Weißer Oleander

White Oleander (2002), DE/US
Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.02.2003

6.8 Kritiker
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
365 Bewertungen
11 Kommentare
Weißer Oleander - Bild 6523581
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von Peter Kosminsky, mit Robin Wright und Renée Zellweger

Als die exzentrische Künstlerin Ingrid (Michelle Pfeiffer) erfährt, dass ihr Lebensgefährte Barry sie verlassen will, dreht sie durch: Sie vergiftet den Geliebten mit einem tödlichen Oleander-Extrakt. Hauptleidtragende dieses Verbrechens aus Leidenschaft ist ihre Tochter Astrid (Alison Lohman), die nach der Inhaftierung der Mutter die typische Karriere eines Waisenkindes antritt: Halt- und orientierungslos wird die 15-Jährige von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht. Erst unter der liebevollen Obhut der unglücklich verheirateten Claire (Renée Zellweger) findet Astrid die Kraft und Reife, sich aus dem Schatten der übermächtigen Mutter zu befreien, die sogar vom Gefängnis aus mit Argusaugen über die Entwicklung ihrer Tochter wacht.

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Kritiken (2) — Film: Weißer Oleander

Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa

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9.0Herausragend

Mit dynamischem Erzähltempo und einer stets ruhelosen Kamera vermittelt Kominsky nahezu authentisch das Wechselbad der Gefühle, das sie dabei durchläuft. Durch die wohldosierte Mischung aus nüchterner Beobachtung, emotionaler Schilderung und beklemmender Intensität gelingt es dem Regisseur, ein nuancenreiches Bild der verschiedenen Stimmungslagen zu zeichnen. Als Katalysator fungiert die zwiespältige Mutterfigur, der Pfeiffer eine subtile diabolische Note verleiht.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Weißer Oleander ist eine ebenso schockierende wie vielschichtige Psychostudie über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Mit Hilfe von Rückblenden und der Erzählperspektive des Mädchens gelingt es Regisseur Peter Kosminsky, die Allgegenwart der Mutter den ganzen Film über spürbar zu machen. Bemerkenswert ist vor allem, dass die exzentrische, von Michelle Pfeiffer grandios gespielte Heldin trotz ihrer Versäumnisse und Fehler nicht den Stempel einer Rabenmutter bekommt.

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Kommentare (9) — Film: Weißer Oleander

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angelmoonsoul

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Weißer Oleander ist ein sehr schöner sowie auch trauriger Film. Die Hauptdarstellerin Alison Lohman spielt ihre Rolle sehr überzeugend! Auch Michelle Pfeiffer & Robing Wright Penn spielen sehr gut!!

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der-verrückte-hutmacher

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme überhaupt!
Abgesehen von der perfekten Besetzung, geht dieser Film einem so nahe wie fast kein anderer. Die Besonderheit, die ihn so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass die Story an sich sehr traurig ist aber der Film einen dennoch nicht deprimiert sondern einen warmen nachklingenden Effekt auf den Zuschauer hat.
Die zarte, gefühlvolle Filmmusik von Thomas Newman unterstreicht die emotionale Reise, auf die die Hauptdarstellerin Alison Lohman sich begiebt.
Alison Lohman besitzt die Fähigkeit, dass der Zuschauer immer ihre Lage nachempfinden ,und alles was sie tut nachvollziehen kann.
Man sympathisiert sofort mit ihr, da sie einem auf so natürliche und überzeugende Weise nahebringt, wie sie sich fühlt.
Michelle Pfeiffer spielt die kühle, abgebrühte Mutter so überzeugend, dass man es ihr auf der einen Seite unglaublich übel nimmt, ihrer Tochter so viel zuzumuten und aufzubürden weil sie von Egoismus zerfressen ist.
Dennoch hinterlässt der Film beim Zuschauer nicht ausschließlich das Gefühl, dass Ingrid eine Rabenmutter ist.
Man glaubt es Astrid, als sie am Ende des Films sagt, dass ihre Mutter sie trotz allem liebt.Der Zuschauer versteht, dass diese verquere Art von Liebe, dennoch eine echte Liebe ist, die nur durch schlechte Eigenschaften verdeckt wird.
Natürlich nicht zu vergessen, hat auch Renée Zellweger die Rolle der zarten, gütigen Mutter als starker Kontrast zur beherrschenden, ichbezogenen Mutter grandios gespielt.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Shame on you ARD! Da hat das "erste deutsche Fernsehen" schon richtige Schwergewichte im Archiv und dann werden diese im unerträglichen Nacht-Programm am Publikum vorbei gesendet. Aber genug gebasht, kommen wir zum Film. "Weißer Oleander" ist ein faszinierend anderes Drama, das auf dem Buch von Janet Fitch basiert. Im Mittelpunkt steht der erschütternde Selbstfindungs-Prozess von Astrid, der fünfzehnjährigen Tochter der Künstlerin Ingrid. Das enge Verhältnis der beiden endet abrupt und brutal, als Ingrid des Mordes an ihrem "Freund" überführt wird. Mit dem Moment von Ingrids Abführen durch die Polizei ist auch Astrids altes Leben vorbei. Das Jugendamt übernimmt ihre Vormundschaft und für das Mädchen beginnt eine Odyssee durch die Pflege-Familien und Heime. Für Astrid ist es eine mitunter brutale Abnabelung: Mütterliche Liebe erfährt sie kaum. Stattdessen landet sie zunächst bei einer ehemaligen Stripperin, die das Mädchen mit dem Eifer einer neubekehrten Christin retten will. Und dann regelrecht abstößt, weil sie ihm Mädchen eine sexuelle Konkurrentin wittert. Die Heime bedeuten vor allem eins: schnelles, knallhartes Erwachsen-Werden. Die Mädchen sind meist eine fiese Meute, bei denen man nur mit Gewalt-Bereitschaft etwas erwirken kann. Aber das heißt nicht, dass wir Astrid dabei zusehen, wie sie zu einem abgehärteten, tendenziell kriminellen Subjekt wird. Sie will ihren Seelenfrieden aufrecht erhalten, sehnt den Besuchen zu ihrer Mutter entgegen und erlebt sogar echte Liebe. Einmal auch in Gestalt der Aktrice Claire, aber dieses Glück ist sehr zerbrechlich und endet tragisch. Umso erschütternder, dass Astrid sich letztlich von ihrer Mutter lösen muss, die ihr Kind aus den Gefängnis-Mauern heraus an sich reißt. "Weißer Oleander" ist kein gewöhnliches Jammerspiel, bei dem uns ein armes Mädchen vorgeführt wird. Der Werdegang und die Entwicklung Astrids erstaunen, bewegen und überzeugen, weil der Film es schafft, das andere Amerika zu zeigen. Ein Land, in dem Fürsorge und Erziehung eben nicht von gebleachten Unschulds-Engel im Messias-Gewand übernommen wird. Dabei will der Film auch nicht eine bittere Anklage gegen das System vorlegen, er zeigt einfach nur, dass es oberflächlich und innerlich/seelisch nicht so einfach ist, ein junges Mädchen durch jene Instanzen zu schleusen. Alle Beteiligten tragen zu dieser glaubwürdigen Aussage bei - seien es nun Bill Connolly, Renée Zellweger oder Robin Wright Penn. Aber ganz klar dominiert wird dieser Film von Michelle Pfeiffer als zugleich egozentrisches und liebendes Mutter-Monster und Alison Lohman. Lohman fiel schon in anderen Rollen richtig auf, aber diese Hauptrolle meistert sie in einer ihrer stärksten Performances überhaupt. Wer weiß, ob dieser Film noch so beeindruckend klasse wäre, wenn eine andere ihren Platz eingenommen hätte.

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mikkean

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Die "Ya-Ya-Schwestern", oh je. Die spielen in einer gänzlich anderen Liga, weit unterhalb von Kreisliga. Von solch schmalzenden Dingen kann hier keine Rede sein.


cecile

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Ich hab den Film auch zufällig im ARD gesehen, als ich eigentlich schlafen gehen wollte :) Was ein Glück, dass ich ihn doch angesehen habe!


AylaView

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr ruhig und sehr klasse gespielt, allen voran Michelle Pfeiffer und Alison Lohman. Der Score unverwechselbar von Thomas Newman unterstreicht die ganze Atmosphäre des Films hervorragend.

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jlorenz1

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Bewertung7.5Sehenswert

Herrlich amerikanisch unamerikanisch, um am Ende wieder doch unerträglich amerikanisch zu sein. Schonungsloses und überzeugendes Tochter-Mutter-Dramas aus der Sicht der heranwachsenden Tochter, die nur ein Spielball in der Erwachsenenwelt ist ... Überzeugende und starke schauspielerische Leistung von Alison Lohman & Michelle Pfeiffer

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mipjecjenah

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unglaublcih toller Film. Michelle Pfeiffer überzeugt total. Einfach KLASSE!!

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mipjec412

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich finde bis jetzt ist das michelle pfeiffers beste performance in einem film ich fand nirgendwo überzeugender...außerdem spielt sie so eine rolle nicht alle male...ein must-see!!!

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DoM

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Bewertung7.5Sehenswert

Die "kranke" Beziehung zwischen Mutter und Tochter kann glaube ich nicht besser darfgestellt werden - hier ueberzeugen Pfeiffer und Lohman absolut. Allerdings topt die gesp. Tochter die Leistung ihrer Mutter nochmals. Zellweger macht ihre Sache auch solide, wirkt fuer mich aber ein wenig fehlplatziert.
Ansich ist der Film auf hohem Niveau und ist gerade wegen seiner Thematik (und der super Inzenierung) nicht unbedingt etwas fuer einen Videoabend. Teilweise sehr zynisch und bitter-ernst. Sehenswert.

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Slow-show

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wirklich sehr schöner Film mit einer hervorragenden Michelle Pfeiffer. Hier wird sehr schön veranschaulicht wie schmal der Grad zwischen mütterlicher Liebe und Wahnsinn sein kann.

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