachtet später kurzerhand wieder jemanden ab, um dann erneut weiterzugehen - während des ganzen Films spricht er nicht ein Wort (physisch gesehen jedenfalls). Keine Frage, ich kann diejenigen verstehen, die das auf Dauer ein wenig lächerlich finden, mich hat es aber in jeder Hinsicht fasziniert und nur noch mehr in diesen Sumpf aus natureller Schönheit und irdischer Hölle hineingesogen.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Arakune

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Ach, da empfiehlt mir der stalker doch glatt den Film "Stalker" - dass ich das noch erleben darf...


BigDi

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Vergleich mit "Dead Man" finde ich schon sehr motivierend, aber stalkers Verweis auf "Stalker" lässt mich vor Vorfreude fast schwitzen...^^


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

In Valhalla Rising erzeugt Nicolas Winding Refn eine fantastische, nebelverhangene Atmosphäre der Extraklasse. Es muss allerdings klar sein, dass der Film nur für experimentierfreudige Zuseher geeignet ist. Die Brutalität dringt durch Mark und Bein, für Heroisierungen bleibt kein Platz, stattdessen gibt es nur Dreck und Verderben. Auch die Story arbeitet vor allem auf einer symbolischen Ebene, punktet aber mit vielen Ansatzpunkten für das Publikum. Insgesamt betrachtet ist der Film eine großartige Alternative zum Mainstreamkino, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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8.0Ausgezeichnet

Was verrückte, brutale, halb-wahnsinnige, Testosteron-beladene Proto-Vikinger Sagen über einen stummen, seherischen, einäugigen und Schädel zertrümmernden Krieger angeht, ist Valhalla Rising ziemlich großartig.

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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire

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8.0Ausgezeichnet

Valhalla Rising brennt sich in deinen Kopf und bleibt dort. Man könnte die Frage stellen, was er uns denn, wenn überhaupt, zu sagen versucht, aber dies ist beeindruckendes Kino.

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Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

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7.0Sehenswert

Valhalla Rising hat das Pech, dass es mit seinem besten Kapitel anfängt und von dort stetig schwerfälliger wird, da er von einer religiösen Thematik heruntergezogen wird, die so dünn ist, wie die filmische Umsetzung spärlich. Und doch ist Valhalla Rising ein großartiger Rausch.

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Rex Reed: The New York Observer

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2.5Ärgerlich

Valhalla Rising ist nicht mehr als eine aktualisierte Version des Typs von altehrwürdigem Hollywood Wikinger Film, den Kirk Douglas im Schlaf erledigte, was eine Menge inhumaner, knochenbrechender Gewalt ohne Geschichte bedeutet.

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TheBruceWayne

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Lächerlich


craax

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danke Bruce_



Kommentare (205) — Film: Walhalla Rising


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HHStyle93

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Bewertung2.0Ärgerlich

Walhalla Rising ist einer dieser Filme , die es schaffen die Langeweile die man zu Anfang des Filmes verspührt , konstant aufrecht zu erhalten.
Den ganzen Film über denkt man sich, irgend etwas passiert noch , aber nein vergebens hofft man auf etwas , was nicht eintreffen wird. Dieser Film gilt im Allgemeinen als "Kunstfilm", aber nur die schottische Landschaft allein verhilft diesen Werk jetzt nicht zu mehr als es in Wahrheit ist...

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Fu-Jay

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer bei Walhalla Rising einen unterhaltsamen, actionreichen Wikinger-Epos erwartet liegt gänzlich falsch. Dieser Film ist viel mehr ein schwer zugängliches Arthouse-Abenteuer, ohne jeglichen Anflug von Witz oder Sympathie. Alles ist dreckig, gerade zu hypnotisierend trostlos und beinahe schmerzhaft grausam. Einer dieser Filme, die man nicht gerne sieht, aber dennoch irgendwie gut findet. Letztlich bleibt noch zu sagen, dass dieses unangenehm tristesse Kunstwerk zwar sehr gelungen ist, aber der atemberaubenden Darstellung Mads Mikkelsens des stummen, mysteriösen One-Eye nicht gerecht wird.

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LongWayHome

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Bewertung4.0Uninteressant

"Uninteressant" übersetzt Moviepilot eine Vierpunktewertung, dabei ist WALHALLA RISING vieles, aber ganz bestimmt nicht uninteressant. Auf Kinskis Spuren wandelt Mads Mikkelsen als wortkarger Wutmensch durch den Film, begleitet von einem allgegenwätigen Graufilter, einem Kind und einer illustren Schar Kreuzritter. Die über weite Teile beeindruckende Bildästhetik trägt den Film gemeinsam mit der wunderbaren Musik, die absurd gehaltvolle Gewaltdarstellung reißt den Film leider immer wieder aus seiner hypnotisch-depressiven Grundstimmung und vermittelt den Eindruck, der Film sei sich seiner körperlosen, psychischen Gewalt - die in ausschließlicher Existenz innerhalb des Films deutlich runder und sinniger wäre - entweder nicht bewusst oder hinsichtlich der Kraft derer nicht sicher genug. WALHALLA RISING spricht viele zutieft philosophische Themenfelder an, liefert dabei aber leider keine neuen Erkenntnisse, einerseits begründet in der Existenz von AGUIRRE, der über weite thematische Strecken hinweg im Grunde der selbe Film in besser ist, andererseits begründet in der laschen Mutlosigkeit, die WALHALLA RISING leider zu oft ausbremst und den Film schlussendlich in einer Aura der hilflosen Mittelmäßigkeit zurücklässt, die weder nach Fisch noch nach Fleisch schmeckt: Es ist kein Verbrechen, Andeutungen und Gedankenstränge nicht auszuformulieren - aber es ist schade wenn dem Zuschauer seine Gedanken in letzter Konsequenz lieber verweigert werden, als unliebsame Antworten zuzulassen.

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Schlopsi

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Bewertung1.0Ärgerlich

Eines weiß ich jetzt genau: Kunstfilme sind so gar nicht meins.
Interessant ist für mich jedoch die Tatsache, dass ich "Walhalla Rising" nicht abgebrochen habe, weil ich die Pointe herausfinden wollte. Das diese schon die ganze Zeit "da" ist, habe ich allerdings nicht erwartet.

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Hartigan85

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Hm, den muss ich auch noch sehen. Entweder wird er gelobt ohne Ende oder gnadenlos zerissen. Dazwischen gibt es wohl nicht viel. Der wird wohl noch ein wenig warten müssen, gespannt bin ich trotzdem :)


Schlopsi

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Es kommt anders als man es vllt. erwartet. Trotz der guten Kämpfe fand ich ihn extreeeem langweilig und musste schon kämpfen, ihn nicht vorzeitig auszumachen. Da bin ich mal auf deine Reaktion gespannt :)


Louis Cyphre

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Bewertung5.0Geht so

Ein optischer Gourmethappen, der so interessant und spannend ist, wie eine Genitalwarze. Da hilft auch das tolle Maskenbild, die opulenten Bilder, der pikante Sound und ein stummer Mikkelsen nicht. Meine Krampfadern hat es allerdings erfreut. Ich bin "sprachlos"!

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KonTaicho

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Bewertung7.5Sehenswert

"Walhalla Rising" ist ein Film der anderen Sorte. Er ist eine Odyssee ins Nirvana, ein Höllentrip, ein intensives, bildgewaltiges, psychedelisches Konstrukt, das in seiner Athmosphäre wohl am ehesten mit den Werken Lars von Triers zu vergleichen ist.

Auf dem Grabhügel Golgathar des Neuen Jerusalems findet alles sein Ende. Möglicherweise.

In "Walhalla Rising" schlummert eine Bestie.
Und wehe dem, der sie weckst.

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Deathpool

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Bewertung9.0Herausragend

Hoch im Norden, nahe bei den alten Ruinen,magischer Ort und Geborgenheit.
Dort trockne ich meine Tränen, hab dir den Schädel zertrümmert.
Warst der beste Freund, das ungezähmte Pferd, ganzer Stolz der Heimat.
Lange sind wir geritten,Boden erzitterte vor deinem Angesicht.
Das feindliche Heer mit einem heftigen Tritt in der Mitte zerschnitten.

Mörder haben sie uns geschimpft,Schänder am Weibe ins Gesicht gespuckt.
Ihre Dörfer verglühten nur in einer Sommernacht, ihre Schreie verstummten unter der klinge.
Dunkler Bote der das Blut wittert, der die Wunden faulen lässt.
Ihre Augen nur ein kurzer Schein dann erbrachen sie ins kalte Nichts.
Ja wir sind schuldig.

Unsere Reise führt in frostigen Boden.
Die Nacht geistert glitzernd kalt um uns herum.
Feuer spendet keine Wärme mehr, langsam platzt die Haut.
Mein treues Pferd unzählige Schlachten geschlagen, jetzt liegt es schmerzverzerrt am Boden.
Rührt sich nur kümmerlich.
Mein Hammer spaltet den Frost auf das Blut neue Wärme bringt.

Guter Freund hast mir den Tag gerettet,Blicke schweifen über neues Land.
Ob hier die Götter wohnen?
Bin ich am Ende meiner Reise?

Bestialisch innerlich brennend reißt er sich aus den Ketten.
Seine Hand reißt den Gegner in Stücke,legt das dunkle Rot frei.
Meisterlich führt er die Klinge schneidet Muskeln trennt Gewebe.
Blinder Hass verfolgt ihn schon seit Tagen, seine Peiniger fallen vor die Knie.
Ihre Köpfe drehen sich falsch herum,ihre Augen drücken nach draußen.

Wo der Tod ist lebt auch die Hoffnung.

Walhalla Rising blutig nachdenkliche Geschichte über Heimat und Zerfall.

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Deathpool

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Schön das zu hören, ehrlich freut mich


jacker

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Der Poet des Nordens ^^
Top Film, absolut einzigartig! Refn weiß einfach was das Wort 'Atmosphäre' bedeutet!


natedb

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Bewertung7.0Sehenswert

Okay.
Ein merkwürdiger, einäugiger Däne mit roten Visionen der auf einem noch merkwürdigeren Trip ein paar Typen killt die eigentlich nach Jerusalem wollten (und stattdessen in Amerika landen) und ein paar Steine aufeinanderstapelt.
So oder so ähnlich ließe sich die Handlung vielleicht in einem Satz beschreiben.
Oder aber "Walhalla Rising" beschreibt die Sinnsuche, oder auch die Suche nach Gott. Und wie solche wirft der Film Fragen auf und gibt keine Antworten. Das Ende lässt einen ratlos zurück.
Dieses kryptische Werk ist schwer zu definieren.
War das Kunst? Vielleicht ja. Vielleicht aber auch nein.
Stoff zum Nachdenken bietet er, soviel steht fest.
Was bei mir zurückblieb waren Eindrücke, aus denen ich mir keine klare Meinung bilden konnte. Die Art und Weise der Darstellung war nicht unbedingt mein Geschmack, aber zweifellos interessant und sicherlich auch innovativ.

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craax

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nicolas Winding Refn (UND Mads Mikkelsen) erzählen ihre (gemeinsam entwickelte) Geschichte in Bildern statt mit Worten oder gewohnheitsverschleierten hinplätschernden Erzählstrukturen. Ein aufs Äußerste (auch wohltuend im Budget) reduziertes minimal-existentialistisches Drama über – nicht Gott und die Welt (obwohl viel vom Kreuz mit dem Glauben nicht die Rede ist) sondern von MENSCH und NATUR und seinen bisherigen Weg durch sie-, aus ihr und – wohin? – heute ( denn Einauge< stirbt nicht / am Ende, sondern existiert - wie vorher – als blasses Geistgesicht, „weiter“,- d.h. stets). Kurz gesagt, wenn es nicht zu blöd wäre, Bedeutungsoffen-hoheit zu sehr einzuengen + zu konkretisieren damit zu beschneiden, ist es eine „Bedeutungssymbolisierung“ der bisherigen Menschheits-Zivilisationsgeschichte,- aus animalischen, elementaren, sehr überlebens-gewaltnahen Anfängen heraus („Kampf-Sklave“),- über das „Krieger“-Stadium (Emanzipation aus unmittelbarer direkter Reaktionsabhängigkeit, Aufstieg zu etwas „persönlicher“ Bewegungs-Entscheidungsfreiheit),- zu einer Weltsicht- Glaubensfundamentation der Selbstbefragungsdeutung nach Sinn („Kreuzzugsgottesritter“-Stadium,: unter einer „Glaubenssymbolisierung“ einem überpersönlich organisierten Staats-Plan der Selbstverständigung gemeinsam folgend bei aller weiterhin vorhandener unterirdisch grummelnder autarker Anarchie) bis hin zu dem etwas verklausuliert vernebelten undeutlichen Übersetzungsende (Rückkehr zur Natur, zur Mensch-Sterblichkeit, vom Ideen-Bau zu sich selbst, seinem Körper, seinem umgrenzten Personen- & Persönlichkeits-Raum, aus der „kosmischen“ Deutungsweite ins enge, zeitliche, körperliche konkrete Sein: zum Staub, der aus Staub hervorgekrochen, und sich kurzerhand auf den Weg zu und den Griff nach den Sternen aufgemacht hat,- um zurückzukehren und nur zu sterben – oder in Anderen, einem naturhaften Menschen-Dasein (das viel wahrer und dauerhafter ist als alle „Zivilisations“-Entwicklung),- weiterzuexistieren, aufs Neue, oder vielmehr -Alte, als existenzialistische Frage im umgebenden Sein, des Geschaffenen, der Natur. Ein kurzes Gleichnis des inneren Zivilisationsgehalts. Belassen wir’s dabei,- denn Refn /Mikkelsen selbst sind gerade bemüht, BILDER zu liefern, die symbolhaft „monolithisieren“,- statt für sie zu erzählungsinterpretieren (wie üblich).

>Einauge< ist, gleich Odin (der Vorchristliche), nicht nur auf einem Auge blind, sondern vor allem auch stumm. Ob er nichts sagt (wie Gott), weil er nicht will oder nicht kann, bleibt offen,- und damit ist er beredter denn viele Dialogfilme. Er ist, was andere in ihn interpretieren. Da er, ganz naturhaft, am überlebensgewandtesten (und dauerhaftesten) ist, ist klar, das er als Interpretationsaufgabenmonolith für die anderen schließlich geradezu zu einem mit einer göttlichen Schicksalsbestimmung ausgestatteten Propheten-Folge-Psychoführergestalt (du gestattest doch) wird – um gleich darauf seinen fortdauernden Menschgleichheits-Status zu beweisen (zu müssen). (Und wieder in der Natur-Masse, auch seinesgleichen, unterzugehen, erneut zu verschmelzen).
Refn (der NewYorkerUpperclass-Sprößling) erzählt auf metropolitische (was die so für elementar halten) elementare Weise. Sätze sind (wie bei ‚Bronson‘, um dessen Nachfolgeprojekt es sich handelt) gezählt, Farben offenbar auch. (Eigentlich „existieren“ nur rot (imaginär, wie Glück) und Blau (vorwiegend) ). Blau ist dabei die gewöhnliche Farbe der Hölle auf Erden (willkommen in der Realität). Ab und zu, wenn er sich ihrer erinnert, kommt als redundanter Ideensplitter ein wenig Natur-Grün hinein (die Toten bergend),- doch mehr rudimentär: denn der Mensch, in seinem vorwiegenden Existieren, gehört sich selbst und seiner engverwandten selbstgeschaffenen Hölle vornehmlich an. Denn eins wird deutlich: homo hominus lupus,- D A S ist die Hölle (wird vor allem in den ersten zwei Stadien, so bluteklig wie möglich, deutlich). – Also Bilder,- sofern der weithin alle Ferne und Klarsicht undurchdringlich stets übermäßig vorhandene Vernebelungsmechanismus der Welt dies zuläßt. Eigentlich sehen wir nur Nähe: des engumgebenden, was uns Trittwiderstands-Festigkeit gewährt (wenn wir nicht gerade mit einer Verdunkelungstüte über dem Kopf einherstolpern).

Refn/ Mikkelsen (den man gar nicht hoch genug loben kann) trauen sich einiges, von guter Musik, über Splatter (was der Zuschauer ja schon schockerstarrungs-adaptiert hat) bis zu dem, was er nie akzeptieren wird, und, je länger, je mehr (er es verlernt),- immer aufs neue und weitere Stärkere s c h o c k ieren wird: nämlich: Ungewöhnliches schlucken zu sollen-, zu interpretieren-, offen-zu-konkretisieren,- sich s e l b s t bemühen und engagieren zu müssen. Valhalla Rising ist kein ‚leichter‘ Film,- aber ein ‚guter‘ (gelungen expressiver) (gäb’s doch mehr davon). Er gibt nicht vor, was jeder Zuschauer zu denken und zu sehen hat, interpretiert nicht für ihn,- sondern liefert, trotzdem bedeutungs-eindeutig wie gute Musik (die hier wieder außergewöhnlich ‚gut“,- besonders gelungen gekonnt ausdrucksvoll überdurchschnittlich, film-gewagt regelbrechend eigenständig / ist) - - eine Interpretationsgrundlage für die notwendige Eigenbemühung des „Zuschauers“ – Deutungsaufgeforderten. – Was nicht beliebige Meinungsvielfalt bedeutet,- sondern Entschlüsselungsbemühung,- Einsatzwillen. Durch diese hohle Gasse muß er kommen: und damit ist seine (zumindest kurzfristige) Erfolgshoheit bereits ausreichend bekanntlich limitiert. Dies Filmwerk ist einfach zu gut, zu cineastisch, zu mühe-inklusiv, für eine breite Erfolgsangelegtheit. Damit sind „die Kenner-Genießer unter sich“? – schade, wenn es so ist. Die Natur: liefert großartige, ja grandiose Kulisse. „Far North“ läßt grüßen: jedes Versprechen, das dort nicht gehalten wurde, wird hier eingelöst – durch geschicktes Verstummen (sic!), Weglassen, und konsequentes Verschweigen dessen, was nicht dorthin gehört,- sondern Vorzeige-Zulassen dessen, was (dort) i s t : u.a. (auch) des Menschen (für seinesgleichen wichtig), - aber beileibe nicht nur. Denn der Mensch ist nicht allein,- auf diesem Planeten. Er glaubt es nur,- an sich. Daneben gibt es noch das Existierende. Und davon ist, und bleibt er, ein Teil,- wenn auch ein gewalttätig harthöriger. (Vielleicht deswegen gut, sich an andere Sinne zu wenden).- Vielleicht auch vor allem, wenn die Frauen so komplett fehlen, wie hier, und das weiblich-mütterliche, also: das matriachalische.
Aber so existieren Männer derzeit und Söhne, nun mal (Jung-Blondie übrigens als Jesus, der für „Gott“ seinen Willen interpretiert?) (der „General“ und der „Priester“: weltlicher und geistiger Überbau, am Ende verlassend/zerstritten,- : der Staats/„Kirchen“-Apparat?) (das „General“sschicksal: läßt nichts Gutes hoffen,- zumindest im Zutrauen des (h)eiligen Nicolas nicht,- hoffen wir, das er nicht wie ein Künstler kein zutreffender Prophet sein wird).

RefnMikkelsen finden also (zusammen) im Einklang mit der Natur eine bildgewaltige Formsprache: ein kunstvoller, ein bedeutungsvoller, ein wort-reduzierter, ein opulenter gewaltiger Film-Monolith. Man muß nicht über-interpretieren. Aber anschauen sollte man sich ihn (am besten mit keinen oder so wenig Erwartungen wie möglich). Wer hier auf nichts Besonderes meint zu stoßen: kann unverhofft reichtief fündig belohnt werden. Er ist keine Offenbarung: aber ein tolles, elementares Film-Gestammel, das wieder einmal zeigt, wofür wodurch dieses Medium wirkt (kann & soll) : Bilder zu liefern, die man für lohnend hält, eine Geschichte zu symbolisieren: und wenn die Bilder schön und groß sind, vielleicht der Geschichte hinter ihnen nicht zu vergessen und sich für sie zu interessieren – und vielleicht hier und da ein passendes Puzzlestück anzufügen. Denn alles Gelöste,- der Mensch ist so, früher oder später : wandert schnurstracks gen der riesigen Halde, die der einzige zukünftige Ort des Erledigten bedeutet.

Refn ist der bessere Tarantino (nicht so saturiert,- vertaub-stummt, ans Schreckliche erfolgsver-gewöhnt : hohnepiepelnd). Hier lohnt sich mehrfach sehen, unabgelenkt konzentriert von äußeren mit inneren Augen.

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craax

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Memduh_lieber, weiß nicht ob das eine so gute Idee ist, enen Film von einem Kommentar her zeitnah zu gucken, wenn er beim ersten Mal nicht so recht von allein funktionieren wollte. Das zeigt vermutlich, das ihr noch nicht so besonders grün seid zu diesem Zeitreifungspunkt füreinander. "Einschlafen" bedeutet sicher: die actionabgestiegene zweite Hälfte ab da, wo sie in der Nebelströmung (mal statt Sturm) nach Amerika abdriften (spielt ja so im 11./12.? Jahrhundert) (dem Kreuzzugs-Jerusalemsgerede-skandinavischem Missionsgerede nach eher oder sogar eindeutig 12. Jh.)(Filmdeutungsspielraum). Aber du machst das schon.

alternativer Vorschlag: die wunderbaren originalen "Islandsagas" aus derselben und etwas späterer Zeit mal lesen (irgendein Verlag). Da ist übrigens u.a. die Original-Ursprungsbelegung der Überfahrt (und warum) von Erik dem Roten und der Koloniegründung wiederholt schließlich unter seiner Führung auf Grönland /"Grünland", oder gar Vinland, "W E I N land!!) - - und seinen Motiven (mußte nämlich wegen frühverstockter Totschlags-Raufbolderäudigkeit zuhause für eine Weile mit seinem stolzen Schiffsbesitz samt Mannschaft recht stante pede verschwinden)- - die Rede/n (Propaganda gab's immer). Alles O-Ton aus dem 13./ 14.Jh., von Barden an der Schwelle +in der Umbruchszeit der Christianisierung berichtet. Mindestens so gut wie ein Film - und die 'Nibelungen' sind ** dagegen (naja, Geschmackssache, aber so ist meiner)... es ist natürlich /vitaminreiche/ Rohkost.
Wie auch immer: good luck!:)


craax

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heh Memduh_, noch eine Idee: die PrinceValiant-Sage von Hal Forster (heute eines der vergessenen Kleinodien der Ursprungs-Popkultur und Teil meines frühen Jugendglücks) handelt zu einem guten (späteren) Teil auch von einem Wikingerschiff, das ebenso dekorativ (und aus ähnlichen Brautraub-Motiven) auf amerikanisches Neuland +Bewohner trifft... aber vermutlich bist du schon zu erwachsen für eine Erstbegegnung mit seiner wundervoll präzisen und imaginationsreichgenau vorstellbaren Zeichnungs-Welt. Hal Forster ist ein Schatz! der Menschwerdung. :)


supernatural91

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Lieber lass ich mir nochmal die Weisheitszähne ziehen, als das ich diesen Film wieder anschaue!

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bloodyglasspuppet

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Schlimmer als das Ziehen der Weisheitszähne? Für mich klingt das nach einem erfolgreichen Film...


craax

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blgl.p_wenn du nicht Kinokassen,- sondern phantastisch g e l u n g e n meinst : jau...


Lalita

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein spaßiger Film mit vielen fröhlichen Bildern!
Naja, zumindest einmal in 90 Minuten lächelt der einäugige Mikkelsen. Den ganzen Film über bleibt er jedoch stumm.
Düstere Bilder und wunderschöne Landschaftsaufnahmen, dazu ein passend finsterer Soundtrack... ein Boot, viel Schlamm und Blut und ein paar Todesschreie.
Wer braucht da noch Worte?

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Kargonis

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich habe keine 10 Minuten geschafft.

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TheBruceWayne

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Bewertung10.0Herausragend

Was habe ich da gerade nur gesehen ? Arthouse, Splatter, Wikingerfilm, Sinnsuche? Es war absolute Ultra-Kunst. Eine apokalyptische Mischung aus Joseph Conrads Herz der Finsternis und "Aguirre der Zorn Gottes". Nur dreckiger, verstörender, brutaler und gewürzt mit religiösen, mythologischen und mystischen Aspekten statt dem Wahnsinn eines Kinskis . Wahnsinn wird hier zwar auch gezeigt, vor allem im Bezug auf den christlichen Wallfahrtseifer des Anführers der "Kreuzritter", ist aber dennoch weniger im Vordergrund. Eher ist es wohl der Zorn, der im Mittelpunkt der Handlung steht. Zorn und Sinnsuche. Zu finden in den wunderschönen Naturbildern (Skandinavien ?) oder in dem unergründlichen Gesicht von Mads Mikkelsen . Keine Ahnung, wie ich den Film zu interpretieren habe um dem Sinn des Regisseurs am ehesten zu treffen.Waren das am Ende Indianer ?Sind die Jungs in Nordamerika gelandet ? Wo befindet sich schon die Hölle ?War sie schon von Anfang an dabei mit dem "silence warrior "? Muss den wohl noch mehrere Mal sichten, um einen treffenderen Kommentar zu schreiben.Gerade geht es nicht. Bin zu überwältigt von den Empfindungen. Ein filmgewordener Fiebertraum schreibt ein Kritiker. Und da hat er Recht. Valhalla Rising ist vieles nur nicht schlecht. Daher entscheide ich mich einfach mal spontan für eine 10ner Wertung.

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alita

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wie auf dem cover schon steht, "Mads Mikkelsen ist der coolste däne seit hamlet" !!!
P.S. ultrakunst is ja mal n cooler ausdruck für dieses meisterwerk.


TheBruceWayne

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danke,mir fallen viele Begriffe für dieses Meisterwerk ein.Ultrakunst fand ich aber irgendwie passend :)


(VINCENTVEGA)

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Bewertung6.0Ganz gut

komplex, philosophisch, unkonventionell, verstörend, karg, gewaltig, Kunst!?
oder einfach
viieeel zu mühsam und langatmig!

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Maniac131

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film ist wirklich einmal etwas besonderes. Er schickt das Publikum auf einen Trip, auf dem es für jeden Zuschauer woanders hingeht. Kaum ein anderer Film lässt soviel Raum für Interpretationen und der Film wird nicht geschaut, er wird erlebt. Zu wenig Gemetzel für einen Hollywoodwikingermüll und zu wenig nutzloses, pseudointellektuelles Geschwafel für eine Arthausschlaftablette. Was bleibt ist ein bildgewaltiges Meisterwerk, dass jeder ganz für sich erlebt haben sollte. Lasst euch überraschen, wo euch die Reise hinführt. Eine unbedingte Empfehlung.

Die Freigabe der FSK ab 16 Jahren ist nebenbei gesagt sehr verwunderlich. Refntypisch hält er sich auch hier nicht gerade zurück, was seine kleinen Gewaltexzesse angeht. Aber wahrscheinlich galt hier mal wieder das Motto: Wenn wir zu blöd sind,es zu verstehen, muss es ja was intelligentes sein und schon darf man sich auch in jungen Jahren dran versuchen.

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SKURRIL

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Bewertung9.0Herausragend

Ein bisschen wie in Tarkovsky-Filmen wird in „Valhalla Rising“ mit einer ausschweifenden Bewegungslosigkeit eine relative Zumutbarkeit erreicht. Diese schwankt von Zuschauer zu Zuschauer: Menschen, die sowohl am Naturalismus als auch an nordischer Mythologie Gefallen finden, werden es auch hier tun; Menschen, denen Wortkargheit und im Sekundenstil behandelte Bilder nicht zusagen, werden ihren Hass offenkundig aussprechen. Weite Panoramaaufnahmen verleihen der ergreifenden Mystik skandinavischer Regionen einen entscheidenden, distanzierten, kalten Touch. Kamera, Belichtung und Nebel erzeugen eine äußerst bedrohliche, triste Landschaft und Poesie. Inmitten dieser befindet sich One-Eye, ein gefangener Krieger aus der Hölle (im Orginalton möglicherweise ein homophones Wortspiel: entweder „hell“ oder „hel“, die Unterwelt der nordischen Mythologie), wie es sein einziger Freund behauptet, ein kleiner Junge, der ihm Wasser und Nahrung bringt. Unglaublich, was Mikkelsen ausschließlich durch Mimik und Gestik vermittelt - das ist ganz große Kunst. Sein Charakter weist etliche Parallelen zur Götterhoheit Odin auf, sei es die Wunde an der Brust, sei es seine Unbezwingbarkeit in den Kämpfen, zu denen er gezwungen wird, sei es seine Einäugigkeit, die jener im Tausch gegen die Weisheit erlangte oder sei es seine übermenschliche Fähigkeit für Visionen. Ihm gelingt es, sich zu befreien und er entledigt sich zugleich brutal seiner Peiniger. Allein den Jungen verschont er. In seiner weiteren Reise in Richtung Walhalla, dem Ruheort der glorreichen Krieger, brodelt es immer wieder von brachialer Gewalt, eingetaucht in einer poetisch düsteren und religiösen Stimmung, aber auch von einer Prise Groteske. Refn beeindruckt mit diesem Kunstfilm, spaltet Köpfe und Zuschauer, aber dies in einer stilsicheren Art und Weise voller Authentizität. Keine Sekunde lang kommt Zweifel am Gesehenen auf, obwohl dieses aufgrund seines eigenwilligen Mythos‘ und seiner faszinierenden Wirkung durchaus als surreal und irritierend aufgefasst werden kann, weil sich Traum-/Visionsequenzen, die wirklich ein optischer Genuss voller bevorstehender Wahrheit sind, konträr in die Erzählhaltung eingliedern. Wie eine Irrfahrt, angesiedelt in einer Fusion aus Himmel und Hölle, wie eine Reise innerer Handlung, die auf die Bilder nach außen hin projiziert wird.

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Eulenterror

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Sehr gute Kritik für einen in meinen Augen sehr guten Film. Sie wird dem Film absolut gerecht und beschreibt ihn sehr treffend, was angesichts dieses Werks schon eine äußerst respektable Leistung ist.


SKURRIL

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Dankesehr!


jacker

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Karges Land, der Wind pfeift unaufhörlich. Nebel. Kälte. Dreck. Ein bedrückendes pulsieren in der Ferne. Hunger. Leid. Tod, doch nicht der eigene. Trostlose Landschaft, trostloses Leben. Die Suche nach Sinn. Rohe Natur, rauh und finster, böse. Berfreiung.
Das Bewusstsein löst sich.
Visionen. Der Nebel umschmiegt uns, nimmt uns auf, verschlingt uns. Pulsieren in der Ferne. Oder ganz nah? Angst. Unsicherheit. Ungewissheit.
Hunger, Durst, Isolation, Qual. Befreiung? Der Glaube treibt uns an. Aber wohin?
Das Bewusstsein schwebt, tanzt, verliert sich, entmaterialisiert sich.
Die Reise wird zum Trip, der Trip zur Erkenntnis. Das Land heilig? Oder verdammt! Was ist das Ziel?
Die Sonne geht auf. Erlösung? Berfreiung? Erleuchtung!
Die Stätte der Krieger erreicht. "Walhalla Rising".

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craax

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na ja, und dann kam bald Drive. Also mitten irgendwo dazwischen, fällt dieser hier so raus, als Aussetzer, ohne das sich jemand wundert von denen, die die anderen beiden für Offenbarungen halten /was sie eigentlich nicht sind,- wenn auch ausreichend unkonventionell, um gehörig aufzufallen. Drive ist allerdings wirklich sehr gut und ein Reifefortschritt (tschuldigung wenn ich so von oben schere) aber es ist nun mal so, wenn ich jemanden den Bauch aufschlitzen und Eingeweide heraushebeln sehe, bin ich mit der Stufenreife ausschlachtend noch etwas unzufrieden... und toleriere das nur, wenn ichs als Symbol einer Interpretationsgeschichte (und die Geschichte gibt leider solche Symbole her) um/überstülpen kann ... was (für mich) hier schon gelingt./
Doch Refn KANN Bilder machen... und Film muß nicht (ist zwar schön wenn) die Weisheit mit Löffeln fressen, es genügt, wenn er (in Augenwerten) einen Löffel bildet... die umherhaufende Weisheit findet sich dann schon von selbst und gelegentliche Mahlzeit. Refn findet starken Ausdruck; das reicht (fürs Schauen) allerdings und bereits und gut ist schon -
:)c.


jacker

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Mal wieder weise Worte!
An Interpretation und Symbolik mangelt es WALHALLA RISING tatsächlich nicht. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, dass Leute den Film sehen und nicht im entferntesten auf die nordische Mythologie kommen..


Mr Beautyghost

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicolas Winding Refn zerlegt hier schonungslos
jedes Versprechen, dass man vom DVD-Cover
hätte mitnehmen können, weder Schwert-,
noch Fantasy-, noch sonst wie irgendein Film,
Vergleiche mit „Der 13. Krieger“ oder „Outlander“ sind völlig unangebracht.
Durch „Drive“ wurde ich auf Refn aufmerksam. Im Gegensatz zum hochgelobten Drive finde ich hier aber ein sehr viel stringenteres Werk, welches nicht dem geringsten Anspruch genügen will. Kein love interest, keine witzigen Sprüche fürs Popcorn-Kino; zu viel Blut, keine bedeutungsschwangeren Dialoge fürs Arthouse. Eigentlich gibt es überhaupt keine nennenswerten Dialoge, Mads Mikkelsens Figur sagt nicht ein Wort, und dennoch zeichnet seine Charakterdarstellung und die der anderen das Bild des Abstiegs in die Wikingerhölle mehr als packend für mich.
Das Endzeit-Farbenspiel, was in „The Road“ für mich eher aufgesetzt durch ewiges Sepia wirkt, gelingt Refn hier spektakulär mit riesigem Kontrastumfang. Klaustrophobisches Dunkelblau bis karges Weiß-Grün, ergänzt durch die bemerkenswerte Kamera, die versucht ist, noch so jedes winzige Fitzelchen Dreck und Blut einzufangen, nur um dann wieder völlig der Szenerie zu entrücken.
Wie einen filmgewordenen Alptraum, drückend, schwelend, bebildert Refn die physische und geistige Irrfahrt der Wikinger-Crew mit gefühlter und tatsächlicher Leere in der Inszenierung, sporadisch begleitet von kratzender E-Gitarre und pochendem Getrommel.
Da die Atmosphäre des Films einzig auf der Bildersprache ruht und narrativ so gut wie inhaltsleer ist, ist das hier entweder Segen oder Fluch und scheidet verständlicherweise die Community in zwei Lager. Aber was man diesem Film trotz aller handwerklicher Kritik nicht absprechen kann, ist seine Unkonventionalität. Man staunt, man rätselt, man ärgert sich, in jedem Fall aber ein Erlebnis. Allein für solchen Filmemachermut gebe ich meine Punkte gern.
Wer allerdings gar keinen Spaß an Interpretations-Kino hat, wem lange Panorama-Aufnahmen in HDR zu müßig sind, wer Filmkunst lieber plakativ und voll vertont mag, für den ist Walhalla Rising sicher nichts.

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dustyOn3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Stiller und gerade deshalb so gewaltiger Indie-Film mit exorbitant düsterer Ausstrahlung. Jede Sekunde ist wie der Heimweg durch einen unbeleuchteten Park mitten in einer regnerischen Nacht. Nahezu gänzliche Anspannung, 89 Minuten lang. Refn in Höchstform, Mikkelsen in Höchstform (auch wenn er kein Wort spricht).

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Gearbreaker

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Bewertung6.0Ganz gut

Die einzige Verbindung zu "Aguire", die man hier ziehen kann ist, dass "Walhalla Rising" alle Merkmale von Qualität und Kreativität des großen Klassikers nicht aufweist und damit ein flaches Abbild des Vorbilds ist.

Ach Nicolas. Ich mag deinen Stil eigentlich, aber bitte überlass die düsteren Historien-Schlammschlachten Leuten die's können. Mit dem Film hier kannst du nicht einmal den 13. Krieger beeindrucken und mit kryptisch verschränkten Szenen, expressivem Farbspiel und super-Slow-Mo lockst du mich auch nicht mehr hinterm Kamin hervor, außer du nutzt den Kram auch anständig (siehe "Drive").
Nach dem ganzen Unsinn habe ich mich immer wieder auf eine nette Actioneinlage gefreut. Doch die Freude ward nur von kurzer Dauer, musste doch jeder Dolchstoß, jeder Keulenhieb und Schwertstreich mit miserablem CGI-Blut begleitet sein.

Fazit: Etwas weniger THC für den Cutter, Theaterblut statt CGI-Gespritze und das wär'n schicker Film gewesen, so reicht's aber nur für sechs von zehn Einäugigen als Endnote.

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