Ich persönlich möchte an dieser Stelle abraten sich den Film “Was nützt die Liebe in Gedanken” im Kino anzusehen. Die oben angesprochen Punkte ließen den Film für mich bisher zum absoluten Tiefpunkt in meinem bisherigen Kinojahr 2004 werden und mit “Was nützt die Liebe in Gedanken” beweist der deutsche Film wiedereinmal, dass mindestens 75 % deutscher Produktionen besser direkt als Fernsehspiel produziert worden wären als für die Kinosäle. Ich jedenfalls war froh, als der Film nach 90 Minuten vorüber war und ich die Sneak der Kalenderwoche 6 überstanden habe.
Die meisten Filme heutzutage werden gnadenlos von der Mechanik des Plots vorangetrieben, und alles andere - das Licht, die Dunkelheit, das Setting - bleiben ihr dienend untergeordnet. In "Was nützt die Liebe in Gedanken" scheint es außer den vier Hauptfiguren noch einen fünften Protagonisten zu geben: die Atmosphäre, mit dem Rauschen des Windes, dem Absinthgeruch in der Nacht und dem weißen Morgennebel. So sinnlich hat seit langem kein deutscher Film von seiner Geschichte und den großen Möglichkeiten des Kinos erzählt.
Von Anfang bis Ende langweilig, langweilig und nochmal langweilig.
Idiot 1 und Idiot 2 fahren mit dem Zug zu Tussi 1. Idiot 1 und Tussi 1 sind Geschwister. Macht aber nichts. Idiot 2 steht auf Tussi 1. Tussi 1 fährt in die Stadt und holt Tussi 2 dazu. Tussi 2 steht auf Idiot 2. Idiot 1 steht auf Tussi 1 (seine Schwester) und Idiot 3 (den Koch). Idiot 3 steht auf Idiot 1 und Tussi 1. Manchmal haben sich alle lieb und manchmal hassen sich alle und hauen sich infolgedessen. Warum? Weiß kein Mensch. Zwischendrin wird sich besoffen, mit einer Waffe auf Schilder und in die Luft geschossen, im See geplanscht, im Wald fangen gespielt, doof geschaut, sich obszön angefasst und bei Sexszenen ausgeblendet.
Fazit: Eh. Was soll denn so ein Film? Warum? Wofür? Weshalb? Weswegen? Warum tut Ihr der Menschheit so etwas an?!
So stell ich mir einen emotionalen Film über die Gefühlswelt junger Erwachsener vor. Ästhetisch, poetisch, intensiv. Obwohl der Gedanke, für die Liebe Selbstmord zu begehen, komplett zuwider meiner persönlichen Prinzipien ist, kann ich mich mit jeder einzelnen Figur indentifizieren, und kann nicht anders, als diesen Film zu lieben, wovon ich selbst erstaunt bin.
Wiedermal nimmt sich der deutsche Film eines verzwickten, schwierigen Themas an und scheut auch nicht vor bitteren Wahrheiten. Dennoch: Die Umsetzung der Geschichte hat mich persönlich so rein gar nicht getoucht. Die Dialoge wirkten zwanghaft bedeutungsvoll und lediglich pseudo-intellektuell. Den Schauspielern habe ich ihre Gefühle schlicht nicht abgenommen. Abgesehen vom Günther - gespielt von August Diehl - kamen sie für mich allesamt recht farblos herüber. War zwar schon unglücklich verliebt, konnte mich aber absolut nicht in die Charaktere hineinversetzen. Ein Film, der wohl polarisiert...
Ein Haufen bornierter Zwischenkriegsjuppies hat keine Sorgen, also machen sie sich welche - wer schreibt die schöneren Gedichte, wer hat den tollsten Liebeskummer und wer poppt wen am besten? Das ganze wird zugekleistert mit Gymnasiastenlyrik und unerträglichem Liebesblah. Schmiert und zerrt sich wie ein abgelutschter Kaugummi, und wenn dann endlich, leider viel zu spät, ein Schuß fällt, ist das das einzig aussagekräftige Geräusch in diesem Schinken.
Blaßhäutige, sommerbesprosste Jünglinge mit Schmerzensblick und dem Gespür für die wichtigen Dinge im Leben, zartbrüstige Blondmädchen mit Entscheidungsschwierigkeiten und bombiger Libido und stets genug Reichtum, um vor handfesten Problemen sicher zu sein. Das einzig stimmige ist der Titel, der allerdings auch nur eine Phrase bleibt, denn um Liebe geht es zu keiner Minute und Gedanken macht sich auch nicht sonderlich jemand. Ah ja, und natürlich muß der Schwule der Verlassene, Mörder und Selbstmörder sein.
Deutschland deine Filme! Hiermit wieder ein Beweis das es gute doch geben kann.
Hier stimmt einfach alles: die Atmosphäre, das Licht, die Schauspieler. Das Gesamtkunstwerk ist einfach nur umwerfend.
Ein guter deutscher Film mit interessanter Geschichte und den üblöischen deutschen Jungdarstellern. Solide Leistung, solider Film; aber mehr dann auch nicht.
Unglaubwürdige Geschichte und inkonsequente Umsetzung der 20er Jahre Story. -- Wie soll ein Film der in den 20ern spielt authentisch werden, wenn in einer Schlüsselszene ein Titel aus den Charts gespielt wird. Noch dazu einer der elektronisch auf 20er getrimmt ist. Echter Filmmusik Fauxpas
Was nützt die Liebe in Gedanken - Kritik
DE 2004 Laufzeit 89 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 12.02.2004
Kritiken (2) — Film: Was nützt die Liebe in Gedanken
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenIch persönlich möchte an dieser Stelle abraten sich den Film “Was nützt die Liebe in Gedanken” im Kino anzusehen. Die oben angesprochen Punkte ließen den Film für mich bisher zum absoluten Tiefpunkt in meinem bisherigen Kinojahr 2004 werden und mit “Was nützt die Liebe in Gedanken” beweist der deutsche Film wiedereinmal, dass mindestens 75 % deutscher Produktionen besser direkt als Fernsehspiel produziert worden wären als für die Kinosäle. Ich jedenfalls war froh, als der Film nach 90 Minuten vorüber war und ich die Sneak der Kalenderwoche 6 überstanden habe.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
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Kommentare (15) — Film: Was nützt die Liebe in Gedanken
Kommentar schreibenFlorian Albrecht 2011/07/08 11:53:12
Kommentar löschenmein Film No.1 ungeschlagen vn der Story von der Umsetztung vom Schauspiel passt alles wunderbar schön-tragisch zusammen.
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Crocet 2011/04/16 22:25:31
Kommentar löschenFür mich ganz großes Erzählkino.
Eine der wenigen deutschen Produktionen die mich überzeugt haben.
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Afrin Alburu 2011/04/08 00:04:04
Kommentar löschenVon Anfang bis Ende langweilig, langweilig und nochmal langweilig.
Idiot 1 und Idiot 2 fahren mit dem Zug zu Tussi 1. Idiot 1 und Tussi 1 sind Geschwister. Macht aber nichts. Idiot 2 steht auf Tussi 1. Tussi 1 fährt in die Stadt und holt Tussi 2 dazu. Tussi 2 steht auf Idiot 2. Idiot 1 steht auf Tussi 1 (seine Schwester) und Idiot 3 (den Koch). Idiot 3 steht auf Idiot 1 und Tussi 1. Manchmal haben sich alle lieb und manchmal hassen sich alle und hauen sich infolgedessen. Warum? Weiß kein Mensch. Zwischendrin wird sich besoffen, mit einer Waffe auf Schilder und in die Luft geschossen, im See geplanscht, im Wald fangen gespielt, doof geschaut, sich obszön angefasst und bei Sexszenen ausgeblendet.
Fazit: Eh. Was soll denn so ein Film? Warum? Wofür? Weshalb? Weswegen? Warum tut Ihr der Menschheit so etwas an?!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
eaten_ 2010/01/05 21:21:07
Kommentar löschenSo stell ich mir einen emotionalen Film über die Gefühlswelt junger Erwachsener vor. Ästhetisch, poetisch, intensiv. Obwohl der Gedanke, für die Liebe Selbstmord zu begehen, komplett zuwider meiner persönlichen Prinzipien ist, kann ich mich mit jeder einzelnen Figur indentifizieren, und kann nicht anders, als diesen Film zu lieben, wovon ich selbst erstaunt bin.
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mommi 2009/07/09 20:33:48
Kommentar löschenWiedermal nimmt sich der deutsche Film eines verzwickten, schwierigen Themas an und scheut auch nicht vor bitteren Wahrheiten. Dennoch: Die Umsetzung der Geschichte hat mich persönlich so rein gar nicht getoucht. Die Dialoge wirkten zwanghaft bedeutungsvoll und lediglich pseudo-intellektuell. Den Schauspielern habe ich ihre Gefühle schlicht nicht abgenommen. Abgesehen vom Günther - gespielt von August Diehl - kamen sie für mich allesamt recht farblos herüber. War zwar schon unglücklich verliebt, konnte mich aber absolut nicht in die Charaktere hineinversetzen. Ein Film, der wohl polarisiert...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Bauglir 2009/03/26 17:26:39
Kommentar löschenEin Haufen bornierter Zwischenkriegsjuppies hat keine Sorgen, also machen sie sich welche - wer schreibt die schöneren Gedichte, wer hat den tollsten Liebeskummer und wer poppt wen am besten? Das ganze wird zugekleistert mit Gymnasiastenlyrik und unerträglichem Liebesblah. Schmiert und zerrt sich wie ein abgelutschter Kaugummi, und wenn dann endlich, leider viel zu spät, ein Schuß fällt, ist das das einzig aussagekräftige Geräusch in diesem Schinken.
Blaßhäutige, sommerbesprosste Jünglinge mit Schmerzensblick und dem Gespür für die wichtigen Dinge im Leben, zartbrüstige Blondmädchen mit Entscheidungsschwierigkeiten und bombiger Libido und stets genug Reichtum, um vor handfesten Problemen sicher zu sein. Das einzig stimmige ist der Titel, der allerdings auch nur eine Phrase bleibt, denn um Liebe geht es zu keiner Minute und Gedanken macht sich auch nicht sonderlich jemand. Ah ja, und natürlich muß der Schwule der Verlassene, Mörder und Selbstmörder sein.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Schlegel 2009/10/09 00:34:13
Antwort löschenDas "Blondmädchen" ist immerhin die Mühe-Tochter und gar nicht mal so übel.
raab_himself 2009/02/01 13:16:35
Kommentar löschenSehr gute Schauspieler! Eine intensive Geschichte! Und ein perfektes Zusammenspiel zwischen Kamera und Szenenbild.
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alanger 2008/07/08 01:21:00
Kommentar löschentja, was nützt sie?
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tom² 2008/05/06 15:05:15
Kommentar löschenDeutschland deine Filme! Hiermit wieder ein Beweis das es gute doch geben kann.
Hier stimmt einfach alles: die Atmosphäre, das Licht, die Schauspieler. Das Gesamtkunstwerk ist einfach nur umwerfend.
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maniacmonkey 2008/04/27 21:10:37
Kommentar löschenguter Film mit guten Schauspielern
Hat mir gut gefallen
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freakfried 2008/04/19 11:15:35
Kommentar löschensensible story, klasse schauspieler...ein film voller emotion und klarer bilder
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R.A.Madison 2008/01/11 14:48:10
Kommentar löschenEin guter deutscher Film mit interessanter Geschichte und den üblöischen deutschen Jungdarstellern. Solide Leistung, solider Film; aber mehr dann auch nicht.
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conte 2007/11/12 21:34:56
Kommentar löschenUnglaubwürdige Geschichte und inkonsequente Umsetzung der 20er Jahre Story. -- Wie soll ein Film der in den 20ern spielt authentisch werden, wenn in einer Schlüsselszene ein Titel aus den Charts gespielt wird. Noch dazu einer der elektronisch auf 20er getrimmt ist. Echter Filmmusik Fauxpas
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kusch 2007/10/02 21:02:07
Kommentar löschenBerührender Film, mit bitterem Beigeschmack.
Ich fand den Film nach dem ersten Mal schon gut! ;)
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Mr.Floppy 2007/08/14 11:30:44
Kommentar löschenbeim ersten Mal schauen, empfand ich dieen Film als Totalausfall. Je nach Stimmunglage wird der Film wohl anders empfunden. Beim 2. Mal gefiels dann.
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