Watchmen - Die Wächter - Kritik

US 2009 Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 05.03.2009

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Kritiken (37) — Film: Watchmen - Die Wächter

kobbi88: Die Drei Muscheln

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4.0Uninteressant

Zweimal probiert, zweimal abgebrochen, weil er so langweilig war. Kein gutes Zeichen für einen Film, aber da in meiner Freundesliste bestimmt die Hälfte der Wertungen aus 8ern, 9ern und 10ern (mit ♥) besteht, kann er doch nicht so beschissen sein. Also, heute ein dritter (und wenns wieder nicht funktionieren sollte letzter) Versuch. Vielleicht hätte ich die beiden Abbrüche als Warnung auffassen sollen, hab ich aber nicht. Und diesmal hab ich auch bis zum Ende durchgehalten.

Ja, coole Actionsequenzen mit übertriebener aber für das ganze Setting angemessener Gewalt und oft hat ja auch die Optik mit Zeitlupen etc. eine geniale Wirkung, auch wenn sie mir als kein großer Fan von Comics oft zu künstlich vorkam. Aber ja, es hat einen gewissen Style, das muss ich zugeben. Und dann noch das wichtigste, was den Film vor dem totalen Untergang gerettet hat: Jacky Earl Haley als Rorschach, der ist eine so verdammt coole Sau und ein so toller Filmcharakter, dass ich mir einen einzelnen Film mit ihm gerne ansehen würde.

Aber an was liegt es dann, dass ich den Film so nervtötend, einschläfernd und auch einfach dumm fand?

Das sind zum einen mal die Figuren. Schön und gut, dass wir es hier mit gebrochenen, ehemaligen (Möchtegern?-)Superhelden zu tun haben, die nun mit ihrem eigenen Scheitern und der harten Realität zu kämpfen haben. Und neben Rorschach war auch dieser nerdige Batmanverschnitt und der Comedian als eigentlich gleicher aber total entgegengesetzter Charakter zu Rorschach ganz in Ordnung. Aber dann gibt es mit Adrian Veidt den klügsten Mensch der Welt, der wohl auch der uninteressanteste und langweiligste Mensch der Welt ist. So ausdruckslos, so austauschbar, so egal. Dazu Laurie (M. Akerman), die einfach nur für die Optik dazugetan wurde, hin und wieder mal jemandem einen Schlag versetzen darf und ansonsten mit Nerdman und mit Dr. Manhattan rummachen und Haut zeigen durfte. Also, überflüssig. Achja, wenn ich schon bei diesem blau-leuchtendem Kerl bin: es mag ja sein, dass er eine gewisse Tiefe durch seine zunehmende Entmenschlichung erhält, aber diese übertrieben pseudophilosophischen, esoterischen und was weiß ich noch alles Dia- und Monologe sind so einschläfernd wie kaum etwas anderes (außer eben „Matthew gar nicht so Goode“ hier zuzusehen).

Dazu kommt, dass der Film mit dummen, nein, mit SAUdummen Dialogen gespickt ist, die für mich viel zu aufgesetzt und einfach nicht zur naja „Geschichte“ passen wollen (wieder die Ausnahme: Rorschach). Und auch die coolen Szenen fangen irgendwann an zu langweilen, weil diese ganzen Zeitlupen, das Blutspritzen und auch die stylischsten Kampfszenen verdammt nochmal viel zu oft eingesetzt werden. Wenn sie schon so auffällig sind und eine positive Wirkung haben, dann muss man SPARSAM damit umgehenund nicht so verschwenderisch wie Snyder.

Die Geschichte ist keine wirkliche Geschichte, es sind mehr Einzelszenen, die durch die Actionsequenzen künstlich verbunden werden. Dazu kommt eine zu große Verwirrung hinzu, zu viele Informationen werden erst viel zu spät mal nebenbei erwähnt. Es gab kein klares und nachvollziehbares Ziel der Story. Da kann die gute Idee einer pessimistischen Welt auch nichts dran ändern. Null Spannung! Und ich wäre so froh gewesen, wenn sich der Film wenigstens nur wie Kaugummi gezogen hätte. Aber es ist viel schlimmer.
Und wenn Simon und Garfunkel nicht schon verdammt noch mal schlimm genug wären – Nena? Nicht dein Ernst, Zack… Wie kann man einen Film mit Dylan und einem toll-bebilderten Intro genial einleiten und dann jede aufkeimende positive Stimmung innerhalb von nur Sekunden durch NENA wieder zerstören. Zack, NENA!!

Frei nach Iuvenal: "Sed quis custodiet ipsum Zack Snyder?" (Aber wer überwacht Zack Snyder?) - Anscheinend niemand. Leider.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 116 Antworten

Andy Dufresne

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Das ist keine Fälschung, dass ist eine 1:1 Kopie.
Ich weigere mich aber auch :)


kobbi88

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Eben, die gaukeln einem vor, das Original zu sehen. (Für mich also klar ne Fälschung^^) Sogar von den Schnitten und Einstellungen her. Aber nicht mit mir (uns).


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.0Herausragend

[...] Watchmen basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Alan Moore und Dave Gibbons. Wie es sich für eine Comicverfilmung gehört, ist die Bildgewalt bombastisch. Dabei vermeidet es Snyder aber, und eine schnöde Superheldengeschichte zu erzählen, sondern zeichnet glaubhafte Charaktere in einer ebenso glaubhaften, fiktionalen Realität. Dabei bedient er sich mehrerer Tricks und Kniffe, um die Biographien der Hauptpersonen lebendig werden zu lassen. So berichtet Rorschach in Tagebuchform von seinen Erleb- und Erkenntnissen, Mr. Manhattan, der Zeit nicht mehr als stringent verlaufende Linie wahrnimmt, sondern als in einem Augenblick ablaufendes Gefüge, erinnert sich im Laufe des Films an seine eigene Vergangenheit, mittels Rückblenden und Träumen wird von der ersten Generation der Watchmen, den Minutemen, berichtet und gleich zu Beginn des Films werden im Zeitraffer dem Zuschauer die Abläufe der vergangenen vierzig Jahre präsentiert, auch wenn mehrmaliges Sehen hier helfen könnte, immer weitere kleine Details zu bemerken. [...]

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Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

"Die Welt wird aufblicken und rufen: 'Rette uns' und ich werde flüstern: 'Nein...'
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Ich bin wirklich sprachlos gewesen.
Ich wusste wirklich nicht was ich denken soll.
Ich weiss aber was ich da gesehe habe. Und das war ganz großes Kino.
Kino voller Action. Kino voller Emotionen. Und vorallem Kino mit Tiefgang.
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Ich gebe zu, Helden sind nie wirklich mein Ding gewesen, Batman, Spiderman, Leckmichamarsch-Man, dieses ganze Gedöns konnte mich nie wirklich fesseln.
Doch das hier sind keine Helden. Keine gewöhnlichen zumindest. Ja, sie haben zu ihren Zeiten der Menschheit geholfen, doch irgendwann wurde ihnen die Macht zu viel, vorallem "the comedian" übertreibt, er tötet aus Spaß, vergewaltigt, ermordet schwangere Frauen.
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Jeder der "Watchmen" hat seine eigene, dunkle, grausame Geschichte, die Geschichte die ihn zu dem gemacht hat was er ist. Von jedem der "Watchmen" kennt man die Vergangenheit, weiss wie es ihm ergehen muss, versteht sie, liebt sie, hasst sie.
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Es ist also nicht nur sinnlose Gewalt hier, es gibt eine Geschichte mit Gefühl, mit Liebe und mit vielen dreckigen Szenen. Alleine die Reise auf die man mit Rorschach geht ist unglaublich, gefüllt mit Zynismus, mit harten Dialogen voll gepackt. Und das alles in einer alles anderen als hygienisch korrekten Umgebung. Aber Rorschach ist nicht der einzigste Charakter mit Tiefgang, es wird z.B. erzählt was Dr. Manhatten durchgemacht, erlebt hat um die wohl mächtigste Figur zu werden.
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Zack Snyder nimmt sich knapp 2 1/2 Stunden Zeit um dem Zuschauer die Charaktere näher zu bringen. Das gelingt ihm perfekt. Und nein, es wird nicht langweilig. Die Dialoge sind gut geschrieben und die Darsteller bieten eine fast perfekte Vorstellung.
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Aber mal abgesehen von dem Tiefgang kann "Watchmen" auch mit tollen Actionszenen glänzen, derbe Choreos liesen mich mitfiebern auch wenn man den Ausgang des Kampfes bereits kennt. Die Szenen wo Rorschach im Gefängnis ist sind schlichtweg heftig. Wenn mal Blut spritzt dann richtig, Kunstblut in Mengen, Kunstblut das mein Splatter-Herz aufgingen lies.
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Ich will jetzt nicht jeden Schauspieler nennen und sagen wie toll sie waren. Fakt ist das sie alle tolle Leistungen gezeigt haben, deswegen reicht es auch wenn ich sage das man keine schlechten Darsteller sehen wird.
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Die Kulissen sind der Wahnsinn, vielschichtige Bilder hier, wunderschöne da, unglaubliche Panoramen und interessante, bildgewaltige Szenen. Alleine das macht den Film sehenswert.
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"Watchmen" bietet eine Effekt-Ejakulation, die Optik ist das Ergebnis davon, Bilder die einen verzaubern, Erzählungen die einen in den Bann ziehen, Charaktere die man lieb gewinnt, Inszenierungen die der Wahnsinn sind, Schauspieler die immer überzeugen, eine Geschichte die Spaß macht, Superhelden der etwas anderen Art und wohl das wichtigste - Unterhaltung pur.
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"Die ganze Welt steht jetzt am Abgrund und starrt hinab in die gottverdammte Hölle.
All diese Liberalen und Intellektuellen und Phrasendrescher, und auf einmal weiß keiner mehr was er sagen soll. Und dann hier, in dieser grässlichen Stadt. Sie schreit wie ein Schlachthaus voller zurückgelassener Kinder. Und die Nacht stinkt nach Unzucht und schlechtem Gewissen."

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

Mr.Film

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@freakualizer: Ich beneide dich! Jede abgefuckte halbe Stunde Werbung bei mir...
@Frolein Betty: Bitte und Danke:)


mikkean

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Bravo, dem kann ich eigentlich nichts hinzufügen.


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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9.0Herausragend

Nach mehreren Anläufen ist es soweit. Das wahrscheinlich beste jemals gezeichnete Literarische Werk erlebt seine filmische Umsetzung. Der eine oder andere Versuch den Film auf die Beine zu stellen war bereits gescheitert und so bekam schließlich Zach Snyder, der bereits mit der Verfilmung des Frank Miller Comics 300 von sich reden gemacht hatte schließlich die Chance das zu verfilmen, was bisher als unverfilmbar galt - zumindest wenn es nach dem geistigen Vater und Erschaffer der Watchmen Alan Moore geht. Was dabei herausgekommen ist muss zwar nicht jedem gefallen, ist aber ohne Frage ein bemerkenswerter Film der bewusst mit dem Hintergrund des Comics Wege kennt, die man so noch nicht kannte.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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4.0Uninteressant

Egal, ob WATCHMEN jetzt vielleicht gar nicht erst hätte verfilmt werden sollen, so hätte das Ergebnis jedenfalls nicht aussehen dürfen. Der Film findet einfach keine Linie, keine Stringenz, er ist einfach ein Vorzeigebeispiel von very bad storytelling. Die Songauswahl ist so platt wie in einem Sat.1-Film am Montag abend, man bekommt die abgenudelsten "Evergreens" und Brechmittel der 60er, 70er und 80er zu hören, oben drauf einen kreuzüblen "Best of Klassik"-Mix. Dieses Monstrum am Film ist so prätentiös, daß man sich wie in Klebewatte gepackt fühlt, manchmal aber muß man wiehern vor lachen, so etwa bei der mit Chören unterlegten Backstory Manhattans, der Hustinetten-Grummelstimme Rorschachs und vor allem bei Quadratgesicht Akerman, die nicht nur wie üblich farblos rumeiert, sondern sich sichtlich unwohl in ihrem Superheldendress fühlt - verständlich, so ein lächerlichst auf kleine Nerdnillen abgezieltes Outfit hat man selten gesehen. Bei den Actionszenen beweist Snyder eine recht sichere Hand, mit Haley hat er trotz Grabesröcheln wenigstens einen charismatischen Schauspieler im Programm und am Ende kommt doch noch ein wenig echte Dramatik auf; nicht genug, um diesen albernen Megaklops ohne Blessuren durchzustehen.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

Stammfunktion

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Der Soundtrack ist genial, nur wurde er nicht zuerst in Watchmen verwendet


craax

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die songs sind und bleiben genial, als Soundtrack (zu SOLCHEM Film) ist der so abgenudelt wie UNMÖGLICH


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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10.0Lieblingsfilm

Mal wieder hat Hollywood etwas verfilmt, was als unverfilmbar galt. Diesmal ist es die Comic- Novelle "Watchmen" von Dave Gibbons und Alan Moore die von der New York Times zu dem 100 besten Büchern aller Zeiten gekürt wurde. Bereits seit über 20 Jahren versucht die Traumfabrik das überaus komplexe Werk, dass von vielen Comicfans als brennender Dornbusch der Comickunst verehrt wird, auf Film zu bannen bis es "300"- Regisseur Zack Snyder endlich geschafft hat. Snyders Version der "Watchmen" ist ein seltsam- grandioser Film geworden. Ein Film der zum einen den üblichen Konventionen des modernen Actionfilms frönt, nur um wenig später dem von Hollywood Herangezüchteten Massengeschmack einen Tritt in den Hintern zu verpassen.

Anders wie bei „300“ stellt sich die Verfilmung nämlich nicht bloß in den Dienst des Euphuismus, sondern spielt ein markantes Spiel mit Handlungen, Charakteren und den verschiedenen Stylkompositionen der bekannten Mythen der Comicwelt. Dieses, mit anarchistischer Souveränität geführtes, Spiel wirkt in seinen Einzelheiten oft burlesk bis kurios, ja manchmal schon albern, im ganzen betrachtet bereichert es den Film und hebt ihn von all den anderen Superheldenverfilmung und sein sie noch so gut, ab.

Die Verfilmung der "Watchmen" kommt genau zur richtigen Zeit. Moderne Superheldenfilme wie "Spiderman" oder "X-Men" haben dem Genre einen enormen Sättigungsgrad beschert, der nun dank der erfrischenden destruktiven Kraft der "Watchmen" wieder in fruchtbaren Boden für neue Ideen und Mythen umgewandelt wird. Dass hat allerdings auch seinen Preis. So verfällt Regisseur Zack Snyder gerade in der ersten Hälfte der Langsamkeit und die Philosophien von Zeit und menschlicher Existenz die der gottgleiche Dr. Manhattan preisgibt, wirken des Öfteren sehr aufgesetzt und manchmal sogar etwas renitent. Aber diese Schwächen sind mehr als nur zu verschmerzen, denn „Watchmen“ zeigt mit all seiner Andersartigkeit so viel Mut, wie es schon lange kein 100 Millionen Dollar Film mehr getan hat. Wer dachte das die meisterhafte Tragödie eines „The Dark Knight“ bereits mutig war, der muss nach den „Watchmen“ umdenken, denn spätestens beim Finale, dass mit bitterer Ironie und Melancholie durchzogen ist, wird klar dass diese Helden in keine Schublade passen. Eine für Hollywood- Verhältnisse wirklich bemerkenswerte Superkraft.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

Um es gleich vorweg zu nehmen: Zach Snyder hat es geschafft, die Vorlage so würdig wie möglich umzusetzen. Man merkt jeder Szene die Detailverliebtheit an. Er schafft es, in den 160 Minuten fast alles unterzubringen, was die Watchmen ausmacht. Auch wer die Buchvorlage nicht kennt, kann der Geschichte doch gut folgen, wie ich mir bestätigen ließ. Der Zuschauer erlebt hier eine atmosphärische Erzählung um selbsternannte “Superhelden”, die weit mehr ist, als das übliche Klischee von gut gegen böse.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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4.0Uninteressant

Thematisch und visuell ebenso stark überfrachtete wie zunehmend uninteressante Adaption der tiefsinnigen Superheldenreflexion Alan Moores, bei der Zack Snyder mitunter eindrucksvoll die Bilder der Vorlage verknüpft, ohne jedoch jemals eine gedankliche, erzählerische oder einheitliche Ordnung herzustellen. Sichtlich überfordert von der Komplexität des Comics weicht der Film den mitunter kritischen und offensiven Referenzen an die Comicgeschichte aus und verfällt in protzige Popkulturverweise, die stets falsche Verbindungen knüpfen: Die Haltung der Vorlage zum Superhelden als fragwürdiges Popphänomen gerinnt bei Snyder durch schmucke Ohrwürmer und infantile Filmzitate zum Gegenteil – seine Watchmen sollen als konventionelle Identifikationsfiguren taugen. Dem fügen sich ansehnliche, den Mainstream-Gewohnheiten zuspielende Action- und Härteeinlagen, die den philosophischen Fragen des Comics nur noch einen banalen Verhandlungsraum lassen, den Snyder in Dialogen zu finden glaubt, die so redundant wie ungelenk wirken. Ein an der filmischen und konventionellen Form gescheitertes Projekt, dem es gehörig an intellektuellem Willen fehlt.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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8.0Ausgezeichnet

Sehr komplexer und ambitionierter Kraftakt. Von der Ehrfurcht vor der monumentalen Comicvorlage geprägt, die man als Gebrauchsanleitung zur Hand haben sollte. Unbedingt den in USA auf Bluray erschienenen "directors cut" ansehen. Der ist 24 Minuten länger. Die Bluray ist codefree!

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Bandrix: City of Cinema

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10.0Lieblingsfilm

Ein Film der mich fast sprachlos zurückgelassen hat. Die ganzen Vorschusslorbeeren erhält der Film zurecht. Mit Watchmen hat Zack Snyder sein absolutes Meisterstück geschaffen und man darf sich fragen ob er das hier jemals übertreffen kann. Dieser Film ist meiner Meinung nach viel mehr als nur ein einfacher Comicfilm der Marke Superman. Dafür ist allein die Story zu vielschichtig, intelektuell, spannend und brisant. Bei der Optik hat sich Snyder natürlich stark an 300 orientiert, wodurch fast magische Bilder entstehen. Allein die Szenen auf dem Mars sind unglaublich schön. Dann noch die Darsteller die allesamt nicht zu den Topstars von Hollywood gehören und dennoch toll spielen. Der ganze Film ist düster, apokalyptisch, der kalte Krieg im vollem Gange. Die Superhelden kann man eigentlich nicht als solche bezeichnen, denn vor allem der Comedian ist kriminell, tötet schwangere Frauen und Kinder. So gesehen kann man den Film auch nicht als Superheldenverfilmung sehen, denn er ist einfach mehr. Einziger Kritikpunkt ist, wie so oft, die FSK. Watchmen ist nämlich ziemlich brutal und ich hätte ihn ab 18 gemacht. Aber daran sieht man wieder, dass man die FSK sowieso nicht mehr ernstnehmen kann!!

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treebeard3rd

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@Radiohead Gut, dass nicht jeder deiner Meinung ist.


Strikerth

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@all irgendwie verstehen wir uns ... lets rock the shithead


Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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5.0Geht so

Das eigentliche Problem des Films ist aber, dass er seinen Originalfetisch vom Inhalt auf die Form ausdehnt.

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Evie: www.inderzange.de

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7.0Sehenswert

An sich nette Comic Umsetzung, der Anfang war zwar ein wenig wirr, aber umso länger der Film ging umso besser kam man rein. Jedoch hat mir irgendwie was gefehlt, es war ok aber s gab nichts was neu oder besonders hervor zu heben war, Rorschach war da noch das Beste.
Auch die Länge hat genervt, am Ende wusste man gar nicht mehr wie man sitzen sollte...^^
Naja 7 Punkte sind glaub ich ganz gerecht!

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unerklaerlich

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da schließe ich mich an;)


Corsovilla: SchönerDenken

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3.0Schwach

Machen wir nicht viel Worte um den Film. Er ist in seiner Gewaltdarstellung ekelerregend, das Timing, die Dramaturgie sind misslungen. Snyder beweist, dass man die Kunstform Comic nicht 1:1 in die Kunstform Film übertragen kann. Und es war albern, es überhaupt anzunehmen. Schade um einen tollen Stoff. (Mehr im Podcast)

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Lippo Lengua

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ansprechende story, aber dramaturgisch ein wenig entgleist. und vieeeeeeeeel zu lang. das definitiv. die rückblenden schlüsseln zwar die hintergründe auf, sind aber in sich so verschroben, das die spannung auf ganzer linie flöten geht. tja und die wendung zum ende ist zwar mal etwas origineller als sonst, jedoch doch noch sehr klische-haft. arktik, guter wird der böse, alles explodiert.
man darf das alter des comics natürlich nicht vergessen. für den pauschal-kino-action-konsumenten ungeeignet, für comic-fans zu banal auf die länge des films betrachtet.
eigentlich schade.


Heng Snoup

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wenn man die gewalt in watchmen "ekelerregend" findet, ist man entweder ein ganz hartes weichei oder man hat ganz einfach sehr viele filme der härteren art, insbesondere im horror-genre, noch nicht gesehen.
zum film selber kann ich nur sagen, dass er einer der besten filme ist, die ich bisher gesehen habe, alleine schon wegen dem visonären stil des films!
ich habe auch nichts gegen andere meinungen, aber wenn man seine meinung so schlecht darlegt und schwache argumente aufweist geht mir das schon auf die eier...


Khitos: Kälte Reich

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7.5Sehenswert

Snyder hat eine beachtliche Adaption hinbekommen, die mir im Großen und Ganzen doch sehr Spaß gemacht hat. Eine Adaption à la Snyder avec Slowmo et Blut en masse.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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5.0Geht so

Trotz der auf Papier durchweg gelungenen Adaption ist WATCHMEN ein bloß vergnüglicher, kaum je überwältigender Superheldenschinken, der in erster Linie an seiner konfektionsmäßigen Umsetzung krankt.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.5Sehenswert

[...]Ob Leonard Cohens „Hallelujah“ in einer Sexszene, Wagners „Ritt der Walküren“ in Vietnam, ob eine Anspielung auf Kubricks Meisterwerk Dr. Strangelove – Snyder hat so allerlei nette und kreative Ideen, die für den Film ein Segen sind. Ein Fluch hingegen sind die Logiklöcher, die aber in der Langversion behoben sein dürften und das Ende, das sich in seiner Auflösung nicht so recht in den Rest des Films fügen will.[...]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.5Sehenswert

Das es nicht zum großen Klassiker reichen wird, das verhindern jedoch die angesprochenen Schwächen. Zumindest vorerst. Es ist zu lesen, dass ein Director's Cut folgen wird, der den ohnehin für eine Comic-Verfilmung überaus langen Film noch mal deutlich verlängern wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in dieser Vision Leerstellen geschlossen werden, die im Moment noch bestehen. In der Summe ist „Watchmen“ eine gute, aber eben nicht sehr gute, Comic-Verfilmung, die nicht nur durch ihre optische Brillanz und guten Leistungen der Schauspieler (Über allen thront Rorschach), sondern auch durch die ungeheuer komplexe und tiefgründige Geschichte rund um Dystopie und Zerschlagung des Superhelden-Mythos punkten kann.

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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10.0Herausragend

Teilweise bewusst und teilweise unbewusst erzählt uns "Watchmen" von einer Welt ohne Hoffnung und lässt uns dann zu denken geben, ob wir schon in ihr leben.

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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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0.0Hassfilm

Dieser abscheuliche Müll wird unter traurigen Soziopathen, geistesgestörten Pseudo-Intelektuellen und brutal behandelten, unreifen Männern aller Altersgruppen sein Publikum finden. Ich hoffe nur, dass es nicht genug von denen gibt, um diesen Film zum Erfolg zu machen. Wenn schon, dann Gott helfe dem Kino!

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Couga[MH]

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2 Jahre alt, mir egal dass das kein Schwein liest, aber das ist der traurigste & lächerlichste Kommentar zu einem Film den hier je gelesen habe von einem "Kritiker".


sushi97

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Der minderwertigste und schlechteste Kommentar, den ich je gelesen habe!


David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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6.0Ganz gut

Vielleicht hätte Watchmen als eine TV-Serie, in welcher seine komplexen Ideen mehr Raum zum Atmen gehabt hätten, besser funktioniert. Aber so wie es aussieht, ist der "nicht filmbare" zum "nicht liebenswerten" geworden.

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Peter Bradshaw: Guardian Peter Bradshaw: Guardian

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6.0Ganz gut

Es ist schwindelerregend, verrückt und durchaus sexy - wenn es nicht gerade ausschweifend oder sinnlos ist. Sollte der Film mal zusammenhanglos erscheinen oder nicht aufgehen, oder sich nicht treu an die Comic-Vorlage halten, sind das unbedeutende Ärgernisse. Was für ein Spektakel!

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Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

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10.0Herausragend

Es gibt so viele konkurrierende Ideen in Watchmen, sodass es geradezu geschaffen ist, um wiederholt gesehen und gewissenhaft debattiert zu werden. Unter den Comic-Verfilmungen können nur die neueren Batman-Filme in Sachen Komplexität mithalten. Es ist nicht klar, wer der Held ist. Wenn es ihn denn überhaupt gibt.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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6.5Ganz gut

Kann die allgemeine Hysterie nicht ganz nachvollziehen, habe zwar auch einen mehr oder weniger guten Film gesehen, um jedoch mehr zu sein stockt es an vielen Ecken und Enden. Der Film ist wirklich ambitioniert einer großen Vorlage gerecht zu werden, kann aber (und das spürt man auch ohne deren Kenntnis) nie das ganze Spektrum abdecken. Hinzukommt eine tolle, jedoch völlig deplatzierte Musikauswahl und neben dem ein oder anderen Hänger eben auch diverse Fremdschäm-Klamotten. Des weiteren haben mich diese unsäglichen Lebensweisheiten genervt mit denen der Film auf eine pseudo-philisophische Art und Weise um sich schießt. Ja, das Leben ist schön. Ich habs verstanden. Und manchmal muss man Opfer bringen. In Ordnung. Und ja, insgesamt fand ich WATCHMEN auch definitiv in Ordnung. Hätte ich mir so gar nicht vorgestellt.

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Maeni

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Kann ich voll unterstreichen !


Perry Simm

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6.0Ganz gut

[...] Dass es im Buch auch um die Hinterfragung von Gewalt, Selbstjustiz und Männlichkeitsphantasien geht, kommt jemandem wie Snyder natürlich nicht einmal in den Sinn (oder es ist ihm egal, weil er sein Zielpublikum kennt) - Oberflächenfetischismus statt Reflexion ist angesagt. [...]

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simvlacrvm

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Na da hat aber einer im Kino statt zu gucken lieber rumgefummelt.


Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]

Und so ist “Watchmen” eine optisch Vorlagen getreue Verfilmung, der jedoch durch die pedantische Übernahme fast jeder Szene etwas Seele fehlt. Man sieht, was man kennt, ihn bewegten Bildern - was aber natürlich auch positiv gemeint ist. Negativ fällt der Soundtrack auf, die übertriebene Gewalt und Eskalation so mancher Szene und wie diese in das Gesamtbild passen. “Watchmen” ist ein guter Film, keine Frage. Doch den Eindruck, den er hinterlässt, verdankt er der starken Vorlage, ohne die Snyder womöglich aufgeschmissen wäre, denn etwas wirklich neues kann er dem nicht hinzufügen.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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9.0Herausragend

[...]Zack Snyder gelingt mit "Watchmen" eine nahezu bis ins Allerletzte ausgereizte Umsetzung der Kultsaga. Er begegnet der Vorlage mit viel Respekt, setzt sie annähernd mit dem Maximum an (möglicher) Genauigkeit um und erliegt nicht der eingangs erwähnten Verführung, den Stoff kommerziell auszuschlachten. "Watchmen" wird auf die Art, wie Snyder ihn umgesetzt hat, vielen nicht gefallen. Bei allen Schauwerten ist er nicht das Superhelden-Action-Spektakel, das viele erwarten werden und das fälschlicherweise nicht zuletzt durch das Marketing auch vermittelt wird. Wer aber die Geduld mitbringt, sich einmal eine ganz andere (Anti-)Heldengeschichte erzählen zu lassen, der wird von einer Story mit immensem Unterbau dafür nur umso mehr belohnt.[...]

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Strikerth

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Ich danke dir für diese wunderbare Kritk. Du hast all das auf den Punkt gebracht was ich machen wollte aber noch nicht dazu kam. Ich hoffe du hast meinen kleinen Beitrag dazu mit einfließen lassen und wenn nicht was solls. Wunderbar und applaus für einen der meinen neuen Lieblingsfilm perfekt in Szene gesetzt hat und dies zu verstehen vermag.


ChristiansFoyer

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Da danke ich erstmal, hab aber auch 'ne Frage: wie hätte ich denn deinen Beitrag mit einfließen lassen sollen, hab den Text immerhin im März geschrieben;)?


E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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7.0Sehenswert

"Watchmen", der Comic, steckt voller versteckter Spuren, arbeitet mit fein konstruierten Strukturen und entfaltet seine Geschichte mittels apokrypher Schriften in Anhängen (Autobiografien, Zeitungsausschnitte, usw.) quasi krossmedial. Der Leser wird zum Detektiv, der zurückblättert, Spuren und Anspielungen aufdeckt, Vergleiche anstellt und selbst die Zeitspanne wählt, für die er sich einem Panel oder einer Seite widmet. Das Kino, zumal das auf Klarheit und instantane Reize bedachte Blockbusterkino, unterliegt freilich ganz anderen Bedingungen. Schon deshalb, aber auch auf Grund seines komplexen Plots, galt "Watchmen" jahrelang als unverfilmbar, selbst ein Meister des skurril-verqueren Kinos wie Terry Gilliam ließ von dem Stoff bald wieder ab.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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5.0Geht so

Der heiß erwartete Watchmen unter der Regie von Zack Snyder (300) scheint in die Selbstzerstörung zu kippen. Der Film beginnt kraftvoll mit einer brutalen aber erfinderisch andersartigen Actionsequenz, zu der Melodie von Nat King Cole's Unforgettable. Während die Story sich jedoch entwickelt, setzt der Trott ein, der verworren und vergessenswert ist.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Trotz seiner optischen Finessen, des sehr sehenswerten Setdesigns und der in vielen Szenen ganz gelungenen Tricks, umweht Watchmen deswegen leider auch der Hauch eines Films der von einem Fanboy für Fanboys gedreht wurde. Das ist nicht schlecht, denn als Fan hat Synder gut daran getan die Story nicht ihres kontroversen Potentials zu berauben, es fehlt aber dennoch die künstlerische Eigenständigkeit, die eine Adaption ausmachen kann und die im Bestfall über die Qualitäten der Vorlage hinaus etwas Neues erschafft, das aus sich heraus Bestand hat.

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sushi25: movie-fan.de

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6.0Ganz gut

2 Stunden Vierzig Minuten Hintergrundinfo-bombardement, bei dem die Spannung etwas zu kurz kommt. Eher für "Sinn des Lebens- wer kontrolliert die Mächtigen"- Sucher, als für klassische Superheldenfans geeignet.

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sushi25

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Oh - für mich gibt es schon funktionierende Verfilmungen wie zB Ironman oder Dark Knight. Lies mal meine vollständige Kritik, vielleicht kannst Du meine Beurteiung dann einordnen.


Strikerth

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Stimme ich dir voll zu Potzkoten. Dies ist eine andere Superheldfenverfilmung. Und so sehr ich TDK und IM mag um so mehr hat Watchmen ein neues Superhelden Genre gebilded was mich schon fast mehr begeistert


GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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9.0Herausragend

Es war immer die Rede, dass es unverfilmbar sei. Mit filmischen Mitteln ist eine solche Epik und eine solche Narrative nicht umzusetzen, da war man sich bei J.R.R. Tolkiens Jahrhundertwerk sicher. Gleiches galt auch für einen anderen Roman, einen grafischen, ebenfalls aus der Feder eines der größten Autoren der Neuzeit. Allen Moores Watchmen war dazu berufen das Comicgenre - oder vielmehr das der grafischen Novelle - maßgebend zu beeinflussen. Fanboys und Kritiker versuchen sich bis Heute mit Lob zu übertrumpfen (die New York Times führt das Werk bis heute in ihrer Top 100 der besten Romane), und jeder der das Comic gelesen hat, kann sich seinem Bann auch nicht mehr entziehen. Kein Wunder also, dass es nicht lange dauern sollte, bis Hollywood diesen Stoff, der eigentlich anti-hollywood'scher kaum sein könnte, für sich entdeckte.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

«Watchmen» ist formal nicht vollständig überzeugend, inhaltlich aber durchgehend beeindruckend.

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TheCorey: MovieMaze

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1.5Ärgerlich

Nicht mehr und nicht weniger als die schlechteste Comicverfilmung, die ich je gesehen habe. Snyder filmt zwar Panel um Panel ab, achtet dabei jedoch nicht darauf, um was es eigentlich in den einzelnen Panels geht. So verstrickt er sich in Logiklöcher en masse, während er in Fragen der Besetzung, Masken, Musik und Kostüme mehr als despektierlich mit Moores Werk umgeht.

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PaJeRo

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Lächerliche Kritik. Ich respektier jegliche eigene Meinung, aber die Feststellung "schlechteste Comicverfilmung" ist höchst lächerlich!


uncut123

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frick76 bringt es aufn punkt


Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog

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9.0Herausragend

23 Jahre nachdem ein besonderer Mann namens Alan Moore einen Traum hatte von einer Welt voller psychisch kaputter Superhelden mitten im Kalten Krieg, nach vielen Rückschlägen, Enttäuschungen und einem Gerichtsprozess, können Comicnerds auf aller Welt nun endlich stolz das Haupt erheben und sagen: Yes, we can… watch the Watchmen!

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Moviesteve: Online

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10.0Lieblingsfilm

Zack Snyder, der mit der Frank-Miller-Adaption 300 erste Erfahrungen bei der cineastischen Umsetzung eines Graphic Novels gesammelt hatte, versteht sich meisterlich auf den Wechsel der Medien. Snyder kürzt und strafft, wo es möglich ist, nimmt sich Zeit, wo es nötig ist, und bleibt der Vorlage bei aller visuellen Modernisierung dermaßen treu, dass die Übergänge vom Leser zum Zuschauer und zurück fließend sind. Das besondere Verdienst des Regisseurs ist es, an jenen Stellen, an denen das Druckwerk ganz deutliche Bezüge zur langen Tradition der Superhelden-Comics aufweist, nun die entsprechenden Verweise auf die filmische Superhelden-Geschichte herauszuarbeiten.
(...)
Als problematisch und für den Erfolg des Films verhängnisvoll könnte sich allerdings die Erwartungshaltung uninformierter Kartenkäufer erweisen. Den gekonnt inszenierten Trailern zufolge bietet Watchmen scheinbar vor allem unglaubliche Schauwerte und massive Actionszenen. Doch dem ist nicht so. Watchmen ist eher dunkler Thriller, Dystopie, Dekonstruktion in gewaltigen Worten denn actionorientiertes Comic-Spektakel. (...) Gewalttätige Szenen mit besonders blutigen Einstellungen sind sehr prägnant und eindringlich, doch dienen sie stets der Illustration der Dramatik und Tragweite einzelner Entscheidungen und Handlungen der Charaktere.
(...)
Kann der Film auch für unbedarfte Zuschauer ohne den Subtext der jahrzehntelangen US-Helden-Tradition funktionieren? Zwar schwächt Snyders Version die Mystery-Elemente und das Motiv vom "Sturz des Superhelden" nicht zuletzt durch den dezent veränderten Schluss etwas ab und betont dafür die allgegenwärtige Angst vor einem wiederaufflammenden Kalten Krieg und der Eskalation globaler Konflikte. Doch wo die X-Men-Filme von Bryan Singer auch ohne jedes Comic-Vorwissen bestens zu verstehen waren, scheint die Thematik hier - trotz der überlangen Spielzeit von mehr als zweieinhalb Stunden - viel zu komplex, als dass man sie beim unvorbereiteten Sehen erfassen könnte. (...) Der Sammelband wird somit zur notwendigen Begleitlektüre vor oder nach dem Kinobesuch. Dies wiederum könnte den Film in den Augen mancher Kritiker zur bloßen Bebilderung des literarischen Meisterwerks degradieren.
(...)
Besser kann man die Vorlage wahrlich nicht auf die Leinwand transferieren. Aber Vorsicht: Das ist nicht der übliche Superhelden-Action-Film, das ist Comicfilm noir!

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Diese Verfilmung eines renommierten Kultcomics ist erst der dritte Film von Zack Snyder, doch schon mit seinem Regiedebüt - der eher undankbare Aufgabe, den Horror-Klassiker „Dawn of the Dead“ noch einmal neu zu verfilmen - konnte er eigene Akzente setzen. Dann kam mit „300“ der weltweite Erfolg und Hollywood lag dem 43-jährigen Ex-Werbefilmer zu Füßen. Der mag es in seinen Filmen gerne deftig, erweist sich zugleich aber als visionärer Ästhet des popig-postmodernen Kinos. So auch in seinem neuesten Werk, das durch eine komplexe, immer wieder neue Erzählebenen freilegende Dramaturgie besticht. Angesiedelt ist das Ganze 1985 in einem Amerika, das mit Hilfe des Superhelden Dr. Manhattan den Vietnamkrieg gewonnen hat und in dem Richard Nixon immer noch Präsident ist. Nachdem die maskierten Helden es beim Einsatz an der Heimatfront jedoch etwas übertrieben haben, werden sie von der Regierung in Frührente geschickt. Als einer von ihnen ermordet wird, beginnt Kollege Rorschach zu ermitteln und gelangt zu dem Ergebnis, dass auch die anderen Ex-Superhelden getötet werden sollen. Er versucht, seine ehemaligen Kameraden zu warnen, doch die wollen davon nichts wissen. Weniger einen klassischen Whodunit liefert Zack Snyder hier ab, vielmehr gewährt er intime Einblicke in das Seelenleben seiner gar nicht so strahlenden Superhelden. Diese zeichnet er als von (Selbst)zweifeln und Ängsten geplagte, innerlich zerrissene und eher zwielichtige denn Vertrauen erweckende Gestalten. Um sie herum skizziert er die düstere Dystopie eines moralisch bankrotten Amerikas, das sich selbst für übermächtig hält und in seiner Hybris sogar einen Atomkrieg mit der Sowjetunion heraufbeschwört. Vor diesem Hintergrund erschafft Snyder eine ebenso abgehobene wie aufregende, visuell im 80er-Jahre-Look durchgestylte und blutige Mischung aus Comicabenteuer, Science-Fiction-Fabel und Mystery-Thriller, die er mit liebevoller Detailverliebtheit und geschickt zwischen den Zeitebenen herumspringend erzählt. Da sehen wir dem talentierten Regisseur gerne nach, dass sein Film etwas zu langatmig geraten ist und er sich am Ende ein wenig vergaloppiert.

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Ines Walk: film-zeit.de

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3.0Schwach

Etwas langatmig, zu wenig Spannung. Zack Snyder hat zwar die eine und andere brillante Bild-Idee (er kommt aus der Werbung), aber in seiner Gesamtheit wirkt der Film eher dröge. Vielleicht hätte er sich nicht so sklavisch an die Vorlage halten sollen. Dieses Mal nimmt er die Sache auch viel zu ernst.

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Kommentare (465) — Film: Watchmen - Die Wächter


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Radagast07

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Bewertung9.5Herausragend

Für mich eine der besten Comic-Verfilmungen mit einem phantastischen Intro. Und obwohl er schwangere Frauen hinrichtet, ist der Comedian für mich der überzeugendste Charakter, weil er alles korrekt erfasst, erkennt und in seiner Darstellung grundehrlich ist, auch wenn seine Wahrheit sicherlich sehr unangenehm ist. Zack Snyder hat es schon drauf...

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Andy the X

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Der Comedian ist auch mein Lieblings-Charakter. Nicht weil er besonders sympathisch wäre, aber er ist der vielschichtigste aleer Charaktere (die alle sehr interessante Persönlichkeiten haben). Er ist böse, zynisch, frauenverachtend und gleichzeitig bedauernswert. Als er erfährt, was vor sich geht, bleibt ihm nur sein Erzfeind, um sich auszuweinen, weil er sonst niemanden hat. Exzellent geschriebener Charakter!


Trevedas

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Bewertung1.5Ärgerlich

He did it again! Zack Snyder beweist eindrucksvoll, dass er die Comics, die er scheinbar so liebt und daher auch gerne verfilmt, einfach nicht versteht. So war es schon bei dem zum Riefenstahl-Gedächtnis-Film verkommenen "300", so sollte es Jahre später beim missinterpretierten "Man of Steel" werden und am schlimmsten hat es leider "Watchmen" getroffen. Jene Graphic Novel, der vielleicht die heiligste aller Kühe im Comicuniversum darstellt.

War bereits die Kinofassung völlig missraten, so entpuppt sich beim Director's Cut und schliesslich auch beim Ultimate Cut das ganze Dilemma dieser gescheiterten Comicverfilmung. Denn Zack Snyder filmt lediglich ein Panel nach dem nächsten ab, ohne dabei wirklich zu wissen, was er da gerade vom Medium Comic ins Medium Film bringt. Zusammenhänge zwischen den Panels, warum diese so strukturiert sind, wie sie es im Comic sind, verlieren in der Filmfassung völlig an Bedeutung. Stattdessen kommt eine absolut holprige, springende Geschichte dabei raus, weil Snyder versucht filmisch einen Comic zu imitieren, statt ihn zu verstehen, zu interpretieren und ins Medium Film zu übertragen.

Aber dieses sklavische Abfilmen aufgrund Snyders Ehrfurcht vor dem Comic und seiner Unfähigkeit etwas eigenes aus diesem entstehen zu lassen, ist nicht einmal das einzige Misslungene an der Verfilmung. So werden zwar hauptsächlich die Panels zwar abgefilmt, jedoch optisch eine ganz andere Atmosphäre rübergebracht als in der Graphic Novel. Spielt diese noch in einer düsteren, trostlosen Welt und bewegt sich dort Rorschach durch eine dreckige, versiffte, rohe Stadt, so ist in der Verfilmung nicht viel davon übrig geblieben. Stattdessen herrscht die typische Snyder-Hochglanzporno-Optik (inklusive expliziter Gewaltdarstellung ohne Funktion, als reiner Selbstzweck gefilmt), die es dann auch selbstverständlich nicht schafft die Zeit, in der die Geschichte spielt, authentisch rüberzubringen. Von 80er-Jahre-Feeling, von Kalter-Kriegs-Atmosphäre ist hier nichts zu spüren. Alleine die Superheldenkostüme wirken, als wäre sie vom Set der kunterbunten "Batman & Robin" oder "Batman Forever"-Filme entwendet worden. Ganz zu Schweigen von den kläglichen Versuchen, durch einen willkürlich scheinenden Oldies-Mix, ein wenig Retro-Stimmung aufkommen zu lassen (der Vorspann mal ausgenommen).

Da verwundert es auch nicht, dass es bei der Figurenzeichnung genau so kläglich weitergeht wie bei der Optik und Atmosphäre. Dr. Manhattan verkommt zum blauen Eyecatcher, bei dem anscheinend mehr Zeit in die CGI gesteckt wurde, als in seinen Charakter. Ebenso wie Silk Spectre II und Nite Owl II, die wie hohle Figuren daherkommen, ohne einen Grund, warum man sich überhaupt für sie interessieren sollte, was dann in eine der wohl peinlichsten und dämmlichsten Sexszenen aller Zeiten mündet. Auch der an sich ambivalente Comedian, wird hier weitaus eindimensionaler dargestellt, als noch in der Comicvorlage. Doch weitaus schlimmer kommt Rorschach daher. Bei der "Hauptfigur" lässt es sich Zack Snyder (und seine Drehbuchschreiber) dann tatsächlich nicht nehmen ein paar Dinge aus dem Comic zu ändern bzw. wegzulassen.

So wird ein stinkender, ungepflegter Rorschach, der durch seine soziopathischen Züge und seine überbordene Selbstjustiz nicht ansatzweise als Identifikationsfigur dient, in der Verfilmung so glatt gebügelt, dass er für den Zuschauer auf einmal greifbar(er) wird. Wo er in der Novel durch seine Skrupellosigkeit und Schwarz-Weiss-Sicht auf die Welt, Unschuldigen die Knochen bricht, teils nur um an die Information zu kommen, ob die betreffende Person etwas Nützliches für seine Ermittlungen weiß oder nicht und in seinem Selbstjustizwahn vermeintliche Verbrecher aufgrund von Indizien kaltblütig ermodert, so ist davon in der Verfilmung entweder gar nichts zu sehen, oder dem vermeintlichen Verbrecher wird ein Geständnis in den Mund geschrieben, damit die Taten Rorschachs gerechtfertigt(er) erscheinen.

All diese kleinen und großen Dinge bei der Figurenzeichnung, bei der Optik, der Atmosphäre und der Narration der Geschichte führen dazu, dass "Watchmen" keine gelungene Comicverfilmung, sondern eher die schlechteste Comicverfilmung überhaupt darstellt. Sicher sind Catwoman, Daredevil und einige weitere Konsorten für sich genommen auch jenseits von Gut und Böse. Aber noch nie hatte ich bei einer Verfilmung eines Comics/Graphic Novel so sehr das Gefühl, dass die Macher sich kaum mit dem eigentlichen Inhalt der Vorlage und dessen Übertragung vom Medium Comic ins Medium Film gemacht haben. Warum auch? Comic für den Mainstream optisch wie inhaltlich glatt bügeln, während man die Panels abfilmt, geht ja auch, wie es leider den Anschein macht.

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Titan30

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Bewertung6.5Ganz gut

Wow. Ich muss diese Bewertung mit Vorbehalt abgeben, denn ich habe es nach bereits 3 oder 4 Versuchen noch nicht geschafft diesen Film fertig zu schauen. Die Frage ist warum, denn ich finde ihn eigentlich total interessant. Die Darsteller machen durchwegs einen guten Job, der Score ist auch genau mein Fall. Grundsätzlich gefällt mir die eher ruhige Machart des Filmes gut und die Story an sich ist auch nicht schlecht. Aber trotzdem habe ich es noch nicht geschafft zu ende zu schauen. Meine Frau findet ihn total langweilig und uninteressant, was man dem Film auch ankreiden könnte. Aber die Figuren sind durchwegs interessant und warum wurde er nun getötet der Comedian? Tja, vll. schaffe ich es Mal nicht einzuschlafen, denn ich will es irgendwann wissen :-)

Allein schon wegen der Musik im Film sehenswert. Obwohl wie bereits bemängelt möglicherweise etwas plump ausgewählt, aber ich finde in diesem Film absolut passend, da ja auch die Bilder eigen sind.

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Gordon_Gekko

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"...total langweilig und uninteressant, was man dem Film auch ankreiden könnte" Bitte? Ein Film, der auf dem einzigen Comic basiert, der von der TIME zu den Top100 englischsprachigen Büchern gewählt wurde, ist also vom Inhalt zu langweilig?
Ich könnte im Gegenteil eher verstehen, wenn man den Film als zu kompliziert/schwer zugänglich kritisiert, da alleine in den Anfangsminuten der Niedergang der Watchmen sowie die abweichenden historischen Begebenheiten für Nichtkenner des Comic zu schnell abgehandelt werden.
Aber eine Thriller/Krimi-Geschichte um einen ungeklärten Mord vor dem Hintergrund der nahenden Konfrontation der beiden Supermächte, als langweilig zu bezeichnen... da geh ich nicht konform ;)


Titan30

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Naja, nur weil die TIME einen Comic zu den Top 100 wählt heißt es noch lange nicht das es A: das der Film zum Comic zwangsläufig gut sein muss und B: ich sage ja nicht das er deswegen schlecht ist.

Der Film ist in der Erzählstruktur und Erzählweise etwas anders. Aber ich finde ihn ja gerade deswegen gut, nur wie ich im Eingangspost bereits erwähnt habe, es fällt mir trotzdem schwer den Film in einem Rutsch zu gucken. Ist mir noch nie bei nem Film passiert.

Speziell die Charaktere sind ja sehr interessant, und deshalb ist es auch kein typischer Superheldenfilm. die Action ist auch eher seltener vorhanden, zumindest was ich bisher sehen konnte.

Wenn ich ihn fertig gesehen habe gibts noch mal eventuell eine Anpassung der Wertung ;-)


Davdav

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Ich hab ein paar Szenen im Fernsehen
gesehen und muss sagen: Ich war noch nie ein
Fan von Blutfilmen.

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Davdav

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Danke :D


Desmond42

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Kann ich nachvollziehen :) ... Abgesehen von der übertriebenen Brutalität ist er aber echt gut.


Erlkoenig

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach meiner ersten Sichtung des Films vor zwei Jahren war ich sehr positiv überrascht - hätte ich ein solches Meisterwerk nicht annähernd erwartet. Die meisten Superhelden-Verfilmungen kommen doch immer ein wenig...sagen wir "teeniegerecht" daher: Hell, bunt, patriotisch, mit Witz - immer wieder für einen dämlichen Spruch oder einen Lacher gut.
Ganz anders als "Watchmen", der mit seiner durch und durch düsteren Grundstimmung sowie der ständig mitschwingenden gesellschafts- bzw. sozialkrische Betrachtungsweise frischen Wind in das Genre bringt. Damals hätte ich dem Film sicherlich die volle Punktzahl gegeben. Heute aber, nach dem zweiten Durchlauf muss ich doch Abzüge verteilen. Zum einen für die Überlänge des Films - zum anderen für das doch recht tragische Ende. Dann wäre der Film ohne den gottgleichen Mr. Manhattan noch ein wenig näher an der Realität gewesen. So aber driftet er mir doch zu sehr ins Fantastische ab.
Ich sehe Superhelden gerne als Menschen wie du und ich - Menschen, die sich durch langes Training und/oder das geschickte Ausnutzen von Technik einen Vorteil erarbeitet haben (Batman z.B.). Sie müssen verletzlich bzw. menschlich bleiben hinter ihrer Maskerade. Derartige Über-Geschöpfe wie Manhattan oder auch Superman sind nichts für mich. Es mag meine persönliche Meinung sein aber das hat dem Film nicht gut getan. Hätte man es nicht bei Ozymandias als Ober-Bösewicht belassen können? Das Zeug als klügster Kopf der Welt und seine physische Überlegenheit hätten dafür defintiv ausgereicht.
Aber nun gut. Als Fazit muss man wohl sagen, dass wir es bei "Watchmen" mit einer düsteren und sehr verbitterten Weltanschauung zu tun haben - verpackt in einem bildgewaltigen Kunstwerk, aufgebläht zu einem überlangen Epos. Definitiv ein Muss, wenn man auf Comicverfilmungen oder Action steht aber dennoch ein Film mit Schwächen.

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Desmond42

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Ein blau-leuchtender nudistischer Übermensch, ein auf Eulen basierender Batman-Abklatsch, eine sexistisch dargestellte Self-Made Superheldin, ein witzereißender vergewaltigender Anti-Held, ein Mörder mit Ganzkopfmaske die ihr Muster verändert, und ein Typ der außer hoher Intelligenz eigentlich nichts zur Handlung beizutragen scheint? Nein Danke!" Habe ich gedacht. Aber nachdem ich mich nach der Empfehlung eines Freundes doch noch durchgerungen habe, diesem Film zu schauen, war ich positiv überrascht. Allein für das Intro (und die auch im Rest des Films noch gute Musikwahl) hat es sich schon gelohnt, und trotz Überlänge wird der Film fast nie langweilig. (Völlig uninteressante Zusatzinfo: Wegen dem Mix aus wunderbar komplexer Story mit ungewöhnlicher Atmosphäre und grausam übertriebener Brutalität ist das der einzige Film auf Moviepilot, bei dem ich jede erdenkliche Wertung (von 0,0 bis 10) zu 100 % nachvollziehen kann.) Der "Batman-Abklatsch" Nite Owl kommt an den "dunklen Ritter" fast sogar heran, Silk Spectre hat mehr zu bieten als die üblichen Geschlechter-Klischees, der Comedian stirbt sowieso am Anfang (und stellt dennoch ein wichtiges Element des Films dar), Ozymandias (hoffentlich habe ich ihn jetzt richtig buchstabiert) kommt spätestens am Ende des Films auf geniale Weise zu einer tragenden Rolle, und Rohrschach ist sowieso mit Abstand der Beste. Nur, warum Dr. Manhatten keine Hosen trägt, habe ich bis heute nicht verstanden...

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Civil War

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Das mit dem konzentrieren kommt mir auch unbekannt vor. das mit der kälte ist natürlich offensichtlich. für ihn hat kleidung keinen nutzen.


Desmond42

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Mit der Konzentration wäre es jedenfalls eine sinnvolle Begründung. Denn wenn es für ihn anstrengend ist, ist es logisch, dass er keine Kleidung trägt. Ich sehe mir den Film sowieso bald nochmal an, dann achte ich darauf, ob sowas erwähnt wird. Vielleicht steht es aber auch nur in der Comic-Version...


NewSTARs

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Bewertung9.0Herausragend

Wow! Ich bin absolut sprachlos! Ich hatte schon die Befürchtung, dass er nicht an meinen Erwartungen herankommt. In den ersten dreißig Minuten musste ich mich erstmal einfinden in die verstrickte Handlung dieses Comic-Epos. Spätestens als "99 Luftballons" ertönte wusste ich, dass meine Erwartungen geschlagen werden. Dieser Stil, die Farben, dieser verdammt coole Soundtrack, die krassen Schauspieler (allen voran Jackie Earle Haley) und natürlich die GENIALE Erzählweise des Streifens machen ihn zu einem sehr beeindruckenden Filmerlebnis, welches zwar sehr gewöhnungsbedürftig ist aber dennoch von vorne bis hinten begeistert.

Anfangs war ich auch sehr skeptisch mit den 162 Minuten und dass es sogar einen Ultimate Cut gibt, der bei weitem länger geht als meine heimische Kinofassung. Doch jetzt, wo ich von dem Watchmen-Universum völlig überwältigt bin, MUSS ich mir den Ultimate Cut unbedingt geben! Mal abgesehen davon, dass es sogar noch ein Zwischending/Director's Cut gibt mit 25 Minuten mehr Laufzeit als die Kinofassung.

Da ich ein riesiger DC-Fan bin, der sogar Green Lantern einsame Spitze fand (ich weiß, wie viele Feinde ich mir damit mache), fühle ich mich umso mehr bestätigt, dass ich "Watchmen" stolz auf meinen Platz 2 der besten Comicverfilmungen aller Zeiten stellen kann. (Dicht gefolgt von "Sin City", mit "The Dark Knight" an der Spitze des Siegertreppchens.)

Diesen Film krieg ich sicherlich voerst nicht so leicht aus den Kopf.. SO gigantisch fand ich ihn! ..vorallem die Liebesszene zum Song "Halleluja".. Verdammt cool umgesetzt!

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NewSTARs

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Haha hätte ich mir bei dir denken können :D


JonnyvsSherlock

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Das Intro ist auch hammer genial!!;)


Ali34

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Bewertung4.0Uninteressant

Zack Snyder. Ich weiß ich werde wie ein hater klingen, aber ich wollte den Film nicht mehr sehen als ich seinen Namen sah. Warum kann ich Zack eigentlich nicht leiden. Ganz ehrlich: ich weiß es selber net. Er ist halt für mich dieser typische Arogante hollywood Typ.

Naja aber mal zum Film. Eigentlich gut, bis auf das scheußliche Ende, welches den kompletten Film zerstört hat

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craax

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vielleicht spürst du zutiefst den allerechtesten ur-faschistischen Geist, der >Watchmen< so ergründlich wie >300< aus jeder Pore entgegentrieft. Natürlich nicht endstadium-adolf-platt! Kennst du Alien? - da gibt es ein Ei. Sieht harmlos aus, öffnet sich wie eine Blume - klebt es dir dann erst auf dem Gesicht, sieht es wie diese besondere Art Hollywood-Sternkrake von Z.Snyder aus. Die Wenigsten sehen das vorher. Ich rieche das Braune Braune Braun-Affine, bevor es selbst überhaupt auf die Idee käme, sich als solches zu entscheiden : doch es ist längst bereit.


Dan92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man darf sich nicht von der Länge abschrecken lassen. Zwischendurch zieht es sich manchmal wirklich etwas, aber alles in allem ist Watchmen eine einzigartige Comicverfilmung! Allein der Vorspann mit Bob Dylan ist hervorragend. Storytechnisch und schauspielerisch auch top, wobei mir hier besonders gefiel, dass auf eher unbekannte Darsteller gesetzt wurde. Dazu noch diese düstere Atmosphäre, die mich jedes mal wieder in ihren Bann zieht, und schon hat man den ultimativen Abgesang auf gefallene Helden. Hier zeigt Zack Snyder endlich mal, was er wirklich drauf hat!

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B.Snyder

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein von vorn bis hinten düsterer Film, der eine coole Atmosphäre schafft, mit coolen Charakteren überzeugt und eine ordentliche Story hinlegt. Der Film leidet etwas durch die Länge. Ich würde ihn als "den etwas anderen Superhelden-Film" bezeichnen, da Snyder es geschafft hat mit diesem Film sich von anderen Comicverfilmungen abzugrenzen (und damit einen Superheldenfilm auf die Leinwand gebracht, der aus der Masse hervorsticht).

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Kamil90

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit Watchmen habe ich endlich noch eine der wenigen Comicverfilmungen anschauen dürfen, die auf meiner Nachhol-Liste ziemlich weit oben standen und obwohl ich doch ein klein wenig enttäuscht war, macht der Film auch vieles richtig.

Das hat man wohl der Vorlage zu verdanken: die Idee eine alternative Realität zu zeichnen, in der maskierte Superhelden bei historischen Kapiteln der Menschheitsgeschichte wie z.B. der Kennedy-Ermordung oder der Mondlandung präsent waren, ist in jedem Fall genial und lässt die Geschichte für mich wesentlich greifbarer und interessanter werden, als es beispielsweise mit den mittlerweile sehr abgehobenen Marvel-Verfilmungen der Fall ist. So ist der kalte Krieg mit seinen existenziellen Ängsten hier ein wichtiger Antriebsmotor der Handlung und sehr geschickt in den Verlauf der Geschichte eingebettet worden.

Fans der Vorlage loben zudem die Nähe der Visualisierung zum Comic-Buch, da Zack Snyder offensichtlich sogar einzelne Panels nahezu 1:1 in den Film aufgenommen hatte, ich, der die Comics immerhin noch nie in den Händen hielt, kann aber ebenfalls nur lobende Worte für den visuellen Stil finden, in den der Film eingekleidet ist: es liegt ein spezieller Ton in die Luft, eine gewisse Rohheit ohne jedoch das stilisierte Element eines Comic außer Acht zu lassen und gepaart mit nett choreographierten Action-Sequenzen, schönem Kostüm-Design und einer teilweise kompromisslosen Brutalität, ist 'Watchmen' definitiv ein Genuss fürs Auge gewesen.

Das große Problem des Films liegt aber vor allem in einem Wort: Dramaturgie. So nett das Universum und seine Handlungsprämisse auch anfangs anzuschauen sind, bei einer Länge von fast 3 Stunden hat man sich irgendwann am Stil satt gesehen und hofft vor allem auf eine spannend verdrahtete Geschichte, die einen zurück in die Welt des Films zieht. Leider hatte ich beim Schauen den Eindruck, als wäre so etwas wie ein stetig ansteigender Spannungsverlauf praktisch nicht-existent und dass der Film selber nicht so recht wüsste, wie er das Monstrum an Charakterkonstellationen, Rückblenden, historischen Rahmen, Action-Setpieces und einer dazu spannungsgeladenen Handlung zu stemmen habe, weshalb das Gefühl, dass ein Zahnrad geschmeidig in das andere greift, hier leider nicht aufkommt.

Dennoch gilt auch weiterhin: wer vom Marvel-Universum etwas müde geworden ist, das Comicfilm-Genre aber nicht vollständig verlassen will, sollte Watchmen allein schon wegen seines Stils eine Chance geben, auch wenn dieser allein nicht ganz ausreicht, um mich 3 Stunden lang zu packen.

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howartwollowitz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Comic mal düster.
DC's düsteres Team.

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TrunxX

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

nach der 5 Sichtung hat der Film einen festen Platz in meinem Herzen, hallelujah :)

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dertyp

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wer überwacht die Überwacher?

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Jenny von T

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Bewertung4.0Uninteressant

Noch nie habe ich Zack Snyder und mein Dashboard so verzagt erlebt. Sogar ausgewiesene Nicht-Fans des Regisseurs schlagen an meinem Browser-Seitenrand Purzelbäume vor Begeisterung und lassen großzügig Punkte kullern. Was ist nur passiert?
Ich sehe hier eine stark überfrachtete, aber eben auch arg konventionelle Comic-Verfilmung, die ihrer Vorlage wahrscheinlich nicht gerecht wird. Die Handlung ist relativ verschachtelt und umfangreich und kann jemandem, der mit der graphic novel nicht vertraut ist, eigentlich nur Fragezeichen aus sämtlichen Körperöffnungen quellen lassen, da der Gewichtung der Geschehnisse kaum Bedeutung beigemessen wird und man als Zuschauer schnell den Eindruck gewinnt, auch viel Irrelevantes an reinem, durchgehetztem Plot vorgesetzt zu bekommen – ob dies tatsächlich so ist, sei damit zwar noch nicht gesagt, Snyders missliches Pacing allerdings bringt mich, die nach ca. eineinhalb Stunden dann erstmal soweit ist, den Superhelden langsam ihre Namen zuordnen zu können, in Schwierigkeiten.
Es ist, als wolle man so wenig wie möglich vom Original abweichen, um eingefleischte Fans nicht zu verärgern und 158 Minuten werden so zu einem einzigen Kampf – allein bei dem Gedanken an die Existenz eines 215-Minuten Cuts nehmen meine Augenlider wieder beträchtlich an Gewicht auf. Trotz allen Bemühungen, die Makellosigkeit der eben doch nicht ganz so ehrenhaften Protagonisten kritisch auszuleuchten, falle ich darum offenbar noch lange nicht in die Zielgruppe.
Was nämlich jedenfalls auf der Strecke bleibt, ist jedwede Charakter-Dynamik (wie auch sonst einiges, was einen guten Film in meinen Augen ausmacht). In wenigen Momenten vermag ich es, mir vorzustellen, dass beispielsweise der "Comedian" eine Figur von moralischer Komplexität/Ambivalenz sein könnte, doch dazu bedarf es großer Energie (mindestens der eines Dr. Manhattan!), wenn Snyder – volle Kraft voraus - weite Teile davon in Zeitlupen-Gewalt und altbekannten Überwältigungs-Krawallmätzchen ertränkt.
Und es ist nun absolut nicht so, als hätte ich es nicht versucht mit Minutemen und Watchmen. Wenn bereits erwähnter Dr. Manhattan sich vor lauter Kummer auf den Mars beamt und seine Holde zu sich ruft, bin ich sogar nahe dran, hiermit als überhöhter, romantischer Idee meinen Frieden zu schließen, aber was dabei herauskommt, ist dann so überladen und cheesy, dass meine Synapsen noch am Ehesten die Verknüpfung zu Aronofskys Käsekuchen THE FOUNTAIN herstellen, ich am Liebsten ebenfalls auf einen anderen Planeten teleportiert werden würde und die Kerze neben mir schleunigst wieder auspuste, bevor es der dröhnende Film tut.
Überhaupt verdutzt es mich, wie beharrlich Form und Inhalt sich wechselseitig ein Bein stellen – wohl nicht einmal Tarkovsky wüsste hier, ob er schauen oder sehen soll. Dies ist besonders bedauerlich, denn hin und wieder bilde ich mir ein, bei Snyder so etwas wie eine Hingabe an visuelles Kino auszumachen, die beinahe zum Mitjubeln verleitet. Er überzeugt mich als begnadeter bildlicher Erzähler nach postmodernen Maßstäben - auf Musikvideo-Niveau; überfordert damit - oder verweigernd -, einen Rhythmus zu entwickeln, der auf Spielfilmlänge auch inhaltlichen Ballast stemmen kann, welcher mit allem optischen Aufwand mithalten würde.
Snyder ist sogar so begnadet, dass ihm anscheinend der Nachhall eines 6-minütigen Intros ausreicht, um vieles vergessen zu machen. Vergessen die epischen Fights gegen den Schlaf, vergessen das eher pubertär-anachronistische Einbinden von Simon + Garfunkel, Nenas "99 Luftballons", auf der anderen Seite Wagners Walkürenritt und - wenn es noch ein Klischee mehr sein darf - Mozarts Requiem, vergessen der Regie-Übermut, vergessen so mancher Dialog am Rande des Wahnsinns. Naja, fast.
Die Watchmen mögen - auch ohne eigene Bewacher - schlussendlich zur Ruhe gekommen sein, wir sowieso Normalsterblichen aber haben noch weitaus diffizilere Kaliber vor uns: Wer hält Zack Snyder im Zaum?

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LilQ

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Vielleicht würdest du den Film mehr würdigen, wenn du den Comic dazu liest. Denn dieser (Comic) ist, ohne Zweifel, ein Meisterwerk. Auch wenn der Film die Vorlage schwer stämmen kann, schafft er es eine leichte Ahnung von seiner Genialität zu übertragen. Was vielen anderen Filmen nicht einmal bei der hundertsten Verfilmung einiger komplexen Meisterwerke gelingt.


Jenny von T

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Ich glaube dir sogar gerne, dass der Comic nicht uninteressant ist. :-) Wenn ich den Film allerdings eigenständig bewerte, finde ich hier nur leider so gut wie gar nichts, das mich nachhaltig anspricht und mir entsprechend im Gedächtnis bleibt. Bin allerdings - wie gesagt - weder Zack Snyder- noch Superhelden-Fan. Wenn beides dann auch noch zusammenkommt, sieht's halt eher düster für mich aus.


GermanSnake

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Bewertung4.5Uninteressant

Keine Ahnung warum aber der Film war nicht so meins ... schade hab mir echt mehr von erhofft!

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riseoner

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immer diese Grammatik-Nazis


Nick_Dunlap

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Solange mans versteht ists relativ egal wies geschrieben ist. Zum Thema: Schade das dir der Film nicht so gefällt... Hab den bestimmt schon 20 Mal gesehen und kanns immer wieder tun.. Aber Geschmäcker sind ja verschieden. :)


Kommisar-X

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das INTRO ist einfach nur Weltklasse.

Der Film scheint einen manchmal zu verwirren (aber nicht wegen der handlung). Es komtm auch KEINE positive Stimmung in dem Film auf, und da samcht den Film super.

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offthewell

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Seh ich ähnlich! Bei Watchmen muss ich auch immer an das geniale Intro denken.


Feindbild_Mensch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Beklemmend, Spannend, Actionreich, Düster... Ein durch und durch genialer Film,
bei dem es mich überhaupt nicht wundert, das er in den VSA kein Erfolg wurde. Vor allem wenn man die Scene sieht, in welcher Night Owl und The Comedian gegen einen Mob stehen, inmitten von totaler Anarchie. Zitat: "was ist mit uns geschehen... und dem amerikanischen Traum? The Comedian: ...Er ist Wahr geworden, da siehst du ihn... "

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JonnyvsSherlock

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Bewertung10.0Herausragend

“Rorschach's Journal: October 12th, 1985. Tonight, a comedian died in New York.“

Meine Fresse, was für ein furioser Einstieg. Erst eine brachial grandios inszenierte Mordszene, dann das Intro. Bob Dylan's "Times They are Changing" stimmt uns innerhalb drei wundervoller Minuten in das geschichtlich verwirrte, kritische Chaos des Watchmen Universums. Mit genialen Seitenhieben, wie den berühmten Kuss am Times Square mit zwei Frauen nachzustellen, nur um die beiden ein paar Sekunden später in einer Blutlache mit zugehöriger Warnschrift "Lesbian Whores" zu zeigen. Damit wird gleich klar gemacht, dass der Film keine Gefangenen macht. Er ist ein Gesellschaftsspiegel, der den Abstand zu einer vergangen Zeit nutzt, um die kritische Schmetterzange über sozialpolitsche Probleme zu schwingen.
Kurz nach diesem umwerfenden Intro wird gleich einer der faszinierendsten Charaktere der Filmgeschichte eingeführt.

“This city is afraid of me. I have seen its true face. The streets are extended gutters and the gutters are full of blood and when the drains finally scab over, all the vermin will drown. The accumulated filth of all their sex and murder will foam up about their waists and all the whores and politicians will look up and shout "Save us!"... and I'll look down and whisper "No." They had a choice, all of them. They could have followed in the footsteps of good men like my father or President Truman. Decent men who believed in a day's work for a day's pay. Instead they followed the droppings of lechers and communists and didn't realize that the trail led over a precipice until it was too late. Don't tell me they didn't have a choice. Now the whole world stands on the brink, staring down into bloodly Hell, all those liberals and intellectuals and smooth-talkers... and all of a sudden nobody can think of anything to say.”

Rohrschach ist auf den ersten Blick mit das unmenschlichste Wesen, was einem hier unterkommen mag. Zynisch, undurchschaubar, pessimistisch, ein schwarzweißes Tuch über dem Kopf. Tatsächlich kann er zwar auch genauso bitterböse sein, wie wir ihn uns vorstellen. Allerdings mausert sich immer mehr zu einer Figur, die unter all den "Menschen" der einzig humane zu sein scheint. Da ist der mordende, vergewaltigende Comedian, der das Gesicht der Gesellschaft auf seine eigene komische Art durchschaut, ohne auch nur eine Sekunde etwas daran ändern zu wollen. Nein er lebt den amerikanischen Traum, nach seinen Vorstellungen. Da gibt es den wohl einzigen Superhelden im klassischen Sinne, Dr. Manhattan. Dieser denkt aber absolut pragmatisch und scheinbar ohne ein Herz. All diese Charaktere machen den Film aus. Die Vielschichtigkeit der Figuren ist hier absolut einzigartig. Man denkt wirklich mit jedem Einzelnen mit und setzt mich mit dessen moralischen Konflikten auseinander.
Auch das geniale Ende ist ein moralischer Konflikt. Ein absolut krasser Moment, für den man bereits viel Zeit investieren musste. 163 Minuten -und das gerade mal in der kürzesten Version- sind schon ein hübsches Sümmchen. Aber diese vergehen schon fast wie im Flug. Der Film ist ein einziger inszenatorischer Orgasmus. Jedes Bild ist ein modernes Gemälde, jeder Ton ein atmosphärischer Geniestreich. Das war Zack Snyder zwar sowieso zuzutrauen, gehört aber in diesem Fall zu einem grandiosen Gesamtkonzept. Dazu gehören niveauvolle Dialoge und eine perfekte Dramaturgie zwischen Krimi, Thriller und Gesellschaftssatire. Verpackt als brutale Deformierung des Superheldengenres.
Nach nun mehrmaliger Sichtung des Films liebe ich jeden Bruchteil dieses Meisterwerks. Zufallsmäßig angefangen beim Soundtrack. Ob Mozart's "Requiem", Wagner's "Wallkürenritt", Leonard Cohen's "Hallelujah", Dylan's "The Times They are Changing", oder einfach nur Tyler Bates blutgefrierende Hollywood Mucke. Zu jeder Zeit wird hier eine grandiose Stimmung erzeugt. Die ständig in Bewegung gehaltene Kamera ist auch ein Wunderwerk. Man nimmt sich dabei Zeit und setzt dann an den richtigen Stellen trotzdem rasante Schnitte. Überhaupt profitiert der ganze Film von dieser gewissen Ruhe. Die Geschichte wird über eine zeitliche Tragweite erzählt, die einem wirklich das Gefühl von historischen Superhelden vermittelt. Und dabei wird man auch unglaublich zum Nachdenken angeregt. Gut und Böse existieren nicht. Identifikationsfiguren werden zu Bösewichten, Arschlöcher zu Helden und Dummköpfe sterben ganz einfach. "Watchmen" ist auf seine ganz eigene Art und Weise dreckig und grausam. Wir werden in eine Parallelwelt gezogen, die der unseren auf den zweiten oder dritten Blick gar nicht so unähnlich sieht.
Zack Snyder hat mit diesem Film ein bahnbrechendes, komplexes Meisterwerk geschaffen, dass sich innerhalb der Comicverfilmungen einen ähnlich unerreichbaren Platz ergattert wie "The Dark Knight".

“I heard a joke once: Man goes to doctor. Says he's depressed. Says life is harsh and cruel. Says he feels all alone in a threatening world. Doctor says, "Treatment is simple. The great clown Pagliacci is in town tonight. Go see him. That should pick you up." Man bursts into tears. Says, "But doctor... I am Pagliacci." Good joke. Everybody laugh. Roll on snare drum. Curtains.“

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Hueftgold

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Besser hätte ic hes nicht ausdrücken können! Chapeau!


JonnyvsSherlock

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@Drehmumdiebolzen
Danke;) Du solltest ihm unbedingt eine Chance geben!!! Und, mal nebenbei, MoS hab ich auch gehasst...

@Heisenberg
Vielen Dank;D

@Hueftgold
Dankeschön:D


TheNoseman

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Bewertung9.0Herausragend

Ich halte es übrigens für eine ziemlich schlechte Idee, sich direkt an der Eisabbruchkante anzusiedeln, vor allem mit einem solch bedeutendem Hausrat.

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