Was?

What? (1972), FR/IT/DE
Laufzeit 114 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 25.12.1972

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4.7 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.2 Community
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5 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Marcello Mastroianni und Sydne Rome

In einer labyrinthischen Villa begegnet eine junge Frau einer Gruppe parasitärer Snobs, die verschiedenen Perversionen nachhängen und erlebt mit ihnen groteske Abenteuer. Roman Polanski schildert bürgerliche Dekadenz, die notdürftig von sexuellen Interessen am Leben erhalten wird. Eine episodenhafte Gesellschaftssatire in brillanter Inszenierung; überwiegend provokativ und bösartig.


Cast & Crew


Kommentare (5) — Film: Was?

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Kubrick_obscura

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Bewertung3.5Schwach

Was mit einer komisch überzeichneten Vergewaltigung beginnt (WTF?) kann bei mir schon mal schwer Pluspunkte sammeln. Der restliche Film ändert auch nicht viel daran. Manchmal blitzen ein paar gute Gedanken auf, doch eigentlich ist Polanskis Versuch einer Gesellschaftssatire billig und blöd, von Bissigkeit fehlt jede Spur. Auffällig ist nur der misogynistische rote Faden, der sich wie die Tränen auf Sydne Romes Gesicht durch den Film zieht.

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Kubrick_obscura

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DAS!


der cineast

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Wo?


shiva2012

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Bewertung2.0Ärgerlich

Totaler Schrott im Genre "Lass Jucken Kumpel". Schon die Anfangsszene hat mir gereicht: In der Leichtigkeit der 70er wird gezeigt, wie witzig doch eine versuchte Vergewaltigung einer Frau von drei Männern sein kann. Polanski hat echt einen an der Klatsche! Von da aus in 5 Minuten Abständen vorgezappt - besser wurde es nicht.

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.5Sehenswert

Die sexuelle Antwort auf Alica im Wunderland!

Roman Polanski lieferte Anfang der 70er Jahre mit „Was?“ seinen Exploitation-Beitrag ab, der einen enormen Unterhaltungswert besitzt. Der Titel des Films passt dabei wie die Faust aufs Auge. Die gesamte Laufzeit über kann man sich nur eine Frage stellen - nämlich „Was?“. Eine absurde Szene folgt auf die andere und man hat herrlich viel zu lachen. Wirklich viel Sinn steckt in der Geschichte nicht, wenn man überhaupt von einer Geschichte reden kann.

Die junge Nancy flüchtet sich nach einer versuchten Vergewaltigung in ein Anwesen, welches von lauter seltsamen Personen bewohnt ist. Vor allem der Sex steht hier im Vordergrund, verbunden mit jeder Menge wahnwitzigen Situation. Daher dauert es auch nicht lange, bis die ersten Brüste oder Full Nudity Einstellungen ihren Weg in den Film finden. Nancy erlebt dort einen Trip, der sehr stark an die Geschichte von „Alica im Wunderland“ erinnert. Das Anwesen ist das Wunderland und die dort wohnenden Gestalten nehmen die Rollen der Fantasiegeschöpfe ein.

Man darf sich also auf was gefasst machen bei „Was?“. Ein Film voller irrer Momente, die für Spaß und Unterhaltung sorgen und deren ständiger Wegbegleiter der Sex ist.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JimiHendrix

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Die da oben bringen mit ihrem sündigen Verhalten sogar die Steine zum erröten!"

Welch absuridätsüberlagerte Komödie, in welcher Polanski uns eine äußerst freigeistige Interpretation von "Alice im Wunderland" liefert, zu Unrecht ein so unbekanntes Werk. Für mich zählt "Was?" zu einer seiner ausdruckstärksten Arbeiten des Polen.

Endlich habe ich einen lang vermisst geglaubten Schatz gehoben. Vor vielen vielen Jahren - als ich als kleiner zehnjähriger Junge immer am Wochenende bei meinem Papachen übernachten durfte - sah ich diesen prägenden Film eines nachts heimlich, während mein Vater tief und fest schlief.
All die sonderbaren Vorgänge in dieser hotelartigen gemütlichen Villa, übten eine solche Anziehungskraft auf mich aus, bis heute.

Eine tragfähige Geschichte ist nicht wirklich vorhanden, alles lebt von den speziellen Besucher der Villa und der wunderliche Atmosphäre. Alle Gäste warten voller Gier darauf, dass der alte, aber dennoch lebenszähe Joseph Noblart endlich die Goldlöffel abgibt und die Erbenanteile an die Meute verteilt.
Nancy flieht nach einer versuchten Vergewaltigung zufluchtssuchend in diese obskuren Gesellschaft, die voll dekadenter Lustspielerie, Fressgelagen und Zügellosigkeit verstandsraubendes Potenzial zu haben scheint.

Die inszenatorischen Qualitäten Roman Polanskis kommen in "Was?" fabelhaft zum Ausdruck, angefangen bei der Auswahl des Drehortes, der mitten an den steilen Mittelmeerküstenhängen Italiens gelegen erhaben über dem strahlenden Meer thront. Im Inneren dieses Anwesens scheint alles auf seltsame Weise in Verrücktheit aufgelöst zu sein. Jede Szene verkommt im positiven Sinne zu einer absonderlichen Hommage an die Irrwitzigkeit.

Und Nancy, das naive und dümmliche Blondchen aus den Staaten, versucht in diesem Dschungel aus Sonderlingen ihren Verstand zu behalten. Dargestellt wird Nancy von Sydne Rome, die ihre Rolle sehr glaubwürdig auszufüllen wusste, man denke nur an die wohlgeformten Brüste! Als nette kleine Metapher deute ich ihren immer weiter voranschreitenden Kleiderverlust, welcher die ansteigende Verrücktheit und denVerstandsverlust des Hauses und dessen Gäste wiederspiegeln könnte.

Ein großes Highlight von "Was?" ist das Mitwirken Marcello Mastroiannis, als Coco mit der weichen Birne, der hier als halbekliger und schmieriger Lüstling, sowie Ex-Zuhälter und von allen gehasster und gemiedener Neffe des Noblart sofort Gefallen an Nancy zu haben scheint und sie heftig umwirbt. Bis er sie im Tigerfellkostüm dann schließlich beglückt.

Wie so oft, spielt Polanski auch hier wieder eine kleine Nebenrolle. Er heißt Mosquito ud hat immer einen langen Stachen, aber nicht doch sein Penis ist lang, nein er ist ein Harpunen-Fetischist, wird von allen nur der Zwerg genannt und klaut manchmal Frauenkleider.

Fans des Italowesterns dürfte der Auftritt von Romolo Valli auch ein wahrer Genuss sein. Er mimt hier den Buchhalter des Noblart, der seine Nase gerne mal zwischen den Schenkeln von schlafenden Frauen vergräbt.

Generell ist die Rollenbesetzung, sowie die Ausarbeitung dergleichen ein wahrer Hochgenuss, auch ist Didi Hallervorden als deutscher Tourist zugegen.

Tonal wird der Film neben dem unaufhörlichen Zirpen der Gillen auch von vielerlei klassischer Musik unterstützt und soll vielleicht auch Analogismen bezüglich der dekadenten Zeit vor der Französischen Revolution andeuten.

Das Ende des Films zeigt nochmal sehr deutlich die Sinnlosigkeit desselben, dennoch hatte ich sehr viel Spaß und Unterhaltung, es wurde nie langweilig und es war stets ein Genuss den Akteuren zuzusehen.

Ich kann den Film nur unter Vorbehalt empfehlen, man muss auf irrsinnige Szenen am Fließband stehen. Außerdem liegt mir der Film persönlich am Herzen, durch diese Kindheitserfahrung, welche mich bis heute nicht losgelassen hat.

"Keiner kann zweimal im gleichen Fluss baden, weil weder der Fluss gleich bleibt, noch der Badende."

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Jenny von T

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Hehe, ich bin zur Zeit auch auf Polanski. Dieser Film hier kommt natürlich demnächst ebenfalls dran.


JimiHendrix

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polanski is echt ne coole sau, vor allem die alten filmchen faszinieren mich atmosphärisch äußerst stark, guter mann.


dbeutner

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Bewertung6.0Ganz gut

Im ersten Drittel noch originell und mit erfrischender Absurdität, dann zieht es sich aber. Sicherlich ein interessanter Film seiner Zeit. Polanski selbst ist allerdings später in jeder Hinsicht - als Regisseur und Darsteller - stärker. Und verglichen mit "Der diskrete Charme der Bourgeoisie", immerhin im selben Jahr gedreht, ist "Was?" als Gesellschaftssatire /-groteske doch sehr unbissig.

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