Wer ist Hanna? - Kritik

DE/GB/US 2011 Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 26.05.2011

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Kritiken (33) — Film: Wer ist Hanna?

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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7.5Sehenswert

[...] Die Szenen, in denen Hanna erstmalig mit der Zivilisation und der damit einhergehenden Technologie in Berührung kommt sind sensibel und anschaulich und rücken den Film in diesen Momenten tatsächlich mehr in Richtung Arthouse, denn eines Thrillers. Auch die Anleihen an die Grimm’schen Märchen funktionieren im Kontext von Wer ist Hanna? ausnehmend gut und zeugen einmal mehr vom Einfallsreichtum des Regisseurs, um aus einem doch so geradlinig scheinenden Stoff ein kleines filmisches Meisterwerk zu machen.

Und dieses Meisterwerk, so bin ich mir sicher, hätte Wer ist Hanna? auch werden können, würde die Geschichte nicht an einigen gravierenden Punkten derart kranken, dass es dem Film als solchen den Einzug in den filmischen Olymp verwehren muss. Beeindruckt er zwar sowohl durch perfekt durchchoreographierte Actionsequenzen und einen zutiefst emotionalen Überbau, so schwächelt er doch merklich bei der nur unzureichend ausgestalteten Hintergrundgeschichte. Einzig, wenn man die Geschichte um Hanna als pures Märchen verstanden wissen möchte, würde dieser Mangel kaum ins Gewicht fallen, für einen Film aber, der mit derart starken Bildern, Figuren und Emotionen punkten möchte, ist die Ausarbeitung der Hintergründe hier eindeutig zu kurz gekommen, um nachhaltig überzeugen zu können. [...]

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus dem Kino und sind begeistert! Eine überraschende Mischung aus Thriller, Coming-of-Age-Drama und Märchen, eine Mainstreamactionstory mit dem Zungenschlag eines Arthousefilms erzählt. Die sehr einfallsreiche und souveräne Regie, die beeindruckenden Schauspieler und das mutige Drehbuch werden nur noch durch den Score der Chemical Brothers getoppt. Der beste Soundtrack seit sehr langer Zeit. (Mehr im Podcast)

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Ein Genrefilm für Leute, die Genrefilme nicht mögen: Überkandideltes Actionmärchen, mal unglaublich prätentiös, mal auf den billigstmöglichen Effekt hin inszeniert, mit schwachen, verschníttenen Actionszenen und einem fürchterlich gestrigen Fourtothefloor-Score der Chemical Brothers, die wohl die letzten zehn Jahre unterm Stein verbracht haben. Cate Blanchett schlägt sich zunächst recht wacker als Bösewicht, verfällt zum Ende hin aber wieder in ihre heißgeliebte Grimassiererei. So ganz traut sich der Film das Märchenkonzept dann doch nicht zu; das Finish entlarvt die Göre als handelsüblichen Bourne-Klon. Totally overhyped.

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Julio Sacchi

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Haha! Du bist einfach super, ich strecke die Waffen!


Adrian_Veidt

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„[…] und einem fürchterlich gestrigen Fourtothefloor-Score […]“
Stimmt so nicht, da das Spektrum des Scores mehr umfasst, wie z.B. Ambient und Experimentelles. Und so nebenbei, man könnte dir z.B. einen affektierten Stil, wegen des englisches Schlusswortes, unterstellen.


JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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8.0Ausgezeichnet

"Wer ist Hanna?" ist ein sehr ungewöhnlicher Genrebeitrag, der sich genau dadurch äußerst positiv von der Masse abhebt.

Man erwartet eigentlich einen Actionthriller, irgendwo zwischen den "Bourne"-Filmen und "Léon - Der Profi". An Action spart der Streifen gerade im Mittelteil gewaltig. Das Kunststück dabei ist, dass genau das ihm richtig gut tut. Von Langeweile ist keine Spur, viel zu gut und mitreißend umgesetzt ist es dafür. Ein weiteres Kunststück, denn die Geschichte an sich ist eigentlich auch gar nicht so gut, wie sie es einem zwischenzeitlich vorgaukelt. Die Grundstory ist sogar sehr simpel und gar nicht mal so neu, dafür eben verdammt gut erzählt. Oft sehr unterkühlt, leicht surreal, manchmal aber auch sehr warm und menschlich. Großen Anteil daran hat Saoirse Ronan, grandiose Leistung dieser so zerbrechlich wirkenden Jungdarstellerin.

Nochmal zurück zur Action: Wenn die dann kommt, ist auch das klasse umgesetzt. Keine bombastischen Explosionen oder großes Effektgewitter, temporeich, geradlinig, zackig, exzellent gefilmt. So muss das sein. Dazu ein phänomenaler Soundtrack der Chemical Brothers. Ihr musikalischer Beitrag passt zu den Szenen wie Arsch auf Eimer. Mal rasant, mal gefühlvoll, einfach perfekt.

"Wer ist Hanna?" hätte von der Story auch nur ein handelsüblicher Actiontitel von der Stange werden können, ist durch die Inszenierung aber Gott sei Dank weit davon entfernt.

Hanna hat so manches Herz verfehlt, meins aber nicht!

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

jacker

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Meins auch nicht!
Völlig rund der Film. Die actionsequenzen sind unheimlich dynamisch, trotzdem kann man aber (im Gegensatz zu so manchem Genrevertreter) noch etwas erkennen.
Und der Soundtrack ist BOMBE!
Nach dem Film direkt noch mal angehört (ist zum Glück auf spotify vertreten)..


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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8.5Ausgezeichnet

Wer ist Hanna?
Hanna ist ein geheimnisvolles Mädchen, im besten Teenager-, Pubertätsalter, aber für so etwas hat sie keine Zeit und trotz der Weite der finnischen Schnelllandschaft, in der sie seit klein auf lebt, keinen Raum. Denn Hanna wurde von ihrem Vater trainiert. Tag für Tag hat er sie auf etwas vorbereitet und nun, da Hanna alt und gut genug ist, beginnt es: ein mörderisches Hatz um Leben und Tod. Für Hanna der steinige wie gefährliche Weg zur Wahrheit und ich habe jede Minute mit gefiebert.

Dafür u.a. verantwortlich war diese raue aber dennoch leicht (alp)träumerische Atmosphäre. Alle Handlungsorte des Films, sei es das verschneite Finnland, das heiße Marokko oder die sterilen Gewölbe eines Headquartes, alles wirkt immer etwas surreal und verzerrt. Aber es passt, denn das „Wer ist Hanna?“ mit der Symbolik und Metapheristik des Grimm’schen Märchens hantiert, ist kein Geheimnis, eher im Gegenteil. Im Film gibt es böse Wölfe, gemeine Hexen, Lebkuchenhäuser, weise Könige, nur im Gewand eines modernen Thrillers. Dies ist nicht immer sehr subtil, aber hochgradig stimmungsvoll und dazu umweht der Film immer dieses „Mal was anderes“-Gefühl. Ein gutes Beispiel: Tom Hollander (bekannt aus „Fluch der Karibik 1 -3“) als leicht tuckischer Schurken-Sidekick, der mit seiner leicht asozialen wie nonchalanten Art weitaus mehr Bedrohung erzeugte, als andere Bad Guys der letzten Kino-Jahre. Dagegen wirkt Cate Blanchett als CIA-Hexe etwas fahl, aber es gelingt ihr und dem Film dennoch sie als große Gegenspielerin jederzeit interessant und präsent zu halten. Okay, dafür nutzt der Film einfachste Mittel und Charakterisierungen, aber es funktioniert bestens. Alleine die Erinnerung, wie sich Mrs. Blanchett im Film die Zähne reinigt, erzeugt in mir ein schauriges Gefühl. Die anderen Figuren bleiben ähnlich blass, besitzen aber Kontur. Da der Film „Wer ist Hanna?“ heißt, nicht „Wer ist Hanna und die Leute die sie trifft?“ (Sequel?) und die Macher zumindest bemüht waren, nicht nur Stereotype abseits von Hanna zu präsentieren, fand ich diesen Makel nicht sonderlich schlimm. Lediglich eine Figur, eine Bekanntschaft von Hanna, wirkte zu Reißbrettartig. Viel stereotyper fallen da leider die Wendungen aus. Hier hat man wirklich Potenzial verschenkt, aber hey, spannend ist es trotzdem und dies nicht zu knapp.

Im Kern ist „Wer ist Hanna?“ freilich gar nicht mal so außergewöhnlich. Der Film mischt Spionage mit Comig-of-Age und die ganze Wahrheit über Hanna ist im Grunde auch nicht mehr als Massenware, aber die Umsetzung stimmt halt einfach und damit meine ich nicht nur das Flair. Auch die Actionpassagen sind gelungen und dazu noch wunderbar gefilmt: dynamisch ja, hektisch nein. Es hat mir einfach sehr gefallen, dass der Film nicht versucht alles immer modern on top zu inszenieren, so sind die Szenen, in denen sich Hanna mit der heutigen Welt auseinandersetzen muss zwar hier und da recht amüsant, aber in ihrer Inszenierung eher darauf bedacht sich aufrichtig mit den Gefühlen der Titelheldin auseinanderzusetzen. Eine starke Leistung der Hauptdarstellerin rundet dieses sehr positive Bild ab. Ebenfalls zum sehr guten Gesamtbild zählt der tolle Soundtrack der Chemical Brothers. Verzichtet Wright auf trendy Kamera-Gewackel, so gibt es wenigstens trendy Musik. Warum auch nicht? Der Score ist fulminant, vielseitig und bietet einen hervorragenden akustischen Anstrich. Mein Soundtrack des Jahres.

Ich mag Joe Wright. Bis auf „Der Solist“ hat mich der Brite noch nicht enttäuscht und sein Audiokommentar zu „Abbitte“ ist einer meiner liebsten Non-Boll-Regiekommentare, doch mit Wright verbinde ich feudales Drama, elegantes Ausstattungskino aber gewiss nicht einen Film wie „Wer ist Hanna?“. Doch er hat seine Thriller-Taufe bestanden. Denn auch hier versteht es Wright eine fesselnde Story zu erzählen und grandiose Bilder zu erschaffen: mal organisch, mal opulent, immer mitziehend. Die Märchen-Thematik kommt darüber hinaus überall gut zur Geltung. Im grellen Weiß einer unwirklichen Schneelandschaft, genauso wie im urban-metropolen Berlin. Beeindruckend. Leider überspannt der Film es mit den Märchen gegen Ende. Die Anspielungen, die „Wer ist Hanna?“ vornimmt sind immer offenkundig, aber kurz vorm Finale wird’s dann doch zu viel und vor allem zu plump. Doch dann ist der Film eigentlich auch schon zu Ende. Ein seltsamer Film, genau wie seine Heldin, aber auch genau so faszinierend.

„Wer ist Hanna?“ Die falsche Frage. „Wie ist Hanna?“ passt besser. Meine Antwort: „Hanna“ ist atmosphärisch, gewiss nicht ohne Fehler, aber durchgängig fesselnd und obwohl der Film eigentlich nicht so speziell ist, wie es scheint, fühlt er sich dennoch wunderbar neuartig und vor allem individuell an. So was hatte ich wirklich vermisst.

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Haschbeutel

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Pfui :(


stuforcedyou

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@JohnnyKee: Vielen Dank
@seven: Auch dir danke. Ich muss gestehen, dass ich sehr geringe Erwartungen hatte, da der Plot auf'm Papier sich eher trashig laß. Ich glaube mit hohen Erwartungen wäre die Bewertung etwas niedriger.
@Haschi: .:.


Mr.Film: City of Cinema

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4.0Uninteressant

Ich bin ehrlich, gefreut hab ich mich auf "Wer ist Hanna?" ja schon. Denn wer wollte nicht wissen wer eben Hanna ist? Der Titel hat drauf heiß gemacht. Der Trailer hat drauf heiß gemacht. Die Bilder haben drauf heiß gemacht. Und der Anfang hat mir genau das gegeben was ich sehen wollte. Eric Bana war ganz große Klasse und Saoirse Ronan kommt als ein gefühlloses etwas gut rüber. Doch leider endet irgendwann der Auftakt und es beginnt der Mittelteil. Der Teil wo mich stark enttäuscht hat. Langeweile macht sich breit, überall diese Langeweile. Dazwischen gibt es aber auch recht nette Actionsequenzen die mehr als schön aussehen. Doch ein Problem hat mich den Film über die ganze Zeit verfolgt: Dieses Mädchen und ihre Leben hat mich einfach absolut nicht interissiert. Das lag wie gesagt nicht an den Schauspielern. Das alles hat mich einfach kalt gelassen. Deswegen kam mir die langgezogene Geschichte recht einschläfernd vor, grade mal das Finale hat mich wieder etwas aus dem Schlaf reißen können. Ein Plus gibts auch für die perfekt ausgewählte Musik, doch leider hat das den Film nicht viel besser gemacht. Meine Hoffnungen lagen auf Eric Bana, doch leider hatte der Kerl relativ wenig Screentime. Doch wenn er mal da war hat er gezeigt was er kann. Klasse Typ.

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Oceanic6

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Ok, das lasse ich gelten. ;) Schade zwar, dass es dich nicht berührt hat und 6,5 Punkte sind ja auch nicht schlecht... hab ihm ja selber "nur" 8 gegeben, hat ja definitiv seine Schwächen.


Haschbeutel

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duffy hatte mich halt angeheizt mit seiner "fast 10 Punkte" Euphorie. Hatte einfach zu viel erwartet. :(


Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

[...]
Der Film ist ausgezeichnete Unterhaltung für zwischendurch, ohne zu belasten. Der Soundtrack der Chemical Brothers zählt meiner Meinung nach zu den besten der letzten Jahre und unterstützt den Film dadurch immens in seiner Wirkung. „Ich hab dein Herz verfehlt“ sagt Hanna zu Beginn und am Ende des Films. Zumindest mein Herz hat sie jedoch nicht verfehlt. Ob das Ganze jetzt große Kino-Kunst ist, kann ich nicht beurteilen. „Kunst ist, was gefällt“, sagt man ja so. Und dann, ja dann ist „Wer ist Hanna?“ Kunst.

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Xander8112

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@alike: SO sieht eine formvollendete Kritik aus:
"Was für eine völlig dämliche Story in schönen Bildern verpackt.
Lahm, vorhersehbar und dröge. Schund in Vollendung..."
Gut begründet, sachlich formuliert, inhaltlich aussagekräftig und objektiv. Quellenangabe glaube ich unnötig...


-elviZ-

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17:33 ab Köln Hauptbahnhof


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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7.0Sehenswert

„Wer ist Hanna?“ ist kleines Kino mit großen künstlerischen Ambitionen. Vielleicht wäre hier weniger deutlich mehr gewesen. Im Gegensatz zum Eingangs mehrfach erwähnten „Kick-Ass“ wirkt das Konzept hier deutlich unrunder - für einen Actionfilm zu wenig Action, für einen Verschwörungsfilm zu wenig Verschwörung, für einen emotionalen Film zu wenig Emotionen usw. An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass ich „Kick-Ass“ für die bessere Hanna halte und daran ändert klarerweise auch der ein wenig deplatziert wirkende Soundtrack der Chemical Brothers nichts.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Weil das Drehbuch nur das Nötigste enthüllt, behält der Film stets seine interessante, leicht surreale Stimmung. Die elektronische Musikuntermalung von The Chemical Brothers funktioniert bestens und verleiht der ohnehin schon aufgeweckten Inszenierung voller komplexer Kamerafahrten einen zusätzlichen originellen Touch. „Wer ist Hanna?“ ist ein trotz auf den ersten Blick altbekannter Zutaten inspiriertes und erfrischendes, kurzweiliges und atmosphärisches Action-Drama mit spannenden Kulissen, attraktiver Besetzung und interessanten Charakteren, das an den richtigen Stellen auch mal Humor beweist und sich durch gewitzte Märchen-Anleihen sowie behutsam integrierte Coming-of-Age-Elemente auszeichnet. Einer der ersten Hoffnungsträger für das zur Hälfte abgelaufene Kinojahr 2011.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

[...]„Wer ist Hanna?“ wirkt auf ähnliche Art und Weise. Ein Film, der eher assoziativ funktioniert, als das er sich auf einen konsistenten und logischen Rahmen fokussiert. Regisseur Joe Wright gelingt so ein Crossover aus Roadmovie-, Coming-of-Age- und Actionelementen, das sich in seiner ausdrucksstarken Bild- und Tonsprache durchaus sperrig, dafür aber umso interessanter präsentiert. Das Abheben von dem typischen Hollywood-Einheitsbrei, der natürlich von einem Großteil des Kinopublikums nachgefragt wird, ist folgerichtiges Resultat dieses Unterfangens. Anders als in den standardisierten Actionfilmen Marke Bruckheimer oder Bay funktioniert die Actionszene in „Wer ist Hannah?“ als punktiert eingesetztes Stilmittel eskalierender sowie implodierender Realitäten und nicht als reiner Selbstzweck.[...]

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TheCorey: MovieMaze

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2.5Ärgerlich

Das lose Handlungsgerüst trägt "Hanna" nur in den seltensten Fällen und wird auch nicht von ihrem prätentiösen Märchenkonstrukt entschuldigt. Vielmehr sind die meisten Szenen ungemein anstrengend, während zugleich damit kokettiert wird, Coming-of-Age-Elemente zu integrieren, obschon diese albinohafte, asoziale Protagonistin ebenso wenig als Identifikationsfigur funktionieren will, wie die gesamte Vortäuschung einer Geschichte, die den Antrieb für Joe Wrights erste (und hoffentlich letzte) Auftragsarbeit darstellt.

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HorrorClown

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Ich finde die Kritik zwar einfach MIIIIIIIIIIES! dennoch @ adrolli Objektivität ist etwas dass kein Mensch in Bezug auf Filme hat. Jeder hat Vorlieben und einen Lieblingsfilm. Allein diese Tatsache beweist doch dass kein Kritiker der Welt objektiv an Filme herran geht! Oder nich?


Visionaire

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@ kritiker: ich fand den film auch scheisse, obwohl mir der trailer gefallen hatte und ich mich eig. drauf gefreut hatte! will die knapp eindreiviertel stunden meines lebens zurück -.- ...


Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

„Wer ist Hanna?“ ist ein merkwürdiger, reibungsvoller, spannender Mix aus Märchen und Thriller. Kaum ist der Hebel betätigt, rasen Flugzeuge über die einsamen Schneefelder. Müssen Vater und Tochter sich trennen.

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J. Löblein: Sächsische Zeitung J. Löblein: Sächsische Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

Regisseur Wright, der bislang vor allem durch sein kluges Kostümdrama „Abbitte“ aufgefallen ist, entlockt hier dem Aktions- und Spannungskino unversehens einige neue, wunderbar extravagante Töne.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Inmitten eines Kinojahrs das noch trauriger wirkt als 2010, überrascht "Wer ist Hanna?" mit einer skurrilen Story, die in ungewöhnlichen Bildern mit wunderbarem Gespür für Tempowechsel, Emotionen und Action serviert werden.
Was auf dem Papier noch wie ein "Hit Girl - der Film" wirkte wird unter der Regie von Wright zu einem einfühlsamen, mitreissenden, humorvollen und immer wieder sehr surrealen Trip irgendwo zwischen Bourne mit SciFi-Einschlag und Entwicklungsroman.

Als Glücksgriff entpuppt sich dabei Saoirse Ronan die Hannas kindliche Verletzlichkeit, die Naivität ebenso wie ihre kämpferische und grausame Seite brillant spielt. Schon in Peter Jacksons (leider misratenem) Loveley Bones war sie eines der Highlights und hier kann sie jetzt zeigen was sie wirklich draufhat. Zwischen Schock, Angst, Überlebenswillen und überraschend zärtlicher Erotik trägt sie als Hanna meisterlich den Film über seine oft verwirrende und sicher nicht absolut logische Story.

Cate Blanchet als fast comichafte Antagonistin, steht ihrer jugendlichen Widersacherin nur wenig nach und spielt die Schurkin als eine Art Dana Scully in der Menopause. Wie ihre Neonazi-Handlanger ballanciert sie gekonnt auf dem schmalen Grad zum Grotesken, zum Overacting ohne je komplett lächerlich zu werden und erschafft somit Gegner die man zu hassen liebt.

Doch auch technisch überrascht Joe Wright immer wieder und lässt den 30 Mio.$-Streifen spannender und Abwechslungsreicher aussehen, als viele Blockbusterstreifen mit Effektoverkill. Die wenigen Action-Szene sind geschickt über die Laufzeit verteilt, halten das Tempo und lassen doch immer wieder viel Zeit zwischendrin, um Hanna kennenzulernen und mit ihr eine fremde Welt zu erkunden. Ob die waghalsig-montierte Flucht aus dem geheimen Regierungsgebäude, das Zusammentreffen mit US-Touristen, mit deren Tochter sie sich anfreundet oder der Showdown im phantasievoll-treffend inszenierten Berlin - irgendwo zwischen Großstadthölle und Märchenwald - immer findet Wright passende Bilder und balanciert perfekt Spannung, Härte, Humor und Gefühle.

Mal zärtlich langsam und poetisch verträumt, mal schmerzhaft brutal, absurd komisch und voller Tempo, wird Hanna nie eine Sekunde langweilig und schafft es wieder und wieder zu überraschen, obwohl die eigentlichen Storymechanismen im Grunde weder neu noch wirklich komplex sind.

Eindeutig schon jetzt ein Highlight des Jahres und das von einem Regisseur, der bislang eher durch gepflegtes Ambitionsdrama, denn durch innovative Bilder auffiel.

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Katharina Sachs

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Einen Kommentar zum Film könnt Ihr hier lesen:

http://www.suite101.de/content/wer-ist-hanna-2011-a114556


Batzman

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ich auch.... das kommentarspamming nimmt mittlerweile schon arg zu.


Hitmanski: It's just a film, cereality...

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8.0Ausgezeichnet

"Where do you come from?" -

Es ist der vielleicht ehrlichste und nicht selten auch berührenste Genrefilm (wenn man HANNA den überhaupt so nennen möchte) mit einer jugendlichen Hauptfigur geworden, den das Kino seit ein paar Jahren hervorgebracht hat.

Was HANNA von den in letzter Zeit so inflationär oft auftauchenden Comic-Amazonen eines Zack Snyder oder Matthew Vaughn, aber auch von der zum Prototyp hochgejazzten LEON-Lolita unterscheidet, ist in erster Linie der Mut, wirkliches Verständnis für die Protagonistin und deren Probleme aufzubringen: Saoirse Ronan ist das Zentrum des Films, ihre Odyssee durch die ganze Welt und zu sich selbst, der dominierende Handlungsstrang, den Wright nie aus den Augen verliert, und nur dezent -und damit wohltuend gegen die Erwartungshaltung des Publikums gebürstet- mit schnell geschnittenen Actionsequenzen und Geheimdienst-Aufhänger anreichert. Rache und Gewalt sind damit zwar auch in HANNA omnipräsente Themen, und doch gerät der Film nie in die gefährlichen Untiefen einer zweifelhaften Glorifizierung von Brutalitäten - die Schmerzen, die Wright seine Figuren auf vielen Ebenen erleiden lässt, haben etwas authentisches an sich; die eiskalt-präzisen Mordakte verlieren nie ihre unmenschlichen Züge.

Und obwohl der Regisseur mit eben jenen Szenen bekannte Genre-Muster aufbricht, dem Zuschauer ein unhinterfragtes Identifikationsangebot, oder besser: eine klassische Heldin, vorenthält, ist HANNA ein durchaus emotionaler Film. Einer, der den in Bildern voller kühler Tristesse eingefangenen Road Trip seiner Figur nicht zum Sightseeing herunterbricht, sondern als Synonym für pubertäre Sinnkrise, Identitätssuche in einer fremden Welt und für verlorene Kindheit verstanden haben möchte, und der es sich tatsächlich traut, sein Publikum -ebenso wie Hanna selbst- in eine ungewisse Zukunft zu entlassen. Eine kleine Perle, und die erste wirkliche Überraschung im noch jungen Kinojahr 2011.

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Oceanic6

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Hab ich das was nicht mitbekommen. Jetzt erleuchtet? Mhm, das musst du mir nochmals beweisen <3


der cineast

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Lach' kurz ins Kissen.


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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6.5Ganz gut

[...] Die Spannung des Films kann über weite Strecken aufrecht erhalten werden, obwohl es einige Durchhänger gibt. [...]

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Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

'Wer ist Hanna?' Nein, einen Moment mal, da stimmt was nicht. Was ist Hanna? 'Hanna' ist nicht das, was ich erwartet hatte, nämlich einen durchgestylten 0815-Thriller mit einem Mädchen in der Hauptrolle. Ganz im Gegenteil: Joe Wright (Abbitte, Stolz und Vorurteil) präsentiert uns einen skurillen Mix aus Drama, Action und teils Komödie. Ob diese Kombination aufgeht, erfahrt ihr jetzt!

Die Geschichte dreht sich um ein Mädchen, welches durch ihren Vater fernab aller Zivilisation zu einer Killerin ausgebildet wird, bis sie irgendwann erwachsen genug ist, ja für was eigentlich? Das, was anschließend passiert, ist, dass der Zuschauer einen der ungewöhnlichsten Thriller der letzten Jahre vorgesetzt bekommt. Wunderschön bebildert, grandios choreographierte in den actionreichen Szenen, technisch herausragend umgesetzt, ein Score, der zum Ohrwurm verdammt ist, und... Saoirse Ronan (!). Was diese Jungdarstellerin hier nach 'Abbitte' erneut an schauspielerischem Talent auffährt, ist überwältigend. Nahezu akzentfrei spricht sie mehrere Sprachen, dann dieses Hin- und Her zwischen verständnislosem, unschuldigem, liebevollem Mädchen und Killer-Maschine, das ist einfach ganz große Kunst.

Regisseur Joe Wright stellt bald klar, dass dies kein gewöhnlicher Actionfilm sein wird. Viel zu viel Zeit lässt er sich in vielen Einstellungen, immer wieder fühlte ich mich wie im Arthouse-Kino. Genug Platz für Seltsames, Schönheit und Lustiges bietet der Film ebenso wie für Dramatik und Brutalität. Jede Szene bleibt einzigartig in ihrer Art und Weise, und das ist doch das Ziel von Kino, oder nicht?! Dass diese Mixtur nicht jedermanns Geschmack und Laune treffen wird, liegt auf der Hand, ich fühlte mich mit den zwei Stunden mehr als nur gut aufgehoben und unterhalten.

Fazit: Ein intelligenter und temporeicher Arthouse-Action-Film, eine Ode an die korrekte Erziehung unserer Kinder, ein Erwachsenenmärchen, Chemical Brothers' genialer Score, Saoirse Ronan so toll wie eh und je, poetische Aufnahmen, grandiose Momente,...! Alles in allem ein Film, der sicherlich nicht perfekt ist, denn ein wenig mehr Tiefgründigkeit hätte ich mir trotzdem gewünscht, jedoch im überraschungsarmen Kinojahr 2011 als Glanzleistung zu sehen ist.

Hanna: "What does music feel like?"
Erik: "Music: a combination of sounds with a view to beauty of form and expression of emotion."

Ein wunderschönes Abschlusszitat zu einem wunderschönen Film wie ich finde.

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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

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7.5Sehenswert

Hanna, dieses neue Wolfskind im Schafspelz abstrakter Bildung und antrainierter Rollenspiele, geht einen bizarren, oft brutalen, aber stets spannenden Weg zur Wahrheit. Wrights so grausamer wie verträumter Film bestätigt somit die alte Regel, dass die finstersten Märchen zumeist die besten sind.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Wer ist Hanna? ist ein guter Thriller. Einer, in dem die Gegner gleichzeitig attackieren. Packend inszeniert bis zur letzten Minute, aber leider nicht durchweg logisch und auch nicht unbedingt raffiniert aufgelöst. Eben keine Geschichte, die nach einem Oscar schreit. Aber eine, in der sowohl Wright als auch Ronan ihre Wandelbarkeit beweisen können.

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.5Sehenswert

Vielmehr ist Wer ist Hanna? ein märchenhaft verschlüsselter Essay über die Entdeckung der Welt und ihr blutiger Kampf gegen böse Mächte die reinste Poesie. [...] Mit ihren schwelgerischen Bildmontagen und einem ambitionierten Techno-Soundtrack der Chemical Brothers gehört Joe Wrights psychologische Parabel zu den künstlerisch aufregendsten Filmen der letzten Jahre.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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7.0Sehenswert

Hanna erzählt eine ungewöhnliche Geschichte mit überzeugendem Ensemble und starkem Stil: Der Film von Kultur-Regisseur Joe Wright („Abbitte“ 2007, „Stolz & Vorurteil“ 2005) begeistert zeitweise als außerordentlich guter Techno-Track in Ton und Bild mit atemberaubend raffinierten Übergängen von Geräuschen zur Musik der Chemical Brothers.

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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online

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8.0Ausgezeichnet

Joe Wrights Actionfilm Wer ist Hanna? ist nichts für Wahrscheinlichkeitskrämer. Dem Drehbuch der Debütanten Seth Lochhead und David Farr lohnt es sich nicht wirklich zu folgen. Der Plot ist löchrig, mit der Logik hapert es, und zahlreiche Anschlüsse passen schlichtweg nicht. Aber das ist nicht weiter wichtig, ist der Thriller doch nichts anderes als eine einzige lange Hatz durch Zeit und Raum. [...] Kameramann Alwin H. Kuchler agiert in Bestform: Mit langen Fahrten, wüsten Schwenks, rasanten Zooms und gewagten Perspektiven beweist er, dass er sein Metier perfekt beherrscht. Mit Wer ist Hanna? ist Kino wie eine Achterbahnfahrt. Jason Bourne hat eine Schwester bekommen.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Bis zum Showdown von Wer ist Hanna? inszeniert Joe Wright eine Hetzjagd über den Globus, für die er so noch nie gesehene Settings gefunden hat. Ob in Marokko, im Containerhafen in Hamburg oder einem verblüffend authentischen Kreuzberg - vor der Kamera werden die Originaldrehorte zu visuell erlesenen Kulissen für explosive Action und die Suche des jungen Mädchens nach seiner Identität. Am beeindruckendsten gelingt der Showdown in dem märchenhaft-gespenstischen, von der Natur überwucherten alten Vergnügungspark im Plänterwald, bei dem auch die deutschen Schauspieler Gudrun Ritter und Martin Wuttke kleine, aber feine Rollen haben.

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Roderich Fabian : BR Roderich Fabian : BR

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8.0Ausgezeichnet

Wer bei Wo ist Hanna? auf seine Kosten kommen will, sollte nicht viel auf die letztlich banale Story geben und sich auf die Details konzentrieren. Und auf Hauptdarstellerin Saoirse Ronan. Die erinnert nämlich oft an eine Kollegin, die ebenfalls schon im Teenager-Alter Hauptrollen in interessanten Filmen bekam und uns seit 40 Jahren als Star erhalten geblieben ist. Mit anderen Worten: Vielleicht ist Saoirse Ronan die neue Jodie Foster.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Obwohl sich das Drehbuch der Erstlingsautoren Seth Lochhead und David Farr keineswegs stimmig ausnimmt, hilft das hohe, von der teilweise psychedelischen Filmmusik der Elektroband „Chemical Brothers“ unterstützte, Tempo über die Logikunstimmigkeiten hinwegzukommen. Die Kamera von Alwin Küchler wechselt lange Einstellungen und Sequenzen mit schnellen Schwenks ab, wobei die Kampfszenen zwar teils aus ausgefallenen Perspektiven inszeniert werden, aber ohne die sonst übliche Wackelkamera auskommen. Den ständigen Rhythmuswechsel unterstreicht ebenfalls die Montage von Paul Tothill, die schnelle Schnitte etwa in den Kampf- und Verfolgungsszenen mit langen Nahaufnahmen von Hannas Gesicht verknüpft, die das Geheimnisvolle an ihr zu erkunden suchen.

Dass die Schlusssequenz von „Wer ist Hanna?“ im Gebrüder Grimm Park Berlin angesiedelt ist, wo die böse Hexe Marissa buchstäblich aus dem Rachen des bösen Wolfs zum Showdown erscheint, betont den märchenhaften Charakter von Joe Wrights Film. „Wer ist Hanna?“ verwebt großartige Schauwerte mit rasender Action, aber auch mit Elementen des Science-Fiction-Genres. Für den Zuschauer wird sich ebenfalls die im deutschen Filmtitel enthaltene Frage abschließend klären, die mit genetischen Eingriffen im Zusammenhang steht, womit „Wer ist Hanna?“ eine tiefgründige Dimension jenseits des bloßen Actionthrillers erhält.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Hanna zieht aus, um die Welt zu entdecken. Sie verlässt die Märchenhütte im verschneiten Nirgendwo, um sich auf eine traumähnliche Reise voller Gefahren und Unwirtlichkeiten zu begeben. Ihr Kampf gegen skrupellose Agenten markiert einen entscheidenden Übergangsritus in ihrem Leben, und am Ende muss sie sich der bösen Hexe stellen, um zu einer Identität zu finden. Wright erzählt HANNA als Initiationsabenteuer eines Teenagers und als Geschichte der Zivilisation, vom anfänglichen Leben in steinzeitlichen Verhältnissen bis hin zur Plattenbausiedlung in Berlin. Zuletzt begegnet das Märchen seiner eigenen Illusion: In den vermoderten Überresten des Spreeparks im Plänterwald landet die böse Hexe im Wolfsmaul einer Wildwasserbahn! "Hanna" ist von Beginn an konventionsloses Kino, das einen immer da hinführt, wo man es am Wenigsten erwartet. Joe Wright, zwischen gepflegter Jane-Austen-Adaption und bekömmlichem Oscarmaterial bisher nur schwer als Autorentalent zu fassen, empfiehlt sich schlagartig als einer der aufregendsten europäischen Regisseure der Gegenwart. [...]

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

BlueSquirrel

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Vega und der Frankfurter Stadtkurier ergibt eine gute Mischung. Ich bin schon auf dem Weg.


Hooded Justice

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Wow, hätte gar nicht gedacht, dass er so gut ankommt. Dann werd ich ihn mir wohl auch reinziehen müssen : )


Bandrix: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

Gesneaked.
Na sieh mal an. Hin und wieder schafft es das Kino auch mal Filme in der Sneak Preview zu zeigen, die ich auch wirklich sehen will.
So geschehen mit "Wer ist Hanna?".
Joe Wright, bisher keinerlei Erfahrung im Thrillerbereich, liefert gerade mal locker aus dem Handgelenk den bisher besten Film im oben Genannten Bereich in diesem Jahr ab.
Die Actionszenen pressen einen förmlich in den Kinosessel, die Inszenierung schäumt über vor lauter außergewöhnlichen Kameraeinstellungen und natürlich auch Kamerafahrten. Da gibt es hübsche Plansequenzen, beispielsweise mit Eric Bana in der Berliner U- Bahn.
So ist "Wer ist Hanna" vor allem optisch ein Fest. Positiv ist auch, dass die Action niemals ermüdet oder zum Selbstzweck verkommt. Sie ist immer dann zur Stelle wenn sie gebraucht wird und unterstützt die Spannungskurve im Aufbau. Zudem wird der neumodische Soundtrack perfekt genutzt und trägt noch einmal zum großen Spannungsgehalt des Filmes bei.
Manchen mag das Design der Bösewichte vielleicht irritieren, ich fand sie jedoch ungeheuer böse und gleichzeitig ironisch. Ein herrlicher Gegensatz, der dem Film gehörig Frische verleiht.
Einziger Kritikpunkt ist die Story, die zwar anfangs etwas originell daherkommt, jedoch nicht alles wirklich auflöst.
So wird nicht klar, wieso Cate Blanchett nun wirklich hinter den Beiden her ist, woher der immense Hass kommt. Allerdings kann man sich das auch denken.
Die extreme Unterteilung in Gut und Böse passt hervorragend, mutet alles doch ein bisschen wie ein Coming of Age - Märchen an. Immerhin ist Hanna ein kleines Mädchen, das die Welt eben so unterteilt. Auf die Grimmsche Märchenwelt wird innerhalb des Filmes sowieso oft genug verwiesen. Trotz der eindimensionalen Charaktere gibt es also Sympathiebolzen, als auch widerliche Schufte.
Ein lustiges Detail ist auch die Kleidung der Darsteller, die die Rollenverteilung noch einmal unterstreicht. So präsentiert sich Blanchett in grauen Anzügen oder, wer hätte das geahnt, in grauen, streng wirkenden Röcken.
Die Schauspieler sind allesamt erste Sahne, vor allem Saoirse Ronan kann vollends überzeugen. Sie mimt die unsichere Killerin mit Bravour. Gefangen zwischen Kindsein und dem Erwachsenendasein meistert sie Momente der Unsicherheit genauso gut wie Augenblicke der Kaltherzigkeit.
Eric Bana ist endlich mal wieder in einem richtig guten Film zu sehen und Cate Blanchett passt als quasi böse Stiefmutter( kein Spoiler, einfach ein Bezug auf die grimmschen Märchen.) wie die Faust aufs Auge.
Alles in allem hat Joe Wright alles richtig gemacht und uns einen Actionthriller abgeliefert, der jedem, der auf eben jene Filme ohne viel Krawumm oder Effekte steht, gefällt. Viel Atmosphäre, viel Können, gar keine Seelenlosigkeit.
So werden Thriller gemacht.

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JohnnyKee

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Jetzt freu ich mich noch mehr auf den Film als ich es schon seit Monaten tu ;)


alexandravonkappen

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Na, das hoert sich ja an, als ob es endlich mal wieder einen GUTEN Film gibt!! Sehr schoen!


alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

So gut können Action-Thriller sein! Fern aller doofen Bourne- oder „Kick Ass“-Vergleiche findet „Wer ist Hanna?“ die eigene Nische. Denn trotz der einfachen Geschichte weiß Regisseur Joe Wright durch eine nüchterne Bildsprache und einzigartige Drehorte dem Rache/Spion-Thriller neue Aspekte abzuringen. Die toll-dreisten Damen Saoirse Ronan als kleine, naive Kampfmaschine und Cate Blanchett als eiskalte CIA-Agentin tragen ihr Übriges zum positiven Gesamteindruck bei. Und so darf „Wer ist Hanna?“ auch an vielen Stellen unwahrscheinlich platt und überspitzt daherkommen, das stört nicht, denn die widersprüchlichen Comic-Figuren machen aus Wrights Film ein außergewöhnliches Potpourri, das den Kinobesuch lohnt. „Wer ist Hanna?“ kann man in der Tat viel vorwerfen, aber die heutzutage beliebte Abgegriffenheit und Gleichschaltung – dem Zuschauer bildsprachlich bloß nicht überfordern und dementsprechend das ewig gleiche Gewäsch überzustülpen - bietet der Streifen eben nicht. Diese überzeugende Sprunghaftigkeit in der Inszenierung, die musikalische Untermalung durch die Chemical Brothers lassen den Zuschauer federleicht durch die Welten gleiten: eben im Panoptikum, landet man nun im Märchen und schwuppdiwupp ist man in einen Tech-Thriller hineinkatapultiert worden. Großartig. Und Wright hat nach „Abbitte“ übrigens die nächste fabelhafte Plansequenz, diesmal mit Eric Bana im Mittelpunkt, zur Hand. Sieht schnieke aus. Insgesamt ist das ein cooles Ding – mit Abstrichen, aber gerade diese sorgen für die herausragende Stellung des Films. Einmal um die Ecke gedacht ist „Wer ist Hanna?“ das bessere „Alice im Wunderland“.

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der cineast

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sehr brutal?


Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.0Ausgezeichnet

Hanna ist gute, solide Filmgestaltung. Dies erreicht der Film durch stilistische Ordnung und Disziplin, eine klare Storyline und geniale Actionszenen. Es sind nicht nur Geballer und Explosionen. Saoirse Ronan nimmt eine schwierige Rolle auf sich, die sie mit links schafft und dabei genauso viel Selbstbewusstsein an den Tag legt wie in Abbitte. Einen Film wie diesen zu schauen, bedeutet die geistlose Verwirrung von Filmen wie Battle: Los Angeles neu zu verstehen.

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der cineast

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:D


Billmaik

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Aber der gute Roger kann doch nix für die erbärmliche Übersetzung...


Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel

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7.5Sehenswert

Dies ist ein Bourne-Film, in dem der Held ein Mädchen ist, das der Welt vollkommen naiv gegenübersteht. Sie hat noch nie eine Stadt gesehen, wurde noch nie geküsst. Aber die große, böse Welt da draußen hätte sich besser wappnen sollen. [...] Hanna ist abwechselnd nervenaufreibend und witzig, eine Version von The American, in der unsere einsame Killerin auf erheiternde Weise von Details einer Welt, die sie kaum kennt, berauscht wird.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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5.0Geht so

Die Kompositionen in Hanna sind dicht und leuchtend, gefüllt mit Informationen und beharrlich gegenüber dem, was der Betrachter sehen soll, und was nicht. Regisseur Wright hat genug zu bieten, doch es scheint mehr angewandt als natürlich, […] Wenn man Ronan und Blanchett hat, ganz zu schweigen von Bana, Hollander und Williams, neben anderen, muss man nicht jede Karte ausspielen die man hat.

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Hitmanski

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Geht nicht nur dir so.


Schlegel

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Scheint Ultrakunst zu sein.


J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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8.0Ausgezeichnet

Düster, instinktiv und voller Spannung. Hanna ist kein Nachfolger von Stolz und Vorurteil oder Abbitte, wie man es von Regiesseur Joe Wright erwarten könnte. Dennoch, hier ist er: ein verblüffend origineller Thriller, der Frankenstein, den Gebrüdern Grimm und David Lynch genau soviel schuldet wie A Clockwork Orange, Leon der Profi und der Bourne Identität. […] Hanna ist ein exzellenter Thriller und einer der besten Filme der ersten Hälfte von 2011.

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Dr.Eule

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Verstörend, wie du hier Äpfel mit Maronen und Eicheln vergleichst ... einfach nur verstörend.


Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

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2.0Ärgerlich

Hanna ist künstlich, prätentiös und nicht wert, dass man ihn sich anschaut, nicht einmal für den Genuss erstklassige Talente zu sehen, die sich zu zweitklassigen Idioten machen. Vielleicht wurde der Film während Frau Blanchetts gefeierten Theaterinszenierung von Endstation Sehnsucht gedreht, was erklären würde, warum sie eine schwer bewaffnete europäische Geheimagentin spielt, die wie Scarlett O'Hara spricht.

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Kommentare (298) — Film: Wer ist Hanna?


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D4L0s3r

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Bewertung5.5Geht so

Der Anfang verspricht viel, doch der Film kann es nicht halten.

ACHTUNG SPOILER:

Man erfährt bis zum Schluss nicht wirklich, wer Hanna ist und warum sie gejagt wird - bzw. nur sehr schwammig. "Genetisch verändert, um den ultimativen Soldaten zu erschaffen". Der Hauptteil des Films ist eine unnötig lange, uninteressante Verfolgungsjagd.

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StrykeOut

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Odyssee der Sparsamkeit #2

"Wer ist Hanna?" hat mich tatsächlich ganz schön überrascht. Denn man könnte auch genauso gut fragen: "Was ist Hanna?". Der Film stellt sich nämlich als furioser Mix aus Agententhriller, Action-, Road- und Teeniemovie dar.

Erzählt wird die Geschichte von Hanna, einem Mädchen, dass von ihrem Vater, einem Ex-Agenten, in der finnischen Einöde aufgezogen und trainiert wird. Ihr Vater bildet sie in Selbstverteidigung, Überlebenskunst und diversen Sprachen aus, um sie auf einen Auftrag zu schicken: Herauszufinden, wer sie ist.

Diese Mission lässt Hanna exotische und weniger exotische orte bereisen und ruft auch bald Verfolger in Form der CIA auf den Plan.

Soviel zur Story. Zugegeben, sie ist nicht das Glanzstück des Films. Zu oft hat man Elemente daraus schon gesehen (Bourne anyone?) und zu oft tauchen Figuren an Orten auf, ohne, dass eine Erklärung geliefert wird, wie sie dorthin kommen und wieso sie es tun.
Aber ehrlich gesagt stört mich das nicht.
Filmisch ist der Film einfach zu rund, um der etwas seichte Story auch eine seichte Bewertung folgen zu lassen. Regisseur Joe Wright trifft hier stets den richtigen Ton und wechselt meisterhaft das Tempo. Der Film reiht knallharte Kampfszenen an ruhige Momente eines Mädchens, das die Welt und ihre Möglichkeiten entdeckt. Einen lesbischen Kuss zweier Teenager an Folter und Mord.
Weil sich Joe Wright dabei aber Zeit lässt, wirkt das ganze sehr rund und mitreißend.

Daran sind sicherlich auch die großartigen Schauspieler nicht unbeteiligt.
Saoirse Ronan spielt Hanna als verletzliches, neugieriges und verwirrtes Mädchen so gut wie als eiskalte Killerin. Unterstützt wird sie dabei von ihren Gegenspielern. Cate Blanchett als gefühlskalte, berechnende CIA-Agentin und Tom Hollander als sadistischer, wahnsinniger Nazi im Trainigsanzug, die die perfekte Balance zwischen grotesk und "over the top" halten.

Hinzu kommt die tolle Optik des Films. Die Kamera fängt wunderschöne Aufnahmen ein und sorgt mit beeindruckenden Plansequenzen und Kamerafahrten für reichlich Spannung und Adrenalin bei den super choreographierten Kämpfen.

Wirklich innovativ oder tiefsinnig ist "Wer ist Hanna?" natürlich nicht, aber für meinen Geschmack muss das auch nicht jeder Film sein. Als spannender, emotionaler und rasanter Genremix funktioniert der Film hervorragend und er unterhält mit seinem hohen filmischen Niveau und den tollen Schauspielern über die komplette Laufzeit.

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Leon Groß

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Regt an zum Nachdenken."

So einen Film habe ich in meinem Leben noch nie gesehen.

Ein sehr guter Film, leider an manchen Stellen zu sehr verstörend.

Aber dies ist ein Film, den man gesehen haben muss.

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piedro

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Abwechslungsreicher Thriller mit einem großartigen Soundtrack!
Immer wieder gerne.

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The-Orange-Guy

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Handlung fängt vielversprechend an und lässt dann leider immer mehr nach. Dennoch schafft es der Film das zu sein, was er sein möchte: Ein optisch gut aussehender Agententhriller mit einem hammer Soundtrack.

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AvonBarksdale

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Bewertung7.0Sehenswert

nicht schlecht, besser als ich erwartet hätte
hat super angefangen und gegen Ende leider immer mehr nachgelassen, aber die Actionszenen waren sehr gut, die Schauspielleistung von Saoirse Ronan ebenfalls und die Kulissen waren sehr schön

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HaudenLukas

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Bewertung5.0Geht so

"Wer ist Hanna" fügt dem Agententhrill eine kleine neue Note hinzu. Der Mix aus Teenagerdrama und Agententhriller wirkt dabei aber nur teils gelungen, kann aber dank seiner Darsteller den Zuschauer über weite Strecken bei Laune halten.

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anna-molly

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Bewertung7.5Sehenswert

meiner Meinung nach ein sehr gelungener Film, der nicht unbedingt so mainstream ist.. Super Kulissen, die Handlung ist gut, wenn auch ausbaufähig, aber trotzdem ne gute Unterhaltung. Grandios ist vorallem der Soundtrack

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Scipio

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Bewertung3.0Schwach

Überflüssig!

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Mitternachtselbin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Anfang hat szenisch echt was hergemacht... doch der Plot war dann leider weniger spannend. Schade, ich hatte mir etwas mehr versprochen.

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Heimacker

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Supergirl-Film - na toll! Der Plot ist völliger Schwachsinn, aber dafür sehr unterhaltsam in Szene gesetzt! Es gibt den Ex-Agenten-Naturburschen mit Traumfigur, der am Arsch der Welt ein mutierte Göre zur Kampfmaschine mit Lexikonwissen ausbildet, eine böse CIA-Hexe mit Pumuckl-Frisur, die erst'mal ihr Double meucheln lässt, eine Ex-Hippie-Familie mit nervigen Blagen, eine blonde, trippelnde Reeperbahnschwuchtel, die eine Horde Nazi-Schläger befehligt, eine gute Oma und einen verschrobenen Clown, der im abgewrackten Plänterwald wohnt. Letzterer ist m.E. die schönste Rolle im Film und mit Martin Wuttke toll besetzt. Den brauchte man für die Rolle weder kämmen noch schminken. Gäbe es nicht die brutalen Mordszenen, könnte der Film als Pippi-Langstrumpf-Folge durchgehen. Die meiste Zeit sind alle am Rennen und Hauen, d.h., die Action wurde nicht bloß am Computer gemacht. Für mich ist der Film kein Thriller oder Drama sondern kurzweilige SF-Action. Ansonsten sagt es Hanna mit ihrem ersten und letzten Satz: Ich habe dich leider nicht ins Herz getroffen!

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Hagen Hagen

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Bewertung5.0Geht so

Eric Bana am ZOB und Cate Blanchett im Plänterwald. Was sich liest, wie ne glatte 10 ist leider nur hirnsträubender Blödsinn, durch den sich die Protagonisten mit jeweils einem durchgehenden Gesichtsausdruck schleppen. Schade.

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Niho

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich bin ganz schön schockiert, wie der Film gelobt wird. Aber naja ... jedem das seine.

"Wer ist Hanna?" ist ein enttäuschender Film, der abgesehen von den Schauspielern, der Kamera und einigen wenigen unterhaltsamen Abschnitten / Szenen nicht mitreißt, weil sich die Spannung immer nur kurz aufbaut.

Neben der vorhersehbaren und öden Story gibt es aber noch einen riesigen Kritikpunkt:
Dieser Film wird als Actionthriller angepriesen, ist aber einfach nur eine Zusammenwürfelung von verschiedenen Genres. Ich habe mich oft gefragt in welche Richtung der Film jetzt eigentlich gehen will.

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Dr.Eule

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Bewertung3.0Schwach

Faszinierend.
Wer hätte gedacht, dass man heutzutage schon für derart stumpfsinnige "Unterhaltung" solch positive Kritiken erhält ... Generation Frauentausch macht alles möglich.
Kurzum der Film ist einfach Käse. Und damit mein ich den richtigen, üblen, blauschimmelnden Stinkekäse.
Das Öffnen einer Flasche Brause ist gehaltvoller, zum Glück gab es im Fernsehen wenigstens Werbepausen, um sich zumindest diesem spritzigen Vergnügen zu widmen.

mmmmh lecker ... Brause!!!111elf

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puppetmasterSD

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der blauschimmel hat wohl eher deine augen und ohren befallen!?
der film ist das genaue gegenteil von dem wie du es beschreibst.
intelligent, spannend und durchaus auch an der ein oder anderen stelle gesellschaftskritisch.

und nein, ich gehöre nicht zur generation frauentausch sondern stehe vor meinen ingenieurabschluss.


._-x.Elias.x-_.

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Nur weil du Ingenieur wirst, heißt das ja noch lange nicht das du ahnung von guten filmen hast. Auch Ingenieure sind fans von Alarm für Cobra 11. :D Ich werd mir diesen film hier aufjedenfall nicht geben, hab kein bock auf 120min trailer szenen, sowie einer unnachvollziehbar, flachen Geschichte mit haufenweiser lücken bzw. Denkfehlern und schmunzel Humor. :)


hallidalli

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Bewertung7.0Sehenswert

Toller Streifen, tolle nonstop Action, knackiger Soundtrack. Tolle Kulissen wie Hamburg, Potsdam oder den Spreepark. James Bond & Die Bourne Identität lässt grüssen.
Sehr cool war die Szene beider Mädels im Containerhafen. ^^
Ich wünsche mir einen zweiten Teil. :)

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victoria-glambert

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer ist Hanna? Hanna - das Mädchen mit den eisblauen Augen.

Ein sehenswerter Action-Thriller mit einer guten Story und einer tollen Schauspielerin in der Hauptrolle.

Ebenfalls Punkte gibt es für die Bilder Sprache und die "Erholungspausen". Abzüge für einige nervige Charaktere wie zum Beispiel Sarah.

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victoria-glambert

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Ups. Sophie meine ich.


vuvuzela

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein sehr gut besetzter Thriller, wo man praktisch keine schauspielerische Defizite feststellt. Jetzt kommt das "aber" die vielleicht auf dem Papier noch brauchbare Story wurde so übel, mit logischen Lücken, umgesetzt, dass sich einem die Nackenhaare sträuben.

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Johannes Jarchow

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Bewertung5.0Geht so

Eine Aneinanderreihung von Handlung ergibt noch lange keine Geschichte, wie diese hochgezüchtete, kleine Komödie eindrucksvoll belegt. Und eine weiße, lange Unterhose auf nasser Erics Banane keinen hohen Bunnyfucktor.

Bunnyfucktor: 6

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TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

"Wer ist Hanna?" fängt wahnsinnig stark und bildgewaltig an, flacht dann aber leider immer mehr ab. Die Darsteller können einiges und die Handlung ist interessant, aber die Umsetzung ist meist langatmig und nicht sehr gut in Szene gesetzt. Einige Charaktere finde ich grandios, andere sind zum Gähnen. Das Ende wiederum gefiel mir wieder besser - alles in einem ein etwas überdurchschnittlicher Film mit (leider) zu vielen Schwächen.

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Bourbon

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Bewertung5.0Geht so

Einige Produzenten bzw. Regisseure haben es wirklich drauf, einen Film mit einer guten Grundlage und Idee langweilig zu machen. Anscheinend fehlt hier einfach das "Talent" dazu, wobei ich dies bei Joe Wirght nicht wirklich sagen kann. So verspricht auch der Anfang von "Wer ist Hanna" einen sehenswerten Film nach "Jason Bourne"-Manier. Die Protagonisten überrascht hier und da mit Taten und Fähigkeiten, die man gar nicht für wahr haben möchte. Positiv aufgefallen ist auf jeden Fall die Schauspielerin, die Hanna gespielt hat. Auch die Konfrontation mit der Welt, die ihr bisher verschlossen wurde, wurde gut umgesetzt. Als dann später die Wahrheit offenbart wird – die man schon etwas vorhersehen konnte – habe ich gehofft, das der Film jetzt noch einmal an Fahrt aufnehmen wird. Aber pustekuchen. Nichts dergleichen. Anstatt dies weiter auszuweitern, spannender und mit Wnedepunkten zu gestalten, hat man es bei dieser lahmen und langweiligen Enthüllung gelassen. Zudem fing es nach ungefähr der Hälfte des Films im Allgemeinen unspektakulärer zu werden. Nichts überraschendes passiert mehr und die "Reise" lässt auch zu wünschen übrig. Teilweise haben bestimmte Aktionen keinen Sinn gemacht.

Fazit: Wie kann man mit "Wer ist Hanna", welches so ein schönes Potential in sich verbirgt, nur so verkümmern lassen? Anstatt mehr Ideen, die die Handlung interessanter und überraschender gestaltet hätte, wird es bei einer einfachen Erklärung belassen. Wie viel hätte man hieraus noch herausholen können! Da verspricht der Anfang auch einfach zu viel.

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