Weiße Nächte
Le Notti bianche (1957), IT/FR Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.02.1958
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mit Maria Schell und Marcello Mastroianni
Als Mario (Marcello Mastroianni) eines Nachts Natalia (Maria Schnell) trifft, ist er sehr angetan von der jungen Frau. Nach und nach verliebt er sich in sie, muss aber bald feststellen, dass sie bereits mit einem anderen Mann liiert ist. Der ist aber bereits seit fast einem Jahr ohne Erklärung verschwunden.
Cast & Crew
-
Maria Schell
-
Marcello Mastroianni
-
Marcella Rovena
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vermieterin
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Maria Zanoli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dienstmädchen
Schauspieler
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Suso Cecchi D'Amico
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Weiße Nächte
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Kommentare (4) — Film: Weiße Nächte
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/05/20 01:49:47
Kommentar löschenIch möchte heulen. Es tut weh. So viel Trauer und Leid habe ich bei einem Film seit Brief Encounter (der übrigens mehr oder weniger die gleiche Thematik hat wie dieser hier) und Hiroshima, mon amour nicht gespürt. Viscontis tieftrauriges, zum Weinen schönes und herzergreifendes Liebesdrama zeigt, dass Liebe sowohl wunderschön als auch schmerzhaft sein kann - und zwar gleichzeitig. In Le Notti bianche wirken die beiden Worte "Ti amo" keinesfalls kitschig, sondern magisch und echt. Ein charmanter Marcello Mastroianni (<3), den man am liebsten ganz fest in die Arme nehmen würde und der selbst dann einen unbeschreiblichen Zauber ausstrahlt, wenn er erkältet im Bett liegt und eine nicht weniger wundervolle Maria Schell geben ein Paar ab, dessen Beziehung trotz einiger Lichtblicke, die für Hoffnung sorgen, unter keinem guten Stern steht. Dabei ist jede Szene unbezahlbar. Über die visuelle Ästhetik muss ich wohl nichts sagen. Vielleicht aber etwas zum Soundtrack: Nino Rota beweist hier wieder einmal, warum er zu meinen absoluten Lieblingskomponisten gehört, indem er den Film mit seiner passenden Musik unterstützt und bereichert. Am Ende erfüllt es mich einerseits mit Schmerz, zu wissen, dass es sich "nur" um einen Film handelt, andererseits mit Erleichterung. Irgendwie ist es ebenso ein Schlag ins Gesicht. Le Notti bianche ist - und das sage ich in aller Aufrichtigkeit - einer der schönsten traurigsten Liebesfilme, die es gibt.
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hoffman587 2012/05/20 01:52:48
Antwort löschenDer Herz ist absolut gesetzt, da kann ich nur einsteigen Marcello <3 oder Forever. :)
Markbln 2012/04/12 12:36:30
Kommentar löschenDie Vorzüge von "Notti Bianche" haben die beiden Vorgänger bereits treffend genannt. Der Grund, warum der Film nicht so im Fokus von Viscontis Werk steht, eigentlich der erfolgloseste war, könnte die Tatsache sein, dass er einfach ZU schön ist, seine Bilder die Geschichte dahinter überlagern. Die gewollte Künstlichkeit ist ein weitere Aspekt, genauso wie die schwergewichtige literarische Vorlage von Dostojewski. Dass die Kurzgeschichte "Weiße Nächte" von Russlands Dichterikone ja in St. Petersburg spielt und ihr die dortigen hellen Sommernächte zugrunde liegen, ist bei der dunklen Schwarzweiß-Version der italienischen Studioverfilmung zwangsläufig etwas verkehrt.
Aber genau hier zeigt der Theatermann Visconti sein ganzes Können. Er fängt die Grundstimmung der traurigen Geschichte kongenial ein. Auch Maria Schell, die Heulsuse, habe ich nie wieder so bezaubernd gesehen wie hier. Und auch nicht so "brutal".
Alles in allem aus der Distanz von heute sicher nicht Viscontis Meisterwerk, aber ganz und gar ein Stück Kunst, das die Handschrift des Meisters vollends trägt. Die Kritik, die den Film damals veriss, war nur sauer auf Visconti, weil er ihre Erwartungshaltung, einen weiteren Neorealismusklassiker zu sehen, enttäuschte.
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filmfan90 2011/01/14 22:32:04
Kommentar löschenLuchino Viscontis Verfilmung der Novelle „Weiße Nächte“ aus der Feder Dostojewskis ist vor allem eines: eine großartig erzählte, traurig- schöne Liebesgeschichte.
Der einsame Träumer Mario trifft eines Nachts auf die verzweifelte Natalia, die seit einem Jahr sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Verlobten Tenant wartet, und verliebt sich in sie. Die beiden schließen Freundschaft und treffen sich auch an den folgenden Abenden. Allmählich sieht Natalia ein, dass die Hoffnung auf die Rückkehr ihres Geliebten aussichtslos ist, und sie beginnt, Marios Zuneigung zu erwidern- doch dann nimmt die Geschichte eine tragische Wendung…
„Le Notti Bianche“ gehört zu jenen Filmen, die keiner wortreichen Erläuterungen bedürfen, um der Faszination, die sie auf den Zuschauer ausüben, gerecht zu werden. Die eher konventionelle Handlung erscheint angesichts des hervorragenden Leistungen der beiden Hauptdarsteller geradezu nebensächlich, vielmehr bietet sie Maria Schell und Marcello Mastroianni die Möglichkeit, ihre Rollen außerordentlich facettenreich und differenziert zu interpretieren.
Dieses Meisterwerk, das gewissermaßen das „Kabinettstück“ innerhalb der umfangreichen Filmografie Viscontis darstellt und die endgültige Abkehr des Regisseurs von seiner neorealistischen Schaffensphase markiert, lebt von seiner optischen, sowie dramaturgischen Brillanz und ist zudem noch mit der wundervollen Musik Nino Rotas unterlegt. Visconti zeichnet das Bild einer tristen Welt voller Raufbolde, Flittchen, Obdachloser und Vergnügungssüchtiger- in genau diesem Umfeld entsteht eine derart intensive, aufrichtige Liebe zwischen zwei gesellschaftlichen Außenseitern, die doch von der ersten Begegnung der Protagonisten an zum Scheitern verurteilt ist.
„Le Notti Bianche“ ist ein filmisches Juwel- einzigartig in seiner Inszenierung und unerreicht in seiner schlichten Schönheit.
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filmfan90 2011/01/14 22:41:01
Antwort löschenMit Sicherheit, nur würde man die heutzutage wohl anders bezeichnen.^^
filmfan90 2011/01/14 22:51:58
Antwort löschenVielen Dank, ich glaube es ist mir noch nie so schwer gefallen, einen Kommentar zu einem Film zu schreiben (da ergeht es mir wohl ähnlich wie meiner Vorrednerin); Le notti bianche ist einfach überwältigend, ich kann nur Werbung für dieses leider viel zu unbekannte Meisterwerk machen!
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Billmaik 2011/01/15 02:35:19
Antwort löschenDem Lob schließe ich mich gerne an!
filmfan90 2011/01/15 18:02:50
Antwort löschenDanke, danke. :)
boxcarsboxcars 2009/02/04 14:44:29
Kommentar löschenIch weiß, dass man immerzu dazu neigt, die gerade erst gemacht, die aktuellen Erlebnisse über längst vergangene oder vor geraumer zeit gemachte stellt. Und mir ist weiterhin auch klar, dass das zu einer ewigen Dauerschleife von solchen Phrasen wie 'noch nie', 'zum ersten Mal' usw. führt. Darum will ich mich so weit wie irgend möglich - inwiefern das überhaupt möglich ist, wird man sehen - zurückhalten und nicht überschwänglich werden.
Dennoch: Das einzige Filmerlebnis, dass mich in den letzten vier oder fünf Monaten so sehr beeindruckt hat wie 'Le Notti Bianche' war, als ich zum ersten mal 'Vivre sa vie' im Kino sah. Sind mir bei dem noch etliche Gründe eingefallen, weshalb mich das aus dem Sessel geklopft hat, bin ich nun ratlos. Ich weiß keinen Grund, das einzige, was ich weiß, ist dass dieser Film wunderwunderschön ist. Und zwar so wunderschön, dass er einen nicht nur am Ende weinen macht. Ich kannte die Dostojewski Vorlage bereits, die Geschichte kam mir also nicht spannend vor oder etwas in der Art. Aber das war auch nicht wichtig, ich wusste, wie es ausgeht und ich bin davon überzeugt, dass jeder, der sich nur ansatzweise mit Visconti oder Dostojewski auskennt, das auch weiß, weil es nicht anders geht. Aber trotzdem sitzt es so tief danach, der Stachel, der in den letzten zehn oder fünfzehn Minuten in's Herz dringt, ist nicht mehr rauszukriegen.
Ich möchte noch anfügen, dass ich falsch an 'Le Notti Bianche' herangegangen bin. Da ich die Vorlage kannte und den Film eigentlich nur zur Komplettierung meiner Visconti'lektüre' schauen wollte, aus universitären Gründen. Gucken und Abhaken war eigentlich die Devise. Aber spätestens und wirklich aller spätestens ab der Szene im Tanzlokal - in der Visconti nebenbei erwähnt sämtliche Godardtanzsequenzen vorwegnimmt - war es ein einziges Staunen, Zittern und Schütteln.
Gerade, weil ich den Eindruck habe, als würde dieser Film in Viscontis gigantischem Werk untergehen und aufgrund von Ludwig, dem Leopard, Der Tod in Venedig oder Rocco und seine Brüder weniger Präsenz besitzen, will ich, dass unbedingt zur Kenntnis genommen wird, dass 'Il Notti Bianche' nicht nur wegen zwei fantastischer Schauspieler absolut sehenswert ist, sondern auch aufgrund der gnadenlosen Schönheit, die jedes Bild, jede Einstellung in jedem Atemzug begleitet.
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