Was der Himmel erlaubt

All That Heaven Allows (1955), US Laufzeit 88 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 15.06.1956

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7.9
Kritiker
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7.5
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113 Bewertungen
8 Kommentare
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von Douglas Sirk, mit Jane Wyman und Rock Hudson

Douglas Sirks ‘Was der Himmel erlaubt’ ist ein klassisches Melodrama um eine Frau, die sich nicht an die Regeln ihrer Gesellschaft halten will.

Als ihr Mann verstirbt lebt die wohlhabende Witwe Cary Scott einsam und zurückgezogen in einer kleinen Stadt in der Provinz von Neu-England. Erst als sie eines Tages zufällig den Gärtner Ron kennenlernt, blüht die attraktive Frau zu neuem Leben auf. Zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Romanze. Doch es dauert nicht lange, bis hämische Gerüchte über das Liebespaar in der kleinen Gemeinde die Runde machen. Ihr Umfeld erwartet von ihr, sich in ihrem Haus zu verschachteln und sollte sie wieder Interesse für einen Mann hängen, dann doch bitte einen ‘Vernünftigen’. Sogar Carys erwachsene Kinder betrachten die Beziehung ihrer Mutter als nicht standesgemäß und stellen sich gegen sie. Vergeblich versucht Cary, ihrer missgünstigen Umwelt die Stirn zu bieten.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Was der Himmel erlaubt

Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Das Vorbild-Melodram! Todd Haynes hat es für sein "Dem Himmel so fern" als Vorlage genutzt und Fassbinder diente der Film als Vorlage für "Angst essen Seele auf". Dass diese Gesellschaftsstudie in Technicolor einem nie zuviel wird, verdanken wir Douglas Sirk, der mit feinfühligem Gespür die Abgründe innerhalb jeder Figur auslotet, ohne sie bloß zustellen. Jane Wyman ist eine Offenbarung in diesem Film. Einzig und allein Rock Hudson trübt das Gesamtbild, dem ich den in sich ruhenden Naturburschen nicht ganz abkaufe. Da gefiel er mir in "Written in the Wind" besser.

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Kommentare (7) — Film: Was der Himmel erlaubt


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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

scheiss drauf was andere über ein sagen und mach dein ding...der film hat witz und herz mit einer guten message.

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hoffman587

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Bewertung9.0Herausragend

All That Heaven Allows

Was der Himmel uns erlaubt, möge es die Liebe sein oder die Freundschaft, so findet sich doch stets in uns etwas einsames, gefestigt durch Misstrauen und Arroganz, doch möge die Liebe uns vereinen, ewig in ihr blühen, die Anderen ignorieren, der Himmel strahlt über uns doch sind wir ihm so fern. Was bleibt ist die Tragik des Seins. Doch das Herz bleibt, denn wir sind nun endlich Heim gekommen - Nun aber genug von Hoffmans Versuch irgendwie intellektuell zu wirken, denn das ist er nicht. Aber wohin nun? In die warmen und herzlichen Arme des Meisters der großen Gefühlsebenen. Dem Gott der Melodramatik. Hin zum großen Douglas Sirk und seinem Film "Was der Himmel erlaubt" aus dem Jahre 1955 nach dem Roman von von Edna und Harry Lee.

Die Story wie immer eine in erster Linie bezaubernde und emotional packende Liebesgeschichte, doch hierbei sei gesagt, dass sie hier hintergründiger angelegt wurde als man zunächst denken könnte, sogar regelrecht kritisch auf das Bürgertum der 50er Jahre bezogen, in ihrer vollen Arroganz und ihrem Materialismus: Seit Jahren lebt die Wiwte Cary, nach dem Tod ihres Mannes, in tiefer Enthaltsamkeit. Genauso wie eine Witwe leben sollte. Hoffnung findet sie bei ihren Kindern, diese studieren. Doch frisst sie die innere Trauer, bis sie sich plötzlich in den weitaus jüngeren Gärtner Ron verliebt. Er erwidert ihre Liebe. Doch ihre Freunde der hohen Gesellschaft sind geradezu geschockt von dieser Liebe.

Dabei setzt Sirk hierbei auch erneut wieder einerseits auf eine erstklassige Besetzung bzw. sein Darstellergespann, wie so oft und wie immer perfekt besetzt in der Rolle, Rock Hudson als einfacher und naturliebender bzw. stets freundlicher Gärtner Ron, Hudson zeigt sich wieder Hochform und vermag eine ganze Bandbreite an Gefühlen hervorzurufen, dass man ihn dafür eigentlich nur bewundern kann. Man bemerkt schnell seine Liebe zum Spiel und genauso überzeugt er. Und auch Jane Wyman weiß als reiche Cary Scott, aus deren Leben zunächst ein Wort wie Liebe verschwunden zu seien scheint, und durch Ron endlich ihr Glück findet, hin und her gerissen zwischen ihm und dem Country-Club, zwei Pole, die man nicht vereinen kann, herzzerreißend von ihr gespielt, einfach grandios. Gemeinsam bilden beide ein wunderbar agierendes Gespann, das zu harmonieren weiß. Ein perfektes Filmpaar und auch sonst insgesamt exzellent gespielt.

Zudem ist Sirks Regie wohl so gesagt erneut himmlisch, für mich eindeutig einer seiner besten Arbeiten, zusammen mit "In den Wind geschrieben", inszeniert er hier wieder großes Kino. Zu Gute kommt dem besonders die Länge von ca. 90 Minuten, da ich bei Sirk stets die Kürze schätze, da in der bekanntlich auch die Würze steckt, wobei man so die grandiose und unfassbare Wucht der großen Gefühle besser verarbeiten kann, so geht es mir jedenfalls, und so riss hier meine Faszination für das Werk nicht ab bzw. ich wurde über vollständig gepackt. Brillant gemacht, zwar recht lebensfern, Kitsch in seiner schönsten und perfektesten Form, aber um es so zu sagen einfach wundervoll, so was kann man im Grunde genommen nicht nachmachen, immerhin beeinflusste Sirk durch seine Arbeiten, wie diese hier, viele große Regisseure von Fassbinder bis Lynch und ja auch Tarantino. Weiterhin von ihm wie gesagt gesellschaftskritisch angelegt, präzise und scharf, zwischen jenem und einem sentimentalen Melodram, kreiert er seiner große Gefühlsoper, tragisch, hochdramatisch und absolut konsequent dabei.
Außerdem noch eine brillante Kameraarbeit, diese erschafft großartig und imposant anzuschauende Bilder, famos gefilmt, mit prächtigen Farben ausgestattet und die Natur-bzw. Schneekulisse an sich schon ein echter Traum, auch wenn ich hierbei ins schwärmen gerate: Schön. Wunderschön. Betörend. Und die Kamera an sich eh einmalig in ihrer Ausführung.

Letztendlich möchte ich dann nur noch sagen, dass "Was der Himmel erlaubt" ein brillant eingefädeltes, wundervoll bebildertes und hintergründig-melodramatisches Meisterstück von Douglas Sirk ist. Gefühlskino in seiner schönsten und besten Form.

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kronenhummer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wunderschönes romantisches Melodram, das einen alleine schon durch die klassische Hintergrundmusik in Gefühlen schwelgen lässt. Durch die Grenzen überschreitende Liebe der beiden Hauptpersonen wird dieses dann noch weiter gestützt.

Doch das eigentliche Highlight ist die hiermit verbundene Kritik an der Gesellschaft der 50er Jahre. Unheimlich eindringlich und dennoch nicht beherrschend, zeigt „Was der Himmel erlaubt“ der prüden und im Klassendenken verbohrten Gesellschaft seine Grenzen auf und macht deutlich, was wirklich wichtig ist.

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Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein starkes Melodram von Meisterregisseur Douglas Sirk. Gesellschaftskritisch, aufwühlend und hervorragend gespielter Klassiker.

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makatu

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wunderbareres Melodram über eine unmögliche Liebe in den 50er Jahren, gleichzeitig eine bitterböse Gesellschaftsstudie über ein Vorstadtmilieu, in dem man nur so lange akzeptiert wird, wie man sich im Rahmen sehr enger Moralvorstellungen bewegt sowie ungeschriebene gesellschaftliche Gesetze einhält, sogar von der eigenen Familie. Für diejenigen, die Rock Hudson in erster Linie aus den Filmchen neben Doris Day kennen, auch eine gute Gelegenheit, zu sehen, dass er ein wirklich guter Schauspieler sein konnte - Sirk hat (wie auch in einigen anderen Filmen) das Beste aus ihm herausgeholt. Ob man schließlich das bemerkenswerte Ende rührend oder bitterböse findet, ist wohl Geschmackssache...

P.S.: Der Film läuft in der Nacht auf den 6.10. in der ARD

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spanky

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Bewertung7.0Sehenswert

Etwas schwülstig und angestaubt in Umgangsformen und Erzähltempo. Die alte Mühle, die Rock Hudson umbaut, ist der Traum jedes Midcentury-Modernisten. Und es ist dieser zeitlose 50er-Jahre-Stil und Hudsons unaufdringliche Präsenz, die den Film sehenswert machen. Neben ihm wirkt die Wyman mit ihren Perlenohrringen, ihrer Hochsteckfrisur und ihrem Rüschenkragen wie ein zu durchgebratener Backfisch.

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Tytus

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Bewertung6.0Ganz gut

1955 mag der Film vielleicht Schockierend und revolutionär gewesen sein , heute ist er *gähn*

Die einzige wichtige aussage die denn Film noch heute aktuell macht, ist das man nicht auf andere hören soll :D

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