Watchmen - Die Wächter - Kritik

US 2009 Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 05.03.2009

  • 10
    Jorah 26.01.2015, 21:14 Geändert 26.01.2015, 21:15

    Schrecklich. Absolut amateurhaft und grauenvoll.
    Nein, damit meine ich nicht den Film sondern meinen ersten Kommentar dazu. Gott war das eine wirre gequirlte Scheiße.
    Um einen meiner absoluten Lieblingsfilme hier mal angemessen zu würdigen, fang ich jetzt halt nochmal komplett von vorne an.

    Das erste was mir zu "Watchmen" einfällt ist: Dieser Film ist ein gottverdammtes Meisterwerk!
    Und im Genre Comic-Verfilmungen meine absolute Nr1. Ja, sogar besser als The Dark Knight. Es gibt meiner Meinung nach in Sachen Athmospäre, Inszenierung und Charaktere nichts was an die Wächter herankommt.
    Außerdem war Watchmen mein erster Film von Zack Snyder und hat mich somit zu einem meiner absoluten Lieblingsregisseure geführt. Der Mann weiß einfach wie man Szenen episch inszeniert. Er schafft es sogar brutalste Gewaltszenen wunderschön aussehen zu lassen. Zack Snyder ist ein Künstler und dies ist sein Glanzstück.
    Natürlich ist das ganze nicht komplett auf seinen Mist gewachsen. Story und Charaktere sind natürlich aus der Graphic-Novel von Alan Moore (die ich zu meiner Schande noch nicht gelesen habe, wird aber so schnell wie möglich nachgeholt, genauso wie der Directors Cut und die Verfilmung von "Tales of the Black Freighter"). Trotzdem hätte es wahrscheinlich kein anderer Regisseur geschafft das ganze so Werkgetreu und liebevoll umzusetzen. In jeder einzelnen Szene ist die Liebe spürbar, die Snyder hier reingesteckt hat. Er ist ein totaler Comic-Fan und das merkt man ihm an. Nicht nur hier, sondern auch in seinen ganzen anderen Filmen (bei 300 wurden ja teilweise komplette Einstellungen aus dem Comic übernommen). Filme von einem Comic-Fan für Comic-Fans. Seht das hier weniger als eine objektive Review zum Film sondern als Lobpreisung an Zack Snyder und sein Werk. Denn beim besten Willen würde mir kein negativer Aspekt von diesem Film einfallen.
    Etwas das ich noch besonders hervorheben möchte, und woran sich viele andere Superhelden-Filme ein Beispiel nehmen sollten, sind die kompromisslosen Grauzonen. Wahre Helden gibt es hier genauso wenig wie einen klaren Antagonisten. Jeder hat auf irgeneine Art und Weise Leichen im Keller aber gleichzeitig auch nachvollziehbare Motivationen und Beweggründe. Und kein Charakter ist langweilig. Rorschach, ein gewalttätiger Psychopath aber gleichzeitig die letzte Verkörperung von Gerechtigkeit in diesem Morast aus Korruption, Der Comedian, ein frauenfeindlicher Anarchist, aber doch irgendwie der einzige, der die Natur der Gesellschaft wirklich erkannt hat, Dr. Mannhattan, ein unbesiegbarer übernatürlicher Nationalheld der langsam seine Menschlichkeit verliert sowie Ozymandias (zusammen mit Rorschach mein klarer Favorit), der klügste Mann der Welt und einziger der Truppe, der mit seiner geheimen Identität an die Öffentlichkeit gegangen ist (und sich ein Imperium mit seiner Lizenz und Merchandise-Artikeln aufgebaut hat).

    Was bleibt mir jetzt als Schlusswort noch zu sagen?
    Danke.
    Danke an Zack Snyder und Alan Moore für dieses Meisterwerk.
    Ihr seid die wahren Superhelden.

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    • 10

      WANN kommt endlich der Ultimate Cut nach Deutschland ??? :)

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      • 9 .5
        angelo.cirillo.5 07.01.2015, 18:25 Geändert 07.01.2015, 18:29

        Watchmen, so anders und doch so beeindruckend. Eines vorweg, wer auf der suche nach den üblichen Marvel Filmen ist, wird hier unter Umständen nicht fündig. Im Gegensatz zu diesen versteht es Watchmen, dass Hauptmerkmal auf die Story zu legen. Computer und CGI Effekthaschereien wird man hier nicht finden und genau das macht diesen Film auch aus. Zack Snyder hat hier ein kleines Kunstwerk erschaffen. Interessante und tolle Charaktere, eine spannende und gut erzählte Story, die am Ende ihren Höhepunkt findet. Großartig!

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        • 10

          nach Sucker Punch der beste Film von Sydner.

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          • 7 .5

            Anfangs war es ein schwerer Einstieg, da die geschichtlichen Bezüge doch – wenn man nicht ganz genau aufpasst – an einen vorbeigehen können, und es mit der Geschichte auch erstmal schleppend vorangeht. Im Nachhinein aber. hat sich das als förderlich für den Plot erwiesen.

            Wie immer schaue ich blind, wusste also anfangs noch gar nicht mit was für einer Art Film ich es denn hier zu tun habe; umso positiver war ich überrascht, dass der Streifen sich als eine ganz und gar nicht konventionelle Comic-verfilmung entpuppen sollte.
            Naja gut, ein kleiner Kritikpunkt ist, dass der Charakter der Frau etwas blass ist, nicht nur im Vergleich zum Rest; offensichtlich ein reiner Eyecatcher. Schade. Dieses Problem scheint aber leider fast jeder Film zu besitzen.
            Die anderen Charaktere sind jedoch alle interessant (besonders Adrian Veidt) und haben mehr oder weniger Tiefe. Kurzum: 215 spannende Minuten.

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            • 9

              Die Basis für den Film war ja durch einen der besten Graphic Novels aller Zeiten gegeben.
              Das ging dann auch direkt gut weiter - der Trailer ist nach wie vor mein Lieblingstrailer (die Smashing Pumpkins Musik dürfte helfen). Die Eröffnungssequenz ist sowieso genial. Visuell muss man auch nicht viel zu sagen, weil der Regisseur Zack Snyder heißt und das ganze dann auch noch mit einem guten Soundtrack hinterlegt hat. An den Charakteren und Schauspielern gibt es ebenfalls nichts aussetzen; einzig Malin Akerman konnte mich nicht wirklich beeindrucken.
              Der Film ist recht lang (Empfehlung Director's Cut - hab den normalen nie gesehen, fand den Director's Cut aber gut), das stört aber nicht wirklich, weil die Atmosphäre einfach absolut passt und man sich daher am Ende nicht denkt "Endlich vorbei, ich kann nämlich langsam nicht mehr sitzen (oder liegen oder wie auch immer ihr eure Filme gerne guckt)".
              Guckt euch den Film aber nicht an, wenn euch ausschließlich die bunten Marvel-Filme gefallen (die mag ich aber auch, deswegen "ausschließlich"), und ihr viel lachen wollt.

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              • 9
                Haschbeutel 03.11.2014, 14:03 Geändert 03.11.2014, 14:14

                "Good joke. Everybody laugh. Roll on snare drum. Curtains."

                Zweitsichtung. Nachdem sich der Streifen beim ersten Mal schauen als ausgezeichnetes, aber sperrig-düsteres Superhelden-Drama entpuppte, bietet der zweite Blick nochmal einiges mehr. Das, was Nolans DARK KNIGHT Trilogie sein wollte - eine düstere, aufwühlende und doch realistische Umsetzung einer DC-Vorlage - hat Snyder in dieser Comicverfilmung bildgewaltig aus dem Ärmel geschüttelt. Vollgestopft mit vielen moralischen Fragen über Recht und Unrecht, optischen Leckerbissen und akustischen Highlights in einem visuellen, bis heute unerreichten, Comic-Meisterwerk, hat Zack Snyder die Vorlage der WATCHMEN bis auf wenige Abweichungen auf Zelluloid gebannt. Belohnt wurde er dafür natürlich nicht, denn das Budget wurde nur mit Müh' und Not wieder eingefahren; aber so ist das oft mit Meisterwerken: erst spät wird das eigentliche Potential erkannt. Ging mir ja nicht anders.

                Die Story ist ein interessantes "Was-wäre-wenn"-Denkspiel, die Anti-Super-Helden ein Sammelsurium wildester, kranker Fantasien und psychologischer Abgründe; angeführt von Rohrschach und dem "Comedian", der wandelnde, perverse Witz auf die Gesellschaft. Bis in die letzten Reihen grandios besetzt und bis zur letzten Minute akustisch perfekt untermalt schöpft Snyder aus dem Vollen, um die Bilder zum Leben zu erwecken. Ein Beispiel für einen Film den man nicht sehen, sondern erleben muss; in all seiner blutigen, dreckigen, hoffnungslosen und doch faszinierenden und glamourösen Art. Der wahr gewordene "American Dream" in all seiner Abartigkeit und seinem Glanz; "Herausragend" von der ersten bis zur letzten Minute und in der jede Minute davon einem Ölgemälde auf Leinwand gleich.

                WATCHMEN ist kein Filmerlebnis, sondern ein Erlebnisfilm. Ich hoffe nur, ich werde irgendwann noch in den Genuss der "Ultimate" Fassung kommen. Snyders bester Film bis heute.

                "God doesn't make the world this way. We do. "

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                • 7

                  Interessante aber langatmige Superhelden Story. Zudem habe ich 2 Versionen geschaut. Die 2. ist noch länger, dort wurden Comicschnipsel eingefügt, welche ich nicht verstanden habe.

                  • 9 .5

                    Für mich eine der besten Comic-Verfilmungen mit einem phantastischen Intro. Und obwohl er schwangere Frauen hinrichtet, ist der Comedian für mich der überzeugendste Charakter, weil er alles korrekt erfasst, erkennt und in seiner Darstellung grundehrlich ist, auch wenn seine Wahrheit sicherlich sehr unangenehm ist. Zack Snyder hat es schon drauf...

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                    • 1 .5

                      He did it again! Zack Snyder beweist eindrucksvoll, dass er die Comics, die er scheinbar so liebt und daher auch gerne verfilmt, einfach nicht versteht. So war es schon bei dem zum Riefenstahl-Gedächtnis-Film verkommenen "300", so sollte es Jahre später beim missinterpretierten "Man of Steel" werden und am schlimmsten hat es leider "Watchmen" getroffen. Jene Graphic Novel, der vielleicht die heiligste aller Kühe im Comicuniversum darstellt.

                      War bereits die Kinofassung völlig missraten, so entpuppt sich beim Director's Cut und schliesslich auch beim Ultimate Cut das ganze Dilemma dieser gescheiterten Comicverfilmung. Denn Zack Snyder filmt lediglich ein Panel nach dem nächsten ab, ohne dabei wirklich zu wissen, was er da gerade vom Medium Comic ins Medium Film bringt. Zusammenhänge zwischen den Panels, warum diese so strukturiert sind, wie sie es im Comic sind, verlieren in der Filmfassung völlig an Bedeutung. Stattdessen kommt eine absolut holprige, springende Geschichte dabei raus, weil Snyder versucht filmisch einen Comic zu imitieren, statt ihn zu verstehen, zu interpretieren und ins Medium Film zu übertragen.

                      Aber dieses sklavische Abfilmen aufgrund Snyders Ehrfurcht vor dem Comic und seiner Unfähigkeit etwas eigenes aus diesem entstehen zu lassen, ist nicht einmal das einzige Misslungene an der Verfilmung. So werden zwar hauptsächlich die Panels zwar abgefilmt, jedoch optisch eine ganz andere Atmosphäre rübergebracht als in der Graphic Novel. Spielt diese noch in einer düsteren, trostlosen Welt und bewegt sich dort Rorschach durch eine dreckige, versiffte, rohe Stadt, so ist in der Verfilmung nicht viel davon übrig geblieben. Stattdessen herrscht die typische Snyder-Hochglanzporno-Optik (inklusive expliziter Gewaltdarstellung ohne Funktion, als reiner Selbstzweck gefilmt), die es dann auch selbstverständlich nicht schafft die Zeit, in der die Geschichte spielt, authentisch rüberzubringen. Von 80er-Jahre-Feeling, von Kalter-Kriegs-Atmosphäre ist hier nichts zu spüren. Alleine die Superheldenkostüme wirken, als wäre sie vom Set der kunterbunten "Batman & Robin" oder "Batman Forever"-Filme entwendet worden. Ganz zu Schweigen von den kläglichen Versuchen, durch einen willkürlich scheinenden Oldies-Mix, ein wenig Retro-Stimmung aufkommen zu lassen (der Vorspann mal ausgenommen).

                      Da verwundert es auch nicht, dass es bei der Figurenzeichnung genau so kläglich weitergeht wie bei der Optik und Atmosphäre. Dr. Manhattan verkommt zum blauen Eyecatcher, bei dem anscheinend mehr Zeit in die CGI gesteckt wurde, als in seinen Charakter. Ebenso wie Silk Spectre II und Nite Owl II, die wie hohle Figuren daherkommen, ohne einen Grund, warum man sich überhaupt für sie interessieren sollte, was dann in eine der wohl peinlichsten und dämmlichsten Sexszenen aller Zeiten mündet. Auch der an sich ambivalente Comedian, wird hier weitaus eindimensionaler dargestellt, als noch in der Comicvorlage. Doch weitaus schlimmer kommt Rorschach daher. Bei der "Hauptfigur" lässt es sich Zack Snyder (und seine Drehbuchschreiber) dann tatsächlich nicht nehmen ein paar Dinge aus dem Comic zu ändern bzw. wegzulassen.

                      So wird ein stinkender, ungepflegter Rorschach, der durch seine soziopathischen Züge und seine überbordene Selbstjustiz nicht ansatzweise als Identifikationsfigur dient, in der Verfilmung so glatt gebügelt, dass er für den Zuschauer auf einmal greifbar(er) wird. Wo er in der Novel durch seine Skrupellosigkeit und Schwarz-Weiss-Sicht auf die Welt, Unschuldigen die Knochen bricht, teils nur um an die Information zu kommen, ob die betreffende Person etwas Nützliches für seine Ermittlungen weiß oder nicht und in seinem Selbstjustizwahn vermeintliche Verbrecher aufgrund von Indizien kaltblütig ermodert, so ist davon in der Verfilmung entweder gar nichts zu sehen, oder dem vermeintlichen Verbrecher wird ein Geständnis in den Mund geschrieben, damit die Taten Rorschachs gerechtfertigt(er) erscheinen.

                      All diese kleinen und großen Dinge bei der Figurenzeichnung, bei der Optik, der Atmosphäre und der Narration der Geschichte führen dazu, dass "Watchmen" keine gelungene Comicverfilmung, sondern eher die schlechteste Comicverfilmung überhaupt darstellt. Sicher sind Catwoman, Daredevil und einige weitere Konsorten für sich genommen auch jenseits von Gut und Böse. Aber noch nie hatte ich bei einer Verfilmung eines Comics/Graphic Novel so sehr das Gefühl, dass die Macher sich kaum mit dem eigentlichen Inhalt der Vorlage und dessen Übertragung vom Medium Comic ins Medium Film gemacht haben. Warum auch? Comic für den Mainstream optisch wie inhaltlich glatt bügeln, während man die Panels abfilmt, geht ja auch, wie es leider den Anschein macht.

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                      • 6 .5

                        Wow. Ich muss diese Bewertung mit Vorbehalt abgeben, denn ich habe es nach bereits 3 oder 4 Versuchen noch nicht geschafft diesen Film fertig zu schauen. Die Frage ist warum, denn ich finde ihn eigentlich total interessant. Die Darsteller machen durchwegs einen guten Job, der Score ist auch genau mein Fall. Grundsätzlich gefällt mir die eher ruhige Machart des Filmes gut und die Story an sich ist auch nicht schlecht. Aber trotzdem habe ich es noch nicht geschafft zu ende zu schauen. Meine Frau findet ihn total langweilig und uninteressant, was man dem Film auch ankreiden könnte. Aber die Figuren sind durchwegs interessant und warum wurde er nun getötet der Comedian? Tja, vll. schaffe ich es Mal nicht einzuschlafen, denn ich will es irgendwann wissen :-)

                        Allein schon wegen der Musik im Film sehenswert. Obwohl wie bereits bemängelt möglicherweise etwas plump ausgewählt, aber ich finde in diesem Film absolut passend, da ja auch die Bilder eigen sind.

                        • Ich hab ein paar Szenen im Fernsehen
                          gesehen und muss sagen: Ich war noch nie ein
                          Fan von Blutfilmen.

                          • 7 .5

                            Nach meiner ersten Sichtung des Films vor zwei Jahren war ich sehr positiv überrascht - hätte ich ein solches Meisterwerk nicht annähernd erwartet. Die meisten Superhelden-Verfilmungen kommen doch immer ein wenig...sagen wir "teeniegerecht" daher: Hell, bunt, patriotisch, mit Witz - immer wieder für einen dämlichen Spruch oder einen Lacher gut.
                            Ganz anders als "Watchmen", der mit seiner durch und durch düsteren Grundstimmung sowie der ständig mitschwingenden gesellschafts- bzw. sozialkrische Betrachtungsweise frischen Wind in das Genre bringt. Damals hätte ich dem Film sicherlich die volle Punktzahl gegeben. Heute aber, nach dem zweiten Durchlauf muss ich doch Abzüge verteilen. Zum einen für die Überlänge des Films - zum anderen für das doch recht tragische Ende. Dann wäre der Film ohne den gottgleichen Mr. Manhattan noch ein wenig näher an der Realität gewesen. So aber driftet er mir doch zu sehr ins Fantastische ab.
                            Ich sehe Superhelden gerne als Menschen wie du und ich - Menschen, die sich durch langes Training und/oder das geschickte Ausnutzen von Technik einen Vorteil erarbeitet haben (Batman z.B.). Sie müssen verletzlich bzw. menschlich bleiben hinter ihrer Maskerade. Derartige Über-Geschöpfe wie Manhattan oder auch Superman sind nichts für mich. Es mag meine persönliche Meinung sein aber das hat dem Film nicht gut getan. Hätte man es nicht bei Ozymandias als Ober-Bösewicht belassen können? Das Zeug als klügster Kopf der Welt und seine physische Überlegenheit hätten dafür defintiv ausgereicht.
                            Aber nun gut. Als Fazit muss man wohl sagen, dass wir es bei "Watchmen" mit einer düsteren und sehr verbitterten Weltanschauung zu tun haben - verpackt in einem bildgewaltigen Kunstwerk, aufgebläht zu einem überlangen Epos. Definitiv ein Muss, wenn man auf Comicverfilmungen oder Action steht aber dennoch ein Film mit Schwächen.

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                            • 9
                              Desmond42 17.09.2014, 18:26 Geändert 18.01.2015, 11:08

                              "Ein blau-leuchtender nudistischer Übermensch, ein auf Eulen basierender Batman-Abklatsch, eine sexistisch dargestellte Self-Made Superheldin, ein witzereißender vergewaltigender Anti-Held, ein Mörder mit Ganzkopfmaske die ihr Muster verändert, und ein Typ der außer hoher Intelligenz eigentlich nichts zur Handlung beizutragen scheint? Nein Danke!" Habe ich gedacht. Aber nachdem ich mich nach der Empfehlung eines Freundes doch noch durchgerungen habe, diesem Film zu schauen, war ich positiv überrascht. Allein für das Intro (und die auch im Rest des Films noch gute Musikwahl) hat es sich schon gelohnt, und trotz Überlänge wird der Film fast nie langweilig. (Völlig uninteressante Zusatzinfo: Wegen dem Mix aus wunderbar komplexer Story mit ungewöhnlicher Atmosphäre und grausam übertriebener Brutalität ist das der einzige Film auf Moviepilot, bei dem ich jede erdenkliche Wertung (von 0,0 bis 10) zu 100 % nachvollziehen kann.)

                              Der "Batman-Abklatsch" Nite Owl kommt an den "dunklen Ritter" fast sogar ein wenig heran, Silk Spectre hat mehr zu bieten als die üblichen Geschlechter-Klischees, der Comedian stirbt sowieso am Anfang (und stellt dennoch ein wichtiges Element des Films dar), Ozymandias (hoffentlich habe ich ihn jetzt richtig buchstabiert) kommt spätestens am Ende des Films auf geniale Weise zu einer tragenden Rolle, und Rohrschach ist sowieso mit Abstand der Beste. Alles in allem wohl einer der besten Superheldenfilme überhaupt, der geniale Charaktere mit einer düsteren Atmosphäre und Tiefgang vereint. Nur warum Dr. Manhatten keine Hosen trägt, habe ich bis heute nicht verstanden...

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                              • 9

                                Wow! Ich bin absolut sprachlos! Ich hatte schon die Befürchtung, dass er nicht an meinen Erwartungen herankommt. In den ersten dreißig Minuten musste ich mich erstmal einfinden in die verstrickte Handlung dieses Comic-Epos. Spätestens als "99 Luftballons" ertönte wusste ich, dass meine Erwartungen geschlagen werden. Dieser Stil, die Farben, dieser verdammt coole Soundtrack, die krassen Schauspieler (allen voran Jackie Earle Haley) und natürlich die GENIALE Erzählweise des Streifens machen ihn zu einem sehr beeindruckenden Filmerlebnis, welches zwar sehr gewöhnungsbedürftig ist aber dennoch von vorne bis hinten begeistert.

                                Anfangs war ich auch sehr skeptisch mit den 162 Minuten und dass es sogar einen Ultimate Cut gibt, der bei weitem länger geht als meine heimische Kinofassung. Doch jetzt, wo ich von dem Watchmen-Universum völlig überwältigt bin, MUSS ich mir den Ultimate Cut unbedingt geben! Mal abgesehen davon, dass es sogar noch ein Zwischending/Director's Cut gibt mit 25 Minuten mehr Laufzeit als die Kinofassung.

                                Da ich ein riesiger DC-Fan bin, der sogar Green Lantern einsame Spitze fand (ich weiß, wie viele Feinde ich mir damit mache), fühle ich mich umso mehr bestätigt, dass ich "Watchmen" stolz auf meinen Platz 2 der besten Comicverfilmungen aller Zeiten stellen kann. (Dicht gefolgt von "Sin City", mit "The Dark Knight" an der Spitze des Siegertreppchens.)

                                Diesen Film krieg ich sicherlich voerst nicht so leicht aus den Kopf.. SO gigantisch fand ich ihn! ..vorallem die Liebesszene zum Song "Halleluja".. Verdammt cool umgesetzt!

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                                • 8 .5

                                  Man darf sich nicht von der Länge abschrecken lassen. Zwischendurch zieht es sich manchmal wirklich etwas, aber alles in allem ist Watchmen eine einzigartige Comicverfilmung! Allein der Vorspann mit Bob Dylan ist hervorragend. Storytechnisch und schauspielerisch auch top, wobei mir hier besonders gefiel, dass auf eher unbekannte Darsteller gesetzt wurde. Dazu noch diese düstere Atmosphäre, die mich jedes mal wieder in ihren Bann zieht, und schon hat man den ultimativen Abgesang auf gefallene Helden. Hier zeigt Zack Snyder endlich mal, was er wirklich drauf hat!

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                                  • 7

                                    Ein von vorn bis hinten düsterer Film, der eine coole Atmosphäre schafft, mit coolen Charakteren überzeugt und eine ordentliche Story hinlegt. Der Film leidet etwas durch die Länge. Ich würde ihn als "den etwas anderen Superhelden-Film" bezeichnen, da Snyder es geschafft hat mit diesem Film sich von anderen Comicverfilmungen abzugrenzen (und damit einen Superheldenfilm auf die Leinwand gebracht, der aus der Masse hervorsticht).

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                                    • 7

                                      Mit Watchmen habe ich endlich noch eine der wenigen Comicverfilmungen anschauen dürfen, die auf meiner Nachhol-Liste ziemlich weit oben standen und obwohl ich doch ein klein wenig enttäuscht war, macht der Film auch vieles richtig.

                                      Das hat man wohl der Vorlage zu verdanken: die Idee eine alternative Realität zu zeichnen, in der maskierte Superhelden bei historischen Kapiteln der Menschheitsgeschichte wie z.B. der Kennedy-Ermordung oder der Mondlandung präsent waren, ist in jedem Fall genial und lässt die Geschichte für mich wesentlich greifbarer und interessanter werden, als es beispielsweise mit den mittlerweile sehr abgehobenen Marvel-Verfilmungen der Fall ist. So ist der kalte Krieg mit seinen existenziellen Ängsten hier ein wichtiger Antriebsmotor der Handlung und sehr geschickt in den Verlauf der Geschichte eingebettet worden.

                                      Fans der Vorlage loben zudem die Nähe der Visualisierung zum Comic-Buch, da Zack Snyder offensichtlich sogar einzelne Panels nahezu 1:1 in den Film aufgenommen hatte, ich, der die Comics immerhin noch nie in den Händen hielt, kann aber ebenfalls nur lobende Worte für den visuellen Stil finden, in den der Film eingekleidet ist: es liegt ein spezieller Ton in die Luft, eine gewisse Rohheit ohne jedoch das stilisierte Element eines Comic außer Acht zu lassen und gepaart mit nett choreographierten Action-Sequenzen, schönem Kostüm-Design und einer teilweise kompromisslosen Brutalität, ist 'Watchmen' definitiv ein Genuss fürs Auge gewesen.

                                      Das große Problem des Films liegt aber vor allem in einem Wort: Dramaturgie. So nett das Universum und seine Handlungsprämisse auch anfangs anzuschauen sind, bei einer Länge von fast 3 Stunden hat man sich irgendwann am Stil satt gesehen und hofft vor allem auf eine spannend verdrahtete Geschichte, die einen zurück in die Welt des Films zieht. Leider hatte ich beim Schauen den Eindruck, als wäre so etwas wie ein stetig ansteigender Spannungsverlauf praktisch nicht-existent und dass der Film selber nicht so recht wüsste, wie er das Monstrum an Charakterkonstellationen, Rückblenden, historischen Rahmen, Action-Setpieces und einer dazu spannungsgeladenen Handlung zu stemmen habe, weshalb das Gefühl, dass ein Zahnrad geschmeidig in das andere greift, hier leider nicht aufkommt.

                                      Dennoch gilt auch weiterhin: wer vom Marvel-Universum etwas müde geworden ist, das Comicfilm-Genre aber nicht vollständig verlassen will, sollte Watchmen allein schon wegen seines Stils eine Chance geben, auch wenn dieser allein nicht ganz ausreicht, um mich 3 Stunden lang zu packen.

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                                        Comic mal düster.
                                        DC's düsteres Team.

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                                          nach der 5 Sichtung hat der Film einen festen Platz in meinem Herzen, hallelujah :)

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                                          • 10

                                            Wer überwacht die Überwacher?

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                                              Noch nie habe ich Zack Snyder und mein Dashboard so verzagt erlebt. Sogar ausgewiesene Nicht-Fans des Regisseurs schlagen an meinem Browser-Seitenrand Purzelbäume vor Begeisterung und lassen großzügig Punkte kullern. Was ist nur passiert?
                                              Ich sehe hier eine stark überfrachtete, aber eben auch arg konventionelle Comic-Verfilmung, die ihrer Vorlage wahrscheinlich nicht gerecht wird. Die Handlung ist relativ verschachtelt und umfangreich und kann jemandem, der mit der graphic novel nicht vertraut ist, eigentlich nur Fragezeichen aus sämtlichen Körperöffnungen quellen lassen, da der Gewichtung der Geschehnisse kaum Bedeutung beigemessen wird und man als Zuschauer schnell den Eindruck gewinnt, auch viel Irrelevantes an reinem, durchgehetztem Plot vorgesetzt zu bekommen – ob dies tatsächlich so ist, sei damit zwar noch nicht gesagt, Snyders missliches Pacing allerdings bringt mich, die nach ca. eineinhalb Stunden dann erstmal soweit ist, den Superhelden langsam ihre Namen zuordnen zu können, in Schwierigkeiten.
                                              Es ist, als wolle man so wenig wie möglich vom Original abweichen, um eingefleischte Fans nicht zu verärgern und 158 Minuten werden so zu einem einzigen Kampf – allein bei dem Gedanken an die Existenz eines 215-Minuten Cuts nehmen meine Augenlider wieder beträchtlich an Gewicht auf. Trotz allen Bemühungen, die Makellosigkeit der eben doch nicht ganz so ehrenhaften Protagonisten kritisch auszuleuchten, falle ich darum offenbar noch lange nicht in die Zielgruppe.
                                              Was nämlich jedenfalls auf der Strecke bleibt, ist jedwede Charakter-Dynamik (wie auch sonst einiges, was einen guten Film in meinen Augen ausmacht). In wenigen Momenten vermag ich es, mir vorzustellen, dass beispielsweise der "Comedian" eine Figur von moralischer Komplexität/Ambivalenz sein könnte, doch dazu bedarf es großer Energie (mindestens der eines Dr. Manhattan!), wenn Snyder – volle Kraft voraus - weite Teile davon in Zeitlupen-Gewalt und altbekannten Überwältigungs-Krawallmätzchen ertränkt.
                                              Und es ist nun absolut nicht so, als hätte ich es nicht versucht mit Minutemen und Watchmen. Wenn bereits erwähnter Dr. Manhattan sich vor lauter Kummer auf den Mars beamt und seine Holde zu sich ruft, bin ich sogar nahe dran, hiermit als überhöhter, romantischer Idee meinen Frieden zu schließen, aber was dabei herauskommt, ist dann so überladen und cheesy, dass meine Synapsen noch am Ehesten die Verknüpfung zu Aronofskys Käsekuchen THE FOUNTAIN herstellen, ich am Liebsten ebenfalls auf einen anderen Planeten teleportiert werden würde und die Kerze neben mir schleunigst wieder auspuste, bevor es der dröhnende Film tut.
                                              Überhaupt verdutzt es mich, wie beharrlich Form und Inhalt sich wechselseitig ein Bein stellen – wohl nicht einmal Tarkovsky wüsste hier, ob er schauen oder sehen soll. Dies ist besonders bedauerlich, denn hin und wieder bilde ich mir ein, bei Snyder so etwas wie eine Hingabe an visuelles Kino auszumachen, die beinahe zum Mitjubeln verleitet. Er überzeugt mich als begnadeter bildlicher Erzähler nach postmodernen Maßstäben - auf Musikvideo-Niveau; überfordert damit - oder verweigernd -, einen Rhythmus zu entwickeln, der auf Spielfilmlänge auch inhaltlichen Ballast stemmen kann, welcher mit allem optischen Aufwand mithalten würde.
                                              Snyder ist sogar so begnadet, dass ihm anscheinend der Nachhall eines 6-minütigen Intros ausreicht, um vieles vergessen zu machen. Vergessen die epischen Fights gegen den Schlaf, vergessen das eher pubertär-anachronistische Einbinden von Simon + Garfunkel, Nenas "99 Luftballons", auf der anderen Seite Wagners Walkürenritt und - wenn es noch ein Klischee mehr sein darf - Mozarts Requiem, vergessen der Regie-Übermut, vergessen so mancher Dialog am Rande des Wahnsinns. Naja, fast.
                                              Die Watchmen mögen - auch ohne eigene Bewacher - schlussendlich zur Ruhe gekommen sein, wir sowieso Normalsterblichen aber haben noch weitaus diffizilere Kaliber vor uns: Wer hält Zack Snyder im Zaum?

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                                              • 4 .5

                                                Keine Ahnung warum aber der Film war nicht so meins ... schade hab mir echt mehr von erhofft!

                                                • 8 .5

                                                  Das INTRO ist einfach nur Weltklasse.

                                                  Der Film scheint einen manchmal zu verwirren (aber nicht wegen der handlung). Es komtm auch KEINE positive Stimmung in dem Film auf, und da samcht den Film super.

                                                  • 10

                                                    Beklemmend, Spannend, Actionreich, Düster... Ein durch und durch genialer Film,
                                                    bei dem es mich überhaupt nicht wundert, das er in den VSA kein Erfolg wurde. Vor allem wenn man die Scene sieht, in welcher Night Owl und The Comedian gegen einen Mob stehen, inmitten von totaler Anarchie. Zitat: "was ist mit uns geschehen... und dem amerikanischen Traum? The Comedian: ...Er ist Wahr geworden, da siehst du ihn... "

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