Wenn Träume fliegen lernen
Finding Neverland, US, GB 2004 — Kritik
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News zu diesem Film Wenn Träume fliegen lernen
2010/01/22 15:04:00
Nächste Woche startet mit Ein russischer Sommer ein Film in den Kinos, der auf Leo Tolstois Leben basiert. Wir präsentieren sieben weitere Filme über Schriftsteller.
Kritiker — Ganz gut 6.7
Der Film Wenn Träume fliegen lernen wurde von 32 Kritikern bewertet.
Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
Ein hübsche kleinteilige Rekonstruktion der Entstehungsgeschichte Peter Pans, die mehr mutmaßt als hinterfragt und Johnny Depp als zurückhaltenden, sensiblen, schnulzigen Autoren zum Helden eines magischen und unkonventionellen Liebesmärchens erklärt. Inszenatorisch die dichteste, rundeste und schlüssigste Regiearbeit Marc Forsters, formuliert der Film sein Verständnis von der Macht der Fantasie als in den Alltag und die allgemeine Vorstellungskraft eingreifendes Gut jedoch derart naiv, offensichtlich und mitunter platt gefühlsduselig, dass er nie standhalten kann beispielsweise mit den originellen und Erzählstrategien reflektierenden Imaginationsentwürfen Tim Burtons im vergleichbaren "Big Fish".
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Niemand anderes wäre als Barrie denkbar gewesen als Johnny Depp. Keiner versteht es so wie er, sich bei seiner Rollenwahl stets treu zu bleiben, immer wieder den "Anderen", den Außenseiter zu variieren. [...] Dies ist kein faktengetreues biopic wie so viele derzeit. Dies ist ein Plädoyer für die Imagination. Ein Hohelied auf das Kind in jedem von uns. Und großes Schnupftuchkino!
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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peter-noster: peter-noster.de
Es ist inspirierend Johnny Depp als Barrie zu beobachten. Er trifft genau die Mitte aus schriftstellerischer Genialtität und kindlicher Spielfreude. Kate Winslet ist ebenso überzeugend und spielt dabei sehr zurückgenommen als Mutter der Musen Barries. Mit "Finding Neverland" kann man für zwei Stunden der Realität entfliehen und es fühlt sich gut an.
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Kommentare — Sehenswert 7.5
Der Film Wenn Träume fliegen lernen wurde von 1817 Mitgliedern bewertet.
phoenix409 2010/02/04 22:09:49
Mit "Finding Neverland" gelingt Marc Forster ein fantasievolles Porträt über James M. Barrie und die Entstehung seines berühmtesten Theaterstücks, Peter Pan. Forster füllt den historischen Rahmen gefühlvoll mit wunderbaren Aufnahmen, die teils durchaus das Zeug zur Gänsehaut haben. Trotzdem wollte der Funken bei mir nicht so recht überspringen.
Der Film braucht leider viel Zeit um warm zu werden, auch die Handlungen der passabel gespielten Charaktere waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Dafür macht die Musik und das schöne (wenn auch kitschige) Ende nochmal einiges wett. Ein netter Bonus ist Dustin Hoffman als Barrie's Produzent, der schon in Spielberg's Version des Stücks ("Hook") den fiesen Piratenkapitän zum Besten geben durfte.
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Sanylein 2010/01/26 00:42:02
Man merkt das viel Mühe in diesen Film gesteckt wurde, aber konnte mit dem Film einfach nicht viel anfangen.
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Schneesturm 2010/01/22 10:46:49
1a Film, 1a Besetzung!!! Den kann man einfach nicht mögen!!
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Xebeche 2010/01/22 11:32:45
"Den kann man einfach nicht mögen"?!
:)
Fallsucht 2010/01/06 11:53:10
Ein Film der zeigt wie wichtig es ist Wünsche, Träume und Hoffnungen zu haben, auch im Erwachsenenalter. Etwas schmalzig, zugegeben. Doch welcher Mensch kann ohne zu lügen behaupten, dass er sich nie die Realtiät anders wünscht, als sie es tatsächlich ist? Warum also nicht dem tristen Alltag einen neuen Anstrich geben und aus ihm etwas Erträgliches machen.
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Chrisetoph 2010/01/02 13:45:32
„Finding Neverland“ ist – neben dem detailreichen „Stay“ – wahrscheinlich Marc Forsters handwerklich bester Film, und lässt die Grenzen zwischen Realität und Imagination verschwimmen. So ist „Wenn Träume fliegen lernen“ einer der wenigen Filme, bei denen der gute Originaltitel „Finding Neverland“ komplett anders und dennoch treffend, wenngleich etwas kitschig, ins Deutsche übersetzt wurde.
Regisseur Marc Forster, der in seiner noch jungen Hollywood-Karriere schon so ziemlich jedes Genre bedient hat, erzählt die Entstehungsgeschichte des vielleicht phantastischsten Bühnenstücks als großes Plädoyer für die Phantasie. Besonders in der Person des jungen Peter Llewelyn Davies, den James M. Barrie die Macht der Phantasie lehren will, aber auch in Barries Ehefrau, die zwanghaft an der Vorstellungskraft ihres Mannes teilhaben will, zeigt sich, dass die Phantasie jedem selbst innewohnt, man aber die Bereitschaft braucht, sie freizulassen.
Zumindest beim Regisseur ist diese Bereitschaft offensichtlich vorhanden. Marc Forster lässt farbenfrohe, prächtige Bilder sprechen und wechselt immer wieder zwischen Realität und den aus Phantasie entsprungenen Abenteuern der vier Jungs und Barries. Auch sonst achtet Forster viel auf Details. Als besonders beeindruckend empfand ich die Szene, in der Barrie und seine Ehefrau in ihre (getrennten) Schlafzimmer gehen und man hinter ihrer Tür nur einen dunklen Raum sieht, während aus seiner Tür eine bunte Phantasiewelt leuchtet. Regie, Kamera und Schnitt sind alle Ehren wert.
Auch von der schauspielerischen Seite her kann sich „Finding Neverland“ sehen lassen. Über Johnny Depp muss ich wohl kaum noch Worte verlieren, aber auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Neben Dustin Hoffmann, dessen Rolle angesichts der wenigen Szenen etwas verblasst, überzeugen vor allem Julie Christie als stringente Großmutter und besonders Radha Mitchell als Barries Ehefrau. Auch die Jungen, speziell Peter Llewelyn Davies, werden – wenn auch etwas hölzern – sehr überzeugend gespielt.
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Quenya 2009/12/31 12:59:29
Total überbewertet...es wurde ziemlich auf die Tränendrüse gedrückt...nicht überzeugend..
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8martin 2009/12/31 07:32:43
Trotz der prominenten Besetzung, darunter einige meiner Lieblingsschauspieler bleibt der Film auf wundersame Weise trocken. Die weltberühmten Mimen können ihr schauspielerisches Talent überhaupt nicht ausspielen. Auch die stellenweise Massage der Tränendrüse bleibt letztlich ohne Wirkung. Als Märchen für Kids wie für Erwachsene kann der Film wohl kaum eine der Zielgruppen überzeugen. Das Beste ist noch der Titel. Gegen Ende wird dann die Schmerzgrenze allerdings noch überschritten, wenn Johnny Depp und die todkranke Kate Winslet händchenhaltend auf dem Sofa sitzen und sie dann gemächlich mit langer Schleppe ins Neverland schreitet. ( American Kitsch!) Julie Christies muss eine undankbare Rolle als böse Mutter spielen, die dann gezwungenermaßen am Ende einknickt. Alles vorhersehbar, langweilig, kein eindrucksvolles Denkmal für den Erfinder von Peter Pan - aber deswegen haben wir uns den Film doch eigentlich angeschaut…
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Andi Shiva 2010/01/09 10:20:11
Danke, abgehackt. Nächster bitte ;-)
Deep Ford 2009/12/30 01:58:39
Ich frage mich in Anbetracht der meisten Kommentare hier, ob ich bereits emotional zu abgestumpft bin, um diesen Film als großes Kino bezeichnen zu können.^^
Also dafür, dass dieser Film als Ode an die Fantasie gemeint ist, erschien er mir ganz schön einfallslos. Da war nichts Überraschendes, nichts Außergewöhnliches. Zudem berührte mich das Ganze kaum - trotz guter Schauspieler, was vermutlich an der sehr vorhersehbaren Story lag und an dem bemüht ruhigen Spiel der Akteure. Desweiteren braucht ein Drama meiner Meinung nach auch die eine oder andere komische Szene als Kontrapunkt. Mehr als ein müdes Lächeln war aber nicht drin...
Insgesamt jedoch ein annehmbarer Film für einen ruhigen Fernsehabend. Zumindest, wenn - wie heute abend - als Parallelprogramm "Das Bermuda-Dreieck" und "Die Bademeister" laufen... ;-)
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Schlegel 2009/12/29 22:39:19
Der betuliche Film nimmt seine Botschaft selber nicht richtig ernst, serviert sie aber mit ausreichend Sülze, damit alles gut rutscht. Reumütig kehre ich zu Tim Burton zurück.
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paeko 2009/12/28 14:26:43
hat mich mega bewegt ... super toll verzaubert einen sofort der film
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kom4 2009/12/25 19:00:59
Seid langem nicht mehr einen so ruhigen Film gesehen. Dieser Film besticht nicht durch schnellen Schnitt oder durch Special Effects oder Ähnliches.
Ganz im Gegenteil. In diesem Film gibt es Momente, da sagt ein Blick mehr als tausend Worte. Ein Satz drückt die Gemütsstimmung aus eines Menschen. Man hat das Gefühl, dass man Teil der Geschichte ist, man wird hereingesogen und der Sog lässt einen nicht mehr los. Und das gerade durch die leisen Töne. Ein wunderbarer Film über Familie, über Liebe und über die großen Momente im Leben. Ein Film der das Herz berührt.
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lizy.w.w 2009/11/08 17:50:15
Kate Winslet ist eine furchtbar gute Schauspielerin. Sie ist einfach nur unglaublich. Genau das gleiche gilt auch für Johnny Depp.
Ich musste am Ende des Films weinen, so sehr hat er mich berührt. Und tagelang kriegte ich ihn nicht aus dem Kopf, und die Geschichte begleitete mich wie wunderschöner Feenstaub im Nebel.
Oh Mann, jetz tön ich so kindisch, aber seht ihn dann werdet ihr sehn was ich meine. Wenn nicht: Irren ist menschlich - Errare est humanum
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regiseurin 2009/09/27 20:38:21
Oh mein Gott!!! So ein tragisches und trauriges Ende, man muss einfach heulen
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*frenzy_punk<3 2009/09/05 18:43:41
Ein zauberhafter Film, bestückt mit viel Fantasie, tollen Schauspielern und Schauplätzen. Erzählt wird die Geschichte, des jungen Barrie und seine Inspiration zu "Peter Pan". Der Film zeigt, wie schön es gewesen war, Kind zu sein und dass man auch noch im Alter ein "Kindskopf" sein kann. Einfach sehenswert!
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Weltensegler 2009/09/04 16:45:22
Sehr schöner Film, besonders der Schluss war berührend. Wegen ein paar kleinen Längen nicht die Höchstwertung.
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1oOwaCk 2009/09/04 01:58:40
Wenn Träume fliegen lernen. Einen passenderen Titel hätte es nicht geben können. Entzückend fantasiereich, dass man sich wünscht wieder ein Kind zu sein und selbst so wunderbare Abenteuer zu erleben. Ein wunderbarer Film, der Herzen höher schlagen lässt und in einem noch stundenlang nachklingt.
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hex1379 2009/08/10 14:02:41
Bei dem Film fühlt man sich wie in einer Phantasiewelt...möchte am Liebsten mitträumen....
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dAShEIKO 2009/08/10 12:43:07
Der Film ist nichts großartiges...eher was kleines. Aber etwas kleines kann auch sehr schön sein.
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Pako 2009/07/25 22:01:30
Wunderschönes Drama, das auf die Tränendrüse drückt.
Johnny Depp inszeniert sich wie in jedem seiner Filme neu, spielt aber, wie auch die anderen Schauspieler, eher zurückhaltend. Und das ist auch gut so, denn so bleibt genug Freiraum für das eigentliche Thema des Films - Das Kind in uns und die Fantatsie, die wir mit zunehmenden Erwachsenwerdens verlieren.
Es ist eine herzergreifene Geschichte, die aber, Gott sei Dank, nie übertrieben oder gar kitschig wirkt.
Das muss man erst einmal schaffen!
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M_C 2009/07/25 17:48:35
Fantasievoll, romantisch, liebenswert. Wirklich ein Film zum Träumen :)
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Dalia 2009/07/18 01:17:54
Wer diesen Film verpasst, hat selbst Schuld! Und verpasst zudem noch einen grandiosen Film mit perfekt besetzten Schauspielern (bis in die kleinste Nebenrolle).
Ein Film, der berührt und den man nicht so schnell vergisst. Vor allem Frauen werden an diesem Film gefallen finden, aber auch Männer werden von der schönen Geschichte des "Peter Pan"-Erfinders gefesselt.
Mädels - auf jeden Fall Taschentücher bereit halten!
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maddio14 2009/06/03 19:39:25
Eine Hommage an das Leben selbst...
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cannibal83 2009/04/03 21:56:13
Tolle Charaktere, schöne Bilder und großartige Story. Im übrigen ist der deutsche Titel kitschiger als der Film selber. Da liess der Verleih mal wieder Fingerspitzengefühl vermissen...
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Chrisetoph 2010/01/02 14:38:41
Mach einen besseren Vorschlag! Wörtlich, sowas wie „Auf der Suche nach Nimmerland“? Natürlich ist „Wenn Träume fliegen lernen“ kitschig. Aber es passt doch auch. ;)
cannibal83 2010/01/07 21:55:23
Ich finde man hätte den deutschen Titel einfach bei "Finding Neverland" belassen können.
ChristiansFoyer 2009/03/16 22:39:53
‚Wenn Träume fliegen lernen‘ ist ein Film von ebenso überbordender Phantasie, wie sie wohl auch jenem Mann innewohnte, dessen Geschichte er erzählt. Der schottische Schriftsteller und Dramatiker Sir James Matthew Barrie, gespielt von Johnny Depp, veröffentlichte seine Werke zwischen 1888 und 1936, der Film handelt von der Entstehung seiner berühmtesten Figur, ‚Peter Pan‘.
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‚Finding Neverland‘, so der Originaltitel, beginnt im Jahr 1902 und zeigt einen Barrie, der mit seinen Stücken beim Theaterpublikum nicht sonderlich gut ankommt und höchstens geheucheltes Lob erntet. Seine Ehe mit der Schauspielerin Mary Ansell scheint beiden nicht mehr viel zu geben, so teilen sie nicht einmal mehr das Schlafzimmer. Als er die Witwe Sylvia Davies und ihre vier Söhne kennenlernt, entspringt aus der Freundschaft zu den Kindern und ihrer Mutter der märchenhaft angehauchte Inspirationsquell, dem letztlich das Theaterstück ‚Peter Pan‘ zugrunde liegt.
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Regisseur Marc Forster findet besonders für das Zusammenwirken des kindgebliebenen Barrie und dem Erwachsenwerden entgegen gehenden Kindern eine wunderschöne Bildsprache. Schnitttechnisch beeindruckend wechseln die Szenarien der Spielphantasien zwischen der imaginierten und der wirklichen Welt. Der Einfallsreichtum, der die Welt, die Barrie für Peter, George, Jack und Michael Davies erschafft, zum Leben erweckt, wird toll als der kreative Prozess des Autors visualisiert. Seine Funktionalität als gestalterisches Märchen verbindet Forster nahtlos mit der thematischen Erzählung. In deren Mittelpunkt stehen Barrie und der junge Peter, dem der Tod seines Vaters einen Großteil seiner Kindheit und Vorstellungskraft geraubt hat und der sich zunächst nicht von Barrie mitreißen lässt, während er auf den Rest der Familie eine soghafte Wirkung hat. Der Film spart Unangenehmes nicht aus, verkommt nie zu einer verkitschten Parabel über Verlust und Bewältigung und setzt gerade durch die Figur des Peter einige Reibungspunkte ob der Rolle, die Barrie im Leben der Familie Davies einnimmt. Diese verstärken sich durch die Missbilligung, mit der Sylvias Mutter und die Gesellschaft auf den intensiven Umgang des Erwachsenen mit den Kindern reagieren. In einer Szene fragt Barrie, warum Menschen dahinter etwas Schlechtes vermuten könnten. Eine Frage, die sich ein Jahrhundert später leider zur Genüge beantwortet hat...
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Obwohl gewisse Voreingenommenheiten im Verlauf der Handlung eigentlich keine größere Rolle spielen tut Forster gut daran, sie nicht unerwähnt zu lassen, da sie Barries rein gütige Motivation unterstreichen, ihn aber auch gleichzeitig auf einer anderen Wahrnehmungsebene reflektieren und den Subplot um seine Ehefrau Mary stärken. Die Beziehung der beiden, die im ganzen Film keinen einzigen Moment glücklicher Zweisamkeit teilen, ist der große Kontrapunkt zu Barries Kreativität, es ist die Realität, in der jedes Lächeln von seinen Lippen und die Freude aus seinen Augen weicht. Eine gewisse weltliche Entfremdung zum Nutzen seiner eskapistischen Leidenschaft ergänzt Barrie um eine interessante Facette und wird von Johnny Depp in seinem ohnehin hervorragenden Spiel im fliegenden Wechsel mit eingebracht. Dass dabei einige Ereignisse dramatisiert werden und kompakter im Handlungsrahmen untergebracht werden (zum Beispiel trennte sich das Ehepaar Barrie erst einige Jahre später, als im Film gezeigt), ist absolut nachzusehen, da so einfach ein reichhaltigeres Bild des Autors gezeichnet wird.
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‚Finding Neverland‘, erst Forsters zweiter großer und vierter Film insgesamt, unterstreicht dessen hervorstechendes Inszenierungsgeschick, wobei besonders seine gemeinsame Arbeit mit Stamm-Editor Matt Chessé zu erwähnen ist. Dieser schneidet bereits seit ‚Everything Put Together‘ aus dem Jahr 2001 die Filme des deutschstämmigen Regisseurs und in Sachen Szenenkomposition bilden sie ein geniales Duo, welches seinen (bisherigen) Höhepunkt vermutlich mit ‚Stay‘ (2005) ablieferte. Doch auch ‚Finding Neverland‘ bietet einige absolut bemerkenswerte Übergänge und ein großartiges Ineinanderfließen seiner bildlichen Bausteine.
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Der hochkarätige Cast um Depp, Kate Winslet, Dustin Hoffman und Julie Christie wird durch die sehenswerten Leistungen der Jungschauspieler ergänzt, die zwar besonders zu Anfang reichlich blasiert wirken, man dies im Zusammenhang mit der Epoche jedoch verschmerzen kann, ohne sie als nervtötend oder ähnliches zu empfinden. Der zur Drehzeit 11jährige Freddie Highmore, der im Laufe der Story immer weiter ins Zentrum rückt, beweist vor allem in den gemeinsamen Momenten mit Depp sein Talent. Winslet ist wunderbar wie eigentlich immer, Christie spielt genüsslich herablassend, Hoffman glänzt in seinen wenigen Szenen ebenfalls. Radha Mitchell, die als Barries Frau insgesamt nicht sonderlich ausdifferenziert wird, stellt die Verkümmerung ihrer Ehe glaubhaft dar.
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‚Finding Neverland‘ ist ein optisch außergewöhnlicher, gleichsam wunderschöner wie tieftrauriger, bewegender Film, der seine Geschichte auf eine warme, sich niemals durch Platitüden oder oberflächliche Lehren aufdrängende Weise erzählt. Bestens geeignet, um darin einzutauchen und sich anderthalb Stunden verzaubern zu lassen.
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maslobojew 2009/02/23 22:39:32
Bin doch ziemlich (positiv) überrascht worden von diesem Film. Neben der wirklich gelungenen visuellen Darstellung, bekommt man eine interessante Story serviert, die auch noch über Tiefgang verfügt und bleibende Wirkung erzielen kann. Und Forster versteht es, Klischees gekonnt einzusetzen.
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Nayuma 2008/12/25 15:29:34
Eigentlich sind alle Filme, die sich mit dem Thema Peter Pan befassen einfach nur genial. Dieser befasst sich aber noch mit so vielen anderen Themen und nicht nur mit dem Buch allein, dass er noch viel viel besser als "Hook" oder "Disney's Peter Pan" ist. Mr. Barrie ist ein Idol! :)
Die Effekte, die Fantasie, die Musik, die Gefühle, einfach ein perfekter Film.
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stalker 2008/12/11 16:36:10
Wunderbares Gefühlskino.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Banu Ö. 2008/12/11 11:28:52
Ein wundervoller Film, dessen von Farben und Atmosphäre einen umwirft
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Schneckchen90 2008/12/10 16:07:17
Wunderschöner Film
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JimiHendrix 2008/11/03 20:28:28
War mir einfach zu gefühlsbetont, obwohl ich sonst sehr gut mit dem Zeigen meiner Gefühle klar komme xD. Deswegen auch der schlechteste Johnny Film für mich.
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