Wer den Wind sät
Inherit the Wind (1960), US Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 30.08.1960
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von Stanley Kramer, mit Spencer Tracy und Fredric March
Spencer Tracy und Fredric March, liefern sich in Wer den Wind sät (OT: Inherit the Wind) ein atemberaubendes Schauspielduell. Der Gerichtsfilm dramatisiert einen der spektakulärsten amerikanischen Prozesse des 20. Jahrhunderts, in dem 1925 darüber entschieden wurde, was in den Schulen von Tennessee unterrichtet wird: Die Evolutionstheorie oder bibeltreuer Kreationismus. Wer den Wind sät wurde für vier Academy Awards nominiert, unter anderem in der Kategorie Bester Hauptdarsteller (Tracy), und zeigte den von der Kritik hoch gelobten Gene Kelly in einer seiner wenigen reinen Sprechrollen.
Cast & Crew
-
Stanley Kramer
-
Spencer Tracy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henry Drummond
-
Fredric March
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Matthew Harrison Brady
-
Gene Kelly
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) E. K. Hornbeck
-
Dick York
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bertram T. Cates
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Donna Anderson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rachel Brown
-
Harry Morgan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richter Mel
Regie
Schauspieler
-
Claude Akins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reverend Jeremiah Brown
-
Elliott Reid
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anwalt Davenport
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Noah Beery Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) John Stebbins
-
Norman Fell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Radiosprecher
-
Ray Teal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jessie H. Dunlap
-
Nedrick Young
-
Harold Jacob Smith
- Genre
- Sozialdrama, Gerichtsdrama
- Zeit
- 1920er Jahre
- Ort
- Kleinstadt, Tennessee, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Anklage, Ansprache, Arten, Beweis, Bibel, Charles Darwin, Diskussion, Duell, Fortschritt, Freigeist, Freiheit, Fundamentalist, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsurteil, Gerichtsverhandlung, Geschworene, Kampf, Lehrer, Menschliche Evolution, Priester, Publikum, Rede, Rhetorik, Richter, Schlagzeile, Schöpfung, Sensationspresse, Skandal, Streit, Verteidiger, Wahlkampf, Wahrheit, Weltanschauung, Zeuge, Zitat, Zuhörer, Öffentlichkeit
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Wer den Wind sät
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Trailer zum Film Wer den Wind sät
Alle Trailer, Clips & Videos (2)











Kommentare (12) — Film: Wer den Wind sät
Kommentar schreibenMrTrombone 2011/08/22 18:22:49
Kommentar löschenDie Amis haben doch nen Schuss. Jedenfalls die im Städtchen Hillsboro. Singen fleißig Liederchen, wie sie den armen Evolutionisten und Biologielehrer Cates aufhängen werden. Dass das die landesweite Presse alarmiert, sollte klar sein. Glücklicherweise, denn andernfalls würden wir Gene Kelly nicht in seiner großartigen Rolle als zynischer Journalist bewundern können. Doch der heimliche Star muss sich gegen die Schwergewichte Fredric March und Spencer Tracy behaupten, wovon letzterer in seiner Darstellung noch ein Tuck überzeugender wirkt. Egal, jedenfalls zeigt "Inherit the wind", dass Filme früher von Handlung und Darstellern leben mussten und beides gelingt auch hier gut. Leider beginnt er etwas gemächlich und verliert auch nach einer kurzen Vorstellung des Konflikts zu Beginn der Verhandlung ein wenig an Fahrt. Trotzdem: Angucken!
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Brotkind 2011/07/15 19:12:21
Kommentar löschen"Inherit the Wind" beginnt gemächlich. Doch er steigert sich von Minute zu Minute, und sobald die eigentliche Gerichtsverhandlung beginnt bekommt man einen sehr unterhaltsamen Film geboten. Die Thematik ist für einen Gerichtsfilm sehr ungewöhnlich, ich halte sie jedoch für toll umgesetzt und zum Nachdenken anregend.
Für jeden, der an Gerichtsfilmen interessiert ist, gehört dieser Film zum Pflichtprogramm.
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Brotkind 2011/07/15 21:56:18
Antwort löschenNoch nicht, hab ich aber hier liegen. Ist am Wochenende dran.
Hungerkünstler 2011/07/29 09:30:40
Antwort löschenSchöne Kritik! Als gute Gerichtsfilme könnte man noch "Wer die Nachtigall stört" und vor allem "Zeugin der Anklage" empfehlen. Die Liste ließe sich noch erweitern
Beachte übrigens die erstaunliche Übereinstimung bei unseren Bewertungen.
cyranorick 2011/06/24 21:09:27
Kommentar löschenNach den "7 spannendsten Gerichtsfilmen" habe ich beschlossen, mir den Film noch einmal anzusehen... lang, lang ist´s her, dass ich ihn früher sah... und habe jetzt dabei festgestellt, wie viel höher diese Filme eigentlich zu bewerten sind.
Keine Special Effects, kein CGI, kein Surround-Sound.. nein, noch nicht einmal Farbe gab es damals.. und so mussten - nein durften- Filme allein von Ihrer Story und ihren Schauspielern leben.
Und genau das haut hier in ganzer Linie hin.
Jegliches technisches Gimmick, jeder Effekt... alles ist hier unnötig... und wäre wohl eh an die Wand gespielt worden von March, Kelly und ganz vorne weg Tracy.
Ich hatte meine Phasen, in denen ich selbst keine Lust hatte auf "diese alten Schinken".. was bin ich froh, dass diese Phase schon länger vorbei ist, und ich freue mich drauf, mir einige alte Klassiker wieder anzusehen. (Geheimtipp: "Brother Orchid", hier: Orchid, der Gangsterbruder)
Erstaunlich offen geht der Film hier mit dem Thema um, gar nicht mal all zu lange nach dem "echten" Prozes, der hier als Vorlage genommen wird. "Offen" zumindest für einen frühen amerikanischen Film in Hochzeiten des Patriotismus und der Gottesgläubigkeit.
"Jim Carrey - Lookalike" - Dick York lehrt an einer Provinzschule aus Darwins "Die Entstehung der Arten" und tritt damit der bigotten, kollektiven Kleinstadtseele auf den Fuss. Prompt wird ihm der Prozess gemacht, und die Anwalts-, Ankläger- und Journalismus-Prominenz tauchen auf, um sich dies nicht entgehen zu lassen, und sich vielleicht nach dem Prozess noch eine Feder an den Hut stecken zu können.
Was sich hier im Gerichtssaal entwickelt, ist grosse, alte Schauspiel-Schule.
Grandios!
Das Thema ist nicht so unaktuell... ich könnte mir gut vorstellen, dass Ähnliches auch heute noch in den US of A geschehen könnte.
Eine meiner Lieblingszeilen stammt jedoch von ausserhalb des Gerichtes:
"Suchen Sie ein nettes, sauberes Zimmer?"
"Ich hatte ein nettes, sauberes Zimmer... und habe es aufgegeben, um hier her zu kommen."
Wer sich hier vom Alter des Filmes abschrecken lässt, verpasst eines der spannendsten, kontroversesten, aber auch amüsantesten Gerichtsfilme, die je gedreht worden sind.
Also: Nierntischchen aufstellen, ollen s/w-Fernseher rausgraben... und stilvoll einen grossen Film geniessen! :-D
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Andy Dufresne 2011/06/25 08:20:22
Antwort löschenoh mann den wollte ich schon ewig mal sehen...
solche Filme kommen aber auch echt so gut wie nie in der Glotze...
Netter Kommentar übrigens.
cyranorick 2011/06/27 23:51:15
Antwort löschenDanke XD
Und lohnt sich imho wirklich...
cpt. chaos 2011/05/06 08:15:02
Kommentar löschenWas hatte ich mich doch darauf gefreut, diesen vermeintlichen Meilenstein des Gerichtsfilms endlich in den Genuss nehmen zu dürfen.
Die Thematik wird allerdings leider nur im Ansatz ausgereizt, sodass letztendlich Spencer Tracy vs. Fredric March nachhaltig in Erinnerung bleibt.
Gene Kelly in seiner Rolle, war wiederum arg unpassend und auch das filmische Finale empfand ich dann doch eher ein wenig schwach.
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Filmkenner77 2011/05/06 16:39:56
Antwort löschenAlleine schon wegen der beiden Hauptdarsteller ist der Film weit über dem Durchschnitt. Ich fand ihn sehr stark.
cpt. chaos 2011/05/06 19:28:32
Antwort löschenUnbestritten gut, was die beiden Jungs abliefern, aber den Storyverlauf fand ich nicht unbedingt überragend.
Vor allem aber das Ende, würde ich schon als leicht missraten bezeichnen.
Filmkenner77 2010/08/08 18:04:42
Kommentar löschenHervorragend von March und Tracy gespielt. Ein grandioses Schauspielduell in diesem packenden Film.
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guggenheim 2010/08/06 00:34:32
Kommentar löschen'Die Bibel' gegen 'Die Entstehung der Arten', Glauben gegen Wissen, Gott gegen die Wissenschaft - all diese Themen scheinen vordergründig, aber letztlich geht es gar nicht darum, einen Gewinner in diesem ewigen Streit zu küren, sondern nur um die Anerkennung und Wahrung der Meinungs- und Redefreiheit und der freien Lehre. Dass viel mehr Tiefe in diesem Film steckt, als man auf den ersten Blick annehmen könnte, wird besonders in der Schlussszene deutlich, in der Drummond (gespielt von einem überragenden Spencer Tracey) Gott nicht negiert, sondern auf einer anderen Ebene betrachtet, nicht entfernt vom Menschen, sondern als Teil von ihm. Glaube ist wichtig, der Glaube an Rechte, Freiheiten, Menschen, an sich selber. Ein tief im Humanismus verankertes Weltbild, das sowohl religiösen Menschen als auch Atheisten gerecht wird.
*Spoiler*
Dass Brady (gespielt von einem nicht minder starken Fredric March) letztlich einer Todsünde, der Völlerei, zum Opfer fällt, zeigt, dass Moral respektive Lasterhaftigkeit keine Frage der buchstabengetreuen Bibelkenntnis ist.
*Spoiler Ende*
Nicht nur die Aussage des Film ist stark, sondern auch, wie bereits erwähnt, das Schauspiel. Wunderbar inszeniert, mit frechem, teilweise lakonischem Witz versehen, gehört dieser Film zur Gruppe der hochwertigen Klassiker.
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doctorgonzo 2010/08/06 10:16:04
Antwort löschenGanz wunderbarchen, giggi, gaggi, guggenheim.
guggenheim 2010/08/06 11:11:32
Antwort löschenDanke, di da doctorgonzo :)
doctorgonzo 2010/07/21 14:54:15
Kommentar löschenEin richtiger Knaller unter den alten Schinken.
Ein Dorflehrer wird vom provinziellen US-Mob geächtet, weil er sich im Jahre 1925 traut, Darwins Evolutionstheorie zu lehren. Prompt macht man ihm (im Land der Freiheit ja so üblich) gleich mal den Prozess, hierzu tritt Spencer Tracy als Vertreter der Verteidigung auf und wird (im Land der Freiheit ja so üblich) in seiner Verteidigungsstrategie geradzu sabotiert, weil (im Land der Freiheit ja so üblich) die regionale Meinung nur solange zur Freiheit aller steht, wie es ihren Absichten dient. Doch am Ende trumpft der Anwalt furios auf und legt ein Kreuzverhör hin, das selbst Liebling Kreuzberg, Perry Mason und Matlock kaum so hinbekommen hätten, von Lionel Hutz ganz zu schweigen. Ohne die Bibel als das Fantasymärchen zu entlarven, das es ist (das ginge im Land der Freiheit dann doch etwas zu weit), sondern mit klugen Zitaten aus ebenjenem Werk gelingt es, den Hauptankläger in die Ecke zu drängen und trotz des (ungerechtfertigten) Schuldspruches ein sehr mildes Urteil für seinen Schützling rausholen. (Exkurs: da drängt sich ein Vergleich mit dem Fall "Der Exorzismus von Emily Rose" auf, als der teufelsaustreibende Priester, der das Mädel schlußendlich umgelegt hat, wenn auch unabsichtlich, so davonkommt, dass seine U-Haft als Strafe angerechnet wird und er frei ist...fiese Sache).
50 Jahre alter Film und von der Botschaft mittlerweile wieder total aktuell, jetzt da Ami-Eltern klagen, dass die Schöpfungslehre (also sozusagen der Adam und Eva Bockmist) wieder in Biologie gelehrt wird und nicht in Religion oder der Theater AG.
Trotzdem bricht der Film nicht mit der Bibel, wie die letzte Einstellung und der letzte Dialog zwischen Anwalt Drummond (Tracy) und Journalist Hornbeck (Gene Kelly) beweist, als es darum geht, dass es trotz Engstirnigkeit eine gute Sache ist, sich für seine Ideale aufzuopfern.
1960 schrieb die deutsche Zeitung "Die Welt" über dieses Werk: "das Thema — Intoleranz und Fanatismus gegenüber dem demokratischen Recht auf freie Meinungsäußerung und freie Lehre — ist von höchster Aktualität... [...]... glaubwürdig wird unter Kramers Meisterhand der leidenschaftliche Ernst, mit dem in Amerika damals wie heute gegen Dogmatismus und für die Rechte der Verfassung gestritten wird."
Ist das nicht Indiz genug dafür, dass dieser Film nicht nur von der Leistung, sondern auch von der Botschaft her einfach zeitlos ist?
PS: Der Film basiert auf dem wahren Fall des Lehrers John Thomas Scopes, der sich als erster gegen das Verbot, die Evolutionstheorie in den USA zu lehren wehrte und somit durch den Prozess weite Teile der Bevölkerung erst mit eben dieser Theorie vertraut machte und somit einen wichtigen Beitrag zur Befreiung der Bildung von ideologischen oder religiösen Fesseln leistete.
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tom777 2010/06/17 03:03:14
Kommentar löschenGanz sicher kein Meisterwerk des amerikanischen Kinos,trotz der Starpower gleich dreier Weltstars der damligen Zeit und der hervorragenden Leistung Spencer Tracys bleibt am Ende ein recht guter Film,der aber nicht ganz an wirklche Klassiker des Gerichtsfilmgenres heranreicht die doch wesentlich mehr Spannung und Klasse zu bieten haben.
Dabei liegen die Schwächen ganz klar in der Theaterstückvorlage die zwar mit gewitzten Dialogen und beherzten Reden der Figur Tracys aufwartet,die aber nicht das volle Potenzial der Grundidee Evolutionstheorie gegen Bibellehre,basierend auf einem wahren Gerichtsfall,ausschöpft und dazu kaum Spannung aufbaut und teils auch an den eher schwachen Nebendarstellern Dick York sowie Gene Kelly der in seiner ersten reinen Sprechrolle zeigt warum er bis dahin und auch nach diesem Film keine mehr bekommen hat.
Kein Wunder das "Inherit the Wind" völlig zu Recht bei der Oscarverleihung 1961 trotz 4 Nominierungen komplett leer ausging.
Trotzdem natürlich kein schlechter Film von Stanley Kramer(der ein Jahr später dank besserer Vorlage sowie weit besserer Nebendarsteller mit Das Urteil von Nürnberg einen um eine Klasse besseren Gerichtsfilm ablieferte)der schon alleine wegen der guten Leistung Spencer Tracys sowie der bis heute aktuellen Thematik Toleranz im widerstreit mit blindem Fanatismus,sehenswert ist.
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Super8951 2010/05/29 11:35:53
Kommentar löschenEinfach nur fantastisch, einer der besten amerikanischen Filme aller Zeiten, allein schon das Duell Spencer Tracy - Fredric March während der Gerichtsverhandlung ist einmalig.
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cannibal83 2009/06/24 23:05:13
Kommentar löschen"Wer den Wind sät" ist ein gelungenes Werk, das aber nicht sooo hundertprozentig überzeugt, um als wirklicher Meilenstein in die Geschichte einzugehen.
Ich finde das besonders die Nebenhandlung um Rachel, dem Film immer mal wieder den Wind aus den Segeln nimmt. Zudem wirkt der angeklagte Bertram Cates, mit seiner Fliege und seinem zurückhaltenden Verhalten nebst debilen Gesichtsausdruck, mehr wie ein Eisverkäufer denn ein rebellischer Lehrer... das finde ich schlecht gespielt, sage ich ganz ehrlich.
Beeindruckend sind dagegen Tracey und March, die sich ein verbales Duell der Extraklasse liefern und immens von den ausserordentlich intelligenten Dialoge profitieren. Auch Gene Kelly überzeugt mit Authentizität und Wortgewandtheit.
Insgesamt sind die von mir angesprochenen Schwächen, Jammern auf hohen Niveau. Wer Gerichtsfilme mag, wird auch diesen hier mögen. Filme wie "Die 12 Geschworenen" und "Das Urteil von Nürnberg" sind aber atmosphärisch dichter und einfach noch einen Tick besser.
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Sonse 2009/06/25 00:17:14
Antwort löschenIch hatte gerade aufgrund der Dialoge nen tierischen Spaß mit dem Film. Der lebt von denen und der Dreifaltigkeit Tracey, March und Kelly. Es ist halt ganz offensichtlich ein Theaterstück und so wird auch gespielt. Muss man mögen, ganz klar. Was das Pärchen anbelangt gebe ich dir recht. "12 Angry Men" ist eindeutig besser, aber auch ne andere Art Film. "Judgment at Nuremberg" hat mir wiederum nicht ganz so gut gefallen - ohne Tracey hätte ich den Film schon wieder komplett vergessen.
Sonse 2008/04/17 23:58:31
Kommentar löschenInherit the Wind ist ein Meisterwerk des US-amerikanischen Films. Basierend auf einem Theaterstück entwickelt sich ein Gerichtsdrama, das vor allem von seinen großartigen Darstellern getragen wird. Spencer Tracey (Agnostiker), Frederic March (Fundamentalist) und Gene Kelly (Atheist) laufen in ihren Rollen zur Höchstform auf. Wer wissen will was wahre Präsenz im Film ausmacht, soll sich Tracey hier mal anschauen. Ihm gehört die Show, auch wenn March seinen Hardliner mit glaubhaftem Herz ausstattet und Kelly zeigt, wie großartig er gewesen wäre, wenn man ihm mehr als bloße Musical-Rollen angeboten hätte.
E. K. Hornbeck: Evolution is a tricky question, which is hungrier, my stomach or my soul? Hot dog.
Bible salesman: Are you an evolutionist? An infidel? A sinner?
E. K. Hornbeck: The worst kind, I write for a newspaper
"Gimme that Ole Time Religion" singen die Menschen äußerst ansteckend in der Kleinstadt, in welcher ein Biologielehrer angeklagt wird, weil er statt der Schöpfungsgeschichte seinen Schülern Darwins Evolutionslehre beibringt. So wird aus dem Gerichtsverfahren, welches auf dem Scopes Monkey Trail von 1925 basiert, ein verbaler Streit - die Dialoge sind exzellent (ich will auch so schreiben können!) - zwischen Fundamentalismus und der Freiheit des Denkens, zwischen Gesellschaft und Individuum... und letztlich geht es doch um Toleranz.
Im Vorwort zu ihrem Stück schrieben die Autoren in Bezug auf die Zeit, in der es spielt: “It might have been yesterday. It could be tomorrow.” Wie recht sie damit doch haben.
"Can't you understand? That if you take a law like evolution and you make it a crime to teach it in the public schools, tomorrow you can make it a crime to teach it in the private schools? And tomorrow you may make it a crime to read about it. And soon you may ban books and newspapers. And then you may turn Catholic against Protestant, and Protestant against Protestant, and try to foist your own religion upon the mind of man. If you can do one, you can do the other. Because fanaticism and ignorance is forever busy, and needs feeding. And soon, your Honor, with banners flying and with drums beating we'll be marching backward, BACKWARD, through the glorious ages of that Sixteenth Century when bigots burned the man who dared bring enlightenment and intelligence to the human mind!"
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Zuri 2008/03/19 21:57:04
Kommentar löschenDie Gerichtsverhandlung ist schon sehr komisch, vor allem wenn Spencer Tracy zum Angriff übergeht.
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