Watchmen - Die Wächter - Kritik

US 2009 Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 05.03.2009

  • 7 .5

    Sehr abstruse Story... Konnte Ihn nicht ganz zu Ende schauen aber trotzdem eine Meinung bilden. Kurz und knapp: Tolle Atmosphäre, coole Superhelden aber viel zu abstruse Story (wie oben erwähnt).

    Habe jetzt einen neuen Superhelden gefunden, den ich neben Iron Man und The Falcon liebe: Rorschach :D

    • CrimsonK 28.06.2015, 02:16 Geändert 28.06.2015, 02:24

      "Der Übermensch existiert und er ist Amerikaner."

      Watchmen ist ein verdammt geiler Superheldenfilm.
      Watchmen beschäftigt sich kritisch mit der neuen Zeitgeschichte sowie politischen Auswirkungen, die unsere Welt heute noch beeinflussen.
      Watchmen ist wahrhaftig ein philosophischer Express-Diskurs von den alten Ägyptern über die Antike, mit Alexander dem Großen, zum Nihilismus und Utilitarismus und wahrscheinlich vielem mehr.
      Watchmen ist Style equals Substance und kann wahrscheinlich bei richtiger Dosierung Krebs heilen und bei Überdosierung welchen verursachen.

      "Ich bin falsch zitiert worden. Ich habe nicht gesagt, der Übermensch existiert und er ist Amerikaner. Ich habe gesagt Gott existiert und er ist Amerikaner."

      Es gibt in Watchmen zwei Grupierungen.
      1. Menschliche Helden
      2. Gott
      -Spoiler-
      Gott:
      Dr. Manhattan streitet das "Gott sein" zwar ab, und er war ja auch zuvor nur ein Mensch, letztendlich ist aber nichts humanes mehr geblieben. Der letzte Funken an Menschlichkeit in ihm wird auch noch als seine Schwäche ausgelegt und von Ozymandias zur Täuschung genutzt. Selbst sein Äußeres ähnelt nicht mehr seiner fleischlichen Hülle des Jon Ostermann, sondern er schwebt in einem himmlischen Blau (eine neutrale "politisch korrekte" Farbe), unbehaart und nackt (perfekter Körper) über der Erde. Es ist einfach die, für uns (weisse Männer) Menschen, logische Selbstprojektion auf das Wesen "Gott". Würden wir riesige superfluffige rosa Katzenwesen sein, so wäre unser Bild von Gott eben auch jenes einer fluffigen rosa Katze.
      Watchmen geht da sogar noch einen Schritt weiter und macht Gott sogar zu einem Amerikaner. Der auch einzig für die USA verfügbar ist.
      Zudem hat Dr. Manhattan die göttliche Kraft "etwas" aus "nichts" zu schaffen. All seine weiteren "Superkräfte" sind nur Ausformungen seiner Göttlichkeit. Warum ist Gott also nicht in der Lage die Zukunft Anderer zu sehen? Ich denke zum einen weil er sich nicht bewusst ist, dass er Gott ist. Das würde auch seine Bescheidenheit erklären, er wird sich am Ende des Filmes darüber bewusst und will in ein anderes Universum reisen um dort "neues" Leben zu schaffen. Ich stelle hier auch gleich in den Raum, das er dort ein "besseres neues Leben" schaffen möchte. Warum verlässt er die Erde?
      1. Weil er nun der Feind ist (wieder) und nicht erwünscht ist.
      2. Weil er am Ende von Watchmen in die Zukunft geschaut hat (er wird ja nicht mehr blockiert) und gesehen hat, dass der Mechanismus der menschlichen Selbstzerstörung wieder einmal nur resetet wurde, und er erkannt hat, dass er diese Welt nicht mehr retten kann.
      Seine Macht ist nämlich begrenzt. Obwohl er Gott ist, ist er nicht absolut allmächtig. Er kann die Welt nicht mehr in dem Maße beeinflussen, wie es ein Gott bei der Schöpfung der Welt getan hat. Die Welt und besonders die Menschheit ist wie ein Uhrwerk, welches eventuell von Gott geschaffen wurde, ab dem Zeitpunkt seiner Fertigstellung aber nicht mehr beeinflussbar war. Dabei muss man "Uhrwerk" im Sinne von Zeit als relativ betrachten. Dr. Manhattan kann sich in ihr bewegen aber nicht wirklich beeinflussen. Und das ist auch der zweite Grund, warum er die Zukunft Anderer nicht mehr sehen kann. Es liegt einfach außerhalb seines Einflussbereiches, so wie der rationale Mensch funktioniert. Aber Warum? Nun, Dr. Manhattan also Gott war ja vorher nicht da, er wurde durch Wissenschaft geschaffen. Ein Paradox, worauf ich nicht weiter eingehe. Vor seiner Erschaffung, war er ... frei nach Nietzsche ... tot! Die Menschen haben Gott getötet indem sie den Shit aus der Welt herausrationalisiert haben. Mit jeder logischen Erkenntnis, mit jedem kritischen hinterfragen und jeder wissenschaftlichen Errungenschaft, mit jeder biologischen Aufschlüsselung des Lebens und mit jeder Entschlüsselung der Welt und der menschlichen Psyche wurde Gott qualvoll hingerichtet. Er ist nicht mehr in der Lage die Welt zu beeinflussen, sondern wir Menschen leiten sie nun. Womit füllen wir dieses göttliche Loch nun? Eigentlich gibt es da nur zwei Möglichkeiten: Mit falschen Idologien oder mit Nichts (Nihil - Nihilismus).

      Menschliche Helden:

      "Hab mal einen Witz gehört. Mann geht zum Arzt, sagt er ist deprimiert. Das Leben kommt ihm rau vor und herzlos. Sagt, er fühlt sich allein in einer bedrohlichen Welt. Arzt sagt "Behandlung ist einfach! Der große Clown Paleacci ist in der Stadt. Gehen Sie hin, wird Sie aufheitern." Mann bricht in Tränen aus. "Aber Doktor", sagt er, "ich bin Paleacci!"
      Guter Witz. Alles lacht. Tusch! Vorhang..."
      -Rorschach spricht über den Comedian-

      Bei den Watchmen gibt es zwei Helden, die beide die Wahrheit erkannt haben (allerdings unterschiedlich interpretierten) und einer Art Nihilismus verfallen sind.
      Der Comedian und Rorschach sind zwei Seiten einer Medaille. Der Comedian hat die wahre Natur der Menschheit erkannt und wurde zu einer zynischen Satire davon. Er ist der mit Abstand effektivste Kämpfer der Watchmen, weil er alle Menschen gleich macht. Für ihn existiert nicht "Jung" und "Alt" oder "Frau" und "Mann" und erst recht nicht "Schuld" und "Unschuld". Dadurch, dass er ohne Moralvorstellung lebt, wird er automatisch für den Zuschauer zum Bösewicht. Weil er so eine coole Socke ist, sehen ihn manche auch als Antihelden und reden sich so sein Vergewaltigen und Morden schön. Warum ist und bleibt er einer der Watchmen? Warum richten sie sich nicht gegen ihn? Rorschach bezeichnet ihn sogar noch nach seinem Tod als einen von ihnen. Weil er es ihnen gezeigt hat! Weil sie durch ihn ein wenig von der Wahrheit sehen konnten. Und mit diesen Informationen konnten sie dann arbeiten, ihre eigenen Filter von Moral und Ethik darüberlegen. Dem Comedian, war es egal. Allerdings wurde er depressiv als er die Ganze Wahrheit erkannt hat (als Einziger) und musste deswegen sterben. Rorschach besitzt nur die abgeschwächte Version des Xray-Blickes vom Comedian. Noch einmal ganz klar: Der Comedian war ein Gleichmacher. Rorschach hat klare Vorstellungen von Recht und Unrecht und unterteilt diese in Schwarz und Weiss (so wie seine Maske). Der Rorschachtest dient zur Psychoanalyse eines Menschen. Rorschach ist ein Psychopat, der die gottlose Welt nur in Recht und Unrecht aufteilt und die Unrechten auslöscht. Mit dieser Weltanschauung ist er aber immerhin noch derjenige mit dem zweitbesten Durchblick. Nightowl ist für meine Ausführung vernachlässigbar. Er ist der Naive, der sich eine fleischliche Hülle über seine wahre Natur zieht und sich dem System beugt. Nightowl ist zwar ein toller Charakter, aber ohne Rorschachs Ermittlungen hätte er wahrscheinlich nicht mehr zu seinem wahren "Ich" gefunden. Seine auferlegte menschliche Hülle macht ihn schwach, blind und sogar impotent. Genau wie Superman (Kill Bill Analyse) wählt er sein Alter Ego nach dem, wie er den Menschen sieht.

      Ozymandias. Der eigentliche Über-Mensch. Die Sonderstellung in Watchmen. Er wird permanent nur als der "klügste" Mensch bezeichnet. Was wir sehen ist allerdings auch die physische Perfektion (Superman) sowie der "reichste" Mensch. Und trotz all seiner Überlegenheit, ordne ich ihn unter dem Comedian und Rorschach ein. Warum?
      Weil er mehr Mensch ist, als sie. Er ist derjenige, der Gott getötet hat und es wieder versucht. Er ist derjenige, der so sehr nach Göttlichkeit strebt um Gottes Platz einzunehmen (unbewusst). Er sieht sich als neue Instanz. Gott ist nicht in der Lage den Menschen zu helfen, er spricht ihm diese Fähigkeit ab (was ist wenn Dr. Manhattan nur 99% aller Raketen aufhalten kann?). Er zweifelt an Gott, aber nicht an sich selbst. Damit tötet er nicht nur Gott, sondern stellt sich über ihn. Sowie der Comedian als auch Rorschach haben beide eine Erkenntnis, und zwar:
      "Entweder hat Gott nicht hingesehen, oder es hat ihn nicht interessiert."
      Damit machen sie ein Statement. Gott existiert. Dr. Manhattan ist Gott. Der Comedian sagt nämlich genau dies zu Dr. Manhattan als er ihn testet.
      "Ja habe ich und du hast mir dabei zugesehn, du hättest die Knarre in Dampf, die Kugel in Quecksilber und die die Flasche in in ne Schneeflocke verwandel können, aber das hast du nicht weil dir Menschen nämlich am Arsch vorbei gehn, du driftest immer weiter von uns weg Doc, Gott steh uns bei." Ein zynischer Witz, da Gott uns ja nicht bei steht. Diese Fehlbarkeit Gottes hat auch Ozymandias erkannt und beschlossen in bester Utilitaristischer Manier das größtmögliche Glück für alle zu erzwingen. Und zwar indem er für eine friedliche Welt Opfer bringt.
      "Der Tod von Millionen, zur Rettung von Milliarden"
      Und er schafft es! Die Welt ist kurzfristig vereint und das große Unheil (Nuklearer Krieg - Auslöschung der Menschheit) abgewandt. Das kann Rorschach nicht hinnehmen und entledigt sich quasi freiwillig seiner menschlichen Hülle. Er betont mehrmals im Film, dass es nur Rorschach gäbe, und die Maske sei sein wahres Gesicht. Nun, kurz vor seinem Abgang zieht er sich die Maske herunter. Er stirbt also nicht als Rorschach, sondern nur seine fleischliche Hülle. Insgesamt sind der Comedian und Rorschach die einzigen Watchmen, die im Film sterben. Zwei Seiten einer Medaille, untrennbar, beide haben die Wahrheit erkannt. Der Comedian am Anfang des Filmes und Rorschach am Ende. Rorschach hebt am Anfang des Filmes den Smileyanhänger auf und Rorschachs Tagebuch ist in der letzten Szene des Filmes mit dem Smiley-Tshirt des Comedian zu sehen. Beide vereint. Trauert nicht um ihn. Er ist für eine größere Sache gestorben (Sokrates-Style) und der Blutfleck zeigt, dass er weiter existiert. Man kann die Wahrheit nicht töten, nur mit möglichst vielen Lügen überdecken.
      Gott hat das erkannt und es ist ihm egal, bzw. er hat keinen Einfluss mehr auf die Menschheit. Er hat am Menschen versagt und wird in einer anderen Galaxy neues Leben erschaffen. Ein besseres Leben.

      Ozymandias ist übrigens der Rufname von Ramses dem Zweiten. Was hat Ozymandias mit seiner List nun erreicht? Was hat Dr. Manhattan gesehen?
      Ich zitiere Wikipedia.
      "Während seiner (Rames II) Regierungszeit erreichte Ägypten eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, wie sie nach ihm unter keinem Pharao mehr erreicht wurde. Durch sein diplomatisches Handeln gelang es ihm, einen fast fünfzigjährigen Frieden mit seinen Nachbarvölkern, darunter auch mit den Hethitern, zu halten."

      Er hat die Welt also kurzfristig gerettet.
      In seiner Pyramide in der Eiswüste steht eine Statue mit folgender Aufschrift:
      ‚My name is Ozymandias, king of kings:
      Look on my works, ye Mighty, and despair!‘
      Das ist ein Ausschnitt aus einem Gedicht.

      Hier die deutsche Übersetzung

      Ein Wandrer kam aus einem alten Land,
      Und sprach: „Ein riesig Trümmerbild von Stein
      Steht in der Wüste, rumpflos Bein an Bein,
      Das Haupt daneben, halb verdeckt vom Sand.

      Der Züge Trotz belehrt uns: wohl verstand
      Der Bildner, jenes eitlen Hohnes Schein
      Zu lesen, der in todten Stoff hinein
      Geprägt den Stempel seiner ehrnen Hand.

      Und auf dem Sockel steht die Schrift: ‚Mein Name
      Ist Osymandias, aller Kön’ge König: –
      Seht meine Werke, Mächt’ge, und erbebt!‘

      Nichts weiter blieb. Ein Bild von düstrem Grame,
      Dehnt um die Trümmer endlos, kahl, eintönig
      Die Wüste sich, die den Koloß begräbt.“

      Und hier ist es in englisch von Brian Cranston (unglaubliche Stimme) vorgetragen (Ozymandias spielt in Breaking Bad auch eine Rolle)

      https://www.youtube.com/watch?v=sPlSH6n37ts

      Kurzinterpretation: Ozymandias täuscht sich, und sein Werk, größer als alle Anderen ist vergänglich und wird eines Tages vom Sande begraben sein.

      Das ist alles nur meine Meinung. Und nur ein einziger klitzekleiner Blickwinkel von vielen, auf einen der größten Filme aller Zeiten.

      18
      • 8

        genialer Film

        • 10

          https://www.youtube.com/watch?v=VTX-rkWpwVg

          Don't let your dreams be dreams. JUST DO IT!

          4
          • 7 .5
            dreamtraveller 04.06.2015, 16:08 Geändert 16.06.2015, 17:24

            Als Comic-Fan ist dieser Film ein MUSS.
            Ich als "neutraler nicht-Comic-Nerd" fand...

            ...den Look und die tolle Atmosphäre hervorragend umgesetzt.
            ...Superhelden, die mal keine "Saubermänner/frauen" sind sehr erfrischend.
            ...die Story interessant und tiefgründig.
            ...die Action toll und bedingungslos
            ...Jackie Earle Haley in der Rolle des Rorschach genial.
            ...Dr. Manhattan mit seinem blauen Penis selten dämlich (Ich verzieh mich mal schnell auf den Mars und schmoll ne Runde...)
            ...die zweite Hälfte des Films etwas in die Länge gezogen.
            ...das Ende zu unspektakulär.

            Alles in allem fand ich WATCHMEN richtig gut. Da steckt viel Herzblut drin.

            • 7 .5
              justinator 15.05.2015, 23:34 Geändert 16.05.2015, 12:02

              Cooler Film auf jeden fall mal angucken

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              • 8
                Chewbaccafan5 13.05.2015, 23:00 Geändert 13.05.2015, 23:01

                Watchmen IST spannend, interessant und super gemacht. Außerdem sind die Kostüme toll gemacht. Zum Ende hin hätte der Film noch kürzer sein können. Trotzdem kriegt Watchmen die obenstehende Wertung.

                • 9
                  ju.ku.750 03.05.2015, 18:57 Geändert 03.05.2015, 20:15

                  "Rorschach´s Tagebuch. 12. Oktober 1985:
                  Heute morgen Hundekadaver in Gasse, Reifenprofil auf aufgeplatztem Bauch.
                  Die Stadt hat Angst vor mir, ich kenne ihr wahres Gesicht.
                  Die Straßen sind Rinnsteine. Und diese Rinnsteine sind voller Blut.
                  Und wenn die Gullies schließlich verstopfen, ersäuft all das Ungeziefer.
                  Der dreckige Morast aus Sex und Mord wird ihnen bis zur Hüfte gehen.
                  Und all die Huren und Politiker werden aufblicken und rufen - Rette uns!
                  Und ich werde flüstern - Nein."

                  Düster, philosophisch und dazu ein einzigartiger Look. Ein Film, der sich zudem sehr kritisch mit dem Superheldentum auseinandersetzt...genau nach meinem Geschmack.

                  Für mich ist "Watchmen" nach Christopher Nolans Batman-Trilogie die gelungenste Comicverfilmung.

                  Das letzte Wort hat Rorschach über Blake (den Comedian):
                  Edward Blake...der Comedian...geboren 1918. Begraben im Regen...ermordet. Ist es das, was uns erwartet? Keine Zeit für Freunde? Nur unsere Feinda lassen Rosen da...Gewalttätige Leben, die gewaltätig enden. Blake hat das verstanden. Die Menshen sind von Natur aus Wilde, egal wie sehr man versucht, die Wahrheit auszuschmücken, sie zu tarnen.
                  Blake hat das wahre Gesicht der Gesellschaft erkannt und beschlossen, ihre Parodie zu werden, ein Witz.

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                  • 10

                    Ist zwar jetzt schon ein halbes Jahr her, dass ich den das letzte mal gesehen habe, aber was mich wundert, ist das dieser Film immer als DAS große DC Comics Meisterwerk (neben der Dark Knight Trilogie natürlich) dargestellt wird, wo es doch auch den deutlich gelungereren "V wie Vendetta" gibt, der in meinen Augen eine wichtigere Thematik und eine besser erzählte Geschichte aufweist und zudem auch deutlich kritischer daherkommt.

                    Nichtsdestotrotz habe ich "Watchmen" ebenfalls als einen äußerst gelungen Film in Erinnerung.

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                    • 8

                      Visuell ein großes Vergnügen. Die starke Detailverliebtheit bei der Inszenierung sieht und spürt man als Zuschauer. Die popkulturellen Metaphern stechen mir ins Auge. Die Demontage der genre-üblichen Konventionen einer Comic-Vefilmung fallen mir ebenfalls angenehm auf. „Watchmen“ entspricht in keinster Weise den gängigen Superhelden-Filmen und bricht mit dem durchschaubaren Gut-gegen-Böse Muster. Dazu noch ein verschlungener interessanter Story-Plot und gute Darsteller.

                      Der Marshal sagt: Snyder bietet eigentümliches und beeindruckendes Unterhaltungskino, das nie langweilig wirkt.

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                      • 10

                        Die Beste Comic Film Umsetzung aller Zeiten!

                        • 10

                          Der düstere Superheldenfilm überhaupt. Mit Dark Knight wohl die Beste Comicumsetzung die man sich denken kann.

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                          • 5 .5
                            The_Hitcher 22.03.2015, 23:36 Geändert 22.03.2015, 23:37

                            Meisterwerk hin oder her! Das beste am Film war die erste Szene, super gefilmt und klasse soundtrack, deshalb 5,5Pkt.! Der Rest des Filmes... Keine Ahnung! Habe ihn noch nie ganz gesehen, da er unfassbar langweilig ist! Entweder ich bin eingeschlafen oder habe den Film abgedreht bzw weitergedreht!

                            • 8 .5

                              Watchmen ist

                              • 3

                                Also für die super Special Effects gibt es eigentlich die 3 aber mehr kann ich da einfach nicht geben. Ok ich muss sagen ich ging mit hohen erwartungen da ran aber ich glaube ich wurde schon lange nicht mehr von einem Film so entäuscht.
                                Ich habe nach fast der hälfte aufgehört weil die Geschichte erstens extrem langweillig war und zweitens hat sie mich an manchen stellen auch extrem angewiedert. Dem entsprechend ist mein Fazit schwache 3 Punkte für einen Film von dem ich mir so viel erwartet hatte.

                                • 4

                                  Vorneweg: ich kann den Film nicht unvoreingenommen beurteilen, da ich riesiger Fan der Comicvorlage bin. Wäre ich das nicht, wäre meine Bewertung vermutlich wesentlich höher, denn als Film funktioniert Watchmen. Er ist kurzweilig, spannend und weiß zu unterhalten. Und die Anfangscredits sind wirklich großartig.
                                  Leider arbeitet er gegensätzlich zur Grundaussage der Vorlage. Diese war eine düstere, notwendige, gnadenlose und brilliante Analyse der Zeit des kalten Krieges und des nuklearen Wettrüstens die ganz nebenbei den Mythos Superheld dekonstruiierte. Neben aller Zukunftsangst und Zynik merkt man dem Comic aber stets sein Anliegen an aufzuklären, die Gefahren von Macht und Selbstjustiz offenzulegen und zu einem besseren, gewaltfreien Miteinander aufzurufen, ein humanistisches Meisterwerk.
                                  Die Verfilmung hingegen stilisiert die Gewalt, verliert sich in Zeitlupensequenzen, lässt Silk Spectre und Nightowl beiläufig eine Bikergang ermorden (!), auf eine kurzweilige, "coole", unterhaltsame Art. Sie lässt Rohrschach, einen großartigen Charakter, aber am Ende des Tages eben ein Mörder und Faschisten, zu einem sprücheklopfenden Sympathieträger verkommen. Silk Spectre dagegen ist in der Vorlage eine im Grunde überforderte junge Frau ist, die gleichzeitig versucht den Schatten ihrer Mutter zu füllen und aus diesem auszubrechen, die seit Kindestagen zur Superheldin gemacht wurde, mit wenig Mitspracherecht. Eine tragische Figur und verlorene Seele. Im Film ist sie hauptsächlich dazu da, in ihrem Latexkostüm für den männlichen Zuschauer nett anzusehen zu sein und sich ab und an von den anderen Charakteren nehmen zu lassen. Was mich an der Verfilmung stört ist, dass man ihr anmerkt, dass sie die eigentliche Message des Comics nicht begriffen hat: Gewalt ist nicht gut, denn jeder Mensch hat seine Geschichte und die verdient es gehört zu werden.
                                  Leute, die Zack Snyder als Comicliebhaber und echten Fan beschreiben sollten bemerken, dass der Autor und Erfinder der Vorlage, Alan Moore, nicht in den Credits erwähnt wird, anders als Zeichner Dave Gibbons. Das liegt daran, dass er sich mehrfach öffentlich gegen eine Verfilmung ausgesprochen hat. Soviel zum Fantum. Zack Snyder kann spannend inszenieren und gut mit Schlachten, Action und Zeitlupe umgehen. Das mag für Frank Miller reichen, nicht aber für Moore.

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                                  • 8 .5

                                    "Ich bin der Erde überdrüssig, der Menschen, des Gewirrs ihrer Leben, in dem ich mich verfange. Ihre Mühen dienen angeblich der Erschaffung eines Himmels und doch ist ihr Himmel ein Ort voller Schrecken. Vielleicht steckt hinter der Welt kein Plan. Vielleicht geschieht alles ohne Plan. Eine Uhr ohne Uhrmacher."

                                    Bei dem fast 10 Minütigen Monolog von Dr.Manhattan hatte ich durchgehend eine Gänsehaut. Genial in Szene gesetzt. Und nicht nur das.

                                    Selten gab es einen Film der soviele neue interessante Charaktere einführt. Man fühlt sofort mit Ihnen mit. Ja selbst mit den "Bösewichten"!. Wobei es in diesem Filme keine klare Grenze zwischen Gut und Böse gibt. Die Art des Comedian kann man genauso nachvollziehen, wie die von Rorschach oder Ozymandias.

                                    Ich hab den Comic nie gelesen. Kann nicht sagen ob Zack Snyder den Comic Seite für Seite abgefilmt hat. Snyder hat jedenfalls in seinem Lebenslauf Höhen und Tiefen (ua. die tiefsten Tiefen). Aber dieser Film ist definitiv ein Meisterwerk. Vorallem Visuell. Nach The Dark Knight die beste Comicverfilmung aller Zeiten

                                    "Rorchach´s Tagebuch. 12. Oktober 1985:
                                    Heute morgen Hundekadaver in Gasse, Reifenprofil auf aufgeplatztem Bauch.
                                    Die Stadt hat Angst vor mir, ich kenne ihr wahres Gesicht.
                                    Die Straßen sind Rinnsteine. Und diese Rinnsteine sind voller Blut.
                                    Und wenn die Gullies schließlich verstopfen, ersäuft all das Ungeziefer.
                                    Der dreckige Morast aus Sex und Mord wird ihnen bis zur Hüfte gehen.
                                    Und all die Huren und Politiker werden aufblicken und rufen - Rette uns!
                                    Und ich werde flüstern - Nein."

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                                    • 10

                                      Einer der besten Filme die ich je gesehen habe. Ich habe mir das Comic gekauft, nachdem ich den Film gesehen habe und selten wurde ein Comic so gut verfilmt wie bei Watchmen. Man merkt dass der Comicautor Alan Moore nicht einfach nur ein Fantasy-Action-Comic machen wollte, die vielfältigen Monologe und Dialoge reichen weit ins Philosophische hinein.
                                      Ich empfehle den Film mindestens 2 oder 3 Mal anzuschauen, um sich die vielen Zitate zu verinnerlichen und um die vielleicht die Handlung nach dem ersten Mal schauen zu ordnen, denn es kann sein , dass man zu erst ein wenig überfordert ist.

                                      Zack Snyder hat gesagt das es sein Ziel ist Gewalt in seinen Filmen so zu zeigen, dass es keinen Spaß macht zuzuschauen, statt Gewalt zu verharmlosen oder zu verherrlichen. Im Gegensatz zu "300" finde ich ist das hier wirklich sehr gut gelungen.

                                      Auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Film, den es einfach kein zweites Mal geben wird, es ist nicht jedermann Geschmack, aber meinen trifft es sehr gut

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                                        Rein auf Optik & CGI getrimmte Fantasy-Action, Latex-Bräute und Superhelden inbegriffen. In einer parallelen Zeitschiene haben die Amerikaner mit Hilfe eines Mutanten doch noch den Vietnamkrieg gewonnen - über die Realität werden die wohl nie hinwegkommen. Anstatt wie jeder andere in einem Hochspannungsfeld ordentlich zu verbrutzeln, wurde ein versehentlich hineingeratener Wissenschaftler zum allmächtigen blauen Superhelden. Nun versucht er die Welt zu retten, indem er eine billige Energiequelle für alle findet, denn nur damit kann der drohende Atomkrieg mit den Soviets abgewendet werden. What a story, die einen volle 2 1/2 Stunden beglückt. ....und natürlich kommt man seit 'The Dark Knight' nicht mehr ohne Helden mit permanent-nervigem Tiefstimmen-Geflüster aus. Die beste Idee: Der Smiley-Krater auf dem Mars.

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                                          Jorah 26.01.2015, 21:14 Geändert 26.01.2015, 21:15

                                          Schrecklich. Absolut amateurhaft und grauenvoll.
                                          Nein, damit meine ich nicht den Film sondern meinen ersten Kommentar dazu. Gott war das eine wirre gequirlte Scheiße.
                                          Um einen meiner absoluten Lieblingsfilme hier mal angemessen zu würdigen, fang ich jetzt halt nochmal komplett von vorne an.

                                          Das erste was mir zu "Watchmen" einfällt ist: Dieser Film ist ein gottverdammtes Meisterwerk!
                                          Und im Genre Comic-Verfilmungen meine absolute Nr1. Ja, sogar besser als The Dark Knight. Es gibt meiner Meinung nach in Sachen Athmospäre, Inszenierung und Charaktere nichts was an die Wächter herankommt.
                                          Außerdem war Watchmen mein erster Film von Zack Snyder und hat mich somit zu einem meiner absoluten Lieblingsregisseure geführt. Der Mann weiß einfach wie man Szenen episch inszeniert. Er schafft es sogar brutalste Gewaltszenen wunderschön aussehen zu lassen. Zack Snyder ist ein Künstler und dies ist sein Glanzstück.
                                          Natürlich ist das ganze nicht komplett auf seinen Mist gewachsen. Story und Charaktere sind natürlich aus der Graphic-Novel von Alan Moore (die ich zu meiner Schande noch nicht gelesen habe, wird aber so schnell wie möglich nachgeholt, genauso wie der Directors Cut und die Verfilmung von "Tales of the Black Freighter"). Trotzdem hätte es wahrscheinlich kein anderer Regisseur geschafft das ganze so Werkgetreu und liebevoll umzusetzen. In jeder einzelnen Szene ist die Liebe spürbar, die Snyder hier reingesteckt hat. Er ist ein totaler Comic-Fan und das merkt man ihm an. Nicht nur hier, sondern auch in seinen ganzen anderen Filmen (bei 300 wurden ja teilweise komplette Einstellungen aus dem Comic übernommen). Filme von einem Comic-Fan für Comic-Fans. Seht das hier weniger als eine objektive Review zum Film sondern als Lobpreisung an Zack Snyder und sein Werk. Denn beim besten Willen würde mir kein negativer Aspekt von diesem Film einfallen.
                                          Etwas das ich noch besonders hervorheben möchte, und woran sich viele andere Superhelden-Filme ein Beispiel nehmen sollten, sind die kompromisslosen Grauzonen. Wahre Helden gibt es hier genauso wenig wie einen klaren Antagonisten. Jeder hat auf irgeneine Art und Weise Leichen im Keller aber gleichzeitig auch nachvollziehbare Motivationen und Beweggründe. Und kein Charakter ist langweilig. Rorschach, ein gewalttätiger Psychopath aber gleichzeitig die letzte Verkörperung von Gerechtigkeit in diesem Morast aus Korruption, Der Comedian, ein frauenfeindlicher Anarchist, aber doch irgendwie der einzige, der die Natur der Gesellschaft wirklich erkannt hat, Dr. Mannhattan, ein unbesiegbarer übernatürlicher Nationalheld der langsam seine Menschlichkeit verliert sowie Ozymandias (zusammen mit Rorschach mein klarer Favorit), der klügste Mann der Welt und einziger der Truppe, der mit seiner geheimen Identität an die Öffentlichkeit gegangen ist (und sich ein Imperium mit seiner Lizenz und Merchandise-Artikeln aufgebaut hat).

                                          Was bleibt mir jetzt als Schlusswort noch zu sagen?
                                          Danke.
                                          Danke an Zack Snyder und Alan Moore für dieses Meisterwerk.
                                          Ihr seid die wahren Superhelden.

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                                            WANN kommt endlich der Ultimate Cut nach Deutschland ??? :)

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                                              angelo.cirillo.5 07.01.2015, 18:25 Geändert 07.01.2015, 18:29

                                              Watchmen, so anders und doch so beeindruckend. Eines vorweg, wer auf der suche nach den üblichen Marvel Filmen ist, wird hier unter Umständen nicht fündig. Im Gegensatz zu diesen versteht es Watchmen, dass Hauptmerkmal auf die Story zu legen. Computer und CGI Effekthaschereien wird man hier nicht finden und genau das macht diesen Film auch aus. Zack Snyder hat hier ein kleines Kunstwerk erschaffen. Interessante und tolle Charaktere, eine spannende und gut erzählte Story, die am Ende ihren Höhepunkt findet. Großartig!

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                                              • 7 .5

                                                Anfangs war es ein schwerer Einstieg, da die geschichtlichen Bezüge doch – wenn man nicht ganz genau aufpasst – an einen vorbeigehen können, und es mit der Geschichte auch erstmal schleppend vorangeht. Im Nachhinein aber. hat sich das als förderlich für den Plot erwiesen.

                                                Wie immer schaue ich blind, wusste also anfangs noch gar nicht mit was für einer Art Film ich es denn hier zu tun habe; umso positiver war ich überrascht, dass der Streifen sich als eine ganz und gar nicht konventionelle Comic-verfilmung entpuppen sollte.
                                                Naja gut, ein kleiner Kritikpunkt ist, dass der Charakter der Frau etwas blass ist, nicht nur im Vergleich zum Rest; offensichtlich ein reiner Eyecatcher. Schade. Dieses Problem scheint aber leider fast jeder Film zu besitzen.
                                                Die anderen Charaktere sind jedoch alle interessant (besonders Adrian Veidt) und haben mehr oder weniger Tiefe. Kurzum: 215 spannende Minuten.

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                                                  Die Basis für den Film war ja durch einen der besten Graphic Novels aller Zeiten gegeben.
                                                  Das ging dann auch direkt gut weiter - der Trailer ist nach wie vor mein Lieblingstrailer (die Smashing Pumpkins Musik dürfte helfen). Die Eröffnungssequenz ist sowieso genial. Visuell muss man auch nicht viel zu sagen, weil der Regisseur Zack Snyder heißt und das ganze dann auch noch mit einem guten Soundtrack hinterlegt hat. An den Charakteren und Schauspielern gibt es ebenfalls nichts aussetzen; einzig Malin Akerman konnte mich nicht wirklich beeindrucken.
                                                  Der Film ist recht lang (Empfehlung Director's Cut - hab den normalen nie gesehen, fand den Director's Cut aber gut), das stört aber nicht wirklich, weil die Atmosphäre einfach absolut passt und man sich daher am Ende nicht denkt "Endlich vorbei, ich kann nämlich langsam nicht mehr sitzen (oder liegen oder wie auch immer ihr eure Filme gerne guckt)".
                                                  Guckt euch den Film aber nicht an, wenn euch ausschließlich die bunten Marvel-Filme gefallen (die mag ich aber auch, deswegen "ausschließlich"), und ihr viel lachen wollt.

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                                                    Haschbeutel 03.11.2014, 14:03 Geändert 03.11.2014, 14:14

                                                    "Good joke. Everybody laugh. Roll on snare drum. Curtains."

                                                    Zweitsichtung. Nachdem sich der Streifen beim ersten Mal schauen als ausgezeichnetes, aber sperrig-düsteres Superhelden-Drama entpuppte, bietet der zweite Blick nochmal einiges mehr. Das, was Nolans DARK KNIGHT Trilogie sein wollte - eine düstere, aufwühlende und doch realistische Umsetzung einer DC-Vorlage - hat Snyder in dieser Comicverfilmung bildgewaltig aus dem Ärmel geschüttelt. Vollgestopft mit vielen moralischen Fragen über Recht und Unrecht, optischen Leckerbissen und akustischen Highlights in einem visuellen, bis heute unerreichten, Comic-Meisterwerk, hat Zack Snyder die Vorlage der WATCHMEN bis auf wenige Abweichungen auf Zelluloid gebannt. Belohnt wurde er dafür natürlich nicht, denn das Budget wurde nur mit Müh' und Not wieder eingefahren; aber so ist das oft mit Meisterwerken: erst spät wird das eigentliche Potential erkannt. Ging mir ja nicht anders.

                                                    Die Story ist ein interessantes "Was-wäre-wenn"-Denkspiel, die Anti-Super-Helden ein Sammelsurium wildester, kranker Fantasien und psychologischer Abgründe; angeführt von Rohrschach und dem "Comedian", der wandelnde, perverse Witz auf die Gesellschaft. Bis in die letzten Reihen grandios besetzt und bis zur letzten Minute akustisch perfekt untermalt schöpft Snyder aus dem Vollen, um die Bilder zum Leben zu erwecken. Ein Beispiel für einen Film den man nicht sehen, sondern erleben muss; in all seiner blutigen, dreckigen, hoffnungslosen und doch faszinierenden und glamourösen Art. Der wahr gewordene "American Dream" in all seiner Abartigkeit und seinem Glanz; "Herausragend" von der ersten bis zur letzten Minute und in der jede Minute davon einem Ölgemälde auf Leinwand gleich.

                                                    WATCHMEN ist kein Filmerlebnis, sondern ein Erlebnisfilm. Ich hoffe nur, ich werde irgendwann noch in den Genuss der "Ultimate" Fassung kommen. Snyders bester Film bis heute.

                                                    "God doesn't make the world this way. We do. "

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