Wendy and Lucy

Wendy and Lucy (2008), US
Laufzeit 80 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 22.10.2009

7.9 Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
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19 Kommentare
Wendy and Lucy - Bild 2328250
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von Kelly Reichardt, mit Michelle Williams und Will Patton

Wendy hat nicht mehr als ein paar Dollar in der Tasche. Zusammen mit ihrer Hündin Lucy wohnt sie in einem alten Honda, der sie nach Alaska bringen soll, wo sie auf einen Job in einer Fischfabrik hofft. Doch mitten im Nirgendwo gibt das Auto seinen Geist auf, was sich als Beginn einer großen Pechsträhne erweist. Wendy wird beim Stehlen von Hundefutter erwischt und während sie in Gewahrsan ist, verschwindet auch noch Lucy. Obdachlos und ohne Geld macht sie sich verzweifelt auf die Suche nach der Hündin. Ein alter Wachmann, den Wendy während ihrer Suche trifft, hat als einziger Mitleid mit der jungen Frau und versucht sie nach Kräften zu unterstützen. Fern jeder Sozialromantik schafft Kelly Reichardt ein sehr genaues Bild des Kapitalismus, in dem auf der Erfolgsleiter nach oben alles möglich scheint, der Absturz aber sehr viel wahrscheinlicher ist und der einzelne Mensch nicht mehr viel Wert hat. Michelle Williams spielt diese junge Frau, die trotz aller Widrigkeiten mit Würde und Stolz versucht, in dieser Gesellschaft zu überleben unglaublich authentisch und kraftvoll.

HandlungWendy (Michelle Williams) hat nicht mehr als ein paar Dollar in der Tasche. Zusammen mit ihrer Hündin Lucy wohnt sie in einem alten Honda, der sie nach Alaska bringen soll, wo sie auf einen Job in einer Fischfabrik hofft. Doch mitten im Nirgendwo gibt das Auto seinen Geist auf, was sich als Beginn einer großen Pechsträhne erweist.

Wendy wird beim Stehlen von Hundefutter erwischt, und während sie in Gewahrsam ist, verschwindet auch noch Lucy. Obdachlos und ohne Geld macht sie sich verzweifelt auf die Suche nach der Hündin. Ein alter Wachmann (Walter Dalton), den Wendy während ihrer Suche trifft, hat als einziger Mitleid mit der jungen Frau und versucht sie nach Kräften zu unterstützen.

HintergrundFern jeder Sozialromantik schafft Kelly Reichardt (Old Joy) ein sehr genaues Bild des Kapitalismus, in dem auf der Erfolgsleiter nach oben alles möglich scheint, der Absturz aber sehr viel wahrscheinlicher ist und der einzelne Mensch nicht mehr viel Wert hat. Michelle Williams spielt diese junge Frau, die trotz aller Widrigkeiten mit Würde und Stolz versucht in dieser Gesellschaft zu überleben unglaublich authentisch und kraftvoll.

QuellenPresseheft des Verleiher Peripher

Weiterführende Informationen
Wendy And Lucy auf moviepilot.de

Wendy And Lucy Trailer auf moviepilot.de
Wendy and Lucy – Pressespiegel auf film-zeit.de

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Kritiken (9) — Film: Wendy and Lucy

peter-noster: Mostly Movies

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8.0Ausgezeichnet

Simpler kann ein Film kaum sein und er kann doch so viel aussagen. Wendy will nach Alaska, um dort mit ihrem Hund Lucy ein neues Leben zu starten. In einer Kleinstadt in Oregon bleibt jedoch ihr Auto liegen. Ohne Geld für die Reperatur ist Wendy in der Stadt gestrandet. Es entstehne Probleme mit den Autoritäten, die auch ein Kontakt mit zu Hause nicht lösen können. Die Problem, die zu Wendys Flucht führten, bleiben vage. Michelle Williams als Wendy trägt den Film mit einer Ernsthaftigkeit und inneren Stärke, die den Zusammenbruch und den Verlauf der Geschichte sehr ergreifend macht, ohne dabei auf cineastisches Blendwerk zurückgreifen zu müssen. Ein Indieperle für geduldige Filmfreunde.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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9.0Herausragend

Kelly Reichardts "Wendy & Lucy" ist, ganz zu Recht, von den zuständigen kritischen Stellen als einer der schönsten Filme des vergangenen Jahrs längst gefeiert. Es ist ein Film von großer und anrührender Einfachheit, einer Einfachheit, die um die große Kunst, die in ihr steckt - als Kunst des Verzichts auf alles, was falsch ist - kein Aufhebens macht.

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Michael Kienzl: critic.de

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Mit einer Heldin, die am System scheitert, widmet sich der Film einem typisch sozialrealistischen Sujet. Dabei beschränkt sich Reichardts Inszenierung weder auf eine rein nüchterne und objektive Schilderung noch auf eine Anklage des Kapitalismus. Dafür konzentriert sich der Film viel zu stark auf atmosphärische, unabhängig von der Narration funktionierende Qualitäten, die ihm eine traumwandlerische, fest mit der Befindlichkeit seiner Protagonistin verknüpfte Stimmung verleihen.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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9.0Herausragend

Was passiert, wenn eine Einzelne auf eine Gesellschaft stößt, die ihr nichts mehr zu bieten hat - und an ihrem Schicksal nicht den geringsten Anteil nimmt? Dies ist die zentrale Frage von Wendy & Lucy, eine hintergründig politische, die den Film auch zum Zeitbild Amerikas macht, wo man ganz leicht von einer Durchreisenden zum prekären Fall wird. Ohne Adresse bekommt man keinen Job, und ohne Job bekommt keinen anderen Job, sagt der Parkwächter (Wally Dalton) einmal, einer der wenigen, der sich der Gestrandeten als Helfer anbietet.

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Peter Bradshaw: Guardian

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4.0Uninteressant

Williams ist eine kraftvolle Darstellerin und das ist ein kraftvolles Sujet: Wie Menschen am Rande der Gesellschaft - unabänderlich - in die Armut stürzen können. Aber der Film gibt Williams keine Chance, ihre Gefühle oder Identität auszudrücken und dem Publikum keine Gelegenheit, darauf zu reagieren.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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8.0Ausgezeichnet

Wendy und Lucy spielt hauptsächlich im Freien und registriert die natürliche Schönheit des pazifischen Nordwestens mit schlichter Gewogenheit.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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8.0Ausgezeichnet

Alles in allem ist die Handlung sehr minimalistisch. Sie unterstützt einen nicht-voreingenommen Blick hinein in das Leben einer Frau, die Verstörendem gegenübersteht.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Wendy und Lucy ist ein bewegender Film mit einer glaubwürdigen und subtilen, packenden Hauptrolle, die tief unter die Haut geht.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.0Herausragend

Es gibt sie, diese kleinen perfekten Filme, nach deren Betrachtung man glaubt es müsse so einfach sein einen solchen Film zu schaffen. Nie kommt WENDY AND LUCY ins stocken. Er zieht gänzlich unverkrampft und mit einer enormen Leichtigkeit am Zuschauer vorbei. Fast scheint es, als säße man nicht im Kino, sondern würde diese Geschichte von einem Freund erzählt bekommen, was das Filmerlebnis noch intensiviert. Beide Daumen hoch.

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Kommentare (10) — Film: Wendy and Lucy

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BaltiCineManiac

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Bewertung7.0Sehenswert

Neben dem melancholischen Summen der Hauptprotagonistin liefern die einzige „Melodie“ zur Untermalung dieser kleinen US-amerikanischen Independent-Filmperle die Signalhörner der vorbeifahrenden Güterzüge, für die die kleine Stadt im urbanen Randgebiet von Portland genauso nur ein Zwischenstopp auf ihrer Reise nach irgendwo darstellt, wie für Wendy. Der Einsatz dieser „Melodie“ kommt nicht von Ungefähr, denn der Film basiert auf der Kurzgeschichte „Train Choir“ von Jon Raymond.

Kelly Reichard betreibt für ihr minimalistisches Außenseiterdrama, das aufgrund seines Sujets oft wie ein Neo-Depressionszeit-Drama wirkt, die totale Reduktion der filmischen Mittel. Die Bilder umkreisen dokumentarisch und ohne jeglichen Schnickschnack die Hauptfigur bei ihrem Kampf ums Auto, um ihre Hündin Lucy, die für Wendy zunächst der einzige soziale Bezug in der Fremde ist, sowie um die Achtung ihrer selbst. Allein mit diesem stark eingeschränkten Handlungsgerüst, platziert in einer allgemeingültigen randstädtisch-hässlichen, dem schleichenden Verfall überantworteten Austauschbarkeit, wie sie wohl fast überall in den USA zu finden ist, schafft es die Regisseurin, die existenziellen Probleme aufzuzeigen, die einen treffen können, wenn man aus dem sozialen Netz herausfällt, und prangert damit offenkundig die gesellschaftlichen Missstände ihres Landes an.

Michelle Williams kann – auch wenn bei ihr schauspielerisch noch viel mehr drin gewesen wäre – mit ihrer Verkörperung der burschikosen, schüchternen, aber auch verhalten resoluten Wendy erneut überzeugen, deren Scheitern an der tristen, zwischenmenschlich-unterkühlten Gegenwart einfach niemanden juckt. Nicht nur dank der Hauptdarstellerin schafft es dieser kleine Film eine Nachdenklichkeit zu erzeugen, die den Zuschauer noch lange nach Ende des Abspanns beschäftigt, und wie man sie so während des Anschauens der eher schlichten Bildkompositionen nicht erwartet hätte.

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patcharisma

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Bewertung1.5Ärgerlich

Schlecht realisierte Loser-Balladen haben grad mal einen Unerschütterlichkeits-Bonus auf sicher: Sie gefallen nämlich vornherein allen unseren Kritiker-Freunden, vorallem wenn sie weder Aussage noch einen Ansatz einer (wenigstens halbwegs konkreten) Geschichte zu erzählen haben. Für die verklärenden, Champagner-trinkenden Sozial-Romantiker und Indie-Kino-Abonennten, die auch unsere ungebildeten Möchtegern-Punks, die 24h beim Hauptbahnhof in Zürich abhängen (haben alle auch einen verwahrlosten Hund, da das mehr Sozialgeld mit einbringt), so unglaublich toll und - ach so - revoluzzerisch finden, ist "Wendy And Lucy" tatsächlich eine Offenbarung, denn sämtliche Klisches - von der Mitleidsdrüse über den nervigen Nihilismus und die nötige Portion Ami-Feindlichkeit - bedient er ohne Skrupel und in einer arroganten Selbstverständlichkeit ausgezeichnet. Mich hingegen hat dieser schäbige Film mit der unsympathischen Hauptdarstellerin ohne jegliche Manieren nichts weiter als tödlich gelangweilt, unberührt zurückgelassen und unterm Strich dazu noch masslos verärgert.

Mit Will Oldham (der Indie-Musiker "Bonnie Prince Billy", der mittelmässige Americana-Platten am Fliessband herausgibt) und John Robinson aus dem tollen "Dogtown Boys" (mit Heath Ledger), die ich beide aber gar nicht wahrnahm.

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Mr Vincent Vega

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Misanthrop!


Schlegel

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Mensch Pat, gehts nicht etwas weniger beleidigend?


sirtob

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Bewertung9.0Herausragend

Ein stiller, kleiner Film über ein Mädchen und einen Hund, der einen großen Eindruck auf mich gemacht hat. Ich wähnte mich schon soweit, dass mich nur noch Wahnsinn und Zerstörung zufriedenstellen könnten, doch dieser Film hat mir das Gegenteil bewiesen.
Wendy, das Mädchen, erscheint wie eine Oase in einer scheiß Wüste aus kalter leerer Bedeutungslosigkeit. Die Echtheit ihrer Gefühle steht der Frustration des Lebens so sehr entgegen, dass es fast schon wehtut. Ich musste mich fragen, welche Bedeutung der gute, freie Mensch in dieser Gesellschaft überhaupt noch hat. Welche Chance hat das Mädchen mit den unschuldigen Augen und dem verzweifelten Gesichtsausdruck in einer Welt, in der alles egal zu sein scheint, Perverse im Wald herumlaufen, jeder nur an sich denkt?
Das Gute ist: Es gibt Menschen, die mitfühlen, helfen, Hoffnung verbreiten, aber man sucht halt immer länger nach ihnen. Sie sind selten geworden.

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pellekraut007

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der einen beschäftigen kann, ohne den ganzen protzigen CGI-Augenmüll seiner Konkurrenten! Natürlich muss es nicht immer so minimalistisch sein, wie hier... aber es tut gut, als kleine, unprätenziöse Filmperle! Im Gegensatz zu "Hachiko" (raah!), hat hier keiner eine Brigitte-Story designed, sondern ein beiläufiges Ereignis, das leicht ein Drama hätte werden können, in stillen, tief wirkenden Bildern erzählt. Wer sich langweilt... abschalten, wegzappen! Wer diesem Film etwas abgewinnen kann, wird über 75 Minuten authentisch und gefühlvoll unterhalten! Wau! Nein, Lucy... grunz, grunz!

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Weltensegler

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Bewertung6.0Ganz gut

Irgendwie hatte ich mehr eine weibliche Version von „Into The Wild“ erwartet, allerdings war das leider nicht so ganz. „Wendy and Lucy“ ist ein extrem ruhiges sagen wir Drama (ich finde es hatte viel von einer Dokumentation), in welchem Titelheldin Wendy von daheim ausreißt um nach Alaska zu gelangen – warum bleibt anfangs unklar, durch den Direkteinstieg war es anfangs schwer reinzukommen. Es gibt keinen Eddie Vedder an der Gitarre, wirklich nur Umgebungsgeräusche, was die Geschichte natürlich sehr authentisch macht. Allerdings fand ich sie mehrfach langatmig, weil einfach so wenig passiert, es zieht sich alles extrem dahin, zwar nahe am Leben aber dafür irgendwie zuseherfeindlich eingestellt könnte man fast meinen. Michelle Williams liefert eine gute und glaubwürdige Leistung ab, allerdings würde ich das nicht unbedignt als „best performance of her career“ einstufen, denke sie kann mehr. Schwach war die Bildqualität, Bild war einfach nicht auf Normalniveau wie man das von normalen Filmen gewohnt ist. Könnte allerdings beabsichtigt gewesen sein, oder es lag am geringen Budget. Brachte so eine kühle, hoffnungslose Atmosphäre rüber, also nichts für einen angenehmen Filmnachmittag. Alles in allem für einmal Ansehen nett, hatte seine Momente, aber für mehr reicht es dann leider nicht. Mit gerade mal 71 Minuten allerdings erschreckend kurz, der Schluss war nicht gelungen finde, auch wieder so minimalistisch. Der Filmtitel hingegen überzeugt nicht wirklich, hätte man anderes benennen sollen. Meine Wertung ist sicher etwas höher als verdient, aber es scheint ja eher an mir als am Film zu liegen, ich mag Michelle, und Filmemacher die sich vom Mainstream abheben sind mir sympathisch, von daher alles roger.

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Ghost Dog

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Bewertung3.0Schwach

"lucy.... luuuucy.... luuuuuuuuuuuu..... where are you?" oh man, das nervt.

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Schlegel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Am Ende von "Old Joy", Kelly Reichardts zweitem Film, trifft der vermeintliche Lebenskünstler Kurt am Straßenrand einen Bettler und will sich eigentlich verdrücken. Schließlich gibt er ihm doch etwas Geld und offenbart in dieser Geste seine eigene Armut. Kurt weiß, wie es ist, nichts zu haben. Im Nachfolgefilm "Wendy & Lucy" greift Kelly Reichardt dieses Thema wieder auf und macht es abendfüllend. Die Welt wird aus dem Blickwinkel einer "Verliererin" betrachtet, und eine einfache Frage wird gestellt: Was passiert, wenn ein Einzelner auf eine Gesellschaft stößt, die an seinem Schicksal kaum Anteil nimmt? Lucy, der Hund aus "Old Joy", bekommt dabei eine zentrale Rolle, und es ist ganz erstaunlich, dass Reichardt für ihr grandioses Zeitbild tatsächlich nicht mehr benötigt als eine Frau, diesen Hund und ein Auto (das noch nicht mal fahren muss).
Der US-Kritiker Dennis Lim nannte die Filme dieser großen Minimalistin "beispielhaftes Kino einer neuen Ära in Amerika, das der harten, ökonomisch prekären Gegenwart ein wenig Hoffnung und Menschlichkeit entgegenhält."

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dae-su

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wundervoller kleiner Film, so ruhig, elegisch, bewegend. Reichardts Inszenierung ist meisterhaft: Ohne Probleme hätte man die Geschichte in 10 Minuten erzählen können, ohne Handlung dabei auszulassen. Und doch schafft es der Film, einen über die Laufzeit von 80 Minuten nicht nur zu fesseln, sondern in einen Sog zu ziehen, den man im Kino heuer selten erlebt. Keine Ahnung, wieso nicht für eine Sekunde Langeweile aufkommt, aber es funktioniert.
Dazu die traumhaft schönen Bilder von Sam Levy, die die Tristesse und Melancholie des trostlosen kleinen Ortes in Oregan auf subtile, zurückhaltende Art einfangen. Das sanfte Sounddesign runden das Ganze ab. Wundervoll.

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denise

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich bin kein großer Freund der unprätentiösen, schmucklosen, an das reale Leben erinnern sollende Independent-Filme, die ja überall gerne in den Himmel gelobt werden. Natürlich muss nicht alles gleich mit Special Effects und allerlei Computeranimationen aufgebessert werden, aber man muss meiner Meinung nach das wahre Leben auch nicht dröger darstellen, als es ist.

Ich möchte außerdem im Kino nicht auch noch meinen üblichen Alltag abgebildet sehen, sondern andere Geschichten, andere Leben und Schicksale teilen oder manchmal auch einfach nur stumpfe Action-Thriller oder romantische Komödien genießen.

Nicht, dass Wendy & Lucy nicht auch eine Geschichte fern von meinem Altag zu erzählen hätte. Aber leider auch nicht mehr - die Story hätte allemal für einen Kurzfilm gereicht, aber definitiv nicht für einen 80 Minuten langen Kinofilm. Die kleine, fast anekdotenhafte Geschichte um die arbeits- und derzeit obdachlose Wendy auf ihrem Weg nach Alaska ist durchaus schön, stimmt nachdenklich und hätte ein kleines Juwel sein können. Wenn nicht irgendjemand auf die Idee gekommen wäre, daraus einen abendfüllenden Independent-Film zu machen, der sich spröde mit Gefühlen und vor allem einer irgendwie auch nur irgendeinem dramaturgischen Muster folgenden Geschichte zurückhält.

Wenn Leute wie Gus van Sant solchen Filme drehen, nutzt er die Andersartigkeit wenigstens künstlerisch aus oder serviert einem schöne (oder wie sagt man so hübsch: künstlerisch wertvolle) Bilder. Hier fängt man sich mit der Zeit an zu fragen, ob dieser Indie-Film einem seinen mittlerweile leicht dogmatisch wirkenden Realismus ins Hirn prügeln möchte.

Ansonsten: Michelle Williams ist gewohnt gut, war schön, mal wieder Will Patton zu sehen, der Hund ist niedlich.

Und jetzt gucke ich mir aus Trotz nochmal Gigante an, hier wird die Stille, der Realismus und die Alltäglichkeit mit einem Zauber und einer zwingenden, weil einfachen Wahrheit versehen, dass ich jedes Mal weinen könnte. Bei Wendy & Lucy tränten mir am Ende leider nur vor Müdigkeit die Augen.

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annaberlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein bewegender Indiefilm mit der großartigen Michelle Williams. Die Tristesse, die sich durch den gesamten Film hindurchzieht, mag nicht jedem gefallen, man sollte sich darauf einstellen, einen ziemlich melancholischen Film zu sehen. Fast möchte man Wendy in den Arm nehmen und ihr sagen, dass sie nicht alleine ist in dieser Gesellschaft, die aus Profit haben und Profit machen besteht.

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