Watchmen - Die Wächter - Kritik

Watchmen

US · 2009 · Laufzeit 158 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Science Fiction-Film · Kinostart
  • 10

    Ein genialer Film und obwohl er ein Superheldenfilm ist wirkt er real und hätte alles so passieren "können". Watchmen ist ein Wunderbares beispiel dafür das Superheldenfilme auch anspruchsvoll und intelligent sein können.

    6
    • 4

      Genau so wie: Der Blade Runner. Ich habe nie den Hype um diesen Film kapiert! Endlose und langweilige Dialoge, wo man vergebens wartet bis etwas passiert.

      Mehrmals habe ich mich gerungen diesen Film bis zum Ende anzusehen, mit jedes mal habe ich es mehr und mehr geschafft länger zu gucken, bis ich mir dachte: Wieso sollte ich die letzten 30 Minuten auch noch gucken? Auch wenn er am Ende toll, sagenhaft, unglaublich usw. wird, hat der Film sein Ziel verfehlt.

      Ein guter Film muss mich Fesseln, mitreißen und faszinieren! Ich muss mich mit den Charakteren identifizieren können, wie zb: Was würde ich machen? Was hätte ich gemacht. Nichts dergleichen bei diesen Film.

      • 8 .5

        Watchmen ist eine meiner Lieblings-Comicverfilmungen!
        Anfangs sketisch hat er mich voll in seinen Bann gezogen.
        Nicht nur visuell hat er mich sehr begeistert! Insbesondere gefällt mir die Story, die hier sehr interessant verpackt ist.

        1
        • 8

          Watchman ist jetzt nicht einer meine Lieblingsfilme oder lieblings Superheldenfilme, aber ich habe großen Respekt vor diesem Film. Die Story rund um die Watchman ist wirklich komplex und nicht ganz einfach umzusetzen, weswegen ich das wirklich gute Endresultat würdige. Persönlich finde ich, dass die spezielle Optik, welche Zack Snyder Filme nunmal haben und die zurzeit ja aufgrund von Batman V Superman in Kritik steht, hier sehr gut reinpasst und dem Film die richtige und gute Atmosphäre gibt. Außerdem ist die Musik wirklich toll ausgesucht. Klar man braucht ab und zu wirklich Geduld, aber insgesamt bekommt man am Ende einen runden Film, der einen schwierigen Job gut erledigt.

          3
          • 9

            Ich bin ja auch ein großer Fan von dem "Sad Affleck"-Video, aber "The Sound of Silence" von Simon & Garfunkel ist eindeutig besser in "Watchmen" aufgehoben :-D

            4
            • 9

              Grandios ! Diese "Superhelden" , von den die meisten selber"Dreck am Stecken" haben ... von denen man nicht weiß ob sie "Gut" oder " Böse" sind ...die aus bestimmten Beweggründen umschwenken . Grandios ! Diese Handlung mit Ihrem packenden , verdrehtem Ende . Die CGI Effekte bewegen sich zwischen gut ( meistens wenn Manhattan im Spiel ist ) und Perfekt ( Z.B. bei den kämpfen ) , aber das beste ist : Sie sind wohl dosiert und überlasten Hirn und Augen nicht . Das passende Intro , die passende Musik , die passende Optik ! Fast Perfekt ! Ich hätte gerne gewusst , was die einzelnen Charaktere für " Kräfte"haben , außer das sie schnell , stark und schlau sind ! Bei Dr. Manhattan ( der ja fast alles kann ) ist es nahezu Eindeutig , leider bei den anderen nicht . Verdammt ...war dieser Rorschach cool !

              4
              • 8 .5
                Sven Henrich 23.03.2016, 22:02 Geändert 23.03.2016, 22:02

                Super Film! Teilen in meinem Umfeld nicht viele..die haben Ihn aber auch nicht verstanden :-D!
                Wer eine Superhelden-Action-Feuerwerk erwartet...ja der wird enttäuscht sein.
                Wer anspruchsvolle Unterhaltung sucht, wird begeistert sein. Dennoch kommt die Action nicht zu kurz und sie ist auch ziemlich brutal.
                Den Film habe ich übrigens auch 2 mal schauen müssen, um Ihn wirklich zu begreifen!

                1
                • 6

                  Es hätte schlimmer kommen können, meinte »Slate«: Wenn Judd Apatow, Sofia Coppola oder Tarantino die Adaption des Comic-Klassikers besorgt hätten. Mit Zack Snyder ist es eine respektvolle Übertragung des »Watchmen«-A-Plots geworden: atmosphärische Bilder, elegischer Duktus, gebrochene Charaktere. [Sabine Horst]

                  1
                  • 5
                    Hope42 11.03.2016, 05:37 Geändert 11.03.2016, 05:55

                    Watchmen

                    Ein echtes 10er Feature hat der Film ja. Die Musik
                    Die zusammen mit den Bildern tolle Momente im Film erschuf.

                    Doch damit hat es sich in den ersten 50% des Films auch schon. Da besteht
                    der Streifen aus absolut unglaubwürdigen Dialogen, 0 Spannung, einer Handlung
                    die über anderthalb Stunden auf der Stelle tritt und absolut nichts bietet als abgedroschene Anspielungen auf Missstände und der Versuch die Geschichte
                    eines Landes zu parodieren. Doch kommt das absolut nicht durch für mich.
                    Dazwischen kriegen wir dann, damit der Film überhaupt irgend jemanden interessiert absolut Sterile Actionszenen präsentiert, vollkommen überzogene Darstellung von Gewalt. Was sollen die Bilder von abgetrennten
                    Armen, Beilen im Kopf und dem fast in Zeitlupe aufgenommenen Schuss durch
                    den Unterschenkel bitte Parodieren ? Ich denke das der gute Snyder hier ein wenig zu viel dramatisieren wollte und dadurch sein Werk selbst zu einer Parodie über
                    sich selbst gemacht hat.
                    Sicher. Das absolut Hirnrissige Amerika der damaligen und heutigen Zeit mit der fast Manischen Angst davor angegriffen zu werden und genau dadurch, als sozusagen Selbsterfüllende Prophezeiung, exakt das heraufzubeschwören vor
                    dem man am meisten Angst hat ist nicht ganz daneben.
                    Doch das war auch schon das extrem Positive daran.

                    Nicht umsonst sagen Kritiker das allein das veränderte Ende den Film absolut scheitern lässt weil es eine Zynische Bereinigung des Massenmords darstellt. Sozusagen der Versuch einem total unsinnigen Ereignis einen positiven Eindruck
                    zu geben. Der Film endet damit das durch das Töten von Millionen von Menschen hinterher die Probleme der Menschheitskulturen gelöst sind. Auf einmal sind wir
                    alle Gutmenschen. Die Großmächte vertragen sich.. Friede Freude Eierkuchen.
                    Das soll uns nun zum nachdenken anregen ? Über was ? Das Soziopathen in der Lage sind sowas zu tun ? Darüber muss ich nicht nachdenken das weiß ich schon.

                    War Alan Moores Botschaft nicht das Gewalt keine Moral schafft ?
                    Der Film jedenfalls übermittelt genau das Gegenteil und durch das Ende wirkt es eher wie ein Loblied auf die Selbstjustiz-Ideologie.

                    Der Film wechselt hin und her zwischen düsteren Noir Szenen in denen viel „Tiefsinniges“ Bettgeflüster betrieben wird und Actionszenen die so angelegt sind das sie in jeden Avenger/Batman was weis ich Streifen einfach übernommen werden könnten. Im Comic ist die Action keineswegs eines Bruce-Lee würdig.
                    Ich liebe den Comic. Ich habe Jahre gewartet mit dem Film und nun weis ich
                    auch warum. Snyder ist neben seiner durchaus anzuerkennenden Genialität eben auch nur ein Regisseur der darauf angewiesen ist das seine Filme eine gewisse Popularität außerhalb der Kreise haben die ein Werk das wirklich den Comic wiedergegeben hätte absolut Abgefeiert hätten.
                    Somit wagte er den Spagat zwischen Inhaltlicher Tiefe, wirklicher Authentizität
                    zum Comic und Elementen die den Film einer breiteren Masse zugänglich machen. Das ist ihm nicht vorzuwerfen, doch wirkt der Film dadurch eher wie Stückwerk
                    denn wie ein Homogenes Wesen auf mich.

                    Viele sagen wer den Film schlecht bewertet der hätte ihn nicht verstanden.
                    Doch ich denke eher das hier glorifiziert wird weil der Film ein Mutiger Versuch
                    war. Das gestehe ich ein.
                    Doch wenn ich einen Film sehe dann erwarte ich zwei Dinge. Entweder ich werde
                    so gut unterhalten das mir egal ist welchen Anspruch der Film hat oder ich sitze nach dem Film da und fange an zu denken, schaue mir Teile noch einmal an und versuche hinter all das zu kommen was da ausgesagt werden soll. Leider hat
                    dieser Film nichts von beidem geschafft. Für pure Unterhaltung ist das einfach
                    nicht der richtige Stoff und fürs anregen zum Nachdenken sind mir einfach zu viele nicht ganz stimmige Dinge im vergleich zum Comic enthalten und ich sehe die Botschaft komplett anders als sie eigentlich dargestellt werden sollte.
                    Nach meiner Meinung. Das ist normal nie ein Kritikpunkt für mich. Bei Deadpool
                    hat es mich 0 gestört. Doch bei dem Teil.. absolut.

                    Die Figur des Comedian als Soziopath war so ziemlich das einzige neben Rorschach im Film das wirklich gut gelungen war. Grundsätzlich der Empathie fähig verhällt er sich trotzdem absolut antisozial.

                    Trotzdem. Auch wenn der Film für mich eigentlich eine Enttäuschung war.
                    Snyder hielt sich hier tapfer und lieferte ein Mutiges Werk ab. Zudem ( bis auf
                    die lächerliche Stimme ) hat mich sowohl der Schauspieler als auch die Rolle
                    von Rorschach absolut überzeugt. Neben ihm blieben leider alle anderen weit
                    zurück und wirkten ( gerade der „Bösewicht“ ) blass und leblos. Die nervende
                    Lori war dann das I-Tüpfelchen das mir im ganzen Film einfach nur auf die
                    Nerven ging.

                    Für den Mut, Haley's Darstellung von Rorschach, die tollen Noir Szenen die Musikalisch untermalt waren und weil ich ein Fan des Comics bin gibt es eine 5.

                    Auch wenn ich deswegen in Adrian.Cinemacritics Augen ein eingebildeter Hurensohn bin. :D

                    2
                    • 10
                      Adrian.Cinemacritics 05.03.2016, 16:53 Geändert 05.03.2016, 16:55

                      Rorschachs Tagebuch
                      Fünfter März 2016
                      Gestern Nacht habe ich mir einen Wahnsinnsfilm angeschaut!

                      Superhelden. Es sind die rechtschaffenen, sofort sympathischen und makellosen Strumpfhosenträger, die dem Zuschauer gleich ans Herz wachsen sollen, wenn sie sich für die armen, lieben Bürgerlein aufopfern, schreiende Babys aus einem brennenden Haus retten, der Liebe ihres Lebens das Leben retten und von der Menge gepriesen und geliebt werden.
                      Diese Übermenschen, denen jeder nacheifert und die einem das Gefühl von Hoffnung geben, wenn sie über unseren Köpfen fliegen und uns kumpelhaft zunicken oder mit viel Trara in ihren coolen Fahrzeugen vorbeidüsen.
                      Nicht in dieser Welt.
                      Nicht in dieser Stadt.
                      Diese kriminell verseuchte Kloake, die jedermann als sein Zuhause sieht ist verseucht mit bösen Seelen und Leuten, die sich einreden, gut zu sein, aber durch ihre Warmduscher-Methoden kaum was erreichen, wenn sie den Bösen den Arsch versohlen wollen.
                      Man muss eiskalt sein, um für Gerechtigkeit zu sorgen, was meine werten Kollegen nicht verstehen wollen.
                      Böse Seelen wird man nicht los, wenn man sie für ein paar Jahre in einem 6 Quadratmeter großen Raum pennen lässt, der böse Keim, der die Meth-Heads, Vergewaltiger und Mörder antreibt bleibt erhalten und man wird ihn nur los, wenn man diese bösen Seelen von ihrer unwürdigen, fleischlichen Hülle befreit.
                      Denn ich bin kein Held.
                      Ich bin der Albtraum jedes Schurken, dem es auch nur einfällt, mich herauszufordern.

                      Denn was ich gesehen habe, war kein Heldenfilm, obwohl Herr Vogelmann Nite Owl und Lederarsch Miss Jupiter dauernd vorgeben, welche zu sein.
                      Der unterbewertete Bastard, Mister Zack Snyder, hat was vollkommen Neues erschaffen und vermutlich eine der besten Comicverfilmungen überhaupt.
                      Auch wenn DC bekannt ist für seine Dark and Gritty-Mode, ist das eine neue Stufe von düster. Und so herrlich anders.
                      Man braucht nicht ein komplettes Lachverbot, dunkle Farbtöne und grinsende Psychopathen um eine bösartige Comicverfilmung zu drehen.
                      Und auch nicht riesige Mengen CGI-Blut von abgetrennten Schädeln und eine übertriebene Nutzung des F-Worts um einen Film mit FSK16 abzustempeln.
                      Denn Snyder haut hier richtig auf die Kacke, dass man sich sogar wundert, wie der Film es geschafft hat, nicht ab 18 eingestuft zu werden.
                      Vergewaltigungen, schrecklich realistisch wirkende Abtrennung von Körperteilen und extreme Gewalt; Mütter, die sich wünschen, dass sie ihren Sohn abgetrieben hätten und Sexszenen, die nicht zensiert sind und wirklich alles zeigen.
                      Ja, liebe pubertäre Männer und Frauen da draußen: Alles!
                      Dagegen wirkt selbst Kick-Ass wie ein Kinderfilm!

                      Und selbst wenn Watchmen als der beste Zack Snyder Film angesehen wird (was er auch ist!), erhält er nicht ganz die gehoffte Begeisterung, die er verdient.
                      Es sind zu viele Menschen damit beschäftigt sich die Abenteuer der Avengers und der Justice League anzusehen, dass keiner sich mal überlegt:
                      ,,Moment, was war nochmal dieser grandiose Film, der vor 7 Jahren rauskam?"
                      Und auch die Kritikerstimmen sind nicht so hoch wie erwartet (66% auf Rotten Tomatoes, wollt ihr mich verarschen?), das gibt mir nur das Gefühl, dass nur eingebildete Hurensöhne dem Film Punkte abziehen, weil er von einem Love-to-Hate Regisseur kommt.

                      WATCHMEN ist perfekt! Egal, ob man es in der Kinoversion oder dem genau so schmackhaften, längeren Ultimate Cut anschaut.
                      Für so was wurde das Helden...nein, Comickino erschaffen.
                      Jeder wird hier sein blaues Wunder erleben (wie Dr. Manhattan^^), in den Himmel schauen und sich fragen:
                      ,,Hey, warum gibt es heutzutage nicht etwas so Vergleichbares?"
                      Ganz einfach: Weil er einzigartig ist!
                      Und wie der Anfangssong vom grandiosen Soundtrack des Films ist dieser Film:
                      UNFORGETTABLE!

                      Und dafür vergebe ich 10 blutige Smileys!
                      ☺☺☺☺☺☺☺☺☺☺

                      Gute Nacht, New York!

                      Rorschach Ende.

                      23
                      • 10

                        Der Film ist so perfekt, ich schaue Ihm mir gerne an. Und entdecke immer wieder etwas neues. Der Film hat eine Metaebene die so gewaltig ist, das ich Sie erst nach dem dritten mal anschauen überhaupt Wahr genommen habe. Die Charakter sind so interessant jeder für sich das man da schon mehrer Filme raus machen kann.
                        Schade das es keinen weitern Watchman gibt.

                        4
                        • 10
                          The Bin 14.02.2016, 22:34 Geändert 23.02.2016, 13:58

                          Wollte ihm ne 9.5 geben wegen dem Nena Song, aber eigentlich passt sogar das Lied perfekt.
                          Ich find sogar das Filmende besser als jenes im Comic

                          1
                          • 2 .5

                            Ich habs bis heute nicht geschafft, den Film zu Ende zu schaun. Da ich nach spätestens einer Stunde entweder einschlaf, oder was besseres vorhab!!!

                            1
                            • 10

                              meine nummer 1
                              diesen film sollte man mehrmals anscheun um ihn zu verstehen.
                              es geht um die messages .

                              • 8 .5

                                Für mich der mit Abstand beste Superhelden Film. Warum? Er bietet so viel mehr als eine oberflächliche Story und nette Effekte. Hier gibt es Charakterentwicklung, es wird die Frage nach deontologischer (Rorschach) oder teleologischer Ethik (Ozymandias) behandelt, wie weit darf ich gehen, wenn ich der Gute bin?

                                Es ist bezeichnend, dass die dunklen Charaktere, den finalen Plan ablehnen und von den eher "hell" gezeichneten Charakteren bekämpft werden. Ein moralisches Dilemma in einen Superheldenfilm gepackt, das sah man bisher in dieser Form nicht.
                                Dazu gibt es einen top Soundtrack und interessante Kameraarbeit, die immer wieder comichafte Shots einstreut und uns einige Bullet time Effekte ala Matrix beschert, so dass das Ganze sowohl im Audio- als auch im visuellen Bereich bei mehrmaligem Sehen interessant bleibt.

                                Sollte man sich mal ansehen

                                • 8 .5

                                  Watchman finde ich alternativ zu den Marvel Klassikern einfach unheimlich spannend und positiv anders von der Geschichte.

                                  Eigentlich wollte ich eines Tages schlafen gehen, jedoch hat mich der Film so gepackt, dass ich dranbleiben musste.

                                  Charaktere sind sehr gut ausgedacht und umgesetzt.
                                  Mag ich wirklich sehr und Film ist wirklich sehenswert.

                                  • 0

                                    öder Film öde Superhelden bin eingeschlafen so ein langweiliger schrott.

                                    3
                                    • 10
                                      Schofferhofer 10.11.2015, 14:51 Geändert 10.11.2015, 20:52

                                      Watchmen
                                      .
                                      .
                                      .
                                      Versuch einer Charakteranalyse zu dem Comedian, Rorschach und V
                                      .
                                      .
                                      Der Comedian sieht wie Rorschach den unabwendbaren Untergang der Menschheit. Dadurch haben seine Taten keine Konsequenzen, denn es gibt nichts was er machen könnte, was die Welt noch großartig beeinflusst. Die Weltuntergangsuhr steht auf 5 vor 12, wenn es keine Arbeitsplätze mehr gibt, muss man auch nicht zur Schule gehen. Wenn die Menschheit kurz vor ihrer Auslöschung steht, muss man sich auch nicht mehr an moralische Regeln halten. Keine seiner „schlechten“ Taten könnte je so grausam sein wie das, was die Menschheit sich selbst antut.
                                      .
                                      .
                                      Rorschach sieht das gleiche wie der Comedian, doch kann er es nicht akzeptieren. Wie eine Mutter die auch noch Jahre nach dem Tod der Tochter mit ihr redet oder ein Fußballspieler, der beide Beine verloren hat und trotzdem normal zum Training geht, ist sein Verstand nicht in der Lage es anzunehmen. Ich würde gerne einen Vergleich mit V aus V wie Vendetta beginnen. Es gibt einige Gemeinsamkeiten, unter anderem sind beide maskiert, haben einen starken Gerechtigkeitssinn und keine Skrupel für ihre Ziele zu töten. Auf den ersten Blick sind die Ziele von V deutlich höher gesteckt. Während Rorschach nur das Verbrechen und die Ungerechtigkeit bekämpfen möchte (also quasi wie ein Polizist) hat sich V den Sturz eines Polizeistaates zum Ziel gemacht. V sieht das Problem („das Böse“) in der aktuellen Regierungsverwaltung und nicht in den Bürgern. Zwar gibt er ihnen die Schuld, dass es so weit kommen konnte: „Wie konnte es dazu kommen? Wer hat Schuld? Nun, sicherlich hat manch einer mehr zu verantworten als Andere, und er wird auch zur Rechenschaft gezogen, doch um ehrlich zu sein: Wer einen Schuldigen sucht, der muss nur in den Spiegel sehen.“, doch sieht er das Problem in der Untätigkeit des Volkes sich gegen Schlechtes aufzulehnen und es gibt einen klar definierten Bösewicht.
                                      .
                                      .
                                      In Rorschachs Welt gibt es keinen bösen Kanzler der gestürzt werden muss um die Menschheit zu retten. Die Menschen selbst sind böse: "Ab da gab es bloß noch Rorschach. Verstehen sie? Nicht Gott hat die Kleine umgebracht! Nicht die Vorsehung hat sie abgeschlachtet und dann von den Hunden fressen lassen... Gott hat entweder nicht hingesehen oder es war ihm egal... Ab da wusste ich... Nicht Gott macht die Welt zu dem was sie ist... Wir tun das!". Mit der Erkenntnis, dass das Böse individuell betrachtet werden muss und dadurch auch nur individuell (also eine Person nach der nächsten) bekämpft werden kann, setzt sich Walter Kovacs ein Ziel, welches nicht erreicht werden kann. Die Rettung der Menschheit, durch den von Anfang an zum Scheitern verurteilten Versuch die Welt von allem Bösen zu befreien. Kein Mensch kann das schaffen, niemand! Deshalb muss Walter Kovacs zu Rorschach werden, einem Ideal welches für Gerechtigkeit steht. Er hört auf ein Mensch zu sein, verzichtet auf sein Leben und jegliche Freuden, ernährt sich von kalten Bohnen und Zuckerwürfeln, hat weder Freunde noch Spaß. Gerechtigkeit ist jetzt nicht mehr sein Lebensziel, sondern sein Leben. V steht für eine Idee, doch auch abseits von seinem Plan hat er eine Persönlichkeit, Hobbys und Interessen. Dasselbe gilt für jeden Polizisten. Rohrschach steht nicht nur einfach für seine Prinzipien ein, er besteht aus ihnen. Das Fleisch und die Knochen sind nur ein Mittel zum Zweck. Fortsetzung folgt…

                                      5
                                      • 9

                                        Ein großartiger Film...nimmt sich nicht zu ernst verliert dabei in keiner Weise an Ernsthaftigkeit. Tolle Charaktere...tolle Kampfszenen...super Story. Eine der besten Comicverfilmungen :)

                                        1
                                        • 10

                                          Die Comicvorlage zu 'Watchmen' schaffte es als einziges Graphic Novel im Jahre 2005 in die Liste der 100 großartigsten Literaturwerke (gekürt von der "Times"). Neben den ganzen X-Men, Spidermans, Batmans und co. war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Hollywood den Stoff für sich verarbeiten wird. Der Autor von 'Watchmen' - Alan Moore - hat den Film bis heute angeblich nicht gesehen, da er sich nicht vorstellen kann, dass seine Vision adäquat umgesetzt wurde. Und damit liegt er völlig daneben. Was Zack Snyder dem Zuschauer in über 3,5 Stunden (im Ultimate Cut) präsentiert, ist ein unglaubliches Meisterwerk. Ähnlich wie Herr der Ringe, galt 'Watchmen' eigentlich für unverfilmbar. Umso erstaunlicher, dass sich der Film anfühlt wie eine 1:1 Umsetzung - Bild für Bild, Wort für Wort - der Comicvorlage. Bis auf eine erhebliche, aber vom Sinn her logische Abwandlung des Endes, kann man Watchmen ohne Bedenken als treueste Umsetzung einer Literaturvorlage der Filmgeschichte bezeichnen.

                                          'Watchmen' ist anders. Es ist kein Action-Feuerwerk mit bunten Heldenfiguren. Es ist vielmehr ein Krimi/Thriller mit politischem Hintergrund. Der Film spielt in einem alternativem Amerika der 80er Jahre, wo der Vietnamkrieg gewonnen wurde und Präsident Nixon die Verfassung austrickste um eine dritte Amtszeit zu bekommen. Der kalte Krieg mit Russland ist weiterhin topaktuell. Der Atomkrieg wird nur davon abgehalten, weil die Russen Angst vor dem durch einen Unfall entstandenen Übermenschen Dr. Manhattan haben. Dr. Manhattan war Teil einer kostümierten Rächerbande namens "Watchmen", die in den Fußstapfen der "Minutemen" getreten sind. Präsident Nixon sprach aber ein Verbot gegenüber maskierte Rächer aus. Einzig der paranoide Rorschach ließ sich niemals davon abhalten weiterzumachen. Doch plötzlich stirbt der "Comedian" und Rorschach glaubt, dass es einen Komplott gegen die Watchmen gibt.

                                          "A Comedian died last night, and nobody cares. Nobody cares but me. "

                                          Der Film nimmt sich sehr lange Zeit, die Charaktere einzuführen. Dies ist auch zwingend notwendig, um die gesamte Geschichte glaubhaft rüberzubringen. Die "Watchmen" sind alles andere als Helden. Sie sind Menschen mit Fehlern, Vergewaltiger, Mörder...

                                          Watchmen ist der perfekte Mix aus Anspruch, optischem Genuss und guter Unterhaltung. Die Action ist rar, aber heftig und mit Snyder-typischen Slow Motions. Der Soundtrack ist ein Querschnitt aus den größten Hits aller Zeiten. Alle Charaktere haben Profil und sind interessant. Die Geschichte ist im gleichen Maße spannend und politisch wichtig. Am Ende bleibt die Frage: Welches Opfer ist nötig, um Frieden zu gewährleisten. Und was ist Frieden? Waffenstillstand? Wohl kaum.

                                          "Never compromise. Not even in the face of Armageddon."

                                          Es reicht nicht, Watchmen nur einmal zu gucken. Besonders im Director's Cut und in Verbindung mit dem Graphic Novel entfaltet Watchmen seine volle Wucht. Es gibt so viele Details in dieser perfekt durchdachten Geschichte, dass ich erst nach mehrmaligem Schauen und vielen Gedanken zum Film, diesen als das Meisterwerk anerkennen konnte, welches es schlicht und ergreifend ist.

                                          "In my opinion, the existence of life is a highly overrated phenomenon."

                                          4
                                          • 10

                                            Genial.

                                            1
                                            • 7

                                              Dies war einer der wenigen Comicfilme der mir seit Ewigkeiten gefehlt hatte.
                                              Mir wurde von allen Seiten extrem viel vorgeschwärmt.

                                              Dementsprechend waren die Erwartungen dann sehr hoch als ich mich letzte Woche auf meine Couch gesessen habe und Watchmen reingeschoben habe.

                                              Der Film ist optisch ziemlich gut gemacht, einige der Charakteren sind megacool.
                                              Gerad der maskierte gebrochene Hautdarsteller war sehr cool und man bekam einen guten Start in den Film.
                                              Allerdings fand ich andere Figuren wie Dr. Manhatten etwas lahm und auch die leider hier und da etwas zu vielen Dialoge und Erzählungen bis der Film dann in Gange kommt haben die für mich etwas zu langgezogenen 158Min ausgemacht.

                                              Allem in allem aufjedenfall guckbar. Und unterhaltsam, aber ich für einen Teil habe leider mehr erwartet.

                                              Somit von mir 7/10 Punkte für einige coole Darsteller, einer guten Story, die etwas langgezogen ist und einer gut gemeinten etwas anderen Art und Weise einen Comicfilm darzustellen.

                                              4
                                              • 5
                                                DerSommer 05.10.2015, 09:08 Geändert 05.10.2015, 09:12

                                                Wie so viele Comicverfilmungen von DC ist auch diese nicht mein Fall.

                                                - Zu langatmig aufgrund der vielen nötigen Charaktereinführungen
                                                - Grundtenor zu negativ für meinen Geschmack: Set, Setting, Plot. Mir würde auch das Comic nicht gefallen! Geschweige denn diese Möchtegern-Superhelden. Persönlicher Geschmack eben.
                                                - Wer mir irgendwas Neues nennt, dass mir der Film zeigt, bekommt nen Keks. Alles so oder verdammt ähnlich schon tausendmal gesehen. Kann aber als Kritikpunkt ignoriert werden - bei dieser 1:1 Adaption. Zum Glück für die Wertung.

                                                Für Fans sicherlich ein richtig guter Film, ich war froh als er zu Ende war.

                                                1
                                                • 9

                                                  Der Superhelden Film der allen zeigte das es nicht immer Kunterbunt sein muss um gut zu sein für mich der voreiter der heutigen DC Filme die mehr in diese Düstere schiene fahren.

                                                  1
                                                  • 9
                                                    HimmelHoch 22.09.2015, 09:45 Geändert 22.09.2015, 09:51

                                                    „Hast Du etwas Zeit für mich
                                                    Dann singe ich ein Lied für Dich
                                                    Von 99 Luftballons
                                                    Auf ihrem Weg zum Horizont

                                                    Denkst Du vielleicht g'rad an mich
                                                    Dann singe ich einen Lied für Dich
                                                    Von 99 Luftballons
                                                    Und dass so was von so was kommt“

                                                    Dudelt Nena völlig überraschend mitten im Film los. Aber genau das ist dieser Film. Eine Geschichte darüber, „dass sowas von sowas kommt“. Zack Snyder gibt dem abgewrackten, irgendwie verloren gegangenen Superheldenteam „Watchmen“ einen ungewohnt düsteren, kalten Auftritt. Snyder lässt sich viel Zeit, für einen „Superheldenfilm“ auffallend viel Zeit. Das Grundtempo seiner Erzählung ist langsam. Das gibt den willkommen komplexen, und verworrenen Charakteren viel Zeit ihre Geschichten zu erzählen – und zu erklären. Trotzdem, die fast 3 Stunden Laufzeit fordern durchaus manchmal gutes Sitzfleisch.

                                                    “What happened to us? What happened to the American Dream?”
                                                    - "What happened to the American Dream?" It came true! You're lookin' at it...“

                                                    Die Gesichte der „Watchmen“ ist blutig, kalt und tragisch. Erst die gefeierten Helden gewesen, dann von der Regierung verboten werden. Und hier zeigt sich deutlich, die Watchmen, bis auf einer, sind eben doch nur Menschen. Die Bilder sind dunkel, die Musik ist laut, die Gewalt ist grob und hässlich. Aber hier stehen nun die ehemaligen Superhelden, starren einen bevorstehenden Atomkrieg an und erinnern sich. Es fehlt an saloppen, flotten Onelinern, die Held A Held B noch kurz lässig zuwerfen kann, bevor der brennende Helikopter in das Glasgebäude rumst. Dafür bekommen wir so viel mehr. Zack Snyder und sein Team, zusammen mit einer durch und durch starken Cast kreieren einen Superheldenfilm mit Substanz, der ein wenig das Objekt „Superheld“ durchleuchtet. Und dabei eine unbeschreibliche Atmosphäre hat. Und den wohl besten Vorspann, den ich je gesehen habe.

                                                    „Miracles by they're definition are meaningless, only what can happen does happen.”

                                                    14