Whale Rider

Whale Rider (2002), NZ/DE
Laufzeit 105 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 14.08.2003

7.1 Kritiker
20 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
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19 Kommentare
Whale Rider - Bild 4954980
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von Niki Caro, mit Keisha Castle-Hughes und Rawiri Paratene

Neuseelands Ureinwohner, die Maori glauben, dass ihre Vorfahren in Kanus über das Meer kamen. Die Einwohner von Whangara und der Ostküste hingegen glauben, dass ihr Urahne Paikea vor über tausend Jahren das Land auf dem Rücken eines Wales, der ihn nach dem Kentern seines Kanus gerettet hatte, erreichte. Seither trägt in jeder Generation ein männlicher Nachfahre des Walreiters diesen Titel und ist Oberhaupt des Stammes. Nun ist die Zeit für einen neuen Erben gekommen. Als jedoch der Hoffnungsträger bei der Geburt stirbt und nur dessen Zwillingsschwester überlebt, sieht sich Stammesführer Koro nicht imstande, seine Enkelin Pai als zukünftiges Oberhaupt zu akzeptieren. Koro, überzeugt davon, dass das Unglück seines Stammes mit der Geburt Pais begann, ruft sein Volk dazu auf, ihm seine Söhne zu bringen, um unter ihnen den neuen Anführer zu ermitteln. Dieser soll den Stamm wieder aus all seinen Schwierigkeiten herausführen. Die 12-jährige Pai, die ihren Großvater Koro mehr als jeden Anderen auf der Welt liebt, muss sich nun gegen diesen und eine tausendjährige Tradition auflehnen, um ihre Bestimmung zu erfüllen.

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Kritiken (2) — Film: Whale Rider

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.5Ausgezeichnet

Die Frauen der Maori-Ureinwohner sind offenbar besonders stark und mit bösen Drohungen nicht klein zu kriegen. Zumindest im neuseeländischen Kino. Oder ist es ein Zufall, dass nach Lee Tamahoris „Letzter Kriegerin“ (1994) nun auch mit „Whale Rider“ ein Film von dem Prozess einer exzeptionellen weiblichen Selbstbehauptung erzählt? ... In einer erstaunlichen Mischung aus Ethno-, Familien- und Emanzipationsdrama erfährt man viel über die Kultur und das Leben des fernen Volksstammes, seine Legenden und Überlebensstrategien. „Whale Rider“ besticht auch durch grandiose Natur- und Unterwasseraufnahmen und vor allem durch eine Hauptdarstellerin, der man die verkörperte Mischung aus kindlicher Unschuld und weiser Führungspersönlichkeit abnimmt. Für die emotionale Kraft dieses Films sprechen bereits drei Publikumspreise auf internationalen Festivals.
(Offenbach Post)

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

Dies ist ein Film über Ureinwohner zwischen dem Ruf der Tradition und den Zwängen der Moderne, aber es ist kein Ethno-Kitsch. "Whale Rider" handelt vom Aufbrechen der Geschlechterrollen, kommt aber nicht als feministischer Traktat daher. Und, ja, wir verlassen euphorisiert das Kino, aber uns ist nicht Erbauung durch einen Prediger zuteil geworden, sondern etwas anderes.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (17) — Film: Whale Rider

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rkuehne

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Bewertung3.0Schwach

Ich versteh nicht so ganz, warum mir MP den Film mit 7,5 Punkten anrät, soweit kommt er bei mir bei weitem nicht. Ein netter, aber auch naiver und kitschiger, leicht zu durchschauender maori-heimatfilm vom kleinen Mädchen was Nirgendwo Anerkennung bekommt und sie sich dann selbst erarbeitet. Leider wirklich zu sehr vorhersehbar und damit auch sehr langweilig.

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Mavrocordato

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Bewertung6.0Ganz gut

Man merkt sofort, dass Paikea das Alter Ego eines weiblichen Regisseurs bzw. Drehbuchautors sein muss, die während ihrer Schulzeit selbst nie akzeptiert und oft gehänselt wurde - und sich daraufhin in ihre Traumwelten flüchtete. Heraus kam irgendwann "Whale Rider", ein leicht kitschiger, einfach zu durchschauender Film auf Hässliches-Entlein-Basis, der es genauso wenig versteht, Authentizität aufzubauen, als auch schlecht mit Emotionen umgehen kann.

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f0rc3

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich habe schon viel von dem Film gehört und auch mit 13 eine Oscarnomminierung für die beste Hauptdarstellerin zu haben ist allein ein Grund sich den Film mal anzugucken.

Da ich selber ein Jahr in Neuseeland war, hatte ich dort auch die Gelegenheit Maoris mal etwas näher kennenzulernen, und tatsächlich spiegelt der Film ein bisschen die Mentalität der Ureinwohner wieder.

Trotzdem: Sehr viel Kitsch, vieles zu aufgesetzt und alles andere als spannend.

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Schlegel

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Bewertung6.0Ganz gut

Folklorekitsch, leicht zu durchschauen und kaum berührend.

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Tyler__Durden

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Bewertung6.0Ganz gut

Obgleich in einem interessantem Setting verankert ist WHALE RIDER nicht viel anders im Aufbau und der Umsetzung wie alle Filme in denen eine bestimmte Person versucht ihren Wert zu finden in einer Umgebung/einer "Gesellschaft" die sie aus irgendeinem Grund (diesmal Geschlecht) ausschließt oder jedenfalls nicht vollwertig anerkennt mit samt den Stärken und der persönlichen Bestimmung. Hier wird kaum irgendetwas gemacht was man nicht erwarten würde von so einem Film aber jedenfalls macht er das was er macht dann immerhin ganz zufriedenstellend dank ein paar starken Einzelszenen und einer wirklich liebenswerten Hauptdarstellerin.

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Schlegel

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Vorsicht, ich neige zu Größenwahn!


Tyler__Durden

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Gut so!


kronenhummer

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Bewertung7.5Sehenswert

„Whale Rider“ ist eindrucksvoll, ohne Frage. Bild- und ausdrucksstark, jedoch mitunter auch an der Grenze zum Kitsch wird ein hochinteressantes Abbild der Maori-Kultur im modernen Neuseeland mit allen seinen Problemen und Herausforderungen dargestellt. Die Zerrissenheit des Maori-Volkes zwischen der Tradition mit seinen alten Ritualen, den Vorstellungen und der klassischen Frauen- und Männerrolle auf der einen Seite und der unabwendbaren Assimilation an das moderne Neuseeland auf der anderen Seite sind definitiv bewegend. Aber es fällt doch gleichzeitig unheimlich schwer, sich dieser doch so fremden Kultur hinzugeben und wirklich zu verstehen.

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Deep Ford

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Bewertung9.5Herausragend

Huch, wie konnte mir dieser Film bis jetzt nur entgehen? Ausgerechnet die ARD füllt jetzt meine Bildungslücke. :-)

Dieser Film ist eine wunderschöne Charakterstudie von einem starken Mädchen, ihrem renitenten Großvater und einer Gemeinschaft, die versucht im Zuge der Globalisierung ihre eigene Identität zu erhalten. Werte der Moderne und der Tradition treffen aufeinander, bewegen, rütteln auf.
Die Grenze zwischen Realität und spiritueller Welt wird wunderbar verwischt, so dass wohl auch der noch so atheistischste Zuschauer ob dieser animistischen Weltsicht einen wohligen, erbauenden Schauer verspürt.
Sehr gelungen ist die kritische Auseinandersetzung mit verschrobenen Rollenverständnissen und Ungerechtigkeiten, und einige Traditionen werden durchaus in Frage gestellt.

Auch wenn das Ende in einer für meinen Geschmack etwas zu kitschigen Bilderorgie resultiert, so ist doch dem Film und ganz besonders der jungen Keisha Castle-Hughes ein Platz in meinem persönlichen Filmolymp gewiss.

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Wumz

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Bewertung9.5Herausragend

Kann es nicht in Worte fassen... Unbeschreiblich schön!

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Obwohl hochgelobt und preisgekrönt, finde ich, es ist ein folkloristisches Rührstück aus der Südsee. Wenn zur Rechtfertigung die Dokumentation der Sitten und Gebräuche der Maori herhalten sollte, wäre das in Ordnung. Falls ein emanzipatorischer Gedanke dahintersteckt, weil ein Mädchen Häuptlingin wird, kann man das ebenfalls akzeptieren. Gegen Ende verschwimmt dann aber alles in der Suppe der Emotionen und dehnt sich mit Sphärenmusik in Richtung unendliche Langeweile aus. Das muss wohl bei Mythen so sein. Eine Anmerkung sei aber erlaubt: Wenn die Maori ihre Häuptlinge durch den Ritt auf dem Wal bestimmten, ist es kein Wunder, dass sie selten welche hatten. Das überlebt normalerweise keiner. Und wenn doch, trifft sich das eventuell mit unserem christlichen Glauben an den Messias. Der ist auch wieder auferstanden. Mit dieser Südseeproblematik beschäftigen sich Europäer höchstens im Urlaub, für die Maori mag das von vitalem Interesse sein.

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filmschauer

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn eine erst 13-Jährige schon mit einer Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wird, macht das schon neugierig. Keisha Castle-Hughes aus Neuseeland spielt in "Whale Rider" ihre Rolle als nicht akzeptiertes Nachkömmling der Familie dann auch wirklich hervorragend und prägt den Film nachhaltig. Interessant ist das komplizierte Verhältnis zu ihrem Großvater, der stets versucht, die Tradition seines Whangara-Stammes in seinem Sinne fortzuführen. Der kleine und ruhige Film, der einen guten Einblick in eine unbekannte Kultur gibt, pendelt in der zweiten Hälfte zwar etwas an der Grenze zum Kitsch und surrealen Elementen, ist trotzdem einen Blick sicherlich wert!

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Nayuma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich hab ich's mal geschafft den Film zu schauen. Einfach nur traumhaft schön. Ist alles drin. Selbe anschauen & eigenes Urteil drüber bilden.

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ursusmajor

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Bewertung3.0Schwach

Diesen Film habe ich in Neuseeland gesehen. Und so wie ich die Maoris kennen gelernt habe und die Kiwis überhaupt, so ist der Film.
Viel Terz umnichts. Filme über Maoris gleichen sich. Die Kelre führen sich als Macker auf, die Frauen sind ein Dreck wert. Aber ne große Klappe haben.
Aber dabei fehlt die Entschlußkraft, der rechte Willen, die Dinge mal anzupacken, sich ein Ziel zu setzen und beharrlich drauf zuarbeiten.
So der Film. Er hat mich kalt gelassen.

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Deep Ford

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Hm, kann deine Meinung nicht teilen. Zum einen geht der Film sehr kritisch mit den tradierten Rollenverständnissen um. Und zum anderen differenziert er durchaus - die männlichen Maori verhalten sich doch sehr unterschiedlich...
Platte Pauschalisierungen finden sich nicht im Film, nur in deinem Kommentar. Etwas anachronistisch...


Poisongissy

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Bewertung9.0Herausragend

sehr gefühlvoll erzählter Film,mit einem super geilen Soundtrack.

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AgentGuhl86

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr gefühlvoll erzählter Film über Tradition und ein Mädchen, das trotz ihrer Fähigkeiten und einfach nur wegen der Tatsache, dass sie ein Mädchen ist, aus dieser Tradition ausgeschlossen wird....aber, sie kämpft. Das schöne hier ist, dass die Grenzen zwischen Realität und Märchen leicht verschwimmen. Und ein wenig mystisches hat einem Film noch nie geschadet ;).

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schmerzbereiter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gerade aus Neuseeland zurück gekehrt, weckt dieser Film großartige Erinnerungen in mir. Wer einmal am Waitangi Day in Pahia war, wird mich verstehen können! Sehr schön in Szene gesetzt mit tollen Naturpanoramen aus NZ. Sowohl die Geschichte der Maori und deren Mythen als auch der Generationskonflikt mit der eher traditionsabgewandten Jugend. Ein toller Film, den man auch mehrmals sehen kann!

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Iroas

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich wundervoller Film - der bei mir lange nachwirkt. Immer an besonders schlechten, regnerischen Tagen muss ich an dieses Meisterwerk zurückdenken, dass mir wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.

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Lorion42

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wundervoller Film in wunderschönen Bildern, dem leider zu wenig Beachtung geschenkt wurde (Vielleicht wirkt die Story zu uninteressant?)! Es gibt nur selten Filme, die einen so sehr bewegen. Melancholie und Heiterkeit. Ein echter Feel-Good-Movie. Und intelligent ist er dazu - was will man mehr? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme :-)

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